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Forums-Blog - Maritas / Traudels Blog - Beschreibung
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17
August
2014

Die Predigt zum Abschluss des VI. Asiatischen Jugendtags

Die Predigt zum Abschluss des VI. Asiatischen Jugendtags



Liebe junge Freunde,

die Herrlichkeit des Herrn erstrahlt über euch! Diese Worte – ein Teil des Themas des sechsten Asiatischen Jugendtags – trösten und stärken uns alle. Jugendliche aus Asien, ihr seid die Erben eines großen Zeugnisses, eines wertvollen Bekenntnisses zu Christus. Er ist das Licht der Welt; er ist das Licht unseres Lebens! Die Märtyrer von Korea – und unzählige andere in ganz Asien – übergaben ihren Leib ihren Verfolgern; uns haben sie ein ewiges Zeugnis übergeben, dass das Licht der Wahrheit Christi alle Finsternis vertreibt und die Liebe Christi glorreich triumphiert. Mit der Gewissheit seines Sieges über den Tod und unserer Teilhabe daran können wir der Herausforderung des christlichen Jüngerseins heute begegnen, unter unseren Gegebenheiten und in unserer Zeit.


Die Worte, über die wir gerade nachgedacht haben, sind ein Trost. Der andere Teil des Themas von diesem Jugendtag – Asiatische Jugend! Wach auf! – spricht zu euch von einer Pflicht, einer Verantwortung. Lasst uns einen Moment jedes dieser Worte betrachten.


Zuerst das Wort „asiatisch“. Ihr seid aus allen Teilen Asiens hier in Korea zusammengekommen. Jeder von euch hat einen einmaligen Platz und Kontext, wo ihr berufen seid, Gottes Liebe widerzuspiegeln. Der asiatische Kontinent, durchtränkt mit reichen philosophischen und religiösen Traditionen, bleibt eine großes Grenzland für euer Zeugnis für Christus, den „Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Als junge Menschen nicht nur in Asien, sondern auch als Söhne und Töchter von diesem großen Kontinent habt ihr ein Recht und eine Pflicht, voll am Leben eurer Gesellschaften teilzunehmen. Habt keine Angst, die Weisheit des Glaubens in alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens einzubringen!


Als Asiaten seht und liebt ihr außerdem alles Schöne, Edle und Wahre in euren Kulturen und Traditionen von innen her. Doch als Christen wisst ihr auch, dass das Evangelium die Kraft hat, dieses Erbe zu läutern, zu erheben und zu vervollkommnen. Durch die Gegenwart des Heiligen Geistes, der euch in der Taufe geschenkt und in der Firmung als Siegel aufgeprägt wurde, und in Einheit mit euren Hirten könnt ihr die vielen positiven Werte der verschiedenen asiatischen Kulturen anerkennen. Ihr seid auch imstande zu unterscheiden, was mit eurem katholischen Glauben unvereinbar ist, was zum in der Taufe geschenkten Leben der Gnade im Gegensatz steht und welche Aspekte der heutigen Kultur sündhaft, korrupt sind und zum Tod führen.


Indem wir zum Thema dieses Jugendtages zurückkehren, lasst uns über das zweite Wort nachdenken: „Jugend“. Ihr und eure Freunde seid erfüllt von Optimismus, Energie und gutem Willen, was für diesen Lebensabschnitt so charakteristisch ist. Lasst Christus euren natürlichen Optimismus in christliche Hoffnung verwandeln, eure Energie in moralische Tugend, euren guten Willen in echte selbstlose Liebe! Das ist der Weg, den zu gehen ihr berufen seid. Das ist der Weg, um alles zu überwinden, was in eurem Leben und in eurer Kultur Hoffnung, Tugend und Liebe bedroht. Auf diese Weise wird eure Jugend ein Geschenk für Jesus und für die Welt sein.


Als junge Christen – gleich ob Arbeiter oder Studenten, ob ihr schon eine Karriere begonnen oder auf den Ruf zur Ehe, zum Ordensleben oder zum Priestertum geantwortet habt – seid ihr nicht nur ein Teil der Zukunft der Kirche; ihr seid auch ein notwendiger und geschätzter Teil der Gegenwart der Kirche! Bleibt einander nahe, geht immer näher auf Gott zu und verwendet diese Jahre, um gemeinsam mit euren Bischöfen und Priestern eine heiligere, missionarischere und demütige Kirche aufzubauen – eine Kirche, die Gott liebt und anbetet, indem sie sich bemüht, den Armen, den Einsamen, den Kranken und den an den Rand Gedrängten zu dienen.


In eurem christlichen Leben werdet ihr oft Anlass zu der Versuchung haben – wie die Jünger im heutigen Evangelium –, den Fremden, den Notleidenden, den Armen und den mit gebrochenem Herzen wegzustoßen. Besonders diese Menschen sind es, die den Ruf der Frau aus dem Evangelium wiederholen: „Herr, hilf mir!“ Die Bitte der kanaanäischen Frau ist der Ruf aller, die nach Liebe, Annahme und Freundschaft mit Christus suchen. Es ist der Ruf so vieler Menschen in unseren anonymen Städten, der Ruf so vieler eurer eigenen Altersgenossen und der Ruf all jener Märtyrer, die auch heute für den Namen Jesu Verfolgung und Tod erleiden: „Jesus, hilf mir!“ Oft ist es ein Ruf, der auch aus unserem eigenen Herzen aufsteigt: „Herr, hilf mir!“ Lasst uns antworten, nicht wie die, welche Menschen, die uns um etwas bitten, wegstoßen, als hindere unser Dienst an den Notleidenden uns daran, dem Herrn nahe zu sein. Nein! Wir müssen wie Christus sein, der auf jede Bitte um seine Hilfe mit Liebe, Barmherzigkeit und Mitleid antwortet.


Und schließlich: Der dritte Teil des Themas dieses Jugendtages – „Wach auf!“ – spricht von einer Verantwortung, die der Herr euch überträgt. Es ist die Pflicht, wachsam zu sein und dem Druck, den Versuchungen und unseren Sünden oder denen anderer nicht zu erlauben, dass unser Empfinden für die Schönheit der Heiligkeit, für die Freude des Evangeliums abstumpft. Der heutige Antwortpsalm lädt uns ständig ein, uns zu freuen und zu jubeln. Niemand, der schläft, kann singen, tanzen oder jubeln. Liebe Jugendliche, „es segne uns Gott, unser Gott!“ (Ps 67,7); bei ihm haben wir „Erbarmen gefunden“ (Röm 11,30). Durch Gottes Liebe bestärkt, geht hinaus in die Welt, damit sie – eure Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn, Landsleute, jeder auf diesem großen Kontinent – „infolge des Erbarmens, das ihr gefunden habt … jetzt auch … Erbarmen finden“ (Röm 11,31). Sein Erbarmen ist es, durch das wir gerettet werden.


Liebe Jugendliche von Asien, meine Hoffnung ist, dass ihr in Einheit mit Christus und der Kirche diesen Weg einschlagt, der euch sicher viel Freude bereiten wird. Jetzt, da wir zum Tisch des Herrn treten für die Eucharistie, wollen wir uns an Maria, unsere Mutter, wenden, die Jesus der Welt gebracht hat. Ja, Mutter Maria, wir sehnen uns danach, Jesus zu haben; in deiner mütterlichen Liebe hilf uns, ihn zu anderen zu bringen, ihm treu zu dienen und ihn zu jeder Zeit und an allen Orten in diesem Land und in ganz Asien zu ehren. Amen.

(rv 17.08.2014 mg)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...tags/ted-819994
des Internetauftritts von Radio Vatikan

17
August
2014

Papst an Asiens Jugend: Seid Motor gesellschaftlicher Veränderung

Papst an Asiens Jugend: Seid Motor gesellschaftlicher Veränderung



Papst Franziskus hat junge Christen in Asien dazu ermutigt, sich zum Motor gesellschaftlicher Veränderung zu machen. Zur Abschlussmesse des VI. Asiatischen Jugendtreffens waren am Sonntag junge Katholiken aus 22 asiatischen Ländern zur Festung Haemi gekommen.

Trotz des regnerischen Wetters vor Beginn des Gottesdienstes waren die Rasenflächen des Burginnenhofes gefüllt mit jungen Leuten; insgesamt 6.000 Jugendliche waren seit Mittwoch zu Gast beim Jugendtreffen. Jugendliche aus verschiedenen Ländern sorgten mit Gesang und Lesungen in verschiedenen asiatischen Sprachen für ein abwechslungsreiches Programm. Papst Franziskus wandte sich in seiner Predigt auf Englisch an die jungen Leute:

„Der asiatische Kontinent, durchtränkt mit reichen philosophischen und religiösen Traditionen, bleibt ein großes Grenzland für euer Zeugnis für Christus, den ,Weg, die Wahrheit und das Leben‘ (Joh 14,6). Als junge Menschen nicht nur in Asien, sondern auch als Söhne und Töchter von diesem großen Kontinent habt ihr ein Recht und eine Pflicht, voll am Leben eurer Gesellschaften teilzunehmen. Habt keine Angst, die Weisheit des Glaubens in alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens einzubringen!“

Das Christentum habe die Kraft, das Erbe der Kulturen Asiens zu „läutern, zu erheben und zu vervollkommnen“, formulierte der Papst. Es biete das notwendige Unterscheidungsvermögen an, um Gesellschaft gut zu gestalten.

„Durch die Gegenwart des Heiligen Geistes, der euch in der Taufe geschenkt und in der Firmung als Siegel aufgeprägt wurde, und in Einheit mit euren Hirten könnt ihr die vielen positiven Werte der verschiedenen asiatischen Kulturen anerkennen. Ihr seid auch imstande zu unterscheiden, was mit eurem katholischen Glauben unvereinbar ist, was zum in der Taufe geschenkten Leben der Gnade im Gegensatz steht und welche Aspekte der heutigen Kultur sündhaft, korrupt sind und zum Tod führen.“

Franziskus forderte die jungen Leute dazu auf, ihren „Optimismus“, ihre „Energie“ und ihren „guten Willen“ in den Dienst der Kirche zu stellen – ob in der Arbeit, im Studium, im Eheleben oder als Ordensvertreter und Priester:

„Lasst Christus euren natürlichen Optimismus in christliche Hoffnung verwandeln, eure Energie in moralische Tugend, euren guten Willen in echte selbstlose Liebe! Das ist der Weg, den zu gehen ihr berufen seid. Das ist der Weg, um alles zu überwinden, was in eurem Leben und in eurer Kultur Hoffnung, Tugend und Liebe bedroht. Auf diese Weise wird eure Jugend ein Geschenk für Jesus und für die Welt sein.“

Die Jugend könne hier auch einen Beitrag dazu leisten, gemeinsam mit Bischöfen und Priestern eine „heiligere, missionarischere und demütige Kirche aufzubauen“, fuhr der Papst fort – eine Kirche, die im Dienst an den „Armen“, „Einsamen“, „Kranken“ und „an den Rand Gedrängten“ stehen müsse, betonte er.

„Es ist der Ruf so vieler Menschen in unseren anonymen Städten, der Ruf so vieler eurer eigenen Altersgenossen und der Ruf all jener Märtyrer, die auch heute für den Namen Jesu Verfolgung und Tod erleiden: ,Jesus, hilf mir!‘ Oft ist es ein Ruf, der auch aus unserem eigenen Herzen aufsteigt: ,Herr, hilf mir!‘ Lasst uns antworten, nicht wie die, welche Menschen, die uns um etwas bitten, wegstoßen, als hindere unser Dienst an den Notleidenden uns daran, dem Herrn nahe zu sein. Nein! Wir müssen wie Christus sein, der auf jede Bitte um seine Hilfe mit Liebe, Barmherzigkeit und Mitleid antwortet.“

Vor Abstumpfung warnte der Papst auch mit Blick auf die Empfänglichkeit für die Botschaft Jesu: Es brauche ständige Wachsamkeit, damit Christen nicht blind würden für die „Schönheit der Heiligkeit“ und die „Freude des Evangeliums“: „Wacht auf, wacht auf“, wiederholte der Papst hier eindringlich.

In der Festung Haemi waren im 19. Jahrhundert tausende Christen interniert und hingerichtet worden. An diesem Ort ging der Papst noch einmal auf die christlichen Märtyrer ein, auf die sich das Motto des Asiatischen Jugendtages u.a. bezieht. 124 koreanische Glaubenszeugen hatte der Papst am Samstag selig gesprochen:

„Die Märtyrer von Korea – und unzählige andere in ganz Asien – übergaben ihren Leib ihren Verfolgern; uns haben sie ein ewiges Zeugnis übergeben, dass das Licht der Wahrheit Christi alle Finsternis vertreibt und die Liebe Christi glorreich triumphiert. Mit der Gewissheit seines Sieges über den Tod und unserer Teilhabe daran können wir der Herausforderung des christlichen Jüngerseins heute begegnen, unter unseren Gegebenheiten und in unserer Zeit.“

Nächster Asiatischer Jugendtag in Indonesien
Am Ende der Messe kündigte der indische Kardinal und Vorsitzende der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen Oswald Gracias an, dass Indonesien 2017 Austragungsort für den VII. Asiatischen Jugendtag wird. Indonesien ist das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit. Von seinen rund 253 Millionen Einwohnern gehören gut 87 Prozent dem Islam an. Katholiken stellen nach vatikanischen Angaben
eine Minderheit von 3 Prozent.

(rv 17.08.2014 pr)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...ung_/ted-820013
des Internetauftritts von Radio Vatikan

17
August
2014

Die Grenze (Teil 4): Versöhnung braucht Diplomatie, Vertrauen, Kontakte

Die Grenze (Teil 4): Versöhnung braucht Diplomatie, Vertrauen, Kontakte



Nordkorea - was tun? Viel haben wir in den vergangenen Tagen während des Papstbesuches über die Beziehungen zwischen den beiden Koreas gesprochen, zum Abschluss dieser kleinen Reihe fragt Pater Bernd Hagenkord nach konkreten Mitteln, um den gegenwärtigen Stillstand überwinden zu können.


Papst Franziskus hat in seiner ersten Ansprache hier in Korea die Diplomatie und die Geduld gelobt, mit denen es Spannungen zu überwinden gelte. Wenige haben das nicht als klaren Verweis auf die Beziehungen mit Nordkorea bezogen. In die gleiche Kerbe wie der Papst schlägt Katharina Zellweger, Fachfrau im Thema Nordkorea. Sie hat selber fünf Jahre in dort gelebt und die Vertretung ihres Heimatlandes Schweiz geleitet, sie war ebenfalls fünf Jahre Leiterin von Caritas Internationalis in Hong-Kong. Ich habe sie noch vor der Papstreise in der Schweiz erreicht und gefragt, was das dringendste Problem sei und was man daran konkret tun könne.

„Wenn ich an die Jahre 1995 bis etwa 2000 denke, waren das aus meiner Sicht die schwierigsten Jahre, weil da eine akute Hungersnot herrschte. Heute ist es keine Hungersnot mehr, aber es herrscht nach wie vor eine chronische Unterernährung und deshalb wäre es aus meiner Sicht sehr wichtig, dass man zum Beispiel das World-Food-Programm unterstützt, dass schwangere Frauen, stillende Mütter und kleine Kinder genügend und gut ernährt würden.“

Sanktionen hindern Entwicklungszusammenarbeit

Sie sprechen vor allem vom täglichen Leben und Überleben, wenn wir aber einmal auf die Trennung der beiden Staaten schauen, da braucht es Versöhnung und Annäherung. Was kann das Ausland tun und was können wir von außen tun, um das aufeinander Zugehen oder - mit Papst Franziskus - die Versöhnung zwischen den Menschen zu fördern?

„Versöhnung braucht bessere allgemeine Beziehungen, braucht gute Diplomatie, braucht Vertrauen und viele Kontakte von Mensch zu Mensch. Ob das nun Nord-Süd ist oder der Norden mit der Welt im Allgemeinen. Ich denke, dass man zum Beispiel kulturelle Austauschprogramme fördern sollte oder Sportanlässe und was mir vor allem am Herzen liegt mehr Ausbildungsprogramme für junge Leute und mittleres Kader.
Ich selber arbeite mit Behinderten zusammen, auch da gibt es noch sehr viel zu tun. Dann müssen in der Landwirtschaft mehr Kurse angeboten werden, aber auch Besuche organisiert werden, dass Nordkoreaner andere Länder kennen lernen und andere Sitten oder an internationalen Konferenzen teilnehmen. Es gibt da viel zu tun.
Man kann auch Bibliotheken aufbauen und Sprachkurse finanzieren, ich sehe da sehr vieles, was man tun könnte, aber das fällt alles unter Entwicklungszusammenarbeit. Und bedingt durch die Sanktionen gibt kaum ein Land Geld für Entwicklungszusammenarbeit mit Korea.“

Peaceful Coexistence

Durch die beiden Koreas zieht sich eine bewaffnete Mauer. Wie stark ist die Trennung im Bewusstsein der Menschen, spielt das eine Rolle oder hat man sich damit abgefunden?

„Es ist 60 Jahre her und ich glaube, damit hat man sich abgefunden. Natürlich denkt der Norden wie der Süden über Wiedervereinigung nach, aber der Norden fühlt sich natürlich eher bedroht, weil die Wiedervereinigung als ein Absorbieren von Nordkorea ausgelegt wird. Ich denke aber, dass man auf ‚peaceful coexistence‘ hinwirken müsste.
Das ist aber ein langer Prozess. Es braucht Geduld, es wird auf und ab gehen, ich glaube aber, dass das der einzige Weg ist, dass wir anstatt Mauern Brücken bauen.“

Aus Seoul, Pater Bernd Hagenkord für Radio Vatikan

(rv 17.08.2014 ord)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...uen,/ted-819984
des Internetauftritts von Radio Vatikan

17
August
2014

Dialog in Korea: Ein Papst für alle Religionen

Dialog in Korea: Ein Papst für alle Religionen



Zu den letzten Terminen des Papstes in Korea gehört am Montag ein Treffen mit den Vertretern der verschiedenen Religionen des Landes. Traditionell konfuzianistisch und buddhistisch, hat sich die religiöse Landschaft seit Jahrhunderten geändert. Wie es um den Dialog und die Beziehungen zwischen den Religionen steht, danach hat unser Korrespondent Pater Bernd Hagenkord gefragt.


Korea ist ein säkulares Land, Spannungen zwischen den Religionen und Konfessionen, wie wir sie aus anderen Teilen der Welt kennen, gibt es hier so nicht, man steht ganz natürlich näher beisammen. Was aber nicht heißt, dass alles immer einfach wäre. Serena Kim Hae-kyung doziert Theologie an der katholischen Universität von Daegeu, sie ist Missionswissenschaftlerin und bemüht sich um eine eigene, koreanische Ausprägung der katholischen Theologie. Bisher sei zu viel einfach nur aus dem Westen übersetzt worden. Auch die Beziehungen zwischen den Religionen seien Korea-spezifisch, berichtet sie.


Wie alle Interviewpartner spricht sie die vielen Krisen Koreas an, die auch die Religionen angehen und ihr Verhältnis zueinander bestimmen: Die zunehmende Arbeitslosigkeit, der Streit um die US-Militärbasis auf der Insel Jeju und natürlich die Tragödie der Sewol, um nur die wichtigsten zu nennen.


„Wir sind verletzt, wir sind psychologisch wie gelähmt. Wir hoffen, dass dieser Papstbesuch uns eine neue Hoffnung auf die Zukunft geben kann.“


Hoffnung auf die Zukunft, auch für die nichtchristlichen Religionen? Korea ist kein katholisches Land, es hat eine reiche konfuzianische und buddhistische Tradition. Aber die Rolle der Minderheit ist nicht zu unterschätzen, sagt Serena Kim.


„Zur Zeit von Kardinal Kim [Stephan Kim Sou-hwan, gest. 2009] wurde er von allen Koreanern als geistliche Gestalt für das ganze Land gesehen, unabhängig von der Religion. Wir haben im Augenblick auch viele Probleme, aber eine solche geistliche Gestalt findet sich im Augenblick unter uns nicht. Besonders wir Katholiken suchen so jemanden, aber zur Zeit gibt es keinen. Auch nicht unter den anderen Religionen. Moralisch und ethisch ist die katholische Kirche immer besonders wahrgenommen worden, wahrscheinlich auch, weil es viele Berührungspunkte mit dem Konfuzianismus gibt. Da sind wir sehr flexibel in der Begegnung, auch wenn ich Katholikin bin.“


Auch der Buddhismus sei angesehen im Land, aber nicht ganz so wie der Katholizismus. Die protestantischen Kirchen hätten keinen so guten Ruf, weil sie ständig untereinander stritten, so Serena Kim.


„Wie das bei Dialog immer ist, einige suchen ihn, andere stecken im Konflikt fest. So haben die Protestanten zum Beispiel wenig Verständnis für die traditionellen Religionen, zum Beispiel den Buddhismus, bis hin dazu, dass fanatische Evangelikale wie im vergangenen Jahr einen alten Tempel angezündet haben. So etwas findet leider immer wieder statt.“


Die offiziellen Vertreter der Kirchen und Religionen bemühten sich aber ganz ausdrücklich um den Dialog, so gebe es seit einiger Zeit einen ‚Rat der sieben Religionen‘.


„Heute muss man da aber auch den Islam dazuzählen, also sind es eigentlich acht Religionen. Aber wie dem auch sei, diese tauschen sich über gemeinsame Themen aus und man trifft sich von Zeit zu Zeit: Die Katholiken, Protestanten, Konfuzianismus, Formen des Buddhismus und Vertreter des Shamanismus. Mit den vielen Arbeitern aus Südost-Asien muss man jetzt aber wie gesagt den Islam dazu nehmen.“


In Krisenzeiten sprechen die Religionen seitdem auch schon mal mit einer Stimme, Serena Kim berichtet von einem Flußregulierungsplan des letzten Präsidenten Koreas, der das Ökosystem von vier Flüssen ruiniert habe. Die Repräsentanten des Religionsrates und viele Gläubige aller Religionen haben damals gemeinsam dagegen protestiert. Serena Kim glaubt auch hier an einen Impuls des Papstes.


„Denn der Papst sieht die anderen Gläubigen nicht als Menschen, die sich bekehren müssen, sondern er sieht sie so, wie sie sind. Das ist ein Modell, das andere Religionen übernehmen könnten. Neulich hat mir eine protestantische Freundin, auch eine Theologin, gesagt, dass sie Franziskus auch als ihren Papst sieht. Der ‚Franziskus Effekt‘ betrifft hier in Korea also auch die andren Religionen.“


Serena Kim Hae-kyung, Theologin an der Universität Daegeu.


Aus Seoul, Pater Bernd Hagenkord für Radio Vatikan.


(rv 17.08.2014 ord)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...onen/ted-819988
des Internetauftritts von Radio Vatikan

17
August
2014

Was die Papstreise in Südkorea bislang charakterisiert

Was die Papstreise in Südkorea bislang charakterisiert



An diesem Montag endet die Reise von Papst Franziskus nach Korea, Zeit noch nicht für eine Bilanz, aber zumindest für einige Punkte, die die Reise bislang charakterisieren. Unser Korrespondent Pater Bernd Hagenkord fasst zusammen.


Sicherheit
Kollegen, die den Papst auf seinen Reisen innerhalb Koreas auf Schritt und Tritt begleitet haben scherzen, dass nur bei der Messe am Samstag mehr Gläubige als Sicherheitskräfte gewesen seien. In der Tat sind die Sicherheitsvorkehrungen erheblich, beim letzten Besuch eines Papstes - Johannes Paul II. 1994 - hatte es einen Zwischenfall gegeben. Aber wer nicht direkt in der Nähe eines Papstevents ist, bekommt davon relativ wenig mit. Die Sicherheit ist sehr streng, aber Korea hat das alles sehr gut im Griff, 30.000 Polizisten und Sicherheitskräfte waren etwa bei der Messe am Samstag rund um den Gwanghwamun-Platz im Einsatz. Was denen, die nicht dabei waren, zumindest ein wunderbar verkehrsfreies Downtown-Seoul geschaffen hat, ein seltenes Ereignis . Die Menschen haben es genossen.


Ablauf
Die Reise läuft rund. Zwar musste die Vesper mit den Ordensleuten aus Zeitgründen am Samstag ausfallen, das ist aber eher ein Zeichen für die Flexibilität der Organisation als für ihre Rigidität. Die Verantwortlichen haben sich ja zum Beispiel am Freitag auch für eine Zugreise nach Daejeon entschieden und den Papsthelikopter nicht gebraucht, die Umwelt dankt es ihnen.


Wie geht es dem Papst
Papst Franziskus ist in großartiger Form. Für sieben Stunden Zeitunterschied und die Schwierigkeiten mit der Sprach- und Kultur-Differenz zeigt er eine beeindruckende Ruhe und Gelassenheit. Er spielt mit seinem Publikum, wenn Spiel angesagt ist, er feiert würdig die Messe, wenn das ansteht. Er ist spontan und wechselt die Sprachen, nie nur einen Reiseplan ausführend, sondern kreativ und geistlich. Dem Papst geht es sehr gut.


Geschichten am Rande
Für Koreaner - wie zum Beispiel unsere Übersetzerin hier im Studio wie auch die meisten Interviewpartner - ist die Sewol-Katastrophe die große Geschichte, alles was der Papst über Südkorea sagt, wird in diese Richtung gelesen. Aber es gibt so viele andere Geschichten.
Da ist die 22 Jahre alte junge Frau, die ihre Anorexie besiegt hat und den Papst gebeten hat, zum Mittagessen kommen zu dürfen. Der Papst hat spontan Ja gesagt. Da ist die Taufe an diesem Sonntagmorgen eines Vaters - er hat den Taufnahmen Franziskus gewählt. Da ist die Umarmung mit Opfern der Sewol Katastrophe, außerhalb jedes Reiseplans und das Tragen der gelben Schlaufe als Zeichen der Solidarität. Oder da ist die schon angesprochene Bahnfahrt: Er wolle da sein, wo die anderen Menschen auch sind, sagt der Papst. Er wäre nicht Franziskus, wollte er da nicht.


Botschaften des Papstes
Es sind alles Botschaften, die Papst Franziskus sehr am Herzen liegen. Man kann sie vielleicht sehr vereinfachend so zusammen fassen: Der Papst will, dass sich die Menschen nicht mit dem zufrieden geben, was ist, sondern nach dem Mehr suchen, sei es nach der Überwindung von Missständen und Konflikten, sei es nach der Menschlichkeit jenseits des Materialismus oder sei es nach dem Willen Jesu für jeden einzelnen, dem Willen, der weiter führt. Dabei tut er dies immer an die einzelnen Situationen und Zuhörer-Gruppen angepasst.
Und kommt es an? „Er macht, dass ich ein besserer Mensch sein will“, sagte uns ein koreanischer Junge, stolz auf sein Englisch. Was fasst die Botschaft des Papstes besser zusammen als das?


Aus Seoul, Pater Bernd Hagenkord für Radio Vatikan


(rv 17.08.2014 ord)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...iert/ted-819986
des Internetauftritts von Radio Vatikan

17
August
2014

Vatikansprecher: Heiliger Stuhl will keine „äußere Macht“ ausüben

Vatikansprecher: Heiliger Stuhl will keine „äußere Macht“ ausüben



Als „Geste guten Willens“ hat Vatikansprecher Federico Lombardi den von Papst Franziskus bekundeten Wunsch nach Gesprächen mit China bezeichnet. Lombardi äußerte sich am Sonntag im Anschluss des Papsttreffens mit Asiatischen Bischöfen vor Journalisten in Haemi. Natürlich denke bei den Papstworten jeder an China, so der Vatikansprecher. Gemeint seien jedoch auch andere asiatische Länder ohne einen Botschafteraustausch mit dem Heiligen Stuhl, etwa Nordkorea, Vietnam, Myanmar, Laos, Brunei oder Bhutan, präzisierte der Sprecher. Lombardi erinnerte weiter daran, dass der Heilige Stuhl eine „religiöse Autorität“ sei. Das sei eine andere Ebene als politische oder staatliche Institutionen. Letztere müssten „keine Angst haben, dass der Heilige Stuhl eine äußere Macht in ihren Ländern ausübt“.

(kna 17.08.2014 pr)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...Cben/ted-820057
des Internetauftritts von Radio Vatikan

17
August
2014

Papst hofft auf mehr diplomatische Beziehungen mit Asien

Papst hofft auf mehr diplomatische Beziehungen mit Asien



RealAudioMP3 Dialog war das Stichwort der Papstrede vor Bischöfen Asiens am Sonntag im südkoreanischen Haemi. Franziskus gab bei dieser Gelegenheit seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich Länder ohne Botschafteraustausch mit dem Heiligen Stuhl - wie zum Beispiel Vietnam oder China - einem Dialog öffnen würden. Die Namen einzelner Länder nannte der Papst jedoch nicht.

Es waren wohl, politisch gesehen, die bisher klarsten Worte, die Franziskus auf seiner ersten Reise nach Asien fand: Vor rund 70 Bischöfen des Kontinentes am Heiligtum von Haemi appellierte der Papst am Sonntag an asiatische Länder ohne diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl. Darunter fallen etwa China und Vietnam. Auch zum Nordteil Koreas besteht kein diplomatischer Kontakt.

„Wie der heilige Johannes Paul II. zu Recht erkannte, gründet unsere Verpflichtung zum Dialog schon in der Logik der Inkarnation: In Jesus ist Gott selbst einer von uns geworden, hat das Leben mit uns geteilt und in unserer Sprache zu uns gesprochen (vgl. Ecclesia in Asia, 29). In diesem Geist der Offenheit anderen gegenüber hoffe ich ernstlich, dass jene Länder eures Kontinents, mit denen der Heilige Stuhl noch keine vollständigen Beziehungen unterhält, nicht zögern, einen Dialog zum Wohl aller voranzutreiben.“

„Echter Dialog“ müsse menschliche Offenheit zur Grundlage haben, führte Franziskus aus. Das Wissen um die eigene, christliche Identität müsse dabei von „Einfühlungsvermögen“ und einem „Geist der Offenheit“ dem anderen gegenüber begleitet sein, erinnerte er.

„Diese Fähigkeit zur Einfühlung ermöglicht einen wahren menschlichen Dialog, in dem Worte, Ideen und Fragen aus einer Erfahrung von Brüderlichkeit und gemeinsam erlebter Menschlichkeit hervorgehen. Sie führt zu einer echten Begegnung, in der man von Herz zu Herz spricht. Wir werden durch die Weisheit der anderen bereichert und öffnen uns, um gemeinsam den Weg zu größerem Verständnis, mehr Freundschaft und Solidarität zu gehen.“

Dialog sei „ein wesentlicher Bestandteil der kirchlichen Sendung“ in Asien, betonte Franziskus, der sich hier auf das Apostolische Schreiben Papst Johannes Paul II. „Ecclesia in Asia“ (vgl. Ecclesia in Asia, 29) bezog. Und Worte Papst Benedikt XVI. aufgreifend betonte er, die Kirche wachse nicht durch Proselytismus, sondern weil sie Menschen anziehe. Auf dem asiatischen Kontinent sei bei Verkündigung der Frohen Botschaft ein besonderes Geschick vonnöten:

„In diesem weiten Kontinent, in dem eine große Vielfalt an Kulturen beheimatet ist, ist die Kirche gerufen, in ihrem Zeugnis für das Evangelium beweglich und kreativ zu sein durch Dialog und Offenheit allen gegenüber.“

Das Bewusstsein für die eigene religiöse Identität sei wesentlich, um Ziel und Sendung des christlichen Auftrages im kulturell vielfältigen Asien nicht aus den Augen zu verlieren, unterstrich der Papst vor Kirchenvertretern aus allen Teilen des Kontinentes:

„Wenn wir frei, offen und fruchtbringend mit anderen zu reden haben, müssen wir uns klar sein, wer wir sind, was Gott für uns getan hat und was er von uns verlangt. Und wenn unsere Kommunikation kein Monolog sein soll, müssen Geist und Herz sich öffnen, um Einzelne und Kulturen anzunehmen.“

Weitere Herausforderungen in diesem Dialog „mit Geist und Herz“ liegen für den Papst in der Gesellschaft selbst: Ein „trügerischer“ Relativismus bringe feste Bezüge ins Wanken und stürze Menschen in „Verwirrung und Verzweiflung“:

„Es ist eine Versuchung, die heutzutage auch christliche Gemeinschaften befällt und die Menschen vergessen lässt, dass es in einer Welt schneller und desorientierender Veränderungen ,viel Unwandelbares‘ gibt, das ,seinen letzten Grund in Christus hat, der derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit‘ (Gaudium et spes, 10; vgl. Hebr 13,8). Ich spreche hier nicht bloß vom Relativismus als einer Denkweise, sondern von jenem alltäglichen praktischen Relativismus, der fast unmerklich unser Identitätsgefühl untergräbt.“

Auch Kirchenvertreter seien vor der allgemeinen „Oberflächlichkeit“ nicht gefeit, die in der schnelllebigen Gesellschaft um sich greife. Angesichts einer Kultur der scheinbar unzähligen Möglichkeiten werde das wirklich Wichtige oftmals vergessen, so Franziskus, der hier ein Beispiel nannte:

„Für die Diener der Kirche kann sich das auch bemerkbar machen in einem Entzücken über Pastoralprogramme und -theorien auf Kosten einer direkten, fruchtbaren Begegnung mit unseren Gläubigen, besonders mit den Jugendlichen, die eine solide Katechese und eine gesunde geistliche Führung brauchen. Ohne eine Verankerung in Christus können die Wahrheiten, aufgrund derer wir unser Leben gestalten, allmählich dahinschwinden, die Übung der Tugenden in der Form erstarren, und der Dialog kann zu einer Art Verhandlung herabgesetzt oder auf eine Einigung über die Uneinigkeit reduziert werden.“

Weiter ermahnte Franziskus die Bischöfe, sich nicht „hinter leichten Antworten, vorgebildeten Formeln, Regeln und Vorschriften zu verstecken“. Der Glaube sei von Natur aus nicht „mit sich selbst beschäftigt“; er müsse in die Welt hinausgetragen werden, Verständnis suchen und das Leben prägen, so Franziskus. Glaubensstärke und Einfachheit seien hier Kennzeichen des Christseins. Der Papst forderte hier seine Zuhörer zur Gewissenserforschung auf:

„Leuchtet die christliche Identität eurer Teilkirchen in euren Programmen für Katechese und Jugendpastoral auf, in eurem Dienst an den Armen und an denen, die am Rande unserer Wohlstandsgesellschaften dahinvegetieren, wie auch in euren Bemühungen, Berufungen zum Priestertum und zum Ordensleben zu wecken?“

Ausgehend vom Ort der Festung von Haemi, wo im 19. Jahrhundert zahlreiche Christen gefangengehalten und getötet worden waren, erinnerte der Papst an die vielen „Märtyrer ohne Namen“, die er als „Heilige ohne Namen“ bezeichnete. Die Kirche tue gut daran, sich an diese einfachen und mutigen Glaubenszeugen zu erinnern, so Franziskus.


Asien „zentral“ für die Zukunft der Kirche
Kardinal Oswald Gracias, Vorsitzender der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen, nannte Asien in seinem Grußwort „zentral für die Zukunft der Welt und für die Zukunft der Kirche“. 60 Prozent der Weltbevölkerung lebten in Asien; der Kontinent sei ein demografisch jung. Zwar seien Asiaten „religiös von Natur aus“, mittlerweile griffen aber auch Säkularismus und materielles Denken Raum, erodierten traditionelle Familienwerte und verbreite sich Individualismus, so der indische Kardinal.


(rv/kna 17.08.2014 pr)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...sien/ted-819982
des Internetauftritts von Radio Vatikan

17
August
2014

Papst tauft Koreaner auf den Namen Franziskus

Papst tauft Koreaner auf den Namen Franziskus



Papst Franziskus hat in Südkorea den 56-jährigen Lee Ho-jin getauft, dessen Sohn im April beim Untergang der Fähre „Sewol“ mit mehr als 300 weiteren Menschen ums Leben gekommen war. Die Taufe fand nach vatikanischen Angaben in einem „sehr persönlichen Rahmen“ am Sonntagmorgen in der Kapelle der Vatikanbotschaft in Seoul statt. Lee hatte sich bereits vor dem Tod seines Kindes auf den Eintritt in die katholische Kirche vorbereitet.

Der Vater war am Freitag in der Stadt Daejeon gemeinsam mit anderen Opfern des Schiffsunglücks vom 16. April mit Franziskus zusammengetroffen. Dabei bat er den Papst um die Taufe. Dieser sagte spontan zu. Als Taufnamen wählte Lee „Franziskus“.

Lee hatte nach dem Ertrinken seines Sohnes eine 900 Kilometer weite Fußwallfahrt von seinem Heimatort zum Hafen von Incheon unternommen, wo die letzte Fahrt der Unglücksfähre begonnen hatte.

Wie Vatikansprecher Federico Lombardi erklärte, wurde der Taufgottesdienst in koreanischer Sprache vom Dolmetscher des Papstes geleitet, Jesuitenpater John Chong Che-chon; der Papst taufte und salbte Lee persönlich. Begleitet war Lee unter anderem von einem weiteren Sohn und einer Tochter.

Nach dem Untergang der „Sewol“ vor der Südwestküste Koreas am 16.April wurden 294 Menschen tot geborgen; zehn weitere gelten als vermisst. An Bord waren vor allem Jugendliche, die auf dem Weg zu einer Ferieninsel waren.

(kna 17.08.2014 pr)




Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...skus/ted-819983
des Internetauftritts von Radio Vatikan

16
August
2014

Familienfreundliche Politik in Deutschland? – ARD unterschlägt Enteignung der Eltern

Familienfreundliche Politik in Deutschland? – ARD unterschlägt Enteignung der Eltern
Veröffentlicht: 16. August 2014 | Autor: Felizitas Küble

Stellungnahme des Bündnisses „Rettet die Familie“

zur ARD-Sendung „Der Kinderreport – Nachwuchssorgen im Wohlstandsland“,
Montag, 11.August, 22, 20 Uhr
(Die Sendung ist nachzuhören mit folgendem Link: http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-...&bcastId=799280)



Das Thema hätte tatsächlich Gelegenheit geboten, grundsätzliche Konstruktionsfehler in unserer Gesellschaft aufzuarbeiten. ????????

Stattdessen war die Sendung ein Beispiel für die Gleichschaltung öffentlich-rechtlicher Medien mit der von der Wirtschaftslobby gesteuerten Regierungsideologie, die uns durch falsche Zahlen (Märchen von der „200 Mrd. € Familienförderung“) glauben machen will, Deutschland sei ein
familienfreundliches Land.

Die im Gegensatz dazu stehende Mehrheitsmeinung der Deutschen, ihr Land sei familienfeindlich, wurde zwar in der Sendung erwähnt, aber in überheblicher Weise als „Selbsttäuschung“ dargestellt.

Tatsächlich kommt aber das Empfinden der Bürger/innen der Wirklichkeit weit näher als die Meinungsmache der ARD-Leute, welche die eigentlichen Ursachen der Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft sorgsam aussparten.

Mit keinem Wort wurde in der Sendung thematisiert, dass unsere Gesetzliche Rentenversicherung tatsächlich eine Enteignung der Eltern bedeutet, weil der Rentenanspruch fast ausschließlich an Erwerbsarbeit gebunden wurde, obwohl die Renten ausschließlich von den Kindern der Rentnergeneration bezahlt, also in Wirklichkeit allein durch Kindererziehung erarbeitet werden.

Dieser Enteignungseffekt beträgt ein Mehrfaches des gesamten „Familienlastenausgleichs“ und ist der wichtigste Grund für die zunehmende
Familienarmut.

Kein Wort von einem Elterngeldgesetz, das Eltern mehrerer Kinder gezielt diskriminiert, indem es die Betreuung bereits vorhandener Kinder vor einer weiteren Geburt wie Nicht-Arbeit behandelt und ausgerechnet die Eltern regelrecht bestraft, die die größten Opfer zugunsten der Betreuung ihrer Kinder erbringen, indem sie länger als ein Jahr auf eigene Erwerbstätigkeit verzichten.

Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Das in der Sendung vermittelte Bild einer kinderfreundlichen Gesellschaft ist ein Märchen, das – wie auch die in der Sendung genannten Meinungsumfragen zeigen – von den Eltern nicht geglaubt wird, weil es in krassem Widerspruch zur Wirklichkeit steht.

Die Sendung war allerdings geeignet, Mitbürger/innen zu täuschen, die selbst keine Erfahrungen mit eigenen Kindern haben.

Kontakt:
Bündnis Rettet die Familie – http://www.rettet-die-familie.de/
Vorsitzende: Birgit Kelle, Stellv. Vorsitzender: Dr. Johannes Resch
Geschäftsstelle: Heidigweg 57a in 63743 Aschaffenburg;

16
August
2014

"Christus allein war ihr wahrer Schatz"

"Christus allein war ihr wahrer Schatz"

Predigt von Papst Franziskus bei der Seligsprechung von Paul Yun Ji-Chung und Gefährten

Von Redaktion
SEOUL, 16. August 2014 (ZENIT.org) - Wir übernehmen die offizielle Übersetzung der von Papst Franziskus bei der Seligsprechung von Paul Yun Ji-Chung und 123 Märtyrer-Kameraden gehaltene Predigt.
Die Feier fand heute Morgen um 10.00 Uhr (03.00 MESZ) an der Pforte von Gwanghwamun in Seoul statt.
Die Predigt wurde auf Italienisch gehalten.
***
Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? (Röm 8,35). Mit diesen Worten spricht der heilige Paulus von der Herrlichkeit unseres Glaubens an Jesus: Christus ist nicht nur vom Tod erstanden und in den Himmel aufgefahren, sondern er hat uns mit sich selbst vereint und gibt uns Anteil an seinem ewigen Leben. Christus ist siegreich, und sein Sieg gehört uns!
Heute feiern wir diesen Sieg in Paul Yun Ji-Chung und seinen 123 Gefährten. Ihre Namen stehen jetzt neben denen der heiligen Märtyrer Andreas Kim Taegon, Paul Chong Hasang und ihrer Gefährten, denen ich eben meine Ehrerbietung erwiesen habe. Sie alle lebten und starben für Christus, und nun herrschen sie mit ihm in Freude und Herrlichkeit. Gemeinsam mit dem heiligen Paulus sagen sie uns, dass Gott uns im Tod und in der Auferstehung seines Sohnes den größten aller Siege verliehen hat. Denn „weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm 8,38-39).
Der Sieg der Märtyrer, ihr Zeugnis für die Macht der Liebe Gottes, bringt heute weiter Frucht in Korea, in der Kirche, die aus ihrem Opfer Wachstum empfing. Unsere Feier des seligen Paul und seiner Gefährten gibt uns die Gelegenheit, zu den ersten Augenblicken, sozusagen zur Anfangsphase der Kirche in Korea zurückzukehren. Sie lädt euch Katholiken von Korea ein, euch an die großen Dinge zu erinnern, die Gott in diesem Land gewirkt hat, und das Erbe an Glauben und Liebe, das euch von euren Vorfahren anvertraut wurde, in Ehren zu halten.
In Gottes geheimnisvoller Vorsehung wurde der christliche Glaube nicht durch Missionare an die Küsten Koreas gebracht; er trat vielmehr durch die Herzen und den Geist des koreanischen Volkes selbst ein. Er wurde durch die geistige Neugier, durch die Suche nach religiöser Wahrheit ausgelöst. Durch eine anfängliche Begegnung mit dem Evangelium öffneten die ersten koreanischen Christen ihren Geist für Jesus. Sie wollten mehr erfahren über diesen Christus, der gelitten hat, gestorben ist und vom Tod erstand. Das Lernen über Jesus führte bald zu einer Begegnung mit dem Herrn, zu den ersten Taufen, zur Sehnsucht nach dem vollen sakramentalen und kirchlichen Leben und zu den Anfängen missionarischen Aufbruchs. Es brachte auch Frucht in Gemeinschaften, die sich an der Urkirche orientierten, in der die Gläubigen wirklich ein Herz und eine Seele waren, ohne Rücksicht auf traditionelle soziale Unterschiede, und alles gemeinsam hatten (vgl. Apg 4,32).
Diese Geschichte sagt uns viel über die Bedeutung, die Würde und die Schönheit der Berufung der Laien. Ich begrüße die vielen gläubigen Laien, die hier sind, und besonders die christlichen Familien, die täglich durch ihr Vorbild unserer Jugend den Glauben und die versöhnende Liebe Christi lehren. In besonderer Weise grüße ich auch die vielen anwesenden Priester; durch ihren hingebungsvollen Dienst geben sie das reiche Glaubensgut weiter, das frühere Generationen koreanischer Katholiken gepflegt haben.
Das heutige Evangelium enthält eine wichtige Botschaft für uns alle. Jesus bittet den Vater, uns in der Wahrheit zu heiligen und uns vor der Welt zu beschützen.
Zu allererst ist bedeutsam, dass Jesus, während er den Vater bittet, uns zu heiligen und zu beschützen, ihn nicht bittet, uns aus der Welt zu nehmen. Wir wissen, dass er seine Jünger aussendet, ein Sauerteig der Heiligkeit und der Wahrheit in der Welt zu sein: das Salz der Erde, das Licht der Welt. Darin zeigen uns die Märtyrer den Weg.
Bald nachdem die ersten Samen des Glaubens in diesem Land ausgesät waren, mussten die Märtyrer und die christliche Gemeinde wählen, Jesus oder der Welt zu folgen. Sie hatten die Warnung des Herrn gehört, dass die Welt sie um seinetwillen hassen werde (vgl. Joh 17,14); sie kannten den Preis der Jüngerschaft. Für viele bedeutete das Verfolgung und später Flucht in die Berge, wo sie katholische Siedlungen bildeten. Sie waren bereit, große Opfer zu bringen, und ließen sich alles wegnehmen, was sie von Christus entfernte – Besitz und Land, Ansehen und Ehre –, denn sie wussten, dass Christus allein ihr wahrer Schatz war.
So oft können wir heute bemerken, dass unser Glaube durch die Welt herausgefordert wird, und auf vielerlei Weise wird uns nahegelegt, Kompromisse mit unserem Glauben zu schließen, die radikalen Forderungen des Evangeliums abzuschwächen und sie dem Zeitgeist anzupassen. Doch die Märtyrer rufen uns zu, Christus an die erste Stelle zu setzen und alles andere in dieser Welt in Beziehung zu ihm und zu seinem ewigen Reich zu sehen. Sie fordern uns auf, darüber nachzudenken, wofür wir selbst – wenn überhaupt – zu sterben bereit wären.
Das Beispiel der Märtyrer lehrt uns auch die Bedeutung der Liebe im Glaubensleben. Die Lauterkeit ihres Zeugnisses für Christus, die in der Annahme der gleichen Würde aller Getauften ihren Ausdruck findet, führte sie zu einer Form brüderlichen Lebens, welche die starren Gesellschaftsstrukturen ihrer Zeit hinterfragte. Ihre Weigerung, das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe aufzuspalten, trieb sie zu so großer Sorge für die Bedürfnisse der Brüder. Ihr Beispiel hat uns viel zu sagen, die wir in Gesellschaften leben, wo neben unermesslichem Reichtum schreckliche Armut lautlos zunimmt; wo der Schrei der Armen selten Gehör findet und wo Christus uns immer noch ruft und uns bittet, ihn zu lieben und ihm zu dienen, indem wir uns um unsere notleidenden Brüder und Schwestern kümmern.
Wenn wir der Spur der Märtyrer folgen und den Herrn beim Wort nehmen, werden wir die erhabene Freiheit und Freude verstehen, mit der sie in den Tod gingen. Wir werden die heutige Feier auch in dem Sinn verstehen, dass sie die unzähligen namenlosen Märtyrer in diesem Land und in der ganzen Welt einschließt, die – besonders im vergangenen Jahrhundert – ihr Leben für Christus hingaben oder um seines Namens willen schwere Verfolgung um erlitten.
Heute ist ein großer Freudentag für alle Koreaner. Das Erbe des seligen Paul Yun Ji-Chung und seiner Gefährten – ihre Lauterkeit in der Suche nach der Wahrheit, ihre Treue zu den höchsten Prinzipien der Religion, die sie für sich erwählt hatten, und ihr Zeugnis der Liebe und Solidarität allen gegenüber – ist ein Teil der reichen Geschichte des koreanischen Volkes. Das Erbe der Märtyrer kann alle Männer und Frauen guten Willens anregen, in Eintracht für eine gerechtere, freiere und versöhntere Gesellschaft zu arbeiten und dadurch zum Frieden und zum Schutz authentischer menschlicher Werte in diesem Land und in unserer Welt beizutragen.
Mögen die Gebete aller koreanischen Märtyrer gemeinsam mit der Fürbitte der Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, uns die Gnade der Ausdauer im Glauben und in allen guten Werken sowie Heiligkeit, Reinheit des Herzens und apostolischen Eifer erwirken zum Zeugnis für Jesus in diesem geschätzten Land, in ganz Asien und bis an die Enden der Erde. Amen.
© Copyright - Libreria Editrice Vaticana

16
August
2014

Kardinal Filoni feiert die Messe zu Mariä Himmelfahrt mit den Vertriebenen im Irak

Kardinal Filoni feiert die Messe zu Mariä Himmelfahrt mit den Vertriebenen im Irak

Der päpstliche Gesandte wird im Namen des Papstes eine Geldsumme überreichen, die auch den ebenfalls verfolgten Jesiden zugutekommen soll

Von Redaktion
VATIKANSTADT, 16. August 2014 (ZENIT.org) - Die Reise von Kardinal Filoni im Irak geht weiter. Der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, persönlicher Gesandter von Papst Franziskus, feierte die Messe zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel unter den vertriebenen Christen im Flüchtlingscamp in Duhok, im Norden der Ninive-Ebene. Nach Angaben von Radio Vatikan leben in diesem Gebiet zur Zeit etwa 60 tausend Flüchtlinge.
Kardinal Filoni traf am vergangenen Donnerstag den Präsidenten der Kurdengebiete, Masoud Barzani, und überreichte ihm das Schreiben des Papstes, worin der Heilige Vater der kurdischen Regierung seinen Dank für die Aufnahme der Flüchtlinge ausdrückt.
In seiner Ansprache erinnerte Kardinal Filoni daran, dass die Kirche nicht die Rechte allein der Christen verteidige, sondern für alle diskriminierten Minderheiten spreche. Er betonte, die Menschen hätten ein Recht darauf, in ihrem Heimatland zu bleiben und als vollwertige Bürger zu leben. Der Kardinal deutete auch an, dass manche Staaten eine schwere moralische Verantwortung für die derzeitige Lage im Irak zu tragen hätten.
Schätzungen zufolge soll die Zahl der christlichen Flüchtlinge im Land bei ungefähr 100.000 liegen; die Gesamtzahl aller Vertriebenen belaufe sich auf etwa eine Million. In Ankawa, dem christlichen Stadtteil von Erbil, gibt es zur Zeit 23 Flüchtlingslager, in denen insgesamt nicht weniger als 20.000 Menschen leben.
Am Donnerstagnachmittag besuchte Kardinal Filoni, in Begleitung des Patriarchen Sako, des Apostolischen Nuntius Giorgio Lingua, des örtlichen Erzbischofs Bashar Warda und anderer Geistlicher, ein Flüchtlingscamp in der Nähe der syrisch-katholischen Kirche, wo er mit zahlreichen Menschen sprach. Hier traf er auch die Vertreter einer nichtchristlichen Minderheit, die der Kaki.
Anschließend besuchte er auch das Camp der chaldäischen Pfarrei von Mar Elias, wo ihn zahlreiche Kinder unter der Leitung örtlicher junger Erwachsener mit Gesängen und Gebeten empfingen. Schließlich hielt der Kardinal noch eine kurze Ansprache in der syrisch-orthodoxen Kirche der Stadt, im Beisein des orthodoxen Erzbischofs von Mosul.
Am Abend folgte noch ein letzter Besuch in einem Flüchtlingscamp in der Nähe der Residenz des chaldäischen Erzbischofs von Erbil. Allen überbrachte Kardinal Filoni den Trost und Segen des Heiligen Vaters und die Zusicherung an die Verantwortlichen der örtlichen Kirchen, ihren dringendsten Bedürfnissen entgegenzukommen.

16
August
2014

Papst Franziskus tauft Lee Ho Ying...bittet um Taufsakrament

Papst Franziskus tauft Lee Ho Ying

Der Vater eines Opfers des Fährunglücks bittet um Taufsakrament

Von Redaktion
ROM, 16. August 2014 (ZENIT.org) - In der Nuntiatur von Seoul wird Papst Franziskus heute im Rahmen einer privaten Zeremonie Lee Ho Ying taufen. Lee Ho Ying ist der Vater eines jungen Opfers des Fährunglücks, das sich am 16. April ereignete und 294 Todesopfer sowie zehn Vermisste forderte. Papst Franziskus traf gestern Angehörige der Opfer und Überlebende vor der Heiligen Messe im World Cup Stadion in Daejeon.
Wie Pater Federico Lombardi SJ, der Direktor des Vatikanpressesaals, gestern mitteilte, habe der Mann Papst Franziskus um die Taufe gebeten. „Heute Morgen traf der Papst, bevor er das Stadion von Daejeon für die Messe betrat, in der Sakristei, bevor er die Paramente anlegte, eine kleine Delegation von zehn Personen, Angehörige und Überlebende des Schiffbruchs.“
Pater Lombardi erklärte: „Es war ein Moment tiefer innerer Bewegung.“ Am Ende der Begegnung habe sich ein Mann dem Papst genähert und ihn um die Taufe gebeten. Der Papst „war überrascht, dachte nach und holte die Meinung von Bischof Lazzaro der Diözese Daejeon ein. Der Mann bereitete sich bereits seit zwei Jahren auf die Taufe vor.“
Schließlich willigte der Papst ein. Es sei ein einzigartiger Fall, dass der Bischof von Rom genau in dem Land eine Taufe vornehme, wo jedes Jahr mindestens 100.000 gefeiert würden.

16
August
2014

"Ein großes Fest" Papst Franziskus besucht überraschend jesuitische Sogang Universität

"Ein großes Fest"

Papst Franziskus besucht überraschend jesuitische Sogang Universität

Von Redaktion
ROM, 16. August 2014 (ZENIT.org) - Gestern ließ Papst Franziskus gleich zwei Programmänderungen vornehmen. Der geplante Hubschrauberflug von Seoul nach Daejeon wurde durch eine Zugfahrt ersetzt. Außerdem besuchte der Heilige Vater nach dem Treffen mit den asiatischen Jugendlichen, das am Heiligtum von Solmoe stattfand, die jesuitische Sogang Universität, die 1960 gegründet wurde.
Über die Einzelheiten dieses Treffens berichtet Pater Antonio Spadaro SJ, Direktor der Zeitschrift „La Civiltà Cattolica“, der auf seinem Blog „Cyberteologia“ bekanntgab, der Papst sei bei seinem Erscheinen mit lautem Applaus empfangen worden. Alle Anwesenden haben sich persönlich vorgestellt, jedoch aufgeteilt nach ihrer Tätigkeit: erst die in Ausbildung befindlichen Jugendlichen, dann die Novizen, dann jene, die sich mit dem geistlichen Apostolat befassen, mit dem Jugendapostolat, mit dem gesellschaftlichen Apostolat. Die Begegnung wurde zu einem großen Fest.
Spadaro, der die Worte des Papstes mit seinem iPhone aufgenommen hat, berichtet, der Heilige Vater habe diese Feststimmung sehr genossen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache habe er frei gesprochen und eine „einfache aber wirkungsvolle Rede“ gehalten, „in deren Mittelpunkt ein Wort stand, das für uns Jesuiten von grundlegender Bedeutung ist: Trost, der geistige Trost.“
Dieser Trost entspringe aus „der spürbaren Anwesenheit Gottes“, so der Papst, der seine Mitbrüder daran erinnerte, dass der heilige Ignatius von Loyola immer versucht habe, „jede Entscheidung über eine Lebensveränderung und jede Wahl in einen anderen Lebensstand dadurch zu überprüfen, dass sich dieser Trost einstellte.“
„Trost ist immer schön für den, der ihn empfängt“, erklärte der Heilige Vater. Jedoch sei es „sehr schwer, Trost zu spenden“. Weiter sagte der Papst: „Es ist ein typisches Wirken Gottes, Trost zu spenden, sein Volk zu trösten. Wenn jemand ein Leid durchlebt und es versteht, dies mit Liebe zu tun, dann wird diese Liebe zu einem Samen des Trostes für diesen Menschen.“
„Das Volk Gottes braucht diesen Trost, ‚el consuelo‘; es will getröstet werden“, fuhr der Heilige Vater fort. Und er wiederholte das berühmt gewordene Bild der heutigen Kirche als „Feldlazarett“, in dem die „vielen, vielen Wunden gepflegt werden, die Trost benötigen“.
„Es gibt keine Wunde, über die die Liebe Gottes nicht hinwegtrösten kann“, bekräftigte Franziskus und forderte die Jesuiten auf, in ihrem Leben „Jesus Christus zu suchen, um seine Liebe zu den leidenden Menschen zu tragen, damit sie ihre Wunden heile und ihnen Trost gebe.“
Denn genau so handle Gott an uns. Das Gleichnis vom Verlorenen Sohn, das eine Gruppe Jugendlicher gestern Nachmittag im Heiligtum von Solmoe in Szene gesetzt hatte, „zeigt uns deutlich das Verhalten Gottes vor unseren Wunden“, betonte der Papst. „Gott tröstet uns immer, hofft immer, vergisst immer, vergibt immer.“

16
August
2014

Papst: Laien als Protagonisten der Kirche in Korea

Papst: Laien als Protagonisten der Kirche in Korea



RealAudioMP3 Papst Franziskus hat die Gläubigen in Korea zu einer stärkeren Förderung von Familien aufgefordert. Die Familie sei der „Baustein der Gesellschaft“ und „erste Schule“ für moralische Werte. Das sagte Franziskus beim Treffen mit Vertretern des Laienapostolates im spirituellen Zentrum von Kkottognae, dem Ort ,den man auch „Hügel der Blumen“ nennt. In den 70-er Jahren wurde dieser Ort von Pater John Oh Woong Jun des Ordens „Kkottongnae Brothers of Jesus“ gegründet und ist heute noch ein sozialer Komplex aus Wohnungen, Spitälern, einer Universität und Gesundheitszentrum für Arme und Kranke Menschen jeden Alters. Diese Menschen, die er getroffen hat sind Laien, die vor allem in diesem Ort eine wichtige Arbeit leisten, aber die Laien, spielten auch für die Geschichte der Kirche in Südkorea eine bedeutende Rolle und das betonte ein weiteres Mal Papst Franziskus.


„Wie wir alle wissen, ist die Kirche in Korea Erbin des Glaubens von Generationen von Laien, welche an der Liebe zu Jesu Christus und der Gemeinschaft der Kirche trotz des Mangels an Priestern und drohender schwerer Verfolgung festhielten.“


Die Laien und die Märtyrer sind die Protagonisten dieser Kirche. Solidarität, Nächstenliebe, Einheit, Gerechtigkeit, Frieden sind die Schlagwörter die Papst Franziskus verwendet um die Gaben der Laien zu beschreiben. Er betonte auch vor allem die Bedeutung der Frauen, der katholischen Frauen Koreas für die Kirche in Südkorea. Sie seien Familienmütter, Katechistinnen und Lehrerinnen und noch viel mehr. Die aktuelle Krise der Familie zeige uns doch, wie wichtig die christliche Gemeinschaft sei und die Familie bleibt, der Grundstein unserer Gesellschaft. Eine der Hauptaufgaben sieht Franziskus in der Hilfe der Armen, aber nur helfen sei nicht ausreichend. Man müsse ihnen verständlich machen, dass Freude durch eigenen Verdienst entfacht werde:


„Wir können nicht sagen: ‚Vater, wir geben ihnen zu essen!‘ Denn das ist nicht genug. Er und sie die ohne Arbeit sind, müssen auf ihr Herz hören und die Würde in sich tragen. Sie müssen ihr eigenes Brot verdienen. Ich vertraue euch diese Arbeit an.“


Zum Abschluss betete er noch gemeinsam ein „Ave Maria“ und erinnerte daran, dass die Anwesenden nicht vergessen sollten für ihn zu beten.

Programm verkürzt
Nach diesem Treffen machte sich Papst Franziskus schnell auf den Weg nach Seoul, denn wegen Schlechtwetter musste bereits das Treffen mit den Ordensleuten von „School of Love“ verkürzt werden. Ein Unwetter könnte den Rückflug mit dem Helikopter erschweren oder vielleicht sogar unmöglich machen.


Am Sonntag trifft Franziskus die Bischöfe Asiens im Heiligtum von Haemi und hält schließlich die große und lang ersehnte Abschlussmesse des sechsten asiatischen Jugendtreffs im Schloss von Haemi, bevor er am Montag nach einer Versöhnungsmesse in Seoul seine Rückreise antreten wird.

(rv 16.08.2014 no)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/08/...orea/ted-819863
des Internetauftritts von Radio Vatikan

16
August
2014

Papst: Kirche muss Familien stärker fördern

Papst: Kirche muss Familien stärker fördern

Familie für Franziskus "Baustein der Gesellschaft" und "erste Schule" für moralische Werte
16.08.2014

Seoul, 16.08.2014 (KAP) Papst Franziskus hat die katholische Kirche zu einer stärkeren Förderung von Familien aufgefordert. In einer Zeit "der großen Krise für das Familienleben" müssten die christlichen Gemeinschaften Familien und verheiratete Paare "in der Erfüllung ihrer eigentlichen Sendung im Leben der Kirche und der Gesellschaft" unterstützten, sagte der Papst am Samstag vor Vertretern katholischer Vereine und Verbände in Kkottongnae, einem katholischen Therapie- und Erholungszentrum südöstlich von Seoul.

Die Familie sei der "Baustein der Gesellschaft" und "erste Schule" für moralische Werte. Sie befähige die Heranwachsenden dazu, ein "Leuchtturm der Güte, der Lauterkeit und der Gerechtigkeit" zu sein.

Franziskus würdigte in seiner Ansprache zugleich die Rolle der Laien in der katholischen Kirche Koreas. Sie sei in ihren Anfängen trotz des Priestermangels und Verfolgung von Laien getragen worden, so Franziskus. Dieses "kostbare Vermächtnis" lebe auch heute noch fort. Der Papst würdigte insbesondere den Beitrag den katholischen Frauen für das kirchliche Leben in Südkorea als Mütter, Katechetinnen und Lehrerinnen leisteten.

Samstagfrüh hatte Franziskus 124 Märtyrer seliggesprochen, die zur Gründergeneration der katholischen Kirche in Korea gehörten und Laien waren. Südkorea ist das einzige asiatische Land, das nicht von ausländischen Ordensleuten missioniert wurde, sondern von einheimischen Laien. Sie hatten das Christentum im 18. Jahrhundert in China kennengelernt.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/64083.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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