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Forums-Blog - Maritas / Traudels Blog - Beschreibung
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11
November
2014

Warnung vor Religionskrieg

10.11.2014 15:43
Warnung vor Religionskrieg

Heiliges Land: Bischöfe besorgt angesichts der sich ausbreitenden Gewalt. Von Oliver Maksan
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Trauer über Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern.



Die Bischöfe des Heiligen Landes zeigen sich angesichts der sich ausbreitenden Gewalt besorgt. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, sagte jetzt im Gespräch mit der KNA, dass es schwierig sei, vorherzusehen, was in einem Monat sein werde. „Ich weiß es nicht, alles ist möglich. Was wir für heute voraussagen, gilt bereits morgen nicht mehr, derart schnell ändert sich die Lage hier. Die Reaktionen sind heftig, alles verändert sich sehr schnell, so dass es schwierig ist, vorherzusehen, was in einem, zwei Monaten passieren wird. Nehmen wir das Brotvermehrungsfest in Tabgha als Beispiel. In diesem Jahr sind deutlich weniger arabische Gläubige gekommen als in früheren Jahren, und zwar, weil sie nicht bis Tabgha durchgekommen sind. Nach der Erschießung des jungen Palästinensers gibt es Straßensperren in der Region sowie einen Totalstreik.“

Patriarch Twal bezog sich auf die Erschießung eines israelischen Arabers im nordisraelischen Ort Kafr Kanna durch israelische Polizei am Freitag. Der junge Mann war erschossen worden, nachdem er einen Polizisten mit einem Messer angegriffen haben soll. Videoaufnahmen sollen belegen, dass er auf der Flucht erschossen worden ist. Viele israelische Araber traten daraufhin am Sonntag aus Protest in einen Streik. Gegen die Polizisten wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Am Sonntag kam es im zentral-israelischen Tayibe ebenfalls zu einem Vorfall, als maskierte Männer versuchten, einen durchfahrenden jüdischen Autofahrer zu lynchen. Andere Ortsbewohner eilten dem Mann zu Hilfe und verhinderten so Schlimmeres. Das ganze Wochenende über wurden Zusammenstöße von jungen Arabern und israelischen Sicherheitskräften in verschiedenen Orten Israels und des Westjordanlandes gemeldet. Am Montag ist es zudem in Tel Aviv zu einem mutmaßlichen Terrorakt gekommen, als ein Palästinenser aus Nablus im Westjordanland einen Soldaten schwer mit einem Messer verletzte. Damit breitet sich die Gewalt über Jerusalem hinaus aus. Dort kommt es seit Wochen zu teils heftigen Gewaltausbrüchen. Befürchtungen der Muslime, Israel wolle den Status quo auf dem Tempelberg ändern und Juden dort das Gebet erlauben, sorgen für Unruhe.

Der im Lateinischen Patriarchat für die palästinensischen Gebiete zuständige Weihbischof William Shomali schloss eine dritte Intifada nicht mehr aus. Gegenüber dieser Zeitung sagte er am Sonntag: „Ich fürchte den Ausbruch einer dritten Intifada. Die Symptome sind alle da: Gewalt, Tötungen, Begräbnisse, Vergeltung, mehr Hass, neue Gewalt, es ist ein Teufelskreis.“ Auf die Frage, ob jüdische und muslimische Extremisten ein Interesse an einem Religionskrieg haben könnten, sagte Shomali: „Ja, ich habe diese Befürchtung. Wenn sich Religion mit der Politik verbündet, kann das Schlimmste dabei herauskommen.“ Weihbischof Shomalis Einschätzung zufolge wolle die palästinensische Regierung indes keine dritte Intifada. „Sie will eine politische Lösung durch den Gang vor den UN-Sicherheitsrat erreichen. Eine dritte Intifada wäre zerstörerisch für den Friedensprozess und die Wirtschaft des Landes. Außerdem würde es das Problem nicht lösen. Ein nicht-gewaltsames Vorgehen ist produktiver. Zudem ist die Erfahrung des letzten Gaza-Krieges noch frisch in aller Gedächtnis und schreckt die Regierung davon ab, eine neue Runde der Gewalt zu starten.“

Shomali sagte, zwei aktuelle Stellungnahmen könnten muslimische Befürchtungen zerstreuen helfen, Israel wolle den Status quo auf dem Tempelberg ändern und Juden dort das Gebet gestatten. „Da gibt es die Versicherungen, die Israels Premier Netanjahu jetzt dem König von Jordanien gegeben hat, wonach er den Status quo respektieren wolle. Außerdem ist da die Stellungnahme des sefardischen Chefrabbiners Yitzhak Josef vom Freitag, der Juden dazu aufgerufen hat, von Besuchen auf dem Tempelberg abzusehen, um Ordnung und Ruhe nach Wochen der Gewalt wiederherzustellen. Andererseits gibt es viele Siedler und fanatische Juden, die unter den Augen der Polizei provokative Gebete abhalten. Wem sollen wir glauben: Unseren Augen oder unseren Ohren?“ Shomali zufolge müssten mehrere Maßnahmen ergriffen werden, um die Situation zu beruhigen. „Israel muss den Siedlungsbau stoppen und den Status quo auf dem Haram al-Scharif (Jerusalemer Tempelberg, A.d.R.) respektieren. Außerdem muss eine Runde ernsthafter Verhandlungen gestartet werden, um eine Lösung zu finden, die den beiden Völkern hilft, aus diesem Teufelskreis herauszufinden.“ Zuvor hatten sich bereits die christlichen Kirchenführer des Heiligen Landes in einer Stellungnahme geäußert. In dem am Donnerstag veröffentlichten Papier heißt es, dass der Status quo an den Heiligen Stätten Jerusalems umfänglich respektiert werden müsse. “
http://www.die-tagespost.de/Warnung-vor-...g;art456,156250


11
November
2014

Zeit des "päpstlichen Hofstaats" ist vorbei

KNA
Zeit des "päpstlichen Hofstaats" ist vorbei

Mit Papst Benedikt XVI. sei die Barockzeit zu Ende gegangen und mit seinem Rücktritt auch die Überhöhung des Papstamtes, meint Abtprimas Wolf. Papst Franziskus habe diesen Weg unbeirrt fortgesetzt.

Passau (KNA) Nach Ansicht des Abtprimas der Benediktiner, Notker Wolf, ist die Zeit des "päpstlichen Hofstaats" endgültig vorbei. Mit Benedikt XVI. sei die Barockzeit abgeschlossen worden, außerdem habe dieser mit seinem Rücktritt auch die Überhöhung des Papstamtes auf die "normale menschliche Ebene" gebracht, sagte Wolf der "Passauer Neuen Presse". Franziskus setze diesen Weg nun unbeirrt fort.

Zugleich zeigte sich der Ordensmann überzeugt, dass die Spiritualität der Heiligen Benedikt und Franziskus, die sich die Päpste als Namenspatrone aussuchten, über diese einen Einfluss auf die Gestaltung der Kirche genommen habe. Bei Benedikt XVI. sei dies geschehen im Sinne einer würdigen Liturgie, des Prinzips, "Christus solle nichts vorgezogen werden". Franziskus dagegen betone die Armut Christi. Der jetzige Papst mache zudem mit dem synodalen Prinzip ernst, alle Ortskirchen in die Gesamtlenkung der Kirche einzubeziehen. Er verstehe darunter nicht nur die Bischöfe, sondern eben auch die Gläubigen. "Aus einer rein lehrenden Kirche wird eine hörende", betonte der Abtprimas.

Die katholische Kirche hierzulande sieht Wolf derzeit in einer Glaubenskrise, "ohne dass es hinreichend bemerkt wird". Nach der Papstwahl sei aus Deutschland sofort der Ruf nach einer Strukturreform gekommen. Seiner Auffassung nach braucht es aber zuerst eine Erneuerung des Glaubens sowie des Umgangs mit den Gläubigen und der Gläubigen untereinander. Danach könnten Strukturreformen erfolgen. Strukturen aber hätten noch nie Leben und Glauben erzeugt.

© 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
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11
November
2014

DDR-Gläubige wie erste Christengemeinden

Wanke: DDR-Gläubige wie erste Christengemeinden
Geschichte | 10.11.2014 – Münster

Der emeritierte Bischof von Erfurt, Joachim Wanke, hat die Christen dazu aufgefordert, ihre Minderheitssituation zu akzeptieren, den Glauben an die eigene Berufung zu wahren und aus dem christlichen Glauben heraus zu leben. Die Kirche müsse Angebote auf Augenhöhe machen, die Nichtgläubige einbeziehe, sagte Wanke am Sonntag in der Petrikirche in Münster. Dort hielt er einen Vortrag mit dem Titel "Im Osten Deutschlands als Christ leben - Ratschläge für die Glaubenspraxis aus dem ersten Petrusbrief und aus ostdeutscher Kirchenerfahrung".
Wanke verglich die Lebenswirklichkeiten und Erfahrungen der Gläubigen in der früheren DDR mit der Situation der ersten Christengemeinden, an die der erste Petrusbrief adressiert ist. Das Leben in beiden heidnisch geprägten Mehrheitsgesellschaften sei geprägt gewesen von Verleumdungen, Beschimpfungen, Schikanen und Benachteiligungen. Allein durch das Anders-Sein der Christen erkläre sich ihre Ausgeschlossenheit in der Gesellschaft. Der Bischof stellte fest, dass die "Normalsituation, mit der ein Christ in dieser Weltzeit zu rechnen hat", die Diaspora sei, also ein Leben von Christen als Minderheit in einer nichtchristlichen Mehrheitsgesellschaft.
In dem Kontext erwähnte der Bischof die "bitteren Verfolgungsleiden", die Christen heute in manchen islamischen Ländern erfahren müssten. Er nehme in der Kirche im Osten Deutschlands einen Lernprozess wahr, schilderte Wanke. Dort beginne sich die Haltung durchzusetzen, dass Kirche potenziell Heimat für alle Menschen sei, auch für Bedrängte, Zweifler und Nichtglaubende. Durch diese Sichtweise verändere sich die kirchliche Gestalt und Arbeitsweise: "Da wird aus der "Festung" Kirche auf einmal ein Haus mit offenen Türen". Die Pastoral wandele sich, wenn man bei kirchlichen Angeboten mit Menschen aus anderen Kontexten und deren Sichtweisen rechne und sie einbeziehe. (KNA)
© KNA

11
November
2014

Männerwallfahrt: Fürnsinn wünscht sich "Ruck der Barmherzigkeit"

Männerwallfahrt: Fürnsinn wünscht sich "Ruck der Barmherzigkeit"
Herzogenburger Propst in Klosterneuburg: Seit Papst Franziskus kann man "nicht mehr so Christ sein wie vor einem Jahr"
11.11.2014
Wien, 11.11.2014 (KAP) "Welch ein Ruck der Barmherzigkeit würde durch unser Land gehen, wenn Millionen Christen Tag für Tag barmherzig lebten!": Auf die Verantwortung eines jeden Christen für eine solche Veränderung hat der Propst des Stiftes Herzogenburg, Maximilian Fürnsinn, am Sonntag bei der traditionellen Männerwallfahrt der Katholischen Männerbewegung (KMB) zum Grab des heiligen Leopold in Klosterneuburg hingewiesen. Der Propst forderte dazu auf, "aufzustehen, die eigene Bequemlichkeit abzulegen, hinauszugehen an die Ränder und von der Freude des Evangeliums zu reden".

Zum 110. Mal pilgerten mehrere tausend Männer bei der traditionellen Männerwallfahrt nach Klosterneuburg, die dieses Jahr unter dem Motto "Geht ohne Furcht" stand. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 900-jährigen Bestehen des Stiftes Klosterneuburg, das bei seiner Gründung zur Diözese Passau gehörte, nahm heuer erstmals ein Vertreter der Diözese Passau an der Wallfahrt teil. Domkapitular Gerhard Auer hob die enge Beziehung seiner Diözese mit dem Stift Klosterneuburg hervor und überbrachte eine Grußbotschaft des Passauer Bischofs Stefan Oster.

Seit Papst Franziskus könne man "nicht mehr so Christ sein wie vor einem Jahr", sagte Propst Fürnsinn in seiner Predigt. Die Kirche sei im "Umbruch" und zugleich im "Aufbruch" in Richtung Barmherzigkeit, jeder Christen könne un solle seinen Beitrag dazu leisten. Ein "Sich-Abputzen" und "Auf-die-da-oben-Ausreden" sei nicht mehr denkbar.

Als konkrete Betätigungsfelder für christliche Barmherzigkeit nannte Fürnsinn die Flüchtlingsthematik, psychische Erkrankungen, die zunehmende Vereinsamung von Menschen, der steigende Druck in Betrieben und in der Wirtschaft, Lebenskrisen und die weltweite Not. Der bereits bestehende "gute barmherzige Humus", der sich vor allem aus dem Ehrenamt, der Arbeit von Hilfsorganisationen, Pflege- oder Nachbarschaftshilfe speise, müsse weiter gestärkt werden - "da dürfen Christen nicht fehlen".

Ausbaufähig sei auch die prophetische Dimension im Alltag vieler Christen: "Manchmal sind Christen derart passiv, dass sie belanglos geworden sind. Manchmal scheint das Christentum in unserer Gesellschaft so gezähmt, dass es seinen prophetischen herausfordernden Charakter verloren hat". Als Gegenprogramm forderte Fürnsinn die Gläubigen dazu auf, sich einzumischen. "Sie müssen die Dinge beim Namen nennen, Zivilcourage zeigen, den Kopf hinhalten und nicht ständig 'Blutgruppe 0' spielen".

Das habe auch eine politische Dimension: Bei politischen Entscheidungen werde die Kirche heute nicht mehr automatisch und selbstverständlich gefragt. "Deshalb müssen sich Christen aktiv einmischen." Etwa bei den Themen Schöpfungsverantwortung, soziale Gerechtigkeit, "wenn es um mediale Beeinflussung und um Volksverdummung geht, wenn um das Menschenbild gerungen wird". Gefragt sei eine Bewegung von der Familie und dem Wirtshaustisch hin in gesellschaftliche und politische Gremien. "Dort sind sie gefragt!", appellierte der Propst an die KMB-Mitglieder.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/65966.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

11
November
2014

Jungschar macht auf Gewaltverbot gegen Kinder aufmerksam

Jungschar macht auf Gewaltverbot gegen Kinder aufmerksam

Studie des Familienministeriums zeigt: 30 Prozent der Eltern kennen das gesetzliche Gewaltverbot gegen Kinder nicht
11.11.2014

Wien, 11.11.2014 (KAP) Der tragische Tod eines zweijährigen Mädchens, das von seinem Vater zur Strafe unter eine heiße Dusche gestellt wurde und starb, hat die Katholische Jungschar Wien (KJS) dazu veranlasst, auf das bestehende gesetzliche Gewaltverbot gegen Kinder aufmerksam zu machen. Der traurige Vorfall habe einmal mehr gezeigt, "dass das Gewaltverbot noch nicht bei allen Eltern und Erziehern angekommen ist", so Heidi Lang, Vorsitzende der KJS Wien. Umso wichtiger sei es, immer wieder auf darauf aufmerksam und sich klar für die Rechte der Kinder stark zu machen.

Zahlen aus einer Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend aus dem Jahr 2009 zum Thema Gewalt in der Familie würden ein erschreckendes Unwissen Erwachsener zu Tage fördern: "30 Prozent der Eltern in Österreich wissen gar nicht, dass sie ihre Kinder schon rein rechtlich nicht schlagen dürfen. Außerdem gibt immer noch mehr als die Hälfte zu, ihre Kinder mit der 'g´sunden Watschn' zu erziehen", wird in einer Aussendung (Dienstag) aus der Studie zitiert.

Wie wichtig die Vermeidung von Gewalt an Kindern ist, zeige sich auch an der Reichweite der Konsequenzen, die solche Gewalt haben kann: Diese treffen nicht nur das einzelne Kind und die Familie, sondern auch die gesamte Gesellschaft. "Menschen, die in ihrer Kindheit mit Gewalt konfrontiert waren, leiden im Erwachsenenleben öfter an Depressionen, sind nicht voll arbeitsfähig, benötigen somit Therapieplätze und geben das Muster der Gewalt leider immer wieder an ihre eigenen Kinder weiter, da sie keine andere Form der Problembewältigung kennen gelernt haben", weiß Lang. Im allerschlimmsten Fall ende Gewalt als Erziehungsmittel tödlich, wie das tragische Beispiel aus Wien nun gezeigt habe.

Kinderrechte-Aktion in Wien

Mit einer Verteilaktion werden am 20. November Passanten auf das gesetzliche Gewaltverbot an Kindern aufmerksam gemacht. Ab 15 Uhr verteilt die KJS Wien in der Fußgängerzone der Mariahilferstraße Süßigkeiten und Postkarten. Am 22. November findet ab 16 Uhr ebenfalls in der Fußgängerzone der Mariahilferstraße ein Flashmob mit vielen Jungschargruppen statt. Anlass gibt das 25-Jahr-Jubiläum der Kinderrechte.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/65971.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

11
November
2014

Türkei will Religionsunterricht reformieren

Türkei will Religionsunterricht reformieren

Ministerpräsident Davutoglu nach Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs: Künftig alle Religionen gleichberechtigt
11.11.2014

Istanbul, 11.11.2014 (KAP) Die türkische Regierung will als Konsequenz aus einem Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs das Pflichtfach Religion an staatlichen Schulen grundlegend reformieren. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte am Dienstag laut Medienberichten vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP in Ankara, künftig sollten alle Religionen und Konfessionen gleichberechtigt behandelt werden.

Die vom Straßburger Gericht geforderte Abschaffung des verpflichtenden Religionsunterrichts in der Türkei lehnte Davutoglu ab. Dieser sei unter anderem notwendig, um extremistischen Strömungen wie der Ideologie des "Islamischen Staates" Einhalt zu gebieten.

Straßburg hatte in einem Urteil Mitte September von der Türkei verlangt, Schülern die Möglichkeit zu geben, sich vom bisherigen Pflichtfach Religion befreien zu lassen, ohne dass die Eltern ihre eigene Religionszugehörigkeit offenlegen müssen. Der Staat müsse in Fragen der Religion neutral bleiben. Die Entscheidung erging nach einer Klage alevitischer Türken, die ihre Kinder nicht am bisher sunnitisch geprägten Religionsunterricht teilnehmen lassen wollten.

Davutoglu sagte, die Türkei habe nach dem Urteil drei Möglichkeiten: die völlige Abschaffung des Fachs Religion, was extremistisches Gedankengut begünstige; einen getrennten Unterricht für Sunniten und Aleviten, der die beiden Konfessionen als Gegensätze definiere; oder aber die Einführung eines Unterrichts, der allen Religionen gerecht werde.

Fach Religionskultur und Ethik

Wenn in einem solchen Fach Religionskultur und Ethik eine Religion wie das Christentum oder der Buddhismus beleidigt werde, sei er, Davutoglu, "der erste, der dagegen protestiert", so der Ministerpräsident. Nach den Vorstellungen seiner Regierung solle künftig kein Mitglied irgendeiner Konfession Grund haben, den Religionsunterricht zu kritisieren.

Als Mitglied des Europarates ist die Türkei an die Entscheidungen aus Straßburg gebunden. Unter dem derzeitigen System können sich nur Schüler der anerkannten religiösen Minderheiten - Juden, Armenier und Griechen - vom staatlichen Religionsunterricht befreien lassen. Die Aleviten, Anhänger einer liberalen Richtung des Islam, müssen dagegen wie die sunnitische Mehrheit am herkömmlichen Religionsunterricht teilnehmen.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/65974.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

11
November
2014

Papst warnt vor klerikaler Erstarrung

Papst warnt vor klerikaler Erstarrung

"Nur wer sich zu einem guten Hirten formen lässt, findet in seiner Dienstbereitschaft Ganzheitlichkeit, Frieden und Kraft"
11.11.2014

Vatikanstadt, 11.11.2014 (KAP) Priester dürfen sich nach den Worten von Papst Franziskus niemals als bloße Kirchenfunktionäre verstehen. Dies führe zu klerikaler Erstarrung und zur Entfernung von den Gläubigen, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Botschaft an die Italienische Bischofskonferenz. "Nur wer sich zu einem guten Hirten formen lässt, findet in seiner Dienstbereitschaft Ganzheitlichkeit, Frieden und Kraft", so Franziskus. Er appellierte an die Bischöfe, diesen Geist bei den Priestern ihrer Diözesen zu fördern.

Die italienischen Bischöfe tagen derzeit in einer außerordentlichen Generalversammlung in der umbrischen Stadt Assisi, der Wirkstätte des heiligen Franziskus.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/65968.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

11
November
2014

Linz: Religionsstörung nach Porno-Dreh kommt vor Gericht

Linz: Religionsstörung nach Porno-Dreh kommt vor Gericht

Wegen Störung einer Religionsausübung und Herabwürdigung religiöser Lehren drohen 29-Jähriger bis zu sechs Monate Haft
11.11.2014

Linz, 11.11.2014 (KAP) Nach einem Porno-Dreh in der Kirche von Hörsching (Oberösterreich) muss sich die Darstellerin nach der Anzeige durch die Pfarre nun vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft brachte Strafantrag wegen Störung der Religionsausübung und Herabwürdigung religiöser Lehren in Verbindung mit dem Mediengesetz ein, berichtete das "Neue Volksblatt" am Dienstag. Das Verfahren soll am 11. Dezember am dem Landesgericht Linz stattfinden, der 29-jährigen geständigen Protagonistin drohen bis zu sechs Monate Haft oder 360 Tagessätze Geldstrafe.

Die Pfarre Hörsching hatte Mitte Juni nach Berichten verschiedener Medien Anzeige erstattet. Die nun Angeklagte soll zwei pornografische Filme in der Kirche gedreht, danach ins Internet gestellt und auch beworben haben. Die Ermittler kamen der Frau unter anderem auf die Spur, indem sie die Aufnahmen "Insidern" vorspielten und fragten, ob ihnen die Darstellerin bekannt sei, berichtete die APA am Dienstag. Im August wurde sie geschnappt.

Das österreichische Strafgesetzbuch schützt die religiöse Sphäre der Bürger und kennt dafür die Tatbestände der "Herabwürdigung religiöser Lehren" (Paragraf 188 StGB) sowie die "Störung einer Religionsübung" (Paragraf 189 StGB). Die Diözese Linz hielt zum Fall fest, dass mit den pornografischen Handlungen in Kirchen die Kriterien für eine strafrechtliche Verfolgung und Ahndung erfüllt seien

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/65970.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

11
November
2014

Burkina Faso: Kardinal = Präsident?

Burkina Faso: Kardinal = Präsident?



Wird der Kardinal von Ouagadougou Übergangs-Präsident in Burkina Faso? Der Sprecher der Bischofskonferenz lässt wissen, die Kirche fühle sich geehrt durch entsprechende Pläne, doch seien sie nicht unbedingt mit dem Kirchenrecht zu vereinbaren. Gesellschaftliche Kräfte im Land haben am Montag eine sogenannte „Übergangs-Charta“ verabschiedet, die bis zu den allgemeinen Wahlen in genau einem Jahr als provisorische Verfassung dienen soll. Bei den Beratungen kam offenbar der Vorschlag auf, ein Kirchenmann solle die nächsten zwölf Monate als Präsident fungieren. Bisher hat das Militär nach dem Sturz von Präsident Blaise Compaoré Ende Oktober die Macht in Ouagadougou inne.
Der Sprecher von Kardinal Philippe Nakellentuba Ouédraogo macht darauf aufmerksam, dass Kanon 285 und 287 des Kirchenrechts nur in strengen Ausnahmefällen einem Geistlichen erlauben, ein politisches Amt zu übernehmen. Außerdem sei die Gefahr groß, dass ein solches Amt die Kirche als parteiisch erscheinen lasse; darauf deuteten auch Erfahrungen in einigen anderen afrikanischen Ländern. Ansonsten aber sei die Haltung des Kardinals in dieser Hinsicht „vor allem pragmatisch“.
Das Bild zeigt eine gemeinsame Sitzung von Vertretern des Militärs, der Politik und der Religionsgemeinschaften am 10. November in Ouagadougou.
(fides 11.11.2014 sk)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/11/...dent/ted-835806
des Internetauftritts von Radio Vatikan

11
November
2014

Syrien: „Aleppo stirbt“

Syrien: „Aleppo stirbt“



RealAudioMP3 „Fassbomben“ - ein Wort, das im Kontext des bereits mehr als drei Jahre andauernden und blutigen Bürgerkrieges in Syrien immer häufiger auftaucht: Die improvisierte Explosionswaffe ist günstig und einfacher zu produzieren als herkömmliche Waffen. Ein Fass mit explosivem Material – Düngemittel oder Heizöl – und ein Hubschrauber: Mehr brauchte es auch nicht bei dem letzten Angriff vergangenen Sonntag auf die vom Islamischen Staat (IS) kontrollierte Region Al-Bab nordöstlich von Aleppo. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte seien mindestens 21 Menschen getötet und mindestens 100 weitere verletzt worden.

Aktuellen Meldungen zufolge soll auch einer der IS Anführer, Abu Bakr al Baghdadi, verletzt worden sein. Die USA stockt in der Zwischenzeit ihre Truppenpräsenz im Irak auf 3000 Soldaten auf. Während der Krieg also weitergeht, sind die Menschen vor Ort zusätzlich über den Wintereinbruch besorgt. Der frühere apostolische Vikar von Aleppo, Bischof Giuseppe Nazzaro, sieht in Syrien und Aleppo sein zweites Zuhause. Doch er weiß: Was früher, im Jahr 2011, noch eine friedliche Lebensgemeinschaft von Christen und Muslimen war, liegt heute in Schutt und Asche.

„Wir haben leidende Brüder. Ein gesamtes Volk, das an Hunger und Durst stirbt. Die Leitungen sind zerstört, das Wasser verschmutzt. Die Terroristen haben durch Explosionen der Abwasserkanäle auch das trinkbare Wasser verschmutzt. Es sind wieder Fälle von Cholera aufgetaucht. Viele versorgen sich dank der antiken Brunnen, die es bereits in den Klöstern und Moscheen gab. Wenn sie diese nicht erreichen, dann müssen sie sich mit dem verschmutzen Wasser begnügen. Die Menschen sterben an der Kälte, denn sie haben keinen Strom. Es fehlt das Gas zum Heizen, und es gibt einfach nichts zu essen. In Syrien stirbt man vor Hunger, auch weil es keinen Cent gibt. Die einzigen, die noch ein wenig Geld besitzen, arbeiten für die Regierung.“

Der aktuelle Luftangriff ist laut Medienberichten von dieser Regierung - von Baschar Al-Assads Regierung - ausgegangen. Aleppo gehört zu den am härtesten umkämpften Orten im syrischen Bürgerkrieg. Gemäßigte Rebellen sind bis auf eine schmale Versorgungsroute im Osten des Stadtzentrums eingeschlossen. IS-Kämpfer und Regimetruppen belagern die Stadt von zwei Seiten. Die wahren Opfer sind wie immer die Zivilisten. Die Kirche versucht zu helfen – wie auch immer sie es kann, erklärt Nazzaro.

„Die Klöster sind öffentliche Mensen geworden. Sie sind offen für alle – Christen und Muslime. In vieler dieser Mensen helfen auch Muslime aus, denn sie wissen, dass die Christen allen helfen.“

Der Wintereinbruch und der Temperaturfall während der kommenden Nächte – unter null Grad – macht diese Hilfe schwieriger als je zuvor. Die zerbombten Häuser haben weder Heizungen noch Strom, oft auch keine Mauern. Der apostolische Vikar von Aleppo, Bischof Georges Abou Khaze, hat deswegen ein kleines Hilfsprojekt gestartet, um wenigstens Türen und Fenster in die zerbombten Häusern einzubauen.

(rv 10.11.2014 no)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/11/...0%9C/ted-835647
des Internetauftritts von Radio Vatikan

11
November
2014

Papstmesse: Christen sollen Dienst nicht in Macht verwandeln

Papstmesse: Christen sollen Dienst nicht in Macht verwandeln



RealAudioMP3 Dienen, ohne etwas zu verlangen: Diese Haltung nach dem Vorbild Jesu kennzeichnet den Christen. Das sagte Papst Franziskus bei der Morgenmesse an diesem Dienstag in der Casa Santa Marta. Der Papst warnte davor, sich des Dienstes zu bemächtigen „und ihn in eine Struktur der Macht zu verwandeln“. Im Tagesevangelium stellt Jesus den Sklaven vor, der nach dem Dienst des Tages dem Herrn auch zu Hause dient. Franziskus:

„Einige von uns würden diesem Mann raten, zur Gewerkschaft zu gehen und sich beraten zu lassen, wie er mit einem solchen Herrn umgehen soll. Jesus aber sagt: Nein, der Dienst ist umfassend. Denn er selbst hat mit dieser Haltung des Dienstes begonnen; Er ist der Diener. Er stellt sich vor als jener, der nicht gekommen ist, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. Und so zeigt der Herr den Aposteln den Weg jener, die den Glauben empfangen haben, jenen Glauben, der Wunder wirkt. Ja, dieser Glaube wird Wunder wirken auf dem Weg des Dienstes.“

Ein Christ, der die Gabe des Glaubens in der Taufe empfangen hat, aber nicht den Weg des Dienens geht, „wird ein Christ ohne Kraft, ohne Fruchtbarkeit“, so der Papst weiter, ja sogar „ein Christ für sich selbst, der sich selbst dient“. Der Dienst sei überdies nur ein einziger, man könne nicht zwei Herren dienen: „entweder Gott oder dem Reichtum“. Wie aber kann ein Christ in die Lage geraten, sich aus dem Dienst zu entfernen? Am Beginn steht die Trägheit, erklärte Franziskus:

„Die Trägheit entfernt uns vom Dienst und führt uns zur Bequemlichkeit, zum Egoismus. Es gibt viele solcher Christen. Sie sind brav und gehen zur Messe, aber dann verwässert ihr Dienst. Wenn ich aber Dienst sagte, meine ich alles: Dienst an Gott in der Anbetung, im Gebet, im Lobpreis; Dienst am Nächsten, Dienst bis zum Schluss, denn Jesus sagt das ganz deutlich: ,Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven‘. Ein unentgeltlicher Dienst, ohne etwas dafür zu verlangen.“

Noch einen zweiten Weg der Selbstentfernung aus dem Dienst skizzierte Franziskus: sich selbst der Lage zu bemächtigen. Schon die Jünger hätten das getan: „Sie entfernten die Leute, damit sie Jesus nicht störten, aber sie taten das im Grunde, um es selbst bequemer zu haben.“ Die Jünger bemächtigten sich der Zeit und der Macht des Herrn: „Sie wollten ihn für ihr kleines Grüppchen“. Und sie nahmen den Dienst „und verwandelten ihn in eine Struktur der Macht“.

„Im Leben müssen wir sehr gegen diese Versuchungen ankämpfen, die uns von der Haltung des Dienstes entfernen wollen. Die Trägheit führt zur Bequemlichkeit: ein halber Dienst; und das Sich-Bemächtigen der Situation, wenn aus dem Diener ein Herr wird, das führt zu Hochmut, zum Stolz, dazu, die Leute schlecht zu behandeln, sich selbst für wichtig zu nehmen, „weil ich Christ bin und das Heil habe“, und ähnliche Dinge. Der Herr gebe uns diese beiden großen Gnaden: die Demut im Dienst, damit wir uns sagen können: wir sind nutzlose Diener – aber Diener – bis zum Ende; und die Hoffnung im Warten auf das Erscheinen des Herrn, wenn er zu uns kommt.“

(rv 11.11.2011 gs)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/11/...deln/ted-835799
des Internetauftritts von Radio Vatikan

11
November
2014

Papst an G20-Staaten: Mehr Einigkeit gegen Hunger, Terror und Umweltzerstörung

Papst an G20-Staaten: Mehr Einigkeit gegen Hunger, Terror und Umweltzerstörung



Der Papst hat die G20-Mitgliedsstaaten aufgefordert, sich entschiedener gegen Armut und Terrorismus in der Welt einzusetzen. Das schreibt Franziskus in einem Brief an Australiens Ministerpräsidenten Tony Abbott, den der Vatikan an diesem Dienstag veröffentlichte. Abbott ist Gastgeber des Gipfeltreffens der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am 15. und 16. November in Brisbane. Datiert ist der Brief auf den 6. November.

Mit Blick auf die Verfolgung religiöser und ethnischer Gruppen im Nahen Osten schwört der Papst die G20-Staaten in seinem Schreiben auf „substantielle und effektive“ Einheit ein. Die Welt hoffe auf ein Ende des Terrors in der Region, der „unvorstellbare Ausmaße“ angenommen habe. Hier könnten die G20-Staaten wie auch die Vereinten Nationen eine wesentliche Rolle spielen. Der Papst ruft dazu auf, die Ursachen des Terrorismus zu bekämpfen, darunter „Armut, Unterentwicklung und Exklusion“. Ein rein militärisches Eingreifen in den entsprechenden Ländern greife zu kurz, erinnert er weiter: Terroristischen Gruppen müsse die politische und wirtschaftliche Unterstützung entzogen werden, so Franziskus mit Blick auf illegale Erdöl- und Waffengeschäfte. Insbesondere die zahlreichen Flüchtlinge bräuchten jetzt die Unterstützung der Weltgemeinschaft, so der Papst weiter.

Beim bevorstehenden G20-Gipfel dürften „die vielen Leben (…) hinter den politischen und technischen Diskussionen“ nicht vergessen werden, erinnert der Papst weiter: „Es wäre wirklich misslich, wenn die Debatten lediglich auf der Ebene von Grundsatzerklärungen stehenblieben.“ Schließlich gebe es weltweit, auch in den G20-Staaten selbst, „zu viele Männer und Frauen“, die litten, so Franziskus, der hier unter anderem den Hunger, die Jugendarbeitslosigkeit und die Umweltzerstörung und ihre Folgen anspricht.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Papst klare Worte an die G20-Staaten richtet. In einem Schreiben an die Teilnehmer des G20-Gipfels im Vorjahr in Russland hatte Franziskus die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer dazu aufgerufen, ein Massaker in Syrien zu verhindern.


Das Bild zeigt Demonstranten in Brisbane an diesem Dienstag, die anlässlich des G20-Gipfels gegen Umweltzerstörung und für die Rechte der indigenen Völker auf die Straße gehen.


(rv 11.11.2014 pr)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/11/..._und/ted-835819
des Internetauftritts von Radio Vatikan

11
November
2014

Kardinal Raymond Burke: “Ich möchte Wahrheit und Liebe verbinden”

Kardinal Raymond Burke: “Ich möchte Wahrheit und Liebe verbinden”
Veröffentlicht: 11. November 2014 | Autor: Felizitas Küble

Der glaubensstarke US-amerikanische Kardinal Raymond Burke (siehe Foto) gilt in liberalen Kreisen als “Hardliner” und “Fundi”, zumal er auf der kürzlichen Familiensynode in Rom gleichsam als Wortführer der theologisch konservativen Oberhirten fungierte, die sich für die bisherige kirchliche Lehre über Ehe und Familie einsetzten. Burke-EWTN-Foto



Bei aller Klarheit in seinen Standpunkten betont der ehem. Präfekt des obersten vatikanischen Gerichtshofs zugleich immer wieder das bewährte christliche Prinzip, das schon der hl. Augustinus erwähnte: “Hasse den Irrtum, aber liebe den Irrenden.”

In amerikanischen Medien finden sich eine Reihe persönlicher Berichte, worin die freundlichen, den Menschen zugewandten Charaktereigenschaften von Kardinal Burke unterstrichen werden. Daraus geht hervor, daß er eindeutige inhaltliche Positionen durchaus mit großem Einsatz in puncto Nächstenliebe zu verknüpfen weiß.

Wie wichtig ihm diese Kombination von Wahrheit und Liebe tatsächlich ist, kann man am Schluß dieses Artikels einer englischssprachigen katholischen US-Webseite nachlesen: HIER

Dort heißt es, daß Kardinal Burke die nächste Phase seines Lebens (nach der Absetzung als Präfekt des vatikanischen Gerichtshofs) mit dem Gebet beginnen und Gott um Weisheit von oben bitten wolle, damit er die wirksamste Weise seines Dienstes für die Kirche erkennen könne.

Er teilte dieser US-Nachrichtenseite zudem mit, daß er sich weiter vor allem dafür einsetzen wolle, daß “Wahrheit und Liebe verbunden” werden: “Das eine kann nicht ohne das andere sein.” – Dabei erinnerte der Kirchenmann an den heiligen Augustinus, der diese beiden Pole des christlichen Glaubens und Lebens ebenfalls betont hat.

Ergänzende Artikel hierzu:
http://charismatismus.wordpress.com/2014...amtes-enthoben/
http://charismatismus.wordpress.com/2014...ur-causa-burke/

11
November
2014

Jeder kann schmerzfrei sterben

10. November 2014 16:51

KNA
Jeder kann schmerzfrei sterben

Der Mediziner Winfried Hardinghaus meint, dass heute jeder schmerzfrei sterben könnte, wenn er palliativmedizinisch betreut würde. Er forderte auch ein Verbot der Werbung für Suizidbeihilfe.

Würzburg (KNA) Der Osnabrücker Mediziner Winfried Hardinghaus erhofft sich ein strafrechtliches Verbot jeder Form organisierter Beihilfe zur Selbsttötung. Es müsse außerdem alles vermieden werden, das die Suizidbeihilfe "zu einer regelhaften, normalen oder üblichen ärztlichen Maßnahme werden ließe", sagte Hardinghaus der "Tagespost" in Würzburg. Der Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV) äußerte sich mit Blick auf die "Orientierungsdebatte" zu diesem Thema am Donnerstag im Bundestag. Er forderte auch ein Verbot der Werbung für Suizidbeihilfe.

"Wir können heute jeden Menschen unspektakulär schmerzfrei und würdevoll sterben lassen", betonte Hardinghaus. Leidvolles Leben sei zudem nicht zwangsläufig menschenunwürdig. Würde werde in der aktuellen Debatte zu oft ausschließlich mit Selbstbestimmung gleichgesetzt. Nötig sei eine gesellschaftliche Kultur "der Wertschätzung des Lebens auch unter den Bedingungen von Pflege, schwerer Krankheit und Demenz". Dazu müsse die Palliativpflege zu einem Angebot der Regelversorgung in Kliniken, Heimen und zuhause werden.

Der Mediziner wies auf die insgesamt rückläufige Zahl der Selbsttötungen in Deutschland hin. Gegen diesen Trend nähmen sie jedoch unter alten Menschen deutlich zu. "Zugrunde liegt fast immer die Angst vor Schmerzen, körperlichen Leiden, Alleinsein oder vor dem zur Last fallen", sagte Hardinghaus. Genau hier müsse Suizidprävention ansetzen.

Hardinghaus warnte außerdem vor finanziellen Argumenten für eine Erleichterung der Suizidbeihilfe. "Von dieser Motivation zur Entlastung des Gesundheitssystems sind wir gar nicht so weit entfernt", meinte er. In der Schweiz legitimiere die Akademie der Wissenschaften die Sterbehilfe bereits mit der demographischen Entwicklung. Mit den älteren Menschen seien auch die Gesundheitskosten überproportional gestiegen.

Vergangene Woche hatte auch der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Lukas Radbruch, erklärt, es gebe "keine Situation, in der die Palliativmedizin nichts mehr anzubieten hat". Bei den allermeisten schwerkranken Patientinnen und Patienten ließen sich mit einfachen palliativmedizinischen Strategien belastende Krankheitssymptome wie Schmerzen, Luftnot, Übelkeit oder Angst wie auch psychosoziale Belastungen weitestgehend lindern. Selbst in Grenzsituationen stünden Handlungsoptionen zur Verfügung. "Den sehr wenigen Patienten, bei denen keine ausreichende Symptomlinderung erreicht werden kann, bleibt die Palliative Sedierung als Option, um unerträgliches Leid zu lindern", so der Arzt und Wissenschaftler. Der überwachte Einsatz von Medikamenten diene dem Ziel, das Bewusstsein zu reduzieren oder auszuschalten, um so die Belastung durch unerträgliches und durch keine anderen Mittel beherrschbares Leiden zu lindern. "Dies sollte erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn alle anderen therapeutischen Maßnahmen versagt hätten."
http://www.kna.de/

11
November
2014

Der neue vatikanische Außenminister im Gespräch mit uns

Der neue vatikanische Außenminister im Gespräch mit uns



Der britische Erzbischof Paul Gallagher wird der erste vatikanische „Außenminister“ englischer Muttersprache. Franziskus hatte den aus Liverpool stammenden Geistlichen jüngst zum neuen Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten am päpstlichen Staatssekretariat ernannt; Gallagher folgt in diesem Amt auf Erzbischof Dominique Mamberti, der wie die meisten seiner Vorgänger aus Frankreich stammte. Erzbischof Gallagher ist 60 Jahre alt und ein erfahrener Diplomat, der zuletzt die diplomatische Vertretung des Heiligen Stuhles in Sydney leitete. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagte Erzbischof Gallagher, er trete seine neue Aufgabe in Rom mit großem Respekt an.

„Doch alles, was wir in der Kirche tun, tun wir in einem Geist des Vertrauens. Meine Aufgabe ist es im Wesentlichen, eng mit dem Kardinalstaatssekretär zusammenzuarbeiten, um die Arbeit der diplomatischen Vertretungen des Heiligen Stuhles auf der ganzen Welt zu koordinieren, die sich mit den jeweiligen Regierungen austauschen. Das ist ja, wozu der Heilige Stuhl diplomatische Beziehungen unterhält. Da geht es darum, die Lage der Ortskirchen und die jeweiligen Gesellschaften zu verstehen, auch die großen Zusammenhänge des Weltgeschehens, sodass wir den Heiligen Vater unterstützen können in seinen Entscheidungen. Auch, um die Arbeit der Weltkirche weiterzuführen, die Evangelisierung ist, daneben auch (mit Blick auf die, Anm.) Menschenrechte und Entwicklung der Völker.“

Wie wichtig ist es, diese Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den Regierungen aufrechtzuerhalten? Der Heilige Stuhl vertritt schließlich eine Religion, wozu braucht es da Kontakte zur Politik?

„Das ist eine geschichtliche Frage. Der Heilige Stuhl hatte im Laufe der Geschichte immer eine Anerkennung von Seiten von Nationen und Kaiserreichen. Die Päpste haben gewissermaßen darauf gebaut. Das 19. Jahrhundert brachte das Ende des Kirchenstaates, aber obwohl die Päpste kein Territorium mehr hatten, war ihr Einfluss weiterhin erwünscht. So hat die Kirche vor allem im 20. Jahrhundert einen positiven Einfluss auf den Lauf der Geschichte ausgeübt. Wenn man heute als päpstlicher Diplomat in der Welt herumkommt, so treten – das ist meine Erfahrung – wenig Feindseligkeiten gegen den Heiligen Stuhl auf. Eher wird der Wert darin gesehen. Wir arbeiten so, dass wir einen Beitrag bringen wollen, der in unserem Glauben verwurzelt ist, aber auch in der Erfahrung und Geschichte der Kirche.“

Sie haben in allen fünf Kontinenten gearbeitet. Welche Erfahrungen bringen Sie nach Rom mit, was hat Sie am meisten inspiriert?

„Ich war immer inspiriert von vielen Nuntien, denn viele erbringen wirklich große Opfer. Viele meiner Vorfahren in Australien brachten dort Jahre und Jahre zu, ohne jemals die Gelegenheit zur Rückkehr nach Europa zu haben. Ich war aber auch ermutigt von vielen Kollegen im Staatssekretariat. Sicher, dort gibt es auch Karrieristen, aber die Mehrheit der Kollegen, mit denen ich arbeitete, war hoch motiviert. Als ich 2004 nach Burundi kam, folgte ich auf Erzbischof Michael Courtney, der ermordet worden war. Michael war ein besonderer Mensch, jemand, der sich wirklich selbst hingab und dort tatsächlich sein Leben verlor. Ihm nachzufolgen, war besonders. Ich war immer überzeugt, dass der diplomatische Dienst der Päpste ein wichtiger Dienst ist. Ich glaube gar nicht, dass es eine Berufung ist, päpstlicher Diplomat zu sein – ich denke eher, man muss vor allem seine priesterliche Berufung in diesem Dienst bewahren, um etwas wirklich Gutes zu leisten, und zwar auf beiden Seiten: Die Ortskirche in Rom zu erklären und Rom in der Ortskirche zu erklären.“

(rv 11.11.2014 gs)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/11/..._uns/ted-835767
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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