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10
September
2014

Techno, Metal, HipHop: krimineller Musikgeschmack

Dienstag, 9. September 2014
Techno, Metal, HipHop: krimineller Musikgeschmack

(Aponet) Erwachsene mutmaßen seit Generationen, dass die Musik, die ihre Kinder hören, nichts Gutes bedeutet. Niederländische Forscher haben nun Daten gesammelt, die diesen Verdacht weiter nähren.
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Der Studie der Niederländer zufolge wurden Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren, die Musik abseits des allgemeinen Geschmacks hörten, häufiger bei kleineren Vergehen wie Ladendiebstahl, Prügeleien oder Graffiti-Sprühen ertappt. Sie begingen sowohl kurzfristig als auch über längere Zeit gesehen mehr dieser Straftaten als Gleichaltrige, die Musik aus den aktuellen Hitlisten, Klassik oder Jazz bevorzugten, schreiben die Forscher im Fachblatt Pediatrics. Die "gefährlichen" Musikrichtungen waren dabei durchaus vielgestaltig. Sie reichten von bekannt rebellischen Stilen wie Heavy Metal, Gothic, Punk und HipHop bis zu weithin beliebten Sounds wie Rhythm&Blues und Techno. An der Studie nahmen über 300 Jugendliche teil, deren Werdegang die Forscher über vier Jahre hinweg verfolgten.

"Jugendliche mit abseitigem Musikgeschmack finden sich häufiger in Gruppen Gleichgesinnter zusammen und stecken sich gegenseitig mit ihrem Verhalten an", lautet eine Erklärung der Wissenschaftler. Ihrer Theorie nach wollten diese Jugendlichen ihre Grenzen austesten, und in der Gruppe sinke die Hemmschwelle für Straftaten. Ob die Jugendlichen sich vielleicht einfach nur auffälliger kleideten und verhielten als ihre angepassteren Altersgenossen und deswegen häufiger von Polizeistreifen, Ladendetektiven etc. kontrolliert wurden, war der Studie nicht zu entnehmen.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.09.2014 09:53
10
September
2014

Google kommt in die Klassenzimmer

Dienstag, 9. September 2014
Google kommt in die Klassenzimmer

Google präsentiert eine App, mit der Hausaufgaben jederzeit verteilt, betreut und kontrolliert werden können. Mit „Classroom“ will Google den Alltag der Lehrer erleichtern – und so gleichzeitig den Weg zum digitalen Klassenzimmer mit den eigenen Produkten ebnen.

Digitales Klassenzimmer

Die Hausaufgaben App richtet sich vor allem an Lehrer. Sie tragen ihren Kurs in die Software ein, Schüler erhalten dann Informationen und Materialien zum Kurs. Die Lehrer weisen den Schülern mit Hilfe der Seite Hausaufgaben oder Tests zu, die diese auch über Classroom einreichen. Nachdem die Lehrer die Aufgaben überprüft haben, tragen sie die Noten der Schüler ein und informieren sie gleich über ihr Ergebnis.

Google verspricht keinerlei Daten aus Classroom auszuwerten und für Werbung zu nutzen. Googles Beweggrund für den Dienst dürfte daher eher sein, die Schüler an die Nutzung der eigenen Produkte wie Google Drive zu gewöhnen – und sich so zukünftige Nutzer zu sichern.

Lehrer und Schüler sollen offensichtlich pausenlos nur an die Schule und die Hausaufgaben denken. Alles muss ständig lückenlos überwacht werden. Eigenständiges Arbeiten, sich selbst motivieren, Freiräume, freie Zeiten, Abstand und Selbstverantwortung: alles nicht gefragt. Das ist ungesund. Wer sich so etwas wieder einfallen lässt, träumt die alten Träume vom neuen Menschen, und die enden regelmäßig in der Unmenschlichkeit.

Mit Informationen aus der: Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.09.2014 09:50
10
September
2014

Abschied vom Handy-Verbot im Unterricht?

Dienstag, 9. September 2014

Abschied vom Handy-Verbot im Unterricht?

In einer Klasse an der Walter-Bader-Realschule in Xanten am Niederrhein ist die Nutzung des eigenen Handys - an normalen Schulen strengstens untersagt oder gar mit Abnahme des Geräts bestraft - nicht nur erlaubt. Sondern Programm.

Die Idee stammt aus der Wirtschaft: Anstatt Mitarbeiter mit Technik auszustatten, erlaubt der Arbeitgeber die Nutzung eigener Geräte. "Bring Your Own Device" (BYOD), lautet das Motto - weil Arbeit damit schneller und besser von der Hand gehe, außerhalb des Büros möglich sei; und weil eine Firma dann weniger in Geräte investieren muss.

Die Forscher erproben jetzt, mit zwei deutschen und zwei niederländischen Schulen, wie sich das Konzept auch auf den Unterricht übertragen lässt. So hat das Handy in Xanten sowie in Moers, ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, Einzug in die Schulen gehalten. Hoch offiziell.

Doch es soll auch Regeln bei der Smartphone-Nutzung geben: Online dürfen die Schüler erst gehen, wenn der Lehrer es erlaubt. Facebook checken oder SMS versenden sind strengstens verboten – ebenso das Handy in der Pause zu nutzen. Lächerlich! Wer glaubt, dass sich die Schüler daran halten?

Lehrer Jens Weichelt spricht sich offen gegen den Internet-Unterricht in Xanten aus. “Der Lehrer kann nie im Blick haben, womit sich die Schüler auf ihrem Smartphone beschäftigen“, sagt Weichelt. Er argumentiert, dass niemand überprüfen könne, woher genau der Schüler die Informationen hat, die er sich aus dem Internet holt.

Im Durchschnitt sind Schülern 197 Minuten pro Tag online (JIM-Studie 2013). Da können weitere Stunden in der Schule ja nicht schaden.

Mit Material der: Süddeutschen Zeitung

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.09.2014 09:47
10
September
2014

Sexting: Ein gefährlicher Trend unter Jugendlichen

Dienstag, 9. September 2014
Sexting: Ein gefährlicher Trend unter Jugendlichen

Einer Studie der Universität Merseburg aus dem Jahr 2013 zufolge, hat fast jedes fünfte Mädchen und jeder neunte Junge zwischen 16 und 18 Jahren bereits Nacktfotos von sich gemacht. Sechs Prozent stellten die Bilder ins Netz, gibt die Saarbrücker Zeitung bekannt.

Bei diesem neuen Phänomen fotografieren sich Jugendliche nackt oder in lasziven Posen und senden die Bilder via Handy an ihren Liebespartner oder ihr Date. Es soll als Liebesbeweis dienen. Doch dies birgt große Gefahren – die Fotos können, zum Beispiel nach einer Trennung, aus Rache per Handy an unerwünschte Zuschauer gelangen und in sozialen Netzwerken im Internet veröffentlicht werden.

Das größte Risiko bei Sexting besteht darin, dass die Inhalte sehr schnell verbreitet werden, sich aber nur schwer oder gar nicht löschen lassen und für immer im Netz bleiben.

Die Gefahr, dass das Material zweckentfremdet wird, ist groß. In den falschen Händen können freizügige Bilder als Druckmittel eingesetzt werden. Die Täter nutzen hierbei die Angst ihrer Opfer vor einer Veröffentlichung aus und erpressen weitere Fotos oder Geld. Ist ein Bild erst einmal im Umlauf, haben die Abgebildeten keine Kontrolle mehr darüber. Teenager sind sich der weitreichenden Konsequenzen nicht bewusst. Mädchen werden häufiger Opfer von Mobbingattacken infolge von Sexting.

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Minderjährige, die Jugendlichen unter 16 Jahren pornografisches Bild- oder Videomaterial verschicken, machen sich strafbar. Jugendliche unter 16 Jahren können zudem wegen Erstellung oder Verbreitung von Pornografie rechtlich belangt werden und kann strafrechtliche Folgen haben, egal ob die Inhalte sie persönlich oder andere Minderjährige betreffen.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 10.09.2014 09:43
09
September
2014

In Mossul werden Kirchen zu Moscheen umgewandelt

Terrorgruppe „Islamischer Staat“08. September 20145
In Mossul werden Kirchen zu Moscheen umgewandelt

In Mossul werden Kirchen zu Moscheen umgewandelt
Der Direktor der baptistisch geprägten „Libanesischen Gesellschaft für Erziehung und soziale Entwicklung“, Nabil Costa. Foto: PR
Beirut/Mossul (idea) – Kirchen in der nordirakischen Großstadt Mossul, die Mitte Juli von der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) besetzt wurde, werden in Moscheen umgewandelt. Die IS-Kämpfer haben historische Gebäude mit einer eindeutig christlichen Architektur gesprengt. Kirchendokumente – teilweise aus dem 3. Jahrhundert nach Christus – sind für immer verloren. Das berichtet die baptistisch geprägte „Libanesische Gesellschaft für Erziehung und soziale Entwicklung“ unter Berufung auf Augenzeugen. Nach Angaben von Direktor Nabil Costa (Beirut) schweigen seit dem 20. Juli erstmals im 3. Jahrtausend die Kirchenglocken in Mossul. Alle 1.200 christlichen Familien seien aus der Stadt geflohen. Ihre Häuser hätten die IS-Machthaber an Verwandte oder muslimische Nachbarn verschenkt. Andere Gebäude seien geplündert worden. Unterdessen versuchten die geflohenen Christen, mit Hilfe von Augenzeugen Dokumente aufzusetzen, um sich ihr früheres Eigentum bestätigen zu lassen. Costa: „Sie bereiten sich so auf die Zeit nach dem ‚Islamischen Staat’ vor, wenn sie zurückkehren können.“ Allerdings könne das noch Jahre dauern.

Christen werden vertrieben wie die Juden
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-...&bcastId=799280
Der an der Universität von Bagdad tätige Historiker Prof. Ahmad Al Rabiei verglich die Vertreibung der Christen mit der der Juden in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts aus den arabischen Ländern. Bis zu eine Million Juden seien damals als Zionisten enteignet und vertrieben worden.

Sex-Partys für IS-Kämpfer mit jungen Christinnen

Wie Costa weiter berichtet, haben die islamischen Terroristen Christen in der Provinz Ninive – der Region um Mossul – in Flugblättern aufgefordert, ihre unverheirateten Töchter den IS-Kämpfern für Sex-Partys zur Verfügung zu stellen. Sollten sie sich weigern, würden sie nach dem islamischen Recht, der Scharia, bestraft. Nach Costas Angaben sind rund 10.000 Christen aus dem Irak inzwischen in den Libanon geflohen.

Protestanten: Christen fallen einem Völkermord zum Opfer

Unterdessen hat der Dachverband der Protestanten in Syrien und im Libanon, der Höchste Rat, einen Hilfsappell an die Christen in aller Welt gerichtet. Die Existenz der christlichen Minderheiten im Nahen Osten sei bedroht. Sie würden Opfer eines Völkermordes. Partnerorganisationen und -kirchen sollten auf ihre Regierungen einwirken, um die Vernichtung und Vertreibung von Minderheiten zu verhindern. Dafür müssten vor allem Bildungs- und soziale Einrichtungen gestärkt werden. Sie seien die Grundlage für ein friedliches Miteinander der Religionen. Auch eine Ausweitung der humanitären Hilfe für die Flüchtlinge sei dringend notwendig. Den Aufruf haben der Präsident des Höchsten Rates, Pastor Salim Sahiouny (Beirut), und rund 50 Pastoren und leitende Mitarbeiter christlicher Werke unterschrieben.
http://www.idea.de/startseite.html



Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 09.09.2014 23:20
09
September
2014

DIE FAMILIEN-BISCHOFSSYNODE:

DIE FAMILIEN-BISCHOFSSYNODE:


Wer an der Familien-Bischofssynode teilnimmt
14 Ehepaare und eine Reihe weiterer Laien werden an der außerordentlichen
Bischofssynode zum Thema Familie teilnehmen, die im Oktober im Vatikan
stattfinden wird. Das geht aus der Liste hervor, die der vatikanische
Pressesaal an diesem Dienstag veröffentlichte. Insgesamt werden demnach
253 Bischöfe und Fachleute aus aller Welt zur Synode erwartet. Die
Synodenväter – also Kleriker – sind 191, darunter 114 Präsidenten der
Bischofskonferenzen, deren Anwesenheit bei Bischofssynoden von Amts wegen


vorgesehen ist. Aus dem deutschen Sprachraum werden somit die Kardinäle
Reinhard Marx und Christoph Schönborn sowie Bischof Markus Büchel aus der
Schweiz anreisen. Ebenfalls von Amts wegen werden die 25 Kurienchefs bei
der Synode vertreten sein, unter ihnen die Kardinäle Gerhard Ludwig
Müller und Kurt Koch. Auf päpstliche Ernennung sind 26 Synodenväter
eingeladen, so der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper, der auf
Wunsch des Papstes den zum letzten Konsistorium versammelten Kardinälen
einen Vortrag zum Thema Ehepastoral gehalten hatte. (rv)
http://de.radiovaticana.va/news/2014/09/...hmen/ted-824193
http://www.zenit.org/de/articles/teilneh...ode-stehen-fest
http://www.vatican.va/roman_curia/synod/...familia_ge.html


Synode: „Die Kirche muss Antworten geben“
Von allen Nicht-Priestern, die zur außerordentlichen Bischofssynode über
Familienpastoral nach Rom kommen werden, ist aus dem deutschen Sprachraum
genau einer vertreten. Eine, um präzise zu sein: Ute Eberl. Sie ist für
die Familienseelsorge im Erzbistum Berlin verantwortlich. Sie erwartet
sich von der Synode aufgrund der Fragenbogenaktion, die in Deutschland
deutliche Ergebnisse gezeigt habe, klare Antworten. Denn gläubige
Menschen hätten gesagt, wie sie leben und dieses Lebensbild passe nicht
mit dem der Kirche zusammen. Deswegen erwartet sie sich nun konkrete
Antworten von der Kirche.
„Meine große Erwartung ist, dass wir uns da gemeinsam auf den Weg machen
um zu schauen, wie wir den Menschen, die in Ehe und Familie leben, dienen
können, ich unterstreiche das: dienen können – bei allen ihren
Herausforderungen in glücklichen und in ganz unglücklichen Tagen, die
eben auch da sind.“ (rv
http://de.radiovaticana.va/news/2014/09/...eben/ted-824296
http://www.zenit.org/de/articles/teilneh...ode-stehen-fest
http://www.vatican.va/roman_curia/synod/...familia_ge.html


Synode: Bischöfe müssen Signale ernst nehmen
Die Bischöfe sollen die „Signale der Basis“ ernstnehmen. Das sagte der
Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Markus Büchel, im Gespräch mit
der „Neuen Luzerner Zeitung“ in der Montagsausgabe. Gerade die
Vatikan-Umfrage zur Familiensynode habe im deutschsprachigen Raum eine
große Kluft zwischen der Lebenspraxis von Katholiken und kirchlicher
Morallehre aufgezeigt. „Die Aufgabe der Bischöfe lautet, diese Signale
ernst zu nehmen“, so der St. Galler Bischof. „Wir müssen uns bewusst
sein, dass sich viele Gläubige in einem Spannungsfeld zwischen ihrer
eigenen Situation und der römischen Lehre bewegen“, fügte Büchel an.
Viele Menschen empfänden die Haltung der Kirche als „starr“. Die
katholische Kirche müsse sich fragen, „wie sich die Theologie der Familie
und der Partnerschaft neu entwickeln kann“, sagte Büchel, der die
Bischofskonferenz an der Synode vertreten wird. (kipa)
Hier mehr (Link:
http://www.zenit.org/de/articles/teilneh...ode-stehen-fest
http://www.vatican.va/roman_curia/synod/...familia_ge.html



Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 09.09.2014 22:21
09
September
2014

Ebola-Ausgangssperre in Sierra Leone: Kirchlicher Experte warnt

Ebola-Ausgangssperre in Sierra Leone: Kirchlicher Experte warnt

Salesianer-Ordensmann Wagner: Falschdiagnosen sorgen für Ausgrenzung von Patienten anderer Krankheiten - Ärzte ohne Grenzen: Sperre kann Ausbreitung der Krankheit beschleunigen
08.09.2014

Freetown, 08.09.2014 (KAP) Die angekündigte viertägige Ausgangssperre in Sierra Leone sorgt in dem westafrikanischen Land für viel Unruhe in der Bevölkerung. Viele Patienten mit heilbaren Krankheiten wie Malaria, Cholera, Typhus, oder Tuberkulose hätten große Angst, im Zuge der Regierungsmaßnahme durch Falschdiagnosen ausgegrenzt zu werden, berichtete der deutsche Ordensmann Lothar Wagner SDB, Leiter des Kinderschutzzentrums "Don Bosco Fambul" in der Hauptstadt Freetown, am Montag in einem Hilfsappell.

Schon jetzt steige angesichts der allgemeinen Panik die Todeszahl auch bei anderen Krankheiten rapide. Denn das medizinische Personal bleibe aus Angst vor Ebola zuhause, und Menschen mieden mittlerweile Krankenhäuser generell, so der Salesianerbruder.

In der Zeit vom 18. bis zum 21. September will die Regierung zusammen mit Mitarbeitern von Nichtregierungsorganisationen Ebola-Kranke aufspüren, die von Verwandten oder Freunden versteckt werden. Außer den Befugten soll sich laut der Anordnung niemand mit Fahrzeugen oder zu Fuß fortbewegen, wobei die Maßnahme von 21.000 zusätzlichen Sicherheitskräften überwacht werden soll. Bei dieser Aktion aufgefundene potenzielle Patienten sollen in geeignete Behandlungszentren gebracht werden.

Großen Unmut in der Bevölkerung rufe die Maßnahme auch deshalb hervor, da vor allem ärmere Menschen für ihren Unterhalt dringend darauf angewiesen seien, ihr Haus verlassen zu können, so Wagner, dessen Arbeit vom österreichischen Hilfswerk "Jugend Eine Welt" unterstützt wird. Sein Zentrum "Don Bosco Fambul" nimmt Kinder und Jugendliche auf, die Eltern durch die Ebola verloren haben oder selbst nach überstandener Erkrankung nicht mehr von ihrer Familie aufgenommen werden, und es betreut sie sozialpädagogisch und psychologisch. Zudem versorgt die Einrichtung 110 Jugendliche des staatlichen Pademba-Gefängnis mit Nahrung und medizinischer Hilfe.

Die Sperre müsste nicht nur durch die Regierung besser vorbereitet werden, sondern auch die internationale Gemeinschaft und die Weltgesundheitsorganisation müssten sich mehr engagieren, so Wagner. Nötig seien etwa ausgebildete Polizisten und Soldaten für die Quarantäne-Maßnahmen, sowie Seuchenexperten, Ärzte und Pfleger.

Wichtig sei auch der Aufbau von Krankenhäusern mit entsprechenden Aufnahmekapazitäten, die Lieferung von Schutzmaterial und Medikamenten sowie die Durchführung von Umgebungsuntersuchungen. Bisher seien die Hilfen der Vereinten Nationen halbherzig und immer um Monate zu spät gekommen, kritisierte Wagner.

Kritik auch von MSF

Mit seiner Kritik ist Wagner nicht allein: Auch "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) steht der Ausgangssperre skeptisch gegenüber, zumal diese die Krankheit kaum eindämmen und sogar zu deren vermehrter Ausbreitung führen könnte. Weder seien Helfer mit genügend Erfahrung für die Screening-Maßnahme vorhanden, noch gebe es derzeit genug Ebola-Zentren, um die gefundenen potenziellen Patienten aufzunehmen. Zudem würde die Sperre zu Misstrauen der Menschen untereinander und gegenüber dem Gesundheitswesen führen, und erkrankte Familienmitglieder würden nun noch eher versteckt, so die Hilfsorganisation.

Die Regierung von Sierra Leone verteidigte indes die Entscheidung und kündigte an, die Sperre bei Erfolg sogar verlängern zu wollen.

Bereits über 2.000 Tote

Sierra Leone ist seit Wochen von dem jüngsten Ebola-Ausbruch betroffen, wobei man derzeit von landesweit 1.050 Erkrankungen und 392 Todesfällen aufgrund der Epidemie ausgeht. Das Gesundheitswesen ist zusammengebrochen; Helfer befürchten langfristige Folgen für das Land, das sich nur mühsam von den Folgen eines Bürgerkriegs erholt, der zwischen 1991 bis 2002 laut unterschiedlichen Angaben bis zu 200.000 Menschenleben forderte.

In den drei Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea gemeinsam forderte das Ebola-Virus laut UNO-Angaben vom 5. September bereits über 2.097 Todesopfer. Zudem gibt es auch 23 Fälle mit acht Toten in Nigeria, wo die Situation jedoch eher unter Kontrolle scheint.

Die Zahl der aktuell an der Epidemie Verstorbenen übersteigt damit bereits die Gesamtzahl der Opfer aller früheren Ausbrüche von Ebola seit deren Entdeckung im Jahr 1976.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64463.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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09
September
2014

Westfälische Ordensfrau: "Benedikt XVI. mochte meine Kipfeln"

Westfälische Ordensfrau: "Benedikt XVI. mochte meine Kipfeln"

Einstige Campo-Santo-Köchin nun in einer deutschen Wärmestube für Wohnungslose tätig
08.09.2014

Berlin, 08.09.2014 (KAP) Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat offenbar eine Vorliebe für Nusskipferl. Das berichtet die deutsche Ordensschwester Annette Stuff in der vom "Kirchlichen Dienst im Gastgewerbe" (Berlin) herausgegebenen Zeitschrift "Der Bote" (September).

Benedikt XVI. habe ihr in einem Brief für die Kipferl gedankt, die sie ihm jedes Jahr zu Weihnachten backt, so Stuff. Demnach hat er die Mehlspeise sogar "als Betthupferl auf dem Nachttisch stehen", zitiert Stuff den Papstbrief.

Die aus dem Sauerland in Westfalen stammende Ordensfrau der "Schwestern der Christlichen Liebe" leitete mehrere Jahre die Küche des Kollegs auf dem Campo Santo Teutonico in Rom. Den Papst habe sie bekocht, wenn er bei seinem früheren Privatsekretär, dem deutschen Kurienerzbischof Josef Clemens, zu Gast war, und es dort etwas "typisch Deutsches" geben sollte.

Seit die "Schwestern der Christlichen Liebe" 2013 ihren Konvent in Rom aufgegeben haben, widmet sich Stuff indes weit weniger prominenten Gästen: In Minden in Westfalen kocht sie in einer Wärmestube für Wohnungslose.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64472.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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09
September
2014

Papst und Botschafterin Schavan: Sorge um Jugend Zentralthema

Papst und Botschafterin Schavan: Sorge um Jugend Zentralthema

Papst Franziskus sprach in Privataudienz mit der neuen deutschen Botschafterin beim Heiligen Stuhl
08.09.2014

Vatikanstadt, 08.09.2014 (KAP) Erstmals vertritt eine Frau Deutschland beim Heiligen Stuhl. Am Montag überreichte Papst Franziskus der früheren Bundesministerin Annette Schavan im Vatikan in einer Sonderaudienz das Beglaubigungsschreiben. Die 59-Jährige gilt als persönliche Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel und war von 2005 bis 2013 Bildungsministerin; sie musste diese Funktion nach einer Plagiatsaffäre abgeben. In der Privataudienz, bei der auch Schavans gesamte Delegation teilnahm, habe sie mit dem Papst über die Situation der Jugendlichen in Europa und weltweit, über die Rolle des Sports in modernen Gesellschaften und über die Instrumentalisierung von Religion in den aktuellen Kriegen gesprochen, gab Schavan in Anschluss an das Treffen gegenüber Radio Vatikan an.

Beim Gesprächsthema China habe der Papst erklärt, dass in seinem Pontifikat Asien ein Schwerpunkt sei. Vielen Verantwortungsträgern weltweit sei in den vergangenen Wochen klar geworden, dass der Papst aufgrund seiner ungewöhnlichen persönlichen Autorität "ein zentral wichtiger Partner in den verschiedenen Friedensprozessen ist und immer mehr sein wird", so die Einschätzung der neuen Botschafterin Deutschlands. Ihre Aufgabe sieht Schavan als Chance, die Entwicklung der katholischen Kirche und Möglichkeiten ihres Beitrages zu einer "guten Entwicklung von Globalisierung" auf neue Weise zu verfolgen.

Schavan ist die erste Katholikin als Botschafterin beim Heiligen Stuhl seit mehr als zehn Jahren. Bei der Entsendung des ersten Vatikan-Vertreters im Jahre 1954 hatte die Bundesrepublik beschlossen, dass ihre Vertreter beim Papst abwechselnd Protestanten und Katholiken sein sollten. Von diesem Prinzip war in der Vergangenheit mehrfach abgewichen worden. Nach 17-jähriger Pause ist Deutschland zudem erneut nicht durch einen Abgänger des diplomatischen Dienstes, sondern durch eine Politikerin beim Papst vertreten.

Die Berufung Schavans in die Botschaftsresidenz im römischen Parioli-Viertel war Anfang Mai vom deutschen Bundeskabinett bestätigt worden, ehe Bundespräsident Joachim Gauck die Ernennung aussprach.

Im Vorfeld war es noch zu Irritationen gekommen, da die ehemalige Ministerin nach der Aberkennung ihrer Promotion, die sie 1980 als Abschlussarbeit ihres Studiums eingereicht hatte, über keinen Hochschulabschluss verfügt. Der Personalrat des Auswärtigen Amtes hatte Vorbehalte angemeldet, da der Hochschulabschluss auf dem normalen Karriereweg Zugangsvoraussetzung zum diplomatischen Dienst sei. In Regierungskreisen wies man allerdings darauf hin, dass etwa auch Rudolf Dreßler (SPD), vormals deutscher Botschafter in Israel (2001-2005), kein Akademiker gewesen sei.

Derzeit gehören dem diplomatischen Corps beim Heiligen Stuhl rund 20 Frauen als Botschafterinnen an. Prominente Beispiele aus der Vergangenheit sind die frühere polnische Ministerpräsidentin und Justizministerin Hanna Suchocka, die von 2001 bis 2013 Polen beim Papst vertrat, der sie daraufhin auch in die neue Kinderschutzbehörde berief. Die USA waren etliche Jahre lang durch die renommierte Harvard-Professorin Mary Ann Glendon vertreten, wohingegen ihre geplante Entsendung der einstigen Präsidententocher Caroline Kennedy nicht zustande kam.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64479.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 09.09.2014 21:30
09
September
2014

Mexikos Kirche hält Gebets- und Aktionstag für Flüchtlinge ab

Mexikos Kirche hält Gebets- und Aktionstag für Flüchtlinge ab

Kardinal Rivera leitete Gottesdienst - Migrantenpastoral-Beauftragte: Dramatische Zunahme der Entführungen
09.09.2014

Ciudad de Mexico, 09.09.2014 (KAP) Die Kirche Mexikos hat mit einem Gebets- und Aktionstag und einem Gottesdienst in der Kathedrale von Ciudad de Mexico auf das drängende Problem der massenhaften Armutsmigration von Mittelamerikanern in die USA reagiert. Der Gottesdienst wurde von Kardinal Norberto Rivera Carrera geleitet. Es sei notwendig, dass die Menschen in ihrer Heimat wieder die notwendigen Möglichkeiten vorfänden, damit sie ein Leben in Würde führen könnten, so Rivera.

Maria Arlina Barral Arellano von der Pastoralkommission für Migranten der Erzdiözese Ciudad de Mexico forderte Maßnahmen zum Schutz der von Gewalt und Kriminalität bedrohten Armutsflüchtlinge: "Sie haben uns vor allem über Entführungen berichtet. Diese tragische Realität, die die Migranten erleben, nimmt vor allem für Frauen und Kinder zu. Und wir wissen nicht wie man das aufhalten kann."

Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hatte erst im August einen Bericht veröffentlicht, wonach sich die Situation der Flüchtlinge in den vergangenen Jahren enorm verschlechtert hat. Seit 2009 sei die Zahl der Todesfälle und Entführungen stark gestiegen. Besorgt zeigte sich die Kommission insbesondere über die Situation minderjähriger Migranten. Diese fielen besonders oft Kriminellen zum Opfer.

Die mexikanische Regierung kündigte indes Ende August an, die illegale Überfahrt in die USA auf Güterzügen stoppen zu wollen. Migranten, die sich auf die Dächer von Güterzügen begaben, wurden in den vergangenen Jahren immer wieder von Drogenbanden überfallen. Diese zwingen die Flüchtlinge häufig, als Drogenkuriere oder in der Prostitution zu arbeiten. Zudem ereigneten sich gefährliche Unglücke wegen Überlastung. Jährlich durchqueren mehr als eine Viertelmillion Migranten - ein Großteil von ihnen Mittelamerikaner - Mexiko auf dem Weg in die USA.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64483.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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09
September
2014

Flüchtlinge: Menschenrechts-Experte kritisiert Seehofer

Flüchtlinge: Menschenrechts-Experte kritisiert Seehofer

ÖVP-Vertreter würdigten dagegen Vorschlag des CSU-Chefs, feste EU-Quoten für Flüchtlinge festzulegen und Grenzen zu Nachbarländern stärker zu kontrollieren
09.09.2014

Berlin-Wien, 09.09.2014 (KAP) Der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Christoph Strässer von der SPD, hat den von CSU-Chef Horst Seehofer eingebrachten Vorschlag fester Quoten für Flüchtlinge kritisiert. So könne keine Flüchtlingspolitik betrieben werden, sagte Strässer am Dienstag in Berlin. Er wandte sich auch gegen Seehofers Drohung, die Grenzen zu den Nachbarländern stärker zu kontrollieren.

Seehofer hatte mit Blick auf wachsende Zahlen von Flüchtlingen, die über Österreich und Italien nach Bayern kommen, am Montag damit gedroht, die Grenzen zu den Nachbarländern stärker zu kontrollieren. Italien verstoße klar gegen das Schengen-Abkommen. Wenn das nicht abgestellt werde, müsse Deutschland ernsthaft erwägen, durch Kontrollen an der Grenze diesen Verstoß zu stoppen, begründete er seinen Vorstoß. Zudem hatte sich Seehofer dafür stark gemacht, feste Quoten für Flüchtlinge zu vereinbaren, da derzeit die EU-Länder sehr unterschiedlich von den Flüchtlingsströmen betroffen seien.

In Österreich äußerten ÖVP-Spitzenpolitiker Verständnis für die Seehofer-Vorstöße: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hält ebenfalls die Wiedereinführung von Grenzkontrollen gegen einen Flüchtlingsstrom Richtung Österreich für denkbar - auch wenn sie es sich "nicht wünscht", wie sie in einer schriftlichen Stellungnahme versicherte. Wer die Entwicklungen der letzten Wochen beobachtet habe, könne derartige Maßnahmen nicht mehr von vornherein ausschließen. Mikl-Leitner beklagte eine "extreme Schieflage innerhalb Europas" hinsichtlich der Versorgung von Asylwerbern. Eine fixe Quotenverteilung könne verhindern, dass sich manche EU-Länder aus ihrer Verantwortung verabschiedeten.

Der neue VP-Chef Reinhold Mitterlehner sieht in der ungleichen Verteilung der Flüchtlingsströme innerhalb der EU ebenfalls ein "substanzielles Problem", wie er am Dienstag vor dem Ministerrat sagte. Es sei nicht auszuschließen, dass man eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen "ventilieren" müsse.

Am Balkan sichere Herkunftsstaaten?

Der deutsche Menschenrechtsbeauftragte Strässer kündigte an, sich in Serbien und Bosnien ein Bild über die Menschenrechtssituation zu machen; er stehe der geplanten Einstufung der beiden Länder sowie Mazedoniens als sichere Herkunftsstaaten kritisch gegenüber. Eine breite Diskussion darüber wäre wünschenswert, so Strässer.

Mit der Einstufung dieser Länder will der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) die stark steigende Zahl der von dort kommenden Asylbewerber senken. Im Bundestag wurde das Gesetz bereits verabschiedet, im Bundesrat braucht es die Zustimmung der rot-grün regierten Länder.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64499.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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09
September
2014

Telefonseelsorge: Alarmsignale vor Selbstmorden ernst nehmen

Telefonseelsorge: Alarmsignale vor Selbstmorden ernst nehmen

Einrichtung der Erzdiözese Wien erinnert an Welttag der Suizidprävention am 10. September - In Österreich sind vor allem alte Menschen gefährdet
09.09.2014

Wien, 09.09.2014 (KAP) Alarmsignale, die von verzweifelten Betroffenen vor Selbstmorden in aller Regel ausgesandt werden, müssen unbedingt ernst genommen werden. Darauf hat die Telefonseelsorge der Erzdiözese Wien anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September hingewiesen. Wenn jemand Vertrauter so etwas sagt wie "Ich mag nicht mehr leben", sollte man unbedingt hellhörig werden und das als klaren Hilferuf verstehen, heißt es in einer Aussendung am Dienstag. Bei 90 Prozent aller Selbstmorde würden vor der Tat derartige Signale ausgesandt.

"Gefragt sind in dieser sensiblen Situation in erster Linie Menschen, die zuhören können", weiß die Telefonseelsorge. Im Gespräch könnten so mögliche Suizidgedanken offen und direkt angesprochen und auch der eigenen Sorge um den betroffenen Menschen ruhig Ausdruck verliehen werden. Verständnis für die eine schwierige Situation zu finden, vermittle das Gefühl, mit den Problemen nicht allein zu sein: "Oft eröffnen sich in der Folge neue und andere Perspektiven."

Die Telefonseelsorge bietet seit beinahe 50 Jahren die Möglichkeit eines vertraulichen Gesprächs. Pro Jahr werden alleine bei der Telefonseelsorge der Erzdiözese Wien mehr als 30.000 Gespräche geführt, österreichweit sind es an die 100.000, heißt es in der Aussendung. Immer mehr Anrufende - ein gutes Drittel - leiden demnach unter einer psychischen Störung oder Erkrankung.

Die Pluspunkte der Telefonseelsorge seien die Verfügbarkeit rund um die Uhr und die Niederschwelligkeit: "Man kann einfach anrufen, wo immer man ist und mit jemandem reden." Nach dem vertraulichen Gespräch kann dann in einem zweiten Schritt die Ermutigung erfolgen, ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In Österreich gehen Selbstmorde zurück

In Österreich geht die Zahl der Suizide seit 1987 kontinuierlich zurück. Laut WHO nehmen sich aber weltweit pro Jahr 800.000 Menschen das Leben, 20 Mal so viele machen einen Selbsttötungsversuch.

Bemerkenswert ist laut der Telefonseelsorge, dass es bei den über 70-Jährigen fast überall auf der Welt die höchsten Suizidraten gab: "Dies trifft auch auf Österreich zu und macht betroffen." Von den 1.291 Personen, die sich 2013 hierzulande das Leben nahmen, war ein Drittel älter als 65. Männer über 85 Jahre stellen eine ganz besondere Risikogruppe dar.

Über die möglichen Ursachen teilte die Telefonseelsorge mit: Ältere Menschen sind in hohem Maß gefordert, mit Verlusten und Einschränkungen umzugehen. Konkret gehe es um den Verlust nahestehender Menschen, das Schwinden von Selbstständigkeit, um Erkrankungen, Kontaktmangel und Isolierung, um Sinnverlust u.v.m.

Der Welttag der Suizidprävention soll eine höhere Sensibilität für dieses Thema fördern. Besonderes Augenmerk müsse dabei alten Menschen gelten, wies die Telefonseelsorge hin.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64490.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 09.09.2014 21:25
09
September
2014

Sant'Egidio: Kampf gegen Armut kann Terrorismus überwinden

Sant'Egidio: Kampf gegen Armut kann Terrorismus überwinden

Muslimische und jüdische Geistliche fordern bei Antwerpener Friedenstreffen gemeinsame weltweite Anstrengungen für benachteiligte Menschen
09.09.2014

Brüssel, 09.09.2014 (KAP) Die Hintergründe des Terrorismus im Nahen Osten gehörten am Montagabend zu den Hauptthemen des internationalen Friedenstreffens, das die Gemeinschaft Sant'Egidio derzeit in Antwerpen veranstaltet. Vor allem sei Armut einer der Gründe für Terrorismus und Gewalt im Irak, legte der schiitische Geistliche Seyyed Jawad Al-Khoei dar. Der Generalsekretär der Londoner Al-Khoei-Stiftung forderte, die reichen Staaten sollten stärker benachteiligte Bevölkerungsschichten finanziell unterstützen.

Dringend nötig sei zudem verbesserter Zugang zu Bildung: Al-Khoei forderte eine Reform des irakischen Schulsystems, das u.a. zu wenig Wissen über andere Religionen vermittle. So gebe es kaum Schulbücher mit Informationen über das Christentum, berichtete der Geistliche, der auch Enkel von Abu l-Qasim al-Khoei, eines der einflussreichsten Großajatollahs der schiitischen Welt, ist. Al-Khoeis Vater und mehrere Familienmitglieder waren 1994 durch das irakische Regime unter Saddam Hussein ermordet worden.

Zum entschlossenen Kampf gegen Armut weltweit appellierte auch der Ehrenpräsident des Internationalen Rats der Christen und Juden, David Rosen: "Wenn wir nicht auf die Bedürfnisse der Armen reagieren, dann reagieren wir nicht auf Gott", so der Rabbiner, der seit Jahren im interreligiösen Dialog engagiert ist. Für seinen Beitrag zu den jüdisch-katholischen Beziehungen wurde er im November 2005 als erster orthodoxer Rabbiner von Papst Benedikt XVI. zum Ritter des Gregoriusordens ernannt.

Dialog mit Terroristen

Einen Dialog mit Terroristen schlug der Antwerpener Bischof Johan Bonny als mögliche Lösung für Konflikte im Nahen Osten vor. Alle Kirchen hätten die Aufgabe, für diesen Dialog gemeinsam eine stabile moralische Basis zu schaffen, so der gastgebende Bischof des Friedenstreffens im Gespräch mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA.

Die Auseinandersetzungen im Nahen Osten führten nach den beiden Weltkriegen zu einem "dritten weltweiten Konflikt", so Bonny. "Wenn es keinen Frieden im Nahen Osten gibt, kann auch bei uns nicht Friede sein". Vor allem durch die Globalisierung der Wirtschaft, aber auch durch Migranten aus Konfliktregionen seien die Staaten in Europa mit den Krisen im Nahen Osten verbunden.

Wie im Ersten Weltkrieg spiele hierbei der Nationalismus eine große Rolle. "Die Gefühle geraten außer Kontrolle", sagt Bonny. Nicht mehr rationales Denken sondern emotionales Handeln sei mittlerweile die Begründung für politische Aktionen.

Der Bischof kritisierte, politische Führer würden sich zu schnell dafür entscheiden, in den Krieg zu ziehen, unter dem vor allem Zivilisten litten. "Von neun Toten in den aktuellen Krisengebieten sind acht Zivilisten", betonte Bonny.

Das am Dienstagabend endende internationale Gebets- und Friedenstreffen wird von weltweiten katholischen Sant'Egidio-Gemeinschaft jedes Jahr in einer anderen Stadt ausgerichtet. Vorbild ist das Weltgebetstreffen der Religionen für den Frieden, zu dem Johannes Paul II. (1978-2005) im Oktober 1986 nach Assisi eingeladen hatte.

An der nunmehrigen Begegnung in Antwerpen nehmen rund 300 Personen aus Kirche, Politik und Gesellschaft teil, darunter der scheidende EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, der ägyptische Großmufti Shawki Ibrahim Abdel-Karim Allam sowie der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64494.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 09.09.2014 21:21
09
September
2014

Synode: Vatikan veröffentlicht Liste der 253 Teilnehmer

Synode: Vatikan veröffentlicht Liste der 253 Teilnehmer

Auch Ehepaare und Vertreter anderer christlicher Denominationen eingeladen - Kardinal Schönborn vertritt Österreich, Kardinal Marx Deutschland
09.09.2014

Vatikanstadt, 09.09.2014 (KAP) Zur Außerordentlichen Bischofssynode zur Familie werden im Oktober 253 Teilnehmer - 191 Synodenväter und 62 weitere Teilnehmer - in Rom zusammenkommen. Das gab der Generalsekretär der Synode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, am Dienstag bekannt.

Anwesend sein werden unter anderen die Vorsitzenden von 114 Bischofskonferenzen, 13 Oberhäupter mit Rom unierter Kirchen des Ostens, die Chefs von 25 Vatikanbehörden, die Mitglieder des Ordentlichen Rats, der Generalsekretär und Untersekretär sowie drei Ordensvertreter.

Ferner hat Papst Franziskus 26 weitere Mitglieder benannt, darunter den emeritierten Kurienkardinal Walter Kasper, der auf Wunsch des Papstes den zum letzten Konsistorium versammelten Kardinälen einen Vortrag zum Thema Ehepastoral hielt.

Österreich ist durch Kardinal Christoph Schönborn vertreten, aus dem deutschen Sprachraum kommen weiters der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx, der St. Gallener Bischof Markus Büchel sowie die Leiterin der Ehe- und Familienseelsorge der Erzdiözese Berlin, Ute Eberl.

Von Amts wegen sind auch die 25 Kurienchefs bei der Synode anwesend. Unter ihnen sind die Kardinäle Gerhard Ludwig Müller (ein gebürtiger Mainzer) und Kurt Koch (gebürtiger Basler). Außerdem stehen 16 Experten - Ute Eberl ist eine von ihnen - auf der Liste, sowie 38 Gasthörer, darunter 13 Ehepaare.

Andere christliche Denominationen schicken acht "brüderliche Abgesandte" nach Rom. Zu ihnen zählen der orthodoxe Metropolit von Belgien, Athenagoras, der anglikanische Bischof Paul Butler, der für die Beziehungen zu den anderen Kirchen zuständige Beauftragte des russisch-orthodoxen Patriarchats, Metropolit Hilarion, und die in Paris lehrende Exegetin Valerie Duval-Poujol, die die Weltallianz der Baptisten vertritt. Insgesamt nehmen 30 Frauen, darunter eine Ordensschwester, an der außerordentlichen Bischofssynode teil.

Bereits vor längerem waren die Kardinäle Andre Vingt-Trois (Paris), Luis Antonio Tagle (Manila) und Raymundo Damasceno Assis (Aparecida/Brasilien) mit der Synodenleitung beauftragt worden. Generalrelator wurde der Budapester Kardinal Peter Erdö.

Papst Franziskus wünsche ein Neubelebung des synodalen Gedankens, betonte Kardinal Baldisseri am Dienstag. "Das Kriterium der Erneuerung lautet, erst das Bild zu malen und dann erst den Rahmen darum zu befestigen." Es gehe um eine wirkliche Umstrukturierung des synodalen Organismus. Die außerordentliche Synode unter dem Titel "Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung" tagt vom 5. bis 19. Oktober. Im Herbst 2015 folgt dann eine ordentliche Synode zum Thema.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64496.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 09.09.2014 21:18
09
September
2014

Krim: Bischof sieht Rückkehr zu kommunistischer Kirchenpolitik

Krim: Bischof sieht Rückkehr zu kommunistischer Kirchenpolitik
Steigender "psychologischer Druck" des russischen Geheimdienstes gegen Priester des Kiewer Patriarchats
09.09.2014
Kiew, 09.09.2014 (KAP) Auf der Halbinsel Krim geht seit der Besetzung durch Russland im März eine Rückkehr zum Kommunismus vor sich: Das hat der Erzbischof des Kiewer Patriarchats auf der Krim, Kliment, gegenüber der ukrainischen interkonfessionellen Nachrichtenagentur "Risu" berichtet. Der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB) übe "psychischen Druck" gegen Priester der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats aus, so der Leiter der Diözese Simferopol und Krim.

"Manche Priester wurden gezwungen, Dokumente über die Kooperation mit dem Geheimdienst zu unterschreiben. Wir kommen damit wieder zurück in die fern geglaubte kommunistische Zeit, als der KGB den Klerus kontrollierte", erklärte Kliment. Seine eigenen Tätigkeiten als Erzbischof, seine Kontakte, Pläne und Reiserouten stünden dabei im Hauptinteresse des Geheimdienstes.

Kliment zufolge sind derzeit noch neun der ehemals 15 auf der Krim stationierten Priester der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats auf der Halbinsel zurückgeblieben. Er selbst wolle die Halbinsel jedoch nicht verlassen, erklärte er mit Verweis auf seine Verantwortung für die verbliebenen Gläubigen sowie auch seine eigene Herkunft aus der Krim. Es wäre zudem ein "spirituelles Verbrechen", das in den vergangenen Jahren mühsam Aufgebaute wieder dem Verfall preiszugeben.

Zu Russlands Maßnahmen gegen Religionsvertreter gehören auch die Listen verbotener Publikationen. Über 2.000 Titel verschiedener religiöser Denominationen soll die 200 Seiten starke, auf russische Gerichtsentscheide zurückgehende Auflistung mittlerweile umfassen, hieß es Mitte August. Damals wurde der Direktor einer Islamschule auf der Krim verhaftet, nachdem Durchsuchungen seiner Einrichtung mehrere in Russland verbotene Bücher zutage gebracht hatten.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/64500.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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