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16
Januar
2015

Treffens der Glaubenskommissionen der Bischofskonferenzen Europas beendet

Treffens der Glaubenskommissionen der Bischofskonferenzen Europas beendet


Begegnung fand vom 13. bis 15. Januar in der ungarischen Stadt Esztergom statt

Von Redaktion
SANKT GALLEN, 15. Januar 2015 (CCEE) - Vom 13. bis zum 15. Januar 2015 fand im Sankt-Adalbert-Zentrum in Esztergom, dem religiösen Herzen Ungarns, ein Treffen zwischen den Oberen der Kongregation für die Glaubenslehre und den Vorsitzenden der Glaubenskommissionen der Bischofskonferenzen Europas statt.

Von Seiten der Glaubenskongregation waren anwesend: der Präfekt, Kardinal Gerhard L. Müller, und der Sekretär, Erzbischof Luis F. Ladaria, S.I., begleitet von P. Hermann Geissler, F.S.O., Leiter der Lehrabteilung, und Mgr. Christoph Kruijen, Mitarbeiter. Die Glaubenskommissionen der Bischofskonferenzen Europas wurden vertreten durch: die Kardinäle Péter Erdő (Ungarn), Willem J. Eijk (Niederlande), Dominik Duka, O.P. (Tschechische Republik), die Erzbischöfe Angelo Massafra, O.F.M. (Albanien), Michael Neary (Irland), György-Miklós Jakubínyi (Rumänien), Paolo Pezzi, F.S.C.B. (Russland), Philip Tartaglia (Schottland), Stanislav Zore, O.F.M. (Slowenien), die Bischöfe Franz Scharl (Österreich), Guy Harpigny (Belgien), Antoni Dziemianko (Weißrussland), Tomo Vukšić (Bosnien und Herzegowina), Valentin Pozaić, S.I. (Kroatien), Éric de Moulins-Beaufort (Frankreich), Karlheinz Diez (Deutschland), Philip Boyce, O.C.D. (Irland), Martin Drennan (Irland), Lucio Soravito De Franceschi (Italien), Andrzej Czaja (Polen), Nuno Brás Da Silva Martins (Portugal), Ladislav Nemet, S.V.D. (Serbien, Montenegro, Makedonien, Kosovo), János Pénzes (idem), Milan Lach, S.I. (Slowakei), Adolfo González Montes (Spanien), Yaroslav Pryriz, C.SS.R (Ukraine), und Mgr. Jorge De Salas (Schweden, Dänemark, Norwegen, Finland, Island), Mgr. Patrick Burke (Schottland) sowie Prof. Hector Scerri (Malta) und Christopher Thomas (England).

Zu Beginn der Tagung las Kardinal Müller ein Schreiben von Papst Franziskus an die Teilnehmer des Treffens vor. In seinem Schreiben unterstrich der Heilige Vater, dass diese wichtige Initiative das Ziel hat, „die örtlichen Episkopate und insbesondere die Glaubenskommissionen in ihrer Verantwortung für die Einheit und die Unversehrtheit des Glaubens und für seine Weitergabe an die künftigen Generationen zu fördern.“ Bezugnehmend auf das Apostolische Schreiben „Evangelii gaudium“ brachte er seinen Wunsch zum Ausdruck, dass das Treffen „einen Beitrag leiste, um einige lehrmäßige und pastorale Fragen anzugehen, die sich heute in Europa stellen, mit dem Ziel, bei den Gläubigen einen neuen missionarischen Eifer und eine größere Offenheit für die transzendentale Dimension des Lebens zu wecken, ohne die Europa Gefahr läuft, jenen humanistischen Geist zu verlieren, den sie liebt und verteidigt.“

Hierauf referierte der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre in seinem Eröffnungsvortrag zum Thema „Die theologische Natur der Glaubenskommissionen und die Verantwortung der Bischöfe als Lehrer des Glaubens“. Am ersten Tag wurden dann einige Themen erörtert, die mit der Einzigkeit und der Heilsuniversalität Jesu Christi sowie mit der Verkündigung des Evangeliums als vorrangige Aufgabe der Kirche in Europa in Verbindung stehen. Am zweiten Tag ginge es vorwiegend um Fragen, die mit der Gender-Theorie, der christlichen Anthropologie und der Religionsfreiheit zusammenhängen. Am letzten Tag des Treffens standen praktische Fragen in Bezug zur Neuevangelisierung, zum Sakrament der Buße und zur Arbeitsweise einer Glaubenskommission im Mittelpunkt.

Die Gespräche fanden in einem Klima großer Herzlichkeit und in einem Geist affektiver und effektiven Kollegialität statt. Jedes Thema wurde durch einen grundlegenden Vortrag eingeleitet. Diese Referate stammten von Kardinal Willem J. Eijk, Kardinal Peter Erdő, Erzbischof Luis F. Ladaria, Erzbischof Philip Tartaglia, Bischof Guy Harpigny und Bischof Adolfo González Montes. Auf diese Beiträge folgte jeweils eine lebendige und fruchtbare Diskussion unter den Teilnehmern. Jeder Arbeitstag begann mit der Konzelebration der Eucharistie, der einer der anwesenden Kardinäle vorstand. Die Abende boten eine Gelegenheit für Gespräche über die allgemeine Lage des Glaubens in Europa. Alle Teilnehmer wussten die große Gastfreundlichkeit von Kardinal Peter Erdő, Primas von Ungarn und Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen, und seiner Mitarbeiter in der Erzdiözese von Esztergom-Budapest zu schätzen.

Das Treffen bot eine Gelegenheit, die Zusammenarbeit unter den Glaubenskommissionen der Episkopate in den europäischen Ländern und mit der Kongregation für die Glaubenslehre zu stärken, um die lehrmäßigen Herausforderungen im heutigen Europa immer effizienter anzugehen.

***
In Esztergom ging an diesem Donnerstag das Treffen der Glaubenskommissionen der Bischofskonferenzen Europas mit Vertretern der Glaubenskongregation zu Ende. Für den Vatikan waren unter anderem Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Erzbischof Ladaria angereist, außerdem waren die meisten Bischofskonferenzen Europas vertreten, unter anderem Weihbischof Karlheinz Diez für Deutschland und Weihbischof Franz Scharl für Österreich.
Papst Franziskus hatte der Tagung geschrieben, der Text wurde von Kardinal Müller verlesen. In seinem Schreiben unterstrich Papst Franziskus mit Bezug auf das Apostolische Schreiben Evangelii Gaudium, dass das Treffen „einen Beitrag leiste, um einige lehrmäßige und pastorale Fragen anzugehen, die sich heute in Europa stellen, mit dem Ziel, bei den Gläubigen einen neuen missionarischen Eifer und eine größere Offenheit für die transzendentale Dimension des Lebens zu wecken, ohne die Europa Gefahr läuft, jenen humanistischen Geist zu verlieren, den sie liebt und verteidigt”.
Bei der Tagung debattiert wurden Fragen, die mit der Verkündigung als vorrangige Aufgabe der Kirche zu tun hätten, außerdem Fragen der christlichen Anthropologie, etwa die Gender-Theorie, und Fragen der Religionsfreiheit. Am letzten Tag des Treffens stand unter anderem Arbeitsweise der Glaubenskommissionen an.
Die Pressemitteilung nach dem Treffen betont das „Klima großer Herzlichkeit (..) und effektiven Kollegialität“.




Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 16.01.2015 11:05
16
Januar
2015

Studie: Gewaltspiele verändern sehr schnell die Hirnaktivität

Donnerstag, 15. Januar 2015


Studie: Gewaltspiele verändern sehr schnell die Hirnaktivität

US-amerikanische Forscher haben einer Studie zufolge herausgefunden, dass Videospiele mit gewalttätigen Inhalten Spuren in den Gehirnen der Spieler hinterlassen. Ausgeprägte Veränderungen wurden schon nach kurzer Zeit in den Hirnarealen beobachtet, die an der Verarbeitung des Denkens, der Emotionen und der Selbstkontrolle beteiligt sind.

Die US-Mediziner führten diese Studie an 22 jungen Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren durch. Die zufällig ausgewählten Teilnehmer wurden in 2 Gruppen unterteilt. Eine Hälfte der Männer spielten über 1ne Woche lang Videospiele mit gewalttätigen Inhalten – die 11 Männer aus der Kontrollgruppe spielten in dieser Zeit kein einziges Videospiel. Zusätzlich mussten die Teilnehmer Aufgaben erfüllen, bei denen sie sich auf emotionale Begriffe konzentrieren mussten.

Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie wurden sowohl ein Test zu Beginn als auch zum Ende der Studie durchgeführt. Schon nach 1ner Woche Gewaltspiele machten sich erste Veränderungen im Gehirn bemerkbar: Es kam zu einer geringen Aktivierung bestimmter Bereiche, welche für die Kontrolle von Emotionen und Aggressivität verantwortlich sind. Bei den Teilnehmern der 1. Gruppe wurde primär die Gehirnregion aktiviert, die für unkontrollierte Gewaltausbrüche steht. Bei der Kontrollgruppe dagegen, wurden verstärkt Verstandszentren bei der Wahl emotionaler Begriffe eingesetzt.

Videospiele, die Gewalt als Inhalt haben, sind umstritten. Einige Wissenschaftler vermuten, dass sie ein Auslöser für späteres aggressives Verhalten und eine verminderte Selbstkontrolle sein könnten. Bewiesen ist diese Vermutung noch nicht. Das Gewaltspiele jedoch vorübergehende Veränderungen im Gehirn zur Folge haben, vermuten bereits viele Mediziner und konnten dies auch anhand mehrerer Studien belegen.

Erwachsene können entscheiden, wie sie ihre Freizeit gestalten – Kinder, die sich selbst überlassen werden, haben oft keine Kontrolle über Zeit und Raum dieser Spiele. Eltern sind in der Pflicht, darauf zu achten was (und wie lange) ihre Kinder vor dem Computer oder an Spielekonsolen machen.
http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/
Mit Angaben aus neuronation.de

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 16.01.2015 10:57
16
Januar
2015

Jugendliche setzen katholische Pfarrkirche in Brand


Jugendliche setzen katholische Pfarrkirche in Brand

Donnerstag, 15. Januar 2015


Foto aus Wikipedia
Die Badische Zeitung berichtet am 13. Januar 2015, dass vermutlich Jugendliche in der Nacht auf Dienstag, an der Pfarrkirche St. Josef in der Rheinfelder Friedrichstraße in Rheinfelden (Baden) ein Feuer gelegt und Böller hineingeworfen haben.

Gegen 2 Uhr wurde von einem Passanten in der Cesar-Stünzi-Straße über Notruf mitgeteilt, dass die Pfarrkirche St. Josef in der Friedrichstraße brennen würde. Zeitgleich gingen in der Notfallzentrale andere Anrufe ein, dass dort mehrere Jugendliche Böller in ein Feuer werfen.

Als die Feuerwehr eintraf, griffen die Flammen bereits auf das Vordach des naheliegenden Jugendraums über. Die Feuerwehr rückte mit 30 Mann und fünf Fahrzeugen aus und löschte den Brand am Jugendraum der Kirche, in dem sich der Gruppenraum für Ministranten befindet. Durch den jugendlichen Leichtsinn war die Feuerwehr bis 4 Uhr im Einsatz.

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Anbau der Kirche Feuer gefangen hatte, nachdem mehrere Jugendliche auf seiner Terrasse ein Feuer entzündet hatten. Einer ersten Einschätzung der Polizei zufolge beträgt der Sachschaden zirka 10 000 Euro. Die Holzdecke des Anbaus hatte bereits Feuer gefangen und eine Fensterscheibe ist zersprungen.

Pfarrer Anton Frank sah vom Gemeindehaus die Flammen über das Dach des Anbaus schlagen, als er aufwachte. Er war froh, dass das Feuer entdeckt und gelöscht wurde, bevor der ganze Anbau in Flammen aufging.[/img]
Foto aus Wikipedia
Die Badische Zeitung berichtet am 13. Januar 2015, dass vermutlich Jugendliche in der Nacht auf Dienstag, an der Pfarrkirche St. Josef in der Rheinfelder Friedrichstraße in Rheinfelden (Baden) ein Feuer gelegt und Böller hineingeworfen haben.

Gegen 2 Uhr wurde von einem Passanten in der Cesar-Stünzi-Straße über Notruf mitgeteilt, dass die Pfarrkirche St. Josef in der Friedrichstraße brennen würde. Zeitgleich gingen in der Notfallzentrale andere Anrufe ein, dass dort mehrere Jugendliche Böller in ein Feuer werfen.

Als die Feuerwehr eintraf, griffen die Flammen bereits auf das Vordach des naheliegenden Jugendraums über. Die Feuerwehr rückte mit 30 Mann und fünf Fahrzeugen aus und löschte den Brand am Jugendraum der Kirche, in dem sich der Gruppenraum für Ministranten befindet. Durch den jugendlichen Leichtsinn war die Feuerwehr bis 4 Uhr im Einsatz.

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Anbau der Kirche Feuer gefangen hatte, nachdem mehrere Jugendliche auf seiner Terrasse ein Feuer entzündet hatten. Einer ersten Einschätzung der Polizei zufolge beträgt der Sachschaden zirka 10 000 Euro. Die Holzdecke des Anbaus hatte bereits Feuer gefangen und eine Fensterscheibe ist zersprungen.

Pfarrer Anton Frank sah vom Gemeindehaus die Flammen über das Dach des Anbaus schlagen, als er aufwachte. Er war froh, dass das Feuer entdeckt und gelöscht wurde, bevor der ganze Anbau in Flammen aufging.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 16.01.2015 10:51
16
Januar
2015

SMS, E-Mail und Chatroom schaden der deutschen Sprache

Donnerstag, 15. Januar 2015

SMS, E-Mail und Chatroom schaden der deutschen Sprache



Im Gegensatz zu Briefen und E-Mails wird in SMS und im Chatroom so geschrieben, wie gesprochen wird. Rechtschreibung ist nebensächlich. Über Kommasetzung nachzudenken dauert zu lang. Ganze Sätze sind unnötig, um sich zu verstehen. Wer doch wissen möchte, wie ein Wort korrekt geschrieben wird, verlässt sich auf das Korrekturprogramm von "Word“ und anderen Textverarbeitungsprogrammen. Im Zweifel wird ‘gegoogelt‘ und die Internet-Mehrheit entscheidet, ob es "Delphin“ oder "Delfin“ heißt.

Kritiker sorgen sich, dass die Sprache verlottert und offizielle Briefe bald so schludrig geschrieben werden wie eine SMS.

Auch nach Meinung des Rechtschreibrats-Vorsitzenden Hans Zehetmair ist durch Twitter und SMS das deutsche Sprachgut gefährdet. "Die deutsche Sprache wird immer weniger gepflegt", beklagte Zehetmair in einem dpa-Gespräch. Das Deutsche verarme in den neuen Medien zu einer "Recycling-Sprache", werde immer mehr verkürzt und vereinfacht und ohne Kreativität wiedergekäut.

Der Sprachverfall betreffe vor allem die junge Generation. Das Vokabular der Jugendlichen sei via SMS und Twitter generell sehr simpel, die Rechtschreibung fehlerhaft. "Ich will die moderne Technik nicht verurteilen, aber die Jugend darf sich von der schwindelerregenden Entwicklung nicht vereinnahmen lassen." Ebenso leide die Verständigung unter Mitmenschen, wenn jeder mit seinem Handy in der Ecke sitze und nicht mehr mit anderen spreche, sagte der ehemalige bayerische Kultusminister: "Einer SMS mangelt es an Gefühl und Herzlichkeit." Auch die Anglizismen sind ihm ein Dorn im Auge: "Es hat nichts mit einem höheren Bildungsgrad zu tun, wenn man Wörter auf Englisch sagt, die man ebenso auch auf Deutsch formulieren könnte."

Tablets, Twitter und WhatsApp sollten Kinder daher erst benutzen, wenn sie schon gefestigte Deutsch-Kenntnisse hätten – unter 14 Jahren sind diese Kommunikationsmittel nach Ansicht Zehetmairs entbehrlich. "Wenn man stundenlang vor dem iPad sitzt, färbt das eben ab."

Kinder sollten wieder mehr Gedichte lernen und Bücher lesen, um die Schönheit der Sprache zu erleben, forderte Zehetmair. Gefragt seien die Eltern als Vorbilder: "Die Eltern müssen ihre Kinder dafür gewinnen, wieder ein Buch zu lesen – dafür müssen sie selber lesen.

Mit Material aus heise online

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 16.01.2015 10:47
16
Januar
2015

"Ich sah den Mördern in die Augen"

Überlebender von Massaker auf "Charlie Hebdo"
"Ich sah den Mördern in die Augen"
15.01.2015, 18:47 Uhr | t-online.de


Der Überlebende Jeremy Ganz schildert sichtlich ergriffen die dramatischsten Minuten seines Lebens (Quelle: AFP)

Als die Terroristen Chérif und Said Kouachi die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" angriffen, war das erste Opfer kein Journalist, sondern der Hausmeister Frédéric Boisseau. In einem dramatischen CNN-Interview schildert sein Arbeitskollege Jeremy Ganz die grausamsten Momente seines Lebens: "Ich sah den Mördern direkt in die Augen."

Es war ihr erster Arbeitstag, und sie sollten im Gebäude etwas reparieren als plötzlich die beiden schwer bewaffneten Attentäter auf sie zukamen. "Wir schrien: 'Wir sind nur die Handwerker!', doch da hatten sie uns schon ins Visier genommen und abgedrückt", schildert der sichtlich geschockte Mann dem Reporter.

"Jetzt töten sie uns"

Erst nach dem Schuss fragten die Terroristen, wo es zu den Redaktionsräumen von "Charlie Hebdo" gehen würde. "Ich weiß es nicht, das ist unser erster Tag", antwortete Ganz - und die Islamisten liefen weiter. Unterdessen schrie sein Kollege Fredo, dass er getroffen sei. "Ich presste seine Verletzung (um die Blutung zu stoppen, Anm. der Redaktion), ich habe seinen Kopf aufrecht gehalten und ihn in eine stabile Lage gebracht", berichtet Ganz.

Doch der Horror ist noch nicht vorbei: "Plötzlich sah ich sie (die Attentäter) zurückkommen. Ich dachte, jetzt töten sie uns", sagt Ganz mit zitternder Stimme zu dem CNN-Reporter. Der junge Mann schleppt seinen schwerverletzten Kollegen zu den Toiletten, verriegelt die Tür, da sind bereits neue Gewehrsalven zu hören.

Retten - so wie im Kino

Nach endlosen Minuten tauchen endlich Rettungskräfte in dem Gebäude auf. Ganz schöpft wieder Mut und hofft, dass die Katastrophe für seinen Kollegen Fredo vielleicht doch noch glimpflich ausgehen möge. "Ich dachte, sie könnten ihn retten, so wie es in den Kinofilmen immer der Fall ist." Dann wird seine Stimme schwächer, Tränen schießen ihm in die Augen.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 16.01.2015 01:32
16
Januar
2015

ER PLANTE EINEN ANSCHLAG AUF DAS KAPITOL

16.01.2015 - 00:55 UHR
HOME › POLITIK › AUSLAND › TERRORANSCHLÄGE ›
ISIS-ANHÄNGER FESTGENOMMEN: ER PLANTE EINEN ANSCHLAG AUF DAS KAPITOL



FESTNAHME IN DEN USA
ISIS-Anhänger plante Anschlag auf das Kapitol

Das vom Butler-Bezirksgefängnis veröffentliche Foto zeigt den Verdächtigen Christopher Lee Cornell
Foto: AP/dpa

Terrorangst in den USA: Im US-Bundesstaat Ohio ist ein US-Bürger (20) festgenommen worden, der offenbar einen Anschlag auf den US-Kongress in Washington plante.
Wie das US-Justizministerium und das FBI mitteilten, wurde er in Gewahrsam genommen, nachdem er zwei halbautomatische Waffen und rund 600 Schuss Munition gekauft hatte.
Sein Plan: Er wollte selbstgebastelte Rohrbomben in der Nähe des Kapitols zünden und dann im Chaos auf die fliehenden Menschen schießen. So wollte er „Angestellte und Regierungsvertreter” töten. Die Mitglieder des US-Kongresses bezeichnete er als „Feinde”.

Bei dem Mann mit Namen Christopher Lee Cornell handelt es sich offensichtlich um einen ISIS-Unterstützer.
Nach Medienberichten hatte Cornell dem Waffen-Verkäufer gesagt: „Wir müssen einen Jihad in den USA nach unseren eigenen Regeln führen. Wir sollten einen Allianz mit ISIS eingehen und gleichzeitig unsere Anschläge selbst planen und ausführen.“
Was er nicht wusste: Der Verkäufer war ein FBI-Agent. Die US-Bundespolizei hatte Cornell seit August beschattet nachdem ein festgenommener Verdächtiger ihn belastet hatte. Er habe dort „Erklärungen, Videos und andere Inhalte” veröffentlicht, die ein Sympathisieren mit den Extremisten nahelegen.
Er muss sich nun wegen illegalen Waffenbesitzes und des „Versuchs der Tötung von Angestellten der USA” verantworten.

Der Vorsitzende des Heimatschutzausschusses im Repräsentantenhaus, Michael McCaul, lobte die Festnahme und erklärte, der Ausschuss habe Ermittlungen dazu eingeleitet, wie die Regierung gegen Terrorgefahren in den USA vorgehe. „Diese Terroristen sind versessen darauf, unser Land anzugreifen”, erklärte der Republikaner.
Präsident Barack Obama (53) warnt seit langem davor, die größte Terrorgefahr gehe von Einzeltätern aus, die ohne enge Beziehungen zu internationalen Terrororganisationen wie al-Qaida zuschlagen – meist auf eigene Faust und mit selbst gebastelten Bomben.

*****
Deutschland ist das "nächste Ziel"

Laut BKA rief ein polizeibekannter Islamist am 7. und 8. Januar über Twitter in deutscher Sprache zu Anschlägen in Europa auf. Dabei erklärte er, Deutschland sei das "nächste Ziel". Nach Informationen der "Welt" konkretisierte der Twitter-Nutzer am Montag seine Drohung.

Er schrieb nun, er hasse die Ungläubigen und werde sie bis zum Tod bekämpfen. Der Mann habe die bundesweiten Demonstrationen der islamfeindlichen Pegida-Bewegung als "Schweinemärsche" und potenzielles Anschlagsziel bezeichnet, berichtete die "Welt" aus dem Lagebericht.




Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 16.01.2015 00:58
15
Januar
2015

Der neue Atheismus! : Gerhard Lohfink

Ein Buch, das ich zu Weihnachten bekam!
Dem aufmerksamen Leser ist es sicher nicht entgangen, dass die Lohfink - Brüder, die schon in den 69er-70er Jahre viel Aufmerksamkeit erregten, (nicht nur positiv) im gesetzten Alter eher zu den konservativen Theologen zählen und in der sogen. Katholisch-Integrierten Gemeinde leben. Der jüngere Gerhard hat dieses wichtige Buch für gläubige Christen, besonders aber Katecheten und Reli-Lehrer geschrieben. Es befasst sich mit den Argumenten militanter Atheisten in 8 Artikeln: Keiner hat Gott gesehen, Er ist nur eine Projektion, stammt aus dem
Tierreich, das "Gute" hat sich entwickelt, das Leid in der Welt negiert Ihn, die Religionen bringen die Gewalt in die Welt, der Gott der Bibel ist primitiv, ohne Ihn geht es besser und
man muss die Kinder davor bewahren! In einem Ausblick heißt es: Der christliche Glaube hat die bessere Antwort! Dieses Buch ist vor allem jungen Theologen und Lehrern zu empfehlen! Einer Enkeltochter im Anerkennungsjahr als Gemeindereferentin habe ich es schon empfohlen. In dem 144seitigen Werk kommen alle berühmten Atheisten und Philosophen zu Wort, aber auch die vernünftige Art damit gläubig um zu gehen. Ich meine man muss die Argumente von Dawkin kennen (Altruismus im Tierreich) um aus der eigenen Erfahrung zu wissen, wie hoch die Nächstenliebe darüber steht. Allen Menschen, die lehren und erziehen empfehle ich dieses kompakte preiswerte Fachbuch sagt der alte aufgeweckte Joseph!

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autor: FranzAXJosefJakob 15.01.2015 23:54
15
Januar
2015

Anti-Terror-Einsatz in Belgien "Ein zweites Paris wurde verhindert"

Anti-Terror-Einsatz in Belgien
"Ein zweites Paris wurde verhindert"
15.01.2015, 22:17 Uhr | dpa, t-online.de


http://www.heute.de/belgien-tote-bei-ant...86.html?tabNo=2
Bei einem Anti-Terroreinsatz in Verviers sind zwei Menschen getötet worden (Quelle: dpa)

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Belgien unweit der deutschen Grenze sind zwei mutmaßliche Islamisten getötet worden. Ein weiterer wurde gefangen genommen. Die Suche nach weiteren Terroristen dauert an. Bei den drei Terror-Verdächtigen handelt es sich um Syrien-Rückkehrer. Sie standen offenbar kurz davor, in Belgien ein Blutbad zu verüben. Derzeit gibt es belgischen Behörden zufolge keine Hinweise auf eine Verbindung zu den Anschlägen in Paris.

Spezialkräfte griffen am Abend gegen 18 Uhr in einer vormaligen Bäckerei im Zentrum des ostbelgischen Verviers zu, das etwa 30 Kilometer von Aachen und 125 Kilometer von Brüssel entfernt ist. Die Zeitung "De Standaard" berichtet, die drei jungen Männer seien vor einer Woche aus Syrien zurückgekehrt. Die Polizei bestätigte im Rahmen einer Pressekonferenz, dass sie unmittelbar vor einem Anschlag standen.

Nach Angaben des Richters Eric Van der Sypt sollen die Verdächtigen einen Anschlag auf Polizeigebäude in Verviers geplant haben, der nur Stunden oder Tage später habe verübt werden sollen. Ein "zweites Paris" sei verhindert worden, schreibt "De Standaard" unter Berufung auf eine unbekannte Quelle.

Feuer mit Sturmgewehren eröffnet

Van der Sypt sagte, die Verdächtigen seien ausgesprochen gut bewaffnet gewesen. Die Rede ist von Sturmgewehren und Kriegswaffen. Als die Polizei ihnen in einem Gebäude in der Nähe des Bahnhofs auf die Spur gekommen sei, hätten sie sofort geschossen. Es habe ein heftiges Feuergefecht gegeben. Bei dem Einsatz, der unter anderem mit Verstärkung durch Anti-Terror-Einheiten aus Brüssel durchgeführt wurde, kam kein Polizist zu Schaden.
http://www.heute.de/terrorverdaechtiger-...n-36756832.html
In sozialen Medien berichteten Augenzeugen von Explosionen und Schüssen in Verviers. Das Bahnhofsviertel wurde abgeriegelt, Polizei- und Krankenwagen waren vor Ort. Der Einsatz in Verviers dauert an. Polizisten sollen unweit des ersten Einsatzortes in ein Haus eingedrungen sein, in dem sie weitere Terroristen vermuten, meldet die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Zweithöchste Terrorwarnstufe in Belgien

Auch in der Region Brüssel seien weitere Antiterroraktionen im Gange. Diese seien Teil wochenlanger Ermittlungen gegen Extremisten, die aus Syrien nach Belgien zurückgekehrt seien. "Wir rechnen mit weiteren Festnahmen", sagte Van der Sypt. In dem Land gibt es eine wachsende Islamisten-Szene, Verviers gilt neben mehreren Vororten der Hauptstadt Brüssel als eine Hochburg.

In Belgien waren die Sicherheitsbehörden nach den Anschlägen in Paris alarmiert. Die Terrorwarnstufe in Belgien ist auf die zweithöchste Stufe angehoben worden.

Bewaffneter in Brüsseler U-Bahn festgenommen

Unterdessen ist in Brüssel ein bewaffneter Mann festgenommen worden, der in einer U-Bahn-Haltestelle religiöse Parolen in Arabisch und Französisch skandiert haben soll, wie Belga berichtete. Der Vorfall ereignete sich in der Station Ribaucourt im Stadtbezirk Molenbeek.

Bisher gibt es keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit den islamistischen Attentaten, die Frankreich in der zurückliegenden Woche erschütterten. Allerdings hatte die Polizei schon vor dem Einsatz in Verviers einen Mann vorläufig festgenommen, der behauptet hatte, mit dem erschossenen Pariser Geiselnehmer Amedy Coulibaly in Kontakt gewesen zu sein. Die Ermittlungen dauern noch an.

Im Mai hatte ein Islamist bei einem Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel vier Menschen getötet. Erst am Mittwoch hatte die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in einem Internetvideo mit einem weiteren Anschlag in Belgien gedroht, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga.

http://www.focus.de/politik/ausland/live...id_4408580.html

*****
15.1.2015
21.28 Uhr: Auch in Deutschland wurden Razzien durchgeführt: Beamte des Landeskriminalamts Niedersachsen nahmen einen 26 Jahre alten Terrorverdächtigen in Wolfsburg fest. Der Deutsch-Tunesier soll sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben, wie der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mitteilte. In Pforzheim hatte die Polizei am Morgen bei einer Razzia die Wohnungen mutmaßlicher Islamisten durchsucht. Vier terrorverdächtige Tschetschenen wurden nach Informationen der "Bild"-Zeitung bei Hornbach in der Pfalz an der Einreise nach Deutschland gehindert.

Verfassungsschutz besorgt: Rückkehrer ein Risiko
ISLAMISTISCHE SZENE IN DEUTSCHLAND

In ganz Deutschland soll die islamistische Szene mehr als 43.000 Menschen umfassen. 7.000 gelten als Salafisten.
Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen ist vor allem besorgt über die wachsende Zahl der Dschihadisten, die von Deutschland in den Irak oder nach Syrien reisen und dort für die Terrormiliz IS kämpfen. Das Risiko, dass kampferprobte Rückkehrer in Deutschland aktiv werden, wachse somit, sagte er der "Rheinischen Post".
Im nordrhein-westfälischen Dinslaken wurde am vergangenen Samstag ein Syrien-Rückkehrer festgenommen. Der Generalbundesanwalt wirft dem 24-jährigen Deutschen Mitgliedschaft im IS vor. Er ist nach Informationen des "Stern" an Waffen ausgebildet worden, soll aber nicht gekämpft, sondern ein IS-Gefangenenlager bewacht haben. Er war seit seiner Rückkehr überwacht worden. Nach den Anschlägen von Paris soll er von US-Behörden als möglicher Gefährder eingestuft worden sein. Hinweise auf konkrete Terrorpläne des 24-Jährigen in Deutschland gab es aber laut Bundesanwaltschaft nicht.
Der Staatsschutz zählte in Dinslaken-Lohberg im vergangenen Jahr 22 Salafisten. Vier Dschihadisten von dort sollen bei Gefechten in Syrien gestorben sein.
http://www.heute.de/belgien-tote-bei-ant...86.html?tabNo=2


Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.01.2015 22:25
15
Januar
2015

Welthungerhilfe lobt Ebola-Frühwarnsystem Weniger Ansteckungen in Sierra Leone

15.01.2015


Ebola-Fachkräfte in Sierra Leone
© dpa

Welthungerhilfe lobt Ebola-Frühwarnsystem
Weniger Ansteckungen in Sierra Leone

Gute Nachrichten: Die Ebola-Krise scheint in Sierra Leone am Wendepunkt zu stehen. Jochen Moninger, Landeskoordinator der Welthungerhilfe, erklärt im domradio.de-Interview, wie das Frühwarnsystem dazu beigetragen hat.

domradio.de: Noch immer stecken sich in Sierra Leone jeden Tag über 20 Menschen neu mit Ebola an. Trotzdem sind Sie zuversichtlich, dass die Überwindung der Krise jetzt in greifbare Nähe gerückt ist. Warum?

Moninger: Die Zahl der Neuansteckungen fällt - und zwar schon seit drei Wochen. Die epidemiologische Kurve schaut nach unten, landesweit und auf die einzelnen Restrikte runtergebrochen. In manchen Restrikten gibt es seit 42 Tagen keine Neuerkrankungen mehr. Das entspricht der doppelten Inkubationszeit. Das ist ermutigend.

Der Grund für die Verbesserung liegt an dem neu aufgebauten Hilfssystem. Noch vor zwei bis drei Monaten wusste niemand, was gegen Ebola unternommen werden kann und was die Epidemie stoppt. Heute hat man viele Methoden entwickelt, auch mit Hilfe des Auslands, so dass man jetzt das erste Mal einen Schritt vor der Krise ist.

domradio.de: Sie setzen auf den gezielten Aufbau des Frühwarnssystems. Wie muss ich mir den denn konkret vorstellen?

Moninger: Wir haben immer 20 Erkrankungs-Fälle am Tag. Das ist immer noch eine hohe Anzahl. Die Gefahr ist schon da, dass die Seuche wieder ausbricht. Die Epidemie ging damals ja auch von einem Erkrankten in Sierra Leone aus, der zehntausend Erkrankungen nach sich gezogen hat. So etwas darf nicht nochmal passieren. Wir müssen in der Gesundheitsvorsorge, aber auch spezifisch mit Blick auf die Epidemie, ein Frühwarnsystem etablieren - so dass man die Gefahr sehr früh erkennt und mit geeigneten Maßnahmen darauf reagiert.

domradio.de: Das heißt in den Regionen, in denen sie erfolgreich operieren, funktioniert dieses Frühwarnsystem?

Moninger: Im Moment ist das Land praktisch lahm gelegt. Ab sechs Uhr abends sind alle Menschen daheim. Geschäfte, Kneipen und andere Einrichtungen sind geschlossen. Die Überlandstraßen sind gesperrt, es wird überall kontrolliert. Auch der allgemeine Verkehr ist beschränkt von neun Uhr bis fünf Uhr abends. Das Land ist noch immer in einem extremen Status der Quarantäne.

Das kann man natürlich nicht ewig aufrecht erhalten: Die Wirtschaftskraft sinkt, die Arbeitslosenzahlen steigen. Die allgemeine Armut steigt und es war schon vorher kein reiches Land. Wir müssen einen Weg zur Normalität finden. Aber das kann nur funktionieren, wenn die Frühwarnsysteme etabliert sind. Im Moment sind wir noch in der Katastrophenversorgung und in der Katastrophenhilfe tätig. Die muss ersetzt werden durch die Frühwarnsysteme. Doch so weit sind wir noch nicht.

domradio.de: Vielleicht können Sie ja noch erklären, wie man sich so ein Frühwarnsystem vorstellen muss?

Moninger: Es gibt im Land ein Netzwerk von Community-Help-Stations als erster Anlaufpunkt. Es gibt parallel das System der traditionellen Heiler, die vor allem für die ländliche Bevölkerung der erste Anlaufpunkt sind. Man muss mit diesen Systemen arbeiten, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Dann muss eine Anlaufstruktur aufgebaut werden, die auf so einen Ebola-Fall reagiert. Labore müssen zur Verfügung stehen, um die Tests durchzuführen.

Im zweiten Schritt gibt es spezialisierte Behandlungszentren, weil man Ebola-Patienten nicht mit anderen Patienten in einem anderen Raum belassen darf. Es muss die Möglichkeit einer spezialisierten Beerdigung möglich sein, also einer klinischen Beerdigung. Auch das contact-tracing ist unheimlich wichtig, das heißt, man muss nachvollziehen können, wo er herkommt. Ebola ist eine Kontaktkrankheit. Das heißt, das ist auch eine Spionagearbeit, die man zu jedem Fall durchführen muss, um zu erkennen, wer gegebenenfalls mit dem Virus infiziert ist. Es ist ein komplexes System.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Weder domradio.de noch das Erzbistum Köln machen sich Äußerungen der Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen zu eigen.

(dr)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.01.2015 20:19
15
Januar
2015

Bayern: Kabinett hat ein 5-Punkte-Programm gegen Terrorismus beschlossen

Bayern: Kabinett hat ein 5-Punkte-Programm gegen Terrorismus beschlossen

Veröffentlicht: 15. Januar 2015 | Autor: Felizitas Küble | Abgelegt unter: AKTUELLES | Tags: 5-Punkte-programm, bayerische Innenminister Herrmann, Bayerischen Staatsregierung, Bayern, CSU, Freistaat Bayern, Kabinett, Polizei, Terrorismus, Vorratsdatenspeicherung |Hinterlasse einen Kommentar
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Die christsoziale Regierung im Freistaat Bayern will die “Bekämpfung des internationalen Terrorrismus weiter verstärken”. Daher hat das Kabinett in seiner jüngsten Sitzung ein Fünf-Punkte-Programm beschlossen:
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Dazu erklären der bayerische Innenminister Herrmann sowie Justizminister Bausback:
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„Wir müssen die Werte der Freiheit, Sicherheit und des Rechts gegen derartige verabscheuungswürdige Verbrechen und ihre Hintermänner mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mittel verteidigen. Das ist auch im Interesse der weit überwiegenden Mehrheit der hier lebenden, friedlichen muslimischen Mitbürger.”
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Das Maßnahmenpaket der Bayerischen Staatsregierung umfaßt folgende Punkte:
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1. Gewaltbereite Islamisten werden künftig noch konsequenter überwacht. Die bereits auf hohem Niveau laufenden Maßnahmen werden zusätzlich verstärkt.039_36A - Kopie



2. Schaffung von 100 neuen Stellen bei Polizei und Verfassungsschutz: Für zusätzlich Überwachung von gewaltbereiten Islamisten, die Aufdeckung terroristischer Netzwerke mitsamt ihren Kommunikationswegen und Geldflüssen.
3. Intensivierung der Präventionsmaßnahmen, um zu verhindern, dass junge Menschen islamistisch radikalisiert werden.
4. Bayern fordert:

Der Bundesgesetzgeber muss die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bereits im September 2014 beschlossene Resolution zur Terrorbekämpfung unverzüglich in deutsches Recht umsetzen. Nur so können Terroristen bestraft werden, die sich in Terrorcamps ausbilden lassen oder Anschläge begehen wollen. Schon die Symphatiewerbung und die Anwerbung von Finanzmitteln für den Terrorismus muss unter Strafe gestellt werden. 170814063037-b1-
Die zeitlich begrenzte Speicherung von Telekommunikationsdaten, die sogenannte Vorratsdatenspeicherung, muss geregelt werden. Sie ist dringend erforderlich, um terroristische Netzwerke und Strukturen zu identifizieren.
Die Entziehung des Personalausweises muss ermöglicht werden , um die Ausreise in Terrorcamps zu verhindern. Dschihadisten soll die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen werden, um die Wiedereinreise in Deutschland zu verhindern.
.
5. Bayern spricht sich für einen verstärkten Dialog und Austausch mit den islamischen Gruppierungen in Bayern aus. Ziel ist eine Kultur des gegenseitigen Verständnisses, des Respekts und der Anerkennung. Insbesondere junge Menschen sollen in ihrer demokratischen Wertebildung unterstützt werden.
.
Quelle: http://www.csu.de/common/csu/content/csu...bekaempfung.pdf
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15
Januar
2015

Prof. Hans-Olaf Henkel (AfD) fordert als Notbremse: “Raus aus dem Euro”

Prof. Hans-Olaf Henkel (AfD) fordert als Notbremse: “Raus aus dem Euro”

Veröffentlicht: 15. Januar 2015 | Autor: Felizitas Küble

Zur Aussage des Generalanwalts des EuGH, dass die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) nun als unkonventionelle geldpolitische Maßnahme eingestuft werden können, erklärt der stellv. Sprecher der AfD (Alternative für Deutschland) und Europa-Abgeordnete Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel (siehe Foto): AFD_EU_Abgeordnete - Kopie (2)



“Zwar setzt sich der EuGH damit in einen klaren Widerspruch zu einer früheren Entscheidung, aber jetzt muss dem letzten Euromantiker in Deutschland klar sein, dass der Bundesregierung, dem Bundestag und der Bundesbank die Kontrolle nicht nur über die Währung; sondern über das deutsche Staatsbudget völlig entglitten ist.

Mit dieser Entscheidung eines Spaniers, die sein griechischer Vorgesetzter sicher bestätigen wird, hat nun der italienische Präsident der EZB freie Hand, zu Lasten der deutschen Steuerzahler und ihrer Kinder, südliche Eurostaaten zu finanzieren.”

Prof. Henkel weist darauf hin, dass sich mit dieser Entscheidung der von der Bundesregierung wieder behauptete Reformeifer südlicher Euroländer “nun ganz in Luft auflösen” wird.

Die letzte Hoffnung ruhe nun auf den Schultern der Richter des Bundesverfassungsgerichts, meint Dr. Henkel. Da nicht unbedingt davon auszugehen sei, dass diese die Notbremse ziehen, müsse es die jetzt die Bundesregierung tun.

“Wenn man in einen Club eintritt, in dem die Mitglieder dauernd die Regeln ändern, dann ist es das Recht jedes Mitgliedes, diesen Club wieder zu verlassen”, sagt der stellv. AfD-Sprecher:

“Deutschland muss jetzt, entweder allein oder zusammen mit anderen Eurostaaten den Euroraum verlassen. Wir müssen aufhören, die existierenden unterschiedlichen fiskalischen und ökonomischen Kulturen den Bedürfnissen einer Einheitswährung unterzuordnen. Wir müssen wieder dafür sorgen, dass die Währungen den unterschiedlichen Kulturen entsprechen.”

Dies sei sowohl im Interesse des Südens, der mit einem abgewerteten Euro zu Wachstum käme und des Nordens, für den der Einheitseuro heute schon viel zu schwach geworden ist.

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15
Januar
2015

Philippinen: „Ein Überschäumen, das sich einfach nicht stoppen lässt“

Philippinen: „Ein Überschäumen, das sich einfach nicht stoppen lässt“


Vorfreude auf den Papstbesuch in Manila - AP

15/01/2015 06:55SHARE:
Es lässt sich offenbar nicht vermeiden, dass vor einer Papstreise – egal wohin – eine Debatte über die Kosten entsteht. Auch auf den Philippinen ist das jetzt so: Hier missfällt einigen, dass die Regierung von Präsident Aquino viel Geld in Barrikaden und Straßensperren investiert hat. Pater Francis B. Lucas, der Medienverantwortliche der Bischofskonferenz für die Papstreise, sagt dazu im Gespräch mit Radio Vatikan:
„Ausgaben und Kosten gibt es immer: Schon bevor wir geboren wurden, haben wir schon Kosten verursacht! Kostenlos ist gar nichts. Was wir versuchen zu vermeiden, ist Extravaganz. Wir dürfen nur für das, was wirklich nötig ist, Geld ausgeben, und zwar so wenig wie möglich. Wenn Sie sich hier auf dem Platz einmal umschauen, dann werden Sie nicht viel Extravagantes finden, nicht viel Luxus, es ist ganz einfach. Hier werden außerdem keine hohen, ausgeklügelten Absperrungen eingesetzt, sondern menschliche Absperrketten gebildet! Was wir hier tun, ist also: Wir machen es einfach. Sicher für den Papst. Wir zeigen dem Papst unsere Liebe, so gut wir können und so einfach wir können.“
Der Platz, den Pater Lucas meint, ist der Campus der katholischen St.-Thomas-Universität, einer der traditionsreichsten Unis von ganz Asien. Auf der Wiese vor dem Hauptgebäude sind zwei Podeste aufgebaut, ein paar tragbare Gitter markieren den Parcours von Franziskus über den Rasen. Im Rizal Park dagegen, wo der Papst am Sonntag die Messe feiern will, wird bei den Vorbereitungen geklotzt, buchstäblich. Das sieht nicht bescheiden oder billig aus – darf es vielleicht auch nicht. Denn immerhin werden ja mehrere Millionen Menschen dazu erwartet, da sollten die Absperrungen auch halten. Droht die Botschaft des Papstes nicht von diesen Vorkehrungen erdrückt zu werden?
„Nun ja – für unseren Glauben ist doch eigentlich nichts zu groß. Das ist ein Überschäumen, das man schlichtweg nicht stoppen kann. Sie müssen sich vorstellen: Viele Filipinos fangen ja schon, wenn man den Papst nur erwähnt, vor Emotion an zu weinen. Sie weinen wegen einer starken, mystischen Erfahrung; da sagt man ja nicht einfach einem Rock-Star ‚Hallo‘, das ist etwas Tieferes! Wir können die Leute gar nicht daran hindern, in Massen heranzuströmen; bei solchen Ereignissen entsteht eine Art Volksbewegung.“

„Rührt nicht an das Ereignis“
Immerhin halten die philippinischen Bischöfe es jetzt anders als beim Weltjugendtag 1995 mit Papst Johannes Paul II.: Damals hatte Kardinal Jaime Sin die Sonntagsmessen in Manila suspendiert, damit so viele Menschen wie möglich zur Papstmesse kämen. Ergebnis: mehr als vier Millionen Gottesdienstbesucher, ein historischer Rekord.
„Diesmal wird das anders laufen: Viele Pfarreien haben Leinwände für eine Live-Übertragung in ihren Pfarrsälen organisiert, und dafür rühren sie die Werbetrommel. Viele von uns werden also an der Messe im Rizal-Park von unseren jeweiligen Pfarreien aus teilnehmen, und darum müssen viele gar nicht in den Park gehen. Außerdem haben wir vom Medien-Komitee (der Reise-Organisatoren) die Kabelkanäle – und zwar alle! – dazu gebracht, während dieser vier Tage des Papstbesuchs einen speziellen Kanal einzurichten: Alle haben dazu Ja gesagt. Dann haben wir ihnen gesagt: Das ist ein heiliger Moment. Ihr könnt Werbung, Trailer und Logos vor und nach den Papst-Ereignissen abspielen, aber bitte nicht während der Ereignisse! Rührt nicht an das Ereignis – keine Logos, keine Werbung. Und sie haben gesagt: Ja.“
Ein Hintertürchen, um an den Rekord von 1995 anzuknüpfen, hat die philippinische Kirche aber doch offengelassen: Die Papstmesse vom Sonntag ist nämlich auf den Nachmittag gelegt. Und das könnte dann doch dazu führen, dass viele Einwohner von Manila morgens in ihrer Pfarrei zur Messe gehen – und nachmittags dann zum Papst in den Rizal Park kommen.

(rv 15.01.2015 sk)

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15
Januar
2015

Papstreisen auf die Philippinen: Historische O-Töne

Papstreisen auf die Philippinen: Historische O-Töne


Kinder feiern Papst Johannes Paul II in dessen Papamobil - EPA

15/01/2015 16:05SHARE:
Franziskus ist der dritte Papst in der Kirchengeschichte, der die Philippinen besucht. Als erster reiste Papst Paul VI. vor 45 Jahren in das Land.

27. November 1970: Paul VI. trifft in Manila ein, für einen dreitägigen Besuch. Er kommt aus dem Iran und Westpakistan, dem heutigen Bangladesh. Am Flughafen kommt es zu einem Zwischenfall: Ein offenbar geistesgestörter Maler aus Bolivien, als Priester verkleidet, sticht auf den Papst ein. Der Reporter Alex Alan steht in der Nähe, er erzählt dem Sender ABC News: „Es ging alles sehr schnell; ein Priester war offenbar der Attentäter. Ich griff nach ihm und hielt ihn fest, andere halfen mir dabei. Der Papst blieb sehr gefasst.“ Das vorgesehene Programm wird ungerührt fortgesetzt, dabei ist Paul verletzt; sein blutbeflecktes Hemd wird Jahrzehnte später, im Oktober 2014, bei seiner Seligsprechung in Rom gezeigt, als Reliquie.

„Die Menschen waren so demoralisiert damals, dass die Ankunft des Papstes eine starke Emotion im Land auslöste“, erzählt der Journalist Alan heute. „Paul wurde als eine Art Retter gesehen, Retter vor der Armut und den Taifunen.“ In den Monaten vor dem Kommen des Papstes haben die Philippinen unruhige Zeiten erlebt: Der Stern von Präsident Ferdinand Marcos beginnt zu sinken, in Manila kommt es zu Studentenunruhen und Bombenanschlägen. In Quezon Circle, an der Peripherie der Hauptstadt, feiert Paul am 29. November 1970 eine heilige Messe mit zwei Millionen Menschen, darunter viele junge Bauern und Fischer. „Jesus ist der Offenbarer des unsichtbaren Gottes“, predigt der Papst, „er ist der Erstgeborene der Schöpfung, der Lehrer der Menschheit... Er ist das Brot und die Quelle lebendigen Wassers für unseren Durst... Er war klein wie wir, arm, gedemütigt, ein Arbeiter, ein Rechtloser. Für uns hat er ein neues Reich begründet, wo die Armen selig sind, wo der Friede das Zusammenleben regelt, wo alle gesättigt werden, die nach Gerechtigkeit hungern, wo alle Brüder sind!“

„Die Menschen waren enthusiastisch; sie empfingen Paul VI. wie eine Gnade vom Himmel“, erinnert sich der heutige Kardinal von Manila, Luis Antonio Tagle, damals dreizehn Jahre alt. „Der Papst ließ es sich auch nicht nehmen, zu den Armen zu gehen. Er besuchte arme Familien im Distrikt Tondo von Manila, das war das schlimmste Elendsviertel der Gegend. Und die Menschen dort denken noch heute an diesen Besuch. Als ich dort vor kurzem eine Messe feierte, zeigten sie mir die Stelle, wo ein Haus gestanden hatte, in das der Papst gegangen war.“ Tondo: Das Viertel wird ein paar Jahre später mit seinem Smokey Mountain, einem hohen Müllberg direkt am Hafen, zu einem peinlichen Wahrzeichen der Hauptstadt werden.

„Aus Anlass des Besuchs von Paul VI. kamen Bischöfe aus ganz Asien nach Manila. Und dort gründeten sie, mit seiner Ermutigung, den Verband asiatischer Bischofskonferenzen. Das war der Anfang. Der Papst weihte auch Radio Veritas Asien ein, so dass von da an über das Radio evangelisiert werden konnte. Das sind alles Dinge, die bleiben.“

Mit einer feierlichen Botschaft wendet sich Paul VI. am letzten Reisetag, dem 29.11.1970, über Radio Veritas an alle Völker Asiens. Er spricht von einer „Kreuzung antiker und moderner Kulturen“ und urteilt, Asien habe „erhebliche Bedeutung für die Zukunft der ganzen Welt“. „Mit der spirituellen Vision, die zu eurer Tradition gehört, mit eurem Sinn für Disziplin, Moral und Familie solltet ihr die Kraft haben, euch dem Materialismus entgegenzustemmen und in dieser Hinsicht auch der westlichen Zivilisation zu helfen...“

1981: Wieder kommt ein Papst auf die Philippinen, diesmal ist es Johannes Paul II. Immer noch regiert Ferdinand Marcos, längst zum Diktator mutiert; immerhin hat er noch vor dem Eintreffen des Papstes das Kriegsrecht wieder aufgehoben, das fast zehn Jahre in Kraft gewesen war. Am Flughafen raspelt Marcos Süßholz, während seine prunksüchtige Frau Imelda in der ersten Reihe sitzt. „Heiliger Vater, wir setzen in Sie die Hoffnung, dass Sie diesen Staat und unsere Kirche zurückführen werden zu Jesus Christus!“

Der Papst nimmt sich Zeit, reist auch ins Landesinnere, geht in Slums und Flüchtlingslager, spricht wie schon sein Vorgänger über Radio Veritas. „An euch, ihr Völker Asiens wende ich mich, an euch, Hunderte Millionen Männer und Frauen...“ Vor allem aber ist er gekommen, um Lorenzo Ruiz seligzusprechen, einen Laienmissionar aus dem 17. Jahrhundert. Es ist die erste Zeremonie dieser Art außerhalb von Rom oder Avignon, die erste überhaupt in Asien: Die Philippinen bekommen ihren ersten einheimischen Seligen. Aber die internationalen Medien beobachten auch interessiert, wie Johannes Paul Dissidenten im Land Stichworte liefert. „Ich will meine Brüder und Schwestern der katholischen Kirche in ihrem Glauben an unseren Herrn Jesus Christus stärken, der unsere Gerechtigkeit und unser Friede ist.“ Von der Papstreise geht eine Ermutigung für katholische Widerständler aus, die fünf Jahre später mit beiträgt zu der sogenannten Rosenkranz-Revolution. Marcos flieht ins Ausland, die Demokratie hält Einzug im Land.

Januar 1995: Der internationale Weltjugendtag kommt erstmals nach Asien, nach Manila – und mit ihm kommt auch Johannes Paul. Er ist schwächer als bei seinem letzten Besuch, im Jahr zuvor hat man bei ihm Parkinson diagnostiziert. Am 15. Januar nehmen deutlich über vier Millionen Menschen an der Abschlussmesse des Weltjugendtags im Rizal-Park teil; eine japanische Firma, die Luftaufnahmen macht, kommt sogar auf etwa sechs Millionen. Es ist der größte Gottesdienst, wahrscheinlich sogar die größte Menschenansammlung in der Geschichte. Kardinal Jaime Sin hat nachgeholfen, hat alle sonstigen Messfeiern in den Pfarreien der Stadt untersagt, so dass die Gläubigen zum Papst strömen. Für das Papamobil ist kein Durchkommen, Johannes Paul muss den Hubschrauber nehmen.

„Jesus Christ ist derselbe für einen jeden, und seine Botschaft ist immer dieselbe!“, ruft der Papst der Menge zu: „In ihm gibt es keine Spaltungen, keine ethnischen Rivalitäten, keine soziale Diskriminierung. Alle sind Brüder und Schwestern in der einen Familie Gottes!“ Johannes Paul versucht, von Manila aus ganz Südostasien zu erreichen: „Beten und handeln“, das rufe er heute vor allem den jungen Leuten auf den Philippinen und den jungen Leuten Chinas zu. Allerdings, das Regime von Peking hat jungen Leuten nicht die Anreise zu dem Großereignis von Manila erlaubt, zwischen der Volksrepublik und dem Vatikan herrscht Eiszeit. „Söhne und Töchter dieser Weltregion, die das Zuhause eines Großteils der Menschheitsfamilie ist – zu jedem von euch sagt Christus: ‚Ich sende dich aus!’“ Der Enthusiasmus ist ungeheuer, auch wenn die Worte des Papstes gar nicht von allen in dieser Riesenmenge gehört werden können.

Und jetzt, 2015: die Reise von Papst Franziskus auf die Philippinen. Die Geschichte geht weiter.

(rv 14.01.2014 sk)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.01.2015 15:09
15
Januar
2015

Tag zwei der Papstreise: Pater Lombardi schaut zurück

Tag zwei der Papstreise: Pater Lombardi schaut zurück


Colombo: Besuch eines buddhistischen Tempels - AFP

15/01/2015 09:07SHARE:
Mit dem Besuch in einem buddhistischen Tempel und einem Treffen mit dem in der vergangenen Woche abgewählten Präsidenten Sri Lankas, Mahinda Rajapaksa, hat Papst Franziskus zwei ungeplante Termine an das Ende des zweiten Tages seiner Asienreise gesetzt. Pater Federico Lombardi, als Vatikansprecher immer bei den Terminen dabei, berichtet gegenüber Radio Vatikan, dass es einfache, aber wichtige Begegnungen gewesen seien, die zum Plan des Papstes hinzugefügt wurden. „Der ex-Präsident war es ja, der Papst Franziskus eingeladen hat, nach Sri Lanka zu kommen, da ist es nur recht und normal, dass er ihn auch grüßen will. Es war also ein Höflichkeitsbesuch, einfach und recht kurz.“ Damit würdige der Papst auch den demokratischen Machtwechsel im Land.
Der zweiten Begegnung sei eine Einladung am Flughafen, beim Ankommen des Papstes, voraus gegangen, berichtet Lombardi weiter. Ein wichtiger Vertreter des Buddhismus habe den Papst gebeten, ihn treffen zu können. „Der Papst hat gesehen, dass es die Möglichkeit am Abend für einen schnellen Besuch im Zentrum Colombos gibt, wo der Tempel und auch der Gebetsraum dieser buddhistischen Gemeinschaft sind. Er ist sehr freundlich empfangen worden, dann ist ihm der Ort des Gebetes genau erklärt worden.“ Man habe auch ein Reliquiar extra für den Papst geöffnet, ein Ereignis, das sonst nur einmal im Jahr vorkomme, so Lombardi weiter, „ein Zeichen des Respekts, der Würdigung und der Freundschaft.“
Abeschließend sei dann noch ein Termin nachgeholt worden, der am ersten Tag der Reise ausgefallen war, die Begegnung mit den Bischöfen des Landes. „Die Bischöfe waren gerade aus Madhu aus dem Norden des Landes zurückgekommen, sie hatten Probleme weil sie zu spät aufgebrochen waren und kamen deswegen mit Verspätung: sie haben dann den Papst getroffen, der auf sie gewartet hat.“ Er hatte den Tag mit einer Geste der Freundschaft beenden wollen, erklärt Lombardi. „Es war eine kurze Begegnung, aber herzlich und sympathisch.“
Das zentrale Ereignis dieser Papstreise habe nicht enttäuscht, berichtet Lombardi weiter, die Messe mit der Heiligsprechung von Joseph Vaz. Die Ortskirche habe das großartig vorbereitet, zuletzt mit einer Gebets-Vigil am Abend zuvor. Die Menschen hätten diese Heiligsprechung in „geistlicher Erwartungshaltung“ erlebt, der Wertschätzung und der Reflexion.
Mit Bezug auf den Besuch beim Marienheiligtum von Madhu verweist Lombardi darauf, dass das Heiligtum „ein Vermittler von Versöhnung ist.“ Das sei der Ort gewesen, an dem der Papst so habe sprechen können, wie er es dann auch getan habe, über die schwierigen Themen der Versöhnung und des Vergebens. Aber dazu sei auch der persönliche Glaube des Papstes gekommen, so Lombardi weiter, „der Papst lebst selbst den christlichen Volksglauben, insbesondere die Marienfrömmigkeit. Und das drückt er mit einfachen Gesten aus, etwa dadurch, dass er in Madhu die Statue der Muttergottes geküsst hat, in Verehrung.“
Die Papstreise nach Sri Lanka sei genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, fasst Lombardi zusammen. „Sie hat in Unständen weiterhelfen können, die so nicht zu erwarten waren, also nach Wahlen, die so ruhig verlaufen sind und die dem Land neue Hoffnung geschenkt haben. Die Worte des Papstes von Versöhnung, vom gemeinsamen Aufbau einer Gesellschaft, können so Wirklichkeit werden. Die Kirche hat sich als sehr aktiv gezeigt, ich denke dass die Kirche in Sri Lanka auch fähig ist, das Erbe dieser Reise und der Botschaften des Papstes weiterzuführen.“
Papst Franziskus sei sehr zufrieden, schließt Pater Lombardi. „Er lebt die Reise wie ein Geschenk Gottes und spürt stark die Hilfe der göttlichen Vorsehung, die ihm Kräfte gibt um Dinge zu tun, die ein Mensch seines Alters normalerweise nicht machen könnte, die ihm auch Gelegenheit gibt Menschen und Völker auf eine so positive Art zu treffen, dass es neue Hoffnung schenkt.“

(rv 15.01.2015 ord)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.01.2015 15:05
15
Januar
2015

Glauben in Manila: Wie alles anfing... Jugendliche in Manila -

Glauben in Manila: Wie alles anfing


In Erwartung, den Papst zu sehen: Jugendliche in Manila - AFP

15/01/2015 11:23SHARE:
12 Uhr mittags: Das Glockenspiel der Augustinuskirche läutet zum Angelus. Der graue Bau mit angehängtem Kloster liegt im „Intramuros“-Viertel, dem alten Manila der spanischen Kolonialherren, noch heute von starken Mauern umschlossen. Die Kirche zeugt wie keine andere von den Ursprüngen des katholischen Glaubens in der Stadt, erzählt uns Pater William Arana, der Prior der hiesigen Augustiner-Gemeinschaft.
„Die Kirche in Manila begann mit der Ankunft von Miguel López de Legazpi im Jahr 1571. Er machte Manila zum Sitz der Kolonialregierung, und aus Mexiko kamen spanische und auch mexikanische Priester in die Stadt. Damals entstand diese Kirche, seit damals sind wir hier präsent!“
Rechtlich allerdings hing die junge Kirche Manilas von den kirchlichen Strukturen in Mexiko, „Neuspanien“, ab. Die Missionare kamen im 16. Jahrhundert von dort angereist – an Bord der Galeonen, die mit Silberbarren und Münzen aus Mexiko kamen und in der Bucht von Manila Seide aus China luden. Mission als Nebeneffekt eines schwunghaften Handels zwischen China und dem mexikanischen Acapulco. Seit damals hat Manila, hat auch die Kirche Manilas den kulturellen Mix in den Genen.
„Sie kamen also an Bord der Galeonen – bis zum Jahr 1821, als Mexiko ein unabhängiger Staat wurde. Von da an reisten sie aus Spanien an, eine sehr viel längere Reise als zuvor. Bis 1898, also bis zum Ende der spanischen Kolonialzeit, gelangten auf diese Weise über 3.000 spanische Augustiner zur Evangelisierung auf die Philippinen. Unsere Kirche, San Pablo genannt, wurde ihr Haupt-Missionssitz, von hier schwärmten auch Missionare nach Japan und China aus. Das alles begann also hier…“
Ein kleines Museum neben der Kirche entführt den Besucher in die damalige Zeit; gestrenge Gottesmänner blicken von Porträts, auf einem großen Bild der Madonna von Guadalupe hat Maria deutlich philippinische Züge. Die Kirche selbst ist die erste auf den Philippinen, die aus Stein gebaut wurde, und die älteste Manilas. Sie wirkt sehr spanisch-barock, mit italienischen Fresken im Innern. Vor der Fassade der Kirche hocken, erstaunlich genug, zwei steinerne Löwen, die sehr chinesisch aussehen.
„Das hängt damit zusammen, dass die chinesische Handelskolonie von Manila einen sehr, sehr großen Einfluss auf den Bau dieser Kirche hatte. Und nach chinesischer Tradition sind solche Löwen sozusagen die Beschützer von Gebäuden.“
Ihre Beschützerrolle haben die Löwen gut erfüllt: Denn alle anderen Kirchen in „Intramuros“ wurden zerstört, nur St. Augustinus überlebte. Das war knapp – vor allem 1945, als große Teile Manilas in Schutt und Asche sanken. Hintergrund: 1941 waren die Japaner in die US-Kolonie Philippinen einmarschiert – und hatten eine Schreckensherrschaft begonnen; in einer Kapelle der Augustinuskirche ruhen die Gebeine vieler Ordensleute und Laien, die von den Japanern hingerichtet wurden. 1945 führten dann die Amerikaner eine Gegenoffensive durch: die Schlacht von Manila.
„Alle anderen Kirchen in Intramuros wurden bei den Bombardements zerstört. Auch auf die Augustinuskirche wurden zunächst Bomben abgeworfen. Aber als die Amerikaner erfuhren, dass sich etwa 6.000 Menschen auf das Gelände der Kirche und des Klosters geflüchtet hatten, stellten sie die Bombardierung ein.“
Das Ergebnis: Die Augustinuskirche steht noch heute, sie gehört zu den vier Barockkirchen auf den Philippinen, die von der UNESCO ins kulturelle Welterbe der Menschheit aufgenommen worden sind. Papst Franziskus besucht während seines Aufenthalts in der Stadt die Kathedrale, die in unmittelbarer Nachbarschaft liegt – doch zu einem Besuch in St. Augustinus hat es im Papstprogramm nicht gereicht. Schade, findet der Prior.
„Ich bin persönlich ein bisschen enttäuscht, dass der Papst nicht wenigstens hier vorbeifährt. Die schnellste Route würde tatsächlich an der Kirche vorüberführen, und dann weiter zur Kathedrale, die ja nur einen Steinwurf entfernt ist. Aber man hat uns gesagt, aus Sicherheitsgründen fahre der Papst einen Umweg. Wahrscheinlich, damit sich nicht Hunderttausende von Menschen durch Intramuros wälzen… Also, wir hatten eigentlich mit einer Vorbeifahrt des Papstes gerechnet, aber sie haben uns gesagt: Nein.“
Ein Bericht aus Manila von Stefan Kempis, Radio Vatikan.
(rv 15.01.2014 sk)

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