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10
Juni
2014

Fußball-WM in Brasilien: „Verhaltene Freude“

Fußball-WM in Brasilien: „Verhaltene Freude“



RealAudioMP3 Demos gegen zu teure Stadienbauten, Kritik am Weltfußballverband Fifa und Unmut über Umsiedlungen und ein bisweilen radikales Durchgreifen der brasilianischen Sicherheitskräfte: „Die Brasilianer haben eigentlich alles getan, dass keiner so richtig Freude an dieser Fußballweltmeisterschaft hat“, würden eingefleischte Fußballfans da wohl salopp sagen.


Verhaltene Freude

Die Begeisterung über die WM 2014 in Brasilien hält sich in Grenzen – und dies mit gutem Grund, findet der Brasilien-Länderreferent des Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat, Klemens Paffhausen.

„Es ist eine verhaltene Freude – das überrascht in der Tat, es zeigt aber auch, dass Brasilien auf einem guten demokratischen Weg ist! Das heißt, man kann sehr gut differenzieren, wo man Begeisterung zeigen kann und wo Kritik angebracht ist. Insofern kann man sehr gespannt sein, wie sich das auch emotional weiterentwickelt. Klar – wenn Brasilien eine gute Partie abgibt, wird die Freude auch überwiegen, aber ich glaube, dass sich die Proteste trotzdem noch vernehmen lassen werden.“

So planten diverse zivile Aktionsgruppen und Bündnisse derzeit für die WM friedliche Demonstrationen an den jeweiligen Spielorten, berichtet Paffhausen. Die Anliegen der Protestbewegung seien dieselben wie schon zur Zeit des Confederations Cup (eine Art Mini-WM) und des Papstbesuches in Rio de Janeiro im vergangenen Jahr. Auch im Blick auf die kommenden Präsidentschaftswahlen in Brasilien im Oktober wollten sich die Bürger Gehör verschaffen:

„Im Mittelpunkt stehen immer noch die Themen Bildung, Gesundheit und Sicherheit. Wir haben auf unserer Reise Anfang April allerdings auch festgestellt, dass sich ein Großteil der Kritik an der Fifa selbst entzündet, die ja doch mit ihren eigenen Auflagen soziale Verwerfungen hervorruft. Da sind beispielsweise die ambulanten Straßenverkäufer zu nennen, die nur zwei bis drei Kilometer außerhalb der Stadien Eis und Getränke verkaufen dürfen, weil die Fifa das so vorgibt. Dann gab’s eine Gesetzesänderung: Normalerweise darf in den Stadien kein Alkohol verkauft werden, das hat man nur für die Fifa wieder geändert. Und im Moment ist ja aktuell wieder von Bestechungsvorwürfen bei der Vergabe an Katar und Russland die Rede.“

Paffhausen bezieht sich hier auf Korruptionsvorwürfe im Kontext der Vergabe der kommenden Fußballweltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland bzw. Katar.


Brasiliens Kirche sorgt sich um soziale Fragen

Brasiliens Kirche stärke der friedlichen Protestbewegung im Land den Rücken, fährt er fort. Diese sei klar zu unterscheiden von gewalttätigen Unruhestiftern wie den sog. "Black Blocks", die sich leider teilweise unter die friedlichen Demonstranten mischten, erinnert er. Die bischöfliche Aktion Adveniat ziehe mit der Ortskirche an einem Strang, wenn es darum gehe, mit dem Fingen auf die sozialen Missstände im Land zu zeigen:

„Es gibt von der Ordensleute- und der Bischofskonferenz verschiedene Aktionen, die bestimmte Missstände aufzeigen, die auch bei den Protesten eine Rolle spielen: Die Fastenkampagne hat das Thema Menschenhandel und sexueller Missbrauch von Kindern. Die Ordenskonferenz ist in einem ökumenischen Netzwerk mit anderen Aktionsgruppen verbunden, wo es auch um die Themen Gesundheit und Bildung geht. Letztlich sind die Themen, die von der Protestbewegung aufgegriffen und in den Mittelpunkt der Kritik gerückt werden, genau die Fragen, bei denen Brasiliens Kirche immer Reformbedarf angemeldet hat. Adveniat übergibt ja auch Petitionen an die brasilianische Regierung, wo es genau um solche Forderungen geht, dass man nicht nur die Spiele im Auge hat, sondern auch den sozialen Fortschritt im Land.“


Aktion gegen Menschenhandel

Unter dem Motto „Jogue a favor da vida, denuncie o trafico de pessoas“ – „Spiele für das Leben und zeige Menschenhandel an“ will die brasilianische Kirche in Zusammenarbeit mit der Regierung zum Beispiel gegen Menschenhandel während der WM vorgehen. Dazu findet am Mittwoch in Brasilia eine Demonstration statt – im Rahmen einer nationalen Sensibilisierungskampagne, die gegen das Phänomen mobil machen will. Die internationalen Gäste und die brasilianische Bevölkerung soll melden, wenn sie Zwangsprostitution und Menschenhandel beobachtet. Dazu der Adveniat-Brasilienreferent:

„Am Flughafen, in Restaurants und in Hotels hängen die entsprechenden Plakate, auf denen Kontaktnummern angegeben sind. Es ist aber letztlich ein internationales Problem wie beim Drogenhandel auch; das bekommt ein Land allein kaum in den Griff! Und man wird gleichwohl auch sagen müssen: Leider ist das Problem Missbrauch in Brasilien nicht nur ein Problem, was über Touristen in das Land kommt, sondern das Thema häusliche Gewalt ist in den ärmeren Schichten auch ein großes Thema, so dass Adveniat in den letzten Jahren auch verstärkt mit Partnern versucht, dort therapeutisch und bewusstseinsbildend zu wirken.“

Offiziell ist die Prostitution in Brasilien verboten, es gebe jedoch viele Frauen vor allem aus dem armen Nordosten des Landes, die „auf eigene Rechnung“ arbeiteten und im Selbstverkauf die einzige Überlebensmöglichkeit sähen, so Paffhausen gegenüber Radio Vatikan.


Auch langfristig Verbesserungen?

Aus den brasilianischen Großstädten sollen Prostitution, Drogenhandel, Bandenkriege und andere Auswüchse des organisierten Verbrechens zur Zeit der Fußball-WM verschwinden – so wünscht es die brasilianische Regierung. Können die ergriffenen Maßnahmen hier der brasilianischen Bevölkerung auch langfristig etwas bringen – etwa im Bereich Kriminalitätsbekämpfung? Dazu Paffhausen:

„Zumindest hat man das propagandistisch so ausgegeben, dass die Mehrheit der Bevölkerung davon profitieren wird, insbesondere was Infrastrukturen angeht. Da sind allerdings berechtigte Zweifel angebracht: Die Mehrheit der Bevölkerung hat wohl kaum etwas davon, wenn Flughäfen ausgebaut werden oder so viel Geld in Stadien gepumpt wird, so dass sich als Folge auch die Eintrittspreise erhöhen und man wohl kaum mit ausverkauften Rängen rechnen wird…

Und was das Thema Sicherheit angeht: Da ist vor allem in Rio de Janeiro schon einiges getan worden über die Befriedungspolizei. Es gab ja ganze Favelas, die fest in der Hand von Drogengangs waren, die sich gegenseitig bekämpft haben – etwa 40 der insgesamt 1.000 Favelas, die man in Rio zählt, sind befriedet. Allerdings zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Drogengangs sich nur in die Peripherie zurückgezogen haben und sich im Moment neu formieren! Die letzten Auseinandersetzungen Ende April an der Copa Cabana beispielsweise sind sicher ein Zeichen dafür, dass es wieder härtere Gefechte zwischen Polizei und Drogengangs gibt...“

(rv 10.06.2014 pr)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/06/...0%9C/ted-805934
des Internetauftritts von Radio Vatikan

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 19:13
10
Juni
2014

Brasilien: 300 Rausgeworfene finden Zuflucht in Kirche

Brasilien: 300 Rausgeworfene finden Zuflucht in Kirche



Wenige Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft haben mehr als dreihundert Menschen Zuflucht in einer Kirche von Rio de Janeiro gefunden. Bei ihnen handelt es sich um Menschen, die ihre Mieten nicht mehr zahlen können, weil diese angesichts der WM stark gestiegen sind. Zunächst hatten sie mehrere Tage lang ein leerstehendes Gebäude in Telerj besetzt, doch dort waren sie im letzten April bei einem Polizei- und Militäreinsatz herausgeworfen worden. Daraufhin hatten sie zunächst den Platz vor dem Rathaus von Rio besetzt, dann den Vorplatz der Kathedrale. Daraufhin lud das Erzbistum sie ein, sich bis auf weiteres in der Kirche im Norden von Rio, nicht weit vom Internationalen Flughafen, einzuquartieren. Zu den etwa 300 Menschen gehören auch viele Familien mit kleinen Kindern. Die brasilianische NGO „Fase“ spricht von mehr als 19.000 Familien im ganzen Land, die seit Oktober 2009 wegen der Vorbereitungen der WM ihre Wohnung verloren haben. Insgesamt handle es sich um fast 100.000 Menschen.

(apic 10.06.2014 sk)




Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/06/...rche/ted-805967
des Internetauftritts von Radio Vatikan


Wenige Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft haben mehr als dreihundert Menschen Zuflucht in einer Kirche von Rio de Janeiro gefunden. Bei ihnen handelt es sich um Menschen, die ihre Mieten nicht mehr zahlen können, weil diese angesichts der WM stark gestiegen sind. Zunächst hatten sie mehrere Tage lang ein leerstehendes Gebäude in Telerj besetzt, doch dort waren sie im letzten April bei einem Polizei- und Militäreinsatz herausgeworfen worden. Daraufhin hatten sie zunächst den Platz vor dem Rathaus von Rio besetzt, dann den Vorplatz der Kathedrale. Daraufhin lud das Erzbistum sie ein, sich bis auf weiteres in der Kirche im Norden von Rio, nicht weit vom Internationalen Flughafen, einzuquartieren. Zu den etwa 300 Menschen gehören auch viele Familien mit kleinen Kindern. Die brasilianische NGO „Fase“ spricht von mehr als 19.000 Familien im ganzen Land, die seit Oktober 2009 wegen der Vorbereitungen der WM ihre Wohnung verloren haben. Insgesamt handle es sich um fast 100.000 Menschen.

(apic 10.06.2014 sk)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/06/...rche/ted-805967
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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10
Juni
2014

Tebartz-van Elst zieht nach Regensburg Nächster Schritt für Neuanfang in Limburg

10.06.2014

Tebartz-van Elst zieht nach Regensburg
Nächster Schritt für Neuanfang in Limburg


Tebartz-van Elst
© dpa

Der frühere Limburger Bischof Tebartz-van Elst zieht ab September nach Regensburg. Die Wahl sei auf die Stadt gefallen, da der dortige Bischof Voderholzer ihm "mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft" zugesichert habe.

Damit mache der emeritierte Bischof "auch räumlich den Weg für einen Neuanfang im Bistum Limburg frei", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung. Das Bistum Regensburg veröffentlichte diese Mitteilung der Familie auf seiner Website. Eine weitere Stellungnahme gab es auf Anfrage nicht. Bei der Suche nach einem neuen Wohnsitz habe sich die Familie von Franz-Peter Tebartz-van Elst entschlossen, "gemeinsam in Regensburg eine Wohnung anzumieten, in der Tebartz-van Elst bis zur Übernahme einer neuen Aufgabe bleiben kann". Die Mietwohnung dient auch den Familienangehörigen, die dem Bischof weiterhin zur Seite stehen werden, wie es in der Erklärung weiter heißt. "Eine Dienstwohnung, die einem emeritierten Bischof zusteht, nimmt Tebartz-van Elst damit nicht in Anspruch."

Nachdem Papst Franziskus am 26. März den Amtsverzicht von Franz-Peter Tebartz-van Elst angenommen hatte, bekräftigte Bischof Rudolf Voderholzer gegenüber dem Mitbruder die Gastfreundschaft in seinem Bistum. Dies gehöre "zum christlichen Gebot der Barmherzigkeit und Nächstenliebe". Bereits von Oktober 2013 bis März 2014 weilte der frühere Limburger Bischof während seiner Auszeit im Benediktinerkloster Metten in der Diözese Regensburg.

Tebartz-van Elst wohnt derzeit wieder in seiner Wohnung in der Bischofsresidenz. Sie war ihrer aufwendigen Ausstattung wegen wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Die Kosten für das Bauprojekt auf dem Domberg in Höhe von letztlich mindestens rund 31 Millionen Euro und die Verschleierung dieser Kosten hatten entscheidend mit dazu geführt, dass der Papst den Rücktritt von Tebartz-van Elst annahm. Er soll eine neue Aufgabe im Ausland erhalten. Die Bischofskongregation in Rom sucht derzeit nach einer Einsatzmöglichkeit.

(KNA)

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10
Juni
2014

Misereor fordert Aufnahme von 100.000 Syrern Für ein politisches Zeichen

10.06.2014

Misereor fordert Aufnahme von 100.000 Syrern
Für ein politisches Zeichen


Neuankömmlinge im Flüchtlingscamp Zaatari
© dpa

Vor der Innenministerkonferenz macht sich das katholische Entwicklungshilfswerk Misereor für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus Syrien stark. Deutschland solle mindestens 100.000 Menschen die Einreise gewähren.

Allein im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari lebten mittlerweile mehr als 100.000 Flüchtlinge aus dem von einem Bürgerkrieg zerrissenen Land; im Libanon seien über 25 Prozent der Bevölkerung Schutzsuchende aus Syrien. Dahingegen hätten die 28 EU-Staaten für die Betroffenen aktuell nicht mal 20.000 Plätze in Aussicht gestellt. 14 Mitgliedstaaten richteten laut Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon am Dienstag in Aachen gar keine Kontingente ein.

Die Bundesrepublik erklärte zunächst die Bereitschaft zur Aufnahme von 5.000 Flüchtlingen und verdoppelte dieses Kontingent wenig später. Während eines Besuchs bei syrischen Flüchtlingen in der libanesischen Grenzregion im Mai hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die Aufnahme von weiteren 10.000 Menschen in Aussicht gestellt. "Diese Zahlen reichen aber angesichts der Dimensionen bei weitem nicht aus", sagte Bröckelmann-Simon. Während des Balkan-Krieges habe Deutschland 320.000 Menschen Zuflucht geboten. "Eine ähnliche Geste der Menschlichkeit und Solidarität wäre in der jetzigen Situation geboten!"

Die Innenminister sollten ihr bevorstehendes Treffen in Bonn dazu nutzen, in dieser Frage ein starkes Signal in die EU zu senden, so Bröckelmann-Simon. Bei ihrer bis Freitag dauernden Frühjahrskonferenz in der Bundesstadt wollen die Innenminister der Länder und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) unter anderem über den Vorstoß Steinmeiers zur Aufnahme weiterer Syrer beraten.

Flüchtlingsorganisationen wie Pro Asyl halten diesen Schritt jedoch für nicht ausreichend. Sie kündigten Demonstrationen und Gegenveranstaltungen am Rande der Konferenz an. Allein für das zweite Aufnahmeprogramm des Bundes mit 5.000 Plätzen habe es 76.000 Anträge gegeben, hieß es.

(KNA)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:45
10
Juni
2014

Katholische Bischöfe kritisieren Zustände in Brasilien Zwischen Fairplay und Korruption

10.06.2014

Katholische Bischöfe kritisieren Zustände in Brasilien
Zwischen Fairplay und Korruption


Polizeiaufgebot vor einem Stadion in Brasilien
© dpa

Kurz vor Beginn der Fußball-WM werden die kritischen Stimmen immer lauter. Bischof Overbeck, zuständig für das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat, weist vehement auf die gesellschaftlichen Missstände in Brasilien hin.


Fußball-Fan mit einem nachgebauten Pokal
© dpa

Nun steigt sie doch, die WM-Stimmung in Brasilien: Die ersten auswärtigen Fans sind da, die meisten Nationalteams ebenfalls. Für ihre Sicherheit hat Brasilien eine ganze Armee von Sicherheitskräften aufgestellt. Nach den zuletzt negativen Schlagzeilen, die Zweifel an der Sicherheitslage in den zwölf WM-Städten aufkommen ließ, will die Regierung keinerlei Zwischenfälle mehr dulden.

Seit 2013 Protestwelle gegen WM-Ausgaben

"Die WM wird für die Touristen, Journalisten und die Teams sicher sein", wiederholte Sportminister Aldo Rebelo in den vergangenen Monaten fast täglich. Dafür freilich hat die Regierung ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften bereitgestellt. Mehr als 50.000 Soldaten und 100.000 Polizisten sollen den reibungslosen Ablauf der vierwöchigen WM garantieren. Während des Confed-Cups, der WM-Generalprobe, war es im Juni 2013 zu einer Protestwelle gegen soziale Missstände im Land sowie gegen die hohen Ausgaben für die WM gekommen. Die teils gewalttätigen Ausschreitungen hatten damals viele angereiste Touristen erschreckt. Zuletzt sorgten zudem Berichte über neue Gewaltausbrüche in den Elendsvierteln, den sogenannten Favelas von Rio für internationales Medienecho. Hotels berichteten über Stornierungen; die Zahl der tatsächlich zur WM anreisenden ausländischen Touristen dürfte unter den erwarteten 600.000 bis 700.000 bleiben.

Gewaltszenen in den Favelas

Brasiliens Gewaltproblem ist zwar nicht neu. Nach Jahren sinkender Gewalt überraschten die neuesten Statistiken trotzdem. 2012 wurden landesweit mehr als 56.000 Morde gezählt, der höchste Stand seit 1980. Landesweit lag die Zahl der Morde bei rund 30 pro 100.000 Einwohner. Laut den Vereinten Nationen spricht man bei einem Wert von 10 bereits von epidemischen Zuständen. Besonders in Rio de Janeiro, der Stadt, auf der der Fokus dieser WM liegt, kam es seit Jahresbeginn immer wieder zu Gewaltszenen, besonders in den bereits durch Polizeikräfte befriedeten Favelas. Hier drohte die Polizei zeitweise die Kontrolle zu verlieren. Rund ein Dutzend Polizisten starb bei Konflikten mit Drogendealern, die in die Favelas eindrangen. In der Favela Mare, am internationalen Flughafen von Rio gelegen, sorgen seit Ende März mehr als 2.000 Soldaten für Ruhe. Sie sollen bis nach der WM bleiben.

Keine Gefahr für WM-Touristen

"Wir haben Probleme im Bereich der öffentlichen Sicherheit in Brasilien", gab Sportminister Rebelo zu - doch alle Regierungsebenen hätten sich "mit großem Engagement dieser Herausforderung gestellt". So wurden in den zwölf WM-Spielorten insgesamt 14 neue Kontrollzentren errichtet, in denen die Informationen des Sicherheitsapparates zusammenlaufen. Hunderte Kameras wurden installiert, um die von den WM-Touristen frequentierten Bereiche der Städte überwachen zu können. Experten sind sich eh einig, dass den WM-Touristen - abgesehen von Taschendiebstählen - wohl kaum etwas zustoßen werde, solange sie nicht abseits der Touristenpfade unterwegs sind. In der Regel verlaufen Großereignisse in Brasilien für Touristen stets problemlos. Staatspräsidentin Dilma Rousseff versichert, dass "die von uns aufgebaute Sicherheitsstruktur einem jeden die nötige Ruhe und Gelassenheit geben wird, um die Spiele zu genießen, die Feste zu feiern sowie die Schönheit unseres Landes kennenzulernen."

Spezialeinheiten für Nationalmannschaften

So gilt ein besonderes Augenmerk den Nationalmannschaften. Sie werden auf Schritt und Tritt von Dutzenden Polizisten und Soldaten begleitet. Besonderen Schutz erfahren die Mannschaften aus England und den USA. Während das US-Team von Jürgen Klinsmann neben den brasilianischen Sicherheitskräften auch auf den Schutz von Spezialagenten der eigenen Regierung zählt, trainiert das englische Team sogar in einer Militärkaserne in Rio. Dass trotzdem keine hundertprozentige Sicherheit zu garantieren ist, zeigte jedoch der spontane Badeausflug des niederländischen Teams am Montag. Die beiden Spieler Robin Van Persie und Daryl Janmaat wurden am traumhaften Ipanema-Strand von einem Kite-Surfer überrollt. Passiert sei ihnen aber nichts, so der Niederländische Verband.

Thomas Milz
(KNA)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:39
10
Juni
2014

Die Franziskanerin Sr. Agnesita Dobler ist am 3. Juni zur Generalsekretärin der Deutschen

Die Franziskanerin Sr. Agnesita Dobler ist am 3. Juni zur Generalsekretärin der Deutschen
Ordensobernkonferenz (DOK) gewählt worden. Ab dem 1. August vertritt sie die Interessen aller Ordensgemeinschaften - von rund 430 Oberen und Oberinnen sowie 23.000 Ordensleuten - in Deutschland.


Nonnen beim WJT in Rio
© dpa
10.06.2014

Sr. Agnesita über ihre Pläne für die deutschen Ordensgemeinschaften
Reservistin der Zukunft


Das Ordensleben bezeichnet der Papst als "Reserve der Zukunft". Darin findet sich die Franziskanerin Sr. Agnesita Dobler wieder. Die Generalsekretärin der Deutschen Ordensobernkonferenz will positiv für ihre Lebensform werben.

KNA: Schwester Agnesita, bevor Sie in Ihr neues Amt gewählt worden sind, waren Sie auch als Messe- und Flughafenseelsorgerin in Stuttgart tätig. Wird Ihnen die Arbeit an der Basis nicht fehlen?

Schwester Agnesita: Ich habe meine Arbeit noch nie unter diesem Blickwinkel gesehen. Ich habe eigentlich eher an einem "Nicht-Ort" gearbeitet - einem großen Flughafen und einer Messehalle mit vielen Menschen, einem Kommen und Gehen. Im Prinzip spiegeln die Messe und der Flughafen die moderne Gesellschaft wieder: viele Nationalitäten, hoher Zeitdruck, Rastlosigkeit, Geschäftigkeit, Wirtschaftlichkeit, ein Unterwegssein ohne Bleibe. Mit Arbeit an der "Basis" hat das wenig zu tun.

KNA: Im Rahmen eines Betriebspraktikums haben Sie auch den Kabinenraum von Flugzeugen geputzt - möchten Sie ähnlich unkonventionell an Ihre neue Aufgabe herangehen?

Schwester Agnesita: Das wirkt vielleicht unkonventionell. Aber ich habe mir vorgenommen, alles zu tun, damit ich weiß, was mich erwartet - auf dem Flughafen, aber auch in meinem neuen Amt. Jetzt sind es die Orden und meine Mitarbeiter. Ich möchte herausfinden, was sie brauchen und wohin der Weg für uns hingehen kann. Ich habe durchaus Vorstellungen, aber noch kein fertiges Konzept. Ich werde vielleicht nicht die Klosterkirche putzen, aber andere Wege finden, um in Kontakt zu kommen: Ich möchte viele Arbeitstreffen besuchen und Einladungen wahrnehmen, um die Gemeinschaften und vor allem deren Menschen kennenzulernen.

KNA: Die Orden in Deutschland haben große Nachwuchssorgen. Ein Leben im Kloster scheint im Gegensatz zu früher weit weniger attraktiv zu sein. Wie bewerten Sie vor diesem Hintergrund den Tag der offenen Klöster in diesem Mai?

Schwester Agnesita: Der Aktionstag hat gezeigt, dass Kloster an sich attraktiv ist; es sind viele Besucher gekommen. Solch ein Tag ist ein niederschwelliges Angebot, einmal hinter die Klostermauern zu schauen.

In der Tat haben die Orden Nachwuchssorgen. Es macht Probleme, mit immer weniger Schwestern etwas auf die Beine zu stellen, und auch das Zusammenleben mit vielen älteren Schwestern stellt eine Herausforderung dar. Eines darf man aber nicht vergessen: Wenn jemand in einen Orden eintritt, dann ist das zunächst eine zutiefst persönliche Entscheidung aus dem Glauben und der Liebe zu Gott. Es geht nicht primär darum, ein Institut oder eine Einrichtung zu erhalten. Vielmehr ist ein Kloster ein Ort für eine Lebensform, die nach meiner Erfahrung ein gewinnendes, glückliches Leben bedeuten kann. Wenn die Nachwuchssorge darauf reduziert wird, unsere Häuser zu erhalten, dann greift das aus meiner Sicht viel zu kurz.

KNA: Was ist Ihnen in Ihrem neuen Amt ein besonderes Anliegen?

Schwester Agnesita: Ich möchte, dass die Klöster so in der Gesellschaft verortet sind, dass die Ordensleute unter den jetzigen Rahmenbedingungen ihre Lebensform leben können. Ziel muss sein, gute Lebensräume für die Männer und Frauen zu erhalten und zu schaffen, die sich zu dieser Lebensform berufen fühlen. Durch die Deutsche Ordensobernkonferenz sind entsprechende Strukturen gelegt, durch die gemeinsame Interessenvertretung, aber auch spirituelle Unterstützung untereinander. Hierfür bietet die Deutsche Ordensobernkonferenz eine Plattform, die ich weiter ausbauen möchte.

KNA: Sie sind studierte Betriebswirtin - inwieweit wird Ihnen dieses Wissen als Sekretärin der Deutschen Ordensobernkonferenz helfen?

Schwester Agnesita: Es fällt mir schwerer zu sagen, was ich daraus nicht gebrauchen kann! Denn Betriebswirtschaft ist ein sehr umfassendes Studium - es geht längst nicht nur um Zahlen. Es geht darum, zu sondieren und zu beobachten, was der Markt, die Gesellschaft und die Kunden erwarten und was ich bieten kann. Es geht darum, einen Plan zu entwickeln, ihn umzusetzen und zu kontrollieren. Auch Konfliktbearbeitung, Mitarbeiterführung sowie finanzielle und steuerliche Fragen gehören zum Fach. Durch mein Studium bin ich auf mein neues Amt also sehr gut vorbereitet.

KNA: Worin sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen für die Orden?

Schwester Agnesita: Wir müssen zunächst eine ganz nüchterne Standortbestimmung vornehmen. Die einzelnen Gemeinschaften sollten sich überlegen: Wo kommen wir her, wo stehen wir momentan, und wo möchten wir hin? Welche Gemeinschaften sind noch lebensfähig? Was brauchen wir, damit es in Zukunft weitergehen kann? Diese Bestandsaufnahme darf nicht resigniert erfolgen. Sie sollte vielmehr getragen sein von der Anfangsbegeisterung über die Beziehung zu Gott, dem ich vertraut habe, als ich mich zu dieser Lebensform entschieden habe.

KNA: Und was sind die Chancen?

Schwester Agnesita: Im Rahmen unserer Versammlung hat der Apostolische Nuntius mit uns eine Messe gefeiert. In seiner Predigt zitierte er Papst Franziskus: "Ordensleben bildet die Reserve der Zukunft". In diesem Satz kann ich mich sehr gut wiederfinden. Wenn ich in positiver Weise mein Ordensleben gestalte, dann ist Zukunft möglich - für mich selbst, aber auch für andere. Dann werden Klöster weiterhin wichtige Kraftorte bleiben.

Das Interview führte Angelika Prauß

(KNA)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:37
10
Juni
2014

Birlikte-Festival trotz Unwetter friedlich beendet "Heute geht es uns gut"

10.06.2014

Birlikte-Festival trotz Unwetter friedlich beendet
"Heute geht es uns gut"


Bundespräsident Gauck auf der Keupstrasse
© dpa

Drei Tage lang wurde auf der Keupstrasse in Köln an das Bombenattentat der NSU-Terrorgruppe vor 10 Jahren gedacht. Dramaturg und Mitorganisator Thomas Laue erzählt im domradio.de-Interview von den besondere Momenten.

domradio.de: Wahrscheinlich war das für Sie ein relativ anstrengendes Pfingstwochenende. Wie geht es Ihnen denn heute am Tag danach?

Thomas Laue (Mitorganisator von "Birlikte"): Mir geht es ganz gut. Die Stimme ist ein bisschen weg, aber es war ja nicht nur anstrengend. Es war auch sehr schön, weil es sehr viele beglückende Momente mit all den Menschen gab. Einerseits mit denen, die auf den Bühnen standen, aber auch mit den vielen Zehntausenden, die davor standen.

domradio.de: Es waren ja unheimlich viele Prominente da: Udo Lindenberg hat auf der Bühne gestanden, Clueso war da, der Bundespräsident natürlich auch. Gibt es denn so einen Moment, der Ihnen besonders nahe gegangen ist?

Laue: Die Highlight-Momente sind ja meistens eher in den stillen Momenten zu finden, und gar nicht so sehr, wenn viele tolle Leute auf der Bühne stehen. Für mich war eigentlich einer der bewegenden Momente Sonntagnacht: Als ich mit Meral Sahin (Anmerk.d.Red.: Vorsitzende der IG Keupstrasse) nach dem Kulturfest über die Keupstrasse gelaufen bin, und alle waren am Aufräumen. Es sah wirklich chaotisch aus, und alle waren auf der Straße. Die Zuschauer waren weg und es waren hauptsächlich die Geschäftsleute da. Wir sind dann über die Straße gegangen, am Friseursalon von Hasan und Özcan Yildirim vorbei. Und wir haben die beiden gesehen, wie sie im Salon stehen und auf die Straße blicken. Hasan und Özcan sagten mir dann: 'Heute geht es uns gut'. Das war eigentlich der schönste Moment, den ich persönlich erlebt habe. Vor allem, weil es natürlich die Menschen sind, für die man das in erster Linie gemacht hat. Allen war wichtig, dass sie zufrieden sind mit dem was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben.

domradio.de: Das Fest hieß ja: Birlikte – zusammenstehen. Kam es denn tatsächlich zu einem richtigen Zusammenstehen?

Laue: Ja, man hat es gemerkt. Man hat es eigentlich an allen Veranstaltungstagen gemerkt. Es waren ja drei insgesamt. Zum Beispiel die Premiere von uns am Schauspiel, als die Leute nach der Premiere wirklich aufgestanden sind, um den Leuten aus der Keupstrasse, die auch auf der Bühne standen, zu applaudieren. Am Sonntag ist etwas passiert, das mich wirklich sehr beeindruckt hat. Wir dachten ja, dass wir vorsichtig um 11 Uhr mit einem Frühstück anfangen und dann das Programm langsam gegen mittags steigern. Ab 11 Uhr war aber tatsächlich schon richtig was auf der Straße los. Es war voll und die Leute waren neugierig aufeinander, und vor allem unglaublich friedlich. Wir hatten über den ganzen Tag verteilt 70.000 Menschen auf der Straße, aber es kam zu keinen Vorfällen. Ich glaube es hat einen Taschendiebstahl gegeben, das war alles. Es war so friedlich, wie wir alle es uns niemals hätten vorstellen können. Das Gleiche gilt auch für gestern. Leider mussten die Veranstalter von 'Arsch Huh' und von der Stadt das Konzert abbrechen, und das war auch richtig. Es war ein wahnsinniges Unwetter, das danach runtergekommen ist. Es gab da nicht einen Moment von Aggressionen, sondern alle haben das verstanden und sind friedlich gegangen. Das ist glaube ich ein großes Zeichen, weil die Leute, die dort gemeinsam im Publikum gestanden haben, wirklich ganz unterschiedlich waren. Es war eine ganz andere Zusammensetzung von Publikum, als man das normalerweise auf solchen Veranstaltungen findet.

domradio.de: Ist denn jetzt an dieser Stelle noch etwas geplant? Wird es in Zukunft noch mehr solcher Veranstaltungen geben?

Laue: Ich glaube man muss jetzt mal gucken, was diese Veranstaltung ausgelöst hat. Das ist erstmal das Wichtige. Man kann sich ja jetzt nicht von Großereignis zu Großereignis hangeln. Wir haben jetzt alle die Verantwortung zu gucken, dass das, was mit Birlikte begonnen hat, auch Früchte trägt. Das es nicht ein einmaliges Lippenbekenntnis gegen Rechts war, sondern das wir die Botschaft, die hier so eindrucksvoll rübergekommen ist auch gemeinsam leben. Das bedeutet ganz konkret, dass wir jetzt vom Schauspiel weiter Projekte mit den Leuten aus der Keupstrasse machen. Wir sind ja noch mindestens eineinhalb Jahre Nachbarn. Es werden aber erst einmal kleinere Projekte sein, die in der Nachbarschaft stattfinden. Die Kölner sind natürlich weiter aufgefordert die Keupstrasse zu besuchen, nicht nur an diesem einen Tag. Sie sollen auch neugierig sein, zum Beispiel darauf, wie sich die Menschen außerhalb der Keupstrasse verhalten, wie sie den Geist von Birlikte im Alltag, leben können.

Das Gespräch führte Verena Tröster.

(dr)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:31
10
Juni
2014

Die Geschichten-Erfragerin Gisela Steinhauer

10.06.2014 - 10:00


Gisela Steinhauer, dpa


Die Geschichten-Erfragerin
Gisela Steinhauer

Nonnen in Swasiland haben Gisela Steinhauer zum Radio gebracht. Die Moderatorin erzählt im domradio von ihren Reisen als Missio-Reporterin, wie ihr die Idee zu den Sonntagsfragen kam und warum ihr der Glaube Zuversicht gibt.

Eine leidenschaftliche Zuhörerin war sie schon als kleines Mädchen. Egal ob die Mutter Märchen erzählte, die Großeltern von früher oder die Moderatoren von Radio Luxemburg von diesem und jenem: Gisela Steinhauer hat ganz genau hingehört. Weil sie das noch immer tut - und meist auch noch genau die richtigen Fragen stellt, gehört sie heute zu den beliebtesten Rundfunk-Moderatorinnen der Republik.

Talk-Formate liegen ihr besonders, im Westdeutschen Rundfunk und im Deutschlandradio präsentiert sie verschiedene Gesprächssendungen. Zuletzt hat sie für eine Ausgabe ihrer „Sonntagsfragen“ den Deutschen Radiopreis in der Kategorie "Bestes Interview“ bekommen. In domradio-Menschen wechselt Gisela Steinhauer auf die andere Seite des Mikrofons und erklärt, wie sie sich den Geschichten ihrer Gäste nähert. Ihre eigene Geschichte beginnt als Zwillingsschwester in Aachen und führt über Münster und Exeter nach Köln und Berlin. Gisela Steinhauer reiste als Reporterin um die halbe Welt und landete am Ende in diversen Sendestudios. Warum sie immer noch so gerne unterwegs ist und warum sie in vielen Kirchen dieser Welt schon eine Kerze angezündet hat – auch davon erzählt sie in der Sendung.

Moderation: Hilde Regeniter

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:27
10
Juni
2014

Tschechiens Präsident verurteilt den im Islam weitverbreiteten Judenhaß

Tschechiens Präsident verurteilt den im Islam weitverbreiteten Judenhaß
Veröffentlicht: 10. Juni 2014 | Autor: Felizitas Küble

Zeman: “Politische Korrektheit”? – Nein, danke!

Milos Zeman, der Präsident Tschechiens, hat mit deutlichen Worten den islamischen Antisemitismus verurteilt, der hinter dem Angriff auf das jüdische Museum in Brüssel steht. In seiner Rede sagte er u.a.: IMG_1016



„Die einzige Unabhängigkeitsfeier eines Staates, die ich nie auslasse, ist die Feier der israelischen Unabhängigkeit. Es gibt noch viele andere Staaten, mit denen wir die gleichen Werte teilen, aber niemand droht diese Länder von der Weltkarte zu entfernen oder schießt mit Raketen auf ihre Städte, um die Zivilbevölkerung zu terrorisieren.

Es gibt den Begriff der „politischen Korrektheit“, aber ich halte ihn für einen Euphemismus, für „politische Feigheit“ und ich weigere mich, feige zu sein.“

Der Präsident fuhr wie folgt fort:

„Es ist notwendig, den Feind der menschlichen Zivilisation beim Namen zu nennen, es ist der internationale Terrorismus, gepaart mit religiösem Fundamentalismus und religiöser Intoleranz. pc_pi

Moslemische Fanatiker haben vor kurzem 200 christliche Mädchen in Nigeria entführt und jetzt fand ein abscheulicher Mord im jüdischen Museum in Brüssel, mitten in Europa statt…

Ich fühle mich nicht beruhigt, wenn man mir versichert, dass es sich nur um eine kleine Gruppe von Extremisten handelt. Es ist genau das Gegenteil…

Lassen Sie mich meine Behauptung beweisen, indem ich einen ihrer heiligen Texte (Koran) zitiere: “Die Juden werden sich hinter Bäumen und Steinen verstecken. Dann wird der Baum rufen „Ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn“. – Der Stein wird ausrufen „Ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn.“

Lasst uns die politische Korrektheit beiseite tun und die Dinge beim Namen nennen.

Ja, wir haben Freunde in der Welt, denen wir unsere Solidarität versichern, aber die meisten dieser Freunde stehen nicht unter einer Vernichtungsbedrohung und Solidarität mit ihnen kostet uns nichts. Wahre Solidarität ist Solidarität mit einem Freund, der in Not und Gefahr ist, und ich bin hier für Israel.”

Quelle: http://www.israelheute.com

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:17
10
Juni
2014

Wunderbar handelt GOTT an den Frommen!

Wunderbar handelt GOTT an den Frommen!
Veröffentlicht: 10. Juni 2014 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: BIBEL und KATECHESE | Tags: Freude, Fromme, Gott, Wein und Korn in Fülle, wunderbar |Hinterlasse einen Kommentar
Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Psalm 4,2.3-4.7-8:

Wenn ich rufe, erhöre mich,
Gott, du mein Retter!
Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war.
Sei mir gnädig, und hör auf mein Flehen!

Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre,
warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?
Erkennt doch: Wunderbar handelt der HERR an den Frommen;
der HERR erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.

Viele sagen: «Wer läßt uns Gutes erleben?»
HERR, laß dein Angesicht über uns leuchten!
Du legst mir größere Freude ins Herz,
als andere haben bei Korn und Wein in Fülle

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:12
10
Juni
2014

“Diversity-Revolution” von oben: Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik

“Diversity-Revolution” von oben: Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik
Veröffentlicht: 10. Juni 2014 | Autor: Felizitas Küble

Mathias von Gersdorff

In den letzten Monaten mußte die Union oft den Vorwurf hören, sie ließe sich in der Gestaltung der Politik der Großen Koalition von der SPD über den Tisch ziehen. stuttgart 009a



Tatsächlich: Egal, ob es um die Rente mit 63, die Erweiterung der Frauenquote, den Mindestlohn oder andere Themen, die in den letzten Monaten regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt haben, geht: Die SPD ist federführend.

FOTO: M. von Gersdorff als Redner der Stuttgarter Elternrechts-Demonstration

Es lohnt sich aber auch ein Blick auf die Nebenschauplätze der Politik, denn dort sieht es nicht besser aus.

Vor allem Manuela Schwesig (SPD), die neue Familienministerin, vollzieht einen ungeheuren Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik, der selbst für SPD-Verhältnisse atemberaubend ist. Der Union scheint das egal zu sein - oder sie stellt sich dumm.

In einem Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten erklärt Schwesig, was aus ihrer Sicht Familie ist:

„Die Familien heute sind bunt, sie sind vielfältig. Familie ist für mich da, wo Menschen füreinander partnerschaftliche Verantwortung übernehmen. Das können Paare sein mit Trauschein oder ohne, das sind Alleinerziehende, aber auch die Patchwork- und Regenbogenfamilien. Zu Familien zählen auch Singles und diejenigen, die pflegebedürftige Angehörige haben.“ BILD0222

Wahrlich eine krude Definition dessen, was Familie bedeutet.

Diese Definition ist nicht nur von jener der Union weit entfernt („Familie ist überall dort, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung tragen“), sondern sogar von jener der SPD:

Für die SPD ist Familie dort, ‘wo Kinder sind und wo Lebenspartner oder Generationen füreinander einstehen’. Diese Definition ist zwar nicht richtig, aber akzeptiert immerhin noch die Tatsache, daß Familie irgendetwas mit Fortpflanzung und Erziehung zu tun hat.

Laut Schwesig soll man sich aber definitiv von der Vorstellung befreien, Familie sei auf der Grundlage der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gegründet.

Wie New-Age-Geschwafel hört es sich an, wenn sie sagt: „In einer Familie kommt es darauf an, daß man mit Liebe und Respekt miteinander umgeht und Zeit füreinander hat – egal, ob Paare heterosexuell sind oder homosexuell. Die Beziehung zu Kindern basiert auf Liebe und Vertrauen, und das können alle Menschen geben.“ SDC12294



Besonders glücklich scheint Manuela Schwesig zu sein, wenn sie nette Worte an Homosexuelle richten kann. In dieser Kolumne wurde schon thematisiert, daß sie die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare forderte, nachdem sich ein Fußballer outete.

Während der Koalitionsverhandlungen mit der Union drohte sie mit dem Abbruch der Gespräche, falls man die homosexuellen Partnerschaften nicht voll der Ehe gleichstellte. Darauf konnten sich die Christdemokraten natürlich auf keinen Fall einlassen.

Dennoch ist es erstaunlich, daß sie sich unter diesen Umständen mit der Ernennung Schwesigs zur Familienministerin abgefunden haben.

Das Volk bejaht die Ehe, Schwesig hofiert Randgruppen

Aufgrund ihrer Sympathie für die politischen Forderungen der Homosexuellenverbände kann sie es nicht lassen, immer wieder gegen die Gegner des baden-württembergischen „Bildungsplanes 2015“ zu wettern.

Mitte März dieses Jahres, als die Debatte um den Bildungsplan hohe Wellen schlug, bezeichnete sie in einer Veranstaltung des Bundesfamilienministeriums zusammen mit dem Lesben- und Schwulen-Verband Deutschland (LSVD) die Vorstellungen der Bildungsplangegner als „absurd“.

In einer Videobotschaft zur „Europäischen Konferenz für Regenbogenfamilien“ zeigte sie sich „fassungslos“ über die Homophobie in Deutschland und sagte:

„Gerade in bezug auf die Ausbildung unserer Kinder in den Schulen gibt es viele verstörende Diskussionen – auch hier in Deutschland. In einem Bundesland gibt es aktuell doch tatsächlich eine Debatte darüber, ob das Thematisieren von sexueller Vielfalt im Rahmen des Sexualkundeunterrichts dazu führen könnte, daß man Jugendliche zu Homosexuellen ‘erzieht’.“ DSC03298



Schwesig behauptet im Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten, heute würden die Menschen eben gerne in unterschiedlichen „Familienformen“ leben. Doch das stimmt nicht, wie Statistiken zeigen.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen glaubt an die Ehe. 98 Prozent der Männer und 95 Prozent der Frauen würden gerne verheiratet sein. Ihre Vorgängerin, Kristina Schröder, erklärte mit dem Familienreport 2012 am 1. Januar 2013 in Berlin, daß drei Viertel aller jungen Deutschen sich eine Familie wünschen. Für 80 Prozent gehört Familie zum persönlichen Glück dazu.

Die Politik müßte eigentlich dafür sorgen, daß stabile echte Ehen und Familien entstehen. Doch das will Schwesig aus ideologischen Gründen nicht.

Inzwischen versucht sie den Begriff „Diversity“ fest in der Politik zu verankern. „Diversity“ ist zum Überbegriff der neuen linken Gesellschaftspolitik geworden. Die linken Gesellschaftsingenieure streben nämlich nicht nur an, die „sexuelle Vielfalt“ als Norm zu etablieren, sondern Vielfalt in jeglicher Hinsicht, was einer kompletten Dekonstruktion traditioneller Normen entspricht.

Linke Strategie: Traditionelle Werte zersetzen

Dahinter steckt die Idee, daß Identität nicht fix sei, sondern ein Fluidum – ein Modegedanke bei Linken. Die Identität sei einem nicht gegeben, sondern sei in ständiger Bewegung, durch äußere Einflüsse und eigene Lebensentscheidungen beeinflußbar.

Gegenüber der Frankfurter Rundschau sagte die Familienministerin:

„Kein Mensch läßt sich mit einer einzigen Eigenschaft beschreiben. Wir alle fühlen uns mehreren Gruppen zugehörig und definieren uns von Zeit zu Zeit neu. Identitäten entwickeln und verändern sich.“

Ihrer Meinung nach müssen wir unsere Mentalitäten verändern, eben um diese Realität – die „Diversity-Realität“ – erfassen zu können.

Sie kommt geradezu ins Schwärmen, wenn sie ausführt: DSC03269a

„Dabei hilft es, Diversity und Partizipation als Querschnittsaufgabe zu verstehen: im Kindergarten, im Stadtteil, im Mehrgenerationenhaus, in den Vereinen, in Ministerien – überall. In Unternehmen und Organisationen sind folgende Fragen hilfreich: Passen unsere Angebote für alle unsere Zielgruppen oder vergessen wir ganze Gruppen, schließen sie gar aus? Wen nehmen wir überhaupt wahr? Sind wir in unserer eigenen Perspektive gefangen? Erkennen wir die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gruppen? Nehmen wir Vielfalt als Chance? Die Antworten auf diese Fragen müssen zu strukturellen Veränderungen führen. Gleichzeitig muß jede und jeder von uns immer wieder das eigene Verhalten prüfen.“

Im Christentum hat man ein Wort für diese Übung: Gewissenserforschung. Ständig sollen wir unser Denken und unser Handeln prüfen, ob wir die „Diversity“ angemessen erkennen und entsprechend darauf eingestellt sind. In den nächsten Jahren werden wir dieses Modewort immer öfter hören.

Gleichgültigkeit begünstigt Narrenfreiheit

Auch andere Felder ihrer Tätigkeit gestaltet Schwesig offenbar völlig nach linkem Gutdünken.

So plädiert sie im Rahmen einer „Plattform für Frauenrechte in Europa“ für die paritätische Besetzung der Europäischen Kommission und aller Schlüsselpositionen in der EU mit Männern und Frauen, eine Kommissarin beziehungsweise ein Kommissar mit einer ausdrücklichen Zuständigkeit auch für Frauenrechte, die Verankerung von Gleichstellungszielen in der wirtschaftlichen Steuerung der EU sowie die Umsetzung der Gleichstellung als Leitprinzip in allen Politikbereichen der EU durch einen ambitionierten Aktionsplan.

Manuela Schwesig genießt im Bundeskabinett offenbar Narrenfreiheit. Die Bundeskanzlerin weiß entweder nicht, was sie tut, oder es ist ihr egal.

Jedenfalls ist es erschütternd, daß eine Person mit solchen Ansichten überhaupt Familienministerin ist. Das ist wohl nur möglich, weil die große Öffentlichkeit nicht genug Notiz nimmt von ihrer skrupellosen Klientelpolitik.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und das Webmagazin “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Frei
heit”

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 18:03
10
Juni
2014

Der HERR wirkt ein Wunder an der hilfsbereiten Witwe von Sarepta

Der HERR wirkt ein Wunder an der hilfsbereiten Witwe von Sarepta
Veröffentlicht: 10. Juni 2014 | Autor: Felizitas Küble

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Kön 17,7-16:

In jenen Tagen vertrocknete der Bach, an dem sich Elias (Elija) verborgen hielt; denn es fiel kein Regen im Land.

Da erging das Wort des HERRN an Elias: nikolausMach dich auf und geh nach Sarepta, das zu Sidon gehört, und bleib dort! Ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen.

Er machte sich auf und ging nach Sarepta. Als er an das Stadttor kam, traf er dort eine Witwe, die Holz auflas. Er bat sie: Bring mir in einem Gefäß ein wenig Wasser zum Trinken!

Als sie wegging, um es zu holen, rief er ihr nach: Bring mir auch einen Bissen Brot mit!

Doch sie sagte: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Ich habe nichts mehr vorrätig als eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Ich lese hier ein paar Stücke Holz auf und gehe dann heim, um für mich und meinen Sohn etwas zuzubereiten. Das wollen wir noch essen und dann sterben.

Elias entgegnete ihr: Fürchte dich nicht! Geh heim und tu, was du gesagt hast. Nur mache zuerst für mich ein kleines Gebäck und bring es zu mir heraus! Danach kannst du für dich und deinen Sohn etwas zubereiten; denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Der Mehltopf wird nicht leer werden und der Ölkrug nicht versiegen bis zu dem Tag, an dem der HERR wieder Regen auf den Erdboden sendet.

Sie ging und tat, was Elias gesagt hatte. So hatte sie mit ihm und ihrem Sohn viele Tage zu essen. Der Mehltopf wurde nicht leer und der Ölkrug versiegte nicht, wie der HERR durch Elias versprochen hatte.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 17:50
10
Juni
2014

"Kreuz und quer"



Ökumenischer Gottesdienst auf der Landesgartenschau
"Kreuz und quer"

domradio.de übertrug am Pfingstmontag den Ökumenischen Gottesdienst von der Seebühne der Landesgartenschau in Zülpich. Es spielten der Posaunenchor des CVJM und das Posaunenwerk der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Das Motto der diesjährigen Landesgartenschau lautet "Zülpicher Jahrtausendgärten - von der Römerzeit bis ins 21. Jahrtausend". Es wird unter anderem durch Verbindung der drei Hauptschauplätze Altstadt, Park am Wallgraben und Seepark veranschaulicht. Die Bereiche sind über eine als Zeitachse inszenierte, ehemalige Römerstraße miteinander verbunden.

Die evangelische und katholische Kirche beteiligen sich mit einem Kirchengarten an der Landesgartenschau. Das Programm der Kirchen steht unter dem Motto "Kreuz und quer". Im Pavillon finden zweimal am Tag Gebete statt. Zudem zeigen die Kirchen Ausstellungen in der St. Peter-Kirche und der Evangelischen Christuskirche.
(epd, dr)


Der Kirchengarten auf der NRW-Landesgartenschau
© www.kirchengarten2014.de

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 09:23
10
Juni
2014

Familie, Arbeit, Glaube...Was uns wirklich glücklich macht

Familie, Arbeit, GlaubeWas uns wirklich glücklich macht



Traumhaus, Luxusreise und teurer Schmuck heben zwar vorübergehend die Stimmung. Für langfristige Zufriedenheit sorgen aber andere Werte. Das ergab jetzt erneut eine Umfrage in zehn Ländern. Sie bestätigt die Ergebnisse des World Happiness Report aus dem vergangenen Jahr.

Die Menschen schwören auf langfristige Werte. Eine neues Auto oder teure Geschenke sorgen zwar kurzzeitig für gute Laune. Familie und Gemeinschaft sind aber langfristig viel wichtiger. Das belegt nun erneut eine Online-Umfrage der Monatszeitschrift "Reader’s Digest" in zehn Ländern weltweit. Teilgenommen haben 6800 Leser aus zehn verschiedenen Ländern, darunter Brasilien, Deutschland, Finnland, Ungarn, Polen, Russland, Rumänien und die USA.
Glück und Zufriedenheit sind nur schwer messbar

Auch wenn Glück eine schlecht messbare Größe ist, einige Anhaltspunkte setzte die Studie trotzdem. Im Durchschnitt gaben 71 Prozent der Befragten an, dass für ihr Glück die Familie am Wichtigsten sei. Deutlich weniger häufig nannten sie die Arbeit. In Deutschland sagten nur acht Prozent, dass ihr Glück vor allem darauf beruht. Neun Prozent nannten die Gemeinschaft und 13 Prozent den Glauben als wichtigste Faktoren für ihre Zufriedenheit.

Die Umfrage der Zeitschrift war allerdings recht eingeschränkt. Sie fragte ihre Leser: „Welcher dieser vier Bereiche hat den größten Einfluss darauf, wie glücklich Sie sich fühlen?“ Zur Auswahl standen lediglich die vier Punkte „Familie“, „Arbeit“, „Gemeinschaft“ und „Glaube“.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
Familie: In allen zehn Ländern setzten die Befragten mit Abstand die Familie an die Spitze, allen voran die Ungarn mit 83 Prozent (Deutschland 70 Prozent). Unabhängig von Alter, Geschlecht und Familienstand wurde dieser Punkt mit Abstand am häufigsten genannt.

Arbeit: Zwischen drei (Ungarn und USA) und zwölf Prozent (Polen und Rumänien) finden ihr Glück vor allem im Berufsleben, in Deutschland sind es acht Prozent.
Gemeinschaft: Bis zu neun Prozent der Umfrageteilnehmer brauchen vor allem gute Freunde, um wirklich glücklich zu sein. Deutschland liegt hier gemeinsam mit Polen und Rumänien ganz vorn.

Glaube: Die größte Rolle spielt die Religion für US-Amerikaner (32 Prozent), in Tschechien und Slowenien gaben nur jeweils acht Prozent an, dass der Glaube für ihr Glück unverzichtbar ist. 13 Prozent der Befragten in Deutschland votierten hierfür.

Warum Familie und Gemeinschaft weltweit so einen hohen Stellenwert haben, erläutert für Reader’s Digest Ed Diener, Dozent für Psychologie an der US-amerikanischen Universität von Illinois: „Wirklich glückliche Menschen pflegen enge Beziehungen – sie haben Leute um sich, auf die sie sich uneingeschränkt verlassen können. Forschungsergebnisse zeigen, dass die glücklichsten Menschen mehr an andere denken als an sich selbst.“
World Happiness Report bestätigt

Der vor einem halben Jahr veröffentlichte „World Happiness Report“ (WHR) kam auf ein ähnliches Ergebnis: Geld und Besitz, das schnelle Auto in der Garage und der eigene Pool versprechen kein zufriedenes Leben. Ein Lottogewinn ist zum Beispiel hilfreich, aber ohne das richtige gesellschaftliche Umfeld, macht auch er nicht froh. Ein unglücklicher Mensch, der im Lotto gewinnt, fühlt sich zwar ein paar Monate besser. Danach ist er annähernd so unglücklich wie vor seinem Gewinn.

Nach dem WHR ist Dänemark, wie schon im Jahr zuvor, das glücklichste Land der Welt. Daneben sind drei weitere nordeuropäische Länder unter den Top Ten gelandet: Norwegen (2. Platz), Schweden (5.) und Finnland (7.). Auch in der Schweiz (3.), in den Niederlanden (4.) und in Österreich (8.) lässt es sich offenbar gut leben, ebenso wie in Kanada (6.), Island (9.) und Australien (10.). Deutschland landete lediglich auf Platz 26.
Mit Material von "Reader's Digest"
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/...id_3902515.html



Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.06.2014 08:37
09
Juni
2014

"Das Gebet öffnet den Blick für neues Denken"

"Das Gebet öffnet den Blick für neues Denken"
Pfingstpredigt von Kardinal Marx vor Treffen von Papst Franziskus mit Verantwortlichen im Heiligen Land

München, 9. Juni 2014 (Erzbistum Muenchen und Freising) | 42 klicks

Kardinal Reinhard Marx hat mit Blick auf das Treffen von Papst Franziskus mit Israels Präsident Shimon Peres und Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas die Kraft des Gebetes hervorgehoben. „Das Gebet öffnet den Blick für die Realitäten. Es ist nicht naiv, es ist nicht weltfremd, sondern es öffnet den Blick für Möglichkeiten, für neues Denken, für das, was getan werden kann, was getan werden muss in der Nachfolge Jesu“, sagte der Erzbischof von München und Freising in seiner Pfingstpredigt im Münchner Liebfrauendom am Sonntag, 8. Juni. Beim von Papst Franziskus initiierten Treffen gehe es um ein „aktives Gebet“, kein „resignatives Gebet im Sinne von ‚Da hilft nur noch beten, da kann man nichts mehr machen‘.“


Kardinal Marx rief die Menschen dazu auf, sich Papst Franziskus und den Verantwortlichen im Heiligen Land im Gebet anzuschließen: „Dass im Heiligen Land endlich neues Denken möglich wird, nach Jahrzehnten des Krieges und des Hasses. Auch in der Ukraine, und in vielen anderen Ländern der Welt: dass neues Denken sich aus der Kraft des Gebetes entfaltet.“

Mit Blick auf die Apostelgeschichte, in der die Herabkunft des Heiligen Geistes den Jüngern Jesu ermöglicht, den Glauben in fremden Sprachen zu verkünden und so den Grundstein für seine Verbreitung in der ganzen Welt zu legen, sagte der Erzbischof: „Die Kraft zu handeln, sich senden zu lassen, nicht um sich selber zu kreisen, sondern die Türen zu öffnen – das ist die Frucht des Gebetes, aber eines aktiven Gebetes, das offen ist für das Handeln Gottes und das bereit ist, selber zu handeln.“ Es gehe darum, „Möglichkeiten zu schaffen für das Handeln Gottes durch Menschen“, so Kardinal Marx: „Wunder geschehen doch auch dadurch, dass Menschen sich neu auf den Weg machen!“

Das Pfingstfest wird am 50. Tag des Osterfestkreises gefeiert und schließt diesen ab. Der Name „Pfingsten“ wird vom griechischen Wort „pentecoste“ für die Zahl 50 abgeleitet: Damit war das jüdische „Wochenfest“ gemeint, ein großes Wallfahrtsfest, das sieben Wochen nach dem Pesachfest als Dankfest für die Ernte des Wintergetreides wie auch für die Übergabe der zehn Gebote an Moses auf dem Berg Sinai gefeiert wurde.(gob)

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising, 08.06.2014)

( 9. Juni 2014) © Innovative Media Inc.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 09.06.2014 23:29
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