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13
April
2014

Abschiebehaft auf dem Prüfstand

Abschiebehaft auf dem Prüfstand



RealAudioMP3 Auch wenn sie nichts verbrochen haben, werden sie in Gefängnisse gesteckt: Flüchtlinge, die auf ihre Abschiebung warten. In der Mehrzahl der deutschen Bundesländer werden sie dabei auch gemeinsam mit Straftätern untergebracht. An diesem Freitag wurde dem Bundesjustizministerium ein Bericht des Nationalen Zentrums für die Verhütung von Folter – einer staatlichen Einrichtung – übergeben, in dem Schicksale von Flüchtlingen geschildert werden, die dieses Schicksal erleiden. Der Europäische Gerichtshof prüft nun, ob diese Praxis gegen EU-Recht verstößt. Dieses Recht sieht nämlich ein „Trennungsgebot“ vor, d.h. Abschiebehäftlinge und verurteilte Straftäter müssen getrennt voneinander untergebracht werden. Konkret verhandelt werden nun drei konkrete Fälle. Heiko Habbe, Jurist beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst, erklärt warum es dieses Trennungsgebot gibt.

„Die Bedingungen im Strafvollzug sind regelmäßig sehr viel schärfer, sie dürfen oft nicht ihre eigene Kleidung tragen, müssen Anstaltskleidung tragen, dürfen kein privates Handy besitzen. Es regiert immer die Sicherheit. Das ist bei Abschiebungsgefangenen letztlich nicht sachgerecht, denn sie sollen ja nur da sein an dem Tag, an dem sie abgeschoben werden sollen. Es geht also eigentlich um einen besseren Hausarrest, der aber jetzt unter Bedingungen erfolgt, die eben sehr nah am Gefängnisalltag.“

Ein Grund für die gemeinsame Unterbringung sind die Kosten. Laut Medienangaben ist die Anzahl der Abschiebehäftlinge bundesweit unter 5.000 Personen, 2011 waren es noch knapp 7.000. Eine gesonderte Unterbringung sei viel zu kostspielig, lautet das Argument. Unterbringung ist Ländersache, so lautet das Plädoyer der Bundesregierung vor dem Gericht in Strassburg. Habbe berichtet davon, dass während des Prozesses die Richter sehr kritisch nachfragen. Aber nicht nur das:

„Zum anderen erleben wir - und das ist fast noch die viel spannendere Entwicklung -, dass parallel zu diesem Verfahren ein Bundesland nach dem anderen sich im Grunde dem europäischen Recht einordnet und sagt: "Gut, wir hören auf, die Leute ins Gefängnis zu stecken. Wir richten entweder eigene Abschiebungshafteinrichtungen ein." Das ist in Bayern inzwischen passiert. "Oder wir kooperieren mit anderen Bundesländern und schicken die Leute dann in eine spezielle Hafteinrichtung, wo bessere Bedingungen herrschen." Das macht zum Beispiel Sachsen so, sie schicken die Leute jetzt nach Berlin.“

Eine Prognose über den Ausgang des Prozesses wagt der Jurist nicht, er hoffe aber auf eine Entscheidung zugunsten eines menschlicheren Vollzuges des Rechtes.

„Vor allen Dingen hoffen wir, dass die Inhaftierung gerade von Asylsuchenden, die in andere EU-Staaten überstellt werden sollen aufhören wird. Das sind mittlerweile bis zu 80 Prozent der Inhaftierten. Da erschließt sich eigentlich nicht, warum jemand, der hier Schutz suchen will, der auch ein Anliegen an die deutschen Behörden hat, warum der wochenlang inhaftiert wird.“

(domradio 12.04.2014 ord)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...tand/ted-790190
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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12
April
2014

Ministerpräsident Kretschmanns Verwirrspiel in puncto “Bildungsplan”

Ministerpräsident Kretschmanns Verwirrspiel in puncto “Bildungsplan”
Veröffentlicht: 12. April 2014 | Autor: Felizitas Küble
Mathias von Gersdorff

Mit seiner Erklärung vom 8. April 2014 zum Bildungsplan hat es Ministerpräsident Winfrid Kretschmann meisterhaft geschafft, die Öffentlichkeit völlig zu verwirren.


M. von Gersdorff
Für den „Humanistische Pressedienst“ steht fest, dass Kretschmann auf den Druck der Gegner reagiert hat: „Kretschmann knickt ein“.

Für die Schwäbische- und die Rhein-Neckar-Zeitung hat sich nichts geändert: „Bildungsplan: Neue Worte, alter Inhalt“ bzw. „Der Bildungsplan wird umformuliert, die Grundideen bleiben“.

Sowohl Pietisten bzw. Evangelikale, also die Gegner der gegenwärtigen Fassung (IDEA: „Pietisten begrüßen geplante Korrekturen beim Bildungsplan“) wie auch die Befürworter, zB. die linksalternative TAZ sind zufrieden (taz: Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität sollen im Unterricht nach dem neuen Entwurf intensiver und fächerübergreifend behandelt werden).

Jeder interpretiert Kretschmann anders. Möglicherweise weiß er zum gegenwärtigen Zeitpunkt selber nicht, was er will.

Jedenfalls ist er nicht in der Lage, mit klaren Worten seine Absichten hinsichtlich des Bildungsplanes zu erläutern. Konkretes wird man wohl erst erfahren, wenn die Landesregierung schwarz auf weiß den neuen Entwurf veröffentlicht.

Bis dahin muss man weiterhin misstrauisch bleiben. Denn einer ganz bestimmten Lobby-Gruppe schenkte Kretschmann kurz vor der Ankündigung vom 8. April besondere Beachtung.

Queer- und LSBTTIQ-Gruppen im Hintergrund

Wie das Internetportal „Queer“ am 8. April berichtete, sicherte Kretschmann den LSBTTIQ-Gruppen am Abend des 7. Aprils zu, ihre Interessen zu berücksichtigen: bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824



„In einem persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks LSBTTIQ sicherte der Ministerpräsident am gestrigen Abend die explizite und verbindliche Verankerung der Vielfalt von Geschlecht sowie der Vielfalt sexueller Orientierung im baden-württembergischen Bildungsplan zu“, so Angelika Jäger, Sprecherin des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, laut „Queer“.

Kretschmann besuchte also ausgerechnet eine Lobby-Gruppe, die nicht unmittelbar mit Schulpolitik zu tun hat.

Das ist keine Lapalie, denn seit langem wird der Landesregierung vorgeworfen, LSBTTIQ-Gruppen hätten die Passagen über „Sexuelle Vielfalt“ praktisch diktiert. Mehrmals hat die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” auf diesen Umstand hingewiesen.

FAZ: Bildungsplan entstand auf “Druck von Lobbyisten”

Schon am 14. Januar 2014 hatte die FAZ auf Seite 1 berichtet, der Entwurf zur Durchsetzung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ an den Schulen Baden-Württembergs sei auf „Druck von Lobbyisten“ entstanden: „Nach Informationen dieser Zeitung stand das Kultusministerium bei der Abfassung des Arbeitspapiers unter Zeitdruck sowie unter großem Einfluss von Lobbyistenverbänden.“

Diese Vorgehensweise wurde damals von der „Evangelischen Lehrer- und Erziehungsgemeinschaft“ in Württemberg kritisiert: „Zum Thema „sexuelle Vielfalt“ sei nur mit drei Interessengruppen gesprochen worden“, so die FAZ im selben Artikel.

Im Artikel „Von der Vielfalt und der Einfalt“ – ebenfalls am 14. Januar 2014 erschienen – berichtet die FAZ:

„Von Seiten der Kirchen sei deutlich Kritik geäußert worden, man sei dann überrascht gewesen, dass dieser Diskussion auf das am 18. November 2013 verfasste Arbeitspapier keinen Einfluss gehabt habe. Man habe angedeutet, dass der Druck der Lobby-Gruppen, also der Lesben- und Schwulenverbände, ausgesprochen stark sei.“

Heike Schmoll schreibt im Hauptkommentar auf der ersten FAZ-Seite vom 24. Januar 2014, wichtige Stellen des Erziehungsschwerpunktes „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ seien maßgeblich von Lobbygruppen bestimmt worden: „Allerdings zeugt es nicht von allzu großer Klugheit in Stuttgart, nahezu wörtlich die Ziele einschlägiger Interessengruppen in den neuen Entwurf für den Bildungsplan zu übernehmen“.

Winfried Kretschmann darf nicht damit rechnen, das Vertrauen der Bevölkerung wieder zu gewinnen, solange er nicht die Öffentlichkeit darüber aufklärt, wie stark er von den LSBTTIQ-Gruppen abhängig ist. Diese Gruppen nutzen die Schulpolitik für ihre eigenen Lobby-Interessen.

Dem Biologielehrer Kretschmann sollte aber klar sein, dass sich Schulpolitik an den Interessen der Eltern und der Schüler orientieren muss.
http://www.aktion-kig.de/kampagne/buergerbewegung_l.html
Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr”

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12
April
2014

Kirche darf sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen

Scheuer: Kirche darf sich nicht nur mit sich selbst beschäftigen



Papst habe Blickwinkel "von kircheninternen Problemen hin zu Nöten der Gegenwart" gewendet, betont Innsbrucks Bischof in Zeitungsinterview - Bei Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare "zuerst auf die Menschen schauen"
12.04.2014

Innsbruck, 12.04.2014 (KAP) Papst Franziskus hat mit seinen Friedensappellen und dem wiederholten Aufmerksammachen auf das Schicksal der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer den Blickwinkel der Kirche "von den kircheninternen Problemen hin zu den Nöten der Gegenwart" gewendet. So hat Bischof Manfred Scheuer das erste Jahr des Pontifikats von Jorge Mario Bergoglio und die aktuelle Stimmung in der katholischen Kirche zusammengefasst. "Das war wichtig, weil die Kirche in großer Gefahr war, sich zu sehr mit sich selbst zu beschäftigen", sagte der Innsbrucker Diözesanbischof in einem Interview der Tiroler Tageszeitung (11. April).

Die Hoffnung auf einen Aufbruch der Kirche liege "nicht in der Kirche selbst, sondern im Evangelium, in dessen Mitte Jesus Christus steht", sagte Scheuer. In Bereichen wie der Caritas oder in Sozialinstitutionen erlebe er in dieser Hinsicht großes Engagement. "Da gibt es Zeichen gelebter Solidarität und eine Hinwendung zu den Armen."

Gleichzeitig erinnerte der Bischof an Grenzen des sozialen und politischen Engagements der Kirche. "Es gibt jedoch nicht die Antwort auf die drängenden Fragen der Zeit, die alles beantwortet. Die Kirche kann nicht die Probleme der Finanzmärkte lösen. Natürlich können wir ethische Rahmenbedingungen einfordern. Wenn ich den Kapitalismus kritisiere, habe ich damit noch lange keine gerechte Wirtschaftsordnung geschaffen", sagte Scheuer. Ziel der Kirche müsse dennoch sein, Probleme und Fragestellungen bewusster zu machen, etwa bei Fragen der (Generationen-)Gerechtigkeit, der Wirtschaft, der Pflege oder der Ökologie.

Suche nach Bestätigung vom Papst

Differenziert bewertete der Innsbrucker Bischof in dem Interview die seit dem Amtsantritt des neuen Papstes gewachsenen Erwartungshaltungen hinsichtlich Reformen in der Kirche. "Ich erlebe eine gewisse Zuversicht, aber auch Kräfte, bei denen es nicht um links oder rechts, liberal oder reaktionär geht, sondern die Bestätigung suchen. Inhaltliche Fragen werden mit persönlichen verquickt. Und das macht es oft nicht ganz einfach", sagte Scheuer. Er habe "manchmal den Eindruck, vom Papst wird erwartet, dass er die Probleme löst, die jedoch nur von den Menschen selbst bewältigt werden können".

Die Kirche bewege sich derzeit in einem Spannungsfeld von "Herausforderung und manchmal Ratlosigkeit, wie es weitergehen soll", so der Bischof. Kirchliches Leben tue sich derzeit nicht leicht, was aber gleichermaßen für das gesellschaftliche Leben gelte. "Beziehungsprobleme werden nicht gelöst, indem man sagt: 'Ehe und Familie sind wichtig.' Da entstehen Verletzungen, da gibt es das Scheitern und deshalb muss es gleichzeitig das Verzeihen geben."

Von der im Herbst anstehenden Bischofssynode erwarte er sich deshalb Antworten auf die Fragen, wie Beziehungen, Ehe und Familie gelingen, aber auch "wie wir Menschen begleiten, die gegenwärtig das nicht leben können oder wollen", sagte Scheuer. "Man kann rechtliche Rahmenbedingungen und Strukturen schaffen. Dass dadurch Beziehung und Familie gelingt, können sie aber nicht bewirken. Eine ganz zentrale Frage ist dabei die Versöhnung."

"Zuerst auf die Menschen schauen"

Zur aktuellen Debatte um die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare betonte der Innsbrucker Bischof grundsätzlich, dass gleichgeschlechtlich orientierte Menschen nicht diskriminiert werden dürften. "Das ist eine ganz zentrale Botschaft, die jedoch nicht immer von allen so in der Kirche vermittelt wird", sagte Scheuer.

Beim Adoptionsrecht sei "die Argumentation derzeit so, dass das Kind ein Anrecht auf einen leiblichen Vater und eine leibliche Mutter hat". Das Kindeswohl stehe im Mittelpunkt, so der Bischof, eine Differenzierung sei keine Diskriminierung: "Man sollte zuerst auf die Menschen schauen und nicht auf Kategorien."

Kirchenglocken "Zeichen von Kultur und Glaube"

Abschließend äußerte sich der Tiroler Bischof zu den in Österreich immer wieder aufflackernden Streitigkeiten um den Lärm des Geläuts von Kirchenglocken. Entsprechende Probleme müssten jeweils "vor Ort" geklärt werden, appellierte Scheuer. Kirchtürme und Glocken gehörten symbolisch jedoch zum Glauben dazu, sie seien ein Zeichen von Kultur und Glaube, so der Bischof: "Vielfach sind uns Erfahrungen abhanden gekommen, womit unsere Zeit eigentlich geprägt ist. Es wäre eine Verarmung, wenn die Glocken wegkommen würden."

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/61729.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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12
April
2014

Justitia et pax" fordert Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Iustitia et pax" fordert Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit



Erklärung der Konferenz Europäischer "Iustitia et pax"-Kommissionen aus Anlass der Europawahl beklagt fehlende Perspektiven für junge Menschen
12.04.2014

Bonn (KAP) Vor den Wahlen zum Europaparlament Ende Mai fordern katholische Organisationen aus 31 europäischen Ländern eine systematische Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Fehlende Perspektiven für Jugendliche seien bedrohlich für die Zukunft vieler Länder, mahnen die europäischen "Iustitia et pax"-Kommissionen (Gerechtigkeit und Frieden) in einer in Bonn veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. "Die betroffenen jungen Menschen laufen Gefahr, eine verlorene Generation zu werden", heißt es unter Verweis auf Jugendarbeitslosigkeitsquoten von über 50 Prozent in einigen Ländern.

Die kirchlichen Organisationen warnen vor Fehlsteuerungen bei der Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise. Ziele wie ein ausgeglichener Staatshaushalt und der Schuldenabbau dürften nicht dazu führen, dass "Investitionen in Menschen und ihre Potenziale" vernachlässigt würden. Entscheidend für die europäischen Gesellschaften sei es auch, dass junge Menschen aktiv in demokratische Prozesse einbezogen würden.

"Menschenwürdige Arbeit ist ein grundlegendes Menschenrecht", heißt es in der Erklärung weiter. "Angesichts der bevorstehenden Europawahl fordern wir die europäischen Regierungen und Institutionen der EU auf, Beschäftigung bei Plänen für die wirtschaftliche Erholung vorrangig zu behandeln."

Zur Konferenz Europäischer "Iustitia et pax"-Kommissionen gehören derzeit 31 nationale Kommissionen, die von der jeweiligen katholischen Bischofskonferenz des Landes eingerichtet oder anerkannt wurden. Die Initiativen engagieren sich für Gerechtigkeit und Frieden.

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/61725.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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12
April
2014

Bischof Fürst: Deutsche sollten auf Teil ihres Wohlstands verzichten Seid Ihr bereit, auf zehn Prozent zu verzichten?



Armut in Zentralafrika, dpa

12.04.2014

Bischof Fürst: Deutsche sollten auf Teil ihres Wohlstands verzichten
Seid Ihr bereit, auf zehn Prozent zu verzichten?


Bischof Gebhard Fürst

Bei einer Podiumsveranstaltung der Stuttgarter Messe "Fair Handeln" hat Bischof Gebhard Fürst die weltweite Armut thematisiert. Wer wolle, dass in armen Ländern der Wohlstand steige, müsse in Kauf nehmen, dass in Deutschland das Wohlstandsniveau sinke, so Fürst.

Die weltweite Armut kann nach Ansicht des Stuttgarter katholischen Bischofs Gebhard Fürst nur durch Wohlstandsverzicht beendet werden. Wer wolle, dass in armen Ländern der Wohlstand steige und die weltweiten Verteilungskonflikte aufhörten, müsse auch in Kauf nehmen, dass in Deutschland das Wohlstandsniveau sinke, sagte der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Samstag bei einer Podiumsdiskussion zur Messe "Fair Handeln": "Wären die Menschen hier bereit, auf zehn Prozent ihres Wohlstandes zu verzichten?"

Den Kampf der Kirchen gegen Armut wahrnehmen

Der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July kritisierte bei der Veranstaltung in Stuttgart, die Erfahrungen von Entwicklungsorganisationen und auch der Kirchen bei der Armutsbekämpfung würden bisher zu wenig von der Politik berücksichtigt. Dabei seien sie in vielen Ländern direkt vor Ort und könnten gerade in Staaten mit schwachen Regierungen effektive Hilfe leisten.

Widerspruch zwischen Entwicklungspolitik und Ausbeutung

Die Chefredakteurin der Zeitschrift "Africa Positive", Veye Tatah, sah einen Widerspruch im Einsatz der Bundesregierung für die Entwicklungspolitik und der Ausbeutung von Rohstoffen in afrikanischen Ländern durch die deutsche Industrie. Die Situation in Afrika werde sich nur verbessern, wenn es in der EU gesetzliche Rahmenbedingungen für den Import von Rohstoffen aus Konfliktgebieten gebe. Klaus Rudischhauser, stellvertretender Generaldirektor von "Europe Aid" der Europäischen Kommission in Brüssel, sagte, ein Ziel sei, dass Unternehmen, die Rohstoffe aus Konfliktgebieten importierten, nachweisen müssten, "dass diese konfliktfrei sind."

(epd)

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12
April
2014

Unionsfraktion will Tempo erhöhen bei Bundesstiftung Flucht und Vertreibung

Unionsfraktion will Tempo erhöhen bei Bundesstiftung Flucht und Vertreibung
Veröffentlicht: 12. April 2014 | Autor: Felizitas Küble

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem jüngsten Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) erklärt, sich für eine rasche Fertigstellung des Dokumentationszentrums der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung einsetzen zu wollen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig:

“Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt außerordentlich die Ankündigung der Bundeskanzlerin, das Tempo bei der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung zu erhöhen, und wird sich ebenfalls mit Nachdruck dafür einsetzen. 163538-dg-original



In dem Dokumentationszentrum wird erstmals die Thematik von Flucht und Vertreibung mit Beginn im 19. Jahrhundert und im Kontext beider Weltkriege sowie der europäischen Dimension bis in die Gegenwart umfassend dargestellt und analysiert werden.

Dieses zentrale Gedenkvorhaben der Bundesregierung ist bereits 2008 von der letzten Großen Koalition beschlossen worden und sollte daher auch von der jetzigen Koalition aus Union und SPD zu einem vernünftigen Abschluss gebracht werden.

Ziel muss es sein, noch möglichst vielen Angehörigen der Erlebnisgeneration die Teilnahme an der Eröffnung der geplanten Dauerausstellung zu ermöglichen und damit die Versöhnung der Deutschen bei diesem schweren Thema mit sich selbst und ihren östlichen Nachbarn entscheidend voranzubringen.

So hat die Kanzlerin bereits auf dem BdV-Jahresempfang 2012 die nationale Bedeutung der Bundesstiftung bekräftigt, in der künftig schwerpunktmäßig das millionenfache Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen dokumentiert werden soll und betont, dass dieses Projekt eine Lücke in der deutschen Geschichtsaufarbeitung schließen werde.”

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12
April
2014

Welthungerhilfe-Vorstand Mogge zur Lage in Syrien "Ständiger Terror"

12.04.2014

Welthungerhilfe-Vorstand Mogge zur Lage in Syrien
"Ständiger Terror"

Bergung von Leichen in Syrien, dpa

In Syrien regieren Angst und Schrecken - und das nun schon seit drei Jahren. Mathias Mogge, Vorstand Programme der Welthungerhilfe, ist am Freitag von einem viertägigen Türkei-Aufenthalt zurückgekehrt. Im Interview zieht er eine düstere Bilanz.


Mathias Mogge, Vorstand Programme der Welthungerhilfe
© KNA

KNA: Herr Mogge, worauf konzentriert sich die Welthungerhilfe in Syrien selbst?

Mogge: Ganz klar auf die Verteilung von Nahrungsmitteln. Die Ressourcen in Syrien sind aufgebraucht. Die Landwirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Bauern bekommen keinen Diesel mehr für ihre Traktoren, das Saatgut ist knapp, und die Bewässerungssysteme sind zerstört. Mangelnde Niederschläge haben die Lage weiter verschärft. Das alles hat dazu geführt, dass sich die Preise für Grundnahrungsmittel dramatisch erhöht haben.

KNA: Der Gründer der Organisation "Grünhelme", Rupert Neudeck, hat unlängst die Einrichtung einer Luftbrücke vorgeschlagen, um die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Wie realistisch ist dieser Ansatz?

Mogge: Ich halte die Idee für gar nicht so abwegig, wenn es darum geht, möglichst viele Menschen zu erreichen. Allerdings funktionieren derzeit noch die Lieferungen per LKW. Nicht nur wir selbst, auch andere Hilfsorganisationen und die Vereinten Nationen bringen große Mengen an Lebensmitteln aus den Nachbarländern nach Syrien - sozusagen als Luftbrücke auf dem Landweg.

KNA: Welche Auswirkungen haben die Kämpfe im Land auf die Arbeit der Helfer?

Mogge: Es sind in unseren Projektgebieten weniger die Kämpfe, die Bomben, die vom Himmel fallen, die uns und den Menschen vor Ort zu schaffen machen. Es ist der ständige Terror der wechselnden Besatzer. Unser Projektkoordinator in Syrien sitzt in Manbij, etwa 100 Kilometer südöstlich von Gaziantep. Er hat uns erzählt, dass derzeit dort radikale Islamisten das Sagen haben - die können in zwei Wochen aber wieder fort sein und durch Regierungstruppen oder andere Gruppierungen ersetzt werden, die ihr Regime der Bevölkerung aufzwingen. Man weiß es schlicht nicht.

KNA: Lässt sich mit islamistischen Besatzern Hilfe überhaupt sinnvoll planen?

Mogge: Wenn man geschickt verhandelt, dann schon. Aber es ist ein Ritt auf der Rasierklinge. Das geht nur mit einheimischen Mitarbeitern und zusammen mit lokalen Hilfsorganisationen. Diese Leute sind enorm engagiert und - anders als in vielen anderen Krisengebieten - sehr gut ausgebildet. Aber auch sie leben in ständiger Angst vor Folter und Entführungen. Unser Koordinator etwa war Lehrer in Aleppo. In die Stadt traut er sich nicht mehr, auch wenn er dort sein Salär abholen könnte. Er sagte mir: "Wir waren ganz normale Menschen und jetzt leben wir in Leid und Schrecken."

KNA: Was ist mit ausländischen Helfern?

Mogge: Die können derzeit nicht nach Syrien. Direkt für uns arbeiten außer dem Koordinator zehn weitere Einheimische. Ihnen gelingt es immer wieder, die grüne Grenze zur Türkei zu überqueren und Kontakt zu unserem Büro in Gaziantep zu halten. Aber auch das ist äußerst gefährlich.

KNA: Wie sieht die Lage in der Türkei aus - was erwartet die syrischen Flüchtlinge dort?

Mogge: Die Türkei bemüht sich sehr um eine professionelle Betreuung, hat inzwischen 25 Zeltstädte in der Grenzregion errichtet. Diese Behelfsbehausungen sind gigantisch groß - und immer noch reißt der Strom der Flüchtlinge nicht ab. Viele Neuankömmlinge werden deswegen auch auf die umliegenden Ortschaften verteilt.

KNA: Das klingt nach Stoff für neue Konflikte.

Mogge: Leider steht das zu befürchten. Mancherorts ist bereits eine gewisse Fremdenfeindlichkeit zu spüren, weil dort so viele Flüchtlinge untergekommen sind, dass besonders in kleineren Dörfern die Flüchtlinge in der Mehrheit sind. Solche kleinen Beobachtungen am Rande zeigen, dass die Aufnahmefähigkeit der Türkei allmählich an ihre Grenzen stößt.

KNA: Umso wichtiger wären diplomatische Initiativen zur Lösung des Konflikts...

Mogge: Aber die sind nirgends in Sicht. Russland, das in dem Konflikt eine Schlüsselrolle spielte, ist durch die Krimkrise quasi aus dem Spiel. Ich wüsste deswegen nicht, wo auf politischer Ebene ein baldiger Frieden für Syrien herkommen sollte. Die Lage ist verfahren und extrem frustrierend.

KNA: Was sind die Konsequenzen für die Welthungerhilfe?

Mogge: Wir richten uns wie andere Helfer auch auf ein längerfristiges Engagement ein, planen beispielsweise Schulen und Ausbildungsmaßnahmen für die Kinder und Jugendlichen, die in den Lagern leben.

KNA: Sollte Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen?

Mogge: Angesichts Hunderttausender Menschen, die in der Türkei Zuflucht gefunden haben - ganz zu schweigen von Ländern wie Irak, Jordanien oder Libanon - sollte Deutschland mehr Verantwortung übernehmen.

(KNA)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 12.04.2014 12:36
12
April
2014

Trauer um die "Dokumentarin des Krieges" Getötete Fotografin Anja Niedringhaus wird beigesetzt

12.04.2014

Trauer um die "Dokumentarin des Krieges"
Getötete Fotografin Anja Niedringhaus wird beigesetzt


Die Fotografin Anja Niedringhaus
© dpa


Die in Afghanistan getötete preisgekrönte deutsche Fotografin Anja Niedringhaus wird heute in ihrer westfälischen Heimatstadt Höxter beigesetzt. Zu der Trauerfeier werden Hunderte Freunde und Kollegen aus dem In- und Ausland erwartet.

Die in Afghanistan getötete preisgekrönte deutsche Fotografin Anja Niedringhaus wird am Samstag in ihrer westfälischen Heimatstadt Höxter beigesetzt. Zu der Trauerfeier (12.00 Uhr) in der Abteikirche des Klosters Corvey werden neben der Familie Hunderte Freunde und Kollegen aus dem In- und Ausland erwartet.

Die 48-jährige Reporterin der US-Nachrichtenagentur AP war am 4. April in der afghanischen Unruheprovinz Chost von einem Polizisten erschossen worden. Ihre kanadische Kollegin Kathy Gannon (60) wurde schwer verletzt. Die Journalistinnen berichteten über die Präsidentenwahl in Afghanistan. Sie saßen in einem Wagen, der zu einem Wahlkonvoi gehörte.

Mit ihrer Heimat eng verbunden

Bei der Trauerfeier wollen der in Höxter lebende frühere Leiter des UN-Umweltprogramms Unep, Klaus Töpfer, sowie AP-Chefredakteurin Kathleen Carroll und AP-Fotochef Santiago Lyon sprechen. Niedringhaus hatte jahrelang aus Kriegs- und Krisengebieten berichtet. Die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Fotografin war ihrer Heimat immer eng verbunden geblieben.

(dpa)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 12.04.2014 12:32
12
April
2014

Der Konflikt mit Russland wirft wirtschaftsethische Fragen auf Handel und Wandel

12.04.2014

Rußland nicht isolieren, dpa

Der Konflikt mit Russland wirft wirtschaftsethische Fragen auf
Handel und Wandel

Zwischen Deutschland und Russland floriert der Handel. Es geht um viel Geld. Der Konflikt um die Ukraine hat auch eine wirtschaftsethische Dimension. Aber wie gestaltet man eine Handelsbeziehung in Zeiten der diplomatischen Krise?

77 Milliarden Euro sind viel Geld. Für etwa diese Summe wurden 2013 zwischen Deutschland und Russland Waren und Dienstleistungen gehandelt. Wen wundert es, dass der Konflikt um die Lage in der Ukraine die Wirtschaft berührt? Da wird mit Sanktionen gedroht oder ein Besuch des deutschen Siemens-Konzenchefs Joe Kaeser bei Wladimir Putin zum Politikum.

"Kritisch begleitende Verständigung"

Kann man unter solchen Bedingungen "Business as usual" betreiben?
Christoph Lütge plädiert für "eine kritisch begleitete Verständigung". Das bedeute, die strittigen Punkte anzusprechen, aber den Dialog weiter zu suchen und die Handelsbeziehungen fortzuführen, erläutert der Inhaber des Peter-Löscher-Lehrstuhls für Wirtschaftsethik an der TU München. Denn ein Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen sei in vielen historischen Situationen gefährlich gewesen, sagt der Wirtschaftsethiker. Dann fühlten Nationen sich in die Ecke gedrängt und schlügen wirklich los.

Keine Demokratie in der Isolation

Auch in den Zeiten des Kalten Krieges kaufte Europa Gas und Öl von der Sowjetunion. "Ich glaube schon, dass es auch damals wichtig war, auf die Karte Handel zu setzen und nicht auf den Abbruch aller Beziehungen", so Lütge. Außerdem: In einer isolierten Gesellschaft kämen keine demokratischen Prozesse in Gang. Deshalb sieht er in Investitionen in Russland eine Chance: "Unternehmen zeigen, wie sinnvoll und produktiv es sein kann, Verbesserungen einzuführen etwa bei Arbeitsbedingungen, Bildungsmöglichkeiten oder bei der Meinungsäußerung."

Hauptsache, der Deal stimmt

Ob Handel in Russland zu Wandel führt, bezweifelt Stefan Meister. Das wirtschaftliche Engagement aus dem Ausland habe eher die herrschenden Eliten gestärkt. "Man hat sich eher selbst gewandelt", so der Senior Berater beim Berliner Think Tank "European Council on Foreign Relations". Wenn für Firmen der Deal stimmte, akzeptierten sie die Regeln des Auftraggebers. Zwar hätten viele deutsche Firmen in Russland abseits von Korruption Geschäfte gemacht und ihre Sozialstandards eingebracht. Das Resultat für die Gesamtgesellschaft aber sei gering gewesen. "Sie schafften damit nur Inseln. Aber diese strahlten nicht nach außen."

"Primat der Politik"

Vertreter von Wirtschaftsverbänden betonten in der Vergangenheit immer wieder den "Primat der Politik", sprachen sich aber gleichzeitig gegen harte Wirtschaftssanktionen aus. Sanktionen als bloße Strafaktion lehnt auch Jörg Lüer von der deutschen Kommission "Justitia et Pax" ab. Deren ethische Legitimität hänge von ihrem konkreten Anlass, ihrer Zielrichtung sowie ihren Auswirkungen ab, so Lüer. Ziel von Sanktionen müsse die Förderung eines verhandlungsbereiten Umfeldes in Russland sein. Das Land müsse damit zu einer "Politik der internationalen Kooperation auf der Grundlage des Völkerrechts" zurückkehren.

Handelsbeziehungen sind der richtige Weg

Auch in anderen Zusammenhängen haben Handelssanktionen laut Lütge wenig Wirkung gehabt. "Ich bin eher skeptisch, ob das etwas bringt." Selbst mit dem Iran sei der Handel nicht wirklich ausgesetzt worden. Dies habe in den vergangenen Jahren sogar mit zu Verbesserungen beigetragen. "Das zeigt, dass der Weg der Handelsbeziehungen der richtige ist", so der Münchner Professor.

Vorsichtig agieren

Was den Besuch des Siemens-Konzernchefs Joe Kaeser Ende März bei Russlands Präsident Putin angeht, sieht es Lütge, dessen Lehrstuhl von Kaesers Vorgänger an der Siemens-Spitze, Peter Löscher, ins Leben gerufen wurde, "zwiespältig": "Der Zeitpunkt ist in politischer Hinsicht ungünstig gewählt. In der aktuellen Lage sollte man vorsichtig agieren."

Den Konflikt verschärft

"Pax Christi"-Vertreter Lüer urteilt da schärfer: "Das Auftreten von Herrn Kaeser bei Putin war obszön, da es unter Aussicht auf wirtschaftliche Vorteile die russische Position faktisch gestärkt und somit Konflikt verschärfend gewirkt hat." Eine solche Position sei letztlich zynisch und zeuge von einem erheblichen Maß an politischer Kurzsichtigkeit.

Ende mit den "Tuschel-Runden"

Die gegenwärtige Krise sei ein Anlass, die Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik, was Russland angeht, aufzudröseln, meint Meister. Er fordert mehr Transparenz. Die Wirtschaft spreche auch bei einigen deutsch-russischen Organisationen mit, es hätten sich "Tuschel-Runden" gebildet. Diese Praxis gelte es zu beenden.

(KNA)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 12.04.2014 12:27
12
April
2014

Sri Lanka: Regierung setzt katholischen Priester auf die Liste der “Terroristen”

Sri Lanka: Regierung setzt katholischen Priester auf die Liste der “Terroristen”

Veröffentlicht: 12. April 2014 | Autor: Felizitas Küble
S. J. Emmanuel im Einsatz für tamilische Minderheit

Kürzlich erfolgte ein Beschluß des Menschenrechtsrates der Vereinigen Nationen, Ermittlungen zu den Kriegsverbrechen in Sri Lanka in die Wege zu leiten.

Zuvor hatten Einzelpersonen, einheimische Organisationen, Vertreter der Kirchen und internationale Menschenrechtsverbände die Gewalt gegen Tamilen angeprangert.f759565311



Darauf reagierte jetzt die buddhistisch geprägte Regierung in Sri Lanka damit, daß sie Vertreter von Organisationen, die für die Rechte der mehrheitlich hinduistischen Tamilen eintreten, auf die Liste der „Terroristen“ setzen ließ.

Dazu gehört auch der 80-jährige tamilische katholische Priester S.J. Emmanuel, der das “Global Forum Tamil” (GTF) leitet und seit Jahren im Ausland lebt.

Das Forum bemüht sich in Zusammenarbeit mit anderen tamilischen Gruppen in der Diaspora und mit der größten Partei der Tamilen in Sri Lanka, “Tamil National Alliance”, aktiv für die Suche nach einer politischen Lösung, die im Land einen dauerhaften Frieden zwischen Singhalesen und Tamilen ermöglicht.

Zu den als “terroristisch” bezeichneten Organisationen gehört auch die “Transnational Government of Tamil Eelam”, die für ihren gewaltlosen und demokratischen Ansatz bekannt ist, das “British Tamil Forum” und der “Canadian Tamil Congress”.

Unterdessen unterstützen 205 tamilische Priester und Ordensleute und 100 Schwestern mit einem Schreiben die Absichten des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen. Erster Unterzeichner ist Bischof Rayappu Joseph von Mannar.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst

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12
April
2014

Papst entschuldigt sich für Missbrauch durch Geistliche

Papst entschuldigt sich für Missbrauch durch Geistliche
11.04.2014
Vatikanstadt, 11.04.2014 (KAP) Papst Franziskus hat die Opfer von Kindesmissbrauch durch Geistliche um Vergebung gebeten. "Ich fühle mich persönlich gerufen, um Vergebung zu bitten, für das Übel und den Schaden, den einige Priester, offensichtlich nicht gleichzusetzen mit der Zahl aller Geistlichen, verursacht haben, für die Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern", sagte Papst Franziskus am Freitag vor Vertretern des internationalen katholischen Kinderschutzbüros BICE im Vatikan.

Die Kirche sei sich des Schadens bewusst, zitierte Radio Vatikan aus der Ansprache des Papstes. Sie werde beim Umgang mit den Missbrauchsfällen und den Strafen keinen Schritt zurück machen. Stattdessen müsse die Kirche hier noch stärker werden, so der Papst: "Denn man darf Kinder nicht sexuell belästigen."

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/61716.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 12.04.2014 10:29
12
April
2014

Israelische El Al fliegt den Papst

Israelische El Al fliegt den Papst
Fluggesellschaft stellt zur Heilig-Land-Reise die Sondermaschine für den Rückflug des Papstes nach Rom bereit
12.04.2014
Tel Aviv, 12.04.2014 (KAP) Papst Franziskus nutzt auf seiner Heilig-Land-Reise Ende Mai die israelische Fluggesellschaft El Al. Für den Rückflug nach Rom am 26. Mai stellt das Unternehmen eine Sondermaschine bereit, um den Papst mit seiner rund 30 Teilnehmer umfassenden Delegation und 70 Journalisten von Tel Aviv nach Rom zu bringen. El Al erhoffe sich davon auch einen positiven Effekt auf den Pilgertourismus, teilte die staatliche Linie mit.

Der Flug wird nach Unternehmensangaben mit einer umgerüsteten Boeing 777 durchgeführt. Auf dem Flug komme ein ausgewähltes Team zum Einsatz. Zuletzt hatte die Gesellschaft im Mai 2009 einen Papst befördert: Damals flog Benedikt XVI. (2005-2013) ebenfalls mit einer Boeing 777 von seiner achttägigen Nahostreise zurück.

Üblicherweise nutzt der Papst bei Auslandseisen für den Hinflug die italienische Gesellschaft Alitalia. Der Rückflug wird meist von dem staatlichen Carrier des Gastlandes organisiert. Finanziert werden die Sonderflüge zu einem wesentlichen Teil über mitreisende Journalisten, die Economy fliegen, aber Business-Tarife zahlen.

Franziskus besucht vom 24. bis 26. Mai die jordanische Hauptstadt Amman, Bethlehem in den Palästinensergebieten und Jerusalem.



Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/61722.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 12.04.2014 10:26
12
April
2014

Übergang zur österlichen Herrlichkeit

Übergang zur österlichen Herrlichkeit
Homilie am Palmsonntag
13. April 2014, Lesejahr A
Ev vom Einzug Jesu in Jerusalem: Mt 21,1-11; L 1: Jes 50,4-7; L 2: Phil 2,6-11; Passion: Mt 26,14-27,66

Alle liturgischen Texte finden Sie im Schott-Messbuch online

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Wir begrüßen an diesem Sonntag vor Ostern unseren Herrn Jesus Christus mit Palmzweigen, die wir in den Händen halten. So erinnern wir uns an jenes Geschehen, von dem der Apostel Matthäus im Evangelium spricht: Jesus zog, auf einem Esel sitzend, in Jerusalem ein, und viele Menschen empfingen ihn mit Freude. Sie jubelten ihm zu, breiteten Kleider auf den Straßen aus und streuten Zweige auf den Weg. Der Jubelruf lautete: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!“

Dies alles zeigt uns, dass mit dem Einzug Jesu in Jerusalem große Hoffnungen verbunden waren. Die Menschen waren voll der Erwartung der kommenden Dinge. Sie sahen in Jesus den lange erwarteten prophetischen König, den Messias. Auf ihn projizierten sie alle ihre Erwartungen. Würde er diesen Erwartungen entsprechen können?

Den zweiten Teil der Geschichte kennen wir: Es dauerte nur wenige Tage, und Jesus wurde von seinen Feinden gefangen genommen, angeklagt und zum Tod am Kreuz verurteilt. Den Gegnern Jesu gelang es, die öffentliche Meinung derart zu beeinflussen, dass sich diese innerhalb nur kurzer Zeit ins Gegenteil verkehrte. Jesus, dem zuvor alle zugejubelt hatten, war nun völlig allein gelassen. Auch die Apostel und Jünger ließen ihn im Stich. Die einzigen, die treu zu ihm hielten, waren seine Mutter Maria und ein paar Frauen.

Wie wankelmütig sind doch wir Menschen! Wir sind in der Lage, uns heute für etwas oder jemanden zu begeistern und morgen schon eine ganz andere Meinung zu vertreten. In der Geschichte des Christentums hat es immer wieder ähnliche Zeiten gegeben: Es gab Augenblicke und auch längere Perioden, wo die Menschen gleichsam Hosanna gerufen haben, und es gab Abschnitte, in denen es furchtbar schwer war, sich zum christlichen Glauben zu bekennen. Wenn wir über Mitteleuropa hinausblicken, dann zeigt sich dies auch heute: Christen werden in nicht wenigen Gegenden verfolgt und diskriminiert, ja sogar mit dem Tode bedroht und hingerichtet, und zwar deshalb, weil sie Christen sind und weil sie für Jesus Christus eintreten.
Wir wollen besonders für unseren Papst Franziskus beten, der die Kirche Gottes in dieser Zeit auf Erden leiten darf. Gott der Herr schenke ihm auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria die nötige Kraft und Klarheit im christlichen Bekenntnis!

Trotz aller Prüfungen und Leiden sind wir dennoch voll Hoffnung und Zuversicht. Gott wird alles zum Guten hin lenken; denn auch das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz waren nicht das Ende, sondern der Übergang ins neue Leben. Dieses hat Gott in seiner Macht gewirkt und dadurch geschenkt,dass er seinen Sohn Jesus Christus am dritten Tag auferweckt hat von den Toten. Amen.
http://stjosef.at/predigten/a-palmsonntag_2014.htm

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12
April
2014

Papst Franziskus: Für das Leben und die Familie!...Papst Franziskus hat Abtreibungen als "verabscheuungswürdige Verbrechen" verurteilt.

12.04.2014 11:02:52
Papst Franziskus: Für das Leben und die Familie!

(kathpress.at) Papst Franziskus hat Abtreibungen als "verabscheuungswürdige Verbrechen" verurteilt. Jedem "direkten Anschlag auf das Leben" sei mit "entschiedenstem Widerstand" entgegenzutreten, sagte der Papst am Freitag vor Mitgliedern einer italienischen Lebensschutzvereinigung im Vatikan.

Unschuldiges und schutzloses Leben müsse stärker verteidigt werden, forderte Franziskus. Dies gelte insbesondere für das ungeborene Kind im Mutterleib. Jeder Christ sei aufgerufen, das Leben mit Mut und Liebe zu schützen, forderte der Papst. Dabei müssten die betreffenden Frauen jedoch stets als Person betrachtet, angehört und begleitet werden.
Offenbar mit Blick auf die Reproduktionsmedizin kritisierte Franziskus zugleich, dass Markt und Moral immer weiter auseinanderdrifteten. Durch neue Techniken würden elementare ethische Normen immer stärker "verdunkelt", sagte Franziskus.

Das Gebot "Du sollst nicht töten" setze "eine klare Grenze, um den Wert menschlichen Lebens zu schützen". Ebenso müssten jedoch die im Lebensschutz Engagierten heute auch "Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung und der Ungleichheit sagen", sagte der Papst. Und er wiederholte den Satz aus seinem Lehrschreiben "Evangelii Gaudium": "Diese Wirtschaft tötet." Eines der "schwerwiegendsten Risiken" unserer Epoche sei "die strikte Trennung zwischen Wirtschaft und Moral", fuhr Franziskus fort.

Die Kirche widersetze sich "jedem Angriff auf das Leben". Lebensschützer sollten aber auch lernen, eine Haltung der Freundschaft zu zeigen, damit "jede Frau sich als Person wertgeschätzt, angehört, aufgenommen und begleitet fühlen möge".
Ebenfalls beim Papst in Audienz war an diesem Freitag eine Gruppe von Kinderschützern. Ihnen gab Franziskus mit auf den Weg, dass es heute gegen "Sklavenarbeit" und die Rekrutierung von Kindersoldaten zu kämpfen gelte.

"Positiv gedreht müssen wir das Recht jedes Kindes betonen, in einer Familie aufzuwachsen, mit Vater und Mutter, die ihm bei seiner Entwicklung und seinem affektiven Reifen helfen", sagte der Papst laut Radio Vatikan. Dazu gehöre auch "das Recht der Eltern auf die moralische und religiöse Erziehung der eigenen Kinder". Man solle in diesem Bereich "nicht herumexperimentieren", so der Papst, der selbst einmal Lehrer an einer Jesuitenschule in Argentinien war. "Mit Kindern und Jugendlichen kann man nicht experimentieren", sonst könne man bei "manipulativer Erziehung" landen wie in den "großen Völkermord-Diktaturen des 20. Jahrhunderts".

Auch einen Tweet setzte Papst Franziskus an diesem Freitag ab. Er lautet: "Nur das Vertrauen auf Gott kann den Zweifel in Gewissheit verwandeln, das Böse ins Gute, die Nacht in den strahlenden Morgen."
http://www.stjosef.at/stjosefnews/news.p...&layout=newsneu


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12
April
2014

Neue Internetseite führt zu 100 Heiligen Gräbern

Neue Internetseite führt zu 100 Heiligen Gräbern

Viele Pfarreien in der Erzdiözese laden zu Gebet und Andacht an Karfreitag und Karsamstag ein. Neues Heiliges Grab in St. Agatha in Maitenbeth

MüNCHEN, 11. April 2014 (Erzbistum Muenchen und Freising) - Mit dem Handy zum Heiligen Grab: Die für Smartphones optimierte neue Internetseite www.heilige-graeber.de führt zu rund hundert Kirchen in der Erzdiözese München und Freising, in denen für Karfreitag und Karsamstag, 18. und 19. April, zum Gebet und zur persönlichen Andacht vor dem Heiligen Grab eingeladen wird. Die Website bietet nicht nur eine detaillierte Karte mit den Standorten, sondern auch die Zeiten, zu denen die Heiligen Gräber zum Gebet zugänglich sind. Zu vielen Heiligen Gräbern sind auch Bilder und Informationstexte hinterlegt. Die Internetseite, die vom Erzbischöflichen Ordinariat München und dem Medienhaus Sankt Michaelsbund gemeinsam umgesetzt wurde, soll kontinuierlich erweitert und ergänzt werden.

http://www.erzbistum-muenchen.de/Page000521.aspx
Neben vielen kunsthistorisch bedeutenden Heiligen Gräbern, zum Beispiel in St. Laurentius in Egern, gibt es im Erzbistum auch ein neues Heiliges Grab: Die Pfarrei St. Agatha in Maitenbeth, Landkreis Mühldorf am Inn, beauftragte den Maitenbether Holzschnitzer Zeno Hainzl mit der Gestaltung. Am Karfreitag, 18. April, wird das Heilige Grab während der Feier vom Leiden und Sterben Christi, die um 13.30 Uhr beginnt, enthüllt und ist dann bis zum Nachmittag des Karsamstags in der Pfarrkirche St. Agatha zugänglich.
Heilige Gräber werden im Altarraum, in einer Seitenkapelle, in der Krypta oder an einem anderen Ort in der Kirche aufgebaut und sind dem Grab, in das Jesus nach seinem Tod am Kreuz gelegt wurde, nachempfunden. In manche Heilige Gräber wird das Allerheiligste, Christus in Gestalt der konsekrierten Hostie, eingebracht, in manche ein Kruzifix oder eine Figur des Leichnams Jesu. Einige Gemeinden gestalten Andachten oder Gebetsstunden vor dem Heiligen Grab. In manchen Pfarreien werden auch das Begräbnis Jesu am Karfreitag und seine Auferstehung am Ostersonntag mithilfe des Heiligen Grabes nachgestellt. (gob)
(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising)

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