headerimg
Forums-Blog - Maritas / Traudels Blog - Beschreibung
  • Artikel: 16689
  • Eigener Blog Marita
Blog empfehlen
Letzte Kommentare der Blogs
15
Mai
2014

Bald russische Militärbasen auf Kuba?

Bald russische Militärbasen auf Kuba?
Veröffentlicht: 15. Mai 2014 | Autor: Felizitas Küble

Der Sohn von Kubas kommunistischem Alleinherrscher General Raúl Castro, Oberst Alejandro C. Espín, hat am gestrigen Mittwoch in Moskau ein Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit von Kuba und Russland unterzeichnet. RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif



Der genaue Inhalt des Abkommens ist nicht bekannt. Nach Einschätzung der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) legen Äußerungen der Beteiligten aber die Vermutung nahe, dass es in dem Militärabkommen auch um die Nutzung kubanischer Häfen durch die russische Marine gehe.

Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hatte bereits Ende Februar geäußert, dass Russlands Flotte gerne Basen in Kuba, Nicaragua, Venezuela und anderen Staaten nutzen würde. Anzeige-Kuba-Flagge-Gitterstaebe_8a1367f180



Gestern erklärte der Unterzeichner des Militärabkommens auf russischer Seite, General Nikolai P. Patrushev: „Die politische Lage auf der ganzen Welt ändert sich sehr schnell. So werden wir die Möglichkeit haben, sofort zu reagieren“.
General Patrushev ist der Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation und war als Nachfolger Putins lange Jahre Chef des russischen Geheimdienstes FSB.
Nach Ansicht der IGFM sei es letztlich unbedeutend, ob Russland eigenständige Basen errichte oder ob es formell nur die Häfen Kubas nutze. Die Haltung der russischen Führung und ihre Bündnispolitik sei ein Rückfall in die Geopolitik der Sowjetunion.
Guillermo Fariñas, Träger des Sacharow-Preises des Europäischen Parlaments und Mitglied der IGFM-Sektion auf Kuba, sieht das Abkommen als eine Neuauflage des Kalten Krieges und als Vergeltungsmaßnahme gegen die NATO und die Vereinigten Staaten, die bei der Ukraine-Krise klar Stellung gegen Russland beziehe:
„Russland will seine Machtposition auf Kuba, ganz in der Nähe der Vereinigten Staaten, wieder aufgreifen, bloß um Macht über Zentral- und Südamerika und auch die Vereinigten Staaten zu gewinnen“, erklärt Fariñas.
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33, info@igfm.de, www.menschenrechte.de

15
Mai
2014

Mehr Flüchtlinge kommen illegal nach Europa Drastische Zunahme

15.05.2014

Mehr Flüchtlinge kommen illegal nach Europa
Drastische Zunahme

Gerettete Bootsflüchtlinge
© dpa

Der Druck auf die europäischen Außengrenzen wächst. Seit Januar kamen dreimal so viele Flüchtlinge illegal in die EU wie im Vorjahreszeitraum. Die beschämenden Bootskatastrophen müssen aufhören, warnt Papst Franziskus.

Papst Franziskus, dpa

Die illegale Zuwanderung nach Europa nimmt stark zu. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden an den Außengrenzen der EU rund 42 000 Flüchtlinge aufgegriffen - mehr als dreimal so viele wie im gleichen Zeitraum 2013. Damals waren es lediglich 12 400 Menschen gewesen, teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Mittwoch in Brüssel mit. "Wir gehen davon aus, dass im Sommer sehr hohe Zahlen erreicht werden", warnte der stellvertretende Direktor von Frontex, Gil Arias-Fernandez, und nannte den Zuwachs "drastisch".

In Nordafrika, vor allem Libyen, warteten nach Augenzeugenberichten Tausende auf eine Gelegenheit zur Flucht. "Da sich die Sicherheitslage in Libyen verschlechtert, wartet eine wachsende Zahl an Flüchtlingen auf die Gelegenheit, das Land zu verlassen. Das Ziel ihrer Wahl ist die EU", sagte Arias-Fernandez. Nur im Jahr des Arabischen Frühlings 2011 sei die Flüchtlingszahl bislang höher gewesen.

Papst: Beschämende Massaker

Auch Papst Franziskus mahnt erneut zu humanitärer Hilfe für Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aufgerufen. Es müsse mit vereinten Kräften dafür gesorgt werden, dass es nicht mehr zu solchen Schiffkatastrophen von Flüchtlingsbooten komme, forderte er am Mittwoch mit Blick auf die jüngsten Unglücksfälle zwischen Italien und Nordafrika. Franziskus sprach von "beschämenden Massakern".

Der Papst gedachte aller Menschen, die auf der Überfahrt nach Südeuropa ihr Leben verloren. Zudem forderte er bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz einen menschenwürdigen Umgang mit den Bootsflüchtlingen. Die Rechte der Person müssten immer an erster Stelle stehen.

Am Dienstag war 160 Kilometer vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa erneut ein Flüchtlingsboot gekentert. Nach Angaben der italienischen Marine gab es mindestens 14 Tote; 240 Insassen konnten gerettet werden. Insgesamt sollen sich 400 Menschen an Bord befunden haben.

Mehr Flüchtlinge wagen im Sommer die lebensgefährliche Überfahrt

Aufgrund der günstigen Witterung haben die Überfahrten von Afrika nach Italien in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Allein in der vergangenen Woche kamen nach Angaben der Marine 4.300 Flüchtlinge auf überladenen und kaum seetüchtigen Booten nach Italien.

In den Sommermonaten ist das Wetter besser, so dass sich traditionell in dieser Zeit mehr Flüchtlingsboote über das Mittelmeer nach Europa aufmachen. Sie landen zumeist in Italien oder auch Malta. Dieser Weg ist immer noch die wichtigste Strecke für die illegale Migration. Dort wurden laut Frontex von Januar bis April rund 25.000 illegale Flüchtlinge entdeckt - das ist bereits mehr als Hälfte der 40 000 Aufgegriffenen, die im Gesamtjahr 2013 gezählt wurden. Die meisten stammten aus Syrien und Schwarzafrika.

Grund für den Zuwachs sind nach Angaben der Grenzschutzagentur Konflikte wie in Syrien sowie die schlechten Lebensbedingungen in vielen afrikanischen Ländern. Viele Menschen wollten in den Industrieländern Europas ein besseres Leben beginnen. Arias-Fernandez forderte, Europa müsse mehr für die wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern tun: "Grenzschutz ist nicht die Lösung." Die Zahlen stiegen aber auch deswegen, weil Europa die Kontrollen verstärkt habe - wie etwa das im Dezember 2013 gestartete Kommunikationssystem Eurosur. Damit tauschen Polizei und Küstenwache Informationen über die Bewegung von Booten EU-weit aus.

EU-Innenminister beraten im Juni über Flüchtlingsandrang

Die EU-Innenminister wollen Anfang Juni bei ihrem Treffen über den Flüchtlingsandrang beraten, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström habe die Staaten angefragt, "was sie konkret tun wollen, um die Mittelmeerstaaten zu unterstützen". Der Druck auf diese Länder nehme zu. Während es sich früher vor allem um Wirtschaftsflüchtlinge gehandelt habe, gehe es jetzt um Menschen, die vor Konflikten wie in Syrien flüchteten.

Nach dem jüngsten tödlichen Flüchtlingsunglück vor Italien wies die EU-Kommission erneut Kritik zurück. Italien müsse sagen, was es im Umgang mit den Flüchtlingen konkret von der EU erwarte. Italiens Innenminister Angelino Alfano hatte am Dienstag dazu gesagt: "Die Erklärungen der Kommission sind zwischen Provokation und Lächerlichem. Sie verlangt im Angesicht der Toten Wunschzettel von uns."

(dpa, KNA, dr)

15
Mai
2014

Kölner Caritas unterstützt Eltern bei Alltagssorgen Internationaler Tag der Familie

15.05.2014

Kölner Caritas unterstützt Eltern bei Alltagssorgen
Internationaler Tag der Familie

Familie beim Spaziergang
© dpa

Nicht nur zum Internationalen Tag der Familie, sondern an allen Tagen im Jahr fordert die Caritas eine auf Familien ausgerichtete Politik und Arbeitswelt. Einblick in die Hilfe der Caritas vor Ort gibt Andrea Domke.

domradio.de: Sie kümmern sich um Internationale Familien - vielleicht erzählen Sie uns, was Sie genau machen?

Andrea Domke (Familienberatung des Caritasverbandes für die Stadt Köln): Wir sind eine von insgesamt zwei Erziehungsberatungsstellen des Caritasverbandes. In der internationalen Familienberatung haben die Familien überwiegend Migrationshintergrund, sie kommen bei uns aus ca. 80 verschiedenen Ländern. Ich mache die Arbeit natürlich nicht alleine, außer mir sind noch elf Berater und zwei Sekretärinnen da, die ebenso international sind. So dass bei uns außer in Deutsch auch in zehn weiteren Sprachen beraten wird.

domradio.de: Mit welchen Problemen kommen denn diese Menschen zu Ihnen?

Domke: Allgemein kommen die Familien natürlich mit Themen, die andere Familien auch haben. Zum Beispiel wenn ein Kind auffällig geworden ist in einer Kita. Dann meldet sich die Familie bei uns an. Auch vielleicht weil die Kita geraten, sich Hilfe zu suchen. Wir laden die Eltern zum Erstgespräch ein und kommen mit Ihnen ins Gespräch, um erst einmal auch zu verstehen, was könnte Ausdruck dieses Verhaltens sein oder was liegt dahinter.

domradio.de: Welche Unterschiede gibt es in der Arbeit mit internationalen Familien?

Domke: Die Themen sind ähnlich, aber was natürlich häufig dazu kommt, ist, dass es verschiedene kulturelle Hintergründe gibt. Das merkt man dann natürlich. Wir haben viele bikulturelle Familien und da muss man das einfach miteinander aushandeln - nach welchem Modell erziehen wir unsere Kinder? Da kommt es natürlich häufiger einmal zu Konflikten. Wobei ich immer sagen würde, ich würde nicht immer nur betonen, dass es ein Risiko ist, es ist auch eine ungeheure Chance, die dabei ist, wenn Kinder mit verschiedenen kulturellen Hintergründen aufwachsen.

domradio.de: Ist das heute für Sie persönlich ein besonderer Tag, wenn die Familie an einem Tag international so ins Bewusstsein rückt?

Domke: Ich finde es wichtig und gut, dass darauf geguckt wird, wir sehen ja auch viele Bedingungen in unserem Leben, wo Familien es auch schwierig haben und schwer haben. Aber es ist für uns ähnlich wie der Muttertag - ob es den Müttern danach besser geht? Ob es den Familien nach dem heutigen Tag besser geht, weiß ich nicht. Dass das Thema aber überhaupt benannt wird, ist sicherlich hilfreich.

Das Interview führte Verena Tröster

(dr)

*****
Familien brauchen mehr Unterstützung
Erziehen, bilden und pflegen: von Familien wird viel erwartet. Doch nicht immer stimmen die Rahmenbedingungen, damit sie allen Anforderungen gerecht werden können. Die Caritas fordert eine auf Familien ausgerichtete Politik und Arbeitswelt.

Arme Familien finanziell besser absichern
Wenn Kinder da sind oder Angehörige pflegebedürftig werden, arbeiten Eltern meist Teilzeit oder bleiben ganz zu Hause. Dadurch sinkt ihr Familieneinkommen. Aber Kinder brauchen nicht nur Zeit, sie kosten auch viel Geld. Um das Armutsrisiko für Familien zu verringern, braucht es gezielte staatliche Maßnahmen.

Recht auf Hilfen für kranke Eltern einführen
Wenn Eltern schwer erkranken, geraten Familien an ihre Grenzen. Neben der Sorge um die Gesundheit von Vater oder Mutter muss der Alltag organisiert werden – denn das Familienleben läuft weiter. Nachbarn, Freunde und Verwandte können manche Lücke schließen, doch oft geht es nicht ohne die Hilfe eines Fachdienstes der Familienpflege.

Alleinerziehende besser unterstützen und absichern
Das beste Mittel gegen Armut ist eine Arbeit, die so bezahlt wird, dass Eltern und Kinder davon leben können. Das lässt sich aber schwer realisieren, wenn man alleine für Kinder Verantwortung trägt. Deswegen brauchen Ein-Eltern-Familien eine spezifische Unterstützung, die sie entlastet, vor Armut bewahrt und ihnen Perspektiven gibt.

Familien zeitlich entlasten
Viele Familien sehnen sich nach mehr Zeit füreinander. Zeit für die Kinder, Zeit um den Haushalt zu organisieren oder alt gewordene Familienmitglieder zu pflegen. Nach wie vor haben Frauen und Männer bei Care-Leistungen unterschiedliche Rollen. Sie entsprechen nicht immer ihren Wünschen.

Mehr Infos zur Caritas-Kampagne
http://www.caritas.de/magazin/kampagne/f...ern/forderungen


15
Mai
2014

Migrationsexperten tagten am Frankfurter Flughafen Flüchtlinge im Fokus

15.05.2014

Migrationsexperten tagten am Frankfurter Flughafen
Flüchtlinge im Fokus


Protest gegen Abschiebung in Frankfurt
© dpa

Für die Menschen in Syrien ist es eine gute Nachricht. Deutschland plant, weitere Flüchtlinge aus dem bürgerkriegsgeplagten Land aufzunehmen. Unterdessen kritisieren Kirchenvertreter den Umgang mit Flüchtlingen an Flughäfen.


Bischof Norbert Trelle
© dpa

Derzeit verhandelten Bund und Länder über das weitere Vorgehen über die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Strobl. Schon auf der nächsten Innenministerkonferenz im Juni könnte die Entscheidung über konkrete Zahlen fallen. Dass das Thema Flüchtlinge und Asyl darüber hinaus zahlreiche weitere Aspekte umfasst, zeigte auch ein Fachtreffen der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz am Frankfurter Flughafen.

Flughafenverfahren in der Kritik

Rund 25 Experten aus Kirche, Politik und Verwaltung nahmen daran am Mittwoch teil, darunter der Vorsitzende der Migrationskommission, der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle, sowie sein Stellvertreter, der Münsteraner Weihbischof Dieter Geerlings. Ein erstes Fazit fiel positiv aus: Die Sensibilität für die Belange der Flüchtlinge sei auf allen Seiten hoch, hieß es. Kritik aus der Kirche gab es gleichwohl - und die hatte mit dem Ort der Veranstaltung zu tun. Als eine der wichtigsten Drehscheiben für den Luftverkehr in Europa steht der Frankfurter Flughafen auch bei Aufnahme und Abschiebung von Flüchtlingen im Fokus.

Erst in der vergangenen Woche protestierten 200 Menschen friedlich gegen den Umgang mit Flüchtlingen am Flughafen, bereits zum dritten Mal innerhalb von knapp zwei Monaten. Man wolle die Öffentlichkeit über das informieren, was abseits von Terminals und Landebahnen geschehe, teilten die Organisatoren mit. Einen Blick hinter die Kulissen warfen auch die Teilnehmer des kirchlichen Expertentreffens bei einem Besuch der neutralen Beobachtungsstelle für Abschiebungen und einer Visite im Gebäude 587a. Dort landen vor allem jene Flüchtlinge, über deren Einreise nach Deutschland im Rahmen des sogenannten Flughafenverfahrens befunden wird.

Das seit 1993 praktizierte Verfahren ist ein Sonderverfahren im Rahmen des Asylrechts. Es soll dazu dienen, möglichst schnell den Asylanspruch von Flüchtlingen zu prüfen, die auf dem Luftweg ohne gültigen Pass oder aus einem als sicher eingestuften Herkunftsland nach Deutschland einreisen. Damals ging der Gesetzgeber davon aus, dass künftig vermehrt Flüchtlinge mit dem Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen würden.

Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Im Jahr 2012 gab es bundesweit 64.539 Asyl-Erstanträge, davon wurde in 787 Fällen bei den Grenzbehörden an Flughäfen eine Akte für Asylsuchende angelegt. In 59 Fällen wurde der Asylantrag als "offensichtlich unbegründet" abgewiesen, während sich der Betreffende im Transitbereich des Flughafens und damit in der entsprechenden Unterbringungsmöglichkeit aufhielt.

Kirchen fordern Schutz für Minderjährige und Schwertraumatisierte

Ausufernde Bürokratie und hohe Kosten sind ein Grund, weswegen das Verfahren nach Ansicht von Trelle auf den Prüfstand gehört. Sorgen bereitet den Kirchenvertretern auch die Tatsache, dass in Unterkünften wie dem Gebäude 587a auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zusammen mit oftmals schwer traumatisierten Erwachsenen untergebracht sind.

"Reformbedarf" sehen die Kirchenvertreter auch auf vielen anderen Ebenen. Trelle und Geerlings zeigten sich zum Abschluss der Tagung auf dem Frankfurter Flughafen dankbar, "dass Vertreter der zuständigen Behörden unserer Einladung gefolgt sind, diese Fragen unmittelbar hier vor Ort zu diskutieren". Und kündigten an, weiter das Gespräch mit der Politik zu suchen.

Gerade Fragen rund um das Flughafenverfahren bleiben brisant. Am neuen Berliner Großflughafen ist eine "Gewahrsamseinrichtung" mit Platz für 30 Personen vorgesehen. Die Bundesregierung erwartet dort rund 300 asylsuchende Flüchtlinge im Jahr. Zum Vergleich: 2012 wurden auf dem Flughafen Schönefeld in unmittelbarer Nachbarschaft des neuen Großflughafens 9 Akten für Asylsuchende angelegt.

Joachim Heinz
(KNA)

15
Mai
2014

"Wir müssen einen Weg zum Frieden finden"

15.05.2014

Rabbiner fordert Einhaltung des Status quo auf dem Zionsberg
"Wir müssen einen Weg zum Frieden finden"


Darunter liegendem Davidsgrab
© KNA

In dieser Woche haben sich rund 200 streng religiöse Juden zu einem Protest gegen eine mögliche Rückgabe des sogenannten Abendmahlssaals auf dem Jerusalemer Zionsberg an den Vatikan versammelt. Auch der Rabbiner Abraham Goldstein spricht sich für einen Erhalt des Status quo bei der Nutzung der religiösen Stätten auf dem Zionsberg aus.

KNA: Rabbiner Goldstein, der gegenwärtige Streit um die mögliche Rückgabe des Abendmahlssaales in christlichen Besitz scheint nicht immer auf Fakten zu beruhen. Welche Informationen haben Sie zum Stand der Verhandlungen?

Rabbiner Abraham Goldstein, Leiter der Diaspora-Jeschiwa (Talmud-Hochschule): Nach meinen Informationen geht es darum, Christen die Nutzung des oberen Raumes für Messen und andere Zeremonien zuzusprechen. Es handelt sich bei dem Gebäude um das einzige Gebäude weltweit, das alle drei Religionen vereint. Ursprünglich war es eine Synagoge, die dann in eine Kirche umgewandelt wurde, und dann gab es eine muslimische Periode. Wenn der Saal wieder zu einer Kirche wird, bedeutet das für uns als Juden aber, dass es uns nach jüdischem Religionsrecht verboten ist, in dem darunter befindlichen Davidsgrab zu beten.

KNA: Bereits jetzt wird der Abendmahlssaal mindestens zweimal im Jahr für offizielle christliche Feiern genutzt. Täglich kommen Pilger, die in ihm beten und singen.

Goldstein: Das Singen und Beten ist kein Problem für uns, aber wenn dort Messen gefeiert werden, wird der Ort eine Kirche.

KNA: Schon Papst Johannes Paul II. hat bei seinem Besuch eine Messe dort gefeiert.

Goldstein: Wenn das einmal vorkommt und wenn es nichts Offizielles ist, dann berührt uns das nicht. Wenn es aber offiziell wird, dann haben wir unter jüdischem Recht ein Problem. Das ist die Situation heute.

KNA: Wäre kein Kompromiss denkbar?

Goldstein: Wir haben hier ein Gebäude, das die ganze Welt teilen kann. Darin liegt die Schönheit. Es herrscht Frieden, warum sollten wir ihn brechen? Ist das die Botschaft des Papstes an die Welt: den Frieden zu brechen? Zurück zu 700 Jahren Geschichte des Kämpfens, Tötens und der Kontrolle der ganzen Welt, ist das die Botschaft? Oder will der Papst Liebe und Frieden? Ich sage: Lasst uns den Frieden erhalten. Bis jetzt konnten wir den Status quo erhalten. Warum sollten wir ihn jetzt brechen? Jeder ist hier willkommen.

KNA: Ist es nicht verständlich, dass auch Christen dieser Ort sehr wichtig ist für ihren Glauben?

Goldstein: Richtig. Aber was ist mit dem Frieden? Ich denke, wenn der Papst für Liebe und Frieden steht, sollte er sagen: Behaltet die Stätte. Die Schönheit einer Person liegt im Geben, und für Frieden sollte man alles geben. Wer in ein jüdisches Land kommt, sollte das jüdische Volk respektieren. Wir heißen den Papst willkommen. Es ist eine Ehre für Israel, dass er hierherkommt. Aber bei allem müssen wir den Frieden erhalten.

KNA: Wenn nun der Staat Israel und der Vatikan zu einer Einigung kämen, die eine Änderung des Status quo mit sich brächte, würden Sie weiterhin hier beten?

Goldstein: Diese Frage müssen wir an höhere jüdische Autoritäten stellen. Der Staat Israel ist kein religiöser Staat, auch wenn er sich jüdisch nennt. Wir respektieren den Staat, aber Respekt muss immer auf Gegenseitigkeit beruhen. Wir haben ein jüdisches Recht, und das kann nicht geändert werden.

KNA: Rein technisch gesprochen könnte der Staat aber den Status quo verändern. Wären in diesem Fall größere Proteste zu erwarten?

Goldstein: Wir glauben, dass Israel Frieden will. Jeder weiß das. Schauen Sie nach Syrien. Da gibt es keinen Frieden, schauen Sie in die Ukraine. Wir wollen Frieden, wir beten jeden Tag für diesen Frieden. Dies ist, was König David und das jüdische Recht sagen. Wir wollen Frieden, keine Probleme. Wir wollen alle lieben und mit allen teilen, und wir werden entsprechend unser Bestes tun, um Frieden zu halten.

KNA: Israel steht derzeit vor dem wachsenden Phänomen der sogenannten Price-Tag-Übergriffe gegen Christen und Muslime, die von einigen mit dem Streit um den Zion in Verbindung gebracht werden. Gibt es diese Verbindung?

Goldstein: Wir sind gegen diese Übergriffe. Nach jüdischem Recht sind sie verboten; dies ist nicht die jüdische Art. Wir beten, und wie ich gesagt habe: Wir wollen Frieden, das bedeutet Akzeptanz und Teilen. Wir haben nichts mit diesen Leuten zu tun!

KNA: Werden Sie Papst Franziskus bei seinem Besuch treffen, um ihm die Problematik um den Zion persönlich zu erörtern?

Goldstein: Ich will mich nicht mit Politik und Konflikten befassen. Ich denke gut über ihn, er denkt gut über mich, warum sollten wir das zerstören? Wenn wir uns treffen und reden, könnten die Dinge schlechter werden, weil wir verschiedene Ansichten haben.

Das Interview führte Andrea Krogmann.

*****


Streit um Abendmahlssaal
Rund zweihundert strengreligiöse Juden haben am Montagabend auf dem Jerusalemer Zionsberg gegen eine mögliche Rückgabe des Abendmahlssaals an den Vatikan protestiert. Regelmäßige Gebete und Messfeiern machten nach jüdischem Religionsrecht das Gebet an der als Grab Davids verehrten Stätte unmöglich, sagte der Rabbiner der zentral-israelischen Stadt Rehovot und Mitglied des israelischen Oberrabbinats, Simcha HaCohen Kook. Der Rabbiner der ebenfalls auf dem Zionsberg ansässigen Disapora-Jeschiva warnte vor einer christlichen Übernahme der Stätte. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfälle.

In jüdisch-israelischen Kreisen kursieren seit längerem Gerüchte um eine mögliche Rückgabe des Abendmahlssaals in Jerusalem an den Vatikan anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus in Jerusalem Ende Mai. Der Papst wird während seines Besuchs zusammen mit den Bischöfen des Heiligen Landes eine Messe im Abendmahlssaal feiern.

Derzeit befindet sich der Abendmahlssaal auf dem Zionsberg in staatlicher Hand, die derzeit stark eingeschränkten Nutzungs- und Besitzrechte sind Teil langjähriger Verhandlungen zwischen dem Vatikan und Israel. Ein noch nicht endgültig verabschiedeter Lösungsentwurf sieht vor, dass der Franziskanerorden künftig das umfassende Nutzungsrecht für die Stätte erhält und dort wieder Gottesdienste gefeiert werden könnten. (KNA)





15
Mai
2014

CDU/CSU-Bundestagsfraktion lobt Einsatz der THW-Helfer im Ausland

CDU/CSU-Bundestagsfraktion lobt Einsatz der THW-Helfer im Ausland
Veröffentlicht: 15. Mai 2014 | Autor: Felizitas Küble

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat am gestrigen Dienstag in Berlin rund 130 Helfer(innen) des Technischen Hilfswerkes (THW) empfangen, die in jüngster Zeit im Auslandseinsatz waren.

Hierzu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer: 159481-3x2-teaser296



“Der Empfang des Bundesinnenministers für die THW-Helferinnen und -Helfer im Ausland ist ein eindeutiges Signal, dass die großartige Leistung des THW auch auf politischer Ebene außerordentlich geschätzt und vollumfänglich unterstützt wird. Mit dem Empfang erhielt das einzigartige Engagement der insgesamt 80.000 THW-Kräfte eine wohlverdiente Würdigung.

Als “humanitäre Botschafter” tragen die vorwiegend ehrenamtlichen tätigen THW-Helferinnen und -Helfer im Ausland maßgeblich dazu bei, ein positives Bild von Deutschland zu repräsentieren. Mit ihren jüngsten Einsätzen in Jordanien, der Region Kurdistan-Irak, den Philippinen und Slowenien haben die “Blauen Engel” einmal mehr ihre weltweit herausragende Leistung unter Beweis gestellt.”

Hintergrund:

Vor allem in Jordanien sind die THW-Helferinnen und -Helfer gefordert: Schon seit zwei Jahren sind dort die THW-Kräfte im Zuge der Syrienkrise im Bereich Campaufbau und -ausbau aktiv. Erst Ende April eröffnete neben dem Flüchtlingscamp in al Za´atari ein neues Camp in Al Azraq. Auch in der Region Kurdistan-Irak erfordert die Syrien-Krise den Einsatz des THW. Auf den Philippinen sorgten die Einsatzkräfte nach dem Taifun Haiyan von November 2013 bis Januar 2014 für zwei Millionen Liter sauberes Trinkwasser. In Slowenien half das THW Anfang Februar 2014 nach massiven Schnee- und Eisregenfällen, die Stromversorgung für mehr als 200.000 Menschen wieder herzustellen.

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1 in 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
www.cducsu.de

15
Mai
2014

Bistum Regensburg

Bistum Regensburg
http://www.bistum-regensburg.de/bistum/



*****
Institut Papst Benedikt
http://www.institut-papst-benedikt.de/


Priester werden – ein Weg für mich?



http://www.bistum-regensburg.de/berufung...-weg-fuer-mich/

„Gott ruft zu endgültigen Entscheidungen, für jeden hat er einen Plan: Ihn zu entdecken und der eigenen Berufung zu entsprechen bedeutet, einer glücklichen Selbstverwirklichung entgegenzugehen.“ Das hat Papst Franziskus beim Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro den freiwilligen Helfern zum Abschied mit auf den Weg gegeben.
Was hat Gott mit mir vor?
Könnte sein Plan mit mir ein Weg in der engeren Nachfolge Christi sein? Fühle ich mich zum Priesterberuf hingezogen? Verspüre ich einen Ruf Gottes oder frage mich, woran man eine Berufung erkennen kann?
Es ist keineswegs abgehoben, wenn Sie sich solche und ähnliche Fragen stellen. Sie sind damit nicht allein. Sie finden in Ihrer Pfarrei und in unserem Bistum zahlreiche Menschen, die genau wie Sie vor der Frage standen und stehen, ob sie von Gott gerufen sind, ob sie Ja sagen wollen zu ihm und wie sie den Weg mit ihm gehen können. Sie alle sind sicher bereit, Ihnen mit ihrer persönlichen Lebens- und Glaubenserfahrung als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Informationsangebote
Außerdem gibt es zentrale Informationsangebote für alle, die mehr über den Weg zum Priesterberuf wissen wollen: Die Arbeitsstelle für Berufungspastoral ist eine Anlaufstelle für alle, die sich mit der Frage ihrer Berufung auseinandersetzen. Mit zahlreichen Angeboten und Veranstaltungen, vor allem aber im persönlichen Kontakt, helfen Ihnen Direktor Gerhard Pöpperl und sein Team, zu größerer Klarheit und an die wichtigsten Informationen zu kommen.

http://www.priesterseminar-regensburg.de...llegium/regens/

Priesterseminar
Natürlich können Sie sich auch direkt an das Priesterseminar unserer Diözese wenden. Regelmäßige Informationsveranstaltungen wie der Informationstag jeweils am Samstag vor Christkönig und die Schnupperwoche immer in den Tagen vor Fronleichnam geben Einblick in die Priesterausbildung und in das Leben im Priesterseminar.
Regens Martin Priller steht Ihnen darüber hinaus für Auskünfte über die Zugangsvoraussetzungen und die Wege, die zur Priesterweihe führen, jederzeit zur Verfügung.

Priester werden
ist ein Weg der Liebe, ein Weg, der sich lohnt. Papst Franziskus hat im Gespräch mit den Volontären des Weltjugendtags den Dienst des Priesters treffend beschrieben: „Der Herr ruft einige zum Priestertum, sich ihm in umfassenderer Weise zu schenken, um alle mit dem Herzen des Guten Hirten zu lieben.“ Und dann ruft er den jungen Leuten zu: „Fürchtet euch nicht vor dem, was Gott von euch verlangt! Es lohnt sich, Gott mit Ja zu antworten. In ihm ist die Freude!“

*****

Stand der Geweihten Jungfrauen

http://www.bistum-regensburg.de/berufung...eweihtes-leben/

Geweihte Jungfrauen sind solche, „die zum Ausdruck ihres heiligen Vorhabens, Christus in besonders enger Weise nachzufolgen, vom Diözesanbischof nach anerkanntem liturgischen Ritus Gott geweiht, Christus, dem Sohn Gottes, mystisch anverlobt und für den Dienst der Kirche bestimmt werden“. (Can. 604 § 1)

Die Jungfrauenweihe gehört zu den Sakramentalien. Die Weihe ist öffentlich, persönlich und auf Lebenszeit. Die Jungfrauen, die in den Stand der geweihten Jungfrauen („Ordo Virginum“) aufgenommen werden, bilden eine ständige Form des geweihten Lebens, die vom Apostolischen Stuhl anerkannt ist (vgl. Explanatio der Gottesdienstkongregation (Notitiae 7 [1971] 107 u. 109f.); CIC, can. 604; Apostolische Konstitution Pastor Bonus vom 28. Juni 1988, Nr. 110; KKK 923; VC, 7a).

Hier können Sie mehr über die Jungfrauenweihe lesen: Consecratio Virginum – die Jungfrauenweihe.

Und hier geht’s zur Vereinigung der geweihten Junfrauen in Deutschland.

Braut Christi
Die virgo ist vor allem „Sponsa Christi“, Braut Christi. Die consecratio virginum begründet eine ekklesiale Zeichenexistenz, da die Kirche selbst in erster Linie „virgo“ und „sponsa“ ist.

Durch ihre Weihe durch den Diözesanbischof erwerben die virgines eine besondere Bindung an die Kirche, deren Dienst sie sich widmen, auch wenn sie weiter in der Welt bleiben. Allein oder in Gemeinschaft stellen sie ein besonderes eschatologisches Bild von der himmlischen Braut und dem zukünftigen Leben dar, wenn die Kirche endlich die Liebe zu ihrem Bräutigam Christus in Fülle leben wird (vgl. VC 7).

Kontemplative Berufung
Die virgo wird nicht für eine Aufgabe geweiht, sondern ist zu einem Sein gerufen. Die virgo gehört nicht mehr sich selbst, sondern Christus und der Kirche. Beides ist voneinander nicht zu trennen. Es handelt es sich also um eine in hohem Maß kontemplative Berufung, aus der alle Aufgaben hervorgehen.

Für die geweihten Jungfrauen ist der Dienst des Gebets wesentlich. Ihr Gebet vereint sie mit dem Gebet der gesamten Kirche, vor allem in den Anliegen ihrer Diözese. Das Wort Gottes und die Liturgie sind die Quellen, aus denen die geweihten Jungfrauen schöpfen sollen, um den Willen Gottes zu erkennen und sich an ihn in Freiheit und in Liebe zu binden.





15
Mai
2014

Unionsfraktion begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Datenschutz

Unionsfraktion begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Datenschutz
Veröffentlicht: 14. Mai 2014 | Autor: Felizitas Küble

Am gestrigen Mittwoch hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass der Betreiber einer Internetsuchmaschine bei personenbezogenen Daten, die auf von Dritten veröffentlichten Internetseiten erscheinen, für die von ihm vorgenommene Verarbeitung verantwortlich ist.

Hierzu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer: reichstag_flaggen_368s



“Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Frage eines Anspruchs auf Löschung eines Links in einer Suchmaschine ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: zum einen, weil es erstmals ein “Recht auf Vergessen werden” im Internet anerkannt hat. Zum anderen, weil es deutlich macht, dass europäisches Datenschutzrecht auch gegenüber Anbietern aus Drittstaaten zur Anwendung kommen kann.

Allerdings sind die Voraussetzungen, unter denen ein solcher Anspruch besteht, bisher nur sehr vage formuliert. Es ist daher nach wie vor notwendig, dass die Frage eines solchen Anspruchs auf Vergessenwerden im Internet ebenso wie eine ganze Vielzahl weiterer Probleme durch die Novellierung des europäischen Datenschutzrechts geklärt werden. Die Verhandlungen auf europäischer Ebene sollten daher zügig abgeschlossen werden.

Im konkreten Fall wird es nun darauf ankommen, wie ein solcher Anspruch auch wirkungsvoll durchgesetzt werden kann. Das Urteil ist jedenfalls eine Stärkung des Datenschutzes und der europäischen Position im Internet insgesamt.”

Hintergrund

Am gestrigen Mittwoch hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass der Betreiber einer Internetsuchmaschine bei personenbezogenen Daten, die auf von Dritten veröffentlichten Internetseiten erscheinen, für die von ihm vorgenommene Verarbeitung verantwortlich ist. Eine Person kann sich daher, wenn bei einer anhand ihres Namens durchgeführten Suche in der Ergebnisliste ein Link zu einer Internetseite mit Informationen über sie angezeigt wird und um unter bestimmten Voraussetzungen die Entfernung des Links aus der Ergebnisliste zu erwirken, unmittelbar an den Suchmaschinenbetreiber oder, wenn dieser ihrem Antrag nicht entspricht, an die zuständigen Stellen wenden.

14
Mai
2014

Vandalismus vergiftet die Atmosphäre"

Vandalismus vergiftet die Atmosphäre"

Erzbischof Fouad Twal verurteilt öffentlich "Price Tag"-Angriffe

JERUSALEM, 14. Mai 2014 (Lateinisches Patriarchat) - Am Sonntag, dem 11. Mai 2014, äußerte sich der Lateinische Patriarch von Jerusalem während einer Pressekonferenz in Haifa öffentlich über das Phänomen des Vandalismus von „Price Tag“. Wir übernehmen im Folgenden die deutsche Übersetzung der Pressekonferenz.
***
Im Namen der Versammlung der Katholischen Ordinarien danke ich Ihnen allen, dass Sie an dieser Pressekonferenz teilnehmen. Ich danke den Medien für ihre Kooperation und gratuliere Ihnen für den Mut, mit dem Sie das Wort ergreifen und die Wahrheit schreiben. Ich beglückwünsche Sie für die Hartnäckigkeit, mit der Sie in Ihren Recherchen an die Wurzeln der Probleme gehen. Halten Sie durch bei Ihrer guten Arbeit, die sie leisten!
Sie alle hier sind sich der jüngsten Vandalenakte gegen Christen, Muslime und Drusen bewusst. Es ist ein signifikanter Anstieg der Provokationen durch „Price Tag“ in Israel zu verzeichnen.
Diese Welle extremistischer Terrorakte ruft natürlicherweise eine große Beunruhigung bei allen vernünftigen Menschen hervor. Die israelische Regierung muss besorgt sein, weil dies das Bild Israels im Ausland stark schädigt. Es stellt auch einen Affront gegen die Demokratie dar, der Regierungsform, dessen Garant Israel ist.
Diese Aktionen rufen verbale Verurteilungen seitens der israelischen Führung hervor, aber nur wenige Festnahmen. „Das Böse triumphiert alleine dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen“, um dieses oft genutzte Zitat erneut zu wiederholen.
Wiederholter Vandalismus vergiftet die Atmosphäre; eine Atmosphäre des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit, insbesondere in den zwei Wochen vor dem Besuch von Papst Franziskus.
Gleichzeitig werden wir von der Tatsache ermutigt, dass die Justizministerin Tzipi Livni eine Dringlichkeitssitzung zur Bekämpfung dieses sinnlosen Vandalismus einberufen hat. Wir sind uns bewusst, dass der für das Westjordanland verantwortliche israelische General, Nitzan Alon, 2011 die Gewalt seitens radikaler Siedlern als „Terrorismus“ bezeichnete und die israelische Armee dazu aufforderte „noch mehr zu tun, um ihn auszumerzen“; und im Jahr 2014 hat der israelische Verteidigungsminister, Moshe Yaalon die Siedlerangriffe als „schlicht und einfach Terrorismus“ bezeichnet und verkündet, hier „Null Toleranz“ zu haben. Wir hoffen, dass das Problem nicht nur eine Frage wohlklingender Erklärungen und Gesprächsrunden bleibt. Solange diese Worte nicht in die Praxis umgesetzt werden, bleiben wir skeptisch.
Auf alle Fälle wirft diese Situation viele Fragen auf:
1. Wer steht hinter dieser Gewalt? Sind die Angriffe nur Aktionen isolierter Einzelner? Wer lehrt sie diese schlechten Manieren? Wie kommt es, dass die Täter nicht festgenommen werden?
Carmi Gillon, der ehemalige Chef des israelischen Innengeheimdienstes Shin Bet erklärte, dass sein derzeitiger Chef, Yoram Cohen, „die jüngsten Akte von Vandalismus seitens ultranationalistischer Juden gegen palästinensisches Eigentum und das von israelischen Arabern“ nicht ernst nehme; und dass er „die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen“ nicht genug einsetze, um den Vandalismus zu stoppen, und die Gefahr herunterspiele. Offenbar gehöre dieses Thema nicht zu seinen Prioritäten. Wenn dem so ist, dann fragen wir uns: warum?
2. Es ist bekannt, dass die israelische Polizei Spezialeinheiten etabliert hat, um solche Taten zu verfolgen, und dass die Regierung derartige Gruppen als „ungesetzliche Vereinigungen“ eingestuft hat, um den Behörden mehr Befugnisse an die Hand zu geben, um gegen sie vorgehen zu können. Da die Vandalen nur selten vor Gericht gestellt werden, können wir nicht sicher sein, dass die Regierung diese Situation für eine ihrer Prioritäten hält.
3. Der Umgang mit dieser traurigen Geschichte kann nicht auf eine Frage von „Recht und Ordnung“ reduziert werden. Vielmehr ist es wichtig zu wissen, wie wir unsere Kinder erziehen: Was lernen sie über diejenigen, die eine andere Religion, eine andere Nationalität oder eine andere ethnische Identität haben als ihre eigene? Was wird in diesem Umfeld gelehrt, dass dabei junge Menschen hervorgehen, die derartige Taten des Hasses begehen? Was ist der erzieherische Effekt einer öffentlichen Meinung, die darauf besteht, dass der Staat nur einer Kategorie von Menschen zur Verfügung steht?
4. Heute findet eine Prozession zu Ehren Unserer Lieben Frau von Haifa statt. Neben der Prozession am Palmsonntag ist dies die größte Versammlung von Christen im Heiligen Land. Alle zusammen rufen wir die Fürsprache Mariens an, um unseren Glauben trotz der vielen Herausforderungen, mit denen wir als Christen zu tun haben, zu stärken. Beten wir auch für die Täter des Vandalismus und für ihre Familien; und beten wir auch dafür, dass die Regierung in Übereinstimmung mit der Gerechtigkeit handelt.
+ Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem
http://de.lpj.org/2014/05/13/seine-selig...e-tag-angriffe/
(Quelle: Lateinisches Patriarchat von Jerusalem, 13/05/2014)

14
Mai
2014

Argentinien: "Das Land ist an Gewalt erkrankt"

Argentinien: "Das Land ist an Gewalt erkrankt"

Bischöfe machen Vorschläge zur Gewaltbekämpfung

ROM, 14. Mai 2014 (Fides) - Msgr. Jorge Rubén Lugones S.J., Bischof von Lomas de Zamora (Argentinien), äußert sich zur Kritik von Regierungsvertretern an dem von den argentinischen Bischöfen am Rande ihrer Vollversammlung am vergangenen 10. Mai veröffentlichten Dokument: „Selig, die Frieden stiften“. In ihrem Dokument prangern die Bischöfe die im Land weit verbreitete Gewalt und die mangelnde Sicherheit an und analysieren deren Ursachen: Korruption, Lügen, Trägheit des Justizsystems und problematische Verhältnisse in den Vollzugsanstalten.
Bischof Lugones betont in diesem Zusammenhang, dass alle, die leugnen, dass die argentinische Gesellschaft an Gewalt erkrankt ist, sich nicht mit der Realität auseinandersetzen wollen: „Wir betrachten das Thema Gewalt mit einem Gefühl des Schmerzes und der Sorge. Diejenigen, die die Gewalt leugnen, wenden ihre Blicke ab“, heißt es in der Stellungnahme. „Ich weiß nicht ob diejenigen, die heute Kritik üben, jemals durch die Stadtviertel gegangen sind, wie wir es tun“, so der Bischof weiter, „Ich habe im Radio gehört, dass Bischöfe als Kirchenfürsten bezeichnet werden. Diese Journalisten würde ich gerne einladen, ein Paar Schuhe anzuziehen, die auch für Schlamm geeignet sind, und mit mir zu kommen, denn ich bin zu Fuß in meiner Diözese unterwegs. Viele reden, ohne zu wissen, was sie sagen, ohne Hintergrundwissen“.
Absicht der Bischöfe sei es gewesen, eine Debatte über die Gewalt im Land anzuregen und dabei aktiv zu deren Bekämpfung beizutragen und die christlichen Werte zu verbreiten. Man setze sich dabei für „das Leben, den Frieden und die integrale Gesundheit des geliebten Vaterlandes ein“. Es gebe im Land viele, die sich aktiv für den Frieden einsetzen und Initiativen in Schulen, Pfarreien, Gruppen und Organisationen auf den Weg bringen. „Diese Menschen wollen wir ermutigen, weiter als Friedensstifter tätig zu sein“, so die Bischöfe in ihrem Dokument, „Insbesondere bitten wir die Führungskräfte um einen Dialog, der zu einem Konsens bei der staatlichen Politik und damit zur Überwindung der derzeitigen Situation führt“. „Das Dokument soll einen positiven Beitrag zur Erziehung leisten“, so der Sprecher der Bischofskonferenz, Pfarrer Jorge Oesterheld. (CE)
(Quelle: Fides, 14/05/2014)

14
Mai
2014

Brasilianisches Flair zur Fußball-WM mit dem "Cocktail Stop"

Brasilianisches Flair zur Fußball-WM mit dem "Cocktail Stop"

Eine Fair-Trade-Aktion von Misereor

Von Britta Dörre
ROM, 14. Mai 2014 (ZENIT.org) - Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien nähert sich mit Riesenschritten. So mancher beginnt sicherlich langsam mit den ersten Vorbereitungen für lange Fußballabende. Auch das Hilfswerk Misereor nutzt die Gelegenheit, um die Fußballfreunde in heimischen Gefilden auf brasilianisches Flair einzustimmen. Natürlich verfolgt das katholische Hilfswerk dabei auch ein wohltätiges Ziel. Bei der Aktion „Cocktail Stop“, an der sich jeder beteiligen kann, werden Cocktails angeboten, die aus fair gehandelten Zutaten gegen eine Spende ausgeschenkt werden. Informationen und Rezepte können auf der Misereor-Seite abgerufen werden.

http://www.misereor.de/aktionen/cocktail-stop.html
Die Erlöse kommen Straßenkindern in Recife (Brasilien) zugute. Viele der Kinder besuchen die Schule nur unregelmäßig oder nie; sie sind Gewalt und Elend ausgesetzt. Häufig müssen sie ihren Lebensunterhalt durch Diebstähle oder Prostitution verdienen. Misereor unterstützt deshalb gemeinsam mit der „Casa de Passagem“ und der „Grupo Ruas e Praças“ Projekte, um den Kindern zu helfen, sich eine Zukunft aufzubauen. Ein Mädchen, das nachmittags die „Casa de Passagem“ besucht, erzählt: „Wir wohnen zu fünft in einer kleinen Hütte, meine Mutter, mein Vater, meine zwei kleinen Brüder und ich. Viel Platz ist da nicht, aber seit meine Eltern Arbeit gefunden haben, geht es uns auch wieder besser. Wir müssen nicht mehr hungern, und ich kann wieder zur Schule gehen und lernen.“ Die Erfolge der Projekte sprechen für sich: 95 Prozent der Kinder gelingt es, einen Schulabschlus zu absolvieren und damit die Grundlage für den Einstieg ins Arbeitsleben zu erwerben

14
Mai
2014

"Leben in der Langzeitarbeitslosigkeit" - Exposure und Dialogprogramm im Bistum Trier

"Leben in der Langzeitarbeitslosigkeit" - Exposure und Dialogprogramm im Bistum Trier

Ein Solidaritätsprojekt der Aktion Arbeit, des Bonner Vereins EDP und der Kommission Justitia et Pax
http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-un...beitslosenquote
Von Britta Dörre
ROM, 14. Mai 2014 (ZENIT.org) - Das Bistum Trier widmet sich im Rahmen einer Solidaritätsaktion einem ernsten Thema in unserer Gesellschaft, der Langzeitarbeitslosigkeit. Wie das Bundesamt für politische Bildung mitteilt, lag der Anteil der Personen, die zwölf Monate oder länger arbeitslos waren, in den Jahren von 2008 bis 2011 bei 19,7 Prozent. Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die zwölf Monate oder länger arbeitslos sind.
http://w2.vatican.va/content/francesco/d...i-cagliari.html
Die Aktion Arbeit hat deshalb gemeinsam mit dem Bonner Verein EDP und der Kommission Justitia et Pax ein „Exposure- und Dialogprogramm“ (EDP) ins Leben gerufen, das am 11. Mai 2014 in Trier unter dem Titel „Leben in der Langzeitarbeitslosigkeit“ begonnen hat. Neun Männer und Frauen, Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, werden drei Tage mit und bei Langzeitarbeitslosen leben. Eine Bundestagsabgeordnete begründet ihre Teilnahme: „Wir fällen wichtige Entscheidungen für die Menschen, und da möchte ich sehen, wie sie sich für die Menschen auswirken.“
http://www.bistum-trier.de/no_cache/news...itarbeitslosen/
„Es ist für uns ein Experiment, und ich bin sehr gespannt, wie die nächsten Tage ablaufen. Die Problematik muss wieder öffentlicher werden. Die geminderte Leistungsfähigkeit von lange Zeit arbeitslosen Menschen, die am ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, muss durch öffentliche Mittel ausgeglichen werden, damit sie ein existenzsicherndes Einkommen haben“, so Hans Casel, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit.
http://www.caritas.de/magazin/schwerpunk...iederarbeitenko
Zum Konzept der Exposure und Dialogprogramme erklärt der Schirmherr von EDP e.V., Prof. Dr. Norbert Lammert MdB, Präsident des Deutschen Bundestages: „Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Hunger, Finanz- und Wirtschaftskrise werden wir nur lösen, wenn wir in den unterschiedlichen Politikfeldern Wirtschafts-, Sozial-, Außen- und Entwicklungspolitik konsequent auf Gerechtigkeit und Solidarität setzen. Dazu braucht es ein gemeinsames Verständnis der globalen Probleme und möglichen Lösungen von Politikern mit Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Kirche und anderen gesellschaftlichen Bereichen in Nord und Süd, Ost und West. Exposure und Dialogprogramme geben die Chance, aus dem Alltag herauszutreten, fremde Lebenswelten von Menschen in Armut und Ausgrenzung kennenzulernen, ihre Potentiale und Hoffnungen, ihre Wege zu einem Leben in Würde für sich und ihre Kinder. Diese Erfahrungen eröffnen neue Perspektiven und Kompetenzen für kreative Lösungen, die dem Anspruch auf Solidarität und Gerechtigkeit in Zeiten der Globalisierung Rechnung tragen.“
Nach der dreitägigen Lebens- und Arbeitserfahrung mit den Langzeitarbeitslosen folgen zwei Tage der Reflexion und ein Dialogworkshop.
Mit dem Projekt „Aktion Arbeit“ möchte das Bistum Trier dem Schicksal von rund 3 Millionen Menschen Rechnung tragen. Besonders benötigten ältere Langzeitarbeitslose, gering oder nicht ausreichend Qualifizierte, jugendliche Arbeitslose und Schulabgänger ohne Abschluss sowie alleinerziehende Frauen und Frauen nach der Familienphase ausreichende Unterstützung.
Auf die die ungesicherte Situation Langzeitarbeitsloser machte bereits mehrfach mit Aktionen die Caritas aufmerksam. Langzeitarbeitslosen sei in der Regel die Rückkehr in ein Arbeitsverhältnis unmöglich, nur jeder zehnte Langzeitarbeitslose erhalte ein Förderangebot zur beruflichen Eingliederung. Soziale Ausgrenzung und Isolation seien die Folge.
„Ein Leid – das Fehlen von Arbeit –, das dich dazu führt – entschuldigt, wenn ich da ein bisschen hart bin, aber ich sage die Wahrheit –, dich ohne Würde zu fühlen! Wo es keine Arbeit gibt, fehlt die Würde! Und das ist nicht nur ein Problem Sardiniens – aber hier ist es groß! –, es ist nicht nur das Problem Italiens oder einiger Länder Europas, es ist die Folge einer globalen Entscheidung, eines ökonomischen Systems, das zu dieser Tragödie führt; ein Wirtschaftssystem, in dessen Zentrum ein Götze steht, der Geld heißt. … Aber denkt einmal, in einer Welt, in der die jungen Menschen – zwei Generationen von jungen Menschen – keine Arbeit haben. Diese Welt hat keine Zukunft. Warum? Weil sie keine Würde haben! Es ist schwierig, Würde zu haben, ohne zu arbeiten“, so Papst Franziskus, der auch jüngst wieder auf das Problem der Arbeitslosigkeit aufmerksam machte, während seiner Reise nach Sardinien am 22. September 2013.

14
Mai
2014

Regensburg: Ausstellung "Gegenüberstellung" eröffnet

Regensburg: Ausstellung "Gegenüberstellung" eröffnet

Auseinandersetzung mit Jesu Körperlichkeit und Menschlichkeit

REGENSBURG, 14. Mai 2014 (Bistum Regensburg) - Ein wenig wurde der 99. Katholikentag bereits am vergangenen Dienstagabend eröffnet – mit der Eröffnung der Kunstausstellung „Gegenüberstellung“ im Diözesanmuseum Obermünster, die, dem Motto des Katholikentags entsprechend, eine Brücke zwischen Mensch und Gott baut. Das sagte Dr. Maria Baumann, die als Vorsitzende des Arbeitskreises Kultur beim Katholikentag die Schau zusammengestellt hat. „Gegenüberstellung“ ist eine von insgesamt fünf Kunststationen, die im Rahmen des Großereignisses an fünf verschiedenen Orten stattfinden.
Für die „Gegenüberstellung“ wurden diverse Künstler eingeladen, mit eigenen Werken auf diese Bildsprache vergangener Kunstepochen zu reagieren. Herausforderungen dazu bildeten ein Relief des Christus in der Rast aus dem frühen 16. Jahrhundert sowie eine Figur des Geißelheilands aus dem 18. Jahrhundert. Die angefragten Künstler setzen sich mit Jesus in seiner Körperlichkeit und der damit verbundenen Menschlichkeit Christi auseinander. Die hochinteressanten Antworten finden sich in Gemälden, Installationen, Zeichnungen, Skulpturen und Performance wieder, die nun vorgestellt wurden. Werke zur Verfügung gestellt haben Reinhild Gerum, München, Andreas Kuhnlein, Unterwössen, Markus Lüpertz, Trebbin, Margaret Marquardt, Zürich, Lilian Moreno Sánchez, Augsburg, Dorota Nieznalska, Danzig, Daniel Pešta, Prag, Hans Thomann, St. Gallen, Michael Triegel, Leipzig, und TheatronToCosmo, Altenkirchen (Performance).
Diözesankonservator Dr. Hermann Reidel hatte die sehr zahlreich erschienenen Künstler und kulturell Interessierten sowie eine Delegation von Mitgliedern der schottischen Statthalterei der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem begrüßt. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer eröffnete die Ausstellung. Zuvor sprach er über die Bedeutung der christlichen Kunst, insofern in Jesus Christus der menschgewordene Gottessohn begegnet. Gott selbst habe das Bilderverbot aufgehoben. Gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) offenbart Jesus Christus nicht nur die Liebe Gottes, sondern er macht dem Menschen auch den Menschen offenbar. Prof. Stefan Baier von der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg gestaltete den Abend auf dem Cembalo musikalisch.
Die Öffnungszeiten während des Katholikentages sind: Donnerstag, 29. Mai, Freitag, 30. Mai, und Samstag, 31. Mai, 11 bis 22 Uhr, Öffnungszeiten außerhalb des Katholikentags: Dienstag bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr. Im Museum Obermünster, Emmeramsplatz 1, in Regensburg ist die Ausstellung vom 14. Mai bis zum 29. Juni 2014 zu sehen.
(Quelle: Webseite des Bistums Regensburg)

14
Mai
2014

Gegrüßet seist du Maria Das heutige Mittwochsgebet entstammt dem Rosenkranz

Gegrüßet seist du Maria

Das heutige Mittwochsgebet entstammt dem Rosenkranz

Von Maike Sternberg-Schmitz
ROM, 14. Mai 2014 (ZENIT.org) - Das Gebet des Rosenkranzes geht auf das 11. Jahrhundert zurück und kann heute als das am weitesten verbreitete katholische Volksgebet angesehen werden. In der katholischen Kirche ist es üblich, den Rosenkranz in einem wöchentlichen Rhythmus zu beten. Jeder Rosenkranz umfasst fünf Geheimnisse oder Gesätze: Der freudenreiche Rosenkranz: Advent und Weihnachten; der lichtreiche Rosenkranz: Das Leben Jesu; der schmerzhafte Rosenkrank: Die Passion Jesu; der glorreiche Rosenkranz: Ostern und Pfingsten, und der trostreiche Rosenkranz: Vollendung der Welt. Jedes Gesätz beginnt mit dem Vaterunser. Es folgt zehnmal das Ave Maria; nach dem Namen „Jesus“ wird das entsprechende Geheimnis eingefügt. Beendet wird jedes Gesätz mit dem Ehre sei dem Vater. Im Marienmonat Mai wird an jedem Mittwoch eines der Gesätze des Rosenkranzes vorgestellt werden, heute ist es der lichtreiche Rosenkranz.
***
Der lichtreiche Rosenkranz
Vater unser…
Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
Jesus, der von Johannes getauft worden ist.
Jesus, der sich bei der Hochzeit zu Kana offenbart hat.
Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat.
Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist.
Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.
Ehre sei dem Vater…

14
Mai
2014

Gebetsaufruf für Papstreise in das Heilige Land

Gebetsaufruf für Papstreise in das Heilige Land

Patriarch von Jerusalem ruft zum Gebet auf

Von Maike Sternberg-Schmitz
ROM, 14. Mai 2014 (ZENIT.org) - Im Rahmen einer Pilgerreise zum Marienwallfahrtsort Fatima in Portugal rief der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, zu einem Gebet für die Reise von Papst Franziskus in das Heilige Land vom 24. bis zum 26. Mai und für alle dort lebenden Christen, Juden und Muslime auf. Er sagte zu den rund 35.000 anwesenden Gläubigen:
„Ihr könnt mit eurem Gebet, doch auch mit dem Beitrag eines jeden von euch im eigenen Wirkungsbereich helfen, dass die internationalen Gesetze und die authentischen Rechte der Nationen respektiert werden… Helfen wir Papst Franziskus bei seiner Mission der Gnade und des Friedens“.
Twal bat in Fatima um die Fürsprache der Gottesmutter für die Belange der Christen und aller anderen Bürger des Heiligen Landes; er überbringe „das Flehen der Kinder des Nahen Ostens und der ganzen Welt“. Der Gebetsappell des Patriarchen wurde als Videobotschaft in mehreren Sprachen veröffentlicht.
Die Reise des Papstes am Ende des Monats wird ihn nach Jordanien, Israel und Palästina führen.

Disclaimer:Haftung für Inhalte;Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen.Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 6 Abs.1 MDStV und § 8 Abs.1 TDG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Diensteanbieter sind jedoch nicht verpflichtet, die von ihnen übermittelten oder gespeicherten fremden Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei bekannt werden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei bekannt werden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.Die Betreiber der Seiten sind bemüht, stets die Urheberrechte anderer zu beachten bzw. auf selbst erstellte sowie lizenzfreie Werke zurückzugreifen.Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Beiträge Dritter sind als solche gekennzeichnet. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Quelle: Disclaimer von eRecht24.de dem Informationsportal zum Internetrecht.
Besucher
0 Mitglieder und 6 Gäste sind Online:

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Matthias108
Besucherzähler
Heute waren 286 Gäste und 2 Mitglieder, gestern 495 Gäste und 3 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 1713 Themen und 3425 Beiträge.

Heute waren 2 Mitglieder Online:
FranzAXJosefJakob, marita