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03
Dezember
2014

Wichtige Links zu Pränataldiagnostik und Euthanasie, Geschlechtselektion, Homeschooling,

Dienstag, 2. Dezember 2014

Wichtige Links zu Pränataldiagnostik und Euthanasie, Geschlechtselektion, Homeschooling, Gender, Familienstatistik, Sterbehilfe
Ärzteblatt: Vorgeburtliche Diagnostik: Hin zu einer Eugenik von unten?

Bitte den Link anklicken, sind mehrere Links drinnen...
http://kultur-und-medien-online.blogspot...Medien+-+online)

Der Wunsch nach dem perfekten Kind

Der Fluch der Pränataldiagnostik

Geschlecht testen und bei Nichtgefallen abtreiben (Geschlechtselektion)

Hausunterricht – Homeschooling: Natürliches Recht der Eltern

FAZ: Gender Mainstreaming: Nun soll die Sprache die Geschlechtergerechtigkeit erzwingen

Entlaßt die Genderprofessoren!

Familienstatistik: So leben die Deutschen

Sterbehilfe in den Niederlande stark ansteigend (Englisch)

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03
Dezember
2014

Bundesverfassungsgericht stärkt Elternrechte

Dienstag, 2. Dezember 2014

Bundesverfassungsgericht stärkt Elternrechte
Das Bundesverfassungsgericht hat erneut eine Gerichtsentscheidung aufgehoben, mit der den Eltern das Sorgerecht entzogen worden war und stärkt somit die Rechte von Eltern.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte das Verfassungsgericht in mehreren ähnlichen Fällen ebenso entschieden. Die Verfassungsrichter betonen das Elternrecht und sagen,
„dass der Staat seine eigenen Vorstellungen von einer gelungenen Kindererziehung nicht an die Stelle der elterlichen Vorstellungen stellen darf“.

Ein Kind dürfe seinen Eltern nur weggenommen werden, wenn deren Fehlverhalten massiv sei und das körperliche, geistige und seelische Wohl des Kindes nachhaltig gefährdet sei. “Eltern müssen ihre Erziehung nicht positiv unter Beweis stellen. Vielmehr müsse für einen Kindesentzug ein gravierend schädigendes Erziehungsversagen vorliegen“, erklärten die Verfassungsrichter. Anhand der zahllosen Beispiele von Behördenwillkür, bei denen Kinder allzu leichtfertig und ohne genaue Prüfung aus ihren Familien genommen, und Eltern das Sorgerecht entzogen wurde, führte zu massiver Kritik der Verfassungsrichter gegenüber Behörden und Gutachtern.

Die Serie der Karlsruher Entscheidungen, mit denen der Entzug des Sorgerechts in mehreren Fällen für verfassungswidrig erklärt worden ist, fällt in eine Zeit, in der immer mehr Kinder von den Jugendämtern aus ihren Familien genommen wurden. Im Jahr 2013 passierte dies mehr als 6500-mal.

Mit Informationen der Stuttgarter Zeitung vom 28.11.2014

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03
Dezember
2014

Drogenbeauftragten gegen Liberalisierung von Cannabis

Dienstag, 2. Dezember 2014

Drogenbeauftragten gegen Liberalisierung von Cannabis
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlen Mortler (CSU) hat sich erneut gegen eine Legalisierung von Cannabis ausgesprochen. «Das Kleinreden der Gefahren dieser Droge durch Legalisierungsbefürworter ist mit Blick auf junge Leute verantwortungslos», sagte die Politikerin. Gestern hatte die deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht ihren Jahresbericht 2014 herausgegeben.

Demnach wird in Deutschland derzeit keine andere Droge so häufig konsumiert wie Cannabis. 7,8 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren hätten die Substanz schon einmal probiert, heißt es darin. 0,5 Prozent der Erwachsenen missbrauchten sie oder seien davon abhängig. Beim Thema illegale Drogen sei Cannabiskonsum mittlerweile der häufigste Grund für ambulante und stationäre Behandlungen von unter 25-Jährigen, so der Bericht weiter.

Auch die Berliner Drogenbeauftragte Christine Köhler-Azara sprach sich für strengere Regeln beim Thema Cannabis aus. Seit Wochen wird in der Hauptstadt diskutiert, wie man dem Problem des florierenden Drogenhandels rund um den Görlitzer Park begegnen kann. Bislang würden 10 Gramm in Berlin als straffreie Menge gelten, sagte Köhler-Azara der Nachrichtenagentur dpa. Sie sei dafür, den Besitz wie in anderen Bundesländern schon ab 6 Gramm unter Strafe zu stellen. «Das wäre zumindest ein Signal, dass man die Problematik ernst nimmt», so Köhler-Azara. «Man kann keine sich ständig vergrößernde Drogenszene dulden», machte sie klar. «Denn dann bekommt man Probleme, derer man nicht mehr Herr wird. Das sieht man ja jetzt dort.»

Der drogenpolitische Sprecher der Grünen Harald Terpe dagegen machte abermals deutlich, dass Cannabis seiner Meinung nach nicht kriminalisiert, sondern in lizensierten Fachgeschäften an über 18-Jährige verkauft werden sollte. «Der Staat soll den volljährigen Bürgerinnen und Bürgern die Freiheit lassen, zu entscheiden, ob sie abends ein Bier trinken oder Cannabis konsumieren», so Terpe. Cannabis sei längst eine weit verbreitete Alltagsdroge. «Das von Frau Mortler so vehement verteidigte Verbot kann den Konsum bei Jugendlichen und Abhängigen nicht verhindern», so der Grünen-Politiker. Eine kontrollierte Abgabe entspräche viel mehr dem Gedanken eines effektiven Jugendschutzes.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung online

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03
Dezember
2014

Erbitten wir von Gott das große Geschenk der vollen Einheit" Ansprache von Papst Franziskus am Ende der Göttlichen Liturgie im Phanar

Erbitten wir von Gott das große Geschenk der vollen Einheit"
Ansprache von Papst Franziskus am Ende der Göttlichen Liturgie im Phanar

Rom, 30. November 2014 (ZENIT.org) Redaktion | 194 klicks

Am heutigen Sonntagmorgen, dem 30. November, Fest des heiligen Apostels Andreas, Patron der Orthodoxen Kirchen, hat Papst Franziskus in der orthodoxen Georgskathedrale im Phanar an der “Göttlichen Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomus” teilgenommen. Am Ende der Feier hielt er eine Ansprache, die wir hier in einer offiziellen Übersetzung dokumentieren.

***

Eure Heiligkeit, viel geliebter Bruder Bartholomaios,

Mehrmals habe ich als Erzbischof von Buenos Aires an der Göttlichen Liturgie der orthodoxen Gemeinden in jener Stadt teilgenommen. Aber hier und heute in dieser Patriarchatskirche St. Georg zu sein für die Feier des heiligen Apostels Andreas, erster der Berufenen und Bruder des heiligen Petrus, Patron des Ökumenischen Patriarchats, ist wirklich eine einzigartige Gnade, die der Herr mir schenkt.

Sich begegnen, gegenseitig das Gesicht sehen, einander den Friedenskuss geben, füreinander beten, sind wesentliche Dimensionen auf dem Weg zur Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft, die wir anstreben. All das geht voraus und begleitet ständig jene andere wesentliche Dimension dieses Weges, den theologischen Dialog. Ein echter Dialog ist immer eine Begegnung zwischen Menschen mit einem Namen, einem Gesicht, einer Geschichte und nicht nur eine Auseinandersetzung von Ideen.


Dies gilt vor allem für uns Christen, weil für uns die Wahrheit die Person Jesu Christi ist. Das Beispiel des heiligen Andreas, der zusammen mit einem anderen Jünger der Einladung des göttlichen Meisters gefolgt ist: »Kommt und seht«, und sie »blieben jenen Tag bei ihm« (Joh 1,39), zeigt uns deutlich, dass das christliche Leben eine persönliche Erfahrung ist, eine verwandelnde Begegnung mit dem, der uns liebt und uns erlösen will. Auch die christliche Botschaft verbreitet sich dank der Menschen, die aus Liebe zu Christus die Freude, geliebt und erlöst zu sein, nur weitergeben können. Einmal mehr ist das Beispiel des Apostels Andreas aufschlussreich. Nachdem er Jesus dorthin gefolgt war, wo er lebte, und sich mit ihm unterhalten hatte, »traf [er] zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden“. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus« (Joh 1,40-42). Es ist daher klar, dass auch der Dialog zwischen Christen sich dieser Logik einer persönlichen Begegnung nicht entziehen kann.

So ist es kein Zufall, dass der Weg der Versöhnung und des Friedens zwischen Katholiken und Orthodoxen in gewisser Weise mit einer Begegnung, einer Umarmung zwischen unseren verehrten Vorgängern, dem Ökumenischen Patriarchen Athenagoras und Papst Paul VI., vor fünfzig Jahren in Jerusalem begonnen hat. Dieses Ereignisses wollten Eure Heiligkeit und ich vor kurzem gedenken, als wir uns wieder in der Stadt getroffen haben, in der unser Herr Jesus Christus gestorben und auferstanden ist.

Durch eine glückliche Fügung findet dieser mein Besuch einige Tage nach der Feier des fünfzigsten Jahrestages der Promulgation des Dekrets des Zweiten Vatikanischen Konzils Unitatis redintegratio über die Bemühungen um die Einheit aller Christen statt. Es handelt sich um ein grundlegendes Dokument, durch das ein neuer Weg für die Begegnung zwischen den Katholiken und den Brüdern der anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften eröffnet wurde.

Mit diesem Dekret anerkennt die Katholische Kirche insbesondere, dass die orthodoxen Kirchen »wahre Sakramente besitzen, vor allem aber in der Kraft der apostolischen Sukzession das Priestertum und die Eucharistie, wodurch sie in ganz enger Verwandtschaft bis heute mit uns verbunden sind« (Nr. 15). Folglich wird bestätigt: Um die Fülle der christlichen Tradition in Treue zu wahren und die Wiederversöhnung der Christen des Ostens und Westens herbeizuführen, ist es von größter Bedeutung, das überreiche Erbe der orientalischen Kirchen zu erhalten und zu fördern – nicht nur das, was sich auf die liturgischen und geistlichen Traditionen bezieht, sondern auch auf die von den heiligen Vätern und den Konzilien sanktionierten kanonischen Ordnungen, die das Leben dieser Kirchen regeln (vgl. Nrn. 15-16).

Ich halte es für wichtig, die Beachtung dieses Grundsatzes als eine wesentliche und gegenseitige Voraussetzung für die Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft zu betonen, die weder bedeutet, einander zu unterwerfen noch einzuverleiben, sondern vielmehr alle Gaben anzunehmen, die Gott jedem gegeben hat, um in der ganzen Welt das große Geheimnis der vom Herrn Jesus Christus durch den Heiligen Geist gewirkten Erlösung kund zu tun. Jedem von euch möchte ich versichern, dass die katholische Kirche, um das ersehnte Ziel der vollen Einheit zu erreichen, nicht beabsichtigt, irgendeine Forderung aufzuerlegen als die, den gemeinsamen Glauben zu bekennen, und dass wir bereit sind, im Licht der Lehre der Schrift und der Erfahrung des ersten Jahrtausends gemeinsam die Bedingungen zu suchen, um mit diesen die notwendige Einheit der Kirche unter den gegenwärtigen Umständen zu gewährleisten: Das Einzige, was die katholische Kirche wünscht und ich als Bischof von Rom, „der Kirche, die den Vorsitz in der Liebe führt“, anstrebe, ist die Gemeinschaft mit den orthodoxen Kirchen. Diese Gemeinschaft wird immer die Frucht der Liebe sein, »denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist« (Röm5,5), Frucht brüderlicher Liebe, die dem geistigen und transzendenten Band, das uns als Jünger des Herrn verbindet, Ausdruck verleiht.

In der heutigen Welt erheben sich lautstark Stimmen, die wir nicht überhören können und die unsere Kirchen bitten, die Nachfolge des Herrn Jesus Christus bis zum Äußersten zu leben.

Die erste dieser Stimmen ist die der Armen. In der Welt gibt es zu viele Frauen und Männer, die an schwerer Unterernährung leiden, an wachsender Arbeitslosigkeit, am hohen Anteil Jugendlicher ohne Arbeit und an der Zunahme der sozialen Ausgrenzung, die zu kriminellen Aktivitäten und sogar zur Rekrutierung von Terroristen führen kann. Angesichts der Stimmen dieser Brüder und Schwestern können wir nicht gleichgültig bleiben. Sie bitten uns nicht nur um materielle Hilfe, die in vielen Fällen notwendig ist, sondern vor allem, dass wir ihnen helfen, ihre Menschenwürde zu verteidigen, so dass sie die geistigen Energien wieder finden können, um sich aufzurichten und wieder Protagonisten ihrer eigenen Geschichte zu werden. Ferner bitten sie uns, im Licht des Evangeliums gegen die strukturellen Ursachen von Armut zu kämpfen: Ungleichheit, Mangel an menschenwürdiger Arbeit, an Land und Wohnung, Leugnung der Sozial- und Arbeitsrechte. Als Christen sind wir aufgerufen, gemeinsam jene Globalisierung der Gleichgültigkeit, die heute zu dominieren scheint, zu überwinden und eine neue Zivilisation der Liebe und Solidarität aufzubauen.

Eine zweite Stimme, die laut schreit, ist jene der Opfer von Konflikten in vielen Teilen der Welt. Von hier hören wir diese Stimme sehr deutlich erschallen, weil einige Nachbarländer von einem grausamen und unmenschlichen Krieg gezeichnet sind. In tiefer Trauer denke ich an die vielen Opfer des unmenschlichen und sinnlosen Anschlags, der in diesen Tagen auf die muslimischen Gläubigen, die in der Moschee von Kano in Nigeria gebetet haben, verübt wurde. Den Frieden eines Volkes erschüttern, jegliche Art von Gewalt insbesondere an Schwachen und Wehrlosen zu begehen oder zu erlauben, ist eine sehr schwere Sünde gegen Gott, weil es bedeutet, das Bild Gottes im Menschen nicht zu achten. Die Stimme der Opfer der Konflikte drängt uns, zügig auf den Weg der Versöhnung und der Gemeinschaft zwischen Katholiken und Orthodoxen weiterzugehen. Wie können wir im Übrigen glaubwürdig das Evangelium des Friedens verkünden, der von Christus kommt, wenn es zwischen uns weiterhin Rivalität und Streitigkeiten gibt? (vgl. Paul VI., Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 77).

Eine dritte Stimme, die uns herausfordert, ist die der Jugend. Leider gibt es heute viele Jugendliche, die ohne Hoffnung leben, entmutigt durch Misstrauen und Resignation. Viele junge Menschen suchen dann, beeinflusst von der vorherrschenden Kultur, die Freude nur im materiellen Besitz und in der Befriedigung der Emotionen des Augenblicks. Die neuen Generationen werden nie die wahre Weisheit erwerben und die Hoffnung lebendig erhalten können, wenn wir nicht in der Lage sind, den authentischen Humanismus zu erschließen und zu vermitteln, der aus dem Evangelium und der tausendjährigen Erfahrung der Kirche hervorgeht. Gerade die Jugendlichen – ich denke zum Beispiel an die Scharen von jungen Orthodoxen, Katholiken und Protestanten, die sich auf den von der Gemeinschaft von Taizé organisierten internationalen Treffen begegnen – fordern uns heute auf, Fortschritte zur vollen Gemeinschaft hin zu machen. Und dies nicht, weil sie die Bedeutung der Unterschiede, die uns noch trennen, ignorieren, sondern weil sie weiter zu sehen vermögen und fähig sind, das Wesentliche, das uns schon eint, zu erfassen.

Lieber Bruder, viel geliebter Bruder, wir sind schon unterwegs, auf dem Weg zur vollen Gemeinschaft und können schon deutliche Zeichen einer echten, wenn auch noch teilweisen Einheit leben. Das stärkt und unterstützt uns, auf diesem Weg weiter zu schreiten. Wir sind sicher, dass wir während dieses Weges durch die Fürsprache des Apostels Andreas und seines Bruders Petrus, der Tradition nach die Gründer der Kirchen von Konstantinopel und Rom, unterstützt werden. Erbitten wir von Gott das große Geschenk der vollen Einheit und die Fähigkeit, es in unserem Leben aufzunehmen. Und vergessen wir nie, füreinander zu beten.

[Originalsprache: Italienisch]

© Copyright - Libreria Editrice Vaticana
(30. November 2014) © Innovative Media Inc.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 03.12.2014 07:05
03
Dezember
2014

Türkei hat noch Nachholbedarf in der Religionsfreiheit

Türkei hat noch Nachholbedarf in der Religionsfreiheit

Interview mit Simon Jacob und Thomas Volk, Vorsitzender bzw. Beirat des Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland (ZOCD)

München, 2. Dezember 2014 (ZENIT.org) Michaela Koller

Nach der Rückkehr von Papst Franziskus aus der Türkei haben orientalische Christen in der Diaspora die große symbolische Bedeutung der Reise für Ökumene begrüßt. In einem Gespräch mit Michaela Koller setzte der Vorsitzende des Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland (ZOCD), Simon Jacob, darauf, dass dieser Papst die Christenheit intensiver zur Zusammenarbeit bewegen zu können. Beirat des Verein ist Thomas Volk, Koordinator Islam und Religionsdialog der Konrad-Adenauer-Stiftung, sieht gerade in puncto Religionsfreiheit in der Türkei noch deutlich Verbesserungsbedarf. In Deutschland gehören rund 200.000 Christen einer altorientalischen Kirche an, Angaben des Zentralrats zufolge. Der Papstbesuch stand im Spannungsfeld zwischen der Frage nach der Erweiterung der Religionsfreiheit, der kritischen Situation durch den Zustrom von Kriegsflüchtlingen aus den Nachbarländern der Türkei, Differenzen in den Erwartungen an den interreligiösen Dialog sowie in erster Linie der Ökumene als Hauptanliegen des Bischofs von Rom, Themen zu denen beide Gesprächspartner Rede und Antwort standen.

Bei seinem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten hat Papst Franziskus volle Religionsfreiheit angemahnt. Was ist Ihre Prognose: Wird sich dieser davon beeindrucken lassen?

Jacob: Nach außen wohl kaum. Es würde auch nicht in die politischen Gegebenheiten einer Kultur passen, in der ein Staatslenker Entschlossenheit demonstrieren muss. Besonders wenn es um die Religion geht und die Tatsache, dass der Islam sich nach der Stärke sehnt, die er einst hatte. Nach innen kann das wieder ganz anders aussehen.

Volk: In der Türkei herrscht offiziell Religionsfreiheit. Gleichwohl gibt es in der praktischen Umsetzung, z.B. bei der Gleichbehandlung von Aleviten in der türkischen Gesellschaft noch Nachholbedarf. Auch im Hinblick auf die Tatsache, sich heute als christlicher Priester nicht in der Türkei selbst ausbilden lassen zu können oder die Religionszugehörigkeit in Dokumenten wie Reisepass und Personalausweis nur mit erheblichem bürokratischem Aufwand ändern zu können, gibt es noch Verbesserungsbedarf.

Welche Chance sehen Sie in der Begegnung des Papstes mit Flüchtlingen?

Jacob: Die einzige Chance für die Flüchtlinge besteht darin, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Schon jetzt nehmen die Spannungen in der Türkei auch aus wirtschaftlichen Gründen zu. Die Bevölkerung, besonders in den Ballungsgebieten, wird das nicht auf Dauer hinnehmen.

Volk: Zuerst ist es ein positives Symbol der Anerkennung der Lebenswirklichkeit der Flüchtlinge, dass er sich mit ihnen getroffen hat. Wie auch schon bei anderen Begegnungen stellt Franziskus das Schicksal von Armen, Bedrängten und Ausgegliederten in den Mittelpunkt seines Pontifikats und unterstreicht, dass diese Menschen die Solidarität benötigen. Viele dieser Flüchtlinge sind schließlich Christen, die auch in ihren Ländern als Christen Leben können möchten.

Welche Bedeutung hat denn die ökumenische Begegnung für orientalische Christen in der Diaspora?

Jacob: Eine sehr große, jedenfalls symbolisch betrachtet, betrat der Papst doch urchristliches Land. Der Pontifex wird auch bei den orientalischen Christen als Größe wahrgenommen. Gerade dieser Papst könnte es schaffen, die verschiedenen Kirchen intensiver zur Zusammenarbeit zu bewegen.

Volk: Die Tatsache, dass Franziskus eine Annäherung mit den orthodoxen Kirchen anstrebt und in brüderlicher Liebe auch mit dem orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. verbunden ist, zeigt deutlich, dass sich das Ziel der Ökumene konkretisiert und vor allem unter Papst Franziskus einige Annäherungen zwischen der katholischen und den orthodoxen Kirchen realisieren ließen. Dies hat somit auch direkte Auswirkungen auf die orientalischen Christen, auch in der Diaspora.

Was entnehmen Sie dem Papstbesuch in der Blauen Moschee als Anregung für Ihre Arbeit in Sachen interreligiöser Dialog?

Jacob: Dialog ist keine Einbahnstraße. Gerade das Gewaltpotential im Namen des Islams, auf das sich der IS beruft, bedarf einer selbstkritischen Reflexion über die Frage, ob in den islamischen Gesellschaften alle Religionen gleichberechtigt sind. Woher kommt der starke Hass gegenüber Juden und Christen? Was ist mit der Religionsgemeinschaft der Jeziden? Die Türkei kann und sollte beim diesem Dialog eine Vorreiterrolle spielen.

Volk: Die moderne Türkei ist seit 1923 der offizielle Rechtsnachfolger des multiethnischen und mulitreligiösen Osmanischen Reichs. Im Osmanischen Reich konnten alle religiösen Gemeinschaften, das heißt alle monotheistischen Religionen, weitestgehend frei ihrem Glauben nachgehen. Dies wurde durch das sogenannte "Millet-System" gewährleistet. Die Türkische Republik sollte sich also noch stärker an der religiösen Heterogenität des Osmanischen Reichs orientieren und die Vielfalt der Religionen und Kulturen in ihrem eigenen Land als Bestandteil der Identität und als Chance begreifen. Die Türkei kann dabei - gerade auch aufgrund ihrer historischen Erfahrung - eine besondere Rolle im interreligiösen Dialog einnehmen.
( 2. Dezember 2014) © Innovative Media Inc.

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03
Dezember
2014

Vatikan: Möglicherweise in Zukunft Ehepaar für Familie zuständig

Vatikan: Möglicherweise in Zukunft Ehepaar für Familie zuständig

Kardinal Rodriguez Maradiaga erläutert in "Vatican Insider"-Gespräch Neuaufteilung der Zuständigkeiten in der Kurie
02.12.2014

Rom (KAP) Im Vatikan könnte nach Vorstellungen von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga künftig auch ein Ehepaar für den Bereich Familie verantwortlich sein. Es sei nicht notwendig, dass an der Spitze jedes Ministeriums ein Kardinal oder Bischof stehe, sagte der Koordinator des Kardinalsrates zur Kurienreform am Dienstag in einem Interview dem Internetportal "Vatican Insider". "Es könnte sich zum Beispiel auch ein verheiratetes Paar um die Familie kümmern", so der Kardinal aus Honduras.

Ebenso denkbar sei, dass eine Ordensfrau für Flüchtlinge zuständig sei, die auf diesem Gebiet besondere Kompetenzen besitze. Papst Franziskus hatte den Kardinalsrat, dem auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx angehört, im April vergangenen Jahres ins Leben gerufen.

Zugleich bestätigte Maradiaga, dass die bisherigen päpstlichen Räte für Migranten, Laien, Gerechtigkeit und Frieden, Familie, Soziales und die Pastoral im Krankendienst zu zwei großen Kongregationen zusammengelegt werden sollen. Die neuen Verwaltungseinheiten seien jedoch nicht einfach nur die Summe aus dem Bisherigen, sondern hätten auch einen anderen rechtlichen Status. Im Unterschied zu den meisten päpstlichen Räten haben Kongregation die Befugnis, rechtliche Vorgaben zu erlassen und zu überprüfen.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/66431.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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02
Dezember
2014

Irak: IS-Terroristen mißbrauchen Kirchen und Klöster als Gefängnisse

Irak: IS-Terroristen mißbrauchen Kirchen und Klöster als Gefängnisse
Veröffentlicht: 2. Dezember 2014 | Autor: Felizitas Küble

Christliche Kirchen in Mossul wurden von den Dschihadisten des Islamischen Staates, die die Stadt im Norden des Landes seit dem vergangenen 9. Juni kontrollieren, in Gefängnisse umgewandelt. sami wahib (2)



Wie das arabische Nachrichtenportal http://www.ankawa.com mitteilt, sollen in den vergangenen Tagen Häftlinge mit Augenbinden und gefesselten Händen in die antike Immakulata-Kirche im Osten der Stadt gebracht worden sein, nachdem das Gefängnis im Stadtteil Badush bombardiert worden war.

Wie einheimische Beobachter dem Fidesdienst berichten, soll auch das chaldäische St.-Georgs-Kloster als Frauengefängnis benutzt werden. Es wird vermutet, dass die inhaftierten Frauen dort auch sexuell missbraucht werden.

Am Montag, den 24. November, hatten die IS-Terroristen ein chaldäisches Frauenkloster gesprengt, dass sie zuvor als logistische Basis benutzt hatten.

“Die Dschihadisten des Kalifats”, erläutert Pater Rebwar Audish Basa dem Fidesdienst, „haben Kirchen besetzt, auch antike Kirchen. Nun müssen wir befürchten, dass bei einer eventuellen Befreiung von Mossul diese Kirchen als militärische Angriffsziele betrachtet werden, da sie von den Dschihadisten als Basislager benutzt werden. Es ist offensichtlich, dass die Zerstörung der antiken Kirchen ein immenser Schaden und ein irreparabler Verlust wäre”.

Quelle: Fidesdienst

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02
Dezember
2014

Zehntausende bitten um Freilassung

02.12.2014


Asia Bibi
© KNA

missio sammelt über 18.000 Unterschriften für verurteilte Christin
Zehntausende bitten um Freilassung

Das katholische Hilfswerk missio hat 18.425 Unterschriften für die Freilassung der in Pakistan zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi gesammelt.


Christoph Strässer mit Klaus Krämer
© KNA

18.425 Unterschriften auf insgesamt mehr als 20 Kilo Papier hat das katholische Hilfswerk missio am Dienstag in Berlin an den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer (SPD), übergeben. Mit ihren Unterschriften fordern die Unterzeichner dazu auf, sich für die Freilassung der zum Tode verurteilten pakistanischen Christin Asia Bibi einzusetzen. "Wir bitten die Bundesregierung, alle diplomatischen Bemühungen gegenüber Pakistan zu unternehmen, damit Asia Bibi freigelassen wird und mit ihrem Mann und den fünf Kindern in Sicherheit leben kann", sagte missio-Präsident Klaus Krämer bei der Übergabe.

Strässer dankte missio und allen Unterzeichnern ausdrücklich und betonte, er finde es "toll, dass es so ein großes Engagement gibt, und dass wir diese Rückkopplung haben aus der Bevölkerung". Zugleich versprach der Menschenrechtsbeauftragte, "alles uns mit diplomatischen Mitteln Mögliche für eine Aufhebung des Urteils gegen Asia Bibi, gegen den Missbrauch der Blasphemie-Gesetze und für die Religionsfreiheit insgesamt" zu tun.

Jede Unterschrift zählt

Solche Petitionen hätten eine "große Bedeutung" für die Menschenrechtsarbeit, unterstrich der SPD-Politiker, denn "sie bringen den Willen vieler Menschen zum Ausdruck, mehr für die Menschenrechte zu tun. Jede Unterschrift zählt!"

Arbeitskolleginnen hatten der Landarbeiterin Asia Bibi 2009 nach persönlichen Streitigkeiten vorgeworfen, sie hätte sich beleidigend über den Propheten Mohammed geäußert, was sie selbst bis heute bestreitet. 2010 hatte ein Gericht die Mutter von fünf Kindern zum Tod durch den Strang verurteilt, was im Oktober 2014 vom Berufungsgericht bestätigt wurde. Derzeit wird über ihren Einspruch vor dem Obersten Gerichtshof entschieden - der letzten Instanz, die die Vollstreckung des Todesurteils noch verhindern kann. Zahlreiche internationale Gnadenappelle blieben bisher ohne Erfolg.

Kritik an Blasphemie-Gesetz

missio-Präsident Krämer forderte die Bundesregierung außerdem auf, sich in Gesprächen mit Pakistan dafür einzusetzen, "dass der Missbrauch der Blasphemiegesetze gestoppt wird". Asia Bibi stehe beispielhaft für mittlerweile mehr als 1.250 Anklagen aufgrund der Blasphemiegesetze seit 1982, unter denen Angehörige aller Religionen litten. Im Alltag werde das Blasphemiegesetz häufig dazu missbraucht, um im Zuge von Nachbarschaftsfehden, politischen Querelen oder ökonomischen Streitigkeiten missliebige Personen oder Angehörige von Minderheiten auszuschalten und unter Druck zu setzen.

Menschenrechtler fordern immer wieder die Reform der pakistanischen Blasphemie-Gesetz, weil es für Racheakte und Behördenwillkür missbraucht werde. Alle Versuche, das Gesetz zu ändern, scheiterten aber bislang am Widerstand religiöser Hardliner.

*****
Christen in Pakistan

Die Verfassung der Islamischen Republik Pakistan garantiert im Rahmen einer islamischen Ordnung jedem Bürger das Recht, seine Religion zu bekennen, zu praktizieren und zu propagieren. Jeder Religionsgemeinschaft ist es gestattet, religiöse Einrichtungen zu unterhalten. Tabu war gleichwohl schon immer die Missionierung von Muslimen. In diesem Rahmen haben sich die Christen und die christlichen Kirchen lange Zeit relativ frei bewegen können, auch wenn die Christen in Pakistan nie als gleichwertige Staatsbürger behandelt wurden.

Das größte Problem der Christen in Pakistan ist allerdings das sogenannte Blasphemiegesetz. Waren in der Zeit von 1929 bis 1982 in Pakistan nur neun Blasphemiefälle vor Gericht verhandelt worden, sind es seither mehr als tausend Fälle. Die Christen waren bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil von 2,3 Prozent mit 180 Fällen überproportional betroffen.

Das Perfide am Blasphemiegesetz ist, dass in zahlreichen Fällen, in denen diese Vorschriften angewandt worden sind, überhaupt keine entsprechenden konkreten Handlungen gegeben waren. Es ist das allgemeine, von islamischen Fundamentalisten bestimmte Klima, das die leichtfertige und willkürliche Anwendung des Blasphemiegesetzes so leicht macht. Mindestens genauso perfide ist aber, dass das Blasphemiegesetz auch auf all jene in Pakistan angewandt werden kann, die seine Abänderung oder gar Aufhebung fordern.

Gerade deshalb fordert missio die Regierenden und Politiker in Deutschland auf, bei ihren Gesprächen mit Regierungsvertretern und Politikern aus Pakistan und in Pakistan die Abschaffung oder doch zumindest die Entschärfung der menschenverachtenden Blasphemiegesetze zu fordern.




(KNA, epd)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 02.12.2014 20:52
02
Dezember
2014

"Gott ist auch im Fußball anwesend"

02.12.2014


ans bei Borussia-Spiel
© dpa

Dortmunder Gemeindereferent zur Borussia-Pleite
"Gott ist auch im Fußball anwesend"

Ein kleines Stoßgebet für das nächste Fußballspiel: Ist das legitim? Karsten Haug, Gemeindereferent in der Dreifaltigkeitskirche in Dortmund und Borussia-Fan, erklärt domradio.de, wie der Glaube helfen kann.

Domradio.de: Wir haben einen Mitarbeiter bei domradio.de, der ist im Moment ganz mies drauf, weil er Fan vom BVB ist. Erklären Sie mal, warum geht es so vielen Menschen wegen eines Misserfolgs im Fußball so schlecht?

Haug: Man hängt sein ganzes Herz daran. Wenn man Fußball-Fan ist - ich habe seit 25 Jahren eine Dauerkarte - ist da ganz viel Verbundenheit mit den Menschen, mit denen man sich da trifft. Dann freut man sich auf der einen Seite, wenn man gewinnt. Man leidet aber auch mit, wenn der Verein verliert. Bei Borussia weiß im Moment niemand so ganz genau, warum die eigentlich verlieren - denn sie spielen ganz gut, doch sie kriegen einfach nur dämliche Tore hinten rein.

domradio.de: Es gibt es zahllose Artikel über die Borussia-Misere - kann man das in der Stadt richtig spüren, sprechen die Menschen darüber oder berichten nur die Medien darüber?

Haug: Ich glaube schon, dass ganze viele Menschen darüber reden, wie es dazu kommen konnte und warum wir jetzt da unten stecken. In jedem steckt ja auch ein Trainer, jeder Fan ist ein Jürgen Klopp.

Nichtsdestotrotz müssen wir jetzt zur der Mannschaft und zu dem Team stehen und sagen: Ja, wir gehen da gemeinsam raus. Ich bin der Überzeugung, dass das Gesprächsthema Nummer eins ist. Da redet man nicht über das Wetter – am Montag redet man in Dortmund normalerweise über die Borussia.

domradio.de: Sie arbeiten als Seelsorger. Die Fans leiden - kann man damit irgendwie seelsorglich umgehen? Oder sagen, ist ja nur Fußball?

Haug: Wir haben das Anliegen in der Dreifaltigkeitskirche - das ist ja die Gründungskirche von Borussia - dass da die Fußballfans einen Raum haben können, wo sie ihre Sehnsüchte hintragen, Kerzen anzünden, ihre Ängste und Sorgen, Hoffnungen und Freuden Gott anvertrauen dürfen.

Aber es ist jetzt nicht so, dass uns die Kirche im momentan eingerannt wird. Wir öffnen die Kirche an Wochenenden und dann sieht man durchaus mal BVB-Fans da hinkommen und Kerzen entzünden. Aber das war auch schon vorher der Fall. Durch die prekäre Situation ist das nicht anders geworden.

domradio.de: Die Dreifaltigkeitskirche ist ganz wichtig für die Historie des Vereins. Sie verbinden Ihre kirchliche Arbeit mit der Fan-Kultur von Borussia. Wo sehen Sie da Berührungspunkte zwischen Fan sein und Katholik sein?

Haug: Ich persönlich glaube an einen Gott, der im ganzen Leben anwesend ist - ob das jetzt in Familie, Beruf, Alltag, Sport ist. Dann ist er auch eben im Fußball anwesend. Das Bibelwort – ich bin der "ich bin da" – begleitet mich schon mein ganzes Leben. Und je intensiver ich mich damit auseinander gesetzt habe, desto mehr bin ich auch der festen Überzeugung, dass dieses Gottesbild auch für Fußball gilt.

Das heißt aber nicht, dass dieser Gott die Tore schießt - das müssen die Spieler schon selber. Das versuchen wir schon deutlich zu machen in dieser Dreifaltigkeitskirche: Gott ist auch beim Sport und Fußball anwesend, da wo Menschen sich treffen und begegnen.

domradio.de: Kann man eigentlich als Fan dafür beten, dass Borussia nicht absteigt oder wäre das schon fast Gotteslästerei?

Haug: Das ist eine sehr gute Frage. Ich erlebe schon viele Menschen, die eine Kerze entzünden und ein Gebet sprechen. Was sie beten – da frag ich auch nicht nach. Gebet ist ja immer eine sehr intime Beziehung zwischen dem Betenden und dem Angebeteten. Da werde ich nicht rein reden. Ich kann mir schon vorstellen, dass es durchaus Fans gibt, die sagen: Lieber Gott, jetzt tu endlich was! Und ehrlich gesagt - manchmal denke ich das auch.

Das Interview führte Mathias Peter.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Weder domradio.de noch das Erzbistum Köln machen sich Äußerungen der Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen zu eigen.

(dr)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 02.12.2014 20:49
02
Dezember
2014

Namensfest der heiligen Barbara Barbarazweige zu Weihnachten

02.12.2014


Weidenzweige: Symbolisch für den Barbara-Tag
© KNA

Namensfest der heiligen Barbara
Barbarazweige zu Weihnachten

Sie ist eine der populärsten Heiligen. In vielen Kalendern ist der 4. Dezember als Namensfest der heiligen Barbara besonders ausgewiesen. Allerdings ist die historische Existenz der Heiligen ziemlich unsicher.

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist der Tag deshalb nicht mehr im offiziellen Festkalender der katholischen Kirche aufgeführt. Was Legende ist und was Realität, lässt sich kaum trennen.

Die Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioskoros lebte der Legende nach in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod. Viele Erzählungen ranken sich um Barbara: So soll sie von ihrem heidnischen Vater in einen Turm eingeschlossen worden sein, weil er auf seine bildschöne junge Tochter eifersüchtig war und eine Heirat verhindern wollte. Während der Vater auf Reisen war, ließ Barbara sich heimlich taufen.

Schutzheilige der Artillerie

Auf der Flucht vor ihm soll sie durch eine Bergspalte entkommen sein und Unterschlupf bei einem Hirten gefunden haben, der sie schließlich verriet. Ihr Vater soll sie dem Gericht überantwortet und dann selbst enthauptet haben, um anschließend von einem Blitzschlag getroffen zu werden. Deshalb wird Barbara mit dem Blitz in Verbindung gebracht, bei Stürmen werden Gebete an sie gerichtet. Aus demselben Grund ist sie die Schutzheilige der Artillerie. Ihr Bildnis wurde früher häufig auf Waffenlagern und Pulvermagazinen aufgestellt.

Dargestellt wird die Heilige außerdem mit dreifenstrigem Turm, Kelch, Hostie, Schwert oder Fackel. Mit letzterer deshalb, weil Barbara vor ihrer Verurteilung mit brennenden Fackeln gefoltert worden sein soll.

Barbara als Beistand der Sterbenden

Seit dem Mittelalter gehört die Heilige auch zu den 14 Nothelfern und wird besonders zum Schutz vor jähem Tod und als Beistand der Sterbenden angerufen. Wegen ihrer Flucht durch eine Felsspalte wurde sie auch als Schutzheilige der Bergleute verehrt. Bergleute in Österreich erhielten früher zur Erinnerung am 4. Dezember Barbara-Brot aus Pfefferkuchenteig; in anderen Bergwerken ließ man ihr zu Ehren am Barbaratag das Licht im Stollen brennen, um vor dem Tod unter Tage geschützt zu sein.

Dazu gibt es Bauernregeln und Wetterorakel. Ein bekannter Spruch lautet: Gibt Sankt Barbara Regen, bringt der Sommer wenig Segen.

Blütenknospen sollen zu Weihnachten aufbrechen

Schon frühzeitig wurde Barbara Mittelpunkt besonderer Verehrung, ihr Kult hat seinen Ursprung im östlichen Mittelmeerraum. Das früheste Zeugnis für ihre Verehrung im Abendland bildet ein Pfeilerfresko von 705/706 in der Kirche Santa Maria Antiqua in Rom. Reliquien kamen um 1000 nach Venedig und von dort nach Torcello. Als Grubenname im Bergbau taucht Barbara in Tirol seit dem frühen 14. Jahrhundert auf.

Der Barbara-Tag ist vor allem seit dem 17. Jahrhundert in Europa mit besonderen Bräuchen verbunden. Aus Westfalen, Schwaben, Bayern und Tirol stammt die Sitte, an dem Tag Weiden-, Kirschbaum- oder Forsythienzweige im Garten zu schneiden, in einem Krug mit Wasser treiben zu lassen, so dass die Blütenknospen zu Weihnachten aufbrechen. Blüten im tiefen Winter symbolisieren das neue Leben und die Übernatürlichkeit der Geburt Christi.

Christoph Arens
(KNA)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 02.12.2014 20:46
02
Dezember
2014

Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel Religionsführer verurteilen Sklaverei

02.12.2014

Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel
Religionsführer verurteilen Sklaverei



Spitzenvertreter der großen Religionen haben sich an diesem Dienstag gemeinsam mit Papst Franziskus gegen Sklaverei ausgesprochen. Oberhäupter von Islam, Anglikanischer Kirche, Judentum und Buddhismus kamen dazu nach Rom.

Papst Franziskus und Spitzvertreter der Weltreligionen haben am Dienstag im Vatikan eine Erklärung gegen Menschenhandel unterzeichnet. Darin verurteilen sie Menschenhandel als "Verbrechen gegen die Menschheit" und als moderne Form der Sklaverei. Ebenso verdammen sie Zwangsarbeit, Zwangsprostitution und Organhandel. Alle Staaten müssten dagegen vorgehen.

Erste Erklärung dieser Art

Die Religionsführer verpflichteten sich zugleich, Gläubige und "Menschen guten Willens" zu mobilisieren. Ziel sei, die "moderne Sklaverei weltweit bis 2020 und für alle Zeiten abzuschaffen".

Es ist das erste Mal, dass Religionsführer eine solche gemeinsame Erklärung unterschrieben. Papst Franziskus bezeichnete das interreligiöse Bündnis als historische Initiative. Alle Menschen seien mit der gleichen Würde und Freiheit geboren, sagte das katholische Kirchenoberhaupt. "Jeder ist zum Handeln aufgefordert."

Welttag zur Abschaffung der Sklaverei

Anlass für die Erklärung war der Welttag zur Abschaffung der Sklaverei, der am Dienstag weltweit begangen wird. Zu den zwölf Unterzeichnern zählen neben dem Papst das Ehrenoberhaupt der Anglikaner, Erzbischof Justin Welby, ein Vertreter der Kairoer Al-Azhar-Universität als führende Lehrstätte des sunnitischen Islam sowie der oberste buddhistische Priester von Malaysia.

Der Kampf gegen den Menschenhandel ist ein besonderes Anliegen von Papst Franziskus. Das "Global Freedom Network" war im März gemeinsam vom Vatikan, der Al-Azhar-Universität, der anglikanischen Gemeinschaft und der australischen Stiftung "Walk Free Foundation" gegründet worden. Nach deren Angaben sind gegenwärtig weltweit rund 36 Millionen Menschen O

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Sklaverei

Sklaverei gibt es bis heute als Zwangsarbeit von Erwachsenen und Kindern im Bergbau, in der Landwirtschaft oder im Haushalt. Sie ist oft mit sexueller Ausbeutung verbunden.

Laut Internationaler Arbeitsorganisation ILO leben 21 Millionen Menschen unter Missachtung ihrer Grundrechte in Sklaverei, Hilfsorganisationen schätzen die Zahl auf 35 Millionen.

Die meisten Sklaven in Indien und China

Laut Global Slavery Index gibt es nach absoluten Zahlen die meisten Sklaven in Indien und China. Mauretanien, Usbekistan, Haiti und Katar sind die Länder, in den Sklaverei am weitesten verbreitet ist.

Die Vereinten Nationen machten 2002 den 2. Dezember zum Tag für die Abschaffung der Sklaverei.



Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 02.12.2014 20:41
02
Dezember
2014

Franziskus und Religionsvertreter gegen moderne Sklaverei

Franziskus und Religionsvertreter gegen moderne Sklaverei

Unterzeichnung einer Erklärung in Rom - Kampf gegen den Menschenhandel ist besonderes Anliegen des Papstes
02.12.2014

Rom, 02.12.2014 (KAP) Papst Franziskus und Spitzenvertreter der Weltreligionen haben am Dienstag im Vatikan eine Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel unterzeichnet. Darin verurteilen sie dieses Phänomen als "Verbrechen gegen die Menschheit" und als moderne Form der Sklaverei. Ebenso verdammen sie Zwangsarbeit, Zwangsprostitution und Organhandel. Alle Staaten müssten dagegen vorgehen, fordern die Religionsführer. Zu den zwölf Unterzeichnern zählten unter anderen das Oberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft, Erzbischof Justin Welby, ein Vertreter der Al-Azhar-Universität in Kairo, der führenden Lehrstätte des sunnitischen Islams, sowie der oberste buddhistische Priester von Malaysia.

Die Unterzeichner verpflichten sich zugleich, "Mitglieder aller Glaubensgemeinschaften und Menschen guten Willens in aller Welt zu spirituellen und praktischen Aktionen aufzurufen". Ziel sei es, die "moderne Sklaverei weltweit bis 2020 und für alle Zeiten abzuschaffen". Es ist das erste Mal, dass Religionsführer eine solche Erklärung unterschrieben. Anlass war der Welttag zur Abschaffung der Sklaverei, der am Dienstag weltweit begangen wird.

Der Kampf gegen den Menschenhandel ist ein besonderes Anliegen von Papst Franziskus. Das "Global Freedom Network" war im März gemeinsam vom Vatikan, der Al-Azhar-Universität, der anglikanischen Gemeinschaft und der australischen Stiftung "Walk Free Foundation" gegründet worden. Nach Angaben der "Walk Free Foundation" sind gegenwärtig weltweit rund 36 Millionen Menschen Opfer moderner Sklaverei.

Das Thema "Moderne Sklaverei und Menschenhandel" war bereits im Juni Mittelpunkt des Rom-Besuchs des anglikanischen Primas Justin Welby gestanden. Die Kirchen Englands und die britische Regierung stehen an der Spitze des Engagements gegen die diversen Varianten der Versklavung der Schwächsten insbesondere in den Kriegsgebieten. Bereits Anfang April hatte dazu auch eine internationale Konferenz im Vatikan stattgefunden, die im wesentlichen von der englischen katholischen Bischofskonferenz organisiert wurde.

Papst: "Grausame Plage"

Die moderne Sklaverei sei trotz zahlreicher Bemühungen immer noch eine "grausame Plage", die in der ganzen Welt verbreitet sei, kritisierte der Papst in seiner Ansprache. Er rief dazu auf, "das Banner der geistlichen Werte" hochzuhalten und mit gemeinsamen Anstrengungen und einer "befreienden Vision" die Sklaverei "auf unserem Planeten auszurotten". Der Mensch sei ein Ebenbild Gottes und dürfe weder körperlich noch wirtschaftlich, sexuell oder seelisch ausgebeutet werden, so Franziskus.

Jede Beziehung zu einer Person, die dem anderen nicht dieselbe Würde zugestehe wie einem selbst, sei ein Verbrechen, "und in so vielen Fällen ein abscheuliches Verbrechen", betonte der Papst. Moderne Sklaverei wie Menschenhandel, Zwangsarbeit, Prostitution oder Organhandel sei in den Augen der Religionen eine "Beleidigung der Menschheit". Weiters hob Franziskus auch hervor, dass die Opfer der Sklaverei meist unter den Ärmsten und Verletzlichsten der Gesellschaft anzutreffen seien.

Jeder Gläubige solle sich als Nächster erweisen von ausnahmslos jedem Menschen, der den eigenen Weg kreuzt, und Hilfe anbieten, so der Papst - "handle es sich um einen von allen verlassenen alten Menschen, um einen auf ungerechte Weise versklavten und verachteten Arbeiter, um einen in den Schlingen eines schlechten Lebens gefangenen Flüchtling, um ein Opfer sexueller Ausbeutung, um eine Person, die sich infolge von Täuschung anderer gottloser Menschen prostituiert, um ein für den Organhandel verstümmeltes Kind". Alle derartigen Fälle riefen das Wort Jesu "Was ihr einem meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" ins Gewissen.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/66444.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 02.12.2014 20:39
02
Dezember
2014

Evangelische Delegation besucht 500 Jahre nach Luther Rom

Evangelische Delegation besucht 500 Jahre nach Luther Rom

Anlass für die Reise ist Präsentation der Ergebnisse des ökumenischen Projekts "2017 gemeinsam unterwegs" im Rahmen einer öffentlichen Podiumsveranstaltung
02.12.2014

Berlin-Rom, 02.12.2014 (KAP) 500 Jahre nach dem Besuch ihres "Gründers" reist von 14. bis 18. Dezember eine Delegation der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zu ökumenischen Gesprächen nach Rom. Auf dem Programm stehen eine Privataudienz bei Papst Franziskus und Begegnungen mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, wie die VELKD am Dienstag in Hannover ankündigte.

Anlass für die Reise sei die Präsentation der Ergebnisse des ökumenischen Projektes "2017 gemeinsam unterwegs" im Rahmen einer öffentlichen Podiumsveranstaltung. Bei diesem Projekt ging es darum, das 2013 vom Lutherischen Weltbund (LWB) und vom Päpstlichen Einheitsrat publizierte Dokument "Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017" in der deutschen Öffentlichkeit bekannt zu machen.

An dem Podiumsgespräch am 18. Dezember in der Christuskirche nehmen von evangelischer Seite der Catholica-Beauftragte der VELKD, Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, und LWB-Generalsekretär Martin Junge sowie von katholischer Seite Kardinal Koch und der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Feige, teil. Dabei soll es auch um die Frage gehen: "Wie können wir 2017 gemeinsam als Christusfest feiern?"

Die VELKD ist der Zusammenschluss der sieben lutherischen Landeskirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und repräsentiert nach eigenen Angaben 9,5 Millionen Gemeindeglieder. Sie wird geleitet vom Schweriner Bischof Gerhard Ulrich.

Reformator Martin Luther war wahrscheinlich 1511 in die Ewige Stadt gekommen. Er war damals noch ein katholischer Augustinermönch.

Luther kam in eine Stadt, in der die Renaissance ihren Einzug hielt, inspiriert von den Planungen der großen Architekten des "Bauherrenpapstes" Julius II. Was Martin Luther in Rom genau gesehen hat und welchen Persönlichkeiten er begegnet sein könnte, ist heute nicht mehr zweifelsfrei zu ermitteln. Auch ist nicht zu klären, in welchem Augustinerkonvent er gewohnt hat - ob im Santa Maria del Popolo oder im Sant'Agostino.

Selbst die Datierung der Reise wird kontrovers diskutiert. Datierte man bislang seinen Aufenthalt auf vier Wochen im Dezember 1510/Jänner 1511, so wollen aktuelle Forschungen, die bereits in der neueren Literatur ihren Niederschlag finden, herausgefunden haben, dass Luther erst ein Jahr später in Rom war.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/66450.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 02.12.2014 20:36
02
Dezember
2014

Historische Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel

Historische Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel



RealAudioMP3 Der Kampf gegen Menschenhandel ist besiegelt und das am „Internationalen Tag für die Abschaffung der Sklaverei“. Unter dem Motto #ENDSLAVERY, also „beendet Sklaverei“ unterzeichneten an diesem Dienstagvormittag Spitzenvertreter unterschiedlicher Religionen und Konfessionen (Katholiken, Anglikanern, Orthodoxen, Buddhisten, Hindus, Juden und Muslimen) eine historische Erklärung gegen Menschenhandel. Sie setzen sich für eine Abschaffung von moderner Sklaverei und Menschenhandel bis zum Jahr 2020 ein. Laut Internationaler Arbeitsorganisation ILO leben 21 Millionen Menschen unter Missachtung ihrer Grundrechte in Sklaverei, Hilfsorganisationen schätzen die Zahl auf 35 Millionen.


Die Vereinigung Freedom Network“, welche im März 2014 gemeinsam mit der islamischen Al-Azhar-Universität und dem Vatikan gegründet wurde, hat als globales Netzwerk verschiedener Glaubensgemeinschaften und NGOs diese Zusammenkunft organisiert. Erstmals kam es im Vatikan zu einer Erklärung dieser Art. Dass für Papst Franziskus eine Abschaffung der modernen Sklaverei ganz oben auf der Prioritätenliste steht, hat er auch heute in seiner spanischen Ansprache an das Plenum unterstrichen. Jeden Tag gebe es Fälle von moderner Sklaverei vor unseren Augen, prangerte Papst Franziskus an:



„Trotz der großen Mühen von Vielen bleibt die moderne Sklaverei eine omnipräsente Plage, die sich ständig verbreitet und das weltweit. Auch im Tourismus. Es sind Verbrechen gegen die Grundmenschlichkeit, getarnt in scheinbar akzeptierten Gewohnheiten. In Wirklichkeit finden wir die Opfer in der Prostitution, im Menschenhandel, in der Zwangsarbeit, Verstümmelung, Versklavung, Organhandel, Drogenkonsum und Kinderarbeit. Moderne Sklaverei versteckt sich hinter verschlossenen Türen, an außergewöhnlichen Orten, auf den Straßen, in den Autos, in den Fabriken, am Land oder in Fischerbooten und anderen Orten.“


Die Erklärung, Papst Franziskus unterzeichnete für die katholische Kirche, wendet sich gegen jeden Verstoß gegen die Grundüberzeugung, „dass alle Menschen gleichwertig sind und die gleiche Freiheit und Würde haben“. Moderne Sklaverei sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dies müsse von allen Nationen anerkannt werden. Zudem wird bekräftigt, dass Mitglieder aller Glaubensgemeinschaften und Menschen guten Willens in aller Welt zu spirituellen und praktischen Aktionen aufgerufen sind, die moderne Sklaverei abzuschaffen.


Für die orthodoxe Kirche unterzeichnete Metropolit Emmanuel von Frankreich als Vertreter von Batholomaios I., für die anglikanische Kirche Primas Erzbischof Justin Welby. Weiters unterzeichneten vier muslimische Vertreter sowie ein Vertreter der hinduistischen Religionsgemeinschaft, von der buddhistischen Religionsgemeinschaft. Für die jüdische Glaubensgemeinschaft unterzeichneten Oberrabbiner David Rosen und Abraham Skorka sowie auch zahlreiche Leiter von internationalen Organisationen.



Der Kampf gegen Menschenhandel ist Papst Franziskus ein großes persönliches Anliegen. Das hat er des Öfteren bewiesen. Papst Franziskus forderte in seiner Ansprache alle auf aktiv zu werden. Jeder einzelne könne ohne Ausnahme etwas gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei tun, betonte er.



„Hilfe aktiv anbieten und das jedem, den man auf seinem Weg trifft – ob es sich jetzt um einen verlassenen alten Menschen handelt, ein unrechtmäßig misshandelten Arbeiter, um einen Flüchtling der in der Unterwelt gefangen ist, Jugendliche, Opfer des Sexhandel, Männer oder Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden von Menschen ohne Furcht vor Gott, ein Kind verstümmelt vom Organhandel – sie sollen unser Bewusstsein erwecken und der Stimme von Gott ein Echo verleihen.“



Sechs Handlungsfelder von GFN


Das Global Freedom Network hat sechs Handlungsfelder identifiziert, um seine Vision umzusetzen: Mobilisierung von Glaubensgemeinschaften, Lieferkettennachweise mit Blick auf einen ethischen Einkauf, bessere Versorgung von Opfern und Überlebenden, Einsatz für Gesetzesreformen und deren Umsetzung, Bildungs- und Aufklärungsarbeit sowie die Sicherstellung ausreichender finanzieller Mittel, um seine Aufgabe umzusetzen.


Sklaverei gibt es bis heute als Zwangsarbeit von Erwachsenen und Kindern im Bergbau, in der Landwirtschaft oder im Haushalt. Sie ist oft mit sexueller Ausbeutung verbunden. Laut Global Slavery Index gibt es nach absoluten Zahlen die meisten Sklaven in Indien und China. Mauretanien, Usbekistan, Haiti und Katar sind die Länder, in den Sklaverei am weitesten verbreitet ist. Die Vereinten Nationen machten 2002 den 2. Dezember zum Tag für die Abschaffung der Sklaverei.



Diese Erklärung ist ein weiterer Schritt des Vatikan im Einsatz für dieses Thema. Papst Franziskus hatte es auch im Europarat angesprochen, immer wieder richten Vatikanvertreter bei internationalen Treffen wie etwa bei Interpol Anfang November die Aufmerksamkeit darauf, auch praktisch versucht die Kirche zu helfen, hier zum Beispiel ganz konkret in Mexiko in Zusammenarbeit mit dem Staat. Am 8. Februar wird ein ganzer „Tag gegen den Menschenhandel“ im Vatikan stattfinden.

(rv/kna/kap 02.12.2014 no)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/12/...ndel/ted-839017
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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02
Dezember
2014

Nahost: Kinderspital rettete 5 Kinder aus Gaza

Nahost: Kinderspital rettete 5 Kinder aus Gaza



RealAudioMP3 Vor allem Kinder und Jugendliche leiden am meisten am Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser. Eine wichtige Hilfe bietet das Caritas Babyhospital in Bethlehem, so Paul Rutz, Präsident der Kinderhilfe Bethlehem, im Gespräch mit Radio Vatikan. Rutz ist emeritierter Domherr des Bistums Basel.

„Wir haben fünf Kinder aus dem Gazastreifen aufgenommen. Vier von ihnen konnten in der Zwischenzeit sogar nach Hause zurückkehren. Ein Kind ist leider gestorben. Wir wollen aber weitere Kinder aus dem Gazastreifen aufnehmen.“

Der Geburtsort Jesu liegt im Westjordanland. Der Weg aus Gaza ist kompliziert und umständlich. Verschiedene Sicherheitsposten machen die Reise „etwas umständlich“. Dennoch sei der Transport der jungen Patienten möglich, so Rutz.

„Durch eine gute Zusammenarbeit mit unserem CEO, der gute Beziehungen zu den Behörden der Palästinensern und mit Israel hat sowie auch mit den Ambulanzunternehmen. Damit wurde alles sehr gut koordiniert. Auf diese Weise sind die Kinder aus dem Gazastreifen zu uns gekommen.“

Zum Gesundheitsstand der fünf Kinder sagt der Präsident der Kinderhilfe Bethlehem:

„Die hatten Grippe und Erkältungskrankheiten und waren zum Teil unterernährt.“

Die Menschen vor Ort seien „sehr beunruhigt“ über ihre Zukunft, so Rutz. Das Caritas Babyhospital in Bethlehem brauche konkrete – vor allem finanzielle – Unterstützung. Das Kinderkrankenhaus werde als Oase des Friedens betrachtet.

(rv 28.11.2014 mg)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/11/...gaza/ted-838435
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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