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22
April
2014

Woche für das Leben

Woche für das Leben



Die diesjährige „Woche für das Leben“ findet vom 3. bis zum 10. Mai unter dem Thema „Herr, Dir in die Hände“ statt. Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz an diesem Dienstag mit. Die Eröffnungsveranstaltung in Erfurt rückt das Lebensende in den Fokus. Bei einer Podiumsdiskussion geht es um das Thema „Darf ich sterben – muss ich leben“. Dabei wird gefragt, was es bedeutet, menschenwürdig zu sterben. Die „Woche für das Leben“ findet seit über 20 Jahren statt und ist ökumenisch angelegt. Ihr Anliegen ist es, auf die vielfältigen Gefährdungen des menschlichen Lebens hinzuweisen und Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Schutzwürdigkeit und die Schutzbedürftigkeit menschlichen Lebens in allen seinen Phasen zu sensibilisieren.

(pm 22.04.2014 gs)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...eben/ted-792813
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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22
April
2014

Regina Coeli: Die Freude leben

Regina Coeli: Die Freude leben



RealAudioMP3 Jeden Tag dieser Osterwoche ein Stück des Evangeliums von der Auferstehung lesen: Diesen Rat hat Papst Franziskus am Ostermontag den Gläubigen auf dem Petersplatz und in der ganzen Welt beim Regina Coeli-Gebet auf dem Petersplatz erteilt. „Jesus ist auferstanden! Er ist bei uns, hier auf dem Platz!“, rief der Papst den Gläubigen zu. Das Lesen der Schrift sei ein guter Weg, sich „die Freude des Christen“ zu vergegenwärtigen, eine Freude, die von innen kommt, eine „Freude voller Staunen“. In der Liturgie erleben wir den Seelenzustand der Jünger „durch die Nachricht, die die Frauen gebracht haben: Jesus ist auferstanden!“, so Papst Franziskus.

„Lassen wir zu, dass diese Erfahrung der Freude sich in unsere Herzen eindrückt und in unserem Leben aufscheint. Lassen wir zu, dass das freudige Staunen des Ostersonntag durch unsere Gedanken, Blicke, Haltungen, Gesten und Worte sich verbreitet. Das ist nicht bloß Schminke! Das kommt von innen, aus einem Herzen, das eingetaucht ist in die Quelle dieser Freude, wie jenes von Maria Magdalena, die um den Verlust des Herrn weinte und ihren Augen nicht traute, als sie ihn auferstanden sah. Wer diese Erfahrung macht, wird Zeuge der Auferstehung, weil er oder sie in einem gewissen Sinn selbst auferstanden ist.“

So werde der oder die Gläubige dazu fähig, einen Lichtstrahl des Auferstandenen in alle möglichen Lebensumstände zu tragen: in glückliche, wo es gelte, Egoismus vorzubeugen, in schmerzhafte, wo die Erfahrung der Auferstehung Gelassenheit und Hoffnung bringen könne. Vorbild in der österlichen Freude voller Staunen sei die Gottesmutter Maria. So wie ihr Schmerz am Karfreitag, so sei auch ihre Freude zu Ostern innerlich und tief gewesen. „Von Freitag bis Sonntagmorgen hat sie nicht die Hoffnung verloren. Deshalb ist sie die Mutter aller Jünger, die Mutter der Kirche und die Mutter der Hoffnung.“

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...eben/ted-792613
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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22
April
2014

Franziskus empfängt ukrainischen Premier

Franziskus empfängt ukrainischen Premier



Papst Franziskus empfängt am kommenden Samstag den ukrainischen Premierminister Arseni Jatseniuk. Die Audienz für den Regierungschef des Krisenlandes ist für eine halbe Stunde angesetzt. In seiner Osterbotschaft hatte Papst Franziskus die Lage in der Ukraine erwähnt. Er rief dazu auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft in einem Geist der Einheit und des Dialogs die Zukunft der Ukraine zu gestalten. Vor Jatseniuk kommen im Halbstundentakt der Präsident von Honduras und das belgische Königspaar zum Papst; unmittelbar nach dem ukrainischen Premier empfängt Franziskus den polnischen Präsidenten Bronisław Komorowski. Bereits in den Tagen davor trifft er den Regierungschef von Albanien und den neuen Präsidenten El Salvadors. Die Politiker reisen zur Heiligsprechung der Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. am Sonntag an.

(rv 22.04.2014 gs)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...mier/ted-792825
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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22
April
2014

Großbritannien: Christlich? Mitnichten!

Großbritannien: Christlich? Mitnichten!



Premierminister David Cameron hat wütende Kritik für seine Aussage geerntet, Großbritannien sei ein christliches Land. In einem offenen Brief kritisieren 55 bekannte Persönlichkeiten, unter ihnen Journalisten und Philosophen, den britischen Regierungschef. Cameron hatte sich vergangene Woche mit Blick auf Ostern geäußert. Seine Kritiker beanstanden, das Land sei keineswegs christlich, sondern plural: die britische Gesellschaft sei in großen Teilen nicht religiös. Wer etwas anderes behaupte, riskiere Abwertung und Spaltung. Sprecher des Premiers betonten, man habe andere Religionen nicht schmälern wollen.

(afp 22.04.204 fg)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...ten!/ted-792824
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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22
April
2014

Bosnien-Herzegowina: Franziskaner warten gelassen auf Entscheidung über Medjugorje

Bosnien-Herzegowina: Franziskaner warten gelassen auf Entscheidung über Medjugorje



RealAudioMP3 Gelassen sehen die Franziskaner von Medjugorje den Ergebnissen der offiziellen vatikanischen Untersuchung zu den angeblichen Marienerscheinungen im Wallfahrtsort in Bosnien-Herzegowina entgegen. Wie Pater Marinko Sakota, Pfarrer von Medjugorje, vor Ort im Gespräch „Kathpress" und weiteren österreichischen Journalisten sagte, hoffe er auf eine Entscheidung in Rom, Medjugorje zu einer Art „offizieller Gebetsstätte" zu ernennen. Die zuständige bosnisch-herzegowinische Bischofskonferenz hatte sich 1991 in Leitlinien zurückhaltend zu dem Phänomen geäußert und offizielle Wallfahrten nach Medjugorje untersagt.

Eine von Kardinalvikar Camillo Ruini geleitete Untersuchungskommission hat im Jänner diesen Jahres ihre dreijährigen Arbeiten abgeschlossen. Die Kommission sollte im Auftrag der Glaubenskongregation die Vorgänge in und um Medjugorje überprüfen. Dabei ging es in erster Linie nicht um die Marienerscheinungen selbst, sondern vielmehr um den Pilgerbetrieb und das geistliche Leben an dem Ort. Eine Entscheidung dazu trifft der Papst, was vermutlich aber noch einige Zeit dauern dürfte.

Die Marienerscheinungen in Medjugorje sollen am 24. Juni 1981 begonnen haben. Sechs Kinder berichteten damals, die Gottesmutter habe sich ihnen gezeigt, während sie Schafe hüteten. Die Erscheinungen dauern nach Angaben der inzwischen erwachsenen und an unterschiedlichen Orten lebenden Seherinnen und Seher mit großer Häufigkeit weiter an. Drei der Seherinnen und Seher sollen noch täglich Erscheinungen haben, die anderen drei fallweise. Mit einer offiziellen Äußerung des Vatikan zu einer möglichen Echtheit der Privatoffenbarungen ist nicht zu rechnen, solange diese noch andauern. Pater Marinko zu den vermeintlichen Erscheinungen: „Erscheinungen kann man nicht anerkennen. Man kann nur daran glauben."

Wie Pater Marinko sagte, würden die Botschaften der Gottesmutter keine neuen kirchlichen Lehren beinhalten. Die „Gospa" rufe lediglich die kirchlich-christliche Botschaft in Erinnerung und ermutige vor allem zum Gebet, zum Fasten und zur Beichte. „Medjugorje ist vor allem eine Schule, wie man zum Frieden kommt. Zum Frieden in und mit sich selbst, mit anderen und in der ganzen Welt", so der Pater.

Für Aufsehen hatte im vergangenen November eine Äußerung von Papst Franziskus bei der täglichen Frühmesse gesorgt: „Die Madonna ist eine Mutter, die uns alle liebt, und keine Oberpostbeamtin, die uns täglich Botschaften schickt." Diese Bemerkung wurde umgehend als Stellungnahme gegen die Marienerscheinungen in Medjugorje interpretiert. Der Papst hatte Medjugorje freilich nicht direkt angesprochen.

Pilger- und Tourismusboom

Medjugorje ist eine wirtschaftliche Enklave im krisengeschüttelten Bosnien-Herzegowina. Dank des Pilgeransturms gibt es so gut wie keine Arbeitslosigkeit, nach wie vor werden Hotels und Apartments gebaut. Wie viele Pilger jedes Jahr nach Medjugorje kommen, konnte der Pfarrer nicht genau beantworten. 2013 habe man aber auf jeden Fall 1.870.000 Hostien benötigt, so Pater Marinko.

Die Pfarre selbst wurde 1892 gegründet. In den 1930er-Jahren musste die damalige baufällige Kirche abgerissen werden und eine neue große Kirche wurde für die damals rund 5.600 Einwohner errichtet. Als im Jahr 1981 die vermeintlichen Marienerscheidungen begannen, hatte Medjugorje nur mehr halb so viele Einwohner, die Kirche wirkte für den kleinen Ort überdimensioniert, was sich dank der Pilger aber bald ändern sollte. Heute hat der Ort wieder so viele Einwohner wie in den 1930er-Jahren. Im Bosnienkrieg (1992-95) war Medjugorje dank massiver kroatischer Militärpräsenz von Kampfhandlungen fast gänzlich verschont geblieben.

Der Wirtschafts- und Tourismusboom dürfe aber nicht die religiöse Botschaft von Medjugorje überdecken, stellte der Pater klar. Die Franziskaner betreuten seit jeher die Pfarre und sind auch für das Pilgerwesen verantwortlich. In der Herzegowina sind die Franziskaner überhaupt seit 400 Jahren tätig.

Medjugorje habe sich immer gegen vielfältigen Widerstand behaupten müssen, so der Franziskanerpater. Sei es das kommunistische Regime in den 1980er-Jahren gewesen oder auch die Amtskirche. Das Verhältnis zur Diözese Mostar war oftmals getrübt. Auch der jetzige Bischof Ratko Peric glaubt nicht an die Echtheit der Erscheinungen, wie Pater Marinko bestätigte. Das sei freilich auch das gute Recht des Bischofs. Das Verhältnis von Medjugorje zur Diözese bezeichnete der Pfarrer derzeit als gut.

(kap 22.04.2014 gs)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...dung/ted-792847
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22
April
2014

Osterbotschaft: „Die Liebe ist stärker, die Liebe schenkt Leben"

Osterbotschaft: „Die Liebe ist stärker, die Liebe schenkt Leben"



Die Osteransprache des Papstes

„Christus surrexit, venite et videte!“ Liebe Brüder und Schwestern, frohe Ostern!

In den Kirchen auf der ganzen Welt erklingt die Verkündigung des Engels an die Frauen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden … Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag“ (Mt 28,5-6).

Das ist der Höhepunkt des Evangeliums, es ist die Frohe Botschaft schlechthin: Jesus, der Gekreuzigte, ist auferstanden! Auf dieses Ereignis gründen sich unser Glaube und unsere Hoffnung: Wäre Christus nicht auferstanden, würde das Christentum seine Bedeutung verlieren; die gesamte Mission der Kirche hätte keinen Antrieb mehr, denn von dort ist sie ausgegangen und von dort geht sie immer neu aus. Die Botschaft, welche die Christen der Welt überbringen, ist diese: Jesus, die menschgewordene Liebe, ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben, aber Gott, der Vater, hat ihn auferweckt und ihn zum Herrn über Leben und Tod gemacht. In Jesus hat die Liebe über den Hass gesiegt, die Barmherzigkeit über die Sünde, das Gute über das Böse, die Wahrheit über die Lüge, das Leben über den Tod.

Darum sagen wir zu allen: „Kommt her und seht!“ In jeder menschlichen Situation, die von der Hinfälligkeit, der Sünde und dem Tod gekennzeichnet ist, ist die Frohe Botschaft nicht nur ein Wort, sondern sie ist ein Zeugnis ungeschuldeter und treuer Liebe: Sie bedeutet, aus sich herauszugehen, um dem anderen entgegenzukommen; sie bedeutet, dem nahe zu sein, der vom Leben verletzt ist; sie bedeutet, mit dem zu teilen, dem das Nötige fehlt; sie bedeutet, bei dem zu bleiben, der krank oder alt oder ausgeschlossen ist… „Kommt her und seht!“: Die Liebe ist stärker, die Liebe schenkt Leben, die Liebe lässt in der Wüste die Hoffnung erblühen.

Mit dieser frohen Gewissheit im Herzen wenden wir uns heute an dich, du auferstandener Herr!
Hilf uns, dich zu suchen, damit wir alle dir begegnen und erfahren können, dass wir einen Vater haben, und uns nicht als Waisen fühlen; dass wir dich lieben und dich anbeten können.

Hilf uns, die Plage des Hungers zu besiegen, die durch die Konflikte verschärft wird und durch die ungeheure Verschwendung, an der wir oft selbst beteiligt sind.

Mach uns fähig, die Wehrlosen zu schützen, vor allem die Kinder, die Frauen und die Alten, die manchmal ausgebeutet und verlassen werden.

Gib, dass wir den Brüdern und Schwestern helfen könne, die in Liberia von der Ebola-Epidemie heimgesucht sind, sowie jene, die unter vielen anderen Krankheiten leiden, die sich auch aufgrund der Nachlässigkeit und der extremen Armut verbreiten.
Tröste alle, die heute das Osterfest nicht mit ihren Lieben feiern können, weil sie ihnen zu Unrecht entrissen wurden, wie die zahlreichen Menschen – Priester und Laien –, die in verschiedenen Teilen der Welt entführt worden sind.

Ermutige diejenigen, die ihre Länder verlassen haben, um an Orte auszuwandern, wo sie sich eine bessere Zukunft erhoffen, ihr Leben würdig leben und – nicht selten – ihren Glauben frei bekennen können.

Wir bitten dich, glorreicher Jesus, lass alle Kriege, jede große oder kleine, alte oder neue Feindseligkeit aufhören!

Wir flehen zu dir besonders für Syrien, unser geliebtes Syrien, dass alle, die unter den Folgen des Konfliktes leiden, die nötige humanitäre Hilfe erhalten können und dass die streitenden Parteien keine Gewalt mehr anwenden – vor allen gegen die schutzlose Bevölkerung –, um Tod zu säen, sondern dass sie den Mut aufbringen, über den Frieden zu verhandeln, der schon allzu lange erwartet wird!
Wir bitten dich, den Opfern der brudermörderischen Gewalt im Irak Trost zu spenden und die Hoffnungen zu unterstützen, die durch die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern aufkeimen.

Wir flehen dich an, dass den Auseinandersetzungen in der Zentralafrikanischen Republik ein Ende gesetzt werde und dass die grausamen terroristischen Attentate in einigen Regionen Nigerias sowie die Gewaltakte im Süd-Sudan aufhören.

Wir bitten dich, dass in Venezuela die Herzen sich der Versöhnung und der brüderlichen Einigkeit zuwenden.

Durch deine Auferstehung, die wir in diesem Jahr gemeinsam mit den Kirchen feiern, die dem Julianischen Kalender folgen, bitten wir dich: Wecke und inspiriere Initiativen für eine Befriedung in der Ukraine, auf dass alle Beteiligten mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft jede Anstrengung unternehmen, um Gewalt zu verhindern und um die Zukunft des Landes in einem Geist der Einheit und des Dialogs zu gestalten.

Für alle Völker der Erde bitten wir dich, o Herr: Der du den Tod besiegt hast, schenke uns dein Leben, schenke uns deinen Frieden!

(rv 20.04.2014 ord)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...eben/ted-792419
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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22
April
2014

Wie prüft man Heiligkeit?

Wie prüft man Heiligkeit?



RealAudioMP3 Jede Selig- oder Heiligsprechungen hat einen Vorlauf von Jahren oder Jahrzehnten, wie sich auch an den Causen von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. zeigt, die am kommenden Sonntag heilig gesprochen werden. So lange braucht es, bis die kirchenrechtlichen Verfahren durchlaufen sind, die allen Gläubigen garantieren sollen, dass ein neuer Heiliger tatsächlich heilig ist. Wie laufen diese Verfahren ab? Was macht sie so langwierig? Wie lässt sich „Heiligkeit“ überhaupt prüfen? Die katholische Kirche kennt ein genau festgelegtes Verfahren zur Selig- und Heiligsprechung. Es handelt sich um regelrechte Gerichtsverfahren, in denen auch der Nachweis eines Wunders eine Rolle spielt. Gudrun Sailer hat die Informationen zusammengestellt.

1 – Bei der Aufnahme eines Prozesses zur Seligsprechung – die der Heiligsprechung vorangeht – muss der Tod des Kandidaten oder der Kandidatin mindestens fünf Jahre zurück liegen. Diese zeitliche Pufferzone soll der objektiveren Bewertung des Falles dienen. In besonderen Fällen kann die Frist verkürzt werden, wie es etwa bei Johannes Paul II. geschah. Unabdingbar ist hingegen der „Ruf der Heiligkeit“, aber auch der „Ruf der Wundertätigkeit“. Das bedeutet, das Kirchenvolk muss überzeugt von der Heiligkeit des oder der Verstorbenen sein. Es ist niemals die Institution Kirche, die ein Verfahren zur Seligsprechung von sich aus anstrengt.

2 - Dem Ortsbischof jener Diözese, in dem der oder die Kandidatin zur Seligsprechung verstarb, kommt es zu, das Verfahren aufzunehmen. Um diesen Schritt muss der Bischof förmlich gebeten werden. Zunächst beauftragen die Betreiber der Seligsprechung – das kann die Diözese selbst sein, eine Pfarrei, ein Orden oder sonst ein Zusammenschluss von Gläubigen – einen Postulator oder eine Postulatorin. Diese Figur sammelt alle sachdienlichen Informationen über das Leben des oder der Kandidatin und bittet den Ortsbischof um die Eröffnung des Ermittlungsprozesses für die Seligsprechung.

3 - Der Heilige Stuhl muss dem Bischof dazu eine Genehmigung erteilte, das „Nihil Obstat“, wörtlich: „Nichts spricht dem entgegen“.

4 - Nun tritt das Verfahren in seine diözesane Phase. Der Bischof lässt ein Diözesantribunal für die Causa einrichten.

5 - Die Erhebungen können beginnen. Durchgeführt werden sie vom Postulator und vom so genannten Justizpromotor. Dessen Aufgabe ist es, im Gegensatz zur Arbeit des Postulators die möglichen Hindernisse einer Seligsprechung aufzudecken. Im alten Verfahren zur Selig- und Heiligsprechung, das 1983 neu geregelt wurde, hieß der entsprechende Akteur „Advocatus diaboli“; er ging als „Anwalt des Teufels“ in den rhetorischen Sprachgebrauch ein. Der Informationsprozess umfasst das Studium von Dokumenten und das Sammeln von Zeugenaussagen über den Lebenswandel und die christlichen Tugenden des oder der Kandidatin, die nun den Titel Dienerin Gottes bzw. Diener Gottes führt. Die christlichen Tugenden setzen sich aus den theologischen Tugenden - Glaube, Hoffnung und Liebe - und den Kardinaltugenden zusammen: Weisheit, Gerechtigkeit, Mäßigung und Stärke.

6 - Am Ende der diözesanen Phase gehen alle Akten nach Rom an die Selig- und Heiligsprechungskongregation, womit die vatikanische Phase des Verfahrens beginnt. Unter der Leitung eines so genannten Relators, der an der Kongregation sitzt, bereitet nun der Postulator die Positio vor. Diese Schrift weist die „heroische Ausübung der Tugenden“ durch den oder die Dienerin Gottes nach und ist somit das zentrale Dokument des Verfahrens. Neun Theologen begutachten die Positio. In dieser Phase tritt der Glaubenspromotor der Heiligsprechungskongregation in das Verfahren ein, der, ähnlich wie der Justizpromotor auf der diözesanen Ebenen des Verfahrens, mögliche Zweifel an der Heiligkeit der betreffenden Person untersucht und am Ende Schlussfolgerungen aus der gesamten Dokumentation zieht. Wenn die Mehrheit der Theologen sich positiv äußert, geht die Causa zur Beurteilung an die Kardinäle und Bischöfe, die der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen angehören.

7 - Fällt das Urteil der Kardinäle und Bischöfe ihrerseits positiv aus, präsentiert der Präfekt der Kongregation das Ergebnis des ganzen Prozesses dem Papst, der nach seinem Willen seine Zustimmung erteilt und die Kongregation dazu ermächtigt, ein Dekret über die heroischen Tugenden zu verfassen. Ab diesem Punkt ist der Diener oder die Dienerin Gottes „venerabile“, das heißt verehrungswürdig.

8 - Ist der Diener oder die Dienerin Gottes nicht den Märtyrertod gestorben, braucht es zur Seligsprechung den Nachweis eines Wunder auf seine oder ihre Fürsprache. Dieses Wunder muss sich nach dem Tod ereignet haben. Den Nachweis des behaupteten Wunders erbringt ein getrenntes kirchenrechtliches Ermittlungsverfahren. Da es sich in den meisten Fällen um Heilungswunder handelt, ist der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen eine Ärztekommission angeschlossen. Nach der Untersuchung des Wunders geben die Kardinäle und Bischöfe ihre Einschätzung darüber ab, und die Kongregation leitet sie dem Papst weiter. Dieser entscheidet frei, ob er die Seligsprechung anordnet oder nicht: Ein „Rechtsanspruch“ auf die Selig- oder Heiligsprechung bei positiv durchlaufenem Verfahren besteht nicht. Die Selig- und Heiligsprechung durch den Papst ist ein Akt, den dieser in Ausübung seines unfehlbaren Lehramtes vornimmt. Mit der Seligsprechung ist der oder die Selige zur Verehrung in einer bestimmten Ortskirche oder in einem Orden freigegeben.

9 - Zur Heiligsprechung werden die Befunde des Ermittlungsverfahrens kein zweites Mal aufgerollt. Indes verlangt die Kirche zur Heiligsprechung ein weiteres Wunder, das sich nach der Seligsprechung ereignet haben muss. Auch bei seliggesprochenen Märtyrern ist zur Heiligsprechung ein Wunder vonnöten. Wieder kann der Papst am Ende frei entscheiden, ob er die Heiligsprechung anordnet. Heilige werden in den „Kanon der Heiligen“ eingeschrieben, „kanonisiert“, wie es kirchlich heißt. Ihr Verehrung ist damit auf weltkirchlicher Ebene statthaft.

(rv 22.4.2014 gs)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...keit/ted-792783
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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22
April
2014

Künstler Triegel hat sich Taufen lassen

Künstler Triegel hat sich Taufen lassen



Der Maler Michael Triegel hat sich in der Osternacht in der Dresdner Hofkirche vom Bischof Heiner Koch taufen lassen. „Wen man sich über 30 Jahre mit dem Wahren, Guten und Schönen und eben auch der Religion beschäftigt, kann das nicht ohne wie auch immer geartete Folgen bleiben“, sagte Triegel der Katholischen Nachrichten Agentur. Triegel hat die zwei Gemälde von Papst Benedikt XVI. geschaffen, die in der deutschen Botschaft am Heiligen Stuhl und im „Institut Benedikt XVI.“ in Regensburg hängen.

(rv 20.04.2014 fg)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/04/...ssen/ted-792493
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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22
April
2014

Online Exerzitien, wie geht das?

Online Exerzitien, wie geht das?

Online-Exerzitien wenden sich an Leute,
die ausprobieren wollen, wie man mit Gott reden kann.



https://www.jesuiten.org/sonderseiten/online-exerzitien.html

Exerzitien - das sind "Übungen", die helfen, Gott im eigenen Leben zu entdecken. "Gott in allen Dingen finden", wie es bei den Jesuiten heißt.


Die Exerzitien Online wenden sich speziell an Menschen, die ausprobieren wollen, wie man mit Gott reden kann. Oder die nicht wissen, wie sie für das Gebet einen festen Platz im Alltag finden sollen. Oder an Leute, die einfach einmal am Tag ihrer Seele etwas Gutes tun wollen.

Exerzitien Online sind
Tag für Tag ein fester Punkt, um Gott im Alltag zu begegnen
eine Hilfe bei dem Versuch, mit Gott ins Gespräch zu kommen
eine Anregung, das eigene Verhältnis zu Gott zu klären
Für den nächsten Kurs in der Fastenzeit steht leider kein einziger Platz mehr zur Verfügung. Anmelden können Sie sich aber schon für den Kurs im Herbst (15.09. - 12.10.2014). Nähere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden finden Sie hier.
http://www.heribert-graab.de/online-exer...teilnehmen.html
http://www.heribert-graab.de/online-exerzitien/index.html



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22
April
2014

Ein Jahr nach dem Hochhauseinsturz in Bangladesch Verletzt, gelähmt, verstümmelt

22.04.2014


Opfer des Fabrikeinsturzes in Bangladesch
© epd

Ein Jahr nach dem Hochhauseinsturz in Bangladesch
Verletzt, gelähmt, verstümmelt


Trauer um Textilarbeiterinnen in Bangladesch
© dpa

Mehr als 1.130 Tote und rund 1.650 Verletzte: Rana Plaza steht für das schwerste Unglück in der Geschichte der Textilindustrie Bangladeschs. Die Katastrophe löste weltweit Entsetzen aus. Doch bisher hat sich an den Missständen wenig geändert.

16 Stunden lang lag Shila Begum hilflos unter den Trümmern. Ihr rechter Arm war unter einer Nähmaschine, ihr Bauch unter einem Wandpfeiler zusammengequetscht. Immer wieder verlor die Näherin das Bewusstsein. "Wenn ich zu mir kam, hatte ich unbeschreibliche Schmerzen und dachte, dass ich meine Tochter nie mehr wiedersehen würde", erinnert sie sich an den Unglückstag vor einem Jahr, als in Bangladesch das Fabrikhochhaus Rana Plaza einstürzte. Shila hatte alle Hoffnung aufgegeben, als sie schwer verletzt geborgen wurde.

Hungerlohn und Lebensgefahr

Die heute 26 Jahre alte Näherin gehört zu den rund 1.650 Verletzten des schwersten Fabrikunglücks in der Textilindustrie Bangladeschs am 24. April 2013. Mehr als 1.130 Menschen verloren dabei ihr Leben. Erst am Tag zuvor waren an dem achtstöckigen Gebäude Risse festgestellt worden. Dennoch wurden Tausende Näherinnen von den Fabrikbesitzern gezwungen weiterzuarbeiten, für Hungerlöhne.

Mindestens 18 westliche Modefirmen bezogen nach Angaben von Aktivisten Kleidung aus den Fabriken des Rana Plaza, darunter die deutschen Unternehmen Adler, NKD, KiK, KANZ/Kids Fashion Group und Güldenpfennig. Auch T-Shirts, Hosen und Pullover von Benetton, Mango, Primark und C&A wurden dort genäht.

Die Katastrophe warf ein Schlaglicht auf die Missstände in der Textilindustrie in Bangladesch und löste weltweit Entsetzen aus.

Proteste der Verbraucher

"Vielen Verbrauchern hat das Unglück erst vor Augen geführt, unter welch unmenschlichen Bedingungen ihre Kleidung hergestellt wird", sagt Frauke Banse von der Kampagne für Saubere Kleidung. Nach Protesten im In- und Ausland wurden Initiativen gestartet, um die Sicherheit in den Fabriken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Doch nach Ansicht von Gewerkschaften und Aktivisten reicht das noch lange nicht aus.

So wurden im vergangenen Jahr mehrere Verträge geschlossen, um die Sicherheit in den rund 5.000 Textilfabriken in dem südasiatischen Land zu verbessern. Einem Gebäude- und Brandschutzabkommen traten 150 vorwiegend europäische Unternehmen bei, es umfasst etwa 1.700 Betriebe mit mehr als zwei Millionen Beschäftigten. Die Sicherheit wird nun von den Behörden überprüft, und etliche Fabriken mussten bereits geschlossen werden. Die Besitzer des Rana Plaza und einige Fabrikbetreiber wurden festgenommen und verurteilt.

Kaum Veränderung für die Arbeiterinnen

An den Arbeitsbedingungen haben die Abkommen aber wenig geändert. Die überwiegend weiblichen Beschäftigten müssten weiter bis zu 100 Überstunden pro Woche leisten und seien Beschimpfungen und körperlicher Gewalt ausgesetzt, erklärt Gisela Burckhardt von der Frauenrechtsvereinigung FEMNET, Mitträgerin der Kampagne für Saubere Kleidung. Gewerkschaften würden weiter unterdrückt.

Die Erhöhung des monatlichen Mindestlohns von umgerechnet 30 auf 53 Euro brachte den Näherinnen laut Burckhardt wegen der hohen Inflation netto kaum mehr Lohn. Das Einkommen müsste bei 256 Euro liegen, um eine vierköpfige Familie ohne Überstunden zu ernähren.

"Die meisten Firmen ducken sich weg"

Zudem habe in den ersten beiden Monaten dieses Jahres nur die Hälfte der Betriebe den Mindestlohn auch tatsächlich überwiesen. "Viele Fabrikbesitzer erklärten, sie könnten den neuen Lohn nicht zahlen, da die Einkäufer keine höheren Preise gezahlt hätten, sondern im Gegenteil die Preise weiter drückten", sagt Burckhardt.

Auch bei den Entschädigungen für die Rana-Plaza-Opfer werden die westlichen Firmen nach Einschätzung der Aktivisten ihrer Verantwortung nicht gerecht. Um medizinische Kosten und Lohnausfälle abzudecken, sind knapp 30 Millionen Euro notwendig. In einen Entschädigungsfonds unter Aufsicht der Internationalen Arbeitsorganisation wurde aber erst etwa ein Drittel davon eingezahlt. "Die meisten Firmen ducken sich weg", sagt Banse.

Entschädigung zum Überleben

Neben den Hinterbliebenen der Getöteten sind vor allem die verletzten, verstümmelten und gelähmten Arbeiterinnen wie Shila Begum auf Geld angewiesen. "Die Firmen müssen eine Entschädigung zahlen, damit wir überleben können", sagte die verwitwete Mutter einer zehnjährigen Tochter kürzlich während einer Deutschlandreise. Seit dem Unglück ist sie arbeitsunfähig. Ihre Gebärmutter musste entfernt werden, den rechten Arm trägt sie immer noch in einer Schiene. Mit einer Entschädigung hofft sie, wieder Fuß zu fassen: Sie möchte einen Kiosk eröffnen.

(epd)

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22
April
2014

In seiner polnischen Heimat ist Johannes Paul II. unvergessen.

22.04.2014


Devotionaliengeschäft für Wojtyla-Fans
© dpa


In seiner polnischen Heimat ist Johannes Paul II. unvergessen. Seine Heiligsprechung bringt Polen einen neuen Nationalheiligen. Der Kult um den Papst blüht - doch die Erinnerung an seine Lehren verblasst.

Hinweis: domradio.de überträgt die Heiligsprechung der Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. am Sonntag, 27. April 2014, ab 10 Uhr live aus Rom.

Himmelblaue, mannsgroße Buchstaben in einem grünen Feld an der Landstraße weisen schon an den Gemeindegrenzen auf das Städtchen hin: "Wadowice - hier hat alles angefangen". Die Worte stammen aus der Ansprache, die Johannes Paul II. vor fast 15 Jahren in dem südpolnischen Ort hielt. Es sollte der letzte Besuch des von Alter und Krankheit gezeichneten Papstes in seiner Geburtsstadt sein.

Damals hatte ein Kinderchor voller Inbrunst und mit ein paar schiefen Tönen die Schönheit Wadowices im Vorland der Tatra besungen. Ein paar alte Schulfreunde des Kirchenoberhauptes aus der Grundschulzeit saßen in der ersten Reihe auf dem Marktplatz und sahen, wie der greise Papst regelrecht aufblühte, als er in Kindheitserinnerungen schwelgte: "Dort auf dem Marktplatz haben wir nach der Schule immer Kremówki (Cremeschnitten) gekauft."

Päpstliche Cremeschnitten

Heute gibt es keine Konditorei, kein Café in Wadowice ohne Kremówki im Angebot - gerne auch als die "päpstlichen Kremówki" bezeichnet. Der Marktplatz vor der Basilika, in der Karol Wojtyla getauft wurde und als Messdiener am Altar stand, wurde schon vor Tagen mit Fahnen in den polnischen und den Kirchenfarben geschmückt. Blumenkübel, eine Fontäne, frische Farben - dank EU-Förderprogrammen konnten die Wadowicer rechtzeitig zur Heiligsprechung von Johannes Paul II. den Marktplatz gründlich verschönern.

Dunkelgraue Platten sind in das Pflaster des nach Johannes Paul benannten Platzes eingebaut, mit den Namen und Jahresdaten der Orte seiner Pilgerreisen - Deutschland und die USA, Kenia und Mexiko - all die Orte, an denen der "eilige Vater" seine Spuren gesetzt hatte.

Die Heiligsprechung ist gut für`s Geschäft

Johannes Paul, der von seinen Schulfreunden nur "Lolek" genannt wurde, ist allgegenwärtig. Als Skulptur mit segnend ausgebreiteten Händen vor der Kirche, auf Plakaten, auf denen zu Nachtwachen und Gottesdiensten zur Heiligsprechung aufgerufen wird, auf Riesenpostern am Eingangsportal der Kirche und natürlich im Devotionaliengeschäft gleich um die Ecke.

Hier kann sich der Wojtyla-Fan mit allem ausstatten, was zum Kult um den polnischen Papst und künftigen Nationalheiligen gehört: Papstbüsten für den Schreibtisch. Porträts, Banner mit dem Konterfei des Kirchenoberhauptes, für 89 Zloty (etwa 22 Euro). Das Geschäft könnte besser laufen. "Ich hoffe, mit der Heiligsprechung steigt auch die Nachfrage", sagt die Frau an der Ladenkasse.

Torwart der jüdischen Fußballmannschaft

Keine Probleme mit der Nachfrage gibt es dagegen in dem frisch renovierten Museum im Geburtshaus von Karol Wojtyla. "Das Interesse ist enorm", sagt Malgorzata Baginska, eine der Museumsangestellten. "Gerade für das Wochenende der Heiligsprechung gibt es schon sehr, sehr viele Reservierungen."

Mit Multimedia-Installationen wird in dem Museum der Lebensweg des Polen nachgezeichnet. Ein Kernstück der Ausstellung ist die originalgetreu eingerichtete Zwei-Zimmer-Wohnung, in der Karol Wojtyla aufwuchs. Eine der Installationen zeigt das Wadowice der 20-er Jahre, als eines der typischen galizischen "Stetl" mit vielen jüdischen Einwohnern. "Lolek" Wojtyla selbst hatte oft im Tor der jüdischen Fußballmannschaft gestanden, in der sein Freund Jerzy Kluger spielte.

Nicht nur Nostalgie

Für die Museumsmacher geht es aber nicht nur um Wojtyla-Nostalgie. "Wir wollen, dass die Leute, die hierher kommen, es nicht bei der Bewunderung für Johannes Paul belassen", betont Barbara Klaput, die das Konzept der neuen Ausstellung erarbeitet hat. "Unser Traum ist, dass die Menschen nach dem Besuch zu Ehren von Johannes Paul in ihrem Leben etwas zum Besseren verändern wollen."

Auch in Krakau, der alten Bischofsstadt Karol Wojtylas, steht in diesen Tagen alles im Zeichen der Heiligsprechung des Mannes, der in Polen als der "Papst des Jahrtausends" gilt. Auf dem Wawelhügel, wo Kathedrale und Königsschloss Seite an Seite stehen, darf ein Papstdenkmal natürlich nicht fehlen. Italienische und brasilianische Touristen wetteifern mit polnischen Besuchern um Positionen für Gruppenfotos mit der Papst-Statue.

Hoffen auf das "päpstliche Fenster"

Vor dem Bischofspalast brennen Kerzen, liegen Blumen. Doch ihre Zahl ist überschaubar geworden, kein Vergleich mehr mit den Tagen nach dem Tod des Papstes 2005, als das gesamte öffentliche Leben in Polen gelähmt vor Trauer schien. Ein übergroßes Papst-Porträt hängt im Fenster des bischöflichen Gästezimmers. Es ist das "päpstliche Fenster".

Von hier aus hatte Johannes Paul bei jedem seiner Besuche in Krakau zu den unten auf der Straße versammelten Gläubigen gesprochen. Hier hatten sie nächtelang ausgeharrt, als der Papst im Sterben lag. Und auch sein Nachfolger Benedikt XVI. hatte bei seiner Pilgerfahrt nach Polen die Tradition der "Gespräche unter dem Fenster" fortgesetzt. In zwei Jahren, so hoffen die Polen, wird auch Papst Franziskus beim Besuch des Weltjugendtreffens in Krakau vom "päpstlichen Fenster" aus den Kontakt zu den Jugendlichen suchen.

Eine Glocke namens "Jan Pawel II."

Viele Polen hatten nach dem Tod "ihres" Papstes gehofft, Johannes Paul habe in seinem Testament ein Begräbnis in polnischer Erde gewünscht, würde auf dem Wawel seine letzte Ruhestätte finden. Es kam anders. Doch zur Heiligsprechung kommt doch noch ein "Jan Pawel II." auf den Wawel - eine neue Glocke am Turm der Kathedrale.

Für die Glocke mit einem Durchmesser von 93 Zentimetern und einem Gewicht von rund einer halben Tonne war noch ein Platz auf dem Glockenturm frei, besondere Umbauten waren also gar nicht notwendig. Neben dem Wappen von Johannes Paul wurde auch sein Wahlspruch "Nolite timere" (Fürchtet Euch nicht) in die Glocke geprägt. "Sie hat einen schönen Klang, man wird sie von weitem hören", freut sich Zdzislaw Sochacki, Pfarrer der Kathedrale, auf die am Ostersonntag geweihte neue Glocke.

Vorbereitungen für die Heiligsprechung

Je näher der 27. April rückt, desto mehr nehmen die Aktivitäten in vielen Kirchengemeinden zu. Schon in den Ostermessen war die bevorstehende Heiligsprechung ein Thema. Kinderzeichnungen mit Johannes Paul-Porträts hängen an Kirchenwänden, kirchliche Radiosender rufen ihrer Hörer auf, von ihren schönsten Erlebnissen mit dem polnischen Papst zu berichten.

Bereits in den letzten Tagen sind Reiter und Läufer aus Polen aufgebrochen, um hoch zu Ross oder zu Fuß rechtzeitig zur Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom einzutreffen. Auch Marek Schramm, der vor Jahren den einstigen Dienstwagen Karol Wojtylas bei einer Internetauktion ersteigert und wieder hergerichtet hatte, ist mit dem "Warszawa" M20 unterwegs nach Rom.

Kult vs. Glaube

Er hat reichlich Zeit eingeplant - der Wagen mit dem Baujahr 1958 schafft schließlich nur Spitzengeschwindigkeiten von 70 bis 75 Kilometern in der Stunde. Doch immerhin, so lobte Schramm sein Fahrzeug in einem Interview der polnischen Nachrichtenagentur PAP, habe er rund 1200 Kilometer in dem betagten Auto unfallfrei zurückgelegt. "Gottes Vorsehung wacht über mir."

Kein Zweifel, der Kult um Johannes Paul II. blüht in seiner polnischen Heimat, auch wenn die katholische Kirche selbst in den vergangenen Jahren an Einfluss verloren hat. Die Zahlen der Kirchgänger sind gesunken, vor allem in den Großstädten.

"Ästhetik von Gartenzwergen"

Mittlerweile gibt es in Polen Schätzungen zufolge rund 700 Denkmäler von Johannes Paul und ungezählte Straßen, Plätze, Schulen, Krankenhäuser oder Kindergärten, die seinen Namen tragen. Kirchengemeinden mit Geldnöten entscheiden sich vorzugsweise für eine Plastikstatue - die ist bereits für 10 000 Zloty im Angebot.

Nicht überall in der Kirche herrscht Begeisterung über den Personenkult und vor allem die Ausführung der Papststatuen. "Sie haben die Ästhetik von Gartenzwergen" zürnt ein Priester, der seinen Namen aber lieber nicht nennen will.

Das "Bild der Heiligkeit" bleibt

Zur Heiligsprechung wird der Kult um Johannes Paul II. noch einmal Blüten treiben. Doch was ist wirklich geblieben von der "Generation JPII", vom Einfluss des charismatischen Polen auf die Menschen in seiner Heimat? Im Alltag ist davon kaum noch die Rede. "Als die Erlebnisse verblassten, zerfiel auch die Gemeinschaft" schrieb der polnische Journalist Rafal Kalukin über die "ertrunkene Utopie". Geblieben sei "das Bild der Heiligkeit."

(dpa)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 22.04.2014 13:12
22
April
2014

Archäologie: Gefährlichstes Raubtier der Eiszeit in Schöningen entdeckt

Archäologie: Gefährlichstes Raubtier der Eiszeit in Schöningen entdeckt
Veröffentlicht: 3. April 2014 | Autor: Felizitas Küble

Erstmals Überreste der Säbelzahnkatze gefunden

Der norddeutsche Fundplatz Schöningen ist durch die Entdeckung der ältesten vollständigen Holzwaffen der Welt international bekannt geworden und die ca. 300.000 Jahre alten Speere gehören zum herausragenden Kulturerbe des Menschen.

Im aktuellen Heft der Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen (1/2014) stellen das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, die Universität Tübingen und die Universität Leiden die aktuelle Entdeckung von 300.000 Jahre alten Funden der europäischen Säbelzahnkatze (Homotherium latidens) aus der bekannten Fundstelle Schöningen 13 II-4 der Öffentlichkeit vor. p.txt



BILD: Rekonstruktion einer Säbelzahnkatze. Abbildung: Ramon López

Die Funde stammen aus demselben Horizont wie die Speere und wurden in einem 2011 neu entdeckten Grabungsareal freigelegt. Die an dieser Stelle geborgenen Knochenreste und Steingeräte des Menschen weisen auf eine Fortsetzung des Pferdejagdlagers hin, das damit auf einer Länge von über 100 Metern an einem ehemaligen Seeufer nachgewiesen werden kann.

Mit der Schöninger Entdeckung liegt der erste Fund von Homotherium latidens aus Norddeutschland vor und zugleich wird erstmals für Mitteleuropa die zeitgleiche Anwesenheit des frühen Menschen und der Säbelzahnkatze in einer archäologischen Fundschicht belegt. Die Schöninger Funde sind der jüngste gesicherte Beleg für die Säbelzahnkatze vor ihrem Aussterben in Mitteleuropa.

Die ausgezeichnet erhaltenen Raubtierreste bestehen bislang aus vier Zähnen und wenigen Knochen, die nach vorläufiger Untersuchung zu einem jungen erwachsenem Tier gehören. Die Säbelzahnkatze war mit einer Schulterhöhe von 1,1 Metern und einem Gewicht von ca. 200 Kilogramm ein beeindruckender Räuber. Sie hatte messerscharfe Krallen und das Gebiss war mit bis über zehn Zentimeter langen oberen Eckzähnen äußerst gefährlich.

Die Funde werfen ein neues Licht auf das Verhältnis des frühen Menschen zu den Raubtieren vor 300.000 Jahren. Es ist sehr gut möglich, dass sich früher Mensch und Säbelzahnkatze am Seeufer in Schöningen unmittelbar begegnet sind. Homo heidelbergensis hatte in diesem Fall nur eine Chance, sich gegen diesen hochgefährlichen Konkurrenten zu wehren: Er musste seine bis zu 2,3 Meter langen Holzspeere neben der Pferdjagd auch zur Verteidigung gegen die Raubtiere einsetzen.

Vor diesem Hintergrund sind die Schöninger Speere und eine schwere Lanze als Jagd- und Verteidigungswaffen anzusehen, die das Überleben des Menschen in Mitteleuropa vor 300.000 Jahren ermöglichten.

Die Grabungen werden an der Fundstelle fortgesetzt, und es ist gut möglich, dass weitere Funde der Säbelzahnkatze helfen, das Verhältnis von frühem Mensch und Raubkatze noch genauer zu verstehen.

Literaturhinweis:
•Serangeli, J./ T. van Kolfschoten/ Nicholas J. Conard, 300.000 Jahre alte Funde einer Säbelzahnkatze aus Schöningen – Die gefährlichste Raubkatze der Eiszeit erstmals für Norddeutschland belegt. Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 1/2014, 10-12.
•Thieme, H. (Hrsg.), Die Schöninger Speere: Mensch und Jagd vor 400 000 Jahren. Begleitbuch zur Ausstellung (Stuttgart/Hannover 2007).

Quelle: Pressemitteilung der Universität Tübingen vom 1. April 2014

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 22.04.2014 12:44
21
April
2014

Nachtrag!

Mein Artikel wurde nicht ganz fertig! ER endet mit wünschen.
Ich kann hier keine Antworten oder Mails empfangen. Bis dann
auf dem Weg! Euer Franz Josef

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autor: FranzAXJosefJakob 21.04.2014 19:02
21
April
2014

AufdemwegnachEmaus!

Jetzt war ich etwa 4 Wochen nicht im Blog. Ich habe auf dem Weg nach Emaus eine Hüft-OP hinter mir und bin jetzt eine Woche in einer Reha! In meiner Heimatgemeinde habe ich an einem Glaubens-Kurs "Auf dem Weg nach Emaus" teilgenommen. Die Fastenzeit habe ich aber in einer Klinik verbracht, an die sich die Reha an-schloss. Heute in der Hl. Messe hat der Kaplan den Weg, als eine Möglichkeit gesehen,wo man an den Zweifeln wachsen kann. Er brachte Bsp. wie Tauf- Ehegespräche, Kommunionvorbereitungen und Firmgruppen, die frustrierend sein können. Er vertraut darauf, dass der Herr mit ihm geht! Wir alle sind auf diesem Weg, bis der Her wiederkommt. Ich möchte allen die das lesen, vor allem Marita Den Frieden und die Freude des Osterfestes

1 Kommentar Kategorie: Allgemein Autor: FranzAXJosefJakob 21.04.2014 18:57
21
April
2014

"Christentum darf kein Make-up sein"

21.04.2014



Papst Franziskus ruft zur Lektüre der Heiligen Schrift auf
"Christentum darf kein Make-up sein"



Papst Franziskus hat Gläubigen aus aller Welt ein frohes Osterfest gewünscht. "In dieser Woche können wir fortfahren, uns gegenseitig Osterwünsche auszusprechen, als sei die Woche wie ein einziger Tag", sagte Franziskus am Montag beim traditionellen Mittagsgebet auf dem Petersplatz.

Vor Zehntausenden Pilgern und Touristen rief Franziskus dazu auf, eine Bibel zur Hand zu nehmen und die Passagen über Jesu Auferstehung nachzulesen. "Man tut gut daran, jeden Tag ein Kapitel davon zu lesen", so der Papst und ermunterte die Gläubigen, sich von Freude und Staunen der Jünger über Jesu Auferstehung anstecken zu lassen. Diese Erfahrung müsse das Denken, Verhalten und Reden von Grund auf prägen. Sie dürfe nicht einfach nur "Make-up" sein. Nur so könnten sie einen "Strahl vom Licht des Auferstandenen" in die glücklichen und in die schmerzhaften Momente des Lebens bringen, führte der Papst aus. In den schweren Augenblicken gebe dies Gelassenheit und Hoffnung. In den glücklichen bewahre es vor Egoismus und mache diese noch schöner.

Franziskus betete am Fenster der päpstlichen Privatgemächer im Apostolischen Palast zum ersten Mal in diesem Jahr das sogenannte Regina Coeli (Königin des Himmels). Es ersetzt in der Osterzeit das sonst übliche Angelus-Gebet. Der lateinische Wechselgesang, der das Stundengebet in der Osterzeit abschließt, ist nach seinen Anfangsworten benannt. Text und Melodie des gregorianischen Gesangs sind erstmals um 1200 in Rom bezeugt.

(KNA)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 21.04.2014 17:24
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