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Forums-Blog - Maritas / Traudels Blog - Beschreibung
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05
Januar
2015

Irak: "Islamischer Staat" missbraucht Kirchen als Gefängnisse

18.12.2014
Irak: "Islamischer Staat" missbraucht Kirchen als Gefängnisse

In Mossul werden seit der Eroberung der Stadt durch die Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) ehemalige Kirchen als Gefängnisse benutzt. Während der vergangenen Woche wurden mindestens 150 Häftlinge in das chaldäische Kloster des heiligen Georg gebracht. Dies berichten einheimische Beobachter dem arabischen Informationsportal ankawa.com. Unter den Gefangenen, die aus Badush – das angesichts eines möglichen Angriffs der Koalition zur Bekämpfung des Kalifats evakuiert wurde – sollen sich auch Vertreter der oppositionellen sunnitischen Clans befinden. Anfang Dezember hatten einheimische Beobachter bereits berichtet, dass das chaldäische St. Georgs-Kloster als Frauengefängnis benutzt wird.

Aktuelle Fotos des Klosters zeigen, dass auch das Kreuz auf der Kuppel des Klosters entfernt wurde, wie dies bereits bei anderen von den Dschihadisten besetzten Kirchen geschah.

“Die Nachrichten und Fotos von Kirchen, die von den Dschihadisten besetzt wurden” so Rebwar Audish Basa, Prokurator des chaldäischen Ordens des heiligen Hormisdas, “vertiefen die inneren Verletzungen der Christen, die aus Mossul und der Niniveebene fliehen mussten und nun ihr erstes Weihnachtsfest fern von der geliebten Heimat feiern müsse. Kirchen und Klöster werden von denjenigen geschändet, die nichts und niemanden respektieren”.
(fides)

05
Januar
2015

Sierra Leone: Ebola führt zu Lebensmittelknappheit

19.12.2014
Sierra Leone: Ebola führt zu Lebensmittelknappheit
“Die durch die Ebola-Epidemie entstandene Situation ist wirklich verheerend. Unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen setzen sich ernsthaften Gefahren aus und einige haben dies Mit dem Leben bezahlt” so der Generalsekretär der Bischofskonferenz von Sierra Leone und Gambia, Pater Paul Sandi, in einem Spendenaufruf für das Katholische Krankenhaus in Serabu. Das Krankenhaus mit 80 Betten versorgt im Jahr rund 3.000 Patienten aus sechs umliegenden Dörfern.
Das Krankenhaus braucht dringen Medikamente, Handschuhe, Schutzmasken und medizinische Geräte, nicht nur für die Bekämpfung von Ebola sondern auch von Cholera, Malaria, Typhus.

In Sierra Leone, Guinea und Liberia wirkt sich die Ebola-Epidemie auch auf die Volkswirtschaft und das soziale Zusammenleben in diesen Ländern aus. Nach angeben der FAO (Food and Agriculture Organisation) sind rund 1 Million Menschen in diesen drei Ländern von einer Lebensmittelknappheit betroffen, die von der Epidemie verursacht wurde. “Die Schließung der Grenzen, Quarantäne-Maßnahmen, das Jagdverbot und die Einschränkung des Fischfangs als Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus behindern den Zugang der Menschen zu Lebensmitteln”, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der FAO des Welternährungsprogramms FAO, die ebenfalls dringend um Spenden für die betroffenen Völker bitten.
(fides)


05
Januar
2015

Kindheit im Elend




In Cebu City, der Hauptstadt der Provinz Cebu auf den Philippinen, boomt die Wirtschaft. Eine reiche Elite profitiert von den lokalen Bodenschätzen. Die Computerbranche wächst, und dank des internationalen Flughafens kommen immer mehr Touristen und Geschäftsleute in die Metropole. Die Reichen von Cebu City haben nicht nur teure Wohnungen, sondern auch künstlerisch gestaltete Mausoleen für die Verstorbenen ihrer Familie. In Cebu City gibt es viele schöne Friedhöfe mit prachtvollen Gräbern und Mausoleen, wo bunte Blumen und viele Kerzen die Gräber schmücken.

Kindheit im Elend
Doch die meisten Philippinos können sich keine so aufwendig gestaltete und schön gepflegte Ruhestätte für Ihre Angehörigen leisten. Für die Ärmsten der Armen werden diese Mausoleen, die einem kleinen Häuschen mit einem Dach gleichen, sogar oft zur Zufluchtsstätte. In ihrem Elend finden verarmte Menschen dort einen Unterschlupf für sich und ihre Kinder. Untertags verdienen sie ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Blumen und Kerzen für die Friedhofsbesucher. Die Kinder sammeln die Wachsreste von den Gräbern, um neue Kerzen herzustellen.

Den Rest des Tages verbringen sie damit, zwischen den Grabsteinen zu spielen, bei denen zum Teil schon die Totenköpfe zum Vorschein kommen. Die Friedhofsfamilien sind so arm, dass sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken können. Doch jedes Kind hat ein Recht, ein Leben in Würde zu führen. Dazu gehört auch eine gute Schulausbildung.

Bildung für die Kinder
Sr. Ann Healy, Provinzialoberin der Kongregation der Heiligsten Herzen Jesu und Mariens, kümmert sich gemeinsam mit ihren Schwestern um die Friedhofskinder von Cebu City. Regelmäßig besuchen sie einen Friedhof und machen die Kinder ausfindig, die dort herumstreunen. Sie sprechen mit den Eltern über die Notwendigkeit einer Schulausbildung für ihre Kinder. Manche Friedhofskinder waren bereits einmal auf einer Schule. Sie mussten allerdings den Unterricht wieder abbrechen, weil sie auf dem Friedhof von den Eltern gebraucht wurden. Deshalb motivieren die Schwestern die Eltern, ihre Kinder wieder zur Schule zu schicken und besorgen die notwendigen Materialien für den Unterricht. Die Schwestern konnten bereits 80 Kinder gewinnen, die seit Beginn des Schuljahres die Schule besuchen.

Hohe Kosten für die Schule
Sr. Ann hofft nun auf weitere finanzielle Unterstützung aus Österreich für den Schulbesuch ihrer Schützlinge. Die jährliche Schulgebühr beträgt knapp 42 Euro, die Schuluniform kostet 25 Euro. Etwa 33 Euro muss jedes Kind für Bücher und Hefte ausgeben und 17 Euro für die entsprechenden Schuhe. Die Missio-Projektpartnerin verfügt über eine langjährige Erfahrung. Ihr Orden ist seit 14 Jahren auf den Philippinen tätig und für sein vielseitiges Apostolat unter den Ärmsten bekannt. Im vergangenen Jahr half sie den Opfern des Taifuns. Doch jetzt benötigen vor allem die Friedhofskinder von Cebu City ihre Hilfe.
https://www.missio.at/index.php?id=1851
Meine Spende für die Friedhofskinder!


05
Januar
2015

...schrie seine Tante plötzlich: "Die IS-Miliz steht vor unserem Dorf!"

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Am Morgen des 4. August, als der zwölfjährige Fady in seinem Dorf Telskuf, unweit von Mossul, gerade aus dem Schlaf erwachte, schrie seine Tante plötzlich: "Die IS-Miliz steht vor unserem Dorf!" Hastig begann Fadys Mutter ein paar Kleidungsstücke für Fady und seine Geschwister einzupacken. Die Tante holte das Auto, um die Familie in Sicherheit zu bringen. Nur der Vater blieb zurück und verteidigte das Dorf in der Ninive-Ebene gegen die eindringende Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).
Rascher Vormarsch der Terroristen
Keiner hatte gedacht, dass der IS so schnell bis ins irakische Hinterland vordringen würde. Doch nun waren die Christen und die anderen Minderheiten in Telskuf ernsthaft bedroht. Auf dem Weg in die Berge des kurdischen Gouvernements Dahuk weinte Fady bitterlich. Er wollte seinen Vater nicht in Telskuf zurücklassen. Als er und seine Geschwister die Stadt Dohuk erreichten, waren die Straßen und auch die Camps in der Umgebung bereits überfüllt mit Flüchtlingen. Schließlich fand die Familie in einer Kirche Zuflucht. Seither wohnen sie mit vielen anderen irakischen Flüchtlingen in der Vorhalle der Kirche.

Als der IS die umliegenden Dörfer von Mossul eroberte, flüchtete auch Fadys Vater nach Dohuk. "Ich war so froh, meinen Vater wieder in Sicherheit zu sehen." Jetzt, nach Tagen des Zitterns und der Angst, ist die Familie wieder vereint. Im Moment fühlen sie sich in Dohuk sicher, doch niemand weiß, wie lange sie hier bleiben können. Bereits einmal, im Jahr 2006, musste der Vater mit seiner Familie fliehen, als in Bagdad viele Christen gekidnappt und getötet wurden. Sie verließen die irakische Hauptstadt, um sich bei Mossul niederzulassen.
Terror der IS
Die Ninive-Ebene galt bis zu diesem Sommer noch als relativ sicher. Doch dann fiel im Juni der IS in der zweitgrößten Stadt des Iraks ein und stellte die dort lebenden Christen vor die Wahl, entweder zum Islam zu konvertieren, zu fliehen oder hingerichtet zu werden. Fast alle Christen von Mossul entschieden sich für die Flucht. Zum ersten Mal seit 1800 Jahren läuteten keine Kirchenglocken mehr in ganz Mossul, dem biblischen Ninive. Seit frühchristlicher Zeit lebte hier, im alten Mesopotamien, eine große Gemeinde orientalischer Christen. Ursprünglich bildeten die Christen die Mehrheit, doch mit dem Aufkommen des Islams schrumpften sie allmählich zur Minderheit.
Verfolgte Minderheit
Vor zehn Jahren gab es noch fast eine Million Christen im Irak, die meisten lebten in Mossul. Doch seit dem Irakkrieg von 2003 verließen immer mehr Christen ihre Heimat. Durch den Vormarsch der IS-Terrormiliz seit Juni 2014 hat sich die Lage dramatisch zugespitzt. Bereits 1,8 Millionen Menschen sind seither innerhalb des Iraks auf der Flucht. Hinzu kommen kurdische Flüchtlinge, die vor dem syrischen Bürgerkrieg in das kurdische Autonomiegebiet im Nordirak geflohen sind. Ein Ende der Flüchtlingsströme ist nicht in Sicht. Unweit von Dohuk hat die UN-Flüchtlingshilfe einige Camps errichtet. Doch nicht alle Menschen konnten in den Camps unterkommen. Viele suchen daher in Schulen, Kirchen und verlassenen Häusern einen Unterschlupf, oder sie leben einfach auf der Straße.
Ein harter Winter naht

Archimandrit Emanuel Youkhana von der Assyrischen Kirche des Ostens kümmert sich um diese Flüchtlinge, die von der UN-Flüchtlingshilfe nicht erreicht werden. Er ist Direktor des "Christian Aid Program" (CAPNI), einer ökumenischen Hilfsorganisation im Irak, die sich in Not geratener Flüchtlinge - Christen, Jesiden und muslimischer Minderheiten annimmt. Den Flüchtlingen steht in der Bergregion rund um Dohuk ein rauer Winter bevor. Vor allem die Flüchtlingskinder frieren in ihrer sommerlichen Bekleidung. Archimandrit Youkhana braucht dringend Hilfe, damit die Flüchtlinge den Winter überstehen können.

05
Januar
2015

Frauen und Kinder im Ostkongo sind Opfer von Gewalt

Frauen und Kinder im Ostkongo sind Opfer von Gewalt



Es war an einem Montag Abend. Gegen 22 Uhr drangen Hutu- Rebellen aus Ruanda in die Provinz von Südkivu ein. Sie plünderten das Dorf von Rachel im Osten des Kongo und verschleppten die Frauen in den Urwald. "Dort sah ich zahllose leblose Körper und andere Frauen, die eingesperrt waren. Der Kommandant des Lagers nahm mich zu seiner Frau."

Rachel wurde - wie so viele andere Frauen im Kongo - als Sexsklavin gehalten. Drei Monate verbrachte sie im Wald, bis ihr die Flucht gelang. Ihr Entführer hatte sie geschwängert. Zurück in ihrem Dorf gebar sie einen Sohn, den sie Tumusifu - das heißt: "Wir danken Gott" - taufte. Nach der Geburt kamen die Rebellen wieder. Rachel konnte gerade noch nach Bukavu entkommen.

Geschichten wie jene von Rachel gibt es unzählige im Osten des Kongo, wo seit zwei Jahrzehnten ein brutaler Krieg herrscht. So kennt etwa der kleine Steve seinen Vater nicht. "Der Mann, der bei uns wohnt, sagt, dass er nicht mein Vater ist. Wenn er nach Hause kommt, schlägt er mich."

Auch Steves Mutter Vumilia Immaculee wurde von einem Rebellen vergewaltigt. "Als mein Sohn geboren wurde, beschimpfte mein Mann das Kind und mich." Steve muss damit nun zurechtkommen. "Einmal bewarfen mich die Dorfkinder mit Steinen. Sie wollten mich umbringen. Meine Mutter hat mich gerettet. Ich habe noch die Narben am Kopf."

Traumazentren für vergewaltigte Frauen

Im Ostkongo werden noch immer viele Frauen vergewaltigt. Für Frauen gilt diese Region als eine der gefährlichsten der Welt. Das Panzi-Hospital in Bukavu hat traurige Bekanntheit erreicht, weil es auf die Behandlung von zahllosen Vergewaltigungsopfern spezialisiert ist. Anfänglich wurden die Opfer stündlich in die Klinik gebracht. Auch Vumilia Immaculee erhielt hier die notwendige medizinische Hilfe.

Doch die seelischen Wunden bleiben. Jetzt kümmert sich Thérèse Mema um Vumilia und viele andere Frauen, die ein ähnliches Leid erfahren haben. Sie leitet ein Traumazentrum in der Erzdiözese von Bukavu. Durch den Einsatz der Erdiözese können heute in 16 Traumazentren verletzte Frauen und Kinder eine spirituelle und psychosoziale Unterstützung erfahren.

Abbé Justin Nkunzi, Direktor der Diözesankommission Justitia et Pax, ist für die Koordinierung der umfassenden Hilfe verantwortlich. Priester stellen Räumlichkeiten in ihrer Pfarre für die pastorale und psychologische Betreuung der Opfer zur Verfügung. Dankbar nehmen die Frauen und Kinder dieses Angebot an. Doch viele Opfer warten noch immer auf eine Unterstützung.

Missio hilft traumatisierten Kindern

Mit der Hilfe von Missio konnte die Erzdiözese von Bukavu ihre Arbeit mit den schwer traumatisierten Frauen und Kindern in den Traumazentren der ganzen Region in Angriff nehmen. Das Leid, das durch den anhaltenden Konflikt ausgelöst wurde, ist enorm. Der Bedarf an einer effektiven Betreuung von vergewaltigten Müttern bleibt, solange der brutale Krieg noch anhält. Kinder, die durch eine Vergewaltigung gezeugt wurden, sind in ihrer Seele tief verletzt. Sie werden in ihren Dörfern ausgegrenzt.

Da der Vater des Kindes oft nicht bekannt ist, verfügen sie über keine Geburtsurkunde und somit auch keinen Rechtsstatus. Ohne einen rechtlichen Schutz können sie nicht zur Schule gehen. In der Erzdiözese wurden Anlaufstellen geschaffen, in denen Frauen über die Rechte ihrer Kinder informiert werden. Dort können sie die Kinder amtlich registrieren, um sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Seit einem Jahr besuchen 200 Kinder in Kavumu die Schule. 63 von ihnen wurden medizinisch versorgt. Nach und nach sollen weitere 800 Kinder eine Schulausbildung erhalten und mit ihren Müttern eine umfassende Hilfe erfahren.

Bitte helfen Sie den traumatisierten Frauen und ihren Kindern!
https://www.missio.at/index.php?id=1851


05
Januar
2015

"Missio"-Sammlung am 6. Jänner hilft Kirche im Aufbau

"Missio"-Sammlung am 6. Jänner hilft Kirche im Aufbau

Sammlung kommt Priesterausbildung in Asien, Afrika und Lateinamerika zugute - In Europa kommt ein Priester auf 3.854 Einwohner, in Amerika auf 7.704, in Afrika auf 26.565 und in Asien auf 70.854 Einwohner
05.01.2015

Wien, 18.12.2014 (KAP) Wie jedes Jahr sammeln auch heuer wieder die Päpstlichen Missionswerke ("Missio") am Dreikönigstag (6. Jänner) bei den Gottesdiensten in ganz Österreich für die Ausbildung von Priestern in Asien, Afrika und Lateinamerika. In vielen Ländern der Welt befinde sich die Kirche noch in der Aufbauphase, heißt es in einer Ankündigung von "Missio". Viele Bischöfe könnten die Ausbildung angehender Priester nicht bezahlen und müssten geeignete Kandidaten abweisen. Deshalb unterstützen die Päpstlichen Missionswerke weltweit 80.000 Seminaristen und tausende Ordensnovizen.

Als Beispiel nennt "Missio" den afrikanischen Staat Sambia, wo noch vor wenigen Jahrzehnten fast nur ausländische Missionare als Seelsorger wirkten. Mittlerweile studieren im Priesterseminar von Lusaka 140 Seminaristen: "Der heimische Nachwuchs wächst, doch vielen Familien fehlt das nötige Geld, um ihren Söhnen den Besuch des Seminars zu finanzieren."

"Missio"-Nationaldirektor Leo-M. Maasburg erinnert in der Aussendung an den Missionsauftrag, zu dem Papst Franziskus mit leidenschaftlichen Worten ermahne: Um ihn zu erfüllen, brauche die Kirche gute Priester. "Materielle Hilfe allein sichert dem Menschen zwar das kurzfristige Überleben, gibt ihm aber noch keinen Lebenssinn", so Maasburg. "Seelsorger, Priester, sehen und helfen den Menschen ganzheitlich, mit Weihwasser und Trinkwasser". Die Investition in die Ausbildung der Priester sei die "beste Investition in die Zukunft".

In Europa ist trotz der Kirchendistanz die Versorgung mit Priestern immer noch am höchsten, wie aus den "Missio"-Zahlen hervorgeht: Im Durchschnitt kommt in Europa auf 3.854 Einwohner ein Priester. In Amerika sind es 7.704 Einwohner, in Ozeanien 7.894, in Afrika 26.565 und in Asien gar 70.854. Am Hochfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) am 6. Jänner, dem "ältesten Missionsfest" der Kirche, will "Missio" mit seiner alljährlichem Sammlung Abhilfe schaffen, denn im Süden fehle es nicht an Berufungen, sondern schlichtweg am Geld für eine fundierte theologische und pastorale Ausbildung.

(Infos: www.missio.at; Spenden:www.missio.at/spenden bzw. PSK-Konto, Empfänger: Missio Päpstliche Missionswerke, IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500)


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/67030.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

05
Januar
2015

Bischof Schwarz: "Wir dürfen die Ungeborenen nicht übersehen"

Bischof Schwarz: "Wir dürfen die Ungeborenen nicht übersehen"



Kärntner Bischof in "Sonntag": "Gesellschaft, die die Schwächsten übersieht, wird auf Dauer keine Zukunft haben" - Verursacher des HBC-Umweltskandals im Görtschitztal zur Verantwortung ziehen
02.01.2015

Klagenfurt (KAP) "Wir dürfen die Ungeborenen nicht übersehen. Eine Gesellschaft, die die Schwächsten übersieht, wird auf Dauer keine Zukunft haben." Das betonte der Kärntner Bischof Alois Schwarz in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Kärntner "Sonntag". Schwarz bekräftigte die Kritik der katholischen Kirche am geplanten Fortpflanzungsmedizingesetz: "Ich habe ein Problem damit, wenn es heißt: ein Recht auf das Kind mit allen Mitteln. Nicht alle Mittel dürfen erlaubt sein." Letztlich gehe es um das Recht des Kindes zu wissen, wer Vater und Mutter sind. Die soziale und die leibliche Mutterschaft zu trennen, führe zu fatalen Folgen, warnte der Bischof.

Entschieden wandte sich der Bischof gegen die Präimplantationsdiagnostik. Bei dieser solle der Arzt entscheiden, was lebenstüchtig ist und was nicht. Schwarz: "Gott hat den Menschen als sein Ebenbild geschaffen. Der Mensch maßt sich jetzt an, den Menschen nach seinem Bild zu machen. Als Christen müssen wir sagen, das widerspricht dem jüdisch-christlichen Gottes- und Menschenbild. Deshalb der Aufschrei dagegen! Aus religiöser und rein menschlicher Sicht."

Bei allem Verständnis für das Leid kinderloser Eltern könne man Nachkommenschaft nicht technisch produzieren, so Schwarz: "Liebe und Leben gehören zusammen. Wenn Liebe und Leben getrennt werden, wird es unmenschlich."

Zur in Österreich unterschiedlich verlaufenden Diskussion über den Lebensschutz am Beginn und Ende des Lebens (Stichwort: Euthanasie) meinte der Bischof: "Am Ende des Lebens sieht man ein Gesicht des Menschen. Am Beginn des Lebens ist es ein medizintechnischer Vorgang, bei dem man noch keinem Kind in die Augen schaut. Wir dürfen die Ungeborenen nicht übersehen."

Zur vatikanischen Familiensynode und dem Umgang der Kirche mit geschiedenen Wiederverheirateten befragt, sagte der Bischof wörtlich: "Wenn wir genau auf die Familien hinschauen, werden wir auch die Verwundungen sehen. Wir werden Menschen begleiten und ihnen Wege anbieten." Die Familie sei ein "Netzwerk zum Überleben der Menschheit". Papst Franziskus habe dazu aufgefordert, die Berufung der Familie und ihre Mission neu zu überdenken. "Die Familie hat eine Mission für die Welt, weil sie zeigt, wie das Miteinander gelebt werden kann. Das ganze Zusammenleben von Völkern, von Nationen hat als Maßstab die Familie", so Schwarz wörtlich.

Solidarität mit Flüchtlingen

Deutliche Worte fand Schwarz zur aktuellen Asyldebatte. Europa dürfe sich nicht zu einer Festung entwickeln: "Wir müssen offen bleiben und dürfen uns nicht verschließen." Hier sei der Papst mit seinem zeichenhaften Handeln ein großer Motor: "Er geht nach Lampedusa und besucht in der Türkei Flüchtlinge. Er schaut nicht weg, sondern weist auf diese Menschen hin. Angesichts der Brutalität in der Welt braucht es einen Aufschrei aber auch eine neue Toleranz für andere Religionen", so Schwarz wörtlich und weiter: "Gleichzeitig können wir mit großem Selbstbewusstsein darauf verweisen, wie stark das Christentum eine Religion der Nächstenliebe ist."

Er sei dankbar für die große Solidarität in Österreich Land mit den Flüchtlingen, hielt der Bischof weiters fest. Viele Menschen hätten sich gemeldet und Quartiere zur Verfügung gestellt. Schwarz: "Auch die Kirche macht das. Viele Pfarren haben ihre Pforten geöffnet."

Zum HBC-Umweltskandal im Görtschitztal sagte der Bischof: Diejenigen, die einen Umweltschaden verursachen, müssten zur Verantwortung gezogen werden. Die Betriebe, die das Hintergrundwissen haben, welche Schäden entstehen können, müssten ihre Produktionspraxis ändern. Betroffen sei im Grunde das ganze Land, so Schwarz: "Da ist das Zusammenstehen von allen notwendig. Schuldzuweisungen helfen in dieser Situation nicht weiter."

Die Situation zeige freilich vor allem auch die Dringlichkeit der Themen Nachhaltigkeit und ethische Verantwortung in der Wirtschaft auf. "Es geht um Grundfragen unseres gegenwärtigen Lebens. Wir müssen versuchen, diese gemeinsam zu lösen. Es ist ein gemeinsames Suchen auf dem Weg zum Glück, der nicht auf Kosten anderer geschieht und nicht nur zum Gewinn Einzelner beiträgt." Es brauche eine "große Kraft der Solidarität und des Teilens", betonte der Bischof: "Wenn wir miteinander teilen, dann sind die Güter der Erde genug. Wenn aber Gier der Motor des Handelns ist, geht das immer auf Kosten des Lebens." Fatal sei das Motto: Hast du was, dann bist du was. So entstehe ein innerer Konsumdruck. Und dies sei eine Spirale, "die niemals ins Glück führt".

Auf Papst Franziskus angesprochen sagte der Bischof: "Der Papst schenkt vielen den Mut, sich direkt an Gott zu wenden und darauf zu vertrauen, dass Gott mit uns ist. Die Verkündigung des Papstes ist immer direkt und menschennah. Es sei dem Papst ein Herzensanliegen, "die Menschen direkt zu berühren und ihnen etwas Gutes zu tun".


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/66998.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

05
Januar
2015

Papst empfängt deutsche Bundeskanzlerin Merkel

Papst empfängt deutsche Bundeskanzlerin Merkel

Vatikansprecher Lombardi bestätigt Audienz am 21. Februar
05.01.2015

Vatikanstadt, 05.01.2015 (KAP) Papst Franziskus empfängt am 21. Februar die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Privataudienz im Vatikan. Das bestätigte Vatikansprecher Federico Lombardi am Montag auf Nachfrage. Nähere Angaben zu Anlass und Inhalt der Begegnung machte er nicht.

Es ist die zweite Audienz der Bundeskanzlerin bei Franziskus. Erstmals war sie im Mai 2013, zwei Monate nach dessen Amtsantritt, mit dem argentinischen Papst zusammengetroffen. Das Gespräch dauerte damals 50 Minuten, was als ungewöhnlich lang gilt. Thema war unter anderem die internationale Finanzkrise und ihre Folgen.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/67045.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

05
Januar
2015

Warum setzte das Bistum Köln kein Zeichen für die ungeborenen Kinder?

Warum setzte das Bistum Köln kein Zeichen für die ungeborenen Kinder?
Veröffentlicht: 5. Januar 2015 | Autor: Felizitas Küble

Ein Kommentar
Pressemeldung der “EUROPÄISCHEN BÜRGERINITIATIVEN zum Schutz des Lebens und der Menschenwürde”:

Heute werden voraussichtlich mehrere tausend besorgte Bundesbürger in der Kölner Innnenstadt gegen die dramatisch fortschreitende Islamiserung des Abendlandes protestieren. DSC_0568



Das Kölner Domkapitel hat die friedlichen Demonstranten vorverurteilt: Wer gegen den Islam die Stimme erhebt, müsse fremdenfeindlich sein. Deshalb wird die Außenbeleuchtung der Kathedrale während der Kundgebung abgeschaltet.

Die Domherren können mit dieser Sanktion natürlich völlig zur Recht von ihrem demokratischen Recht zur freien Meinungsäußerung Gebrauch machen. In einem Islamischen Staat wäre das nicht möglich gewesen.

Wir fragen uns nun:

Warum wurde am “Tag der unschuldigen Kinder” nicht ebenfalls ein Zeichen gesetzt und der “Dicke Pitter” geläutet, wie das früher üblich war?

Sind über 100.000 unschuldige Kinder, die jährlich allein in Deutschland im Mutterleib ermordet werden, nicht Grund genug, auf dieses schreiende Unrecht hinzuweisen?

Oder haben die Domverweser inzwischen Ihre Meinung zum Lebensrecht ungeborener Kinder geändert?

gez. Günter Annen, Cestarostraße 2, D-69469 Weinheim
Telefon: 06201/2909929 Fax: 06201/2909928 E-Mail: info@nachrichten-lebensrecht.de

Ergänzender Hinweis: Zu PEGIDA äußert sich der bekannte Schriftsteller Peter Schneider zwar kritisch, aber auch sachlich und differenziert in der Tageszeitung DIE WELT: http://www.welt.de/politik/deutschland/a...er-Maenner.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

05
Januar
2015

Der arabisch-israelische Junge Mohammad Zoabi meldet sich aus dem Untergrund

Der arabisch-israelische Junge Mohammad Zoabi meldet sich aus dem Untergrund
Veröffentlicht: 5. Januar 2015 | Autor: Felizitas Küble

Mohammad Zaobi (siehe Foto) ist ein 17-jähriger Israelo-Araber, der aus dem Rahmen des Üblichen fällt, denn er ist Muslim und bekennt sich zugleich entschieden zum Staate Israel; er bekundet sogar seine besondere Liebe und Bewunderung für das jüdische Volk. 10888673_10203695439930680_7228198892747973059_n



Diese Einstellung hat er – eigenen Angaben zufolge – vor allem von seiner Mutter erlernt, die ihn alleine erzogen hat.

Natürlich hat ihn diese Haltung in seinem arabisch-muslimischen Umfeld in größte Schwierigkeiten gebracht, weshalb er sich seit vorigen Sommer im Untergrund außerhalb Israels befindet. Von dort hat er sich nun nach längerer Sendepause per Facebook gemeldet.

Seine Stellungnahme erfolgte in drei Sprachen (arabisch, hebräisch, englisch). Unten sehen Sie den englischen Originaltext; hier folgt leicht gekürzt unsere deutsche Übersetzung:

Hallo alle zusammen! – Zunächst lassen Sie mich ehrlich, höflich und einfach sagen: Ich habe euch so vermisst, so verdammt stark. Puh…Ich fühle mich viel besser jetzt...!

Meine lieben Freunde, das letzte Halbjahr war keine leichte Zeit meines Lebens. Ich mußte mich verstecken, als hätte ich ein Verbrechen begangen. Ich habe Dinge durchgemacht, die Jugendliche nur selten erleben.

Obwohl ich nicht glaube, dass ich etwas falsch mache, indem ich meine Liebe und Treue zu meinem Land Israel und seinem Volk bekunde…und meine Liebe gilt Israel mit all seinen positiven und negativen Seiten. Ich bin immer noch bereit, den Preis für seine Verteidigung zu bezahlen!COLLAGE-BLUSP2



Leider mußte ich die letzten 5 Monate außerhalb Israels verbringen. Ich bin erst 17 und habe keine Vorstrafen! Ich musste Land und Leute verlassen wegen meiner Liebe und Unterstützung für Israel. Ich hatte Mitgefühl gezeigt mit den Familien der israelischen Jugendlichen, die von arabischen palästinensischen Terroristen getötet wurden. Ich sagte: Schluß mit dem Antisemitismus! Nein zu islamischem und arabischem Extremismus!

Ich versuche, der Welt das wahre Gesicht der gewöhnlichen Araber und Muslime zu zeigen, die bedient sind von dem endlosen Haß und der Korruption ihrer führenden Vertreter, die aber Angst haben, dies in der Öffentlichkeit zu äußern.

Meine lieben Freunde, ich habe es schon gesagt und sage es noch einmal: Ich bin ein Mensch mit Selbstachtung in jeder Hinsicht. Aber ich bin auch stolz auf meine israelische, zionistische arabisch-muslimische Identität! Niemand kann sich ändern!
Ich wurde geboren als Israeli und möchte sterben als Israeli.Logo Christustag

Ich liebe euch alle!


Am Yisrael Chai
Mohammad Zoabi!

Englische Originalfassung:

Hello forever! First of all let me start by honestly, politely and simply saying: I HAVE MISSED YOU SO FREAKING MUCH

Whew……i feel much better now..!
My dear friends, the last half year was not an easy period of my life. I had to hide, go under ground, keep a low profile like what if i have done a nasty crime.
I simply went and still going through things that teenagers rarely go through. And i do have to say that though i don’t believe that i have done anything wrong by showing my love and loyalty to my country Israel and its people, love makes me blind, and my lovely Israel with all its positive and negative sides blinded me and i was, still and will be ready to pay the price of defending and loving it!
Simply because its my country and i have no other!
Unfortunately, for the last 5 months i had to be outside of Israel, and i had to do my best to keep a low profile.
Again, let me remind you, I am only 17 and i have no criminal history!
I had to leave Israel only for showing my love and support to my country and its people!
For showing sympathy to the families of fellow Israeli teens who have been kidnapped and killed by Arab Palestinian terrorists.
For saying Enough to Anti semitism!
For saying No to Islamic and Arab extremism!
And most important, for trying to show the world the real face of regular Arabs and Muslims who’re simply sick of their leaders’ corruption and unlimited hate, but afraid to say it in public!
My dear friends, i have said it before and i will say it again: I am a proud human being above all! But I am also a proud Israeli Zionist Arab Muslim! And No one! No one can change that!
I was born an Israeli to die an Israeli!
P.S I apologize for rarely answering private messages! I have so many… So many homework to do!
Hope you understand!

Love you all!
Am Yisrael Chai
Mohammad Zoabi

Quelle (Text/1. Foto): https://m.facebook.com/mohammad.zoabi.58...3695476411592:0

05
Januar
2015

Dompropst erinnert an Religionsfreiheit Kirchenvertreter gegen Pegida

05.01.2015

Dompropst erinnert an Religionsfreiheit
Kirchenvertreter gegen Pegida



Vor den erneuten "Pegida"-Demonstrationen in mehreren Städten haben Kirchenvertreter deutliche Kritik an der Bewegung geübt. Der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff warnte vor der Teilnahme.

Dompropst Norbert Feldhoff sagte am Montag im Deutschlandradio Kultur, die Religionsfreiheit in Deutschland müsse umfassend sein und auch für den Islam gelten. Wer bei "Kögida" - dem Kölner Ableger der "Pegida"-Bewegung - mitlaufe, unterstütze automatisch extreme Ansichten, warnte Feldhoff. Die für "Pegida" typische Mischung aus Extremisten und Menschen aus dem bürgerlichen Lager bezeichnete der Dompropst als gefährlich.

Feldhoff: Domlichter bleiben aus

Für den Abend sind in Köln, Dresden, Berlin und weiteren Städten Kundgebungen der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) geplant. Auch sind Gegendemonstrationen angekündigt, in Köln werden dazu rund 1.000 Menschen erwartet.

Feldhoff bestätigte, dass die Lichter am Kölner Dom heute Abend aus bleiben. "Wir wollten nicht mit dem schön hellerleuchteten Dom im Hintergrund wunderbare Bilder für diese Demonstration liefern", sagte er. Die Aktion solle zum Nachdenken anregen, betonte der Probst. Auch die evangelische Antoniter-Kirche in Köln und andere wichtige Gebäude sollen aus Protest gegen "Kögida" unbeleuchtet bleiben.

Schwieriger Dialog

Der Dompropst sagte, er habe wegen der Aktion eine Fülle von E-Mails bekommen: "Das ist zum Teil erschütternd, warum man gegen unsere Aktion ist. Einmal wurde sogar Hitler gelobt." Es seien rassistische Äußerungen darunter, es hätten sich aber auch gutbürgerliche Katholiken gemeldet, die enttäuscht seien und jetzt aus der Kirche austreten wollten.

"Das Schwierige ist, wie man ins Gespräch kommt mit den Menschen, die nur aus Angst und Sorge überfremdet zu werden, da mitmarschieren, selbst aber nicht die extremen Ansichten haben, und da weiß ich mir letztlich auch noch keine Lösung", sagte Feldhoff.

Schneider nennt "Pegida" unchristlich

"Von der Zielsetzung her ist 'Pegida' unchristlich", sagte Nikolaus Schneider, ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Man könne nicht das Abendland verteidigen, indem man den Islam zum Feind ausrufe. "Christinnen und Christen haben deshalb auf diesen Demonstrationen nichts zu suchen."

Schneider warnte davor, auf die Forderungen der islamfeindlichen Demonstranten einzugehen. Man müsse "deutlich sagen, dass das Unsinn ist", betonte Schneider, der bis 2013 auch Präses der rheinischen Landeskirche war. Der Theologe sprach sich dafür aus, mit den Demonstranten zu sprechen, äußerte sich aber zugleich skeptisch über die Erfolgsaussichten solcher Gespräche: "Das Problem ist, dass die meisten gar nicht diskutieren wollen - aus guten Gründen, denn sobald Argumente ausgetauscht werden, sind die ja am Ende."

Lob für Kölner Protest

Als "pfiffige Aktion" lobte der frühere EKD-Ratsvorsitzende den Protest des Kölner Domkapitels gegen die "Kögida"-Demonstration - den Kölner Ableger der "Pegida"-Bewegung. Während der Kundgebung soll die Außenbeleuchtung am Dom abgeschaltet werden. Auch die evangelische Antoniter-Kirche und andere Gebäude wie das Schokoladenmuseum sollen aus Protest gegen "Kögida" dunkel bleiben.

Verständnis aus der Politik

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Wolfgang Kubicki, zeigte dagegen Verständnis für den Unmut der Pegida-Demonstranten. Deren Kritik an Medien und Politik halte er für berechtigt. Es gehe nicht an, dass "man zum Beispiel bereits durch die öffentlich artikulierte Sorge, dass der Rechtsstaat sich aus der Bekämpfung von salafistischen Umtrieben zurückziehen könnte, als ausländerfeindlich diskreditiert wird", sagte Kubicki der "Welt" (Montag). Vielmehr müssten Medien und Politik diese Sorgen ernst nehmen.

Das islamfeindliche Pegida-Bündnis will heute erneut in mehreren Städten auf die Straße gehen. Demonstrationen und Gegenkundgebungen sind unter anderem in Dresden, Berlin und Köln geplant. Aus Protest wird in Köln die Außenbeleuchtung des Doms ausgeschaltet.

Musikbands gegen Pegida

In diesen drei Städten sowie in Stuttgart wird es Gegendemonstrationen geben. Diese wenden sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und machen sich für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland stark. In Dresden haben zwei Musikbands zu einem "Neujahrsputz" des Pegida-Kundgebungsortes aufgerufen. Nach der Demonstration sollen Bürger zum Besen greifen und den Platz symbolisch reinigen.

(epd, KNA)

***
Pegida geht weiter

Begleitet von Protesten will das islamkritische Pegida-Bündnis am Montagabend erstmals im neuen Jahr wieder durch Dresden ziehen. Vor Weihnachten waren rund 17.500 Menschen dem Aufruf der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" gefolgt - so viele wie nie zuvor. Ihr Protest richtet sich gegen die angebliche "Überfremdung" Deutschlands.

Neben Berlin wollen Ableger der Bewegung auch in Köln auf die Straße gehen. Dort soll allerdings aus Protest gegen die Pegida-Demonstration die Außenbeleuchtung des Doms, das Wahrzeichen der Stadt, abgeschaltet werden.

Genährt von Angst

In Dresden, Berlin und Köln sowie in Stuttgart wird es Gegendemonstrationen geben. Diese wenden sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und machen sich für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland stark. In Dresden haben zwei Musikbands zu einem symbolischen "Neujahrsputz" des Pegida-Kundgebungsortes aufgerufen.

Experten ordnen Teile der Organisatoren und Demonstranten von Pegida dem rechtsextremen Spektrum zu. Genährt wird die Bewegung nach Ansicht von Sozialforschern von einer diffusen Angst vor sozialem Abstieg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer Neujahrsansprache dazu aufgerufen, sich nicht den Demonstrationen anzuschließen. Die Organisatoren hätten oft "Kälte, ja sogar Hass" in ihren Herzen.

(Quelle:dpa)




05
Januar
2015

Astronom zur damaligen Himmelskunde Gab es den Stern von Bethlehem wirklich?

05.01.2015


Forscher ergründen Geschichte des Sterns
© STMG

Astronom zur damaligen Himmelskunde
Gab es den Stern von Bethlehem wirklich?

In der Weihnachtsgeschichte nimmt auch der Stern von Betlehem eine wichtige Rolle ein - Astronom Michael Geffert von der Universität Bonn vermutet, dass zur damaligen Zeit Himmels-Bewegungen intensiv beobachtet wurden.

epd: Herr Geffert, kann es den Stern von Bethlehem gegeben haben?

Michael Geffert: Wir können heute nicht mit Sicherheit sagen, ob zur Zeit der Geburt Christi wirklich ein besonderer Stern am Himmel zu sehen war. Der Schreiber des Matthäus-Evangeliums hat diese Geschichte von der Geburt Christi ja erst viele Jahre später aufgeschrieben. Manche Bibelforscher meinen sogar, dass er sich tatsächlich die Geschichte von dem Stern ausgedacht hat, um den Lesern deutlich zu machen, welches besondere Ereignis die Geburt Christi war. Trotzdem finden wir Astronomen es spannend, einmal zu forschen, ob es nicht vielleicht doch eine besondere Erscheinung zu der Zeit am Himmel gegeben hat.

epd: Auf Bildern wird der Stern oft mit einem Schweif dargestellt. Handelte es sich bei dem Stern um einen Kometen?

Geffert: Ein Komet ist sicher die schönste Möglichkeit, sich den Stern von Bethlehem vorzustellen. Wir kennen das von vielen Bildern berühmter Maler. Ein Komet ist ein riesiger Brocken aus Staub, Gestein und Eis. Normalerweise aber ist ein Komet mit bloßem Auge nicht so lange am Himmel zu sehen, wie eine so lange Reise dauern würde, wie sie die Könige unternahmen. Und Fernrohre hatten die Menschen damals noch nicht.

epd: Wenn es kein Komet war, was war es dann? War es eine Nova, also ein neuer Stern?

Geffert: Eine Nova oder eine Supernova ist ein Stern, der schnell sehr viel heller wird und dann als "neuer" Stern am Himmel auftaucht, weil man ihn dann ohne Fernrohr sehen kann. Wir wissen, dass zum Beispiel schwere Sterne am Ende ihrer Entwicklung eine solche Explosion durchmachen. Aber so eine Erscheinung ist auch nicht über mehrere Monate so auffällig am Himmel zu sehen.

epd: Sie sagen, es war vermutlich kein Komet und keine Nova. Haben Forscher dann eine andere Erklärung für den Stern von Bethlehem?

Michael Geffert: In früherer Zeit haben Menschen den Sternen am Himmel noch eine ganz andere Bedeutung beigemessen als heute. Man beobachtete besonders, wie sich die Wandelsterne am Himmel bewegten.

Das sind Planeten wie unsere Erde. Die Heiligen drei Könige waren vermutlich Experten der Himmelskunde. Es könnte sein, dass sie im Jahre 7 vor Christus beobachteten, dass Saturn und Jupiter sich am Himmel sehr nahe kamen. Vermutlich konnten sie sogar berechnen, dass dieses Ereignis noch zweimal in den nächsten Monaten passieren würde.

Für sie war ein solches Ereignis, das vermutlich heute niemandem auffallen würde, etwas ganz Besonderes. Da die Sterndeuter bei Jupiter an einen König dachten und mit Saturn das Volk Israel gemeint sein musste, schlossen sie aus ihrer Himmelsbeobachtung, dass ein neuer König in Israel geboren sein musste. Sie trafen ihre Reisevorbereitungen und machten sich auf den Weg, um sich das Kind anzusehen.

(epd

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Sternsinger im Landtag

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am Montag Sternsinger empfangen. Nach dem Singen in der Bürgerhalle und dem Erteilen des Segens am Empfangsraum des Landtags wollten die Kinder aus den fünf nordrhein-westfälischen Bistümern einen Rundgang durchs Haus machen und die Fraktionen besuchen, wie der Düsseldorfer Landtag mitteilte. Am Dienstag werden rund 50 Jungen und Mädchen, die als die Heilige Drei Könige verkleidet sind, von der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) in der Staatskanzlei empfangen.

Sammeln für gesunde Ernährung

Unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein" sammeln die Sternsinger, die in ganz Deutschland an Haustüren klingeln, in diesem Jahr zum Dreikönigsfest Spenden für Gleichaltrige in armen Ländern und bringen mit dem traditionellen Kreideschriftzug Segenswünsche in Häuser und Wohnungen. In diesem Jahr sammeln die Kinder vor allem Geld für eine gesunde Ernährung für Kinder in Entwicklungsländern. Beispielland der diesjährigen Aktion sind die Philippinen.

Tradition seit 1959

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die Aktion gibt es seit 1959. Bei ihren Besuchen hinterlassen die Kinder mit Kreide auf Wunsch am Türrahmen die drei Buchstaben C+M+B kombiniert mit der Jahreszahl. Die Buchstaben stehen für das lateinische "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus).




05
Januar
2015

"Zuflucht viel schwieriger"...Caritas International zur Visumspflicht für Syrer im Libanon

05.01.2015

Caritas International zur Visumspflicht für Syrer im Libanon
"Zuflucht viel schwieriger"


Besonders der Libanon ist vom syrischen Bürgerkrieg betroffen
© dpa

Knapp vier Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs in Syrien führt der Libanon eine Visumspflicht für Syrer ein. Vera Jeschke von Caritas International erklärt bei domradio.de die schwerwiegenden Folgen für die Flüchtlinge.

domradio.de: Was bedeutet diese Visumspflicht genau?

Jeschke: Sie bedeutet, dass es für syrische Flüchtlinge erneut viel schwieriger wird, Zuflucht im Libanon zu finden. Die libanesischen Sicherheitsbehörden hatten schon im vergangenen Jahr die Einreise für syrische Flüchtlinge verschärft und erschwert. Mit dieser offiziellen Visumspflicht wird hier erneut ein Riegel vorgeschoben, um den Zustrom syrischer Flüchtlinge zu mindern.

domradio.de: Eine Million syrische Flüchtlinge leben derzeit im Libanon, das entspricht einem Fünftel der Bevölkerung. Wie integriert sind denn diese Flüchtlinge in dem Land?

Jeschke: Wir reden von 1,2 Millionen registrierten Flüchtlinge in einem wirklich kleinen Land. Überall - auf den landwirtschaftlichen Flächen, am Rande der Siedlungen - sieht man syrische Flüchtlinge, die Zelte aufgestellt haben oder in Bauruinen wohnen. Die Städte sind von syrischen Flüchtlingen bevölkert. So ein kleines Land kann diese enorme Anzahl überhaupt nicht integrieren - und schon gar nicht bei diesem sehr schnellen Zustrom im Jahr 2014. In dem Jahr haben sich die Zahlen extrem erhöht. Das kann kein Land schultern.

domradio.de: Wie funktioniert denn dann der Alltag im Libanon, wenn die Flüchtlinge eine so enorme Belastung darstellen?

Jeschke: Der Alltag funktioniert irgendwie - auch wenn natürlich die syrischen Flüchtlinge ein großes Leiden tragen. Das betrifft nicht nur das Leiden der Flucht, die Traumatisierungen, die Verluste. Es gibt auch ein Leiden im Alltag. Sie können kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Ende 2014 hat das Welt-Ernährungs-Programm aufgrund von Mittelknappheit die Gutscheine für Nahrungsmittel drastisch reduziert. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen ist in der Syrienkrise unterfinanziert und verteilt im Libanon keine Hygieneartikel mehr. Die Menschen haben große Not ihren Alltagsbedarf an Grundhygiene-Artikeln irgendwie zu decken. Sie haben großen Mangel an Unterkunft. Die Mieten sind zu teuer. Es sind auch einfach zu viele Menschen da.

Wir haben im aktuellen Schuljahr gekämpft, weil syrische Flüchtlingskinder nicht mehr in öffentliche Schulen zugelassen wurden. Mittlerweile hat der libanesische Bildungsminister das wieder aufgehoben. Er hat sogar neu zugesagt, dass viel mehr syrische Kinder in die öffentlichen Schulen dürfen. Es gibt Lichtblicke, aber es gibt zu großen Teilen auch eine ungelöste Versorgungssituation der syrischen Flüchtlinge.

domradio.de: Was passiert mit den Flüchtlingen, die nun an der syrischen Grenze abgewiesen werden?

Jeschke: Vermutlich werden sich - ähnlich wie an der syrisch-jordanischen Grenze - entlang der Grenze informelle Ansammlungen von Flüchtlingen bilden. Die syrisch-libanesische Grenze verläuft überwiegend in den Bergen. Wir haben aktuell Schneefall und Regen. Der Libanon ist kalt und unwirtlich, vor allem in den Bergen. Und wenn die Menschen dort oben in den Bergen stranden, teilweise auf Höhen von über 1000 Metern, kann man sich vorstellen, welche Gefahren das für die syrischen Flüchtlinge bergen kann.

Das Interview führte Christian Schlegel.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Weder domradio.de noch das Erzbistum Köln machen sich Äußerungen der Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen zu eigen.

(dr)

05
Januar
2015

Alarm um die zunehmende Pornosucht, ihre Ursachen und Auswirkungen

Alarm um die zunehmende Pornosucht, ihre Ursachen und Auswirkungen
Veröffentlicht: 5. Januar 2015 | Autor: Felizitas Küble

Von Christa MevesMeves

Erfahrung im Hinblick auf das Verhalten von Menschen gilt heute nicht mehr als Wissenschaft. Wer nur durch Beobachtung zu psychologischen und pädagogischen Erkenntnissen kommt, muss auf Faktenwissenschaft – am besten auf dem Boden von Hirnforschung – warten.



Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin liefert nun eine solche Aussage. Mit einer Studie werden dort die bedenklichen Folgen der Nutzung von Pornografie bestätigt.

Man ließ 64 Männer zwischen 21 und 45 Jahren pornografisches Material anschauen, während sie der Magnetresonanztomographie (MRT) ausgesetzt waren und untersuchte so die Hirnstruktur der Probanden sowie deren Hirnaktivitäten.

Zuvor hatte man sie gefragt, wie oft und wie lange sie jeweils Pornos anschauen. In einem Bericht des Instituts heißt es:

“Die Auswertung der Ergebnisse zeigte einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Stunden, die die Probanden in der Woche mit pornografischem Material verbringe, und der Größe der grauen Substanz im Gehirn.

Im Ergebnis zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Pornografiekonsum und der Größe des StriatumDSC03312as, einer Hirnregion, die zum Belohnungszentrum des Gehirns gehört. Das heißt: Je mehr sich die Probanden mit Pornografie beschäftigten, desto kleiner war das Volumen ihres Striatums.”


FOTO: Eltern-Demonstration in Stuttgart gegen die Frühsexualisierung der Kinder

Die maßgebliche Wissenschaftlerin, Simone Kühn, kommentiert das so:

“Das könnte bedeuten, dass der regelmäßige Konsum von Pornografie das Belohnungssystem gewissermaßen ‘ausleiert’. Deswegen nehmen wir an, dass Probanden mit hohem Konsum immer stärkere Anreize benötigen, um das gleiche Belohnungsniveau zu erreichen.”

Eine solche Forschung ist von höchstem Belang; denn – so bilanziert eine Studie von Professor Jakob Pastötter, gemeinsam mit seinem Kollegen von der City-Universität London, an der 56.000 Männer und Frauen teilgenommen hatten:

Der Konsum von Pornografie bei Männern ist erschreckend hoch. Von diesen Männern schauen sich täglich oder wöchentlich 60 Prozent einen Porno an, bei Frauen sind es weniger als 12 Prozent.

Besonders erschreckt ein bedeutsames Detail den Professor, den Präsidenten der deutschen Gesellschaft für sexualwissenschaftliche Sozialforschung mit Sitz in Düsseldorf: “Mehr als jeder Zehnte von den 16 – 19-jährigen Jugendlichen gab an, schon im Alter von 10 Jahren Sexfilme angeschaut zu haben.”

Deutschland an der Spitze der Porno-Aufrufe im Internet

Darüber hinaus weiß das evangelische Wochenmagazin “IDEA-Spektrum” (Nr. 45/2014) mit einer Grafik zu berichten: Deutschland habe im Vergleich mit neun anderen technizistischen Staaten bei den Webseit-Aufrufen, die zu Pornoseiten führen, mit 12,47 Prozent weltweit den höchsten Anteil.

Das sind beunruhigende Berichte, wobei seit ca. 25 Jahren allein mithilfe des Internet eine verstärkte Möglichkeit besteht, Zugang zur Pornonutzung zu bekommen.

Und von allergrößter Relevanz im Hinblick auf die Aufklärung der Bevölkerung ist besonders jener neue Ansatz im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung; denn deren Feststellung, dass die Möglichkeit zum Kick durch häufigen Gebrauch “ausleiere”, gibt damit einen Hinweis auf die große Gefahr, die mit häufiger Pornonutzung verbunden ist:

Ihre Untersuchung ist ein bedeutsamer Hinweis auf die Anbahnung zur PORNOSUCHT.

Die Nutzer können das beschreiben – so habe ich als langjährige Gutachterin beim Jugendgericht in Erfahrung bringen können: Hier spult sich ein Vorgang wie bei jeder anderen Sucht ab.

Entstehung der Pornosucht und ihre Folgen

Besonders ersichtlich ist die Entstehung von Sucht bei der Anbahnung zur Alkoholabhängigkeit. Der Nutzer wird gedrängt, nach immer stärkeren Anreizen auf die Suche zu gehen, was seine Gedankenwelt in zunehmendem Maße fesselt. Auf der Suche nach Lust wird die Willensfreiheit in einem sich steigernden Maße eingeschränkt, so dass schließlich sogar die Gefahr entsteht, in der Realität Kinder als Objekte der sexuellen Befriedigung zu missbrauchen.

Dass es heute eine Kinderschänderindustrie gibt, die von Millionen von Männern in Anspruch genommen wird, ist eine höchst alarmierende Gegebenheit. Seit dem Skandal um den Bundestagsabgeordneten Edaty ist dem Parlament hierzulande offenbar bewusst geworden, dass hier dringlicher Handlungsbedarf besteht.

Allerdings ist das mit kleinen Änderungen im Gesetz, wie in den letzten Tagen geschehen, nicht einfach getan. Von großer Dringlichkeit ist die Einsicht, dass mit der sogenannten “Befreiung zur Sexualität” seit ca. 50 Jahren weltweit ein Rubikon überschritten worden ist.

Von der praktischen Berufserfahrung her habe ich schon damals mit einer Vielzahl von Publikationen vor der Entfesselung des zweitgrößten Lebenstriebes und den seelisch zerstörerischen Folgen zu warnen begonnen. Als letztes noch einmal mit den Taschenbüchern “Wer Wind sät” und gemeinsam mit Professor Thomas Schirrmacher unter dem Titel “Ausverkaufte Würde – der Pornoboom und seine psychologischen Folgen”.

Aber selbst das Aufplatzen der Eiterbeule durch den belgischen Verbrecher Dutroux führte nicht zu nachhaltigen Aktivitäten der Regierungen und der Aufklärung der Bevölkerung über das Wesen der Sexualsucht.

Kann es in später Stunde noch Hilfe geben gegen diese Form der Selbstvernichtung einer blühenden Gesellschaft?

Nun gehen junge verantwortungsbewusste Eltern z.B. in Stuttgart auf die Straße – immerhin! Aber unumgänglich wäre eine Bemühung der Mächtigen um eine Vereinbarung gegen diesen Seelenkrieg. Er müsste auf einem Gipfeltreffen Hauptthema sein.

Christa Meves ist Erziehungs-Expertin und Bestseller-Autorin zu pädagogischen und psychologischen Themen

05
Januar
2015

Bundespräsident trifft minderjährige Flüchtlinge Keine Angst machen lassen

15.12.2014
Bundespräsident trifft minderjährige Flüchtlinge
Keine Angst machen lassen



Zuwanderung und Flüchtlinge stehen ganz oben auf der gesellschaftspolitischen Agenda. In immer mehr Städten formieren sich Protestbewegungen und fordern eine Verschärfung des Asylrechts. Bund und Länder vereinbarten eine stärkere Kooperation. In dieser Gemengelage besuchte Bundespräsident Joachim Gauck den Caritas-Flüchtlingshilfeverein "Refugium" in Magdeburg.


Bundespräsident Joachim Gauck im Gespräch mit minderjährigen Flüchtlingen im "Refugium" in Magdeburg. Foto: kna-bild

"Ein vorbildliches Projekt, das Schule machen sollte", lobte Gauck. "Wir müssen solche Geschichten des Gelingens erzählen - gegen eine Kultur der Angstmacher." Ihre Schicksale, von denen die meist 15, 16 Jahre alten Jungen berichteten, zeigten dem Staatsoberhaupt: Es gibt tolle Hilfsprojekte, aber Bürokratie, Gesetzgebung und Willkür legen den integrations- und lernwilligen jungen Flüchtlingen auch manche Steine in den Weg.

Da ist etwa ein junger Afrikaner, der vor drei Jahren allein nach Deutschland kam. Mit Unterstützung von "Refugium" fasste er Fuß, machte den Hauptschulabschluss und begann eine Ausbildung. Jetzt ist er 18 Jahre alt geworden und fällt damit aus der Jugendhilfe. Ein neuer Status mit großer Tragweite: Es droht ihm die Abschiebung, und die finanzielle Unterstützung fällt weg. Er hat Bafög beantragt - doch für die Ausbildungsunterstützung müsste er mindestens schon vier Jahre in Deutschland sein.

"Die jungen Flüchtlinge belasten solche Zukunftsängste massiv", berichtete der Sozialarbeiter Roland Bartnig. Bei "Refugium" ist er derzeit Vormund für 38 unbegleitete Flüchtlinge, 6 weitere Anträge liegen bereits beim Amtsgericht. Der Jüngste ist gerade mal acht Jahre alt und mit seinem größeren Bruder mittels Schleusern nach Deutschland gekommen. "Durch die zunehmenden Krisengebiete, vor allem Syrien, merken wir einen deutlichen Anstieg", sagte Bartnig. "In diesem Jahr werden es wohl an die 30 neue Vormundschaften sein, das ist eine Verdreifachung gegenüber den Vorjahren."



Einzige Aufnahmestelle für minderjährige unbegleitete Flüchtling ein Sachsen-Anhalt

"Refugium" arbeitet eng mit der Magdeburger Clearingstelle der Caritas zusammen, der einzigen Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt. Dort wird zunächst nach möglichen Angehörigen in Deutschland gesucht, meist erfolglos. Parallel erhalten die Kinder und Jugendlichen Deutschunterricht, da sie während der Wochen in der Clearingstelle noch nicht in eine Schule dürfen.

"Die Jugendlichen sind durchweg hoch motiviert und sehr ehrgeizig, sie wissen, dass Bildung ihre einzige Chance ist", erklärte Bartnig. Nicht ohne Stolz bilanzierte er, dass von den 241 jungen Flüchtlingen, die "Refugium" seit der Gründung vor 17 Jahren betreut hat, mehr ihr Abitur gemacht haben als die Schüler Sachsen-Anhalts im Durchschnitt.

Gauck lobte die Arbeit des Vereins und das Engagement von Kirche und Caritas als ein Beispiel, das auch in anderen Bundesländern Schule machen sollte. Solch positive Projekte müssten viel stärker in der Öffentlichkeit bekannt werden. "Wir dürfen die Hoheit über die Zuwanderungsdebatte nicht Chaoten und wenig hilfreichen Strömungen überlassen", mahnte Gauck. "Wir werden uns nicht von Brandstiftern jeder Couleur in Angststrategien jagen lassen." Zugleich forderte das Staatsoberhaupt eine offene gesellschaftspolitische Debatte darüber auf, wie viele Flüchtlinge Deutschland aufnehmen könne. "Nicht darüber zu reden, bestärkt jene, die diffuse Ängste schüren."

Mit Blick auf die neue Kooperation von Bund und Ländern appellierte Gauck an die Verantwortlichen, in der Gesetzgebung auch die Probleme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen stärker zu berücksichtigen, etwa beim Zugang zu Schule und Ausbildung. "Wir brauchen neue Lösungswege für diese jungen Menschen, und ich bin sehr dankbar, dass es trotz der gegenwärtigen Probleme so ein großes Engagement für diese Flüchtlinge gibt."
http://www.tag-des-herrn.de/content/kein...t-machen-lassen
kna

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