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Forums-Blog - Maritas / Traudels Blog - Beschreibung
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05
Dezember
2014

Die Tugend der Reinheit macht den Menschen schön

Die Tugend der Reinheit macht den Menschen schön

Impuls zum 2. Advent 2014 (Lesejahr B) und zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis

Münster, 5. Dezember 2014 (ZENIT.org) Msgr. Dr. Peter von Steinitz | 64 klicks

Erst jetzt am zweiten Adventssonntag wendet sich die Liturgie der Kirche von den apokalyptischen Gedanken ab, die sie noch in der ersten Adventswoche beschäftigt hatten.


Jetzt ist im Evangelium wirklich vom Advent, und zwar von der ersten Ankunft des Herrn, die Rede. Das Evangelium des Sonntags beginnt mit dem Auftreten des Täufers Johannes, der Buße und Umkehr predigt.

Johannes und die Jungfrau Maria sind die beiden großen adventlichen Gestalten, die Christus bei seinem ersten Kommen begleiten. Die gleichen werden auch rechts und links von ihm stehen, wenn er zum zweiten Mal kommt.

Die Art und Weise, wie Johannes und Maria uns auf das Kommen Jesu vorbereiten, ist genauso verschieden wie diese beiden Personen voneinander verschieden sind. Maria spricht wenig, sie trägt das Heil der Welt in ihrem Schoß und bringt es uns.

Johannes ist der wortgewaltige Prediger, der den Menschen ins Gewissen redet und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Er scheut sich nicht, die Leute, vor allem die Pharisäer und Sadduzäer zu beschimpfen: „Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?“ (Mt 3,79) Aber es ist keine Kritik um der Kritik willen, er gibt immer auch die Lösung: „Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt“ (Mt 3,8).

Besonders hart verfährt er mit Herodes, der eine schon verheiratete Frau, nämlich die seines Bruders geheiratet hat.

Über dieses schwierige Thema wird sich im Oktober nächsten Jahres die Bischofssynode in Rom unterhalten.

Schauen wir heute, einen Tag vor dem Hochfest, auf die Unbefleckte Jungfrau Maria, die Mutter Jesu. Sie ist der einzige Mensch, der Umkehr und Buße nicht nötig hat. Sie besitzt gewissermaßen von Haus aus die Eigenschaft, die die Buße in uns Menschen erst hervorbringen muss, die Demut. Die Demut ist diejenige Tugend, die im Geschöpf – dem Engel wie dem Menschen – die Voraussetzung schafft, dass es die von Gott ihm zugedachte Größe und Herrlichkeit erreicht. Der Stolz, diese uralte und größte Sünde, will uns veranlassen, uns selber groß und bewundernswert zu machen. Das funktioniert nicht. Schon die Engel sind in großer Zahl darüber gefallen.

Maria bezeichnet sich selber als demütige Magd – allein dieser Ausdruck macht den Stolzen nervös. Ob im ganz großen, wie beim herrlichen Engel Luzifer, oder im alltäglichen Wortgeplänkel: ‚Demütig sein und auch noch Diener, wer bin ich denn?’ Man lehnt sich dagegen auf.

Da ist, wie bei jeder Sünde, ein Missverständnis. Das Geschöpf versteht nicht, dass die Tugend der Demut ihn nicht klein macht und unterdrückt, sondern ihm im Gegenteil neue Horizonte eröffnet. ‚Demut ist die Wahrheit’, sagt die Heilige Theresia von Avila. Und Jesus würde hinzufügen: ‚Die Wahrheit wird euch frei machen’ (Joh 8,31).

Maria ist, wie das Festgeheimnis es ausdrückt ‚ohne Erbsünde empfangen’. Immer noch geistert bei manchen, auch Katholiken, die falsche Vorstellung herum, Unbefleckte Empfängnis bedeute, dass Maria ihren Sohn Jesus ohne Zutun eines Mannes empfangen hat. Das ist natürlich auch wahr, aber es ist ein anderes Dogma, nämlich das von der immerwährenden Jungfräulichkeit Mariens. Wir denken vielmehr beim Fest der Unbefleckten Empfängnis dankbar daran, dass Maria der einzige Mensch ist, der von der Sünde ausgenommen ist, die wir alle von der Sünde Adams und Evas ‚geerbt’ haben. Dankbar sollen wir sein, denn Maria wurde von Gott so vollkommen geschaffen im Hinblick auf die Heiligkeit ihres göttlichen Sohnes. Bei einer so innigen Verbindung Gottes mit einem Menschen wie es die Schwangerschaft ist, sollte auch nicht der Hauch einer Sünde störend dazwischen sein.

Gott liebt den Sünder, aber er verabscheut die Sünde. Die Sündenvergebung können wir ganz leicht erreichen (wozu allerdings unsererseits ein gewisses Mindestmaß an Demut erforderlich ist), denn er ist grenzenlos barmherzig. Dennoch ist für ihn die Sünde keine Bagatelle (sie hat ihm das Leben gekostet).

Das ist wohl das, was heute viele gut meinende Menschen irritiert, man bagatellisiert die Sünde.

Der Gebrauch der Sexualität, jener von Gott so großartig für das Leben geschaffenen Kraft, wird für viele zum bloßen Zeitvertreib. Der Ehebruch, der zum harmlosen Seitensprung verniedlicht wird, das Zusammenleben ohne Trauschein – auch die Seelsorge der Kirche ist da vor dem Zeitgeist vielfach in die Knie gegangen, denn Sex ist ja nicht nur erlaubt, er ist vielfach Pflicht, zumindest fordert er in allen seinen Formen ‚Akzeptanz’, und das schon im Kindergarten.

Die Feinde der Kirche haben immer schon gewusst, dass man die jungen Menschen nur beizeiten in ungebremsten Sex führen muss, wenn man erreichen will, dass sie sich für Gott nicht mehr interessieren.

Zugegeben, früher war für viele Christen die Sünde des sechsten Gebots die wichtigste oder gar die einzige. Das ist natürlich auch falsch. Sie kommt wirklich erst an sechster Stelle. Viel schlimmer ist der Stolz, der Egoismus, die Habgier, die Eifersucht etc.

Der hl. Josefmaria sagte einmal sinngemäß: Ich spreche niemals von Unreinheit. Viel besser ist es die Schönheit der heiligen Reinheit positiv herauszustellen.

Das tun wir mit dem Fest der Unbefleckten Empfängnis.

Am Beispiel der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria sehen wir, wie die Tugend der Reinheit den Menschen schön und wahrhaft groß macht.

Msgr. Dr. Peter von Steinitz, war bis 1980 als Architekt tätig; 1984 Priesterweihe durch den hl. Johannes Paul II.; 1987-2007 Pfarrer an St. Pantaleon, Köln; seit 2007 Seelsorger in Münster. Er ist Verfasser der katechetischen Romane: „Pantaleon der Arzt“ und „Leo - Allah mahabba“ (auch als Hörbuch erhältlich).

( 5. Dezember 2014) © Innovative Me
dia Inc.

05
Dezember
2014

Zeitgenössische Literatur ist für Kirche und Theologie von unschätzbarem Wert"

"Zeitgenössische Literatur ist für Kirche und Theologie von unschätzbarem Wert"
Ralf Rothmann erhält den"Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken" 2014

Bonn, 5. Dezember 2014 (DBK PM) Redaktion | 10 klicks

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) haben heute (5. Dezember 2014) den „Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken“ an den Schriftsteller Ralf Rothmann verliehen. Bei der Verleihung des mit 25.000 Euro dotierten Preises in München mit rund 700 Gästen aus Kirche, Politik und Medien würdigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, den Preisträger Rothmann, der „in seinen Büchern den Blick für die Würde und Verletzlichkeit, die Sehnsüchte und Beschwernisse des Menschen in seiner Alltäglichkeit öffnet. Für Rothmann hat jeder Mensch eine Geschichte und ein Geheimnis, auch die Menschen, die man leicht übersieht, vielleicht auch übersehen will. Das darf man einen durchaus christlichen Blick nennen“. Ralf Rothmanns literarische Erkundungsgänge führten zum „wahrhaft Menschlichen“ dieser Welt. „Sie erinnern mich an Bilder von Pieter Bruegel dem Älteren. Es lohnt sich, hinzuschauen und zu lesen.“


Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB, betonte in ihrer Laudatio: „Das Transzendente ist bei Rothmann so sehr verwoben mit der Wirklichkeit seiner Figuren, ein feiner goldener Faden selbst in derben, rauen Erzählstoffen…“ Ralf Rothmann sei ein „Künstler, der den Blick weitet und die Sinne schärft für religiöse Erfahrungen – für Erfahrungen, die im ratternden Hamsterrad unseres Alltags und im Lärmen medialer Dauerbeschallung oft keinen Raum mehr finden“, hob die Staatsministerin hervor. Bei der Übergabe der Preisurkunde betonte der Präsident des ZdK, Alois Glück, dass zeitgenössische Literatur für Kirche und Theologie „von unschätzbarem Wert“ sei. „Ihr Werk stellt uns die Bedingungen des Menschseins in herausragender und eindringlicher Weise vor Augen – Leben, Lieben und Sterben in ihrer Fülle, aber auch in ihrer Härte“, so Glück.

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, verwies in ihrer Begründung auf den „Glauben an das Absolute, an den Lebenssinn, an die verwandelnde Kraft von Werten, an die Heilung durch Vergebung, kurz: an die geläuterte Liebe, der Rothmanns Protagonisten am Leben hält“. Ästhetisch überzeuge Rothmann durch souveräne Tektonik, meisterhafte Porträtkunst und subtiles Spiel mit literarischen Genres vom Psalm bis zum Bildungsroman.

Der Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken wird seit 1990 gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken für herausragende künstlerische und kulturelle Leistungen vergeben. Er trägt dazu bei, das kulturelle Bewusstsein in der Kirche zu schärfen und die religiöse Dimension in der pluralistischen Kultur der Gegenwart zu stärken. Vorangegangene Preisträger waren etwa Peter Zumthor (Sparte Architektur), das Ehepaar Tankred Dorst und Ursula Ehler (Sparte Drama), Gerhard Richter (Sparte Bildende Kunst) und Theo Angelopoulos (Film).

Hinweise:

Die Laudatio von Staatsministerin Grütters, die Rede von Alois Glück, die Jurybegründung, Informationen zum „Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken“ und zu Katholischen Öffentlichen Büchereien in Deutschland finden Sie als pdf-Datei zum Herunterladen unter www.dbk.de. Weitere Informationen gibt es auf der Initiativen-Seite „Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken“.

Der Bayerische Rundfunk wird im Dezember eine Aufzeichnung des Festaktes ausstrahlen.

( 5. Dezember 2014) © Innovative Media Inc.

05
Dezember
2014

Ägypten: "Wer Christen verfolgt, verrät den Islam"

Ägypten: "Wer Christen verfolgt, verrät den Islam"

Schlussbotschaft zur Konferenz der "Al Azhar"-Universität

Rom, 5. Dezember 2014 (Fides) Redaktion | 106 klicks

„Wer Christen oder Gläubige anderer Religionen unter dem Vorwand der falschen Frömmigkeit angreift, der verstößt gegen die Lehren des Islam“, heißt es in einer zusammenfassenden Schlussbotschaft der Konferenz zum Thema Extremismus und Terrorismus, zu der am 3. und 4. Dezember auf Initiative der „Al Azhar“-Universität in Kairo 700 Delegierte, darunter auch Vertreter der christlichen Ostkirchen, aus insgesamt 120 Ländern zusammen gekommen waren.


In der Schlusserklärung werden die Christen im Nahen Osten und das Leid, das ihnen von dschihadistischen Gruppen zugefügt wurde, an vielen Stellen erwähnt. Christen und Muslime, heißt es unter Punkt 3 der Erklärung, haben im Nahen Osten viele Jahrhunderte lang harmonisch zusammengelebt und tun dies auch heute noch. Das Dokument verurteilt jede Aktion als kriminell, die darauf abzielt, Christen in den von islamistischen Gruppen kontrollierten Gebieten zur Auswanderung zu zwingen. „Wir ermutigen die Christen“, heißt es in dem Text, „fest verwurzelt in ihren Heimatländern zu bleiben und dieser Welle des Terrorismus zu widerstehen, unter der wir alle leiden“.

Dschihadistische Gruppen, wie der Islamische Staat (IS) und „al Nusra“ werden unmissverständlich als Gruppen bezeichnet, „die nichts mit dem Islam zu tun haben“. „Die Terrorisierung von Wehrlosen, der Mord an Unschuldigen und Übergriffe auf heilige Stätten“, heißt es in der Erklärung weiter, „sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die der Islam ausnahmslos verurteilt“. Der Großimam der Al Azhar-Universität, Ahmed al Tayyeb, hatte in seiner Eröffnungsansprache unterdessen auch Manöver des Westens angeprangert, „die darauf abzielen, sektiererische und ethnische Spannungen zu nutzen“, um die Region des Nahen Ostens zu destabilisieren. (GV)

(Quelle: Fides 05.12.2014)

( 5. Dezember 2014) © Innovative Media Inc.

05
Dezember
2014

Die Frau, die die Sünde nicht fürchtet

Die Frau, die die Sünde nicht fürchtet

Kardinal Mauro Piacenza erklärt, dass trotz aller zerstörerischen Macht des Bösen, Maria, die Unbefleckte, immer bereit ist, uns beizustehen

Rom, 5. Dezember 2014 (ZENIT.org) Antonio Gaspari | 103 klicks

Die Debatte über den Ursprung und die theologische Bedeutung der Frau ohne Sünde, der Mutter Jesu, durchzieht die ganze Geschichte des Christentums und gipfelt in der Verkündung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis durch Papst Pius IX. im Dezember 1854.


Nach den Erscheinungen in Lourdes berichtete Bernadette Soubirous 1858, die Jungfrau habe sich ihr mit den Worten vorgestellt: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“

Um der Bedeutung der Unbefleckten Empfängnis für den Heilsplan Gottes nachzuspüren, führte ZENIT ein Interview mit Kardinal Mauro Piacenza, Großpönitentiar des Gerichtshofs der Apostolischen Pönitentiarie.

***

Eminenz, wer ist die Unbefleckte wirklich?

Kard. Piacenza: Die heilige Jungfrau Maria, die Mutter des Herrn, ist durch den uneingeschränkten göttlichen Ratschluss „unbefleckt“, d.h. ohne Sünde empfangen worden, in Hinblick auf die hohe Aufgabe, die die Vorsehung ihr zugeschrieben hatte und die sie aus freiem Willen annahm, und durch die Kraft der erwarteten Verdienste Christi am Kreuz. Die Unbefleckte ist der Beweis, dass die Menschheit nicht zwingend sündig ist. Es gibt im Weltall eine Oase, wie klein auch immer, die nicht von der Sünde verdorben ist! Wir können in ihr die volle Verwirklichung all dessen sehen, was unser Herz ist, was unser Herz in der Tiefe wünscht.

Betrifft dieses Mysterium auch unser Leben? Was hat es den Menschen von heute zu sagen?

Kard. Piacenza: Ganz gewiss betrifft es uns alle, besonders in den kollektiven und persönlichen Dramen, die sich täglich ereignen: Wir alle brauchen die Unbefleckte. Wir brauchen ihre totale Zugehörigkeit zu den Geschöpfen, zu unserem konkreten menschlichen Alltag, und zugleich ihre völlige Nichtzugehörigkeit zur Sünde. Diese Unberührtheit von der Sünde ist, wenn man es genau nimmt, ein tiefer Menschheitswunsch, der in dem Maße wächst, wie auch die Gewalt des Bösen in der Welt zunimmt; ein Wunsch, den kein noch so negatives Erlebnis auslöschen kann. So abgrundtief das Böse, in das die Menschen abstürzen, manchmal auch sein mag; unser Herz ist für jene Harmonie geschaffen, die in der Unbefleckten erstrahlt. Und in jedem Menschen, auch in dem am meisten verdorbenen, bleibt immer ein Keim jener Sehnsucht nach dem Guten, die die pastorale Nächstenliebe uns aufträgt, zu fördern.

Wie kann man dem Bösen in der Welt widerstehen? Wie kann man es durch das Gute besiegen?

Kard. Piacenza: Die erste Form eines Widerstands gegen das Böse ist es, dieses zu erkennen und beim Namen zu nennen, ohne es zu verschönern. Wir könnten sagen: Die größte Sünde von allen ist es, die Sünde nicht zu erkennen und Wege der Selbstrechtfertigung zu suchen, die faktisch das Opfer unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz sinnlos machen. Das sind immer moderne und mehr oder weniger verborgene „Neuauflagen“ der alten Häresie der Gnostiker.

Wenn wir aus dem Abgrund des Bösen einen Augenblick lang unseren Blick zur Unbefleckten erheben, dann kann sie, die vollkommen Schöne, vollkommen Heilige, vollkommen Reine, durch ihre mächtige Fürsprache von ihrem Sohn, dem einzigen Erlöser, alles erlangen, alles wieder gut machen, alles durch ihren mütterlichen Blick erleuchten.

Hat Maria wirklich als echter Mensch gelebt? War sie eine freie Frau?

Kard. Piacenza: Die Unbefleckte ist sogar unter allen Menschen die, deren menschliche Freiheit am höchsten und uneingeschränktesten war. Wie wir alle und im Unterschied zu ihrem Sohn, gehorcht Maria durch ihren Glauben, und zeigt dadurch der Menschheit, wie ein uneingeschränkter Gebrauch der Freiheit sich mit dem Gehorsam verträgt, solange man in der Dimension des Glaubens bleibt. Unsere eigene menschliche Freiheit, die ja niemals mit Willkür gleichzusetzen ist, besitzt in Maria ein leuchtendes Vorbild und eine Quelle der Hoffnung. Der Mensch, der Maria verehrt, ist ein freier Mensch! Die Kirche verehrt Maria und ist deshalb frei.

Was ist in diesem Sinne der bedeutungsschwerste Moment im Leben der heiligen Jungfrau?

Kard. Piacenza: Der Gipfelpunkt der Freiheit Mariens liegt in ihrer Antwort auf die Verkündigung des Engels: „Hier bin ich.“ Es ist dies ein Ja, das sie zu einer Begegnung und zu einem Vorschlag sagt; wie es auch heute noch für jede christliche Verkündigung geschieht.

Dieses Ja, das Maria spricht, durchdringt wie ein leuchtender Lichtstrahl alle Jahrhunderte der Geschichte, bis hin zum letzten Tag, zur Errichtung des endgültigen Tempels: des neuen Jerusalems.

Dieses Ja kann für sich allein die dunkelste Finsternis durchbrechen, indem es mit Kraft auf den Weg verweist: auf Jesus Christus, der Weg, Wahrheit und Leben ist.

Dieses Ja ist der freudige Ausruf der Freiheit einer unbekannten und mutigen jungen Frau aus Nazareth, und es ruft uns jede freie menschliche Entscheidung in den Sinn; es hat einen uneingeschränkten Wert, weil es in Verbindung zum Unendlichen steht.

Gilt dieses Ja Mariens für immer?

Kard. Piacenza: Die heilige Jungfrau Maria breitet ihren Mantel über die gesamte Heilsgeschichte aus, und das gerade durch ihr Ja, das ein wirksamer und tröstlicher, sicherer und konkreter, zugleich auch prophetischer Wiederklang der Möglichkeit eines Sieges über das Böse schon in der Geschichte ist. Die Unbefleckte ist die Frau, die in der Genesis prophetisch als diejenige genannt wird, die den Kopf der Schlange zertreten wird; sie ist die Frau, von der die Offenbarung spricht: „mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“

Wie können wir in unserem Leben der Mutter des Herrn nahe sein?

Kard. Piacenza: Alle Menschen der Geschichte können sich ihr weihen, was ein „sicherer Weg“ zur völligen Selbsthingabe an Gott in seinem Sohn Jesus Christus ist. Ihr und ihrem unbefleckten Herzen müssen wir unser Leben anvertrauen. Ihrer Fürsprache müssen wir immer die Kirche und die ganze Menschheit anvertrauen; den Papst und die Bischöfe, die Familien, die Jugendlichen, die Alten, die Leidenden und die, die der Kirche fern sind.

Denn das Leben der „vollkommen Schönen“ ist ein Horizont der christlichen Hoffnung. Deshalb nannte Dante sie die „sprudelnde Quelle der Hoffnung“.

( 5. Dezember 2014) © Innovative Media Inc.

05
Dezember
2014

"Meinen Frieden gebe ich Euch" (Joh 14,27) - Frieden als Geschenk Gottes in Jesus Christus

"Meinen Frieden gebe ich Euch" (Joh 14,27) - Frieden als Geschenk Gottes in Jesus Christus
P. Raniero Cantalamessa OFMCap - Erste Adventspredigt 2014 (Volltext)

Vatikanstadt, 5. Dezember 2014 (ZENIT.org) Redaktion | 37 klicks

Am heutigen Freitagvormittag hielt Pater Raniero Cantalamessa OFMCap, Prediger des Päpstlichen Hauses, im Vatikan die erste der traditionellen Adventspredigten für den Papst und die Kurie.


***

1. Wir haben Frieden mit Gott!

Wenn wir den lautesten Ruf hören könnten, der in den Herzen von Milliarden von Menschen wohnt, dann würde wohl, wiederholt in allen Sprachen der Welt, ein einziges Wort an unser Ohr dringen: Frieden! Die schmerzliche Aktualität dieses Themas, vereint mit dem Wunsch, dem Wort Frieden jenen Reichtum und jene Tiefe der Bedeutung wiederzugeben, die es in der Bibel hat, haben mich dazu veranlasst, diesem Thema die diesjährigen Adventsmeditationen zu widmen. Ich hoffe, dass wir dadurch die Weihnachtsverkündigung „Und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“ mit neuen Ohren hören und auch beginnen werden, die Botschaft, die die Kirche jedes Jahr durch den Weltfriedenstag an die Menschheit richtet, in unserem Inneren nachzuleben.

Beginnen wir mit der grundlegendsten aller Friedensverkündungen. Es handelt sich um die Worte des Apostels Paulus im Römerbrief:

„Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.“ (Röm 5, 1-2).

Ich erinnere mich heute noch an den Tag, als für Italien der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Der Ruf „Frieden!“ erklang in den Städten und auf dem Lande, sprang von Haus zu Haus. Es war das Ende eines Alptraums: keine Gewalt mehr, keine Bomben, kein Hunger. Es war, als könne endlich das Leben wieder neu beginnen. So ähnlich mussten diese Worte des Apostels auf die Herzen seiner Leser wirken: „Wir haben Frieden mit Gott! Frieden! Ein neues Zeitalter bricht für die Menschen in ihrer Beziehung zu Gott an!“ Die Zeit, in der sie lebten, ist als ein „Zeitalter der Existenzangst“ [1] bezeichnet worden. Die Menschen hatten damals den (durchaus nicht unbegründeten) Eindruck, dass eine Verurteilung auf ihnen lastete; Paulus nennt es den „Zorn Gottes“ der sich „vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit“ (Röm 1,18). Daher die esoterischen Riten und Versöhnungskulte, von denen es in der heidnischen Gesellschaft jener Zeit nur so wimmelte.

Wenn wir vom Frieden sprechen, denken wir fast immer an einen „horizontalen“ Frieden: unter den Völkern, den gesellschaftlichen Klassen, den Religionen. Das Wort Gottes aber lehrt uns, dass der erste und wichtigste Frieden der vertikale ist, der Frieden zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und der Menschheit. Von ihm hängen alle anderen Formen des Friedens ab. Das sehen wir schon im Schöpfungsbericht. Solange Adam und Eva im Frieden mit Gott lebten, waren sie auch in Frieden mit sich selbst und mit ihrem Körper (sie waren nackt und schämten sich nicht); Frieden herrschte zwischen Mann und Frau („Fleisch von meinem Fleisch“) sowie zwischen dem Menschen und der restlichen Schöpfung. Sobald sie gegen Gott rebellieren, gerät alles in Kampf: der Leib gegen den Geist (sie erkennen, dass sie nackt sind), der Mann gegen die Frau („die Frau hat mich verführt“), die Natur gegen den Menschen (Dornen und Schweiß), Bruder gegen Bruder, Kain gegen Abel.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen, diese erste Meditation dem Frieden als Geschenk Gottes in Jesus Christus zu widmen. In der zweiten Meditation werden wir vom Frieden als Aufgabe für uns alle sprechen und in der dritten vom Frieden als Frucht des Geistes, d.h. vom inneren Frieden der Seele.

2. Der von Gott versprochene und geschenkte Frieden

Die Verkündigung des Apostels Paulus, die wir gerade gehört haben, setzt voraus, dass etwas geschehen ist, was das Schicksal der Menschheit verändert hat. Wenn wir jetzt den Frieden mit Gott haben, dann bedeutet das, dass wir ihn zuvor nicht hatten; wenn es jetzt „keine Verurteilung mehr gibt“ (Röm 8,1), dann bedeutet das, dass zuvor eine Verurteilung da war. Was hat eine so einschneidende Veränderung in der Beziehung zwischen Mensch und Gott hervorgerufen?

Angesichts der Rebellion des Menschen – dem Sündenfall – überlässt Gott die Menschheit nicht sich selbst, sondern beschließt einen neuen Plan, um sie wieder mit sich zu versöhnen. Ein triviales, aber zum Verständnis nützliches Beispiel kommt uns von den modernen Navigationssystemen auf unseren Autos. Wenn ein Autofahrer plötzlich beschließt, den Anweisungen, die der Satellit ihm von oben übermittelt, nicht mehr zu folgen – sagen wir, er biegt links ab statt rechts – dann wird das Navigationssystem in wenigen Augenblicken einen neuen Weg für ihn finden, der ihn vom Ort, an dem er sich nun befindet, zum gewünschten Ziel führt. So hat Gott es mit dem Menschen getan, als er nach dem Sündenfall seinen Heilsplan beschloss.

Mit den biblischen Bündnissen beginnt die lange Vorbereitungszeit. Dabei handelt es sich sozusagen um „separate Friedensverhandlungen“. Zunächst betreffen sie nur einzelne Personen: Noah, Abraham, Jakob; dann, mit Mose, das ganze Volk Israel, das zum Volk des Bundes wird. Diese Bündnisse sind, im Unterschied zu den menschlichen, immer Friedensbündnisse; sie dienen nie dem Krieg gegen andere.

Doch Gott ist der Gott aller Menschen. „Ist denn Gott nur der Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden“, ruft Paulus (Röm 3,29). Dieser alte Bund war deshalb zeitlich begrenzt und dazu bestimmt, eines Tages auf die ganze Menschheit ausgedehnt zu werden. Tatsächlich fangen die Propheten an, immer deutlicher von einem „neuen und ewigen Bund“ zu sprechen, einem „Friedensbund“ (Ez 37,26), der sich von Zion und Jerusalem auf alle Völker ausbreiten wird (vgl. Jes 2,2-5).

Dieser universale Frieden wird wie eine Rückkehr zum Urfrieden des Gartens Eden beschrieben, mit Bildern und Symbolen, die in der jüdischen Tradition wörtlich genommen werden, während sie in der christlichen als spirituelle Sinnbilder gedeutet werden:

„Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg“ (Jes 2,4). „Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten“ (Jes 11,6).

Das Neue Testament sieht all diese Prophezeiungen im Kommen Jesu verwirklicht. Seine Geburt wird der Welt mit den Worten verkündet: „Auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“ (Lk 2,14). Jesus selbst erklärt, dass er auf die Erde gekommen ist, um den Frieden Gottes zu bringen: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“, sind seine Worte (Joh 14,27). Am Abend des Ostertags richtet der Auferstandene, wer weiß mit welch göttlichem Klang in seiner Stimme, die Worte „Friede sei mit euch!“ an seine Jünger. Wie schon in der Weihnachtsverkündung handelt es sich hier nicht um einen bloßen Gruß, sondern um die Mitteilung von etwas Reellem. Der ganze Sinn der Erlösung lag in diesem Wort eingeschlossen.

Die apostolische Kirche wird nie müde zu verkünden, dass sich das Friedensversprechen Gottes in Christus erfüllt hat. Micha spricht vom Messias, der in Betlehem in Judäa zur Welt kommen soll, und sagt: „Er wird der Friede sein“ (Mi 5,4); genau dasselbe steht über Christus im Epheserbrief: „Er ist unser Friede“ (Eph 2,14). „Die Geburt des Herrn“, sagt Leo der Große, „ist die Geburt des Friedens“ [2].

3. Der Frieden, Frucht des Kreuzes Christi

Doch wollen wir uns jetzt eine exaktere Frage stellen. Hat Jesus den Frieden zwischen Himmel und Erde allein durch seine Geburt wiederhergestellt? Ist wirklich die Geburt Christi die „Geburt des Friedens“, oder ist es nicht vielmehr sein Tod? Die Antwort finden wir in dem schon zitierten Pauluswort: „Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn“ (Röm 5,1). Der Frieden kommt aus der Rechtfertigung durch den Glauben und die Rechtfertigung kommt vom Opfer Christi am Kreuz! (vgl. Röm 3, 21-26).

Mehr noch; der Frieden ist der Inhalt der Rechtfertigung selbst. Diese besteht nicht nur in der Vergebung (oder, nach Luther, Nicht-Anrechnung) der Sünden, d.h. in etwas rein Negativem, ein „Wegnehmen“ von etwas, das zuvor da war; sondern vor allem auch in einem positiven Element, ein „Hinzutun“ von etwas, das zuvor fehlte: der Heilige Geist, und mit ihm die Gnade und der Frieden.

Eines ist klar: Man begreift die radikale Veränderung nicht, die in unserem Verhältnis zu Gott stattgefunden hat, wenn man nicht begreift, was mit dem Tode Christi geschah. Abendland und Orient sind sich in der Beschreibung des Zustands der Menschheit vor Christus und außerhalb von Christus einig. Auf der einen Seite waren da die Menschen, die durch ihre Sünde eine Schuld auf sich geladen hatten und gezwungen waren, gegen den Teufel zu kämpfen, der sie gefangen hielt: Eine aussichtslose Situation, weil ihre Schuld gegen Gott unendlich groß war und sie selbst Sklaven des Teufels waren, den sie hätten bekämpfen sollen. Auf der anderen Seite war Gott, der die Schuld sühnen und den Satan besiegen konnte, es aber nicht musste, weil ja nicht er der Schuldner war. Es war nötig, jemanden zu finden, der in sich den vereinte, der kämpfen musste, und den, der siegen konnte. Genau das ist mit Christus geschehen, der Gott und Mensch zugleich ist. So oder so ähnlich drücken es im Orient Nikolaos Kabasilas, im Abendland Anselm von Canterbury aus[3].

Der Kreuzestod Jesu ist der Augenblick, in dem der Erlöser die Erlösung vollbringt, die Sünde vernichtet und den Satan besiegt. Was er als Mensch tut, gehört uns an: „Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung“ (1 Kor 1,30); für uns! Andererseits hat das, was er als Gott wirkt, einen unendlich großen Wert und kann „die, die durch ihn vor Gott hintreten“ retten (Hebr 7,25).

In jüngerer Zeit hat es eine tiefe Reflexion über den Sinn des Opfers Christi gegeben. Der französische Denker René Girard entwarf 1972 die These, wonach „Gewalt das Herz und die Seele des Sakralen ist“ [4]. Am Anfang und im Mittelpunkt jeder Religion, auch der jüdischen, stehe nämlich das Opfer, das Ritual des Sündenbocks, das immer Tod und Zerstörung beinhalte. Schon vor diesem Zeitpunkt jedoch hatte sich dieser Denker dem Christentum angenähert und zu Ostern 1959 öffentlich seine „Bekehrung“ bekanntgegeben, sich zum Glauben bekannt und war in die Kirche zurückgekehrt.

Das ermöglichte es ihm in seinen späteren Studien, nicht beim Mechanismus der Gewalt zu verweilen, sondern auch den Weg zu zeigen, wie man aus ihr herauskommt. In seiner Interpretation deckt Jesus den Mechanismus auf, der die Gewalt sakralisiert, und zerbricht ihn, indem er sich selbst freiwillig zum „Sündenbock“ der Menschheit macht, zum unschuldigen Opfer aller Gewalt. Christus, so steht es schon im Hebräerbrief (vgl. Hebr 9, 11-14), ist nicht mit dem Blut anderer gekommen, sondern mit seinem eigenen. Er hat keine Opfer gefordert, sondern sich selbst zum Opfer gemacht. Er hat nicht seine eigenen Sünden auf die Schultern anderer gelegt – ob es nun Menschen oder Tiere sind – sondern er hat die Sünden anderer auf seine eigenen Schultern genommen: „Er hat unsere Sünden mit seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen“ (1 Petr 2,24).

Kann man also weiterhin vom „Opfer“ des Kreuzes und folglich von der heiligen Messe als Opfer sprechen? Lange Zeit lehnte der zitierte Gelehrte diesen Begriff ab, weil er ihn zu sehr mit der Idee der Gewalt verbunden sah; doch dann hat auch er, im Einklang mit der christlichen Tradition, dessen Legitimität akzeptiert, unter der Voraussetzung, sagt er, dass wir im Opfer Christi eine neue Art von Opfer sehen und diese Bedeutungsänderung als „das zentrale Ereignis in der religiösen Geschichte der Menschheit“ betrachten [5].

Diese Überlegungen erlauben uns ein besseres Verständnis der Art, wie am Kreuz die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen erfolgt ist. Üblicherweise diente das Sühneopfer dazu, einen über die Sünde erzürnten Gott zu besänftigen. Indem der Mensch ein Opfer darbringt, bittet er die Gottheit um Versöhnung und Vergebung. Im Opfer Christi ist diese Perspektive auf den Kopf gestellt. Nicht der Mensch versucht, Gott zu beeinflussen, damit er ihm nicht mehr zürnt. Gott ist es, der handelt, damit der Mensch von seiner Feindschaft gegen ihn ablässt. „Die Erlösung beginnt nicht mit der Bitte um Versöhnung seitens des Menschen, sondern mit der Bitte Gottes“ [6]. In diesem Sinn versteht man auch die Aussage des Apostels: „Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat“ (2 Kor 5,19), und weiter: „Als wir noch Gottes Feinde waren, wurden wir mit Gott versöhnt durch den Tod seines Sohnes“ (vgl. Röm 5,10).

4. „Empfangt den Heiligen Geist!“

Der Frieden, den Christus durch seinen Kreuzestod für uns verdient hat, wird in uns wirksam und aktiv durch den Heiligen Geist. Nachdem der Auferstandene die Apostel mit den Worten „Friede sei mit euch!“ begrüßt hatte, hauchte er sie an und sprach, gewissermaßen im selben Atemzug: „Empfangt den Heiligen Geist!“ (Joh 20,22).

Tatsächlich kommt der Frieden zwar durch das Kreuz Christi in die Welt, aber sein Ursprung liegt woanders. Am Kreuz durchbrach Jesus die Mauer der Sünde und der Feindschaft, die den Frieden Gottes daran hinderte, in das Herz der Menschen einzudringen. Die Urquelle des Friedens jedoch ist die Dreifaltigkeit. „O selige Dreifaltigkeit, du Ozean des Friedens!“, heißt es in einer Hymne. Nach Dionysius Areopagita ist „Friede“ einer der Eigennamen Gottes[7]. Gott ist Friede, so wie er Liebe und Licht ist.

Fast alle polytheistischen Religionen erzählen von rivalisierenden Göttern, die permanent im Kampf gegeneinander sind. Die griechischen Mythen sind das bekannteste Beispiel dafür. Eng gesehen kann man auch in einem rigorosen Ein-Personen-Monotheismus nicht von Gott als Quelle und Vorbild des Friedens sprechen, denn der Frieden braucht, genau wie die Liebe, mindestens zwei Personen, um existieren zu können. Er besteht in guten, liebevollen Beziehungen, und die Dreifaltigkeit ist eben diese Schönheit und Vollkommenheit der Beziehungen. Was an der Dreifaltigkeitsikone von Rubljow am meisten bewegt ist eben diese übermenschliche Aura des Friedens, die sie ausstrahlt.

Wenn Jesus daher „Shalom!“ und „Empfangt den Heiligen Geist!“ sagt, dann vermittelt er den Jüngern etwas vom „Frieden Gottes, der alles Verstehen übersteigt“ (Phil 4,7). In diesem Sinn ist Frieden fast gleichbedeutend mit Gnade, und tatsächlich werden auch beide Begriffe zu Beginn der apostolischen Briefe zusammen verwendet: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus“ (Röm 1,7; 1 Thess 1,1). Wenn wir in der Messe verkünden: „Friede sei mit euch“, „Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, gib uns deinen Frieden“ und schließlich, „Gehet hin in Frieden“, dann ist von diesem Frieden die Rede, den Gott schenkt.

5. „Lasst euch mit Gott versöhnen!“

Ich möchte jetzt zeigen, wie dieses Geschenk des Friedens, das wir ontologisch und rechtmäßig in der Taufe empfangen, allmählich auch auf der praktischen und psychologischen Ebene unsere Beziehung zu Gott verwandeln muss. Der besorgte Aufruf des Apostels Paulus: „Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“ (2 Kor 5,20) richtet sich an getaufte Christen, die schon lange Mitglieder einer Gemeinde sind. Er bezieht sich daher nicht auf die erste Versöhnung und auch offensichtlich nicht auf das, was wir als „Sakrament der Versöhnung“ bezeichnen. In diesem aktuellen und existenziellen Sinn ist dieser Aufruf an uns alle gerichtet. Daher wollen wir versuchen, seine Bedeutung zu verstehen.

Eine der Ursachen, vielleicht die Hauptursache, für die Entfremdung des modernen Menschen von der Religion und dem Glauben ist das verzerrte Bild, das er sich von Gott macht. Dieses ist zugleich auch die Ursache für ein freudloses Christentum, das ohne Begeisterung und mehr wie eine Pflicht als wie ein Geschenk gelebt wird. Ich denke daran, wie das großartige Bild des Schöpfergottes in der Sixtinischen Kapelle aussah, als ich es zum ersten Mal sah, ganz mit einer dunklen Patina überzogen, und vergleiche diese Erinnerung mit dem, was man heute sieht, nach der Restaurierung, mit den aufgefrischten Farben und klaren Umrissen, wie Michelangelo ihn gemalt hatte. Eine noch dringendere Restaurierung des Bildes, das wir von Gott dem Vater haben, muss in den Herzen der Menschen erfolgen, angefangen bei uns Gläubigen.

Denn: Wie schaut das vorgegebene (im Sinne der Computersprache, d.h. vordefinierte) „Standardbild“ Gottes in unserem kollektiven Unterbewussten aus? Um das herauszufinden, genügt es, sich selbst oder anderen die Frage zu stellen: Welche Vorstellung, welche Assoziationen kommen spontan in dir auf, wenn du die Worte sprichst: „Vater Unser im Himmel… Dein Wille geschehe“? Wer dieses sagt, in der Regel senkt den Kopf, und bereitet sich auf das Schlimmste. Unbewusst assoziieren wir den Willen Gottes mit allem, was unangenehm und schmerzlich ist und auf irgendeine Art als Einschränkung der individuellen Freiheit und Entwicklung gesehen werden kann. Als ob Gott ein Feind aller Feste, Freuden und Vergnügungen wäre.

Noch eine vielsagende Frage. Was suggeriert uns der Ruf Kyrie eleison, „Herr, erbarme dich!“, der das christliche Gebet durchzieht und in manchen Liturgien die heilige Messe von Anfang bis Ende begleitet? Er ist zu einer bloßen Bitte um Vergebung seitens eines Geschöpfes geworden, das den Schöpfer immer (und zurecht) bereit sieht, es zu bestrafen. Das Wort „Erbarmen“ ist dermaßen herabgesetzt worden, dass es oft in einer negativen Bedeutung verwendet wird, als etwas Verachtenswertes: „erbärmlich sein“, ein „erbärmliches Schauspiel“. Um dem Geist der Bibel treu zu bleiben, müsste man Kyrie eleison mit „Herr, schicke deine Zärtlichkeit auf uns herab“ übersetzen. Man sehe nur, wie Gott in Jeremia von seinem Volk spricht: „Mein Herz schlägt für ihn, ich muss mich seiner erbarmen (eleos)“ (Jer 31,20). Wenn die Kranken, die Aussätzigen und die Blinden Jesus anrufen, wie in Matthäus 9,27: „Hab Erbarmen (eleeson) mit uns, Sohn Davids“, dann meinen sie nicht: „vergib mir“, sondern: „hab Mitleid mit mir.“

Wir sehen Gott in der Regel als den Allmächtigen, Allwissenden, den Herrn der Geschichte, d.h. als ein Wesen, das sich dem Menschen von außen her aufdrängt; kein noch so kleines Detail des menschlichen Lebens entgeht ihm. Die Übertretung seines Gesetzes zieht unweigerlich eine Ordnungsstörung nach sich, die eine Wiedergutmachung erfordert. Da diese jedoch niemals als hinreichend betrachtet werden kann, kommt die Furcht vor dem Tod und dem göttlichen Strafgericht auf.

Ich gestehe, dass ich fast eine Gänsehaut bekomme, wenn ich die Worte lese, die der große Bossuet in einer Karfreitagsrede an den gekreuzigten Jesus richtet: „Du wirfst dich, o Jesus, in die Arme des Vaters und fühlst dich zurückgewiesen; du fühlst, dass gerade er dich verfolgt, dich schlägt, dich verlässt, dich unter der unerträglichen Last seiner Rache erdrückt… Der Zorn eines rasenden Gottes: Jesus betet und der Vater in seinem Zorn hört nicht auf ihn; es ist die Gerechtigkeit eines Gottes, der Rache übt für die erduldeten Kränkungen; Jesus leidet und der Vater gibt nicht nach!“ [8]. Wenn ein Redner vom Format Bossuets so sprach, dann können wir uns denken, welchen Bildern sich die Volksprediger der damaligen Zeit hingaben. Und wir verstehen, wie jenes „Standardbild“ Gottes im Herzen der Menschen entstehen konnte.

Natürlich ist die Barmherzigkeit Gottes nie übersehen worden! Aber man hat sie auf die Rolle beschränkt, die unvermeidliche Härte der Gerechtigkeit etwas zu mildern. In der Praxis hat man sogar die Liebe und Vergebung Gottes von der Liebe und Vergebung abhängig gemacht, die wir unseren Mitmenschen entgegenbringen: Wenn du denen vergibst, die dich kränken, dann wird Gott dir seinerseits vergeben können. Das läuft auf einen Handel mit Gott heraus. Heißt es nicht, man müsse gute Werke sammeln, um sich den Himmel zu verdienen? Messen wir nicht unseren Bemühungen – den heiligen Messen, die wir feiern lassen, den Kerzen, die wir anzünden, den Novenen, die wir beten – einen großen Wert bei?

Das alles hat in der Vergangenheit unzähligen Menschen geholfen, Gott ihre Liebe zu erweisen, und darf daher nicht verspottet werden; es verdient unsere Achtung. Gott lässt seine Blumen – und seine Heiligen – in jedem Klima gedeihen. Aber man kann nicht leugnen, dass diese Auffassung die Gefahr in sich birgt, in eine utilitaristische Religion zu verfallen, in der „ich gebe, damit du gibst“. Grundlage dieser Auffassung ist die Annahme, dass die Beziehung zu Gott vom Menschen abhängt. Der Mensch kann nicht mit leeren Händen vor Gott treten; er muss ihm ein Geschenk mitbringen. Nun stimmt es zwar, dass Gott zu Mose sagt: „Man soll nicht mit leeren Händen vor mir erscheinen“ (Ex 23,15; 34,20), doch das ist der Gott des Gesetzes, noch nicht der Gott der Gnade. Im Reich der Gnade muss der Mensch gerade „mit leeren Händen“ vor Gott hintreten; das einzige, was er „in den Händen“ haben muss, wenn er vor im erscheint, ist sein Sohn Jesus Christus.

Doch lasst uns sehen, wie der Heilige Geist, wenn man sich ihm öffnet, diese Situation verändert. Er lehrt uns, Gott mit neuen Augen zu betrachten: als den Gott des Gesetzes, gewiss, doch an erster Stelle als den Gott der Liebe und der Gnade, den „barmherzigen und gnädigen Gott; langmütig, reich an Huld und Treue“ (Ex 34,6). Er lässt ihn uns als Freund und Verbündeten entdecken, als einen Vater der nicht verweigert hat, seinen eigenen Sohn für uns zu geben“ (genau so muss man Röm 8,32 auffassen!). Kurz, kommuniziert der Heilige Geist uns die innere Haltung Jesu zum Vater.

So keimt in uns jenes kindliche Gefühl auf, das sich im freudigen Ruf: „Abba, Vater!“ offenbart, als ob wir sagen würden: „Ich kannte dich nicht, oder ich kannte dich nur vom Hörensagen; jetzt kenne ich dich, jetzt weiß ich, wer du bist; ich weiß, dass du mich liebst, dass du auf meiner Seite bist.“ Der Sohn ist an die Stelle des Sklaven getreten, die Liebe an die Stelle der Furcht. So ist man wirklich mit Gott versöhnt, auch auf der subjektiven und existenziellen Ebene.

Wir verlassen für unsere tägliche Arbeit mit einer Frage: welche Vorstellung von Gott, der Vater ist in meinem Herzen: die der Welt, oder die von Jesus?

[Aus dem Italienischen übersetzt von Alexander Wagensommer]

*

FUSSNOTEN

[1] E. R. Dodds, Pagan and Christian in an Age of Anxiety, Cambridge Press 1965.

[2] Hl. Leo der Große, In Nativitate Domini, XXXVI,5 (PL 54, 215).

[3] N. Kabasilas, Leben in Christus, I, 5 (PG 150, 313); vgl. Anselm, Cur Deus homo?, II, 18.20; Thomas von Aquino, Summa theologiae, III, q. 46, art. 1, ad 3.

[4] Vgl. R. Girard, La violence et le sacré, Grasset, Parigi 1972.

[5] Vgl. R. Girard, Il sacrificio, Milano 2004.

[6] G. Theissen - A. Merz, Der historische Jesus: Ein Lehrbuch, Göttingen, 4 Aufl. 2008.

[7] Pseudo-Dionysius Areopagita, Die göttlichen Namen, XI, 1 s (PG 3, 948 s).

[8] J.B. Bossuet, Œuvres complètes, IV, Paris 1836, S. 365.

( 5. Dezember 2014) © Innovative Media Inc.

05
Dezember
2014

Der Glaube hilft mitten in der Spirale der Gewalt" Ansprache des Papstes vor Freiwilligen

Der Glaube hilft mitten in der Spirale der Gewalt"

Ansprache des Papstes vor Freiwilligen

Von Deborah Castellano Lubov
VATIKANSTADT, 5. Dezember 2014 (ZENIT.org) - Papst Franziskus hat Mitgliedern der Föderation Christlicher Organisationen für Internationale Freiwilligendienste (FOCSIV) am Donnerstagnachmittag eine stärkere Hinwendung zum Glauben angesichts von Gewalteskalationen in ihren Einsatzgebieten nahegelegt. Der Verband ist die größte Vereinigung in Italien für internationale Freiwilligeneinrichtungen und umfasst 70 christliche Organisationen. Beinahe 400 Unterstützergruppen und 5.000 Mitglieder sind darin verbunden. Die Freiwilligen arbeiten in Initiativen, die über ganz Italien verteilt sind, und engagieren sich für Förderprojekte in verschiedenen Entwicklungsländern. Die Aktivitäten umfassen ein jährliches Finanzvolumen von rund 74 Millionen Euro.
Papst Franziskus erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Begegnung am Internationalen Freiwilligentag stattfand und dankte den Engagierten für ihren Einsatz im Dienste der Bedürftigen und bei der Verbreitung der Werte des Evangeliums. „Ihre Arbeit an der Seite von Männern und Frauen in Schwierigkeiten ist eine lebendige Botschaft der Zärtlichkeit Christi, der die Menschheit durch alle Zeiten begleitet“, sagte er und ermahnte sie, diesem Weg weiter zu folgen.
Als er auf das Thema Armut zu sprechen kam, lenkte der Pontifex die Aufmerksamkeit auf drei Bereiche: die Umwelt, den Krieg und die Migration. In Anbetracht des sich verändernden Antlitzes der Armut sollten diese Zeichen der Zeit ergriffen und zu einem Instrument im Dienst an den Armen werden. Solidarität mit den Armen bedeute, im großen Zusammenhang der Gemeinschaft zu denken und zu handeln, und nicht sich auf den Einzelnen zu beschränken. Zudem sei es im Kampf gegen die Armut sehr wichtig, Ungleichheit zu begegnen und denen zu helfen, die ohne Arbeit, Schutz und Rechten sind.
Zu den Hauptursachen für Armut zählte Franziskus ein Wirtschaftssystem, das die Natur ausbeutet. „Die Schöpfung ist ein wundervolles Geschenk, das Gott uns gegeben hat“, sagte der Papst. „Wir müssen darauf gut aufpassen und es zum Wohle aller mit Respekt gebrauchen“, fuhr er fort.
Das Kirchenoberhaupt sprach zudem über den Skandal des Kriegs, der sich in vielen Ländern, in denen die Freiwilligen im Einsatz sind, ausgebreitet habe. Die Arbeit für die Entwicklung der Völker bedeute auch, dass Freiwillige daran mitwirkten, Frieden zu schaffen, die Gedanken zu entwaffnen, Menschen zusammenzuführen, sowie Brücken zwischen Kulturen und Religionen zu bauen.
Der 77-jährige Pontifex erinnerte daran, dass der Glaube in den schwierigsten Einsätzen helfe, besonders in den Ländern, in denen die Spirale der Gewalt anscheinend der Vernunft keinen Raum mehr lasse. Hilfe für Migranten und Flüchtlinge, die versuchten schwerste Lebensbedingungen und Gefahren aller Art hinter sich zu lassen, erfordere die Zusammenarbeit aller, einschließlich von Institutionen, privaten Initiativen und kirchlichen Gemeinschaften. Alle müssten darin einbezogen werden, um ein harmonisches Zusammenleben zwischen Menschen und Kulturen fördern zu können. Der Papst ermunterte die Freiwilligen abschließend, wahre Zeugen der Nächstenliebe zu sein, ebenso wie Arbeiter für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität, und empfahl sie der Fürsprache der Muttergottes an. (mk)

05
Dezember
2014

Intern. Tag der Menschenrechte: 10.12.

Intern. Tag der Menschenrechte: 10.12.
Veröffentlicht: 5. Dezember 2014 | Autor: Felizitas Küble

IGFM für Burka-Verbot: „Vollverschleierung ist frauenverachtend und integrationsfeindlich“

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) unterstützt zum Tag der Menschenrechte ein deutschlandweites Burka-Verbot. IGFM-Kampagne-IKEA-Saudi-Arabien-1_01



Die Vollverschleierung sei frauen-, integrations- und freiheitsfeindlich. „Die Burka entmenschlicht“, erklärte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin vor Journalisten in Stuttgart.

Mit der Burka oder dem sehschlitzartigen Niqab werde eine Grenze überschritten und die Trägerin zu einer Sache degradiert. Die Würde des Menschen sei aber unverhandelbar, ein Verbot ist nach Ansicht der IGFM daher notwendig und wichtig.

Islamisten versuchten mit Verweis auf religiöse Traditionen, ihre frauenverachtenden Ansichten durchzusetzen. Die Vollverschleierung blockiere jedoch nach Auffassung der IGFM die Verständigung und verhindere jede Integration. Sie normalisiere die Abwertung von Frauen und widerspreche dem Gleichheitsgrundsatz.

Es sei illusorisch zu glauben, irgendjemand könne wissen, ob sich ein Mädchen oder eine Frau freiwillig verschleiere. Es sei offensichtlich, dass vollverschleierte Personen z.B. in Banken als Bedrohung empfunden werden müssten, so die IGFM weiter.

„Appeasement gegenüber Extremisten musste noch immer teuer bezahlt werden. Wer die Würde des Menschen und unsere freie Gesellschaft schützen will, der muss sie verteidigen!“, appelliert die IGFM.

Aus der bitteren Erfahrung des Dritten Reiches hätten die Väter und Mütter des Grundgesetzes die Würde des Menschen ganz an den Anfang des Grundgesetzes gestellt – über alle anderen Rechte. Jetzt sei der Gesetzgeber gefordert, sie mit einem Burka-Verbot zu schützen.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33, info@igfm.de, www.menschenrechte.de

05
Dezember
2014

Kardinal Woelki empfängt Nikolaus Treffen zweier "Mitbrüder"

05.12.2014

Kardinal Woelki empfängt Nikolaus
Treffen zweier "Mitbrüder"



Treffen von zwei "Mitbrüdern": Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat am Freitag den Nikolaus empfangen - und Freude über dessen überzeugende Darstellung als Bischof mit Mitra bekundet.

"Nikolaus steht für Menschlichkeit", betonte Woelki bei der Begegnung im Erzbischöflichen Haus. Der Heilige habe nichts mit dem von einer US-Getränkefirma kreierten Weihnachtsmann zu tun, der sich doch mehr oder weniger mit Kommerz verbinde.

Woelki wies darauf hin, dass sich die Verehrung des Nikolaus über Jahrhunderte gehalten habe. Dies zeige, dass er die "Herzen der Menschen" anspreche. Wenn man der Legende vertrauen dürfe, dann stehe der Heilige für Nähe, Wärme, Teilen, Schenken und Begegnung. Wie der Heilige sollten die Menschen auch heute sich um Einsame oder Notleidende wie etwa Flüchtlinge kümmern.

Nikolaus ist einer der am meisten verehrten Heiligen der Christenheit. Von der historischen Person gilt als sicher, dass er im 4. Jahrhundert Bischof von Myra an der heute türkischen Mittelmeerküste war. Nach einer Legende schenkte er drei Mädchen heimlich Gold für die Aussteuer, um sie vor der Prostitution zu retten. Deshalb wird Nikolaus häufig mit drei Äpfeln dargestellt.

Fair gehandelter Kakao

Im Erzbischöflichen Haus in Köln ließ der Nikolaus dem Kardinal einen gefüllten Stiefel mit Mandarinen und Nüssen zukommen. Zudem überreichte der Abgesandte des Bundes der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Nikolaus-Aktion Woelki einen "Schoko-Nikolaus" aus fair gehandeltem Kakao.

Der Kardinal berichtete aus seiner Kinderzeit, als der Nikolaus und sein Begleiter Knecht Ruprecht ihm "das ein oder andere Gute und weniger Gute" ins Stammbuch geschrieben hätten. Später, in der Theologenausbildungsstätte Albertinum in Bonn, habe der Nikolaus die Hausleitung dann "ein wenig durch den Kakao" gezogen.

(KNA)

05
Dezember
2014

SINNSUCHE IM ADVENT

SINNSUCHE IM ADVENT

Christkindlmarkt mit Freunden, Weihnachtsfeier mit Kollegen und Plätzchenbacken mit den Kindern – in der Adventszeit muss wieder wahnsinnig viel erledigt und auch wahnsinnig viel erlebt werden...Sie kennen das sicherlich alle. Man ist getrieben, gestresst und kann diese Wochen vielleicht gar nicht so richtig genießen. Doch gerade für uns Christen ist es wichtig, den eigentlichen Sinn des Advents immer im Hinterkopf zu behalten und schließlich die richtige Balance zu finden – damit der Advent nicht zur stressigsten Zeit des Jahres wird.
[Video]SINNSUCHE IM ADVENT

Christkindlmarkt mit Freunden, Weihnachtsfeier mit Kollegen und Plätzchenbacken mit den Kindern – in der Adventszeit muss wieder wahnsinnig viel erledigt und auch wahnsinnig viel erlebt werden...Sie kennen das sicherlich alle. Man ist getrieben, gestresst und kann diese Wochen vielleicht gar nicht so richtig genießen. Doch gerade für uns Christen ist es wichtig, den eigentlichen Sinn des Advents immer im Hinterkopf zu behalten und schließlich die richtige Balance zu finden – damit der Advent nicht zur stressigsten Zeit des Jahres wird.[/Video]


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05
Dezember
2014

Übergriffe auf junge Sorben:

THEMEN DER WOCHE
NEUE BILDPOST
Ausgabe 49 vom 6./7. Dezember


Übergriffe auf junge Sorben: „Domowina“-Chef David Statnik nimmt Stellung
BAUTZEN (KNA) – In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu rechtsextremen Übergriffen auf Jugendliche der sorbischen Minderheit in der Lausitz. In Bautzen etwa tauchten Schmierereien mit dem Schriftzug „Hooligans gegen Sorben“ auf. Zudem wurden sorbische Ortsschilder mit Farbe übersprüht, in einem Fall sogar mit einem Hakenkreuz. Der Vorsitzende des sorbischen Dachverbands „Domowina“, David Statnik (kleines Foto), nimmt im Interview Stellung zu den Vorfällen.
Herr Statnik, sind Sie selbst schon angefeindet worden?
Nein, selbst noch nicht. Es macht mich aber sehr betroffen, wenn Freunde und Bekannte angegriffen werden.
Wie ist derzeit die Stimmung unter den Sorben?
Vor allem unsere Jugendlichen haben Angst. Aber ebenso sind die Eltern besorgt. Wir als Domowina, ebenso wie die Kommunen, versuchen hier zu vermitteln. Unsere Jugendlichen haben viele Fragen. Vor allem, wie sie sich gegen derartige Angriffe schützen können.
Was kann man denn tun?
Aufklären, was passiert ist. Den Opfern helfen. Dies tun wir dadurch, dass wir zwischen Polizei und Zeugen vermitteln. Aber auch die Gesamtbevölkerung ist gefragt – beispielsweise genauer hinzusehen, wenn jemand bedrängt wird, und Hilfe zu rufen. Niemand in unserem Land darf aufgrund seiner Sprache oder Nationalität auf irgendeine Weise belästigt, verfolgt oder verhöhnt werden. Es kann nicht sein, dass solche Meinungen in unserer Gesellschaft Platz haben. Jeder Bürger ist ein Teil unserer Gesellschaft und muss diese Verantwortung wahrnehmen.
Seit wann gibt es solche Übergriffe Rechtsextremer auf junge Sorben?
In dieser organisierten Form ungefähr seit Mai.
Werden auch Ältere angefeindet?
Bisher konzentrierten sich diese Vorfälle auf sorbische Jugendveranstaltungen. Weitere Vorfälle sind uns nicht bekannt.
Sehen Sie einen Zusammenhang mit der immer wieder auftretenden Zerstörung von Wegkreuzen?
Ein direkter Zusammenhang ist noch nicht erwiesen. Wir wünschen uns eine baldmögliche Aufklärung dieser Vorfälle im Zusammenhang mit den jüngsten Vorfällen.
Warum sind die Sorben ein Feindbild für Rechte?
Diese Frage ist für mich nicht zu beantworten. Es gibt weder Provokationen noch andere Gründe, die dazu geführt haben könnten. Im Gegenteil: Die Sorben sind friedfertig, weltoffen und fester Bestandteil der Lausitz. Sie leben hier bereits seit mehr als 1000 Jahren.
Interview: Karin Wollschläger

05
Dezember
2014

Die Synode, der Glaube und die "Widerwillig Geschieden '

Die Synode, der Glaube und die "Widerwillig Geschieden '...aus englisch übersetzt

von BILL MAGUIRE 2014.10.16 Kommentare
In Zeiten der Verfolgung, Katholiken waren bereit, Spott, Verlust des öffentlichen Status, jede denkbare Form der Folter und sogar groteske Formen des Martyriums zu ertragen - alles einfach zur Messe, zur Kommunion und zu verteidigen, die wirkliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie.
Unzählige Heilige in den Sinn kommen. Hier sind zwei besonders inspirierende Beispiele:
St.-Nikolaus-Piek von Gorkum ertrug wiederholte hängen und Ersticken, wurde mit einer Taschenlampe auf seinem Gesicht, die Ohren und in den Mund verbrannt. Er war die Freiheit angeboten, wenn er einfach leugnen seinen Glauben an die Realpräsenz. St. Nikolaus abgelehnt und in der Folge erlitten zwei Stunden hängen, die schließlich über seine qualvollen Tod brachte.
St. Maximillian Kolbe stellte sich in großer Gefahr im Vernichtungslager Auschwitz, um heimlich die Messe feiern, mit geschmuggelten Brot und Wein. Ordinary Häftlinge unter Lebensgefahr, diese heimliche Gottesdienste zu besuchen, nur um die Möglichkeit, Kommunion empfangen haben.
Es ist gerade die Zeugen dieser Heiligen - und zahllose andere gewöhnliche, namenlosen Katholiken -, die der Ausgangspunkt für jede Diskussion auf der Synode über die Familie über den Empfang von Kommunion sollte für geschiedene und zivilrechtlich wieder geheiratet Katholiken.
Ich habe aufrichtige Empathie und tiefen Bewusstsein für das Leiden von geschiedenen Katholiken erlitten. In der Tat, ich gehöre zu der Gruppe Dr. Jennifer Anne Roback treffend bezeichnet die "ungern scheiden lassen." Das widerwillig geschieden sind diejenigen, die weder gesucht noch wollte Scheidung und arbeitete unermüdlich, um ihre Ehe zu retten.
Ich bin mir zwar sicher kein Heiliger, und mit meiner Scheidung in viele ungesunde Weise behandelt, kümmerte ich mich über meinen Glauben genug zu wissen, Dating war keine Option für mich, wenn meine Ehe für nichtig erklärt wurde.
Ich wusste, dass meine Ehe gültig war davon ausgegangen, wenn nicht anders durch die Aufhebung Prozess bewährt. So wurde ich rief treu zu meiner Hochzeit Gelübde zu bleiben - das Gelübde, das ich vor Gott und meiner Familie. Außerdem hatte ich ernsthaft die reale Möglichkeit, dass ich eine Erklärung der Nichtigkeit nicht empfangen werden. Und wenn ich in eine romantische Beziehung mit einer anderen Frau eingetreten war, wo würden, die uns verlassen haben? Es würde nur noch mehr Schmerz und Kummer verursacht haben.
Sei es wie es kann, nachdem er die Trostlosigkeit und Einsamkeit der Scheidung überstanden, der Versuchung und der Wunsch, eine romantische Beziehung, ohne vorher erhielt eine Aufhebung geben verstehe ich.
Was ich nicht verstehen kann, aber die Priester und Prälaten, die darauf hindeutet, sind die Kirche irgendwie würde sie Lehre über die Aufnahme von Kommunion für geschiedene und wiederverheiratete zivilrechtlich Katholiken zu ändern. Ihre öffentlichen Spekulationen und Händeringen - zweifellos von einem aufrichtigen (aber dennoch falsch) Mitgefühl motiviert - tut nichts, um wirklich zu helfen, die wirklich von dem Problem nicht betroffen.
In der Tat, sie untergraben nur die Bemühungen der geschiedenen Katholiken kämpfen treu zu ihrer Hochzeit Gelübde zu bleiben, während der Wartezeit, um eine Entscheidung über die Gültigkeit der Ehe zu empfangen. Darüber hinaus werden sie auf jeden Fall die Ursache für zusätzliches Leiden für sein die wiederverheirateten Geschiedenen, wenn die falsche Hoffnung, die sie erstellt haben, wird unweigerlich gestrichelt, weil die Kirche nicht - weil sie nicht - verändern ihre Lehre auf den Empfang der Kommunion. Schließlich kann sie tatsächlich schwächen die Entschlossenheit derer, die zu Beginn der Aufhebung Prozess denken.
Ein weiterer beunruhigender Aspekt dieser Affäre ist, dass wir, die sind wie Kinder, die irgendwie nicht kontrollieren können unsere Impulse oder tragen unsere besondere Quer behandelt. Darüber hinaus fordert diese Haltung in Frage die Kraft des Kreuzes, die Wirksamkeit der Gnade und den Wert des erlösenden Leidens.
All dies ignoriert, dass die Kirche bereits eine mitfühlende Lösung für diejenigen, die geschieden sind, zivilrechtlich wieder geheiratet und keine getrennten: Zölibat. Um sicher zu sein ", dieser Spruch ist schwer" (Johannes 6:60); und niemand ist unwissend, um die Macht der sexuellen Versuchung und Sünde. Dennoch bietet die Kirche eine weitere Heilmittel für Paare in dieser Situation: wenn sie fallen, können sie ihr Ziel der Änderung zu erneuern, gehen zur Beichte und mit der Gnade Gottes try harder.
Es gibt jedoch zwei gemeinsame Hindernisse für die Kirche Lösung fügsam zu akzeptieren. Erstens haben viele Katholiken - auch Paare, Priester und Prälaten - einfach nicht wollen, dass die sexuelle Aktivität in einer solchen unregelmäßigen Gewerkschaften anerkennen objektiv schwere Sünde. Zweitens sind viele haben den angemessenen Respekt und Ehrfurcht für den würdigen Empfang der Kommunion notwendig verloren.
Während Verzicht auf Sex ist sicherlich ein Opfer, verblasst es im Vergleich zu den Opfern viele Katholiken haben für ihre Liebe zu Jesus im Allerheiligsten Sakrament ertragen. Vor diesem Hintergrund ist es unvernünftig, Paare bitten, damit aufzuhören Beteiligung an sündigen Geschlecht als Voraussetzung für Empfang der Kommunion? Außerdem, wenn ein paar nicht bereit ist, die Sündhaftigkeit ihrer sexuellen Vereinigung anerkennen und nicht bereit, eine ernsthafte Anstrengung zum Zölibat wählen zu machen, haben sie die nötige Hingabe und Liebe zum Allerheiligsten in erster Linie?
Vielleicht ist die effektivste Pastoral zu denen, die in unregelmäßigen Gewerkschaften ist es, sie mit dem Zeugen der eucharistischen Märtyrer zu ermahnen; führen sie in den Schriften des Heiligen durch ihre große Liebe zu dem Allerheiligsten animiert; und ihnen beizubringen, wie man Zeit in der eucharistischen Anbetung zu verbringen.
St. Augustine ist ein gutes Modell für die Schaffung effektiver pastorale Ansätze für diejenigen, die mit gewöhnlichen Sünde kämpfen, zu unterstützen. Er lehrt uns, nicht so sehr auf Wunsch aber, die Umwandlung und Heilung unserer Wünsche beten zu unterdrücken. Vereinigung mit Gott - Sündige Wünsche nicht durch weniger Lust, sondern durch den Wunsch nach etwas Größerem zu überwinden. Wie Augustinus berühmt in seinem schrieb Confessions "Du hast uns auf dich hin geschaffen, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir."

Read more: http://www.ncregister.com/blog/bill-magu...d#ixzz3L2v7CPgT

05
Dezember
2014

Kardinal Ratzingers Rückzug: Die Frucht des theologischen Reifung

Kardinal Ratzingers Rückzug: Die Frucht des theologischen Reifung ...von englisch übersetzt...
Papst Benedikt Emeritus zeigte Weisheit und Bescheidenheit, als er zog seine Aussage für die Kommunion für geschiedene und wiederverheiratete Katholiken.


von Katholischen Nachrichten-Agentur 2014.12.05 Kommentar


- CNA-Datei Foto
VATIKAN - Nachrichten brach schon vor Wochen, dass ein neues Volumen von Benedikt XVI gesammelte Werke wurde in deutscher Sprache mit einer aktualisierten Version eines 1972 Aufsatz, der nicht mehr deutet darauf hin, dass der wiederverheirateten Geschiedenen können Kommunion zu empfangen, wie früher freigelassen.
Aber dank Sandro Magister und sein Übersetzer Matthew Sherry, der vollständige Text seiner "retractatio" ist jetzt auf Englisch verfügbar.
Wie berichtet, CNA 25. November veröffentlichte Joseph Ratzinger einen Aufsatz 1972, während ein Priester der Erzdiözese München und Freising, die für den Zugang unter bestimmten eingeschränkten Bedingungen argumentiert, für die wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion. Diese Argumentation wurde in einem 1977 Buch von Walter Kasper, der damals ein Priester der Diözese Rottenburg übernommen.
Vater Kasper ist jetzt Kardinal Kasper, der in einem Februar-Adresse Kardinäle setzt sich für die Zulassung zur Kommunion der wiederverheirateten Geschiedenen zitiert Ratzinger Essay.
Aber wie Lehre entwickelt, Ratzinger zog er von seiner 1972 Essay, demütig Zurückziehen der Vorschlag hatte er dann angeboten.
Im Jahr 1991 schrieb er, dass die Vorschläge gemacht worden "als Theologe im Jahr 1972. Ihre Umsetzung in der pastoralen Praxis wäre natürlich unbedingt auf ihre Bestätigung hängen von einem offiziellen Akt des Lehramtes zu dessen Urteil ich einreichen. ... Nun sprach das Lehramt der Folge maßgeblich zu dieser Frage in der Person (Johannes Paul II) in Familiaris consortio . "
Nicholas Healy, Assistant Professor an der Johannes Paul II Institut für Studien zu Ehe und Familie , sagte CNA 24. November, dass die Entwicklung in Kardinal Ratzingers Gedanken "zeigt uns, was es bedeutet, mit der Kirche zu denken. Sentire Cum Ecclesia bedeutet, so dass man die Teil Perspektiven in das größere Ganze des Glaubens der Kirche integriert werden und durch die Lehramt der Kirche gelegentlich korrigiert. "
Magister 3. Dezember Artikel enthält sowohl die ursprüngliche Abschluss Kardinal Ratzinger von 1972 Essay, und die neue Abschluss im Jahr 2014 geschrieben Er schreibt, dass "es nicht verwunderlich, dass ... Ratzinger sollte gepflegt haben, dass es nicht angebracht war für Kasper, seine 1972 Artikel zitieren kommt zur Unterstützung seiner eigenen Thesen, als ob nichts nach diesem Jahr passiert ist. "
Die neue Version des Essays hat mehr als in der Länge verdoppelt - von 922 Wörter auf Englisch, um 2059. Und eine persönliche Reifung des Denkens, aus dem Schreiben eines 45-jährige Theologe-Priester zu einem 87-jährigen Mann, der ein Bischof, der Vatikan Garant für Lehre, Papst, und schließlich Papst Emeritus. Hat spiegelt die Original-Essay 1972 schrieb der damalige Vater Ratzinger, dass, während die Kirche "kann nicht aufhören, die Verkündigung des Glaubens des Neuen Bundes," angesichts der Härte des Menschen von Herzen ", sehr oft ist es gezwungen, seine konkreten Lebens etwas unter den Standards beginnen die Schrift. "

Er schrieb, dass "in klaren Notsituationen," die Kirche "können begrenzte Ausnahmen, um Schlimmeres zu vermeiden, machen", sondern dass "diese Aktion nicht in Frage stellen die grundlegende Form selbst, mit dem die Kirche lebt."
Er hielt, dass der wiederverheirateten Geschiedenen, unter bestimmten Bedingungen, "finden sich in einer Notsituation der besonderen Art", und dass sie Komm gewährt werden, unter Berufung auf zwei Begründungen Tradition für diese Konzession: die Marge von Spielraum in Nichtigkeitsverfahren gefunden und die damit verbundene Potenzial für die Ungerechtigkeit; und eine entsprechende Praxis, zumindest einige der Kirchenväter bekannt.

42 Jahre später
Aber im Jahr 2014, hat Papst Benedikt Emeritus andere Sorgen, schreiben einen Widerruf, die aus dem ursprünglichen Text vor dem Ende des ersten Satzes fährt.
Angesichts der Härte des Menschen Herz, fragt er jetzt: "Was kann insbesondere in einer Zeit, in der der Glaube wird sich mehr und mehr auch in der Kirche bewässert, konkret durchgeführt werden, und die" Dinge, mit denen die Heiden betrifft, 'gegen die der Herr warnt die Jünger, drohen immer mehr zur Norm geworden? "
Die Rolle der Kirche, Benedikt schreibt, ist in erster Linie zu verkünden den Glauben, so dass es sein wird "Wohnen und stark", sagte, dass "die Heilung" Herzenshärte "kann nur durch den Glauben kommen," aber, dass die Kirche muss auch " loten die Breite und Grenzen der Worte Jesu. "
Seit Nichtigkeit kann sowohl von einem Mangel an Form und Unverständnis (Einverständnis), Benedikt bittet, "kann es immer noch davon ausgegangen werden, dass Personen, heute wissen" von Natur aus "über die Endgültigkeit und Unauflöslichkeit der Ehe ergeben, und dass sie einverstanden sie mit ihren ja ... kann die Absicht des endgültigen ja selbstverständlich ist, oder sollte man nicht erwarten, im Gegenteil, dass es bereits eine Veranlagung zu entlassen? "
"Dies macht deutlich, wie wichtig eine richtige Vorbereitung auf das Sakrament ist heute", die emeritierten Bischof von Rom schreibt.
Angesichts all dieser Prozesse der Aufhebung muss in der Spannung zwischen zwei Polen zu leben: Sie müssen nicht "eine verschleierte Form der Scheidung", sondern sie müssen auch "untersuchen mit der nötigen Gewissenhaftigkeit die Frage der möglichen Nichtigkeit, und, wo es kann nur Gründe, die für die Nichtigerklärung sein, drücken die entsprechende Strafe. "
Zwei weitere Elemente Benedikt als Probleme im Bereich der Ehe Gültigkeit erkannt werden, dass, während einige sind nicht in der Lage, die Ehe, weil der "psychologischen Faktoren" zusammenziehen, und wir sind jetzt besser in der Lage, diese wahrzunehmen, Nichtigkeit sollte nicht "überstürzt aufgefasst" auf der Grundlage von psychischen Problemen; und dass eine Schwierigkeit ergibt sich im Falle von "getauft Heiden" - diejenigen, die getauft sind, aber "nicht glauben und habe noch nie den Glauben bekannt."
Auf der Grundlage all dessen, Benedikt sagt, kennt die katholische Kirche "auf der einen Seite, dass sie sich strikt an das Wort des Herrn über die Unauflöslichkeit der Ehe gebunden, sondern auf der anderen Seite hat auch versucht, die Grenzen dieser Richtlinie erkennen um nicht auf Personen zu verhängen mehr als notwendig ist. "
Der Papst Emeritus stellt insbesondere den Wert der Seelsorge für die geschiedene, sagen, es eine "wichtige Aufgabe", dass hat "vielleicht noch nicht ausreichend in den Alltag der Kirche integriert."
Der geschiedene kann und sollte in das Leben der Kirche zu beteiligen, sagt Benedikt, und fügte hinzu: "Ich denke, dass sie die Möglichkeit der Teilnahme an kirchlichen Vereinigungen und sogar des Werdens Paten oder Patinnen, etwas, das das Gesetz nicht ab sofort nicht aufweist gewährt werden . "
Der Anstoß für die wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion empfangen ist akut, schreibt er, weil fast alle, die Messe besucht geht zu erhalten. Angesichts dessen, sagt er: "Ich behaupte, dass St. Paul Warnung vor der Prüfung selbst und Nachdenken über die Tatsache, dass das, was geht um den Leib des Herrn sollte ernsthaft wieder aufgenommen werden", fügte hinzu, dass eine solche Selbstprüfung würde " stellen eine Form der Solidarität mit geschiedenen und wieder verheirateten Personen. "
Als letzten Vorschlag für die Seelsorge, der ehemalige Papst stellte fest, dass es an einigen Stellen jetzt üblich, dass diejenigen, die nicht empfangen kann Kommunion nähern sich der Priester für ein Segen ", die sie als Zeichen der Liebe Christi und der gegeben ist Kirche ".
"Diese Form könnte sicherlich auch durch Personen, die in zweiter Ehe leben, und sind daher nicht auf den Tisch des Herrn zugelassen gewählt werden", schließt er. "Die Tatsache, dass dies möglich ist eine intensive spirituelle Gemeinschaft mit dem Herrn zu machen, mit dem ganzen Körper, mit der Kirche könnte eine spirituelle Erfahrung, zu stärken und ihnen helfen würde."

Read more: http://www.ncregister.com/daily-news/car.../#ixzz3L2rkUNQK


05
Dezember
2014

Erster linker Ministerpräsident in Thüringen "Ramelow trennt zwischen Religion und Politik"

05.12.2014


Amtseid ohne religiöse Formel: Ministerpräsident Ramelow
© dpa

Erster linker Ministerpräsident in Thüringen
"Ramelow trennt zwischen Religion und Politik"

Bodo Ramelow ist neuer thüringischer Ministerpräsident. Warum der Protestant bei seiner Vereidigung auf die Formel "So wahr mir Gott helfe" verzichtete, erklärt Winfried Weinrich, Leiter des Katholischen Büros in Thüringen, im domradio.de-Interview.

domradio.de: Warum glaubt Bodo Ramelow, dass er Gottes Unterstützung nicht braucht? Er ist doch eigentlich protestantischer Christ.

Weinrich: Ich kenne Bodo Ramelow seit vielen Jahren als bekennenden evangelischen Christen. Er nimmt auch Gottesdienste im Landtag wahr. Ich glaube schon, dass er seinen Dienst auch mit Gottes Hilfe versteht. Aber im öffentlichen Raum wird er auf diese Formel verzichten, um seine Sicht der Trennung von Religion und Politik deutlich zu machen. Dieses Signal hat er auch schon vorher gegeben. Deshalb hat er bei der Vereidigung auf diese Formel verzichtet.

domradio.de: Nun ist er der erste linke Ministerpräsident. Es gab viele Diskussionen im Vorfeld. Was bedeutet die Wahl für die Menschen in Ihrem Bundesland, die unter der DDR gelitten haben?

Weinrich: Das ist für nicht wenige Menschen in Thüringen nicht ganz einfach, vor allem auch für die Opfer des DDR-Unrechts. Wir hatten ja im Vorfeld am 9. November und am Vorabend der Wahl auf dem Domplatz und vor dem Landtag Demonstrationen von mehreren tausend Menschen.

Als Kirchen werden wir ihn ganz genau daran messen, wie er das DDR-Unrecht in der praktischen Politik und im Umgang mit den DDR-Opfern in der Erinnerungskultur in den Blick nimmt. Da werden wir ihn sicher in die Verantwortung nehmen.

domradio.de: Wird denn die Zusammenarbeit zwischen Kirche und neuer Regierung in Thüringen funktionieren?

Weinrich: Ich glaube, dass es zunächst einmal eine Kontinuität in der Zusammenarbeit gibt. Wir haben bisher unter allen Regierungen in Thüringen nach der friedlichen Revolution ein gutes Verhältnis zwischen Staat und Kirche aufgebaut. Ich weiß, dass Bodo Ramelow selbst in seiner Fraktion immer wieder dafür geworben hat, den Dialog mit den Kirchen zu suchen und das bestehende Staatskirchenrecht, die Verträge zwischen Staat und Kirche, zu akzeptieren.

domradio.de: Ist Bodo Ramelow insgesamt für die Menschen in Thüringen als Ministerpräsident eine Zumutung oder wird da in der Zusammenarbeit Pragmatismus vorherrschen?

Weinrich: Die Menschen in Thüringen erwarten mehrheitlich, dass die Politik zum Wohle der Menschen arbeitet und damit beginnt. Wir hatten jetzt einen dreimonatigen Stillstand. Die Menschen erwarten, dass die Politik ihre Arbeit macht. Und die Wähler und auch die vielen Nichtwähler werden dann diese Arbeit bewerten und sich ihre Meinung bilden. Jetzt ist gewisser Pragmatismus gefragt. Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht auch weiterhin schwer ist für viele Menschen, mit einem linken Ministerpräsidenten in Thüringen umzugehen.
http://www.domradio.de/themen/kirche-und...ow-im-interview


(dr)

05
Dezember
2014

Bürokratie bei Flüchtlingsunterkünften "Die Prüfungen dauern sehr lange"

05.12.2014

Bürokratie bei Flüchtlingsunterkünften
"Die Prüfungen dauern sehr lange"


Die Schlüsselübergabe für die kirchlichen Unterkünfte verzögert sich oft
© KNA

Die Zahl der Flüchtlinge steigt immer weiter an. Warum die von der Kirche angebotenen Unterkünfte dennoch oft noch leer stehen, erklärt Dr. Frank Johannes Hensel, der Direktor des Diözesan-Caritasverbandes im Erzbistum Köln, im domradio.de-Interview.

domradio.de: Trügt der öffentliche Eindruck oder sind tatsächlich in vielen der von Ihnen angebotenen Unterkünfte keine Flüchtlinge?

Hensel: Es geht jedenfalls bemerkenswert langsam. Wir geben ja unsere Kapazitäten an die öffentlichen Stellen - Bezirksregierungen und Kommunen - weiter. Da wird dann der Wohnraum geprüft. Das sind zum einen Sammelunterkünfte, aber auch einzelne Wohnungen. Aber es vergeht geraume Zeit, bis die Angebote geprüft werden, das scheint mir teilweise auch im Administrativen stecken zu bleiben. Das Land schaut, ob es selbst Zugriff auf die Unterkünfte nimmt und entscheidet sich womöglich dann dagegen.

Bis das aber ausgesprochen ist, ist viel Zeit vergangen. Und dann überlegt die Kommune, ob sie die Unterkünfte gebrauchen kann. Auf diese Weise steht angebotener Wohnraum - zum Beispiel ein leeres Altenheim - weiter leer. Die Jalousien sind runtergezogen und da tut sich nichts.

domradio.de: Was wird denn geprüft vom Land und von den Kommunen?

Hensel: Denkmalschutz, Brandschutz, Schließtechnik und anderes. Es wird geprüft, ob es ein zumutbarer Wohnraum ist. Denn es geht ja nicht nur darum, dass die Flüchtlinge in irgendeiner Form durch das Gebäude gefährdet werden könnten. Da gibt es Standards. Man kann sich aber manchmal wundern, was als standardgemäß genommen wird - Baumarktzelte oder ähnliches. Man staunt dann, wenn ein Altenheim, das bis vor wenigen Monaten betrieben wurde, nicht die Voraussetzungen erfüllt. Oft ist es der Brandschutz, der nicht mehr auf dem neuesten Stand ist.

domradio.de: Brandschutz ist eine Sache. Sind es denn ansonsten für Sie akzeptable Begründungen, die bei einer Ablehnung von Wohnraum gebracht werden?

Hensel: Akzeptabel dann, wenn es um ein Problem mit dem Brandschutz geht. Schwierig ist das Thema mit dem Denkmalschutz, gerade auch hier in Köln. Da hat man das Gefühl, dass sich die Unterbehörden der Stadt ein bißchen verhakeln. Die einen wollen, die anderen bleibe skeptisch. So wird das Ganze schließlich auf eine immer länger Bank geschoben. Am Ende denken die Menschen womöglich, das läge an der Kirche. Die Kirche zeigt ja Bereitschaft, baut um, nimmt Geld in die Hand. Es ist ein Behördenthema.

Und dann gibt es noch die Thematik, dass Wohnraum dort gewährt werden muss, wo eine Zuteilung von Flüchtlingen erteilt worden ist. Der Wohnraum kann dann nicht für eine Nachbarregion gewährt werden. Und damit ist es manchmal schwierig. Es gibt dann Fälle, dass es Wohnraum gibt, nebenan aber der Bedarf entstanden ist. Man kann noch nicht einmal Flüchtlingsplätze von Köln ins Bergische Land verlegen. Das ist für den Außenstehenden sehr verwirrend und wird der Sache an manchen Stellen auch nicht gerecht.

domradio.de: Ein Beispiel für eine nichtgenutzte, aber angebotene Unterkunft ist das ehemalige Altenheim in Lindlar, das Pfarrer-Braun-Haus. Der Kölner Erzbischof hatte das ins Gespräch gebracht. Wieso ist daraus nichts geworden?

Hensel: Man würde sagen, 70 Einzel- und 17 Doppelzimmer, noch bis vor einem Jahr belegt, das müsste doch möglich sein. Da funktioniert die Heizung noch, da ist alles soweit in Ordnung. Aber es ist für eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes als zu klein befunden. Das kann man akzeptieren. Auch wenn man sich fragt, warum es mehrere Wochen dauert, das zu bemerken. Denn wir haben das schon Mitte Oktober zur Prüfung weitergegeben. Die Gemeinde ist bereit, der Pfarrer ist bereit. Alle warten darauf, dass eine Aussage getroffen wird.

Und tatsächlich hat jetzt die Bezirksregierung gesagt, dass sie es nicht will, und nun muss die Kommune schauen, ob sie darauf zugreift. Das geht eher etwas zögerlich vonstatten. Auch weil nicht überall der gleiche Bedarf ist. Wenn man gerade nicht so eine große Sammelunterkunft braucht, ist natürlich der Elan gebremst. Nebenan platzt alles aus den Nähten und man weiß nicht, wohin mit den Flüchtlingen. Da scheint es aber keinen Ausgleich zwischen den Kreisen zu geben.

Mir ist es wichtig, klar zu verdeutlichen, dass wir von kirchlicher Seite Wohnraum anbieten, wo wir es können. Das bedarf aber immer noch einer Prüfung, die manchmal länger ist, als man so annehmen könnte. Das können wir nicht auflösen, sodass wir manchmal auch Opfer der langen Prüfungszeit sind. Mir ist wichtig, dass es nicht an der Kirche liegt. Wenn der Wohnraum nicht brauchbar ist, ist das natürlich aber auch eine Feststellung, die zu akzeptieren ist.

(dr)

*****
Aktion Neue Nachbarn

Das Erzbistum Köln wird die Flüchtlingshilfe stärken und hat die "Aktion Neue Nachbarn" ins Leben gerufen. Dazu gehört unter anderem eine Soforthilfe von einer Million Euro, die an Initiativen in den Pfarrgemeinden unbürokratisch ausgezahlt wird. Gleichzeitig werden Ideen und Ansprechpartner für das Engagement vor Ort vermittelt.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Kirche vor Ort im Erzbistum Köln wirkungsvoll zu einer Willkommenskultur für Flüchtlinge als neue Nachbarn beitragen kann“, hat Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki in einem Brief an alle Mitarbeiter und Gremien in den Gemeinden geschrieben. In den ersten Wochen als neuer Erzbischof hatte er einige Initiativen für Flüchtlinge vor Ort kennengelernt und war von deren Engagement so beeindruckt, dass er die "Aktion Neue Nachbarn“ startete: "Wir folgen damit Papst Franziskus, der die Herausforderung von Flucht und Vertreibung als eine Anfrage besonders an uns Christen sieht, und vielleicht wird so in unseren Gemeinden die Liebe Gottes zu allen Menschen noch stärker spürbar“, so Woelki.

Geleitet wird die "Aktion Neue Nachbarn“ von Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel. Experten der Caritas wie der übrigen katholischen Verbände im Erzbistum Köln sind in vielen Fragen für Flüchtlinge da mit Beratung, integrativen Alltagshilfen, Sprachförderung, Angeboten für Kinder oder Therapie für Traumatisierte. Mit deren Kompetenz sollen in den Gemeinden die Flüchtlingshilfe gestärkt und örtliche Hilfeangebote unterstützt werden.

Im Rahmen der Aktion regte Kardinal Woelki auch an, dass Gemeinden geeignete Räume für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Das Erzbistum Köln prüft derzeit, welche ihrer Gebäude sich für eine Unterbringung von Flüchtlingen eignen, und hat den zuständigen Behörden bereits entsprechende Angebote gemacht. Auch die "Aktion Neue Nachbarn“ berät zu Fragen der Wohnraumbeschaffung für Flüchtlinge. Zentrale Rufnummer zu Fragen der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln ist die Nummer 0221/ 1642 1212. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.aktion-neue-nachbarn.de, die zu einem Austausch- und Informationsportal für alle Engagierten in der Flüchtlingshilfe ausgebaut wird. (PEK)
http://www.domradio.de/themen/soziales/2...gsunterkuenften


05
Dezember
2014

Keine übergriffige Sexualkunde

PETITION AN: BUNDESKANZLERIN DR. ANGELA MERKEL

Keine übergriffige Sexualkunde



6.220 Personen haben unterschrieben. Hilf uns 10.000 Unterschriften zu erreichen.
Gespeichert von Christliche Aktion · Deutschland · 20.11.2014
Achtung: Bei Unterzeichnen der Petition bitte Haken anwählen, damit wir Sie über diese und andere Kampagnen der Christlichen Aktion auf dem Laufenden halten können.

„Schluss mit dem staatlich erlaubten Kindesmissbrauch! Gerade Kinder verdienen Respekt und Wertschätzung im Umgang mit dem Geschenk der Sexualität, bei der sie nicht instrumentalisiert und verführt werden dürfen.“ (Martin Lohmann, Sprecher der Christlichen Aktion).


Christa Meves, die bekannte Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche unterstützt ausdrücklich diese Petition und sagt: „Der hohe Wert unserer Kinder und Jugendlichen und die Gefährdung ihrer seelischen Gesundheit zwingen uns jetzt zum Handeln.“ Daher fordern wir:

Nein zu übergriffiger Sexualkunde
Nein zu Schulunterricht über Vaginalkugeln
Nein zu Schulunterricht über Vibratoren
Nein zu Schulunterricht über das Einrichten eines „Puffs für alle“
Manche fordern, Kinder und Jugendliche mit übergriffiger „Sexualkunde“ zu belästigen, statt sie kind- und jugendgerecht zu informieren. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist das Handbuch für Schulen „Sexualpädagogik der Vielfalt“ von Frau Prof. Dr. Tuider. Nachfolgend einige Beispiele aus diesem „Lehrbuch“:

1. Kinder ab 12 Jahre müssen beim „Sex-Quiz“ folgende Begriffe erläutern:

„Abkürzung ‚SM‘“ (Antwort: „Sado-Masochismus“)
„Dildo“ (Antwort: „Ein aus Latex oder Gummi geformter Penis“).
„Vakuumpumpe“ (Antwort: „Eine Plastikpumpe zum Aufbau und zur Verstärkung der Erektion“).
„gang-bang“ (Antwort: „Wenn eine Person mit mehreren Männern, die in einer Schlange anstehen, hintereinander Sex hat - urspr. Gruppenvergewaltigung“)
„Swinger-Club“ (Antwort: „Ein Club für Paare, die Partnertausch praktizieren“)
„Hete“ (Antwort: „Eine heterosexuelle Frau oder ein heterosexueller Mann“)
„Bordell“ (Antwort: „Ein Haus, in dem man gegen Geld Sex haben kann“)
„Wie groß ist bei Männern durchschnittlich der erigierte Penis?“ (Antwort: „12 bis 15 cm“)
„Was ist beim Sex mit ‚französisch‘ gemeint?“ (Antwort: „Oralverkehr“)
(Sexualpädagogik der Vielfalt, Tuider/Müller/Timmermanns/Bruns-Bachmann/Koppermann, 2. Aufl. 2012, S. 104 ff., im folgenden: „Tuider“)
2. Im Rahmen der Übung „Der neue Puff für alle“ sollen Kinder ab 15 einen „Puff“ modernisieren. Die Kinder sollen Fragen beantworten wie: „Wer muss in diesem neuen Puff arbeiten? Welche Fähig- und Fertigkeiten brauchen die dort Arbeitenden damit alle möglichen Menschen bedient und zufriedengestellt werden können? Was müssen die Menschen dort verdienen?“

Die Kinder sollen gemeinsam überlegen „welche sexuellen Vorlieben bzw. welche Lebensformen und Menschen vergessen oder nicht berücksichtigt worden sind. Es wird auch darüber diskutiert, warum ggf. einige Menschen nicht berücksichtigt wurden, ebenso wie es aus Gründen gesellschaftlicher Moral, Erwartungen und Zuschreibungen angebracht sein kann, einige Menschen auch explizit nicht in einen ‚Puff für alle‘ einzuladen.“

Die Leitung soll prüfen, ob auch alle Formen der Sexualität „bedient“ werden. Dabei geben die Autoren u.a. folgenden Tip: „Jugendliche brauchen bei dieser Übung die Ermunterung, Sexualität sehr vielseitig zu denken. Sie müssen eventuell mehrfach darauf hingewiesen werden, dass es sowohl um vielfältige Sexualitäten als auch um verschiedene Lebensweisen und verschiedene sexuelle Praktiken und Präferenzen geht. Es macht also beispielsweise einen Unterschied, einen weißen heterosexuellen Mann in dem neuen Puff bedienen zu wollen oder einen weißen heterosexuellen Mann im Rollstuhl; Ebenso macht es Unterschiede, ein Angebot zu entwickeln für eine Frau mit muslimischer (oder katholischer) Religionszughörigkeit oder eine Trans-Frau, die beide lesbisch sind.“ (Tuider, S. 75)

3. Kinder sollen vor der Klasse über ihre Sexualerfahrungen sprechen. So sollen Kinder ab 13 (freiwillig) berichten, wann sie das erste Mal „Analverkehr“ hatten (Tuider, S. 151 f.). Das ist übergriffige Sexualkunde.

„Das überschreitet die Intimsphäre der Kinder und Jugendlichen“ (Johannes-Wilhelm Rörig, Mißbrauchsbeauftragter der Bundesregierung, Focus 07.11.2014). Daher fordern wir Lehrpläne, die solche Übergriffe ausschließen.

Wir fordern daher zum Schutz der Kinder und Jugendlichen:

Keine übergriffige Sexualkunde.
Keine Frühsexualisierung.
Keine Erziehung zur verantwortungsfreien, rein triebgesteuerten Sexualität.
Erziehung zum verantwortlichen Umgang mit Sexualität.
Erziehung zu Respekt und Wertschätzung menschengerechter Sexualität zwischen Mann und Frau.
Erziehung zur Bindungsfähigkeit und zu Ehe und Familie.
Altersgerechte Erziehung unter Berücksichtigung kindlicher und jugendlicher Sensibilitäten zu Würde und Natürlichkeit.
Berücksichtigung der Scham und religiöser Gefühle.
Informationspflicht gegenüber den Eltern über jede Art der Sexualkunde und die Freiheit der Eltern, über die Teilnahme ihrer Kinder an der jeweiligen Schulung zu entscheiden.
Aufhebung jeder Strafbarkeit oder sonstiger Sanktionen bei Nichtbesuch von Sexualkundeunterricht.
Anwesenheitsrecht der Eltern bei Sexualkundeunterricht und die Freiheit der Eltern, von ihrem Sorgerecht für die eigenen Kinder Gebrauch zu machen, indem sie ihre eigenen Kinder jederzeit aus den entsprechenden Unterrichtsstunden abmelden können.
Wir wenden uns gegen jede Form des Kindesmißbrauchs, auch solche, die sich als „Aufklärung“ ausgibt. Wir verlangen ein Umdenken zu Nachhaltigkeit und Wertschätzung jetzt!

Darum fordern wir:

Ja zu verantworteter und wertschätzender Sexualkunde
Ja zu Ehrfurcht und Scham
Ja zu humaner Aufklärung
Ja zu Schutz und nachhaltiger Persönlichkeitsentwicklung
Bitte setzen Sie sich umgehend mit uns für den umfassenden und nachhaltigen Schutz der Würde von Kindern und Jugendlichen ein! Mit der Unterzeichnung dieser Petition ergeht nebenstehende E-Mail an Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, an Frau Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka sowie an die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Ministerin Sylvia Löhrmann.

Weiterführende Informationen:
Missbrauchsbeauftragter fordert Grenzen in der Sexualpädagogik, Focus, 07.11.2014: http://www.focus.de/familie/altersangeme...id_4256887.html
Martin Voigt, Aufklärung oder Anleitung zum Sex?, FAZ 22.10.2014: http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...x-13223950.html
Jan Fleischhauer, Oralsex für den Siebtklässler, Spiegel Online, 28.10.2014:http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...e-a-999645.html
Christa Meves, „Erziehen lernen. Was Eltern und Erzieher wissen sollten“, 2011: www.christa-meves.de
Prinzipien Sexualpädagogik: www.prinzipien-sexualpaedagogik.org

Petitionsersteller: Christliche Aktion
Martin Lohmann, Sprecher der Christlichen Aktion
Prof. Dr. Klaus Michael Alenfelder

Weitere Informationen: Christliche Aktion


Bildquelle: Anne Garti, pixelio.de

Hinweis: Der Begriff „Kindesmißbrauch“ wird vorliegend nicht im strafrechtlichen Sinne verstanden. Aus unserer Sicht empfinden wir die geschilderte Art der Sexualkunde als „Kindesmißbrauch“, jedenfalls aber als übergriffig und unangemessen.

_____________________________________________

Gerne weisen wir auf eine andere wichtige Petition hin. Wir bitten alle, denen dieses Anliegen wichtig ist, ebenfalls diese Petition zu unterschreiben. Wichtig ist, dass man in der Politik allmählich wahrnimmt, dass es noch viele Menschen mit Verstand und Verantwortung gibt, die sich gegen gefährlichen Unsinn wehren.

http://www.citizengo.org/de/13848-keine-...xualkunde?tc=fb

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