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19
Mai
2014

Jordanien: Wo Christen und Muslime in Frieden miteinander leben

Jordanien: Wo Christen und Muslime in Frieden miteinander leben



Papst Franziskus besucht am 24. Mai jenes Land im Nahen Osten, dass den sozialen und religiösen Frieden noch am besten bewahren konnte und sich auch als Ziel des Bibeltourismus etablieren möchte - "Kathpress"-Hintergrundbericht von Georg Pulling
19.05.2014

Amman, 19.05.2014 (KAP) Papst Franziskus wird seinen Besuch im Heiligen Land am 24. Mai in Jordanien beginnen - in jenem Land, das sich als weitgehend stabiler Faktor in der gesamten Region des Nahen Ostens etabliert hat, und in dem Christen und Muslime im Großen und Ganzen friedlich nebeneinander leben. Die Ankunft des Papstes in Jordanien am Samstag, 24. Mai, ist für 13 Uhr vorgesehen. In Amman wird der Papst von König Abdullah und Königin Rania empfangen. Das haschemitische Königshaus hat es in Vergangenheit und Gegenwart verstanden, das Land geschickt durch alle lokalen und regionalen Konflikte zu manövrieren und dabei den sozialen und religiösen Frieden zu bewahren.

Bis zu 50.000 Gläubige, fast alle gebürtige Jordanier, werden zur Papstmesse im Stadion von Amman erwartet. Die ca. 200.000 Christen machen nur rund drei Prozent der Bevölkerung Jordaniens aus. Die Hälfte davon gehört zur griechisch-orthodoxen Kirche, ca. 65.000 sind katholisch, der Rest verteilt sich auf verschiedene altorientalische und auch evangelische Kirchen.

Der katholische Bischof von Amman, Patriarchalvikar Maroun Lahham, sprach gegenüber "Kathpress" und weiteren österreichischen Medien von einem "Mosaik von Christen" in seiner Heimat, alle alteingesessen und in einer großen Gemeinschaft verbunden. Auch den Dialog mit den Muslimen in Jordanien bewertete Lahham bei dem Gespräch im Rahmen einer Pressereise positiv; dieser werde auf allen Ebenen gepflegt. Es gebe regelmäßige Treffen der Bischöfe mit muslimischen Vertretern. Die Beziehungen zu Regierung und Königshaus "sind exzellent". Nachsatz: Freilich gebe es auch einige muslimische Fanatiker, "doch ich fühle mich nie gefährdet." Die Muslim-Bruderschaft und andere radikale islamistiche Gruppen hätten in Jordanien nicht viel Rückhalt.

Im Wallfahrtsort Anjara im Norden des Landes unterstreicht auch Pater Hugo aus Argentinien das gute Verhältnis zu den jordanischen Behörden. Der Haschemiten-König sei sehr aufgeschlossen. Mit Pater Yussuf aus Ägypten und einigen Nonnen kümmert er sich um 220 Schüler samt Internat sowie bedürftige und behinderte Kinder und die Pilger.

Einrichtungen der Christen in hohem Ansehen

Die Schulen und Sozialeinrichtungen der Christen genießen in Anjara wie auch sonst im ganzen Land aufgrund ihrer Qualität höchstes Ansehen, gerade auch bei Muslimen. Die römisch-katholische Kirche betreut in Jordanien beispielsweise neben 35 Pfarren ganze 60 Pfarr- und Ordensschulen sowie die erst vor rund einem Jahr eröffnete Universität von Madaba mit 1.200 Studenten.

In allen christlichen Schulen sind rund 50 Prozent der Schüler Muslime. "Es ist gut, die jordanischen Kinder für eine pluralistische Gesellschaft zu erziehen", betonte Bischof Laham. Auch der griechisch-orthodoxe Archimandrit Innokentios im Wallfahrtsort Madaba teilt diese Ansicht. Jordanien sei unter den arabischen Ländern "der einzige Ort im Nahen Osten, wo wir diese religiöse Freiheiten genießen". Es gibt 13 griechisch-orthodoxe Schulen mit 6.000 Schülern im Land. Koedukation wird großgeschrieben, lediglich der Religionsunterricht findet für Christen und Muslime getrennt statt. Eines ist dem orthodoxen Priester noch besonders wichtig: "Wir sind hier geboren, wir sind keine Neuankömmlinge."

Die Protestanten im Land liegen ebenfalls ganz auf der Alle-sind-Jordanier-Linie. Father Andrew von der Arabischen Episkopalkirche leitet ein Gehörlosenzentrum inklusive Schule in Salt bei Amman: "Es geht uns gut. Das weiß man im Westen nicht." König Abdullah II. habe Reformen durchgesetzt, "Jordanien ist gut aufgestellt". Es gebe keine Polarisierung wie in anderen arabischen Staaten. Die Menschen wüssten darum, dass es ihnen besser geht als in den Staaten rundum.

Papst trifft Flüchtlinge

Nach dem Gottesdienst in Amman wird Papst Franziskus am Abend des 24. Mai an die Taufstelle Jesu in Bethanien (arabisch: Al-Maghats) reisen. In der dortigen Kirche findet ein Treffen mit Syrien-Flüchtlingen und behinderten Jugendlichen statt. Damit stehen auch aktuelle Probleme im Focus des Papstaufenthalts.

Den sozialen Frieden hat Jordanien bislang wahren können, obwohl die Konflikte der letzten Jahre weit über eine Million Flüchtlinge ins Land gespült haben - bei einer Bevölkerung von nur etwas über sechs Millionen. Allein aus Syrien haben schon über 600.000 Menschen in Jordanien Zuflucht gefunden. Nur zehn Prozent davon leben in Flüchtlingscamps, die Mehrheit versucht in anderen Notquartieren über die Runden zu kommen. Die Caritas Jordanien hilft diesen Flüchtlingen mit Nahrung, Kleidung, medizinischer Versorgung, Hygieneartikeln und technischer und finanzieller Unterstützung bei den Notquartieren. Viele Syrer haben in den jordanischen Städten in Abbruchhäuser, Garagen und ähnlichen Behausungen überwintert. Wael Suleiman, Direktor der Caritas Jordanien: "Ohne die Hilfe aus dem Ausland können auch wir nicht helfen." Die Caritas Österreich ist einer der wichtigsten Partner für Suleiman und seine Mitstreiter vor Ort.

Die Caritas versucht, den Flüchtlingen auch psychologische Hilfe zukommen zu lassen. Viele seien aufgrund des Grauens in Syrien schwer traumatisiert, so Suleiman. Ein weiteres Problem: die jordanische Infrastruktur kann die Mehrbelastung durch die Flüchtlinge nicht mehr bewältigen. Das zeigt sich etwa im Bildungswesen. Die jordanischen Schulen sind überlaufen; für die syrischen Flüchtlingskinder gibt es vielfach keinen Platz mehr.

Wie Caritasdirektor Suleiman erläuterte, müsse verhindert werden, dass eine ganze Generation um ihre Zukunftschancen gebracht werde. Die Caritas versuche deshalb, mit Nachmittagsunterricht möglichst vielen syrischen Flüchtlingskindern einen Schulbesuch zu ermöglichen.

Biblischer Tourismus noch ausbaufähig

Bethanien, jene Stelle, wo Johannes Jesus im Jordan getauft haben soll und die nun auch Papst Franziskus besucht, ist eine von vielen touristischen Attraktionen des Landes mit biblischem Hintergrund. Der Jordan selbst ist in Bethanien nicht mehr als zehn Meter breit und trennt Jordanien vom israelisch kontrollierten Teil des Westjordanlandes. Eine orthodoxe Kirche wacht auf jordanischer Seite über die Taufstelle. Auf israelischer Seite haben die Franziskaner eine Kirche errichtet.

Von beiden Flussufern steigen Pilger und Touristen ins Wasser, viele tauchen auch ganz unter. Kundige Fremdenführer geleiten die Touristen und Pilger auf jordanischer Seite einen halben Kilometer vom Jordan weg zu den Resten einer alten byzantinischen Kirche; an jener Stelle errichtet, wo vor 2.000 bis 1.500 Jahren der Jordan geflossen ist und wo also die tatsächliche Taufstelle liegen muss.

Unweit von Bethanien windet sich die Straße vom Toten Meer hinauf zum Berg Nebo. Dort soll Moses vor seinem Tod noch von Gott einen Blick auf das Gelobte Land jenseits des Jordans gewährt bekommen haben. Ein Klosterkomplex der Franziskaner beherrscht heute den Gipfel.

Nicht weit vom Berg entfernt liegt die Stadt Madaba, die im Alten Testament mehrfach erwähnt wird. In der orthodoxen Georgskirche befindet sich die älteste Mosaikkarte des Heiligen Landes, die aus dem 6. Jahrhundert nach Christus datiert.

Auf der Straße von Amman Richtung Norden zur syrischen Grenze liegt die alte Römerstadt Jerash, das antike biblische Gerasa. "Stadt der tausend Säulen" wird Jerash auch genannt, und die Zahl dürfte nicht übertrieben sein. Jerash braucht keinen Vergleich mit dem römischen Forum Romanum oder Pompeij zu scheuen - höchstens, was die geringe Zahl der Besucher betrifft.

Ähnlich die Situation eine knappe Autostunde weiter nördöstlich an der alten byzantinischen Pilgerstätte Mar Elias: Als die kleine Gruppe österreichischer Journalisten die durchaus beeindruckenden Reste einer alten byzantinischen Kirche besichtigt, sind sie seit Wochen die einzigen Besucher. Die Kirche wurde an einer jener Stellen errichtet, wo der Tradition nach der alttestamentliche Prophet Elias in einem Feuerwagen in den Himmel aufgefahren sein soll.

Das Potenzial für den Fremdenverkehr sei noch zu wenig genützt worden, kritisiert der Banker Younes Altamami im "kathpress"-Gespräch. Die jordanische Fremdenverkehrswirtschaft ist zu einem Gutteil ein Opfer des syrischen Krieges geworden. Jordanien-Reisen wurden in Kombination mit Syrien, oder mit Ägypten und Israel verkauft. Nun muss sich das Land als eigenständiges Touristenziel etablieren. Umdenken ist angesagt, Jordanien wird die Preise neu gestalten und eigenständig Angebote erstellen müssen. An hochwertigen Hotels und Gastronomie mangelt es nicht, die Mittelklasse fehlt hingegen weitgehend.

Die Tourismus-Flaute wird sogar in Petra spürbar. Die Hauptstadt des antiken Nabatäer-Reiches ist der absolute Höhepunkt jeder Jordanien-Reise. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Fels- und Wüstenstadt von den Europäern wiederentdeckt; Erwähnung haben die Nabatäer freilich schon in der Bibel gefunden.

Petra ist gerade jetzt ein "heißer Tipp" für Touristen; nicht nur wegen der Temperaturen. Die Zahl der Besucher sei dramatisch zurückgegangen, erzählt der Fremdenführer Ayman. Was die Einheimischen betrübt, freut hingegen interessierte Besucher, kann man doch derzeit ohne Massengedränge durch die enge Schlucht des Siq bis zum Al-Khazneh, dem Schatzhaus, wandern und die beeindruckenden Säulenportale und Grabanlagen erkunden.

"Kathpress"-Schwerpunkt zur Reise von Papst Franziskus in das Heilige Land: www.kathpress.at/papst-im-heiligen-land

Bilder zu Jordanien sind unter www.kathpress.at/bild abrufbar.



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/62439.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/62439.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 19.05.2014 22:34
19
Mai
2014

"Missio" macht Leidensweg von Flüchtlingen nachvollziehbar

"Missio" macht Leidensweg von Flüchtlingen nachvollziehbar

"Missio-Truck" zeigt Fluchtstationen interaktiv und multimedial - Erzbischof schildert dramatische Lage in seiner Heimat Kongo
19.05.2014



Wien (KAP) Im "Missio-Truck", einem in sechs Räume unterteilten Sattelschlepper, können Interessierte seit Mai konkrete Schicksale von Flüchtlingen aus dem Ostkongo nachvollziehen - über Computerspiele, Hörbeispiel, interaktive Bildschirme und Ausstellungsobjekte. Mit dieser Initiative möchte "Missio" (die Päpstlichen Missionswerke) Besucher dazu ermutigen,"die Flüchtlingsthematik nicht nur aus der Ferne zu betrachten, sondern vor allem auch menschlich, um die eigene, ganz persönliche Verantwortung wahrzunehmen", wie Nationaldirektor Leo Maasburg am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien betonte.

Der "Missio-Truck" tourt noch bis 15. Juni sowie dann wieder von 15. September bis 19. Oktober durch Österreich und macht vor Schulen und an öffentlichen Plätzen halt.

Informationen aus erster Hand über den Kongo gab Fancois-Xavier Maroy Rusengo, Erzbischof der Diözese Bakavu. In seinem Heimatland herrschen seit Jahren erbitterte Kämpfe zwischen zahlreichen Rebellengruppen. Obwohl es in dem 70 Millionen-Einwohner Land rund 400 verschiedene Stämme gibt, stehe hinter den Kämpfen kein ethnischer Konflikt, betonte der 2012 mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnete Erzbischof. Grund sei viel mehr die Gier nach dem Rohstoff Coltan, nach Gold und Diamanten. Maroy klagte an, dass Rebellen gezielt jene Gebiete erobern, in denen das wertvolle Coltan zu finden ist. "Auch internationale Konzerne heizen den Konflikt indirekt an, indem sie die Rohstoffe unter dem Weltmarktpreis bei den Rebellengruppen kaufen und steuerfrei ins Land bringen", kritisierte der Erzbischof.

Leitragende in dem Konflikt seien vor allem die Menschen in den Dörfern. Vergewaltigungen und Massaker würden als Waffe eingesetzt, um die Familien aus den Abbaugebieten zu vertreiben. Gewalt, Morde, Zwangsrekrutierungen von Kindern und Verschleppungen stünden dabei an der Tagesordnung, so Maroy weiter. Tausende Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht, viele würden aber auch in Nachbarländer fliehen oder bis nach Europa oder die USA. Im Land selber fehle es an Bildungseinrichtungen, sanitären Anlagen, sozialen Einrichtungen, Unterkünften und Arbeit.

Kirche setzt friedensfördernde Maßnahmen

Seitens der Kirche bemühe man sich, die Menschen zu unterstützen und friedensfördernde Maßnahmen zu setzen. Beispiele dafür sind Begegnungen und Austausch zwischen den einzelnen Stämmen, ein Komitee für Flüchtlinge, aber auch Aufrufe zum Gebet und Wallfahrten. Geplant sei ein höheres Institut für Frieden und Versöhnung für die drei Länder Kongo, Uganda und Burundi. Finanziell sei man auf Hilfe von außen angewiesen, sagte der Erzbischof, diese komme vor allem von Missio, Kirche in Not oder Misereor.

Wie die Hilfe von Missio im Kongo konkret aussieht, berichtete Pfarrer Justin Nkunzi: Das Hilfswerk ermöglichte 200 Kindern den Schulbesuch, versorgte diese auch medizinisch, vereinte Familien, die durch den Krieg auseinandergerissen wurden und unterstützte 200 Frauen mit kleinen Geldbeträgen. Im August 2009 habe man damit begonnen, in Pfarren Trauma-Zentren für vergewaltigte Frauen aufzubauen. Nkunzi koordiniert die Arbeit dieser Zentren. Meist sind sie in Gemeinden angesiedelt, wo der jeweilige Priester Räume zur Verfügung stellt. Missio unterstützt vier dieser 16 Einrichtungen und konnte bisher rund 500 Menschen direkt helfen, berichtete Pfarrer Justin.

Maroy und Nkunzi engagieren sich seit Jahren für Frieden und Versöhnung im Kongo und sind deswegen selber ins Visier der Rebellen geraten. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Mitarbeiter der Kirche entführt und getötet. Maroys Vorgänger, Erzbischof Christophe Munzihirwa, wurde auf offener Straße erschossen.

Missio-Truck vor Schulen und auf öffentlichen Plätzen

Der Sattelschlepper von Missio fährt direkt vor die Haustüre der teilnehmenden Schulen und macht auch auf öffentlichen Plätzen hat. In seinen sechs Räumen können die Besucher hautnah über Computerspiele, Hörbeispiel, interaktive Bildschirme und Ausstellungsobjekte miterleben, welche Stationen Menschen auf ihrer Flucht durchlaufen und mit welchen Ängsten und Problem sie konfrontiert sind. Wichtig ist Monika Schwarzer, der Leiterin der Bildungsabteilung von "Missio", die Verbindung zwischen der Situation im Kongo und dem täglichen Leben der Besucher der Ausstellung herzustellen. "Ich bitte die Schüler immer, ihr eigenes Handy herauszunehmen und weise auf das Coltan hin, das für den Bau des Geräts verwendet worden ist", so Schwarzer.

Alleine in Linz haben in der letzten Woche 700 Schüler die Ausstellung besucht. Die nächsten Stationen sind Salzburg, Kärnten und Niederösterreich. Ab September macht der Truck noch einmal in Kärnten, Salzburg, in der Steiermark, im Burgenland und in Wien Halt.

Teil der Kampagne "Fremde.Heimat.Kirche" ist neben dem Missio-Truck ein Kreativ-Wettbewerb. Mit dem Wettbewerb will Missio Jugendlichen zwischen zwölf und 20 Jahren die Möglichkeit bieten, sich künstlerisch zu betätigen und ihre persönlichen Sichtweisen mitzuteilen. Dies kann literarisch, zeichnerisch, musikalisch, über Videos oder auch auf anderem Weg geschehen. Das prämierte Siegerprojekt wird auf der Missio-Homepage und in den Missio-Medien "alle welt" und "missiothek" präsentiert. Einsendeschluss ist der 31 Oktober. Die Preisverleihung erfolt Anfang Dezember. (Infos: http://missio.at/flucht)

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/62440.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 19.05.2014 22:24
19
Mai
2014

Eröffnung des Aktionsbündnisses "Steilpass" "Fairness für die Menschen in Brasilien"

19.05.2014

Adveniat zur Eröffnung des Aktionsbündnisses "Steilpass"
"Fairness für die Menschen in Brasilien"


Aktion Steilpass
Adveniat
http://www.domradio.de/video/eroeffnung-...zur-fussball-wm

In knapp drei Wochen beginnt in Brasilien die WM. Doch wo die großen Fußball- Arenen gebaut wurden, herrscht auch Armut und Ungerechtigkeit. Dagegen kämpft die "Aktion Steilpass", zu der auch Adveniat gehört. Sprecher Christian Frevel im domradio.de-Interview.

domradio.de: Was genau kritisieren Sie denn am Drumherum der WM?

Frevel: Wir kritisieren natürlich nicht den Fußball. Das ist gar nicht die Frage. Fußball ist ein völkerverbindendes Element und da herrschen klare Regeln, dass es gelbe Karten gibt und Freistöße und sowas und normalerweise ist der Ball auch drin, wenn er hinter der Linie ist. In der brasilianischen Gesellschaft aber gibt es diese Regeln in dieser Klarheit nicht. Das bemängeln wir. Dass manche Leute scheinbar über den Gesetzen stehen, dass Korruption herrscht, dass in manchen Räumen Rechtsfreiheit herrscht und das wollen wir anklagen. Wir fordern mit diesem Aktionsbündnis "Steilpass" Fairness für die Menschen und Gerechtigkeit für die Menschen in Brasilien und in ganz Lateinamerika. Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt ist, dass wir sagen, es wird unglaublich viel Geld ausgegeben für diese Fußballweltmeisterschaft in Brasilien und die Menschen haben von dieser Riesenparty, die da steigt, eigentlich nichts. Jedenfalls nicht die armen Menschen, mit denen wir zusammen arbeiten als Hilfswerk. Im Gegenteil, da werden Menschen vertrieben von ihren angestammten Wohnsitzen, weil Zufahrtsstraßen für diese neuen Stadien gebaut werden müssen. Da wird ihnen die Arbeit genommen, weil nämlich die FIFA sagt, ihr dürft hier nichts verkaufen im Umkreis von zwei, drei Kilometern rund um diese Stadien. Und die Menschen, die sonst davon leben in dieser Region, irgendwelche Waren zu verkaufen - und viele arbeiten ja dort im informellen Sektor - die dürfen das auf einmal nicht mehr tun.

domradio.de: Sprechen wir doch jetzt mal über die "Aktion Steilpass". Jeder einzelne von uns kann sich da beteiligen und eine Onlinepetition unterschreiben. Was steht da drin und an wen richtet die sich?

Frevel: Ja, wir haben zehn Forderungen aufgestellt gemeinsam. Nicht nur Adveniat, sondern die anderen Verbände in diesem Bündnis "Steilpass", sprich der DJK Sportverband, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, die Katholische Landjugendbewegung KJB und Kolping International. Wir nennen zehn Punkte, die sich orientieren an den Forderungen der Brasilianischen Bischofskonferenz: bessere Bildung, besserer Zugang zur Gesundheitsversorgung, wir brauchen ein besseres Transportwesen, wir brauchen gerechte Medien etc. Zehn Forderungen, die wir in kurzen Sätzen aufgeführt haben. Die richten sich an die Brasilianische Regierung. Im ersten Schritt werden wir diese im Vorfeld der WM vor Ort in Brasilia als Petition an die Vertreter der Brasilianischen Regierung überreichen. Aber sie richtet sich nicht zuletzt auch an unsere eigene Regierung hier in Deutschland. Das werden wir dann zum Ende des Jahres mit den Vertretern unserer Regierung hier in Deutschland nochmal diskutieren, welche Verantwortung wir haben, dass sich dort die Schwerpunkte der Arbeit in Brasilien ein bisschen verändern und nicht nur auf die wirtschaftlichen Erfolge geschaut wird, sondern auf die Menschen, die letztendlich davon profitieren sollen, aber es nicht tun.

domradio.de: Die Aktion tourt auch durch Deutschland, wo kann man sie treffen und was gibt`s da zu sehen?

Frevel: Es gibt ne ganze Menge Veranstaltungen in unseren beteiligten Verbänden. Höhepunkte werden natürlich sein das DJK-Sportfest in Mainz am Pfingstfest, und auf dem 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg werden an allen Ständen unsere Kooperationsverbände in diesem Bündnis mit aktiv sein. Da kann man auch selber aktiv werden, es gibt ganz viele Kickerturniere und die Leute können sich einreihen in einen Menschenkicker, also selbst zur Spielfigur werden und für Fairness und Gerechtigkeit mitspielen.

domradio.de: Heute wird die Aktion offiziell eröffnet. Anpfiff: Was planen Sie genau?

Frevel: Wir wollen heute die Aktion darstellen, zum einen, und zum anderen schildern, dass wir prominente Fürsprecher für unsere Aktion haben. Es gibt ein paar Prominente, die da mitmachen: Schauspieler, wie Peter Lohmeyer, Eva Habermann, etc. Wir haben den Comedian und Schriftsteller Frank Gosen dabei, übrigens selbst DJKler, der also selbst eine Jugendmannschaft innerhalb des DJK, des katholischen Sportvereins, trainiert, und der ganz deutlich sagt: Hört mal, liebe Leute, nicht die Angstbux anhaben, sondern stellt euch offen vor diese Forderungen, unterzeichnet diese Petition.

Das Gespräch führte Hilde Regeniter.

(dr)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 19.05.2014 22:15
19
Mai
2014

"Erdogan sollte besser nicht nach Köln kommen"

19.05.2014

Der Kölner Oberbürgermeister Roters über den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten
"Erdogan sollte besser nicht nach Köln kommen"


Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan
© dpa

Nach dem Grubenunglück in der Türkei steht Ministerpräsident Erdogan heftig in der Kritik. Jetzt kommt er nach Köln, um vor Landsleuten zu sprechen. Bei deutschen Politikern stößt er damit auf Unverständnis - auch beim Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters.

domradio.de: Warum finden Sie es nicht richtig, dass Erdogan in dieser Situation nach Deutschland, nach Köln kommt?


Jürgen Roters,dpa

Roters: Sie haben eben darauf hingewiesen, dass wir in der Türkei ein schreckliches Unglück haben. Das Land trauert. Es geht jetzt meines Erachtens darum, dass der türkische Ministerpräsident hier nicht Wahlkampf macht in Köln, sondern sich um die Hinterbliebenen kümmert, dafür Sorge trägt, dass alles aufgeklärt wird und auch das Thema Grubensicherheit in der Türkei auf die Tagesordnung bringt. Das ist aus der Sicht vieler, die sich hier jetzt Gedanken machen, wichtiger als jetzt hier in Köln zu den Landsleuten zu sprechen.

domradio.de: Würden Sie ihm auch direkt raten: Herr Erdogan, sagen Sie diesen Termin besser mal ab?

Roters: Ja.

domradio.de: Warum hat Erdogan sich ausgerechnet Köln ausgesucht?

Roters: Er war ja öfter schon mal hier und hat dann auch, weil wir hier natürlich eine große türkische Gemeinde haben und auch die Möglichkeit über die Lanxess-Arena, viele Menschen unmittelbar zu erreichen, entsprechende Erfahrungen gemacht, eine große Gruppe von Anhängern erreicht. Das ist auch überhaupt nicht zu beanstanden. Die Möglichkeit muss bestehen, das wollen wir auch gewährleisten. Andererseits muss man sich immer die konkrete Situation anschauen und im Augenblick ist es so, dass viele Menschen sagen, er solle sich lieber um die innertürkischen Probleme kümmern, anstatt hier in Köln dann doch Wahlkampf zu machen, letztlich auch für die Präsidentenwahl.

domradio.de: Sie und viele Ihrer Kollegen würden es begrüßen, dass Erdogan den Auftritt absagt, Das ist nicht sehr wahrscheinlich. Befürchten Sie, dass der Auftritt große Unruhe nach Köln bringen wird?

Roters: Wir haben Ankündigungen von Demonstrationen. Ich gehe davon aus, dass die Polizei in der Lage sein wird, diese Demonstrationen friedlich verlaufen zu lassen. Die Polizei stellt sich darauf ein und die alevitische Gemeinde Deutschlands, die diese Gegendemonstration angekündigt hat, ist nicht dafür bekannt, dass sie zu Gewalttätigkeiten neigt.

domradio.de: Befürchten Sie auch, dass die rechtsextremen Parteien Erdogans Besuch nutzen, um ebenfalls am Samstag mächtig Stimmung für ihre Sache zu machen, einen Tag vor der Europawahl?

Roters: Es ist nie auszuschließen, dass auch Rechtsextremisten, Rechtspopulisten diese Situation ausnutzen. Das ist in einem demokratischen Land nicht zu verhindern. Aber wir in Köln haben so viel Erfahrung mit diesen Rechtsauslegern umzugehen, dass ich mir da auch keine Sorge mache.

Das Gespräch führte Hilde Regeniter.

(dr)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 19.05.2014 22:07
19
Mai
2014

Jesus: Fundament der katholischen Schule

Jesus: Fundament der katholischen Schule



CCEE-CEEC-Kongress über das Thema "Schule", Sarajevo, Bosnien-Herzegowina, 15.-18. Mai 2014

SANKT GALLEN, 19. Mai 2014 (CCEE) - Katholische Schullehrer stehen im Mittelpunkt der Bildungs- und Missionstätigkeit der Kirche. So ist ihre Anwerbung und Ausbildung eine Herausforderung für die Zukunft der jungen Generationen und der Kirche. In einem Europa, das sich rasant verändert, erweist sich auch ihre spirituelle Begleitung als Notwendigkeit. In Sarajevo, wo ein Bruderkrieg sichtbare Spuren hinterlassen hat, es aber auch Hoffnungen für die Schule in Europa gibt, wurde der CCEE-CEEC-Kongress über die Rolle des katholischen Schullehrers in der Schule ausgerichtet.

Rund 70 Teilnehmer, darunter Bischöfe und Nationalverantwortliche der Bischofskonferenzen Europas für die Schulseelsorge, sowie vom CCEE und vom CEEC eingeladene Schulleiter und Schullehrer, haben vier Tage lang (15. bis 18. Mai 2014) in Sarajevo getagt, über das Bild des katholischen Schullehrers nachgedacht und sich darüber ausgetauscht. Die Tagung wurde gemeinsam von der Sektion „Schule“ der CCEE-Kommission „Katechese, Schule, Universität” und vom Europäischen Komitee des katholischen Schulwesens (CEEC) in Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Bosnien-Herzegowinas (BK BiH) organisiert.
Das Schwerpunktthema „Christlichen Bildung und die geistliche Begleitung der Lehrkräfte in der Schule“, eingeführt durch S.E. Msgr. Eric Aumonier, Präsident der Sektion „Schule“ der CCEE-Kommission „Katechese, Schule, Universität”, wurde auch von Fachexperten erörtert und durch zahlreiche Erfahrungsberichte bereichert.

Obwohl die Lage der katholische Schullehrer stark davon abhängt, ob sie an einer katholischen oder nicht konfessionellen Schule unterrichten, kann man allgemein für Europa sagen, dass Lehrer, trotz der vielen Schwierigkeiten, ihre Erzieherrolle leidenschaftlich ausüben.
Unter den vielen Herausforderungen, wurde insbesondere über die Anonymität gesprochen. Katholische Schullehrer, die an nicht konfessionellen Schulen unterrichten, trauen sich nicht, ihre Religion oder ihre Werte zu äußern. Dies führt zu einer tiefen Einsamkeit und Ausgrenzung, die in einigen Fällen zu einer richtigen Abneigung für den eigenen Beruf führen kann, der somit als reine Wissensweitergabe gesehen wird. Um die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler zu bewahren und jede Form der Beeinflussung zu vermeiden, hat sich heute die Gestalt eines „farblosen“, „geschmacklosen“ und „geruchslosen“ Lehrers durchgesetzt.
Auf der anderen Seite sind auch Lehrer immer mehr mit einer wachsenden Verweltlichung und Säkularisierung der modernen Gesellschaft konfrontiert, die eine tiefe geistliche Lücke hinterläßt. So wird es für sie schwierig, Jugendliche für das Lernen zu begeistern und sie anspornen, ihre eigenen Wurzeln zu finden sowie ihre Identität in der dynamischen Beziehung zwischen „Erinnerung“ und „Suche“ aufzubauen.

Dennoch haben alle Teilnehmer behauptet, dass Schulgemeinden heute noch möglich sind, vorausgesetzt sie stützen sich auf Christus. Die Kirche befürwortet in diesem Sinne eine Ausbildung und Begleitung der Lehrer, insbesondere der Schulleiter, die eine besondere Aufmerksamkeit und den Beitrag der gesamten christlichen Gemeinde (Pfarrei, Verbände...) verdienen. Denn nur die Kirche als Ganzes kann als Erziehungsgemeinde dienen. Nur so ist es möglich, Kohäsion und Kohärenz zwischen den Erziehungsprojekten in der Schule und in der christlichen Gemeinde zu sichern.

Unter den vielen Ratschlägen, die während der Tagung unterbreitet wurden, kam auch die Idee einer christliche Erziehungsmaßnahme, die den Inhalt aller unterrichteten Fächer im Lichte der evangelischen Botschaft Christi befragen kann. Dabei möchte man das „evangelische Kapital“ (d.h. den Beitrag, den das Evangelium zur Kenntnis und Kultur leisten kann, wenn es empfangen wird) zur Verfügung stellen. Nur so kann das Evangelium das Leben der Menschen beleben, ihre Existenz beleuchten und sie, je nach Möglichkeit, mehr im Reich Christi mit einbeziehen.

Aufmerksam wurde auch die Identität der katholischen Schule thematisiert. Die Erfahrungen, die vor Ort gemacht wurden, zeigen, dass besinnliche Momente, in denen man über den Glauben und die Geistlichkeit nachdenkt, insbesondere von den Lehrern, aber auch von den Schülern geteilt und gesucht werden.

Auch das Thema der Führungsrolle an diesen Schulen wurde angesprochen, im Bewusstsein, dass der Schulleiter die Rolle eines „Pfarrers“ übernehmen soll. In diesem Sinne haben sich enge Beziehungen zwischen Schulleitern, Bischöfen und Pfarrer bewährt, vor allem um die missionarische Dimension des katholischen Erziehers in der Schule umzusetzen.
In anderen Worten muss die katholische Schule einen Mehrwert in sich tragen. Dieser Mehrwert entsteht, wenn die Schullehrer von der Kirchengemeinde in ihrem Glaubensweg begleitet werden und wenn die Lehrerschaft eine Atmosphäre der positiven Neugierde, der Nächstenliebe, der Seriosität des Bildungsangebots, der Echtheit und der Glaubwürdigkeit schaffen kann.

Im Laufe des Treffens wurde auch die Initiative in Bosnien-Herzegowina „Schulen für Europa“ als Friedens- und Versöhnungsinstrument vorgestellt. Das Erziehungsprojekt der Kirche auf nationaler Ebene möchte den Gemeinschaftssinn der neuen Generationen in den Schulen fördern. Die „Schulen für Europa“ wurden währen des Krieges als multikulturelle und interreligiöse Einrichtungen begründet, die sich für den Frieden und für die Integration einsetzen.

Auch der Präsident der CCEE-Kommission, S.E. Msgr. Marek Jedraszewski, die Präsidentin der CEEC, Dr. Christine Mann, und Kardinal Vinko Puljić, Erzbischof von Sarajevo, haben sich am Treffen beteiligt.
Das Treffen ging am Sonntag, dem 18. Mai, mit der durch S.E. Msgr. Franjo Komarica, Bischof von Banja Luka und Präsident der Bischofskonferenz Bosnien-Herzegowinas gefeierten heiligen Messe zu Ende. Während der Feier haben alle Teilnehmer den Überschwemmungsopfern ihre Nähe bekunden wollen.
*
Im Jahre 1974 als regionales Sekretariat des Internationalen Büros für die Katholische Erziehung gegründet, ist das Europäische Komitee für die katholische Erziehung (CEEC) heute eine gemeinnützige internationale Vereinigung. Es ist das Kooperationsinstrument der 28 Netzwerke im Bereich des katholischen Unterrichts in 26 Ländern Zentral-, Ost- und Westeuropas. Das CEEC ist ein Begegnungsort für die Leiter dieser Netzwerke, aber auch ein Bildungs- und Informationszentrum. Zudem nimmt es die Rolle des Förderers der freien katholischen Erziehung in verschiedenen europäischen Organisationen wahr. Das CEEC vertritt mehr als 35.000 Schulen und ca. 8 Millionen Schüler.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 19.05.2014 20:14
19
Mai
2014

Unionsfraktion betont: “Christliches Kreuz gehört zu unserem Land”

Unionsfraktion betont: “Christliches Kreuz gehört zu unserem Land”
Veröffentlicht: 19. Mai 2014 | Autor: Felizitas Küble

Der Spitzenkandidat zur Europawahl der SPD, Martin Schulz, hatte in einer Diskussion die Verbannung christlicher Symbole aus dem öffentlichen Raum gefordert.

Dazu erklärt der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

“Das Kreuz ist Teil unseres Selbstverständnisses. Unser Land ist als freiheitlicher und demokratischer Bundesstaat “im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen” gegründet worden – so steht es in unserem Grundgesetz. Bergatreute-DSC_0868



Der Staat nimmt zwar nicht Partei in religiös-weltanschaulichen Fragen, ist jedoch ebenso weit entfernt davon, Zeugnisse des Glaubens seiner Bürger – wie das Kreuz – aus dem öffentlichen Bereich zu verbannen.

Rund zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland sind gläubig. Wer die Schaffung eines rein säkularen Umfeldes propagiert, versucht verzweifelt zu übertünchen, dass unser Land nach wie vor auf den Grundfesten eines christlichen Menschenbildes und Wertefundamentes steht.

Auch Europa wird hieran nichts ändern. Die Frage, wie ein Land zur Verantwortung vor Gott und seinen christlichen Symbolen steht, ist zutiefst individuell und sollte daher den Nationalstaaten überlassen werden.

Sie richtet sich nach der Verankerung in den jeweiligen Verfassungen, historisch und kulturell gewachsenen Strukturen und nicht zuletzt nach der Verbreitung und Stärke des christlichen Glaubens in der Gesellschaft als ihr gemeinsamer Anker. Dies sollten Kritiker respektieren.”

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 19.05.2014 20:03
19
Mai
2014

Gibt es keine schwere Sünde mehr? (2)

Gibt es keine schwere Sünde mehr? (2)

Antwort von P. Ivan Fuček SJ, Professor im Ruhestand an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom

Von P. Ivan Fuček SJ
ROM, 19. Mai 2014 (ZENIT.org) - In der Vorbereitung auf die Firmung bemühte sich der Religionslehrer, uns den Unterschied zwischen der schweren (Todsünde) und der lässlichen Sünde klarzumachen. Er sagte, dass eine völlige Ablehnung Gottes schwere Sünde, während eine teilweise Ablehnung Gottes lässliche Sünde sei. Ich gebe zu, dass ich das nicht ausreichend verstanden habe. Meine persönlichen Sünden habe ich immer als schwere Sünden erlebt. Nach dem Besuch in Amerika weiss ich nicht mehr, was ich denken soll. Ich falle immer öfter, uns es scheint mir, dass der Teufel mich bereits ganz verdorben hat.
Auch das quält mich noch: bis jetzt hatte mir niemand erklärt, und ich hatte keine Gelegenheit zu lesen, was mit der Entscheidung vor Gott ist. Wenn ich gesündigt habe, tut es mir leid, ich könnte nicht sagen, dass es mir nicht leid tut. Ich treffe die Entscheidung, nicht mehr zu sündigen, und dann passiert es wieder…
Zur Beichte gehe ich, aber selten. Es quält mich die Gewissheit, dass ich erneut fallen werde. Ich werde nicht besser. Ich bin immer schlimmer. Ich falle so schnell, als wäre ich nie bei der Beichte gewessen und als hätte ich keinen Entschluss gefasst, nicht zu sündigen. Wenn mich die Leidenschaften erfassen, vergesse ich alles. Sind solche Beichten nicht ein Sakrileg?
Drago
*
Vor allem bitte ich dich, geduldig zuzuhören und nichts zu dramatisieren. Ich schreibe dir als einem katholischen jungen Mann im Licht der katholischen Moraltheologie, und nicht vom Aspekt einer laizistischen Ethik, für die die Sünde nicht existiert.
Als erstes, du glaubst an Gott. Du sündigst zwar, aber du kennst deine Sünde, und es tut dir leid, dass es so ist. Du hast das Bußsakrament nicht ganz aufgegeben, aber bald nach der Beichte sündigst du wieder. Früher warst du standhafter. In dir wurde etwas zerstört. Du fühlst dich wie im Hexenkessel. Nun fragst du dich, wie deine Entscheidungen sind, die du so schnell vergisst. Es droht die Gefahr, dass du in Mutlosigkeit gerätst, dich den Leidenschaften überlässt und jeden Kampf für eine Besserung aufgibst. Ich habe den Eindruck, dass du das Gebet schon verlassen hast. Das ist schlecht, denn auf diese Weise schwinden die Kräfte zum Kampf. So sieht deine gegenwärtige seelische Situation aus.
Erlaube mir, nach der Reihenfolge deines Breifes zu antworten. Als Ausgangspunkt schauen wir uns an, wie Jesus sich der schweren Sünde oder der Todsünde gegenüber verhält, dann schauen wir uns den Unterschied zwischen der Todsünde und der lässlichen Sünde an. Schließlich, schauen wir uns den Wert des Bußsakramentes und das Leben in der Bekehrung an.
Jesus und die schwere Sünde – Jesus verurteilt die Sünde immer, aber er verurteilt nie die Person des Sünders. Nehmen wir nur den Beispiel mit der Ehebrecherin: „Frau, wo sind sie geblieben (die Schriftgelehrten und die Pharisäer, die sie nach dem Ehebruch steinigen wollten)? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: „Keiner, Herr.“ Da sagte Jesus zu ihr: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr“ (Joh 8, 10-11).
Christus kommt auf diese Welt aus einem Stamm, indem es Ehebrecher gab: Judas mit Tamar, Salomo mit Rahab, David mit Batseba… Ohne Unterbrechung verkündet er die Sündenvergebung, und er spricht die Sünder los. Die fundamentale Frage ist die Frage des menschlichen Herzens, denn daraus quellen alle Über hervor (vgl. Mk 7, 15-23). Die Sünde ist eine spirituelle Wirklichkeit. Auch die Sünde, die durch einen leiblichen Akt ausgeführt wird, wird im Herzen, im Willen und im Gewissen begangen. Christus lebt mit den Sündern, und für sie gibt er sein Leben her, und in der Kirche garantiert er weiter die Vergebung der Sünden, insbesondere durch das Sakrament der Taufe und der Buße.
Hl. Paulus und die Sünde – Hl. Paulus entfaltet die Theologie der Sünde. Aus dem Alten Testament übernimmt er das Bild der Ehe: Christus ist der Bräutigam, und die Kirche (Menschheit) ist die Braut (vgl. Eph 5, 29-32). Auf die Sünde schaut er im Licht der Liebe Christi, besiegelt mit dem Blut des Kreuzes, in dem der Neue Bund geschlossen wurde. Christus ist für unsere Sünden gestorben – um uns vor dem ewigen Tod zu retten. So ist das Schlüsselwort des Neuen Testamentes die Liebe. Die Liebe in Vergebung und Barmherzigkeit ist die Antwort Gottes auf unsere eigene Sünde, auf die Sünde der Welt, auf sündige Strukturen, noch mehr auf die „Kultur des Todes“, wie sich Johannes Paull II. in der Enzyklika Evangelium des Lebens ausdrückt.
Todsünde – lässliche Sünde – Den Unterschied finden wir in der Überlieferung. Man muss Extreme meiden. Man darf nicht überall Todsünde sehen. Man muss an die lässliche Sünde denken. Aber, es ist falsch zu sagen, dass die Todsünde nur die Sünde ist, mit der wir „Gott völlig ablehnen“. Die Fundamente der Unterscheidung finden wir in der Bibel: Kain, Thurm von Babel, das Verhalten der Töchter Lots, Sauls Ungehorsam Gott gegenüber, Davids Ehebruch… Alle diese und andere Sünden sind als Todsünden oder schwere Sünden bezeichnet worden.
Hl. Paulus führt die Sünden an, die aus dem Reich Gottes ausschließen: „Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben“ (1 Kor 6, 9-10).
Ähnlich verhalten sich auch die Kirchenväter, besonders Chrysostomus, Augustinus, Hieronymus… Auch die kirchlichen Konzilien kennen diesen Unterschied zwischen den schweren Sünden (Todsünden) und den lässlichen Sünden, und das Konzil von Trient ist in dieser Sache am deutlichsten (siehe DS 1680, 1707). Von den neuesten Dokumenten des Johannes Paul II. erwähnen wir das Schreiben Versöhnung und Buße (1984), Katechismus der Katholischen Kirche (1992), Enzyklika Glanz der Wahrheit (1993) und Evangelium des Lebens (1995).
Eine Todsünde entsteht, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: schwere Materie (Gegenstand), volles Bewusstsein, volle Zustimmung. Die Folgen der schweren Sünde: Verlust der Gemeinschaft mit Gott, Verlust der heiligmachenden Gnade (geistlicher Tod, Selbstvernichtung des Menschen), Ausschluss aus dem Reich Gottes (ewige Strafe in der Hölle). Erinnere dich an das Gleichnis Jesu vom reichen Mann und dem armen Lazarus: nun leidet der reiche Mann qualvolle Schmerzen in der Unterwelt, und der arme Lazarus wurde von den Engeln in Abrahamsschoss getragen (Lk 16, 19-31).
Die lässliche Sünde ist der schweren Sünde nur ähnlich, weil für die schwere Sünde eine der erwähnten Voraussetzungen fehlt. Die Folgen der lässlichen Sünde: Schwächung der Gemeinschaft mit Gott, aber keine Zerstörung, das Leben an der Periphärie des Guten mit der Gefahr, in schwerere Sünde zu fallen, und dann zeitliche Sündenstrafen: Krankheiten, Unglücke, Misserfolge…
Einige möchten unterscheiden zwischen der schweren Sünde, der Todsünde und der lässlichen Sünde. Diese Unterscheidung spielt für das konkrete Leben keine Rolle, denn schwere Sünde und Todsünde sind gleich und haben die gleichen Folgen: Verlust der heiligmachenden Gnade und Ausschluss aus dem Reich Gottes.
Ist eine schwere Sünde im Knabenalter möglich? Die Katholische Überlieferung spricht vom „Unterscheidungsalter“, wenn die Präadoleszenten anfangen, moralische Werte und die Verantwortung vor Gott zu begreifen. Leider können sie schwere Sünde begehen. Die Erfahrung der Kirche sieht dieses Alter um das siebte Lebensjahr herum.
Sittliches Leben als Bekehrung – Das Alte Testament stellt die Bekehrung dar als die Rückkehr zu Gott des Bundes in religiöser Genugtung und in reinem Herzen. Das Neue Testament spricht von neuer Orientierung des Lebens im Lichte einer neuen Beziehung mit Gott, mit Christus. Die Bekehrung ist eine unverdiente Gabe Gottes. Keiner kann sie aus eigenen Kräften erreichen. Sie offenbart sich und wird bezeugt in einer aufrichtigen Nachfolge Christi. Nur er deutet vollkommen den Menschen. Wahre Bekehrung zum Glauben verlangt nach einem wahren sittlichen Leben. Glaubensleben und sittliches Leben sind miteinander verbunden und sie durchdringen sich gegenseitig, obwohl die Bekehrung zum sittlichen Leben schwieriger ist, weil es sich um das sinnliche Teil des Menschen handelt (Verzicht auf Leidenschaften, auf alte böse Gewohnheiten…), und meistens zögert es hinter dem Glaubensleben her. Durch die Bekehrung wird eine neue Erkenntnis Gottes geformt, es treten eine Ablehnung der Sünde und ein tugendhaftes Leben als eine würdige Antwort auf die Liebe Gottes ein. Es tritt auch eine neue Dimension des gesellschaftlichen Lebens ein, in Brüderlichkeit mit anderen Menschen, in konkreter Solidarität und Liebe.
Christliche Buße (Sakrament der Versöhnung, Sündenbekenntnis) befindet sich heute in Krise. In der Vergangenheit wurde nicht selten zu sehr auf die Vorschriften, Formalitäten, materielle Ganzheit, auf die Anzahl, geschaut. Ich betone: man muss die Anzahl schwerer Sünden bekennen, wie auch ihre Umstände, aber man muss genauso sehen, warum es zu diesen Fällen kommt?
Seit den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts, besonders seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, liegt die Betonung auf ehrlicher Reue und auf Bekehrung, also auf der persönlichen Dimension des Sakramentes und auf seiner kirchlichen Dimension: ich bekenne meine Sünden vor Christus innerhalb der Kirche und vor der Kirche, die ich durch meine Sünden verletzt habe. Deshalb soll die Beichte als das Sakrament der Bekehrung verstanden werden. Man soll sie innerhalb des Prozesses der Bekehrung erleben. Man soll dieses Sakrament nicht in Eile, unvorbereitet und mehanisch empfangen.
Es ist wichtig zu betonen: wenn wir im Voraus wissen, dass wir wieder fallen, bedeutet es nicht, dass wir den Willen haben, zu fallen. Im Gegenteil, du hast die beste Absicht, die Sünde zu meiden, und dazu ist die Beichte gut und notwendig. Die Beichte ist wie eine „neue Taufe“, ein erneutes Eintauchen in Christus, ein neues und willentliches Eintreten in das Österliche Geheimnis Christi: in das Leiden, in den Verzicht und in die Herrlichkeit mit neuen Triumphen. Aber das persönliche Gebet ist dringend notwendig, um im Guten auszuharren und eigene Schwächen zu überwinden.
Nach einer schweren Sünde ist die Beichte ein notwendiges Heilsmittel, das Jesus Christus eingesetzt hat. Nach dem Willen Christi ist die Kirche die Dienerin der Vergebung.
Das tut die Kirche durch ihre Priester. Der Sünder muss auch die Kirche um Verzeihung bitten, weil er in ihrer Heiligkeit und ihrer Sendung versagt hat, weil er die empfangenen Gnaden nicht gelebt und vermittelt hat. Durch die Buße (Sakrament der Versöhung) wird der Sünder erneut von Christus in die Gemeinschaft als lebendiges Glied eingeschlossen, und auch die Kirche wird dadurch erneuert, sie wird reiner. Die Kirche begleitet ihn mit Liebe und Gebet.
(Quelle: Ivan FUČEK, Moral-Geistliches Leben, Band Drei: Sünde – Bekehrung, Split, 2004, Seiten 343-346)
Ivan Fuček ist Jesuitenpater, Professor im Ruhestand an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und Theologe an der Apostolischen Pönitentierie.

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19
Mai
2014

Erzbischof Gänswein, Pilger aus dem Vatikan, in Einsiedeln

Erzbischof Gänswein, Pilger aus dem Vatikan, in Einsiedeln

Aufgewachsen im Südschwarzwald, fühlt Don Georg sich sehr verbunden mit dem meistbesuchten Wallfahrtsort der Schweiz



LUZERN, 19. Mai 2014 (KiN Schweiz/Fürstentum Liechtenstein) - Mit seiner Teilnahme an der Wallfahrt brachte der Erzbischof seine Verbundenheit mit „Kirche in Not“ und seine Unterstützung für die Anliegen des Hilfswerks zum Ausdruck. Georg Gänswein hielt im Kloster Einsiedeln einen Vortrag über bedrängte Christen in Europa und predigte in der Hl. Messe um 12.15 Uhr über das Evangelium des Tages. Als Jugendlicher kam Georg Gänswein oft als Wallfahrer nach Einsiedeln – er ist wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, im Südschwarzwald, aufgewachsen und fühlt sich mit Einsiedeln sehr verbunden.
Viele Hundert Gläubige lauschten den Ausführungen im Vortrag und in der Predigt des Gastes aus dem Vatikan. Georg Gänswein wirkt als Präfekt des Päpstlichen Hauses von Papst Franziskus. Er ist für die Audienzen des Papstes verantwortlich und begrüsst die Regierungschefs, Staatsoberhäupter, gekrönte Häupter und Bischofskonferenzen, die er anschliessend zum Papst führt. Nebenbei amtet er als Sekretär von Papst em. Benedikt XVI. Mit ihm hält er täglich die Hl. Messe, betet den Rosenkranz, speist mit ihm und kümmert sich um seine Post.
Verbunden mit „Kirche in Not“
Mit dem Hilfswerk fühlt sich Erzbischof Gänswein nicht erst verbunden, seitdem es 2011 eine päpstliche Stiftung wurde, sondern schon als junger Priester, der Schriften von Pater Werenfried van Straaten las, dem Gründer von „Kirche in Not“. Wie sehr ihn die Sorge um die Christen überall auf der Welt, aber auch in Europa nahe geht, erläuterte er in seinem Vortrag: Wehret den Anfängen. Bedrohte Christen in Europa. Er führte dabei den letzten OSZE-Bericht an, in dem alleine für Deutschland 414 Übergriffe auf Christen und christliche Einrichtungen registriert wurden. Er wandte sich besonders auch an die Politiker, die dieses Thema ernst nehmen und sich für die Religionsfreiheit einsetzen sollten. Er rief die Zuhörerinnen und Zuhörer dazu auf, im Alltag für das Christentum und seine Werte einzustehen, und nicht im Namen der Toleranz jegliche Kritik am Glauben und Anfeindungen gegenüber den Gläubigen zu akzeptieren. In der anschliessendenen Fragerunde mit Lucia Wicki-Rensch, Informationsbeauftragte des Hilfswerks in Luzern, beantwortete der Erzbischof unter anderem die Frage nach dem Charisma von Papst Franziskus so: Papst Franziskus sei schon 77 Jahre alt, habe aber Energie für 30 Stunden und sei immer wieder für Überraschungen gut. Das Ziel des Heiligen Vater sei die Hinführung der Menschen zu Christus, wofür der Papst seine Talente nutze.
Predigt
In der Predigt legte Georg Gänswein das Tagesevangelium: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben aus. Er führte aus, dass Christen auf ihrem Weg nur das mitnehmen sollen, was sie zu Jesus führt. Die Wahrheit des Glaubens darf nicht in Frage gestellt werden, da es nicht irrelevant ist, was man glaubt. Jesus selbst ist die Wahrheit und die Kirche ist mit allen Gnaden ausgestattet. Nur in Gott ist ein Leben in Fülle möglich, da das Leben selbst unsere Wünsche nie erfüllt. Der Prediger gab zu bedenken, dass die drei Stichworte Weg, Wahrheit und Leben Stichworte für unsere Lebensreise sein sollten, auf dieser in Einsiedeln ein Zwischenhalt eingelegt wurde.
Internationale Gäste
Das feierliche Pontifikalamt wurde in einer vollen Klosterkirche abgehalten. Viele Pilger kamen auch aus Süddeutschland, dem Vorarlbergischen und aus Liechtenstein. Am Pontifikalamt nahmen rund 40 Priester aus der Schweiz und dem nahen Ausland teil, was dieser Wallfahrt über die Schweiz hinaus bedeutend machte. Die Schweizer Garde war mit einer Formation von 12 Gardisten anwesend und der Chor „Cecilian“ aus dem bündnerischen Trun gestaltete den Gottesdienst musikalisch. KIRCHE IN NOT rief an diesem Sonntag zur Spende für die Christen in der Ukraine auf, die momentan eine schwierige Zeit durchmachen.
Das Hilfswerk war über die Anwesenheit von Erzbischof Georg Gänswein, Abt Urban Federer und Weihbischof em. Peter Henrici sehr erfreut. Die vielen anwesenden Priester, Ordensleute und etliche Hundert Wohltäterinnen und Wohltäter bezeugten mit ihrem Erscheinen ihre Solidarität mit den Christen in Not und Verbundenheit zum Heiligen Vater.

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19
Mai
2014

Bistum Augsburg

Bistum Augsburg

100 Jahre Patrona Bavariae: Wallfahrt der bayerischen Diözesen nach Retzbach bei Würzburg


http://www.bistum-augsburg.de/index.php/...Ansprechpartner
Vor dem Retzbacher Gnadenbild erneuerte der Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Weihe an die Gottesmutter. (Foto: Markus Hauck/POW)
Vor dem Retzbacher Gnadenbild erneuerte der Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Weihe an die Gottesmutter. (Foto: Markus Hauck/POW)
19.05.2014



Rund 6000 Wallfahrer aller Generationen sind am Samstag, 17. Mai, bei der Wallfahrt der bayerischen Bistümer zur "Maria im Grünen Tal" in Retzbach nahe Würzburg gepilgert. Aus dem Bistum Augsburg war neben Bischof Dr. Konrad Zdarsa und den Weihbischöfen Dr. Dr. Anton Losinger und Florian Wörner unter anderem eine 50-köpfige Pilgergruppe mit Pfarrer Dominik Zitzler als geistlichem Begleiter ins Frankenland gereist. "Es war ein beeindruckender Tag in Retzbach, einem beschaulichen Winzerstädtchen. Am Nachmittag füllte sich der Platz vor der Wallfahrtskirche bei tollem Wetter immer mehr mit den nacheinander eintreffenden Pilgergruppen, die dann mit den bayerischen Bischöfen den Wallfahrtsgottesdienst unter freiem Himmel feierten", beschrieb Diözesan-Familienseelsorger Christian Öxler die Atmosphäre bei der Wallfahrt.



Das Pilgertreffen soll auf das 100-jährige Jubiläum der Erhebung Mariens zur Schutzfrau Bayerns („Patrona Bavariae") im Jahr 2017 vorbereiten. Im nächsten Jahr führt die Wallfahrt am 9. Mai unter dem Thema „Mit Maria unterwegs – ein Ja, das befreit“ nach Augsburg zum Gnadenbild "Maria Knotenlöserin" in der Kirche St. Peter am Perlach. Mehr Eindrücke - in Worten (u.a. die Reportage von der Schiffswallfahrt ) und Bildern - von der Wallfahrt nach Retzbach finden Sie auf den Seiten des Bistums Würzburg .
http://www.pow.bistum-wuerzburg.de/index...f36?mode=detail



http://www.bistum-augsburg.de/?utm_campa...source=dispatch
http://www.bistum-augsburg.de/index.php/...richt/Aktuelles





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19
Mai
2014

Südsudan: „Dramatischer Mangel an allem“

Südsudan: „Dramatischer Mangel an allem“



Wegen des Bürgerkriegs herrscht im Südsudan ein „dramatischer Mangel an allem“. Darauf macht der Malteser Hilfsdienst an diesem Montag aufmerksam. Die wachsende Zahl der Flüchtlinge im ärmsten Land der Welt brauche dringend Lebensmittel, Trinkwasser, Zelte und Gesundheitsversorgung. 1,3 Millionen Südsudanesen sind vor der Gewalt im eigenen Land geflohen und haben zum Teil ihre Heimat verlassen. Der UNO zufolge riskieren 50.000 südsudanesische Kinder unter fünf Jahren den Hungertod. Im Südwesten des Landes, in der Region Maridi, werden die Malteser Lebensmittel und Haushalts-Zubehör an 7.500 Menschen ausgeben. Im Nachbarland Uganda kümmern sich die Malteser im Flüchtlingslager „Rhino Camp“, wo 11.000 Südsudanesen Zuflucht gesucht haben, um die Wasserversorgung. Zudem werden zur besseren Hygieneversorgung in dem Lager verschiedene Hygieneartikel verteilt, unter anderem 24.000 Stücke Seife und Hygiene-Kits für Mädchen. Die Malteser befürchten, dass sich die Situation durch die Regenzeit noch weiter verschlechtern wird, da die Lebensmitteltransporte durch schlammige Straßen behindert werden.

Die Malteser sind seit 1996 im Südsudan tätig. Unterstützt wird die aktuelle Nothilfe mit Mitteln des Auswärtigen Amtes.

(pm 19.05.2014 sk)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/05/...%9C_/ted-800383
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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19
Mai
2014

Gänswein: „Politiker tun zu wenig gegen Diskriminierung von Christen“

Gänswein: „Politiker tun zu wenig gegen Diskriminierung von Christen“



Kurienerzbischof Georg Gänswein hat den Politikern Europas vorgeworfen, zu wenig gegen die immer zahlreicheren Angriffe auf christliche Werte und Symbole in Europa zu unternehmen. Der Präfekt des Päpstlichen Hauses äußerte sich am Sonntag bei der jährlichen Wallfahrt des katholischen Hilfswerks Kirche in Not nach Einsiedeln. Antisemitische und islamophobe Handlungen und Aussagen würden zu Recht von den Medien und politisch Verantwortlichen verurteilt, aber Europa müsse wachsamer werden gegenüber Intoleranz und Diskriminierung, die sich gegen Christen richte, sagte Gänswein. Auf dem Gebiet der Europäischen Union entwickle sich ein „militanter Säkularismus“, klagte der 57-jährige Erzbischof. Es gebe Kreise, die Christen einen Maulkorb anlegen und die Religion an den Rand drängen wollten. Auch komme es zu Angriffen auf die Familie, das Fundament der Gesellschaft, um das sich besonders die Kirche sorge. Gänswein geht davon aus, dass Europa nicht überleben könnte, wenn es von seinen christlichen Wurzeln abgeschnitten würde.

Gegenüber der Presseagentur Kipa äußerte sich der deutsche Prälat auch über Papst Franziskus und dessen Vorgänger Benedikt XVI., dem er weiterhin als Privatsekretär dient. Die beiden würden unterschiedlich regieren und reagieren, so Gänswein. Bei Papst Franziskus spüre man, dass er aus Lateinamerika komme. Er habe die Gabe der direkten Kommunikation mit den Menschen. Beide, Franziskus und Benedikt, hätten ihre je eigenen Fähigkeiten und Gaben. Inhaltlich aber würden beide das gleiche Ziel verfolgen: Die Menschen zu Christus zu führen.

(kipa 19.05.2014 sk)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/05/...%9C_/ted-800429
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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19
Mai
2014

Hohe Besucher beim Papst

Hohe Besucher beim Papst



Zwei wichtige Politiker sind an diesem Montag beim Papst in Audienz gewesen. Zum einen traf sich Franziskus mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk. Dieser hatte am Wochenende in der Nähe Roms am Gedenken an die Bombardierung von Montecassino vor siebzig Jahren teilgenommen. Tusk, der sich eine Viertelstunde mit dem Papst unterhielt, schenkte ihm eine Silbermünze, die an die Heiligsprechung des polnischen Papstes Johannes Paul vom 27. April erinnert. Beide Gesprächspartner zeigten sich beunruhigt über die derzeitigen Spannungen in Osteuropa.

Der zweite wichtige Politiker beim Papst war der König von Bahrain, Hamad bin Isa al Khalifa. Dieser sprach mit Franziskus fast eine halbe Stunde lang über Konflikte im Nahen Osten und interreligiöse Kontakte. Ein Vatikanstatement sprach von einer „herzlichen Unterredung“. Der Papst und seine Mitarbeiter hätten das „persönliche Interesse“ des Königs „für die Bedürfnisse der örtlichen katholischen Gemeinschaft“ gelobt. Dieses Interesse illustrierte Seine Majestät mit einem Geschenk: dem Modell des künftigen Apostolischen Vikariats von Bahrain. Es soll einmal, wie eine Schrift am Modell vermerkte, „die größte Kirche im Norden der Arabischen Halbinsel“ werden. Hamad erläuterte, die neue Kirche solle in der Nähe einer frühislamischen und einer modernen Moschee erstehen und gleichsam von diesen geschützt werden.

Der Vatikan hatte den Amtssitz des Apostolischen Vikariats Nordarabien erst im Sommer 2012 von Kuwait nach Bahrain verlegt. Der Inselstaat liege geografisch günstiger und biete bessere Anreisemöglichkeiten für Kirchenkonferenzen, hieß es zur Begründung. Zu dem kirchlichen Verwaltungsbezirk gehören neben Kuwait und Bahrain auch Katar und Saudi-Arabien. Die zwei rund Millionen Katholiken des Vikariats sind fast ausschließlich Immigranten und Gastarbeiter, die vor allem von den Philippinen, aus Indien, Bangladesch und Sri Lanka stammen. Geleitet wird der Kirchenbezirk von dem norditalienischen Bischof Camillo Ballin. Daneben gibt es ein Vikariat Südarabien mit Sitz in Abu Dhabi. An seiner Spitze steht der Schweizer Bischof Paul Hinder.

(rv/kna 19.05.2014 sk)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/05/...apst/ted-800381
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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19
Mai
2014

Finanzaufsicht Vatikan: Viel mehr verdächtige Geldbewegungen aufgedeckt

Finanzaufsicht Vatikan: Viel mehr verdächtige Geldbewegungen aufgedeckt



Im Vatikan sind 2013 erheblich mehr verdächtige Geldbewegungen gemeldet worden als im Vorjahr. Nach Angaben der vatikanischen Finanzaufsicht AIF wurden im zurückliegenden Jahr 202 Fälle registriert, wie aus ihrem zweiten Jahresbericht hervorgeht, der am Montag im Vatikan vorgestellt wurde; 2012 waren es lediglich sechs Fälle gewesen. Nach den Worten von AIF-Leiter Rene Brülhart bedeutet dies jedoch keineswegs, dass die Zahl der undurchsichtigen Geschäfte gestiegen sei. Die Hauptaufgabe der Finanzaufsicht sei weiterhin, Fälle von Geldwäsche aufzudecken und Geldflüsse auf mögliche Involvierung in Terror-Finanzierung zu überprüfen. Der 40-jährige Schweizer, der seit Ende 2012 das AIF leitet, sprach von einem „herausfordernden Jahr“ und betonte vor allem zwei große Erfolge der Finanzaufsicht: den Betritt seiner Behörde zu internationalen Kontrollorganen und immer mehr aufgedeckte Verdachtsfälle.

„Man sieht es an der erhöhten Anzahl von Verdachtsmeldungen, die kein Zeichen für mehr Verdachtsfälle sind, sondern mehr im Sinne einer Bewusstseinsbildung der involvierten Institutionen und Personen."

Im Jahr 2013 waren es bereits 202 verdächtige Fälle die dem Institut gemeldet wurden, im Jahr 2012 waren es lediglich sechs. Wie diese Verdachtsfälle im Detail aussehen, könne man nicht detailliert erläutern. Durch Analysen von Geldflüsse und durch Hinweise kommt es zu solchen Überprüfungen. Er garantiere, dass auffällige Flüsse überprüft werden und im Fall der Fälle können auch Konten gesperrt oder blockiert werden. Die internationale Zusammenarbeit ist für den Ex-Leiter der Financial Intelligence Unit (FIU) von Liechtenstein das Herzstück seiner Arbeit. Der Vatikan sei wie eine „Insel“ und diese internationale Verbindung sei essentiell.

"Die internationale Verknüpfung, mit der Mitgliedschaft in der Egmont Gruppe, mit den Abschluss von zahlreichen Zusammenarbeitsvereinbarungen mit anderen Financial Intelligence Units und das man hier den Heiligen Stuhl als globale Institution verankern kann."

Ein weiterer Erfolge des Jahres 2013 ist das Anti-Geldwäsche-Gesetz vom 8. Oktober, das erfolgreich angewandt wird und eben der Beitritt der Egmont Group, sagte Brülhart. Ein globales Netzwerk von Financial Intelligence Unit, ein Zusammenschluss von weltweiten Geldmeldestellen. Dort sind 139 Länder vertreten. Weitere Vereinbarungen über Zusammenarbeit mit anderen Geldwäsche-Meldestellen wurden mit den USA, Italien, Australien, Belgien, Monaco, Spanien, Niederlanden, Slowenien und Deutschland unterzeichnet.

Anfang 2014 hat die Finanzaufsicht die erste Inspektion der Vatikanbank durchgeführt um festzustellen, ob die beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung umgesetzt wurden. Aus der Inspektion seien die wesentlichen Fortschritte hervorgegangen, die die Vatikanbank im letzten Jahr unternommen hat, aber es sei alles ein langer Prozess, betonte Brülhart.

Andere Fragen, die Journalisten dem vatikanischen Finanzfachmann bei der Pressekonferenz stellten, mochte Brülhart nicht beantworten, so etwa über die Höhe seines Gehaltes oder über Kardinal Tarcisio Bertone. Dazu könne er keine Angaben machen.

"Wir machen unsere Arbeit und wir machen unsere Arbeit im Stillen, und hoffentlich im Stillen gut. Wir sind nicht für das Spektakel zuständig und wir haben ein klares Ziel, und zwar den Heiligen Stuhl vor möglichem Missbrauch zu schützen."

Brülhart leitete acht Jahre lang die Liechtensteinische Financial Intelligence Unit FIU, die Meldestelle zur Bekämpfung der Geldwäsche. Seit 2010 war er stellvertretender Vorsitzender der Egmont Group. Der Schweizer war involviert in die Aufdeckung des Siemens-Korruptionsskandals im Jahr 2006 und beschlagnahmte Teile des Vermögens von Iraks früherem Diktator Saddam Hussein.

(rv 19.05.2014 no)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/05/...ngen/ted-800380
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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19
Mai
2014

Papstpredigt: Ein festes Herz lässt Alltag bewältigen

Papstpredigt: Ein festes Herz lässt Alltag bewältigen



RealAudioMP3 Das einzige, was unserem Herzen wirklich Festigkeit gibt, ist der Heilige Geist – daran hat Papst Franziskus in seiner Morgenpredigt am Montag im vatikanischen Gästehaus Santa Marta erinnert. Ausgehend von der Apostelgeschichte, die vom missionarischen Wirken des Heiligen Paulus erzählt, stellte der Papst den Völkerapostel an diesem Montag als Vorbild der Standhaftigkeit und Beständigkeit im Glauben vor.

Paulus hatte viel mitgemacht: In Ikonion waren er und sein Begleiter Barnabas knapp einem Mordanschlag entgangen, groß war das Misstrauen gegenüber den beiden Predigern, unter Juden wie Heiden. Das hielt den Völkerapostel aber nicht davon ab, seine Mission fortzusetzen: Unermüdlich zog er von Stadt zu Stadt und verkündete das Evangelium. Als er in Lykaonien einen Gelähmten heilte, hielt das Volk die beiden Gefährten für heidnische Götter. Die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen, sei für Paulus ein Kraftakt gewesen, so der Papst. Diese Stärke und Unbeirrbarkeit sei ein Vorbild – auch heute für uns. Franziskus:

„Wir haben so viele Dinge, die uns beschäftigen, die uns hin- und herwerfen, zur einen und der anderen Seite. Aber wir haben die Gnade erbeten, ein festes Herz zu haben, wie Paulus. Anhand dieses Beispiels können wir uns heute fragen: Wie steht es um mein Herz? Ist es ein tänzelndes Herz, das von der einen zur anderen Seite springt, wie ein Schmetterling, dem heute dies, morgen das gefällt? Ist es ein Herz, das sich vor den Ereignissen des Lebens erschreckt und Angst hat, Jesus Christus zu bezeugen? Ist es ein mutiges Herz oder ein Herz, das immer versucht, sich zu verstecken? Wovor haben wir Angst? In welchem Schatz ist unser Herz verankert? Hängt es an den Geschöpfen und Problemen, den Göttern aller Tage? Oder am Heiligen Geist?“

Sich einmal diese Frage zu stellen – wo ist mein Herz verankert? – werde uns gut tun, so der Papst. Und sich dabei an all die Dinge zu erinnern, die uns täglich so beschäftigen: zu Hause, bei der Arbeit, mit Kindern, Nachbarn, Kollegen. Jesus habe seine Jünger daran erinnert, dass der Heilige Geist „alles lehrt“ und „alles erinnern“ lässt, was Jesu Botschaft der Erlösung ausmache. Der Papst fragte noch einmal:

„Lasse ich mich hinwegtragen von jedem dieser Ereignisse oder begegne ich ihnen mit einem festen Herzen? Das einzige, was unserem Herzen Festigkeit gibt, ist der Heilige Geist! Es tut gut, daran zu denken, dass wir diese schöne Gabe haben, die uns Jesus hinterließ, diesen Geist der Stärke und des guten Rates, der uns hilft, inmitten der Dinge des Alltags voranzugehen. Machen wir heute diese Übung, und fragen wir uns, wie unser Herz ist – ist es stark oder nicht, und wenn es stark ist, wo hat es Halt? In den Dingen oder im Heiligen Geist? Das wird uns gut tun!”

(rv 19.05.2014 pr)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/05/...igen/ted-800386
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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19
Mai
2014

Gänswein kritisiert europäische Politiker "Zu wenig geschieht gegen Diskriminierung von Christen"

19.05.2014


Erzbischof Gänswein
© dpa

Gänswein kritisiert europäische Politiker
"Zu wenig geschieht gegen Diskriminierung von Christen"


In Europa entwickele sich ein "militanter Säularismus", beklagte Kurienerzbischof Georg Gänswein. Kurz vor der Europawahl mahnte er, Europa müsse wachsamer werden gegenüber Intoleranz und Diskriminierung, die sich gegen Christen richte.

Kurienerzbischof Georg Gänswein (57) wirft Europas Politikern vor, zu wenig gegen immer häufigere Angriffe auf christliche Werte und Symbole zu unternehmen. Antisemitische und islamophobe Handlungen und Aussagen würden zu Recht von den Medien und politisch Verantwortlichen verurteilt, sagte Gänswein am Sonntag bei einer Wallfahrt nach Einsiedeln in der Schweiz. Dennoch müsse Europa wachsamer werden gegenüber Intoleranz und Diskriminierung, die sich gegen Christen richte, so der Präfekt des Päpstlichen Hauses in einem Vortrag vor rund 500 Zuhörern.

Kein Maulkorb für Christen

Auf dem Gebiet der EU entwickele sich ein "militanter Säkularismus", beklagte Gänswein. Es gebe Kreise, die Christen einen Maulkorb anlegen und die Religion an den Rand drängen wollten. Auch komme es zu Angriffen auf die Familie, das Fundament der Gesellschaft.

Gänswein sagte, Europa könnte nicht überleben, wenn es von seinen christlichen Wurzeln abgeschnitten würde.

"Franziskus hat die Gabe der direkten Kommunikation"

Im Gespräch mit der Schweizer Presseagentur Kipa äußerte er sich auch über Papst Franziskus und dessen Vorgänger Benedikt XVI. (87), dem er weiter als Privatsekretär dient. Die beiden regierten und reagierten unterschiedlich, so Gänswein. Bei Papst Franziskus spüre man, dass er aus Lateinamerika komme. Er habe die Gabe der direkten Kommunikation mit den Menschen. Beide, Franziskus und Benedikt XVI., hätten ihre eigenen Fähigkeiten und Gaben. Inhaltlich verfolgten aber beide das gleiche Ziel: die Menschen zu Christus zu führen.

(KNA)

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