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Maritas / Traudels Blog - Beschreibung
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02
November
2013

30 Oktober, 12:29 1 Rebellen setzen C-Waffen gegen Kurden in Norden Syriens ein

STIMME RUSSLANDS Die syrischen Aufständischen haben im Nordosten des Landes in der Nähe der syrisch-türkischen Grenze C-Waffen gegen die kurdischen Milizen eingesetzt.



Dies teilte am Mittwoch der libanesische TV-Sender Al Mayadeen mit. Die Attacke sei am Dienstag gegen die Stellung der kurdischen Kämpfer in der Stadt Al-Hasakah, im Stadtteil Ra's al-'Ayn, unternommen worden. Die Information darüber sei jedoch erst am Mittwoch bekannt geworden.

Nach der Explosion eines Geschosses hätten die kurdischen Kämpfer einen gelben Rauch gesichtet. Danach hätten einige von ihnen eine starke chemische Vergiftung gespürt, berichtet der Sender.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2013_10_30/Re...riens-ein-0450/

http://german.ruvr.ru/news/2013_10_30/Re...riens-ein-0450/
http://german.ruvr.ru/2013_09_05/Papst-Franziskus-8918/

02
November
2013

Papst-Emeritus Benedikt XVI.: Ruhe ist nicht die erste Bischofspflicht!

Papst-Emeritus Benedikt XVI.: Ruhe ist nicht die erste Bischofspflicht!
Veröffentlicht: 2. November 2013 | Autor: Felizitas Küble

Joseph Ratzinger amtierte noch als Kurien-Kardinal und Präfekt der Glaubenskongregation, als der bekannte Journalist Peter Seewald ein ausführliches Gespräch mit ihm führte, das danach in Buchform erschien: “Salz der Erde - Christentum und katholische Kirche an der Jahrtausendwende”.

Dort befinden sich auf Seite 67 einige aufschlußreiche Aussagen zur kirchlichen Sendung und zu den Aufgaben der Bischöfe:
Foto: www.vatican.va



Foto: http://www.vatican.va

“Man redet heute viel von der prophetischen Aufgabe der Kirche. Das Wort wird manchmal mißbraucht. Aber wahr ist doch, daß die Kirche sich nie einfach mit dem Zeitgeist liieren darf.

Sie muß die Laster und Gefährdungen einer Zeit ansprechen; sie muß den Mächtigen ins Gewissen reden, aber auch den Intellektuellen, denen auch, die banausisch und gemütlich an den Nöten einer Zeit vorbeileben wollen – und so fort.

Als Bischof fühlte ich mich verpflichtet, mich dieser Aufgabe zu stellen. Zudem waren die Defizite zu offenkundig: Ermüdung des Glaubens, Rückgang der Berufungen, Sinken des moralischen Standards gerade auch unter den Menschen der Kirche, zunehmende Tendenz zur Gewalt und vieles andere.

Mir klingen immer die Worte der Bibel wie der Kirchenväter im Ohr, welche die Hirten mit großer Schärfe verurteilen, die wie stumme Hunde sind und, um Konflikte zu vermeiden, das Gift sich ausbreiten lassen.

Ruhe ist nicht die erste Bürgerpflicht - und ein Bischof, dem es nur darauf ankäme, keinen Ärger zu haben und möglichst alle Konflikte zu übertünchen, ist für mich eine abschreckende Vision.”


http://www.vatican.va/phome_ge.htm



Santa Marta
http://www.vatican.va/holy_father/france...13/index_ge.htm


http://bc03.rp-online.de/polopoly_fs/arc.../1444597525.jpg

02
November
2013

Kirchenaustritte: Langfristige Gründe und aktuelle Anlässe

Kirchenaustritte: Langfristige Gründe und aktuelle Anlässe



RealAudioMP3 Kirchenaustritte hängen mit dem Verlust von Glaubwürdigkeit der Kirchen zusammen, Geschichten um Finanzen und fehlende Transparenz führen zu stark ansteigenden Austrittszahlen. Darauf weisen Untersuchungen hin, die in Nordrhein-Westfalen nach der Geschichte um das Bistum Limburg stichprobenartig erhoben wurden. Aber ist das wirklich so? Sind die vom WDR veröffentlichten Zahlen wirklich auf die Geschichte um Limburg, um das Geld der Kirche zurückzuführen? Detlef Pollack ist Religionssoziologe an der Universität Münster. Ihn haben wir gefragt, ob einzelne Ereignisse wirklich eine so große Rolle bei den Austritten spielen.

„Das glaube ich schon. Im Jahr davor sind die Austritte deutlich geringer und es gibt auch Vergleiche zwischen dem Monat Oktober und dem Monat September und auch da sind die Differenzen deutlich. In vielen Bistümern haben sich die Austritte verdoppelt. Man muss wahrscheinlich sagen, dass die Vorgänge im Bistum Limburg wahrscheinlich ausschlaggebend dafür waren.“

Wenn man sich jetzt darum kümmert und die Ursachen abstellt, wäre dann diese Tendenz umkehrbar?

„Ich glaube, dass sich an den Vorgängen um das Bistum Limburg sehr viel entzündet. Sehr viele Vorbehalte, die es ohnehin gegenüber der katholischen Kirche gibt, können artikuliert werden und finden einen klaren Gegenstand. Nun hat man den Grund, empört zu sein. Ich glaube nicht, dass es so leicht ist, das wieder umzukehren.“

Sie sprechen von bereits bestehenden Vorbehalten, es gibt also durchaus eine schleichende Entwicklung, die jetzt ihren Auslöser gefunden hat?

„So würde ich das sagen. Mein Eindruck ist seit vielen Jahren, dass viele katholische Christen zu ihrer Kirche stehen, aber doch mit vielen inneren Vorbehalten. Das bezieht sich sehr stark auf die Sexualmoral, aber auch auf die Hierarchie, man fühlt sich innerhalb der Kirche nicht ganz Ernst genommen, man möchte mehr Mündigkeit, mehr Selbstständigkeit und mehr Autonomie haben. Diese ganzen Probleme, die es seit Jahren in der katholischen Kirche gibt, die führen nicht unbedingt gleich dazu, dass man aus der Kirche austritt, weil man die Kirche hoch schätzt, weil man von ihr viel bekommen hat, weil man durch seine kindliche und jugendliche Erziehung mit der Kirche zusammen gewachsen ist. Das ist ein hohes Gut.
Bevor man austritt, muss viel geschehen. Die Ereignisse im Bistum Limburg sind dann gewissermaßen wie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Auf einmal kippt auf einmal die Balance, die man über Jahre gehalten hat.“

Wie sieht das mit positiven Ereignissen aus? Ich erinnere an den Papstwechsel und die universelle Begeisterung für diesen Papst. Dreht das die Entwicklung um?

„Das dreht das nicht um, aber es hat schon eine Auswirkung. Es ist ganz deutlich, dass viele Katholiken gesagt haben, dass er eine große Hoffnung ist, jetzt hätten sie neues Vertrauen, jetzt müsse man sehen, was das konkret in den Gemeinden bringe. Ich würde aber den Einfluss der Kirche auf das Verhältnis der Katholiken zu ihrer eigenen Kirche aber nicht überschätzen, weil dies von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist.
Solche Faktoren sind zum Beispiel die kindliche Prägung, was man also in der Kindheit an religiösen Erfahrungen gemacht hat und wie man in die Gemeinde hinein gekommen ist. Wichtig ist auch das öffentliche Meinungsbild. Ganz entscheidend ist, was die Kirche tut, also ob sie in der Caritas tätig ist und ob man das Gefühl hat, dass sie eine wichtige Arbeit macht. Dann gibt es solche Ereignisse wie etwa den Papstwechsel oder jetzt solche Skandale wie in Limburg, die das gewissermaßen auch noch mit beeinflussen. Aber es ist ein sehr komplexes Feld und die Beziehung der Menschen zu ihrer Kirche wird von diesen vielen Faktoren beeinflusst.“

Zur Zugehörigkeit zur Kirche geht auch die Kirchensteuer einher. Was für einen Einfluss haben die finanziellen Erwägungen?

„Einen ziemlich großen. Wir haben leider keine genauen Untersuchungen zur katholischen Kirche, aber aus dem Raum der evangelischen Kirche wissen wir, dass das Kirchensteuer-Ersparnis-Motiv ganz entscheidend ist für den Kirchenaustritt. Man kann das nicht isoliert betrachten, wie ich schon sagte, dahinter steht eben oft auch eine Entfremdung von der Kirche und dass einem der Glauben nicht so wichtig ist. Dann kommt dieses finanzielle Motiv hinzu und man fragt, warum man für diese Kirche auch noch was bezahlen soll. Dann ist das gewissermaßen der entscheidende Austrittsgrund.“

Ist das irgendwie aufzuhalten?

„Ich glaube schon, dass die Kirchen einiges tun können, man muss aber auch ganz realistisch sehen, dass die Kirchen auch schon viel getan haben. Es ist ja nicht so, dass sie jetzt überrascht sind von irgendwelchen Ereignissen und auf einmal treten die Menschen aus. Die treten seit Jahrzehnten aus.
Seit dem Zeiten Vatikanischen Konzil gibt es eine starke Reformbemühung in den Kirchen und das hat ja auch Wirkung gezeigt. Die Kirche ist dialogischer geworden, sie geht mehr auf die Bedürfnisse der Laien ein, sie ist weniger hierarchisch strukturiert – nicht unbedingt formell, aber im Erscheinungsbild – aber trotzdem ist der Trend zur Abkehr von der Kirche nicht aufgehalten worden und er hat sich in den letzten 20 Jahren gerade in der katholischen Kirche in Deutschland noch einmal verstärkt.“

(rv 02.11.2013 ord)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/...4sse/ted-742911
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

Italien: Rom nimmt nach Papstappell Bootsflüchtlinge auf

Italien: Rom nimmt nach Papstappell Bootsflüchtlinge auf



Die Stadt Rom hat sich nach einem Appell von Papst Franziskus zur Aufnahme von 155 Überlebenden der jüngsten Tragödien vor Lampedusa bereiterklärt. Franziskus hatte zu Allerheiligen am Ende eines Gottesdienstes auf dem römischen Friedhof von Verano zum Gebet für die geretteten Bootsflüchtlinge aufgerufen. Diese warteten in den Aufnahmelagern auf die Abwicklung der rechtlichen Angelegenheiten, um an angenehmere Orte gebracht zu werden, so der Papst. Daraufhin erklärte Roms neuer Bürgermeister Ignazio Marino die Bereitschaft der Stadt Rom, 155 Überlebende aufzunehmen, wie die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ am Samstag berichtete. Er hoffe, dass die rechtlichen Fragen innerhalb der nächsten Stunden geklärt würden, zitiert die Zeitung Marino.

(kap/la repubblica 02.11.2013 gs)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/..._auf/ted-742963
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

EU: Frist für Bürgerinitiative zum Lebenschutz endet

EU: Frist für Bürgerinitiative zum Lebenschutz endet

Die Frist für Unterschriften im Rahmen Europäischen Bürgerinitiative „Einer von uns“ (One of Us) zum Schutz des Lebens ist an diesem Freitag ausgelaufen. Die Initiative habe nach eigenen Angaben das Ziel erreicht und mehr als eine Million Unterschriften und die zudem erforderliche Mindestanzahl von Unterstützern in mindestens sieben Mitgliedstaaten gesammelt, teilte die EU in Brüssel mit. Nach Angaben der Initiative lagen kurz von Fristende 1,6 Millionen Unterschriften vor.

Die Initiative, die von Papst Franziskus und von zahlreichen deutschen Bischöfen unterstützt wird, fordert von der EU einen Finanzierungsstopp für Aktivitäten, bei denen Embryonen zerstört werden, etwa in Forschung, Entwicklungshilfe und öffentlicher Gesundheit. Dabei berufen sich die Organisatoren auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 18. Oktober 2011, wonach das Leben des Menschen mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt. Die nationalen Behörden müssten nun innerhalb von drei Monaten die Zahl der gültigen Unterschriften prüfen und bescheinigen, so die EU-Mitteilung weiter. Wenn die Zahl ausreiche, habe die Europäische Kommission danach drei Monate Zeit, die Initiative selbst zu bewerten und über weiteres Vorgehen sowie Konsequenzen zu entscheiden.

(kna 01.11.2013 sta)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/...det_/ted-742766
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

Franziskus betet an den Gräbern seiner Vorgänger

Franziskus betet an den Gräbern seiner Vorgänger



Papst Franziskus betet an diesem Abend des Allerseelentages an den Gräbern der verstorbenen Päpste unter dem Petersdom. Um 18 Uhr steigt er in die so genannten Grotten, in denen viele seiner Vorgängern beerdigt sind. Das erste Mal betete Franziskus am Ostermontag, zwei Wochen nach seiner Wahl, an den Gräbern der verstorbenen Päpste. In den Grotten sind Benedikt XV., Pius XI., Pius XII. Paul VI. und Johannes Paul I. bestattet. Der selige Johannes Paul II., den Franziskus im kommenden April gemeinsam mit Johannes XXIII. heilig sprechen wird, ruht dagegen im Petersdom selbst. An seinem Grab hat Franziskus vergangenen Donnerstag seine Frühmesse gefeiert, die er normalerweise in der Kapelle seiner Residenz Santa Marta zelebriert.

(rv 02.11.2013 gs)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/...nger/ted-742943
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

Familienpastoral: „Wäre eine Erleichterung der Eheannullierung hilfreich?"

Familienpastoral: „Wäre eine Erleichterung der Eheannullierung hilfreich?"



Am kommenden Dienstag will der Vatikan den Fragebogen zur Vorbereitung der kommenden Bischofssynode zu Fragen der Familie vorstellen. Bereits vorab ist die Vatikan-Umfrage auf hohes Interesse etwa bei Laien gestoßen, die auf Änderungen in der Familienseelsorge hoffen, so über den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Das Sekretariat zur Vorbereitung der Bischofssynode hat die Fragebögen unter seinem neuen Leiter Erzbischof Lorenzo Baldisseri an alle Bischofskonferenzen der katholischen Kirche weltweit verschickt.

Die Bischofskonferenzen von Großbritannien und den Vereinigten Staaten verbreiteten das 7-seitige Dokument daraufhin auf ihren Webseiten. Demzufolge legt der Fragebogen neun Leitthemen mit insgesamt 39 Einzelfragen zur Beantwortung vor. Viele der Punkte, die bei der Sonderbischofssynode im Herbst 2014 auf den Tisch kommen sollen, fallen unter die bekannte Kategorie „heiße Eisen“. Beispielsweise geht es die Ehe ohne Trauschein, Verhütung, Alleinerziehende, homosexuelle Lebenspartnerschaften und die Frage, ob solche Paare Kinder adoptieren dürfen, Leihmutterschaft, aber auch um die Stellung heutiger Katholiken zur Beichte.

Einige der Fragen zielen zunächst auf die Verbreitung und die Aufnahme der kirchlichen Lehre zur Familienpastoral. In anderen Fällen sind die Bischofskonferenzen gebeten, über ihren pastoralen Umgang mit schwierigen Lebenslagen Auskunft zu geben. Zum Punkt des Sakramentenempfangs für wiederverheiratete Geschiedene findet sich die konkrete Frage, ob eine Erleichterung bei der Ehe-Annullierung hilfreich sein könnte.

Mit Blick auf die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare informiert sich der Vatikan bei den Bischöfen über die Rechtssprechung in den jeweiligen Ländern. „Welche seelsorgerliche Aufmerksamkeit kann Personen geboten werden, die sich für diese Art der Verbindung entschieden haben?“, lautet eine der sich anschließenden Fragen.

Fragebögen gehören bei der Vorbereitung von Bischofssynoden zu den üblichen Instrumenten, um ein grundlegendes Arbeitspapier zu entwerfen, die den Teilnehmenden vorab z


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/...rung/ted-742938
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

Kurien-Kardinal Cordes zum Thema Limburg: “Viel Verleumdung im Spiel”

Kurien-Kardinal Cordes zum Thema Limburg: “Viel Verleumdung im Spiel”
Veröffentlicht: 2. November 2013 | Autor: Felizitas Küble

“Nicht nur Transparenz, sondern auch Transzendenz“

Am 1. November wurde im “Deutschlandradio” ein aufschlußreiches Interview mit dem deutschen Kurien-Kardinal Paul Josef Cordes ausgestrahlt.

Der ehem. Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum (welcher die sozialen Aktivitäten des Vatikan koordiniert) äußerte sich im Gespräch mit dem katholischen Redakteur Jürgen Liminski zur Debatte um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst (siehe Foto).


Foto: PRO

Auf die Liminski-Frage “Muss die Kirche nicht umdenken und sich mit kleineren Bauten begnügen?” antwortete der Vatikanvertreter, in der Causa Limburg sei “nicht nur Übertreibung, sondern auch viel Verleumdung im Spiel” gewesen; man könne streckenweise “sogar von Hass sprechen”, so der Kardinal, der zudem daran erinnerte:

“Die Kampagne setzte an, lange bevor die Finanzen entdeckt wurden. Sie hatte für jemanden, der schon länger die Geschicke in Deutschland im Blick hat, ganz andere Gründe.

Bischof Tebartz versuchte, die Bindung der Diözese an die katholische Weltkirche zu verstärken. Die hatten ja durch verschiedenen Praktiken und auch Personen doch sehr gelitten, und es hatten sich auch Strukturen eingestellt, die, nicht einmal nach dem Kirchenrecht vertretbar sind.

Da entsteht ein Klima, das sehr problematisch ist. Und wie viel noch zu tun bleibt, zeigt die jüngste Äußerung des Frankfurter Stadtpfarrers, der dem Heiligen Vater – jedenfalls nach Zeitungsnotizen – öffentlich Maulschellen erteilt.”
“Wer predigt heute noch über das ewige Leben?”

Der aus dem Bistum Paderborn stammende Kurien-Kardinal empfiehlt sodann den “geistlichen Mitbrüdern aus Deutschland” neben der “Transparenz” etwas weiteres: “Unbedingt mehr Transzendenz.”

Hinsichtlich der transzendenten, der übernatürlichen Themen erwähnt Cordes ein Beispiel:

“Wer predigt heute noch – ich denke jetzt vor allen Dingen an Deutschland – über das ewige Leben? Wie viele alte Menschen begehen Selbstmord, weil sie das vergessen haben?”

02
November
2013

Regensburger Katholiken feierten ihren Bistumspatron, den heiligen Wolfgang



Heiliger Wolfgang Gebet in der Krypta 2


Regensburger Katholiken feierten ihren Bistumspatron, den heiligen Wolfgang
Veröffentlicht: 2. November 2013 | Autor: Felizitas Küble

Ein Heiliger von “europäischem Format”

Alle Plätze in der Basilika St. Emmeram waren am Donnerstagabend besetzt, als Bischof Rudolf Voderholzer zusammen mit den Priestern und Gläubigen im Rahmen eines Pontifikalamts das Hochfest des heiligen Wolfgang feierten; er ist Patron des Bistums Regensburg.

Neben dem Diözesanbischof zelebrierten Weihbischof R. Pappenberger, Dompropst Dr. Gegenfurtner, Pfarrer Roman Gerl und Prälat Siegfried Schweiger. Chor und Orchester von St. Emmeram gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Zum Ende der Feier zogen Bischof, Priester und Ministranten zum Gebet hinunter in die Krypta der Basilika. Hier liegen die sterblichen Überreste des heiligen Wolfgang in einem Schrein. Heiliger Wolfgang Gebet in der Krypta 2
Kritik an Halloween-Umtrieben

In seiner Predigt richtete Bischof Voderholzer seinen Blick auf den Festtag des Bistumspatrons, auf Allerheiligen und Allerseelen, aber auch auf die Umtriebe rund um Halloween, die auf das Hochfest des Heiligen fallen.

Niemanden solle seine Gaudi genommen werden, betonte der Bischof, Problematisch werde es aber, wenn die großen Themen des Menschsein: Sterben, Tod, Gericht, Ewiges Leben, nicht mehr im Licht der christlichen Erlösungsbotschaft gesehen werden, sondern in einem Wust von unernstem Geistergetue untergingen.

Als Kirche dürften wir, in der Solidarität aller ihrer Glieder über Grab und Tod hinaus, am Allerheiligentag zuerst alle die feiern, die gemäß Jesu erster Heiligsprechung in der Bergpredigt schon bei Gott vollendet sind; all jene, die die Heiligkeit, die sie in der Taufe geschenkt bekamen, durch ein Leben in Glauben, Hoffnung und Liebe bewahrt und vertieft haben.
Gebet für Verstorbene: Solidarität der Liebe

Am Allerseelentag gingen die Gläubigen an die Gräber, und beim Requiem beteten sie für alle, von denen wir annehmen, dass sie unser Gebet und unsere Solidarität der Liebe noch bräuchten. Dabei, so Bischof Rudolf, hoffen wir, dass auch für uns einmal gebetet werden wird, und unser Glaube nicht im unernsten Halloween-Aberglauben erstickt werde: Heiliger Wolfgang Gebet in der Krypta 1 - Kopie


Krypta 1


„Wir haben in Regensburg den schönen Ineinsfall von Wolfgangsfest und Allerheiligen. Der heilige Wolfgang führt gewissermaßen die Schar der kanonisierten Heiligen an“, erklärte der Regensburger Oberhirte und verwies auf die großen Leistungen des Heiligen von der Gründung einer Domschule bis hin zur Intensivierung des geistlichen Lebens im Klerus und in den Klöstern.

Wolfgang sei ein Bischof von europäischem Format gewesen, erklärte Bischof Rudolf abschließend.
Bischof von Regensburg im 10. Jahrhundert

Wolfgang war Benediktinermönch und im 10. Jahrhundert Bischof von Regensburg. Der heilige Wolfgang wurde 924 in Pfullingen geboren. Er besuchte die Klosterschule auf der Bodenseeinsel Reichenau und später die Domschule in Würzburg. Danach lehrte er an der Domschule Trier.

965 trat Wolfgang in das Kloster Einsiedeln in der Schweiz ein. Dort wurde er Leiter der Klosterschule und 968 zum Priester geweiht. Auch als Missionar war Wolfgang in Ungarn tätig. 972 berief ihn König Otto I. zum Bischof von Regensburg.

Der Heilige Wolfgang fungierte als Lehrer und Erzieher der bayerischen Herzogskinder, des späteren Kaiser Heinrich II. sowie Gisela, Gattin des Königs Stephan von Ungarn. Während einer Reise starb Bischof Wolfgang am 31. Oktober 994 nahe Linz. Er wurde in St. Emmeram in Regensburg bestattet.

Papst Leo IX. erhob Wolfgangs Gebeine 1052 in einen Reliquienschrein und erklärte ihn für heilig. Die Reliquien des Heiligen Wolfgang ruhen in der Krypta von St. Emmeram. Der Heilige Wolfgang wird als Schutzpatron der Bildhauer, Holzarbeiter, Zimmerleute, Schiffer und Hirten verehrt. Dargestellt wird Bischof Wolfgang stets mit Bischofsstab und Kirche.

Quelle für Text und Fotos: Bischöfliches Presseamt Regensburg

02
November
2013

Das Martyrium der Donauschwaben und ihrer todesmutigen katholischen Priester

Das Martyrium der Donauschwaben und ihrer todesmutigen katholischen Priester
Veröffentlicht: 2. November 2013 | Autor: Felizitas Küble |

Von Dr. Eduard Werner

Der österreichische Dichter Franz Grillparzer hat in prophetischer Voraussicht schon 1848 geschrieben: „Der Weg der neuren Bildung geht von Humanität durch Nationalität zur Bestialität.“


Foto: Evita Gründler

Wie recht er hatte, zeigte sich, als sich nach dem 2. Weltkrieg auf dem Balkan Kommunismus und Nationalismus vermischten. Da geriet die Grausamkeit der Menschen tatsächlich zur Bestialität.

Den katholischen Priestern in den deutschsprachigen Volksgruppen wurden gleich zwei Dinge zur Last gelegt. Einmal, dass sie Priester der weltumspannenden katholischen Kirche waren und dann noch, dass sie Deutsch als Muttersprache hatten und somit zur deutschsprachigen Minderheit in Rumänien oder in Jugoslawien gehörten.

Etwa 33 Priester der Donauschwaben wurden nicht einfach erschossen, sondern langsam zu Tode gequält, um ihre Schmerzen zu steigern.
Dekan Theodor Klein: von Kommunisten brutal gefoltert

Einer dieser Märtyrer ist der Dechant Theodor Klein, Priester des Bistums Fünfkirchen in Ungarn.

Er ist am 2. September 1872 in Barbac in Ungarn geboren. Am 8.2.1895 wurde er zum Priester geweiht. Am 30. März 1945 wurde er in seinem Seelsorgsbezirk Monoster/Baranya ermordet.

Nachdem im Herbst 1944 sowjetrussische Truppen auch Südungarn erobert hatten, errichteten dort die kommunistischen Partisanen eine Schreckensherrschaft. Die Priester wussten zwar, welches Unheil sie erwartete, aber getreu dem Wort Christi „Ein guter Hirte flieht nicht, er bleibt bei seinen Schafen“ blieben nahezu alle Priester auf ihrem Posten.

Zuerst wurden alle nicht arbeitsfähigen Männer dieser Gegend erschossen. Die arbeitsfähigen Männer wurden in ein Zwangsarbeitslager getrieben. Auch Dechant Klein wurde dorthin gebracht.

In der Nacht vom Gründonnerstag auf Karfreitag 1945 wurde der damals 73 Jahre alte Geistliche im Dorfgasthaus von Albertsdorf (Grabovac) gefoltert. Sein markerschütterndes Schreien hörte man in der ganzen Nachbarschaft. Eine Zeitzeugin konnte in einem unbewachten Augenblick in den benachbarten Gasthof gehen, wo sie den Dechanten nackt und blutüberströmt auf dem Betonfußboden liegen sah. Er bat stöhnend um Hilfe.

Sein Gesicht war zerschunden. Aus seinem Körper hatten Folterknechte Stücke Fleisch herausgeschnitten und in die Wunden reichlich Salz gestreut. Schließlich kamen die Partisanen zurück. Sie warfen den Sterbenden auf einen Schubkarren und fuhren ihn weg. Sein Wimmern wurde immer leiser. Nach Aussagen von Kindern soll Dechant Klein erst am Ostermorgen gestorben sein.
Weitere Priester grausam ermordet

Auch in Rumänien und Jugoslawien wurden Priester auf ähnliche Weise zu Tode gequält. Dem Pfarrer Michael Werner wurden die Genitalien mit einer Zange herausgerissen. Der Apostolische Protonotar Lakajner wurde an einen Wagen gebunden und zu Tode geschleift.

Wie stark muss der Glaube dieser Priester gewesen sein, dass sie trotz der vorhersehbaren Gefahren bei ihren Gläubigen blieben. Heute dagegen wagen viele Christen nicht einmal mehr, den Glauben der Kirche zu vertreten, obwohl ihnen keine Todesstrafe droht. Die heutige Glaubensschwäche wird den Menschen keinen Segen bringen.


Erstveröffentlichung dieses Beitrags hier: http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=1760

Die DEUTSCHEN stellten im UNGARN der Vorkriegszeit ca. 10% der Bevölkerung. Näheres hier: http://www.sulinet.hu/oroksegtar/data/ma...schaftliche.htm

02
November
2013

Papst zu Lampedusa: „Lassen wir unser Herz weinen“

Papst zu Lampedusa: „Lassen wir unser Herz weinen“



RealAudioMP3 Papst Franziskus hat den Bürgern von Assisi für den „herzlichen Empfang“ gedankt. Am Freitag hatte er zum Fest des heiligen Franz von Assisi dessen Städtchen in Umbrien besucht. „Stellt euch vor, das war das erste Mal, dass ich in Assisi war“, so der Papst. „Es war für mich ein großes Geschenk, diese Pilgerfahrt durchführen zu dürfen... vielen Dank!“


Bei seinem Angelusgebet am Petersplatz sprach Franziskus an diesem Sonntag über das Lukasevangelium, in dem Jesus zu seinen Jüngern sagt: „Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Hebt dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen“ (Lk 17,6). „Ein Senfkorn ist winzig klein, aber Jesus sagt, dass schon so ein winziger Glaube reicht – winzig, aber echt und ehrlich. Dann kann man schon menschenunmögliche Dinge tun. Das ist wahr! Wir alle kennen doch einfache Leute, die aber einen starken Glauben zum Berge-Versetzen haben! Denken wir doch an diese Eltern, die sehr schwierige Situationen meisten; oder an bestimmte Schwerkranke, die anderen völlige innere Ruhe vermitteln. Diese Personen rühmen sich nicht dessen, was sie tun, sondern sagen einfach: Wir sind doch unnütze Diener, wir tun nur unsere Schuldigkeit...“

„Gebet ist der Atem des Glaubens“

Jeder Christ solle in seinem Alltagsleben Zeugnis von seinem Glauben geben, wünschte sich Papst Franziskus. Auch noch der allerkleinste Glaube habe seine Kraft. „Und woher bekommen wir diese Kraft? Aus dem Gebet zu Gott. Das Gebet ist der Atem des Glaubens. Im Gebet spricht die Seele mit Gott.


“ Von seinem vorbereiteten Redetext abweichend, rief der Papst wie schon mehrfach in den letzten Tagen zum Gebet für die vor der Insel Lampedusa ertrunkenen Bootsflüchtlinge auf. „Ich will mit euch zusammen an die Menschen erinnern, die am letzten Donnerstag das Leben vor Lampedusa verloren haben. Beten wir schweigend für diese unsere Brüder und Schwestern: Frauen, Männer, Kinder... Lassen wir unser Herz weinen. Beten wir in Stille.

Aus dem Vatikan wurde an diesem Sonntag bekannt, dass Papst Franziskus den polnischen Kurien-Erzbischof Konrad Krajewski nach Lampedusa geschickt hat, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Krajewski, erst unlängst im Beisein des Papstes zum Bischof geweiht, ist der für Almosen Verantwortliche des Vatikans („elemosiniere“). Er segnete am Sonntagmittag in Lampedusa die Leichname mehrerer Opfer der Schiffskatastrophe, die von Tauchern geborgen worden sind.

(rv 06.10.2013 sk)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/...%9C_/ted-734880
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

Erzbischof Müller beklagt Protestantisierung des Priesterbildes

Erzbischof Müller beklagt Protestantisierung des Priesterbildes



Auch Katholiken sei heute der wesentliche Unterschied zwischen dem geweihten Priester und dem Priestertum aller Gläubigen nicht mehr bewusst. Mit diesen Worten beklagte Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller eine Protestantisierung des Priesterbilds in der katholischen Kirche. Müller äußerte sich in einem Beitrag, den die vatikanische Tageszeitung „L’Osservatore Romano“ am Donnerstag veröffentlichte. Als einen Grund für die Krise des Priestertums nennt der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation die Öffnung des katholischen Milieus für die Ergebnisse evangelischer Bibelwissenschaft der 50er und 60er Jahre. Die darin enthaltenen Vorurteile seien oft nicht erkannt worden, so der Erzbischof. Dadurch hätte die radikale Kritik am Kult und an der priesterlichen Vermittlerrolle auch im katholischen Raum Fuß gefasst. Zudem sei das biblische Fundament des Priestertums infrage gestellt worden, so Müller.

Beim dem Text handelt es sich um Auszüge einer Rede, die der Präfekt der Glaubenskongregation am Mittwoch in Palermo gehalten hatte. Anlass war die Vorstellung des zwölften Bandes der Gesammelten Schriften von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. auf Italienisch in der theologischen Fakultät von Sizilien.

(kna/or 31.10.2013 ord)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/...ldes/ted-742351
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

Kampf gegen Menschenhandel: Mehr Einsatz der Weltkirche gefragt

Kampf gegen Menschenhandel: Mehr Einsatz der Weltkirche gefragt




Papst Franziskus will die Weltkirche offenbar auf mehr Einsatz gegen Menschenhandel einschwören. Aus diesem Grund findet an diesem Samstag und Sonntag in den vatikanischen Gärten ein internationaler Kongress über Menschenhandel statt. Am Samstagmorgen begrüßte Franziskus die Teilnehmenden kurz in seiner Residenz. Zu der Konferenz haben zwei Päpstliche Akademien eingeladen, nämlich jene für Wissenschaft und jene für Sozialwissenschaft. Der argentinische Bischof Marcelo Sanchez Sorondo ist Kanzler beider Akademien. Er sagte uns:

„Der Papst wollte ausdrücklich, dass die päpstlichen Akademien das Problem des Menschenhandels angehen. Kurz nach seiner Wahl zum Papst empfing er die Angehörigen der Akademie für Sozialwissenschaften. Danach schickten ihm die Akademiker einen Dankesbrief, und er hat praktisch postwendend geantwortet, er hätte gerne, dass man das Problem der neuen Formen der Sklaverei inklusive Organhandel studiert. Wir haben uns also zusammengesetzt, aber bald gesehen, dass wir Ärzte und auch Naturwissenschaftler einbinden müssen.“

Allein die sozialen Umstände in den Blick zu nehmen, um Menschenhandel zu bekämpfen, genügt also nicht mehr, sagt Sanchez Sorondo. Einzubinden seien unbedingt auch Mediziner. Deshalb beteiligt sich ein internationaler Verband katholischer Ärzte an der Vatikan-Konferenz.

„Die Ärzte sind grundlegend. Sie kennen die Welt der Kranken und der Suchtkranken. Eines der mächtigsten Lockmittel, mit dem die Menschenhändler Frauen und Kinder in die Prostitution führen, ist die Droge. Zuerst geben sie ihnen Drogen, dann führen sie sie der Prostitution zu. Zur Konferenz kommen unter anderem auch Psychiater und Suchttherapeuten. Und wir möchten nicht abstrakt bleiben. Die Beobachter, die wir – über die Vortragenden hinaus – eingeladen haben, sollten vorab konkrete Vorschläge zur Eindämmung des Phänomens machen, die wir debattieren werden. Ein Arzt schlug vor, eine genetische Datenbank verschwundener Kinder mit den Daten ihrer Eltern zu schaffen.“

In vielen Ländern zeigten die Gesetze mit Blick auf den Menschenhandel eine gewisse Doppelmoral, beanstandet der Vatikan-Bischof.

„Einerseits sprechen sie vom menschlichen Leben, andererseits begünstigen sie das Problem. So haben amerikanische Soldaten in Bosnien Menschenhandel betrieben. Die Frau, die das angezeigt hat, wurde von der UNO entlassen. Auch Ärzte spielen mit. Ausgerechnet jene Institutionen, die das Leben verteidigen sollen, sind jene, die am meisten belastet sind. Länder, die Prostitution als reguläre Arbeit anerkennen, schaffen ebenfalls Markt für Menschenhandel. Deutschland etwa, und andere.“

Laut UNO-Angaben werden jedes Jahr zwei Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel für Zwecke der Prostitution. Organhandel betrifft jährlich rund 20.000 Menschen. Ihnen werden illegal Lebern, Nieren, Bauchspeicheldrüsen, Lungen oder sogar Herzen entnommen, alles unter Beteiligung von Krankenhäusern, Ärzten und Pflegern. „Menschenhandel ist der dramatischste Auswuchs der Globalisierung“, sagt Sanchez Sorondo. Franziskus sei hohes Lob dafür zu zollen, dass er das Thema Menschenhandel massiv aufgreife. In der Weltkirche sieht der Vatikan-Bischof aber noch Nachholbedarf.

„Wir möchten eine gemeinsame Grundlage für die Kirche schaffen, um dem Menschenhandel entgegenzutreten. Einzelne Bischofskonferenzen haben bereits Dokumente dazu erarbeitet, etwa Großbritannien und Guatemala. Aber ich würde nicht sagen, dass die Weltkirche genügend Problembewusstsein hat.“

Es sei das erste Treffen der beiden päpstlichen Akademien zum Thema Menschenhandel, andere werden folgen, kündigte der Bischof an. Übrigens hätten die Angehörigen der Päpstlichen Akademiker der Sozialwissenschaften beim Staatssekretariat nachgefragt, warum der Heilige Stuhl das Palermo-Protokoll gegen Menschenhandel vom Jahr 2000 noch nicht unterzeichnet habe. Es sei noch keine Antwort gekommen, offenbar gebe es „noch keine gemeinsame Politik“. Dabei ist das Eintreten gegen Sklaverei geradezu ein historisches Merkmal des Christentums. Sanchez Sorondo:

„Die Päpste sind die ersten, die sich - historisch betrachtet - gegen die Sklaverei wandten. Als das Christentum entstand, war Sklaverei eine normale Form menschlicher Existenz. Für Aristoteles war es selbstverständlich, dass es Sklaven gibt. Erst das Christentum sagte, alle Menschen haben dieselbe Würde, weil alle Kinder Gottes sind. Das II. Vatikanische Konzil denunziert das Problem des Menschenhandels, also die moderne Form der Sklaverei. Johannes Paul II. schrieb einen Brief, in dem er sich über Menschenhandel äußert. Und Papst Franziskus arbeitete in Argentinien mit vielen Hilfsorganisationen zusammen, die versuchten, das Problem einzudämmen. Er kennt diese Probleme wirklich von ganz nahe.“

(rv 02.11.2013 gs)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/...ragt/ted-742909
des Internetauftritts von Radio Vatikan

02
November
2013

Dogmatiker Hoping kritisiert Freiburger Handreichung : "Ein solches Vorgehen ist eher fragwürdig"



Prof. Helmut Hoping , Katholische Nachrichten Agentur KNA


09.10.2013
Dogmatiker Hoping kritisiert Freiburger Handreichung : "Ein solches Vorgehen ist eher fragwürdig"

Prof. Helmut Hoping ist Professor für Dogmatik an der Universität Freiburg und Diakon im Erzbistum Freiburg. Im Interview erläutert er die Genese der Freiburger Handreichung für den Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen und kritisiert Zeitpunkt und Art der Veröffentlichung.

domradio.de: Wie ist es dazu gekommen, dass Freiburg hier in dieser Frage vorprescht?

Prof. Hoping: Das geht zurück auf die Initiative der Bischöfe der oberheinischen Kirchenprovinz und dann auf ein Memorandum von Priestern und Diakonen der Erzdiözese Freiburg. Etwa 200 Priester und Diakone hatten im Mai 2012 öffentlich erklärt, dass sie sich in Einzelfällen nicht an das Kirchenrecht und den Katechismus der katholische Kirche gebunden fühlen. Die Bestimmungen dort sind ja klar, dass wiederverheiratet Geschiedene nicht zur Kommunion gehen können. Dann kam die Diözesanversammlung im Erzbistum, die im Kontext des Gesprächsprozesses der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zu sehen ist. Schließlich kam es dann zu dieser Handreichung des Seelsorgeamtes.

domradio.de: Also steht da nur drin, was ohnehin schon praktiziert wird?

Prof. Hoping: Ja, das ist aber nicht nur ein Phänomen in der Erzdiözese Freiburg, wir sehen seit etwa 20, 30 Jahren, dass in Einzelfällen nach Rücksprache und einem Gespräch mit wiederverheiratet Geschiedenen, diese zur Kommunion zugelassen werden. Das sind aber Entscheidungen vor Ort, bei denen die Priester und die wiederverheiratet Geschiedenen auf der Grundlage einer Gewissensentscheidung diesen Weg wählen. Überraschend ist die Art und Weise der Veröffentlichung dieser Handreichung, der Zeitpunkt. Die DBK hat ja eine Arbeitsgruppe zum Thema eingesetzt und will Empfehlungen aussprechen und im kommenden Jahr soll ja eine Bischofssynode in Rom zur Familie durchgeführt werden. Papst Franziskus hat darauf hingewiesen, dass das Thema dort auch behandelt werden wird. Daher überrascht mich nun der Zeitpunkt der Veröffentlichung, und von daher kann ich auch die etwas zurückhaltenden Stellungnahmen mancher Diözesen in Deutschland verstehen.

domradio.de: Wird die Handreichung Auswirkungen haben auf die Arbeitsgruppe der DBK und die Synode?

Prof. Hoping: Auf den Gesprächsprozess sicherlich, Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat ja die Handreichung schon begrüßt. Ob es auf die Bischofssynode Auswirkungen haben wird, kann ich nicht sagen, wir haben es ja in der Weltkirche mit erheblichen Ungleichzeitigkeiten zu tun. Ob alle Ortskirchen der katholischen Weltkirche das so sehen, wie das Seelsorgeamt in Freiburg, da kann man ja noch einmal ein Fragezeichen machen. Freiburg hat sich immer als Vorreiterbistum in Deutschland und sogar darüber hinaus verstanden. Es ist aber klar, und das muss man ganz deutlich gesagt werde, die Handreichung kann natürlich den Priestern und wiederverheiratet Geschiedenen die Gewissensentscheidung nicht abnehmen. Es ist ein Unterschied ob Priester und wiederverheiratet Geschiedene vor Ort aufgrund einer Gewissensentscheidung etwas tun oder ob eine Abteilung einer deutschen Diözese öffentlich einen Verstoß gegen kirchliches Recht und den Katechismus absegnet. Eine deutsche Diözese kann natürlich nicht zu einem solchen Verstoß auffordern, das geht eigentlich nicht. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass man das nicht im Rahmen einer öffentlichen Handreichung angeht, sondern in einer konzertierten Aktion solidarisch mit anderen Bistümern in der Arbeitsgruppe der DBK. Um dann auf eine universalkirchliche Regelung hinzuwirken. Das Anliegen teile ich ja, wir brauchen eine universalkirchliche Regelung für wiederverheiratet Geschiedene. Aber ich halte diesen Weg nun für nicht ganz unproblematisch.

domradio.de: Sie sind also mit den Kritikern einig, dass dieses Thema in die konkrete Seelsorge und nicht in die Öffentlichkeit gehört?

Prof. Hoping: Ja, weil wir hier einen Konflikt haben zwischen der Glaubenslehre und der Situation der Seelsorger und Betroffenen vor Ort. Eine Schwester von mir ist wiederverheiratet Geschieden, auch dort wurde nach langen Gesprächen die Möglichkeit zur Kommunion eröffnet, ich weiß schon, wovon ich spreche. Aber man sollte das vor Ort im Einzelfall entscheiden, solange es keine Korrektur der universalkirchlichen Bestimmungen gibt. Und dann gibt es eben die Arbeitsgruppe der DBK und den Rat der Kardinäle für Papst Franziskus. Es ist ja auch keine Erklärung der DBK, sondern eine Handreichung eines Büros einer Diözese. Ein Seelsorgeamt einer Diözese kann nicht die rechtlichen Bestimmungen der katholischen Kirche einfach aufheben, das geht nicht. Solange die bestehen, ist ein solches Vorgehen eher fragwürdig.

Das Gespräch führte Matthias Friebe.
(dr)

*********



Das sagt der Katechismus

Vom Verständnis der christlichen Ehe als Sakrament her hält die katholische Kirche daran fest, daß die sakramental geschlossene und als solche vollzogene Ehe weder durch die Eheleute selbst zurückgenommen noch durch irgendeine Macht aufgehoben werden kann. Die Kirche sieht aber auch, daß Ehen in eine Krise geraten und scheitern können. Unter denen, die sich scheiden lassen, gibt es heute mehr und mehr auch katholische Christen. Jedes Scheitern einer Ehe ist für die Betroffenen schmerzlich. Es hinterlässt Wunden und häufig auch bedrückende soziale Folgen. Manche Ehegatten sind von ihrem Ehepartner verlassen worden und leben getrennt von ihm. Andere haben sich so auseinandergelebt, daß sie keine Chance mehr für eine Versöhnung mit dem Ehegatten sehen und als Geschiedene allein leben.

Getrennt Lebende und Geschiedene, die für ihr weiteres Leben allein bleiben, können und sollen weiterhin am Leben der Kirche teilnehmen und ihre Sakramente empfangen. Bei anderen stellt sich manchmal auch in einem kirchlichen Eheprozeß heraus, daß die Partner gar keine gültige Ehe eingegangen sind. Wieder andere entschließen sich nach kürzerer oder längerer Zeit nach der Scheidung einer gültigen Ehe zu einer standesamtlichen Wiederverheiratung.

Das ist in zunehmendem Maße auch bei solchen katholischen Christen der Fall, die am Leben der Gemeinde teilnehmen und in der Kirche Heimat gefunden haben. Oft fühlen sich katholische Christen, die nach der Scheidung eine zivile Ehe eingegangen sind, in der Kirche nicht mehr ganz zu Hause. Manche wenden sich sogar ganz von ihr ab, weil sie irrtümlich annehmen, sie seien aus der Kirche ausgeschlossen. Andere wiederverheiratete Geschiedene äußern den dringenden Wunsch, in der Gemeinschaft der Glaubenden am eucharistischen Mahl teilnehmen zu dürfen.

Wiederverheiratete Geschiedene gehören auch weiter zur Kirche und sind zum Gottesdienst wie auch zu allen kirchlichen Veranstaltungen eingeladen wie alle anderen Christen. Wiederverheiratete Geschiedene sollen bedenken, daß sie in unterschiedlichen Weisen am Leben der kirchlichen Gemeinschaft teilnehmen können.

Wiederverheiratete Geschiedene können nach der geltenden Ordnung der Kirche nicht zu den Sakramenten zugelassen werden. Die Kirche hat schon seit langer Zeit wiederverheirateten Geschiedenen den Zugang zur Eucharistie eröffnet, wenn sie zwar miteinander eine enge Lebensgemeinschaft teilen, jedoch im Blick auf das persönliche Verhältnis zueinander wie Bruder und Schwester, das heißt, enthaltsam leben. Die Kirche weiß um die Not vieler und leidet an ihr mit. Sie sucht in ihrem Hirtendienst und in der Theologie nach Hilfen, die mit der Weisung Jesu und der Lehre der Kirche über die unwiderrufliche Treue in der Ehe vereinbar sind.

Katholischer Erwachsenen - Katechismus, herausgegeben von der Deutschen Bischofskonferenz, Bd. I. 1985/ Bd.II. 1995, hier: Bd II. 351




02
November
2013

02.11.2013 Vatikan verschickt Fragebogen zu Familienthemen an Bischöfe : Auch Gemeinden gefordert



Papst Franziskus , Deutsche Presse Agentur dpa


02.11.2013
Vatikan verschickt Fragebogen zu Familienthemen an Bischöfe : Auch Gemeinden gefordert

Als Vorbereitung auf die nächste Bischofssynode hat der Vatikan einen Fragekatalog zu Familienthemen an alle nationalen Bischofskonferenzen geschickt. Das Besondere: Auch die Gemeinden sollen mit einbezogen werden.

Das bestätigte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Freitag auf Anfrage in Bonn. Eine Sprecherin betonte, solche Fragenkataloge würden zur Vorbereitung jeder Bischofssynode verschickt. Da Papst Franziskus die nächste Sondersynode vom 5. bis 19. Oktober 2014 zum Thema "Familie" einberufen habe, konzentriert sich der jetzige Fragebogen laut DBK auf alle Familienthemen. Es gehe daher nicht nur um strittige Fragen wie Empfängnisverhütung, Scheidung und den Umgang mit homosexuellen Paaren. "Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Fragebogen erhalten und wird das weitere Vorgehen beim nächsten Ständigen Rat Ende November beraten", sagte die Sprecherin.

Das US-amerikanische Zeitschrift "National Catholic Reporter" berichtete am Donnerstag (Ortszeit) indes, dass dem Fragebogen an die Bischofskonferenzen auch ein Schreiben vom Generalsekretär der Bischofssynode, Lorenzo Baldisseri, beigelegt sei. Der Brief, aus dem die Zeitschrift zitiert, ist auf den 18. Oktober datiert. Darin bittet Baldisseri die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen darum, den Fragenkatalog an die Diözesen weiterzuleiten mit der Bitte, ihn "umgehend so weit wie möglich an Dekanate und Gemeinden" weiterzureichen. Man wolle aus "örtlichen Quellen" Beiträge zu den Themen erhalten, so das Schreiben weiter. Da die Zeit knapp sei, bittet Baldisseri um eine Synthese der Antworten bis Ende Januar.

Laien begrüßen Einbindung

In den USA wurden die Bischöfe laut NCR-Bericht vom Generalsekretär der dortigen Bischofskonferenz, Ronny Jenkins, in einem zusätzlichen Schreiben um ihre Beantwortung der Fragen bis Ende Dezember aufgefordert - allerdings ohne eine Bitte, auch die Gemeinden zu beteiligen. Auf der Internetseite der Bischofskonferenz von England und Wales findet sich hingegen bereits seit vergangener Woche ein Onlinefragebogen zu den Familienthemen. Mit den Worten "Sie können sich aktiv an der Vorbereitung der Synode beteiligen", wirbt die britische Bischofskonferenz um Teilnahme an der Onlinebefragung.

In Deutschland begrüßte ZdK-Präsident Alois Glück die Initiative von Papst Franziskus, die Gläubigen in der Weltkirche an den Beratungen der Bischofssynode über die Familienseelsorge zu beteiligen. "Es ist eine große Chance, dass sich die Laien im Rahmen dieser Umfrage zu den Themen wie Ehe, Familie und Sexualität äußern und ihre Gedanken und Ansichten in die Vorbereitungen der Bischofssynode einbringen können", erklärte Glück. "Sobald diese Umfrage in den deutschen Diözesen gestartet wird, sollten sich möglichst viele Laien daran beteiligen." Der Vatikan will am Dienstag in einer Pressekonferenz über die Synode berichten.


(KNA)

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