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03
März
2014

Ägyptens Frauen: Bedroht, aber voller Hoffnung

Ägyptens Frauen: Bedroht, aber voller Hoffnung

Zum Weltfrauentag am 8. März

MüNCHEN, 3. März 2014 (KIN) - Es ist ein im Westen kaum bekanntes Phänomen: Die Entführung, Vergewaltigung und Zwangsbekehrung christlicher Frauen und Mädchen zum Islam. „Vor 2011 waren es vielleicht sechs oder sieben Mädchen in ganz Ägypten, die das betraf. Seither aber ist die Zahl auf tausende angestiegen“, sagt Said Fayez, ein Anwalt und koptischer Menschenrechtler aus Kairo gegenüber „Kirche in Not“. Besonders junge Mädchen sind im Visier radikaler Islamisten. So wie die 14-jährige Nadia Makram. 2011 wurde sie während eines Gottesdienstes entführt. Seither hat ihre Familie keinen Kontakt mehr zu dem Mädchen. Dabei kennt ihre Familie die Täter, die Polizei helfe ihr aber nicht, beklagt Nadias Mutter. „Uns wurde sogar gedroht, sollten wir die Sache weiter verfolgen. Ich muss die Entführung meiner Tochter akzeptieren“, sagt sie.
Besonders folgenreich ist die Zwangsbekehrung zum Islam, die von den entführten Frauen verlangt wird. Anwalt Fayez berichtet vom Fall des entführten Mädchens Jacqueline Ibrahim, die von Salafisten gezwungen wurde, vor der Azhar-Universität ihre Konversion zum Islam zu erklären. „Ein Beispiel totaler Missachtung ihres Glaubens und ihrer Überzeugung“, so Fayez. Die katholische Kirche versucht derweil, betroffenen Mädchen und Frauen eine Zuflucht zu bieten. In Minya, etwa 250 Kilometer südlich von Kairo, unterhält die koptisch-katholische Diözese ein Haus für Mädchen, die eine Entführung hinter sich haben. Hier sind sie in Sicherheit vor ihren Peinigern und bleiben für sechs Monate oder länger. Manche Mädchen flüchten sich auch in die Einrichtung, um einer Entführung zu entgehen. Pater Boulos Nasif, Leiter des Hauses, erklärt gegenüber „Kirche in Not“: „Hier werden die Mädchen begleitet und können über alles sprechen, was ihnen zugestoßen ist. Wir versuchen, sie zu befähigen, wieder Glieder der Gesellschaft zu sein.“
Es stinkt hier gewaltig im Müllviertel Kairos. Unablässig karren Lastwagen und Eselskarren den Dreck an, den Kairo als eine der größten Städte Afrikas verursacht. Ziegen, Hunde und Hühner suchen Fressbares aus den von Fliegen umschwirrten Abfällen. Inmitten von Bergen aus fauligem Hausmüll, Plastikflaschen, Autoreifen und anderem Unrat sitzen Menschen und sortieren die Abfälle. Über der Straße hängen Madonnenbilder, Kreuze und Bilder koptischer Heiliger – ein Zeugnis dafür, dass hier Christen leben. Seit Generationen schon entsorgen koptische Christen Teile des Mülls der etwa zwanzig Millionen Menschen zählenden Metropole Kairo. „Saballin“, Müllmenschen, nennt man sie. Sie leben verhältnismäßig gut davon. Besser jedenfalls als in den Dörfern Oberägyptens, aus denen sie meist stammen. Hier, im fast gänzlich christlichen Müllviertel Mukattam, wachsen Rania und Marina auf, 17 und 14 Jahre alt. Ihre Väter arbeiten auch im Müllgeschäft. Die beiden koptisch-orthodoxen Mädchen sind Freundinnen. „Wir werden dauernd anzüglich angemacht“, beklagt Rania. „Fast alle Männer und Jungs machen das hier. In den meisten Fällen ignoriere ich das und gehe weiter.“ Aber einmal habe es ein ungefähr 18-jähriger Junge im muslimischen Nachbarviertel zu bunt getrieben. „Da habe ich ihm eine geschmiert. Die Leute haben mir Recht gegeben und den Jungen getadelt. Das hat mich gefreut.“ So viel Mut wird nicht immer belohnt. Marina hat das am eigenen Leib erfahren. „Ein christlicher Nachbar, so um die fünfzig, hat mich sehr unsittlich angeredet. Da habe ich mich gewehrt und ihm Paroli geboten. Er ging dann aber zu meinem Vater und hat sich ü ber meine fehlende Erziehung beschwert. Mein Vater hat ihm Recht gegeben und mich dann geschlagen. Ein Mädchen dürfe sich nicht so respektlos verhalten. Sein fehlendes Verständnis hat mir mehr wehgetan als die Prügel.“
Sozialarbeiterin Susi Magdy kennt solche Fälle zuhauf. Die koptisch-orthodoxe Christin arbeitet für die katholischen Comboni-Missionare und lebt selbst in Mukattam. „Die Menschen hier stammen aus dem ländlichen Raum Oberägyptens und denken sehr traditionell. Der Unterschied zwischen Muslimen und Christen ist in dieser Beziehung nicht groß. Es ist allen ganz wichtig, keine Schande über die Familie zu bringen.“ In den allermeisten Fällen werde deshalb auch sexueller Missbrauch totgeschwiegen. „Viele Mädchen werden von ihren Brüdern, Cousins oder Onkeln belästigt oder gar vergewaltigt.“ Darüber zu sprechen, sei aber innerhalb der Großfamilie tabu. Zur Polizei oder zum Pfarrer gehe niemand. „Es würde ihnen auch niemand glauben. Man würde sagen, die Frauen hätten es provoziert“, sagt Magdy.
Auch körperliche Gewalt ist ein großes familiäres Problem. „Mein Vater schlägt meine Mutter. Das kommt immer wieder vor“, erzählt die 14-jährige Marina. Sozialarbeiterin Magdy blickt aber optimistisch in die Zukunft: „Häusliche Gewalt nimmt hier im Viertel ab. Das ist vor allem ein Problem der älteren Generation. Früher waren Schläge des Ehemannes sozial akzeptiert. Die Kampagnen, die wir und andere Organisationen in den vergangenen Jahren gemacht haben, haben aber inzwischen erste Früchte getragen.“ Erfolgreich waren im Viertel auch Aufklärungskampagnen gegen die Genitalbeschneidung von Mädchen. Sowohl bei Muslimen als auch bei Christen ist diese Art der Verstümmelung sehr verbreitet. Soziale und nicht religiöse Gründe seien es auch, die Berufstätigkeit und Studium von Mädchen und Frauen für weite Teile der christlichen Landbevölkerung inakzeptabel machen. „Hier gibt es leider nur kleine Fortschritte“, sagt Magdy. „Für ein christliches Mädchen aus einem Dorf ist es fast unmöglich, ein Studium zu beginnen.“
Ein paar Kilometer weiter, in Kairo Downtown, ist die Welt eine andere. Hier, in der deutschen katholischen Mädchenschule in der Nähe des Tahrirplatzes, schicken die wohlhabenden Schichten ihre Kinder zum Unterricht. Busse bringen die Mädchen aus ihren gepflegten Vierteln täglich in die Schule, die in der Trägerschaft des Borromäerinnen-Ordens steht. Nada ist 17 und koptisch-orthodoxe Christin. Nächstes Jahr macht sie Abitur. Dann will sie Literatur oder Psychologie studieren. So genau weiß sie das noch nicht. Ins Ausland will sie für eine bestimmte Zeit aber sicher. „Seit der Revolution 2011 hat sich für uns Frauen viel zum Besseren verändert“, berichtet sie. „Die Denkweise der Leute ändert sich. Frauenrechtlerinnen hatten unter Mubarak keine Chance, sich öffentlich zu äußern. Das ist jetzt anders.“ Ihre Mitschülerinnen stimmen ihr zu. „Die Frauen haben die Angst verloren, sich für ihre Rechte einzusetzen“, meint die Katholikin Helena, ebenfalls 17 Jahre alt. Kunst will sie studieren.
Auch Nada ist überzeugt davon, dass die Situation der Frau in Ägypten wesentlich von ihrer sozialen und weniger von ihrer religiösen Zugehörigkeit abhängt. Das Stadt-Land-Gefälle sei groß. „Von meinem Elternhaus her oder im Freundeskreis spüre ich keine Einschränkung, weil ich Frau und Christin bin. Die sind alle gebildet und offen. Hier bei uns an der Schule ist das genauso. Die Mehrheit sind Musliminnen, aber da gibt es keine Probleme. Wir sind wie Schwestern.“ Ihre 16-jährige protestantische Mitschülerin Nadine, die später Wirtschaft im Ausland studieren will, kann dagegen von schlechten Erfahrungen ihrer Mutter berichten. „Sie ist Lehrerin und hat an ihrer Schule sehr zu kämpfen, weil sie Christin ist.“ Immer wieder werde sie gefragt, warum sie kein Kopftuch trage.
Das fehlende Kopftuch der Christinnen: Es führt dazu, dass die Mädchen immer wieder unsittlich auf der Straße angesprochen werden. „Viele Jungs und Männer denken, dass wir Christinnen, weil wir kein Kopftuch tragen, leicht zu haben wären. Das sind wir gewohnt. Das nimmt niemand ernst“, sagt die 15-jährige Sheri. „Das hängt auch wesentlich vom Viertel ab, in dem man sich bewegt.“ Gesellschaftliche Normen des konservativen Landes schränken aber selbst gebildete Frauen und Mädchen ein. „Mein Bruder kann problemlos auf dem Fahrrad durch die Gegend fahren. Ich könnte das nicht. In manchen Vierteln Kairos bewerfen sie Frauen auf dem Rad mit Steinen“, erzählt Nada. „Ich hoffe, dass der Tag kommt, an dem ich wie er hinfahren kann, wo ich will.“
„Kirche in Not“ unterstützt seit Jahren Projekte der katholischen Kirche in Ägypten zur Förderung der Würde der Frau. Spenden sind online möglich unter www.spendenhut.de oder an:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München
IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Ägypten

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 03.03.2014 21:46
03
März
2014

Wiederverheiratete geschiedene Gläubige und der Kommunionempfang

Kann der Mensch Gott begegnen?

Antwort von P. Ivan Fuček SJ, Professor im Ruhestand an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom

Von P. Ivan Fuček SJ
ROM, 3. März 2014 (ZENIT.org) - Für mich kann ich sagen, dass ich an die Existenz Gottes glaube, und dass der Mensch ein Wesen auf derWelt ist, der nach dem „Bild Gottes“ geschaffen ist. Es ist logisch, dass der Mensch als solches Wesen in seinem Leben Gott „begegnet“. Allerdings ist mir der Ausdruck „Gott begegnen“ in diesem irdischen Leben, nicht klar.
Kann der Mensch im sterblichen Leben überhaupt Gott „begegnen“?
Marin, Student
*
In diesem einen Satz hast du mehrere Fragen gestellt. Zunächst muss man den uralten Begriff „Mensch – Abbild Gottes“ zerlegen, der an sich nicht verständlich ist. Danach werde ich mich mit dir zusammen bemühen, die Frage von der Möglichkeit Gott zu „begegnen“ zu erörtern: die Frage ist ganz lebenswichtig, aber ungewöhnlich schwierig, weil man von Gott nicht auf eine experimentelle Weise sprechen kann, wie man in der Chemie, Physik, Biologie, Mathematik oder in einer anderen sog. „exagten“ Wissenschaft vorgehen kann. Biblisch kann ich zu einem gläubigen Menschen sprechen. Aber, wie soll ich zu einem Nichtgläubigen sprechen, oder zu einem jungen Menschen, der vielleicht voll vom Zweifel über die Existenz Gottes ist? Und ich muss so reden, dass auch dieser, und vor allem dieser, in meinen Worten sich selbst findet und das Licht, das er so notwendig braucht, findet, um von Neuem vielleicht in seinem Glauben lebendig zu werden. Sowohl dir als auch ihm möchte ich der Wegweiser sein, ich möchte euch auf euere eigene Urerfahrung hinweisen, über die ihr vielleicht selten oder nie reflektiert. Wir versuchen also aufgrund unserer Erfahrung zu reflektieren und mit Hilfe dieser Methode der „Erfahrung“ zu den zufriedenstellenden Ergebnissen zu kommen. Ich sage, wir werden es „versuchen“. Einem Menschen guten Willens, der der Wahrheit gegenüber offen ist, wird unser Versuch etwas sagen.
Der Mensch – „Abbild Gottes“
Diese Formulierung befindet sich im Text der Bibel: Gen 1, 26 f; 5, 1-3; 9, 6; vgl. Ps 8, 6. In den letzten Jahren ist sie zum richtigen Schlagwort geworden, besonders nach der Konzilskonstitution Gaudium et spes – über die Kirche in der heutigen Zeit. Als würde es sich um eine ganz klare und offensichtliche Formulierung handeln! Aber, diese sieht keinesfalls von sich aus weder klar noch offensichtlich. Und wenn wir sie benützen ohne die Auslegung, die den biblischen Inhalt übersteigen würde, dann bemühen wir uns, ein unklares Problem mit einem noch unklareren Hilfsmittel zu beleuchten.
Die Formulierung „ der Mensch – das Bild Gottes“nehmen wir gewöhnlich im sog. „ontologischen“ Sinne, d.h. der Mensch ist seinem Wesen nach Bild Gottes. Aber, es entsteht sofort die Frage: was würde in diesem Sinne zum Wesen des Menschen gehören? Ist er nicht wesentlich leiblich? Kann er als solcher, leiblich, Bild Gottes sein, denn Gott ist wesentlich nicht leiblich? Die Bibel selbst bringt uns in dieser Frage keine Unterscheidungen, die notwendig und offensichtlich sind. Den Menschen einfach, das heisst nach seinem ganzen Wesen, als Abbild Gottes zu bezeichnen, ist es eine Metapher, bestimmte „geeignete Redensart“ oder ist es wirklich eine bloße Analogie? Diese Frage lassen wir zunächst offen. Wir kommen später darauf zurück.
Wir könnten den Menschen ferner als Bild Gottes unter dem Aspekt des „Wirkens“ betrachten. Und das Wirken Gottes, unter der physischen Sicht betrachtet (hier ist „physisch“ nicht dasselbe wie „empirisch“, sondern es bezeichnet die Sicht der Wesenheit oder ontologische Sicht), ist schöpferisches Wirken, und das menschliche Wirken ist nicht schöpferisch; ich arbeite immer „aus“ etwas und „in“ etwas. Und unter der moralischen Sicht, ist das Wirken Gottes gut, weil es aus der absolut heiligen Quelle hervorgeht, während das Wirken des Menschen aus der gefallenen Natur hervorgeht, obwohl die Natur durch die Gnade erhoben wurde.
Falsch wäre die Auslegung, die wollte, dass das „Bild Gottes“ im Menschen jenes „Übernatürliche“ oder Gnadenhafte bezeichnen sollte, als wäre dieses Übernatürliche oder Gnadenhafte im Menschen als ein Zusatz von der Seite Gottes, als wäre der Mensch, oder man könnte sich ihn so vorstellen, „auf Stockwerke“: zuerst „natürlicher Mensch“ als Fundament, dann „übernatürlicher Mensch“ als Überbau. Ist der Mensch nicht eine einheitliche natürlich-übernatürliche Ganzheit? Können wir diese Ganzheit zerteilen?
Gleichermaßen sind drei übrige Auffassungen falsch: diejenige, die den Menschen als Bild Gottes ausschließlich von seiner geistigen Natur her, oder sogar von der leiblichen her, erklären möchte, oder, schließlich, als Verbindung der geistig-leiblichen Natur des Menschen, nicht in Betracht ziehend, inwieweit der Mensch auch übernatürliches Wesen ist.
Den Weg der Lösung suchen wir auf folgende Weise. Es scheint, vor allem, dass der Mensch Abbild Gottes oder Gott ähnlich ist, inwieweit er und weil er Gott auf der Welt representiert. Diese Deutung, nach manchen Auslegern der Heiligen Schrift, möchte ursprünglich, genetisch sein, die ursprüngliche Bedeutung des Wortes in Betracht ziehend, noch vor der Bibelbenutzung selbst. Nämlich, die orintalischen Könige der Antike, ähnlich wie manche von heute, positionierten ihr Bild oder Statue in verschiedene, auch entfernteste Teile des Landes, weit weg von ihrer Residenz. Das taten sie mit der Absicht, durch ihre Bilder und Statuen, dort representiert zu werden. Klar, solche Statuen, die sie „representieren“ sollten, ontologisch oder ihrer Wesenheit nach, waren nicht ähnlich dem, den sie representieren sollten – dem betreffenden Herrscher; sie wurden aus Stein, Holz oder einer anderen Materie angefertigt.
In der Deutung der Bibelformel „der Mensch – Abbild Gottes“, können wir im gleichen Sinne sagen: der Mensch stellt die Herrschaft Gottes auf der Erde dar, wie jene Statuen, sich in den entfernten Teilen des Kaiserreiches befindend, den betreffenden Kaiser dargestellt haben. In dieser Deutung ist offensichtlich: „Bild sein“ schließt nich notwendigerweise die gemeinsame Qualität des Bildes mit dem Original ein. Der Mensch ist das Zeichen, das Wahrzeichen Gottes. Er kann das sehr wohl sein, ohne an den Qualitäten Gottes Anteil zu haben. Genauso, wie eine Statue einen Menschen representieren kann, ohne ihm viel oder überhaupt nicht ähnlich zu sein (denken wir an die Statue von König Tomislav am Bahnhof von Zagreb), ohne Leben, Geist, Freiheit… in sich zu haben. Und doch, der Mensch stellt Gott auf eine unvergleichlich bessere Weise dar.
Der Mensch, nämlich, ist nicht irgendeine statische Statue oder ein Bild. Er ist ein lebendiges, dynamisches Wesen. Und als solcher representiert er Gott in einem viel tieferen Sinn, vor allem, wenn man an die christliche Wahrheit vom Leben Gottes im Menschen denkt, wenn man die Deutung des menschlichen Eigebautseins als transzendentes Wesen in das Fundament Gottes nimmt, in Betracht ziehend – nicht nur die uralte Auslegung der Analogie des Wesens – sondern indem man versucht dieselbe Analogie ursprünglich zu begreifen. Obwohl es uns nicht möglich ist, hier in alle Aspekte dieses tieferen Begreifens des Menschen als Abbild Gottes hineinzugehen, ist doch wichtig, zu betonen, dass es uns zusteht, ontologisch zu deuten, weil wir wirklich der Wesenheit nach Gott ähnlich sind. In uns, in unserer leiblich-geistigen Ganzheit tragen wir zwei göttliche Modalitäten oder zwei Arten: die Transzendenz und die Gnade. Der Mensch ist ein bewusstes, geistiges, transzendentes Wesen. Er ist das Wesen, das mit der übernatürlichen Gnade ausgestattet ist, dem sich Gott auf eine Weise, wie Er selbst ist, schenkt. Damit haben wir, wenn nicht erklärt, dann wenigstens, auf den tieferen Sinn der Formulierung „der Mensch – Abbild Gottes“ hingewiesen. Die Fülle der Verwirklichung der gleichen Formulierung müssen wir im idealsten Menschen, im fleischgewordenen Wort, Jesus Christus suchen.
Gott in der Welt „begegnen“?
Was heisst das? Kann der Mensch Gott „begegnen“? Es handelt sich um eine schwere, keinesfalls leichte Frage! Gott in der Welt „begegnen“? – ist das nicht die gleiche Frage wie: wo kann man auf Gott und sein Wirken „stossen“? Kann uns darüber etwas unsere konkrete geschichtliche Erfahrung sagen? Wir wissen, dass uns der Astronaut Titow mitgeteilt hat, Gott im All nicht begegnet zu sein. Aber, er hat sich nicht die Frage gestellt, ob es ihm überhaupt gelingen konnte, Gott dort zu „treffen“.
Marin, hier weise ich auf die Art meines Vorgehens hin. Ich spreche zu dir nicht wie zu einem „Glaubenden“, obwohl du dich als solcher deklarierst, sondern ich spreche zu dir, vor allem, als zum „Menschen“. Ich möchte, dass auch diejenigen, die nicht gläubig sind, die unentschlossen sind oder sich in einer Glaubenskrise befinden, in diesen Zeilen sich finden. Deshalb nehme ich nur drei Aspekte der Möglichkeit, beziehungsweise der Unmöglichkeit der Begegnung des Menschen mit Gott: „in der Welt“ (merke, das habe ich in Anführungszeichen gesetzt!), in einer geschichtlichen Religion, in sich selbst. Wie, auf welche Weise?
Auf die Frage „Gott in der Welt begegnen“ oder, was noch vulgärer ausgedrückt wird: Hast du Gott in der Welt, im All gesehen? Sind ihm die Menschen auf dem Mond begegnet? Können sie ihm auf irgendeinem Planeten begegnen? Ich antworte: ich bin Gott niergends begegnet, und ich kann ihm nicht im Sinne eines bestimmten Gegenstandes oder eines begrenzten Wesens begegnen. Es scheint, dass wir mit dieser Frage und Antwort die fundamentale Schwierigkeit des heutigen modernen Menschen im Verhältnis zur praktischen Religion berühren: Gott, der nicht als ein Gegenstand neben Gegenständen sein kann, sondern er ist die unaussprechliche, nicht umfassbare Voraussetzung, das Fundament und der Abgrung von allem, was existiert, der geheimnisvolle Kern aller Wesen (so, dass er sich von ihnen wirklich unterscheidet), diesem und solchem Gott kann man in seiner Welt oder im All nicht begegnen, wie einem einsamen und erhabenen Wesen, das in irgendwelchen Sphären einsam wohnen würde. Das wäre eine sehr grobe mytologische Auffassung des göttlichen Wesens.
Gott können wir uns auch nicht vorstellen als einen Einzelnen, der neben sich einem „anderen“ begegnet, was nicht er ist, ähnlich wie wir Menschen „dem anderen“ begegnen, was nicht wir sind. Im Gegenteil, wenn Gott in dieser Welt erscheinen wollte, es scheint uns wenigstens so, damit würde er aufhören, er selbst zu sein, so wie er ist, d.h. das tragende Fundament von allem, was erscheint, während er selbst nicht ist und nicht sein kann wie eine „Erscheinung“ – Phänomen. Gott zu objektivieren auf eine Weise, dass er „Erscheinung“ oder Phänomen wird, das geschichtlich-zeitlich bestimmt werden kann, mit den Ausdrücken „da ist er“, „er ist jetzt“, scheint es, wäre in der Wesenheit nicht mehr Gott. Es ist uns nicht möglich, Gott zu „objektivieren“ und in die Kategorien unseres Denkens herabzuführen. Er ist, nämlich, das Urgeheimnis und das tragende Urfundament der ganzen Wirklichkeit, er ist in allem, und alles ist in ihm. Und wenn wir den Unterschied zwischen ihm und uns Menschen setzen möchten, dann ist dieser Unterschied von einer ganz anderen Art als der Unterschied zwischen mir und meinem Partner, oder zwischen dem Tisch und dem Heizkörper, weil weder ich noch mein Partner, weder Tisch noch Heizkörper könnten sein, wenn wir nicht in Ihm wären und wenn er nicht in einem dauerhaften Akt der Schöpfung unser Wesen wie in bestimmten Bündeln ununterbrochen schenken würde.
In diesem Sinne, in großer Übereinstimmung, spricht von Gott auch die ganze Offenbarung. „Gott ist Geist“ (Joh 4, 24), er ist nicht wie der Mensch, den wir sehen und treffen können, wie ein Gegenstand, den wir berühren können. „Niemand hat Gott je geschaut“ (1 Joh 4, 12), denn mit diesen irdischen Augen können wir ihn nicht sehen, und in dieser unserer erscheinenden Welt er keine „Erscheinung“ für uns werden kann. Daher kommt der Auspruch des Johannes: „Wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht“ (1 Joh 4, 20).
Ähnlich spricht auch der hl. Paulus: „(Gott) wohnt in unzugänglichem Licht, den kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag“ (1 Tim 6, 16). Paulus ist mutig, wenn er den ersten Christen mit philosophischem Vokabular seiner Zeit ganz unerschrocken verkündet „noch je zu sehen vermag“. Es handelt sich also um echte Unmöglichkeit für den Menschen, Gott zu „sehen“, so wie man sonst einen Gegenstand oder ein Phänomen sieht. Den gleichen Gedanken bringt auch Petrus zum Ausdruck: „Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn…“ (1 Petr 1, 8). Dabei spielt er mit dem „noch“ auf das Leben jenseits des Grabes an, „denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1 Joh 3, 2).
Wenn Gott jemals dem Menschen „erschienen“ ist, zum Beispiel im Alten Testament den Israeliten, besonders dem Mose und den Propheten, was weder richtiges Erscheinen noch richtiges Schauen Gottes war, sondern nur mit Hilfe von Symbolen oder Zeichen. Dazu gehört der berühmte Text aus dem Buch Exodus von der Ehre Jahwes: „Dann sagte Mose: ‚Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen!’ Der Herr gab zur Antwort: ‚Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will’. Weiter sprach er: ‚Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben…Mein Angesicht aber kann niemand sehen’“ (Ex 33, 18-23).
Gott in der geschichtlichen Religion „begegnen“?
Wie begegne ich Gott in einer geschichtlichen Religion, zum Beispiel im Christentum? Demzufolge, was gesagt worden ist, kann ich auf dem Gebiet des Christentums ebenfalls nicht Gott begegnen wie, wenn ich einem Gegenstand oder einem Menschen begegne. Und doch, hat sich nicht jede geschichtliche Religion, vor allem das Christentum, bemüht, Gott so zu objektivieren und dem Menschen nahe zu bringen, dass es uns manchmal vorkommt, Gott greifen zu können.
Ist das Christentum nicht die Religion des Gebetes für Gottes Eingreifen in die Welt und in unser konkretes Leben? Ist das nicht die Religion der Liturgie und der Eucharistie – einer unbegreiflichen Nähe Gottes zum Menschen, Religion der Wunder, Religion des inspirierten Buches – der Bibel – die uns von Gott kommt und seine Botschaft bringt? Ist das nicht die Religion der Heilsgeschichte, die von der übrigen Geschichte getrennt und hervorgehoben wird, gerade in dieser Heilshinsicht, die Religion, in der die Träger der göttlichen Vollmachten, in der autorisierte Propheten als Träger der Offenbarung existieren? Ist das nicht die Religion des Papstes, der als Nachfolger Christi auf der Erde genannt wird, wobei sich das Wort „Christus“ mehr oder weniger wie das Wort „Gott“ selbst anhört usw.? Bietet die christliche Religion wirklich nicht bestimmte Erscheinungen, spezifische Objektivationen und Manifestationen Gottes , so dass sich Gott wenigstens auf diese Weise innerhalb dieser erscheinenden Welt unserer Erfahrung an verschiedenen Punkten meldet zum Unterschied von den Übrigen?
Es ist offensichtlich, dass die Religion, besonders unsere christliche, sich bemüht, so gut wie möglich und erlaubt, Gott dem Menschen nahe zu bringen, aber sie darf ihn in seinem Wesen nie entstellen. Sie darf ihm nicht ein falsches Bild von Gott präsentieren und als solches dann noch absolutisieren. Es ist leider nicht nur einmal passiert, dass ein Christ oder Gruppe von Christen von falschen Vorstellungen, entstellten Bildern Gottes gedrückt gewesen sind, und haben sie als solche an ihre Kinder und Enkel weitergegeben: „Gott Greis“, „Gott Rächer“, „Gott Knauser“…
Wenn wir Gott als Fundament von allem, was existiert, sehen, als denjenigen, der die ganze Wirklichkeit dauerhaft begründet, dann ist er „überall“ und an „jedem Ort“. Sehen wir das, was geschaffen ist, „als das Geschaffene“, d.h. als unendlich unterschiedlich vom Schöpfer, dann ist uns Gott fern. Und kommt es uns vor, dass Gott zu weit weg ist von unserer modernen experimentellen Auffassung dieser erkennbaren Welt. Es ist aber nicht so! Wenn der Begründer der ganzen Wirklichkeit nicht derjenige wäre, der nicht nur den anfänglichen Antrieb gegeben hat, sondern als derjenige, der die Wirklichkeit ununterbrochen begründet, ohne dass diese Wirklichkeit er selbst sei, dann wäre er wirklich ein ferner Gott. Aber, er ist uns näher als der Vater, als die Mutter, als der Freund und als wir selbst, weil er gerade die Mitte unseres Wesens, uns „innewohnend“, wir können sagen „das Herz unseres Herzens“, unendlich nahe und intim, von dem uns jeder Antrieb kommt, jeder Elan, jede Bewegung, aber wiederum nicht so, dass unser persönliches Handeln und unsere persönliche rechtmäßige Freiheit aufgehoben wäre. Dieser, uns so nahe Gott, der in Jesus Christus unser Bruder, Teilhaber unseres Schicksals, Träger unserer Geschichte geworden ist, ist zur gleichen Zeit jeder Wirklichkeit „transzendent“, er übesteigt alles, „schweigender Gott“, über den deswegen manche lieber schweigen, wie Wittgenstein, mit der Ausrede: „Wovon wir nicht reden können, sollen wir darüber schweigen.“
Dennoch, wir dürfen, können und müssen über unseren Gott sprechen. Wir dürfen nicht über ihn schweigen, weil uns unsere Erfahrung von ihm unwiderstehlich spricht. Das bedeutet also, dass der Mensch als transzendentes Wesen in jeder seiner Erkenntnis, in jeder Unterscheidung, in jeder bewussten Handlung, in jedem Vollzug der persönlichen Freiheit die Bedingung dieser Operationen „berührt“, den unendlichen Horizont unserer Transzendenz berührt, er berührt das Sein.
In Sich selbst Gott „begegnen“?
Auch hier, Marin, möchte ich zu dir zuerst als zum Menschen sprechen. Im zweiten Teil dieser Antwort spreche ich zu dir ebenfalls einige Worte als zum Christen. Jeder Mensch erlebt sich als Person oder Subjekt.Und es ist interessant, dass er das nicht selten als etwas Fremdes, von irgendwo Auferlegtes, erlebt. Auf was verweist ein solches Erlebnis den Menschen? Es verweist ihn auf jemanden, von dem sein Subjekt stammt. Wenn das menschiche Subjekt, sein „Ich“, ihm als fremd, nicht eine Zusammenfassung seiner gesamten (leiblich-seelischen) Elemente ist, wenn es kein Element neben anderen Elementen ist, wenn es kein größtes oder wichtigstes Element unter anderen Elementen und ähnlich ist, sondern etwas, was über alldem ist, nicht als ihr Ergebnis, sondern als etwas Eigenständiges, was alles leitet, dann fragen wir uns: „woher“ ist dieses Subjekt und „wohin“ mit diesem menschlichen Subjekt? Das ist jene uralte Frage: woher komme ich, und wohin gehe ich? Als würde ich erfahren, dass ich in etwas Absolutes „hineingebohrt“ bin, in etwas, was mich gibt, und fragt mich nicht, ob ich es will, in etwas, was mich leitet, mich dirigiert. In „Etwas“ mit großem Buchstaben geschrieben.
Außerdem, in jeder menschlichen Erkenntnis und in jedem freien Handeln öffnet sich vor dem Menschen ein unendlicher Horizont des Seins, den er als sich selbst geschenkt erlebt. Wo immer, nämlich, der Mensch in seiner Transzendenz (inwieweit er geistiges Wesen ist) sich als Fragenden erlebt, kann er sich in diesem Erleben seines unruhigen Wesens nie im Sinne des absoluten Subjekts begreifen, das sein Sein leitet und das sich selbst entdeckt, sondern kann sich in diesem Zusammenhang nur als Empfänger sieses Seins begreifen, als derjenige, dem sein Sein geschenkt ist. Von wem geschenkt? Vielleicht „berühren“ wir auch hier, wenigstens von ferne, den Absoluten?
Wenn die Freiheit die fundamentale Eigentümlichkeit des persönlichen Wesens ist, das im Vollzug eines zeitlich-räumlichen Aktes, inwieweit es verantwortungsvoll vollzieht, sich selbst besitzt, dann existiert im Menschen wenigstens „zweischichtige“ Freiheit: jene „oberflächliche“, mit der wir einzelne zeitlich-räumliche Handlungen vollziehen, und jene „tiefreichende“, mit der sich der Mensch als Ganzheit in einem Akt existenziell verwirklicht. In diesem zweiten tiefgreifenden Sinn ist der Mensch eigentlich ein einziger existenziell freier Akt, während alle oberflächlichen freien Akte das Ergebnis dieses eines ontischen freien Aktes sind. So verstandene Freiheit verweist uns wiederum auf eine Tiefe in uns Menschen.
Es scheint uns wie ein gewisses Derivat der Freiheit Gottes zu sein, als etwas wirklich Geheimnisvolles im Menschen, als das tiefste Konstitutiv und Existenzial des Menschen.
Das sind, allerdings, nur drei gezeichnete Versuche oder drei Wege, wie man dazu kommen könnte, in sich selbst Gott zu „begegnen“. Auf diese Wege des Nachdenkens sollte sich jeder Mesch machen und versuchen, in sich selbst Den zu erfahren und Dem zu begegnen, der in seinen tiefsten Tiefen sich befindet.
Gegen Ende möchte ich dir, Marin, als Christen kurz sagen, dass der Mensch eigentlich das Ereignis des unverdienten und immer vergebenden Sich-selbst-schenkens Gottes ist. Es handelt sich nicht um das äußere Schenken. Wenn Gott durch ein Wunder, sagen wir, es machen würde, dass auf einer Tafel der Satz erscheint: „Ich bin der Dreieinige Gott“, könnte man sagen, dass sich da Gott dem Menschen mitteilt, offenbart, aber auf eine Art des Sprechers, auf äußere Art. Aber, wir sprechen hier nicht von dieser Art des Sichschenkens. Ich möchte von innerem Mitteilen Gottes zum Menschen sprechen, als unsere eigene intimste Wirklichkeit, wo er sich uns so schenkt, dass er zum verborgensten Konstitutiv des Menschen wird. Er schenkt sich uns als Person. Er ist uns unendlich fern und unendlich nahe. In diesem Schenken, ist der Schenker an sich das kostbarste menschliehe Geschenk, der Schenker gibt sich von sich aus in das Eigentum seines Geschöpfes als seine eigene Vollkommenheit hin. Damit haben wir auch die Lehre von der „Gnade“ gestreift, die wir hier weiter nicht behandeln können.
Es ist mir klar, dass man auf deine Frage „Kann der Mensch überhaupt im sterblichen Leben Gott ‚begegnen’“ auch anders antworten kann, von einer anderen Seite, aber mir erscheint dieser Aspekt am günstigsten, damit du als Christ einsehen kannst, dass diese Frage, die im ersten Augenblick, an sich klar zu sein erscheint, keinesfalls so ist, und dass du als Mensch über verschiedene Möglichkeiten und Wege, Ausgangspunkte der menschlichen „Begegnung“ mit Gott nachdenkst. In jedem Fall, die „Begegnung“ mit Gott ereignet sich auf ganz anderen Ebenen, als uns diese unsere geschichtlich-zeitliche räumlich-experemintelle Wirklichkeit bieten kann. „Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh 4, 24).
Die Begegnung mit Gott ist manchmal ungewöhnlich, existenziell erfahren, so gewaltig, dass es vollkommen die Lebensrichtung eines Menschen ändert. Der junge französische Journalist, Anderé Frossard hat eine eigenartige „Begegnung mit Gott“ in der Kapelle der Schwestern der Versöhnenden Anbetung in Paris erlebt. Er ist in die Kapelle gegangen, um dort den Freund zu suchen und den ersten Schlag der Gnade zu erleben: „Ich ging dort hinein als Skeptiker und Gottloser der äußersten Linken…, mit etwas ganz Anderem beschäftigt, nicht mit Gott, den ich nicht einmal, zu negieren, vorhatte… Einige Minuten später ging ich als Katholik hinaus…Nun, es ist geschehen, und ich weiss auf eine außerordentliche Weise die Wahrheit, die Wahrheit, über etwas, worüber am meisten diskutiert wird über den ältesten Prozess: Gott existiert, ich bin ihm begegnet.“ Im Buch, unter dieser Überschrift, das er später geschrieben hat, und das allein in Frankreich innerhalb von einigen Monaten die Auflage von 200. 000 Exemplare erreicht hat, und in viele Sprachen übersetzt worden ist – unter anderen auch in Kroatisch – beschreibt er dieses Ereignis in der Kapelle so: „Es ist siebzehn Uhr und zehn Minuten. In zwei Minuten werde ich Christ sein… Ich, stiller Gottloser… ich schob die kleine Eisentüre, um als Zeichner oder als Nichtstuer aus der Nähe genau das Gebäude zu betrachen, in dem er (d.h. Freund Willemin, den er ungeduldig auf der Straße erwartete), würde ich sagen, lebt (in Wirklichkeit werde ich auf ihn drei oder vier Minuten gewartet haben)… Der Vorderteil der Kapelle war ziemlich beleuchtet. Hinter dem Hauptaltar, in weiss eingehüllt, in einem großen Bund von Kerzen, Leuchtern und Schmuck, ragt ein großes Metallkreuz hervor, aufmerksam hergestellt, das in der Mitte eine runde matt weisse Platte hat. Drei andere Platten von gleicher Größe, aber von unbemerkt anderen Nuancen, waren an den Kreuzenden befestigt. Ich kam bereits in die Kirchen, aus Liebe zur Kunst, aber ich sah nie gefüllte Monstranz, und sogar, denke ich auch nicht die Hostie, und ich weiss nicht, dass ich mich vor dem Allerheiligsten befinde, vor dem sich zwei Reihen von brennenden Kerzen erheben. Neben zusätzlichen runden Platten und verworrener Vergoldung der Zierde fällt es mir noch schwerer, zu erkennen, was diese entfernte Sonne ist.
Die Bedeutung von alldem entzieht sich mir, umso leichter, weil ich sie auch nicht erforsche. An der Türe stehend, suche ich mit den Augen meinen Freund, aber es gelingt mir nicht ihn zu erkennen, unter den Gestalten, die vor mir knien. Mein Blick wandert vom Schatten zum Licht und kehrt wieder zu den anwesenden Menschen zurück, ohne dabei irgendeinen Gedanken zu haben, wandert von den Gläubigen bis zu unbeweglichen Ordensschwestern und von den Ordensschwestern zum Alter, und verweilt dort, ich weiss es nicht warum, bei der zweiten Kerze, die links vom Kreuz brennt. Nicht bei der ersten oder bei der dritten, sondern bei der zweiten. Und dann setzt sich die Welle der Wunder in Bewegung und wird mit ihrer unerbittlichen Heftigkeit in einem Augenblick den Mantel wegreissen vom sinnlossen Wesen, wie ich bin, und wird an das Licht des Tage das Kind bringen, vom Lichte geblendet, das ich nie war…
Ich sage nicht, dass sich der Himmel öffnet, er öffnet sich nicht, sonder er stürzt auf mich nieder, plötzlich hebt er sich wie ein stilles Blitzen des Blitzes, aus dieser ungeahnten Kapelle, in der sich das Geheimnisvolle Verschlossene befand. Wie soll ich das beschreiben…? Das ist das unzerstörbare Kristll, unendlich durchsichtig, fast unerträglich hell (eine Stufe stärker würde es mich vernichten) – lieber würde ich sagen: blau, eine Welt, eine andere Welt von einem Glanz und Dichte, dass die unsere von ihr widerstrahlt wie zerbrechliche Schatten der unvollendeten Träume. Sie ist Wirklichkeit, sie ist Wahrheit, ich sehe sie vom dunkelen Ufer her, wo ich noch festgehalten werde…
Draußen war noch immer schönes Wetter, ich war fünf Jahre alt, und diese Welt, zuerst aus Stein und Teer gebaut, war ein großer Garten, wo es mir ermöglicht solange zu spielen, bis es dem Himmel gefällt, mir das zu erlauben. Willemin, der neben mir ging und der, scheint es, etwas Ungewöhnliches an den Linien meines Gesichtes entdekt hatte, schaute mich mit der Schärfe des Arztes an: ‚Was ist mit dir?’ – ‚Ich bin Katholik.’ Und, als hätte ich Angst, mich nich genügend klar ausgedrückt zu haben, fügte ich hinzu: ‚apostolisch und römisch’, damit mein Bekenntnis vollständig wäre… ‚Gott existiert und alles ist Wahrheit.’… Gott war Wirklichkeit, und er war sogar da geoffenbart und verhüllt von diesem Licht, das er selbst geschickt hat, und das ohne Sprache und Bilder es möglich machte, dass alles verstanden und geliebt wird. Ich sehe wirklich, dass diese Angaben in sich etwas Unendliches enthalten können, aber was kann ich dafür, dass das Christentum Wahrheit ist, dass die Wahrheit existiert und wenn diese Wahrheit eine Person ist, die auf keinen Fall unerkannt bleiben will.
Das Wunder dauerte einen Monat lang. Jeden Morgen fand ich mit Bewunderung dieses Licht, vor dem der Tag verblasste, diese Milde, die ich nie vergessen werde und die mein ganzes theologisches Wissen ist…Ein Ordensmann des Ordens des Heiligen Geistes übernahm die Pflicht, mich auf die Taufe vorzubereiten, und lehrte mich den Glauben, von dem ich, das brauche ich nicht mehr anzufüren, nichts wusste. Was er mich über christliche Lehre lehrte, erwartete ich und nahm es mit Freude auf; die Doktrin der Kirche war die Wahrheit bis zum letzen Komma, und ich nahm sie mit jeder Zeile mit neuer Begeisterung auf…Nur eine Sache überraschte mich: die Eucharistie. Ich sage nicht, dass sie mir unwahrscheinlich erschien, sondern dass die Liebe Gottes ein so einfaches Mittel gefunden hatte, um sich mitzuteilen, das entzückte mich, und besonders, dass sie, um das zu machen, das Brot erwählt hatte, das die Nahrung der Armen und Lieblingsspeise der Kinder ist. Von allen Geschenken, die das Christentum vor mich ausschüttete, war das das schönste“ (vgl. Anderé Frossard, Gott existiert, ich bin ihm begegnet, kroat. Übersetzung, ausg. FTI (Philos.-Theol.-Inst.), Zagreb 1971, S. 110-118).
Gott kann also auf eine wundersame Weise mit seiner Anwesenheit und Klarheit von sich beschenken, wen er will. Jedes äußere Erscheinen der Anwesenheit Gottes ist nur der Ausdruck nach außen (Explititation) dessen, was der Mensch in sich trägt. Und er trägt in sich die Anwesenheit dieses unausprechlichen Geheimnisses!
(Quelle: Ivan FUČEK, Moral-Geistliches Leben, Band Zwei: Gesetz - Glaube, Split, 2004, Seiten 287-294)
Ivan Fuček ist Jesuitenpater, Professor im Ruhestand an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und Theologe an der Apostolischen Pönitentieri
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03
März
2014

"Die beste Werbung ist das Leben selbst"

"Die beste Werbung ist das Leben selbst"

Interview zur Initiative "Tag der offenen Klöster" am 10. Mai

Von Tanja Schultz
ROM, 3. März 2014 (ZENIT.org) - Dass das Ordensleben keineswegs nur hohe Mauern und weltliche Entbehrung bedeutet, vermuten nur Wenige. Ein Einblick hinter die Klostermauern soll den Laien Gelegenheit geben, das vielseitige Leben der Gemeinschaften, ihren Alltag und ihre Spiritualität kennen zu lernen. Am 10. Mai öffnen erstmals Klöster in ganz Deutschland ihre Pforten und laden zum Tag der offenen Klöster ein. Was sich genau hinter der Initiative verbirgt, erzählt uns Schwester Kerstin-Marie Berretz OP, Arenberger Dominikanerin.
Schwester Kerstin-Marie, viele Menschen verbinden mit dem Klosterleben Abgeschiedenheit, Weltabgewandtheit und Entsagung. Falsche Vorstellungen?
Natürlich gibt es viele Vorurteile, wenn es ums Ordensleben geht. So gehen wir zum Lachen beispielsweise nicht in den Keller und genießen durchaus das Leben. Gleichzeitig leben wir in manchen Dingen schon anders, als Menschen, die nicht im Kloster sind. Und noch dazu gibt es Gemeinschaften, die sehr zurückgezogen leben. Andere wiederum leben in einer Wohnung mitten in Berlin-Marzahn, da kann von Weltabgewandtheit oder Abgeschiedenheit wirklich keine Rede sein. Das Schöne ist: All diese Facetten können beim Tag der offenen Klöster erlebt werden, weil ganz verschiedene Gemeinschaften ihre Türen öffnen.
Wie ist die Initiative „Tag der offenen Klöster“ entstanden?
Die Initiative zum Tag der offenen Klöster entstand im Jahr 2012 auf der Jahreskonferenz der AG Berufungspastoral der Orden. Einige Brüder und Schwestern hatten bereits Erfahrungen mit ähnlichen Veranstaltungen in verschiedenen Bistümern.
Wie viele Klöster nehmen an der Aktion teil?
Derzeit – am 28. Februar – haben sich schon mehr als 240 Gemeinschaften in ganz Deutschland angemeldet. Und es kommen quasi täglich neue dazu.
Wie hat man sich diesen Tag vorzustellen?
Wenn man sich auf der Homepage zum Tag der offenen Klöster die Angebote anschaut, wird man schnell feststellen, dass es eigentlich überall darum geht, miteinander ins Gespräch zu kommen. Fast alle Gemeinschaften bieten Gesprächsmöglichkeiten an und laden zum gemeinsamen Gebet ein. Wir Ordensleute freuen uns darauf, mit denen, die zu uns kommen, etwas von unserem Leben zu teilen.
Die Augustiner Chorfrauen in Essen bieten z.B. ein gemeinsames Kaffeetrinken an, dann ein Kennenlernen des Klosters, um 17.00 Uhr sind alle zur Vesper, dem Abendgebet, eingeladen und anschließend zum Grillen im Klostergarten.
Die Zahl der Ordenseintritte ist in Europa in den letzten Jahrzehnten rapide gesunken. Was versprechen Sie sich von der Aktion?
In erster Linie geht es darum, miteinander in Kontakt zu kommen. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die „eine Tante im Kloster“ haben oder auf anderem Weg mit Ordensleuten in Berührung kommen. Das möchten wir an diesem Tag ermöglichen. Gleichzeitig ist es auch für uns eine gute Gelegenheit, mit den Menschen, denen auch wir nicht immer begegnen, ins Gespräch zu kommen und etwas von ihnen zu erfahren. Wenn dabei auf beiden Seiten Vorurteile abgebaut werden können, ist das wunderbar. Wir möchten einfach zeigen, wie schön unser Leben ist.
Einige Orden bieten schon seit Jahren Meditations- und Besinnungstage für Laien an, die gerne von „gestressten“ Managern und Menschen, die in einer Lebenskrise stecken, genutzt werden. Das Kloster als Refugium und Selbstfindung. Dennoch ist es bis zum lebenslangem Gelübde bei einem Ordenseintritt ein großer Schritt. Welche Möglichkeiten haben heute die Gemeinschaften, um um Nachwuchs zu werben?
Die beste Werbung ist das Leben selber. Natürlich kennen auch wir in den Ordensgemeinschaften Leid, Trauer und Scheitern. Aber wenn jemand erlebt, dass wir trotzdem glückliche und frohe Menschen sind, kommt er vielleicht auf die Idee, zu fragen, was dahinter steckt. Wenn dann eine junge Frau oder ein junger Mann diesen Weg mit uns gehen möchte, weil es seine ganz eigene Berufung ist, die auch ihn glücklich macht, freuen wir uns sehr. Aber zuerst muss es immer darum gehen, dass die Menschen entdecken, wozu Gott sie ruft, was für sie Leben in Fülle bedeutet.
*
Informationen zu den vielfältigen Veranstaltungen kann man hier abrufen. Diese können durch verschiedene Suchfunktionen, wie eine Landkarte, über Postleitzahlen oder per Direktsuche gefunden werden.

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03
März
2014

Bistum Limburg: Prüfbericht abgeschlossen

Bistum Limburg: Prüfbericht abgeschlossen

Dokument wurde heute der Bischofskongregation im Vatikan übergeben

BONN, 3. März 2014 (DBK PM) - Die vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, eingesetzte Prüfungskommission im Bistum Limburg hat ihren Bericht fertiggestellt. Erzbischof Zollitsch übergab den Bericht am heutigen Montag dem Präfekten der Bischofskongregation im Vatikan, Kardinal Marc Ouellet, im Beisein des Vorsitzenden der Prüfungskommission, Weihbischof Manfred Grothe. Wie im September 2013 anlässlich des Besuches von Kardinal Giovanni Lajolo im Bistum Limburg mit dem Domkapitel und dem Limburger Bischof vereinbart, werden die Ergebnisse offengelegt, sobald die Beratungen der Bischofskongregation abgeschlossen sind.
Die Prüfungskommission hat ihre Arbeit im Oktober 2013 aufgenommen, nachdem der Bischof von Limburg eine Sonderprüfung der Bauprojekte auf dem Limburger Domberg beim Vorsitzenden der Bischofskonferenz erbeten hatte. Auftrag der Kommission war es, die Kosten, die Finanzierung und die Entscheidungswege aufzuzeigen, die den Bauprojekten zu Grunde liegen. Dazu wurden der Kommission in den vergangenen Monaten Unterlagen und Informationen zugänglich gemacht. Im Zuge der Aufklärung hat die Kommission acht Mal, teils mehrtägig, getagt und dabei zahlreiche mit den Bauprojekten befasste Personen angehört.
Zur Übergabe des Berichts sagte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch: „Im Sinne des Prüfungsauftrags war uns sehr an einem Beratungsprozess gelegen, der den beteiligten Interessen fair und umfassend Rechnung trägt. Unbeeindruckt von den Spekulationen und teilweise auch Vorverurteilungen der letzten Monate ging es darum, ein objektives Bild der Abläufe zu zeichnen. Ich möchte dem Limburger Bischof, dem Bischöflichen Ordinariat und der Prüfungskommission für ihren Beitrag zur Klärung der Situation ausdrücklich danken.“
Der Prüfungskommission gehören an:
- Manfred Grothe, Weihbischof im Erzbistum Paderborn
- Michael Duus, WSP Deutschland AG, Düsseldorf
- Dr. Josef Gronemann, Wirtschaftsprüfer, Köln
- Michael Himmelsbach, Leiter der Abteilung Finanzen im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg
- Prälat Dr. Lorenz Wolf, Offizial des Erzbistums München und Freising.

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03
März
2014

Das erste Jahr von Papst Franziskus in den Worten von Pater Lombardi (Erster Teil)

Hier kommt demnächst der 2. Teil
Das erste Jahr von Papst Franziskus in den Worten von Pater Lombardi (Zweiter Teil)

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03
März
2014

Das erste Jahr von Papst Franziskus in den Worten von Pater Lombardi (Erster Teil)

Das erste Jahr von Papst Franziskus in den Worten von Pater Lombardi (Erster Teil)

Pressesprecher des Vatikans erzählt die wichtigsten Ereignisse vom Amtsverzicht Benedikts XVI. bis heute

Von Wlodzimierz Redzioch
ROM, 3. März 2014 (ZENIT.org) - Vor einem Jahr verzichtete Papst Benedikt XVI. auf sein Amt als Nachfolger Petri. Das Klima in der Römischen Kurie war beschwert durch die Skandale um den Missbrauch von Minderjährigen und den Verrat des päpstlichen Kammerdieners. Die Vorbereitungen auf das Konklave und die überraschende Wahl des ersten nichteuropäischen Papstes der Geschichte führten dazu, dass eine so große Anzahl an Journalisten nach Rom kam, wie man sie seit dem Tod von Johannes Paul II. nicht mehr gesehen hatte.
Wochenlang musste Pater Federico Lombardi, der Leiter des vatikanischen Presseamtes, die Fragen von etwa sechstausend Journalisten beantworten.
In dieser Zeit großer Verunsicherung fiel dem Pressesprecher des Vatikans die schwere Aufgabe zu, den Journalisten aus aller Welt zu erklären, was die Ereignisse wirklich bedeuteten. Ereignisse, die in die Geschichte der Kirche und der Welt eingehen werden.
Um uns ein Bild davon zu machen, was sich in diesem Jahr alles zugetragen hat, haben wir Pater Lombardi um ein Interview gebeten.
***
Vor einem guten Jahr schien die Lage katastrophal zu sein. Echte und erfundene Skandale wurden von den Medien mit einer bisher unbekannten Aggressivität verbreitet und vergrößert. Verleumdungen, Verdächtigungen, Spekulationen… Wie sind Sie als Pressesprecher des Vatikans mit dieser Situation umgegangen?
Pater Lombardi: Die Medien sind nicht immer in der Lage, gewisse Situationen objektiv zu beurteilen. Es war eine emotional negative Einstellung entstanden, die dazu führte, dass allen negativen Berichten mehr Wert beigemessen wurde als den positiven. Man betrachtete die Kirche mit Argwohn. Ein Teil des Pontifikats Benedikts XVI. ist von gravierenden Ereignissen gezeichnet gewesen. Der Skandal um den sexuellen Missbrauch Minderjähriger seitens einiger Priester hatte schwere Schatten auf die Kirche geworfen. Eine Tatsache, die umso trauriger ist, wenn man bedenkt, dass das Pontifikat Benedikts XVI. sich durch große Konsequenz und Mut im Umgang mit diesem Problem auszeichnet; es hat in Wahrheit die Voraussetzungen für eine Läuterung geschaffen. Hinzu kamen noch die inneren Probleme mit dem Nachrichtenleck aus dem Vatikan. Das hat das öffentliche Image des Vatikan auf völlig unangemessene Weise belastet. Ich will nicht leugnen, dass Fehler gemacht worden sind, doch man hat verallgemeinert und ein negatives Licht auf den ganzen Vatikan und auf Menschen geworfen, die dem Papst und der Kirche immer treu gedient haben. Der dramatische Vorfall des Verrats durch den Kammerdiener hat von sich aus schon für viel Trauer und Verlegenheit gesorgt.
Der Skandal um die Veruntreuung vertraulicher Dokumente hat einen Menschen betroffen, den im Vatikan jeder kannte und der dem Heiligen Vater sehr nahe stand. Mit welchen Gefühlen haben Sie die Nachricht aufgenommen, dass Paolo Gabriele den Papst verraten hatte?
Pater Lombardi: Paolo Gabriele hat vor Gericht ausgesagt, er habe einen Beitrag zur Läuterung der Spannungen innerhalb der römischen Kurie leisten wollen. Er habe geglaubt, indem er vertrauliche Dokumente kopiere und nach außen weitergebe, könne er ein heilsames Wachrütteln bewirken. Erst mit der Zeit habe er gemerkt, dass diese Vorgehensweise falsch war. Er hat auf schwerwiegende Weise das Vertrauen des Papstes ausgenutzt. Ich will kein persönliches Urteil über das Verhalten Gabrieles abgeben. Seine Tat fällt in den Kontext der Diskussionen um die Verwaltung des Governatorats der Vatikanstadt nach dem Amtsantritt von Msgr. Carlo Maria Viganò. Ein weiteres heikles Thema war das der Vatikanbank IOR und der wirtschaftlichen und finanziellen Aktivitäten des Vatikans. Um diese Probleme zu verstehen, muss man die dazugehörigen technischen Seiten kennen. Es ist nur recht und billig, dass in der Öffentlichkeit darüber diskutiert wird; leider jedoch haben die Medien sehr einseitig negativ berichtet.
In der Tat haben die Medien damals den Vatikan stark kritisiert und behauptet, er habe undurchsichtig gehandelt und viele Kommunikationsfehler begangen. Was halten Sie von diesen Vorwürfen?
Pater Lombardi: Die Tatsache, dass Paolo Gabriele hunderte von Dokumenten an einen Journalisten weitergeleitet hat, hat nichts mit der Kommunikationsfähigkeit des Vatikans zu tun! Solche Dinge passieren leider überall und können durch keine noch so gute Kommunikation entschärft werden. Natürlich ist jedes System verbesserungsfähig; aus diesem Grund hat das Staatssekretariat das Amt eines Ratgebers für Kommunikationsfragen eingeführt, das mit der Person Greg Burkes besetzt wurde. Es ist sehr wichtig, dass eine Verbindung zwischen der Regierung, den Entscheidungen, der Vorbereitung der Dokumente und der Mitteilung an die Öffentlichkeit besteht. Dadurch wird gewährleistet, dass während die Dokumente noch in Vorbereitung sind schon darüber nachgedacht wird, wie man sie der Öffentlichkeit vorstellen soll. So sieht sich das Presseamt nicht mehr der Aufgabe gegenüber, Entscheidungen und Dokumente mitteilen zu müssen, die aus heiterem Himmel fallen, wie es im Fall der Aufhebung der Exkommunikation für die Piusbrüder geschah. Seit Greg im Staatssekretariat ist, bin ich ruhiger; außerdem kann ich auf jemanden bauen, der die amerikanischen Medien gut kennt.
Für den 11. Februar 2013 hatte Benedikt XVI. ein Konsistorium einberufen. Niemand konnte ahnen, was sich an diesem Tag ereignen sollte. Wie haben Sie die Nachricht vom Amtsverzicht des Papstes aufgenommen?
Pater Lombardi: Ich wiederhole es oft und stoße dabei immer wieder auf Unglauben: Für mich kam sein Amtsverzicht weder besonders schockierend noch besonders unerwartet. Nicht, dass ich lange im Voraus darüber informiert gewesen wäre. Aber wer Benedikt XVI. aus der Nähe kannte und ihn aufmerksam beobachtete, wusste, dass er versuchte, sich Klarheit über seine schwindenden Kräfte zu verschaffen. Dass er zu einer solchen Entscheidung gelangen konnte, lag im Bereich des Denkbaren. Er hatte schon Jahre vorher in seinem Buchinterview mit Peter Seewald über diese Möglichkeit gesprochen. Im Buch „Licht der Welt“ erklärt Benedikt XVI. ausdrücklich, dass ein Papst unter gegebenen Umständen nicht nur die Möglichkeit, sondern sogar die Pflicht habe, auf sein Amt zu verzichten. Ich habe jene Augenblicke mit großer Ruhe erlebt und zu erklären versucht, aus welchen Gründen der Heilige Vater sich zu diesem Schritt entschlossen hatte. Diese Gründe sind meiner Ansicht nach alle in den Worten enthalten, die Benedikt XVI. vor dem Konsistorium verlesen hat.
Ab 12.30 Uhr des 11. Februar haben Sie sich den Fragen hunderter von Journalisten aus aller Welt stellen müssen. Obendrein war diese Situation neu, noch nie dagewesen. Wie sind Sie damit klar gekommen?
Pater Lombardi: Es war wichtig, nicht nur die Gründe für den Rücktritt zu erklären, sondern auch mitzuteilen, was in den letzten Tagen des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. geschehen sollte. Ich musste auch erklären, was „Sedisvakanz“ bedeutet. Dann kamen die Kongregationen vor dem Konklave und schließlich das Konklave selbst. Ich habe versucht, diese Etappen mit einer gewissen Ordnung zu beherrschen, um ein besseres Verständnis der Ereignisse herbeizuführen.
Wer sind Ihre Ansprechpartner innerhalb der Kurie gewesen?
Pater Lombardi: Die schwerste Arbeit jener Tage bestand für mich darin, immer die richtigen Quellen zu finden, um die Fragen, die mir von den Journalisten gestellt wurden, korrekt zu beantworten. Bis zum 28. Februar war das der Staatssekretär; danach hat Kardinal Tarcisio Bertone die Rolle des Camerlengo übernommen. Andere Informationsquellen waren für mich der Dekan des Kardinalskollegiums, der Vizestaatssekretär, der Sekretär des Governatorats, die Gendarmerie, die Präfektur des Päpstlichen Hauses, die juristischen Schriften, die Historiker, besonders die Experten über Geschichte des Konklaves. Oft habe ich den Journalisten sagen müssen: „Im Moment kann ich diese Frage nicht beantworten, aber morgen werden Sie eine Antwort erhalten.“ Nach der Pressekonferenz musste ich dann die richtigen Leute finden, die mir Klarheit verschaffen konnten. Eine große Hilfe sind für mich auch Pater Thomas Rosica CSB für die englischsprachigen Journalisten und Msgr. José Maria Gil Tamayo für die spanischsprachigen gewesen.
[Der zweite Teil des Interviews mit Pater Federico Lombardi folgt morgen, am Dienstag, dem 4. März]

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03
März
2014

Rainer Maria Woelki sagte: "Es kann doch für eine Frau nicht gut sein, durch die ´Pille´ immer und zu jeder Zeit für den Mann ´verfügbar´ zu sein."

02.03.14 16:15 Uhr


[Bild: Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki greift die Antibabypille an]
Die künstliche Empfängnisverhütung durch die Antibabypille ist dem Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki ein Dorn im Auge. Er verteidigte die ablehnende Haltung der Kirche und sieht auch eine diesbezügliche Zustimmung in der Frauenbewegung.

Rainer Maria Woelki sagte: "Es kann doch für eine Frau nicht gut sein, durch die ´Pille´ immer und zu jeder Zeit für den Mann ´verfügbar´ zu sein."

Auch sei die Kirche weiterhin gegen den Geschlechtsverkehr vor der Ehe. Die auferlegten Normen der Kirche können sich nicht einfach geänderten Lebensverhältnissen anpassen.

Auch sei die Kirche weiterhin gegen den Geschlechtsverkehr vor der Ehe. Die auferlegten Normen der Kirche können sich nicht einfach geänderten Lebensverhältnissen anpassen.



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03
März
2014

Berliner Erzbischof Woelki fordert Kirche zu Debatte über „Pille danach“ auf

Berliner Erzbischof Woelki fordert Kirche zu Debatte über „Pille danach“ auf
03.02.2013 18:23 Uhrvon Benjamin Lassiwe



Berlins katholischer Erzbischof Rainer Maria Woelki Foto: dpaBild vergrößernBerlins katholischer Erzbischof Rainer Maria Woelki - Foto: dpa

Nach dem Kurswechsel des Kölner Kardinals Joachim Meisner zur „Pille danach“ fordert Berlins Erzbischof Rainer Maria Woelki eine Debatte in der katholischen Kirche. SPD und Grüne wollen unterdessen einen leichteren Zugang zur „Pille danach“.

Berlins katholischer Erzbischof Rainer Maria Woelki hat seine Kirche zu einer Debatte um die „Pille danach“ aufgerufen. „Wenn es neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Wirkungsweisen der ,Pille danach’ gibt, dann ist es notwendig und wichtig, dass sich die Kirche bundesweit damit auseinandersetzt“, sagte Woelki am Samstagabend in Berlin. „Unsere Krankenhäuser und Ärzte brauchen Orientierung, wie sie in Zukunft Frauen in dieser Situation unterstützen können – auch was den Einsatz von bestimmten Formen der ,Pille danach’ angeht.“

Damit folgt Woelki, der vor seiner Zeit als Berliner Erzbischof Weihbischof in Köln war, dem Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner.

Meisner hatte nach einer Beratung mit Vertretern des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland seine Position zur „Pille danach“ überraschend geändert. Ihm sei erst in dem Gespräch deutlich geworden, dass unter dem Begriff der „Pille danach“ „unterschiedliche Präparate mit unterschiedlichen Wirkprinzipien zu verstehen sind“, so Meisner am Donnerstag. Werde nach einer Vergewaltigung ein Präparat mit dem Ziel eingesetzt, eine Befruchtung zu verhindern, sei dies aus seiner Sicht vertretbar. Weiter nicht vertretbar seien dagegen Pillen, die das Einnisten einer bereits befruchteten Eizelle verhindern sollen.

Anfang Januar war bekannt geworden, dass katholische Kliniken im Rheinland einem Vergewaltigungsopfer eine Untersuchung und die Sicherung von Spuren verweigert hatten. Begründet wurde dies mit dem Argument, die Frau hätte möglicherweise die „Pille danach“ verlangt. Die hatte allerdings schon eine andere Ärztin verordnet. Der Fall hatte zu einer breiten öffentlichen Debatte über die Rolle katholischer Krankenhäuser geführt.

Berlins Erzbischof Woelki betonte, dass Frauen, die Opfer von Vergewaltigungen wurden, in katholischen Krankenhäusern des Erzbistums Berlin schon heute über alle Möglichkeiten der Hilfe, so auch die „Pille danach“, informiert und aufgeklärt würden. Ihnen würde jede notwendige medizinische und pflegerische Hilfe zuteil. Dies beinhalte auch die uneingeschränkte Kooperation im Hinblick auf die Spurensicherung.

SPD und Grüne wollen unterdessen über den Bundesrat durchsetzen, dass Frauen die „Pille danach“ ohne Rezept bekommen können. Die rot-grün regierten Bundesländer hätten Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen damit beauftragt, bis April eine entsprechende Initiative auszuarbeiten, berichtete die Zeitung „Sonntag Aktuell“. Sollte sich dann eine Mehrheit für den Vorstoß abzeichnen, „könnten wir den Gesetzentwurf relativ rasch in den Bundesrat einbringen“, sagte ein Sprecher von Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD).

Im vergangenen Jahr war ein ähnliches Vorhaben noch gescheitert. Nach dem Sieg von Rot-Grün in Niedersachsen seien die Chancen nun aber besser geworden, sagte der Sprecher. Geplant sei, dass ein Apotheker die „Pille danach“ ohne Rezept ausgeben dürfe.

Allerdings müsse er vorher eine Beratung anbieten. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hatte damals jedoch davor gewarnt: „Jede medikamentöse Kontrazeption und damit auch die Notfallkontrazeption gehört in ärztliche Hand.“ Im Streit um die Behandlung vergewaltigter Frauen in katholischen Krankenhäusern hatte der konservative Kölner Erzbischof Joachim Meisner am Donnerstag überraschend seine bislang ablehnende Haltung korrigiert: Die „Pille danach“ sei zulässig, wenn das Medikament eingesetzt werde, um die Befruchtung zu verhindern. Nicht hinnehmbar sei eine Verschreibung, wenn die „Pille danach“ die Einnistung bereits befruchteter Eizellen in der Gebärmutter verhindern solle. (mit dpa)



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03
März
2014

Pakistan: „Kein Richter bringt soviel Mut auf“

Pakistan: „Kein Richter bringt soviel Mut auf“



RealAudioMP3 Immer noch im Gefängnis, seit 2009 schon, mit einem Todesurteil wegen Blasphemie: Die Rede ist von Asia Bibi. Sie ist Christin, Mutter von fünf Kindern – und soll vor fünf Jahren in einem Gespräch mit Nachbarn den islamischen Propheten Mohammed beleidigt haben. Worauf in Pakistan, dem sogenannten „Blasphemieparagraphen“ entsprechend, die Todesstrafe steht. Jetzt hat das Oberste Gericht in Lahore den Start des Prozesses verschoben, bei dem Asia Bibi gegen ihr Todesurteil in die Berufung zieht. Mobeen Shahid doziert Islamisches Denken an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom und hat einen „Verband pakistanischer Christen in Italien“ gegründet. Er kommentiert die Nachricht aus Lahore:

„Die pakistanischen Richter haben einfach Angst, sich an die Blasphemiefälle zu wagen, denn damit können sie natürlich Drohungen von Muslimen und militanten Gruppen auf sich ziehen! Dass der Fall Asia Bibi wieder einmal vertagt und verschoben wird, ist nur der jüngste Zug in einem Spiel, das schon seit ein paar Jahren läuft – seit Asia Bibi im Gefängnis ist. Kein Richter bringt soviel Mut auf...“

Zwei bekannte Pakistaner haben öffentlich erklärt, dass sie Asia Bibi für unschuldig hielten: der Gouverneur Salman Taseer – ein Muslim – und der Minister Shahbaz Bhatti – ein Christ. Beide wurden wegen ihres Engagements in dieser Angelegenheit von Extremisten umgebracht.

„In Pakistan kann man auch ganz ohne Beweise wegen Blasphemie angeklagt werden; ein Missbrauch des Blasphemieparagraphen ist in Pakistan an der Tagesordnung.“

Sollte das Oberste Gericht in Lahore sein früheres Todesurteil aufrechterhalten, wollen sich Asia Bibi und ihre Unterstützer an das Oberste Gericht des Landes wenden. „Am Schluss könnte auch ein Gnadengesuch an den Staatspräsidenten stehen“, sagt Mobeen Shahid.

„Asia Bibi ist in das Gefängnis Sheikhupura im Süden des Landes verlegt worden. Damit ist es für ihre Familie sehr schwer geworden, sie zu erreichen, ihre Töchter kann sie jetzt nicht mehr häufig sehen. Sie steht unter enormem Stress, von ihren Mitgefangenen wird sie bedroht, weil diese sie für eine blasphemische Person halten. Das macht ihre Lage noch schwieriger.“

Seit Jahren gibt es immer wieder Proteste gegen das pakistanische Blasphemiegesetz, nicht nur im Land selbst, sondern auch von außen. Auch Papst Benedikt XVI. setzte sich öffentlich für eine Streichung des Paragraphen ein – bis heute scheint alles vergeblich.

„Shahbaz Bhatti war vom Präsidenten, Asif Ali Zardari, zum Mitglied der Kommission für eine Revision des Blasphemiegesetzes ernannt worden, doch dann ermordeten ihn vor ziemlich genau drei Jahren die pakistanischen Tehrik-i-Taliban – Gruppen, die unlängst auch seinen Bruder Paul Bhatti, seinen politischen Nachfolger, und andere Familienangehörige bedroht haben. Es ist schwierig, dieses Gesetz zu ändern, wenn es im pakistanischen Parlament islamische Parteien gibt und außerdem fast neunzig Gruppen im ganzen Land, die mit den Taliban verbündet sind. Sobald jemand ans Blasphemiegesetz rührt, wird er angegriffen, selbst wenn er nur auf Fälle von Missbrauch dieses Paragraphen hinweist. Das alles macht es schwierig, öffentlich Christen zu verteidigen.“

(rv 03.03.2014 sk)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/03/...0%9C/ted-778059
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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03
März
2014

Franziskus öffnet päpstliche Gärten in Castel Gandolfo

Franziskus öffnet päpstliche Gärten in Castel Gandolfo



Papst Franziskus gibt die Gärten der Päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo für die Öffentlichkeit frei. Ab sofort können Besucher den 55 Hektar großen Park besichtigen, der zu den exterritorialen Besitzungen des Heiligen Stuhles in Italien zählt. Castel Gandolfo diente den Päpsten seit den Zeiten des Barberini-Papstes Urban VIII. (1623-1644) als Sommerresidenz. Franziskus ist der erste Papst seit Pius XI. (1922-1939), der sich entschlossen hat, die Villa nicht zu nutzen. Die Päpste vor ihm haben sich rund drei Monate im Jahr in Castel Gandolfo aufgehalten.

Besuche in den päpstlichen Gärten sind über die Webseite der Vatikanischen Museen zu buchen. Die Eintrittskarte kostet 26 Euro, eine Führung ist obligatorisch.

Der schönste Abschnitt des Parks in Castel Gandolfo, und der erste, der nun zugänglich wird, ist der sogenannte Barberini-Garten. Er bietet einen Magnolien-Garten, einen Rosen- und einen Kräuterweg und mehrere Nymphäen, also architektonisch gestaltete Brunnen. Auch die Ruinen eines römischen Amphitheaters und etliche Antikenfragmente sind hier zu bewundern. Von den Gärten aus genießt man einen Blick auf das Latium und bei klarer Sicht bis zum Meer.

Allgemein lockt Castel Gandolfo mit übereinandergestaffelten Reizen: Die biscuitgelbe päpstliche Villa thront auf einem Hügel, überragt von den beiden aufklappbaren Metallkuppeln der vatikanischen Sternwarte, die hier 1936 eröffnet wurde. Zu Füßen der Anlage ruht der dunkelblaue Vulkansee von Albano. Kastanien- und Eichenwälder auf den umliegenden Bergen fächeln selbst an den heißesten Augusttagen gute Luft nach Castel Gandolfo, und der Wein, der hier wächst, zählt zu den besten der Gegend. Kurz: Der Barberini-Papst Urban VIII. wusste, was er tat, als er hier ab 1624 seine Sommervilla errichtete.

Freilich war er nicht der erste, dem es dieser köstliche Flecken Erde angetan hatte. Anderthalb Jahrtausende zuvor hatte der römische Kaiser Domitian über dem Albaner See einen Palast bauen lassen, von dem ein 120 Meter langer Bogengang erhalten ist. Weil Domitian ein besonders phantasievoller Verfolger der frühen Christen war, kann man in Castel Gandolfo einen späten, aber gelassenen Triumph der Päpste über die Antike erblicken.

Urban rief seinen bevorzugten Architekten, Carlo Maderno – jener, der gleichzeitig in Rom die Fassade des Petersdoms baute. Er sollte den antiken Kaiserpalast, der lange Jahrhunderte vornehmlich als Steinbruch gedient hatte, nicht vollends zerstören, sondern mit neuem Leben füllen. Ein Auftrag, der geradezu die heutige Denkmalschutzidee vorwegnimmt. Urbans Sensibilität für das alte Gemäuer erstaunt, da er in Rom ganz anderes befahl. Wie die Römer spöttelten: „Quod non fecerunt barbari fecerunt Barberini“ - Was nicht die Barbaren zerstörten, das zerstörten die Barberini. Maderno wurde dem päpstlichen Auftrag gerecht.

Das Wasser des Sommerresidenz kommt aus einem unterirdischen Leitungssystem, das Kaiser Domitian angelegt hatte. Auf dem Gelände der Papstvilla in den Albaner Bergen liegt ein Bauernhof, dessen glückliche Hühner und Kühe reichlich Milch und Eier für die päpstliche Tafel liefern. Was übrig bleibt, wandert in die Regale des Vatikan-Supermarktes.

Der Sommersitz des Papstes ist mit 55 Hektar größer als der Vatikan selbst, und der Papst hatte ihn bisher für sich allein, während die vatikanischen Gärten schon seit Paul VI. interessierten Besuchern offen standen. Papst Benedikt XVI. hatte nach seinem Amtsverzicht einige Zeit in Castel Gandolfo zugebracht. Seither sind Palast und Garten ungenutzt. Die Bevölkerung des malerischen kleinen Städtchens, das überwiegend vom Papst-Tourismus lebt, war immer unglücklich mit der Entscheidung von Papst Franziskus, die Villa nicht zu nutzen.

(rv 03.03.2014 gs)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/03/...olfo/ted-778008
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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03
März
2014

Familienverband übt deutliche Kritik am Deutschen Frauenrat

Familienverband übt deutliche Kritik am Deutschen Frauenrat
Veröffentlicht: 3. März 2014 | Autor: Felizitas Küble

OFFENER BRIEF des Verbands Familienarbeit eV. an den Deutschen Frauenrat

Sehr geehrte Damen im Vorstand des Deutschen Frauenrats,

wir nehmen Bezug auf eine Stellungnahme, die Ihre Vorstandskollegin, Frau Mechthild v. Luxburg, im Zusammenhang mit der Prognosstudie „Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Maßnahmen“ abgegeben hat.

Dabei ging es vorrangig um eine Wiederholung der Forderungen des Deutschen Frauenrats (DF), das Ehegattensplitting („ohne Umwege über ein sog. Familiensplitting“) und die „beitragsfreie Mitversicherung in der Krankenversicherung“ abzuschaffen. 1511



Nachdem sich der DF vehement und immer wieder neu in diesem Sinne äußert, bitten wir um die Klärung zweier Fragen:

1) Wie kann es sein, dass ein Verband, der lt. Satzung anstrebt,

den Belangen der Frauen in der Bundesrepublik Deutschland Gewicht zu geben und sie durchzusetzen (Satzg 1.1)
die Stellung der Frauen in Familie, Berufs- und Arbeitswelt, Politik und Gesellschaft zu verbessern (Satzg.1.2)
die in Art. 3 des GG verankerten Gleichheits- und Gleichberechtigungsgebote zu verwirklichen (Satzg. 2),
diese Ziele zwar angeblich im Namen aller Frauen in Deutschland vertritt, dabei aber in Wirklichkeit die große Gruppe der Frauen (und weniger Männer), die in Vollzeit häusliche Erziehungs- und Pflegearbeit leisten, diskriminierend ausschließt?

2) Wie kann es sein, dass eine Frauenorganisation die Definition von Gleichheit und Gleichberechtigung nicht in der gleichen Werthaltung verschiedener Lebensentwürfe von Frauen, sondern lediglich in der Gleichstellung von Männern und Frauen in der Erwerbsarbeitswelt sieht?

Zu beiden Aspekten, die ja ineinandergreifen, stellen sich mehrere ergänzende Fragen:

Ist denn die patriarchale Sichtweise richtig und haltbar, dass allein der traditionell männlich gewesene Arbeitsplatz in der Produktion, dem volkswirtschaftliche Relevanz zugeschriebenwird, Anerkennung und Lohn verdient, und dass Frauen folglich nur durch die gleiche Beteiligung an dieser Arbeitswelt Gleichberechtigung erfahren könnten?

Warum soll der traditionell von Frauen besetzte, reproduktive Arbeitsplatz in der Familie, der den Fortbestand und die soziale Sicherheit der Gesellschaft gewährleistet , nicht die entsprechende Anerkennung und finanzielle Absicherung erfahren?

Anerkennt der DF nicht das im GG Art.6 festgeschriebene Recht der Eltern, dass zuvörderst sie frei zu bestimmen haben, wie und durch wen ihre Kinder erzogen werden sollen?

Durch die ausschließlich positive Werthaltung gegenüber der Erwerbsarbeit bei gleichzeitiger diffamierender Geringbewertung der elterlichen Erziehungsleistung wird diese Freiheit empfindlich beschnitten, ja in vielen Fällen sogar verweigert. Dem ist nicht mit der Forderung zu begegnen, die Väter sollten sich an den häuslichen Pflichten in gleicher Weise beteiligen, denn auch den Vätern ist nicht zuzumuten, die Benachteiligungen, die sich daraus ergeben, widerstandslos hinzunehmen. SDC11824



Wäre es nicht eine dringende Aufgabe des DF, neben der Forderung, die Führungspositionen in Politik und Wirtschaft zu 50% mit Frauen zu besetzen, auch die finanzielle Sicherung der Frauen, die Kinder gebären und erziehen und alte Eltern pflegen, voranzubringen?

Die Klage und der Rat – auch des Deutschen Frauenrats – , Frauen sollten sich durch derlei Lebensentwürfe doch bitte nicht in die Armut und Altersarmut treiben lassen, ist an kurzschlüssigem Zynismus kaum zu überbieten.

Man geniert sich fast, es immer wieder zu zitieren: Kinder sind unsere Zukunft.

Um nachhaltig zu agieren, muss nicht nur die Wirtschaft mit Arbeitskräften versorgt, sondern es muss den Menschen, die Elternpflichten übernehmen, ein hinreichender Entscheidungs- und Gestaltungsfreiraum geboten werden. Eine „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, die immer offensichtlicher auf die Vollzeit-Erwerbstätigkeit beider Elternteile bei gleichzeitiger Verdrängung der Familie in die Freizeitnischen hinausläuft, erfüllt diesen Anspruch nicht.

Alleinerziehende, die auch den zweiten Elternteil ersetzen müssen, gegen ihre Überzeugung aus der verantwortungsbewussten Wahrnehmung ihrer Elternpflichten herauszudrängen, hat mit Menschenwürde nichts zu tun. Modelle für Teilzeitarbeit sind solange nicht familienfreundlich, als der Lohnausfall wie selbstverständlich von der Familie aufgefangen werden soll.

Abschließend möchten wir die Frage nach dem Ehegattensplitting und der „beitragsfreien“ Mitversicherung in der Krankenversicherung wieder aufgreifen: Warum stellt sich der DF in der Sache gegen die wiederholte Rechtsprechung des BVerfG, wonach die Familie als Erwerbsgemeinschaft zu betrachten ist, in der – wie z. B. auch in einer GmbH – den Einzelmitgliedern das erzielte Einkommen zu gleichen Teilen zugeordnet und dementsprechend mit Abgaben belastet wird?

Sollte es sich der DF nicht doch noch einmal überlegen, ob er nur dem Idol der emanzipatorischen Einzelkämpferin dienen möchte und das Wohl all der Frauen, die in der Familie kooperieren wollen, hintan stellt, ja sogar dagegen Stellung bezieht.?

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen
Gertrud Martin

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 03.03.2014 16:05
03
März
2014

"Herr, hilf diesen jungen Menschen, dass sie frei sind"



"Herr, hilf diesen jungen Menschen, dass sie frei sind"
Predigt von Papst Franziskus in der Domus Sanctae Marthae

Rom, 3. März 2014 (ZENIT.org) Britta Dörre |

http://www.rasputin.de/CF/Jugend/

In der Messe, die Papst Franziskus heute morgen in der Domus Sanctae Marthae hielt, befasste der Heilige Vater sich mit dem Gleichnis vom reichen Mann, der wissen möchte, was er tun müsse, um das das ewige Leben zu erlangen. Papst Franziskus betonte, dass es sich bei dem Mann um einen guten Mann handle, der Jesus gefolgt sei und nun mehr wünsche. Jesus, der den jungen Mann voller Liebe betrachte, habe ihm daraufhin geantwortet, alle Güter zu verkaufen und ihm zu folgen. Das Gesicht des jungen Mannes jedoch habe sich verfinstert, als er diese Worte vernommen habe.


„Sein unruhiges Herz, eben wegen des Heiligen Geistes, der ihn antrieb, sich Jesus zu nähern und ihm zu folgen, war ein volles Herz, und er hatte nicht den Mut, es zu leeren. Und er traf seine Entscheidung: das Geld. Das Herz voll Geld. … Aber er war kein Dieb. … Er war ein guter Mann: er hatte niemals gestohlen! Niemals betrogen: es war ehrliches Geld. Aber sein Herz war gefangen, er war an das Geld gebunden und hatte nicht die Freiheit zu wählen. Das Geld wählte für ihn.“

Papst Franziskus fuhr fort: „Wieviele Jugendliche spüren in ihren Herzen den 'Ruf', sich Jesus zu nähern und sind enthusiastisch, sie schämen sich nicht, vor Ihm niederzuknien, öffentlich ihren Glauben in Jesus Christus zu zeigen. Sie wollen ihm folgen, aber, wenn ihr Herz voll von anderen Dingen ist und sie nicht den Mut haben, es zu entleeren, kehren sie zurück, und ihre Freude wird Traurigkeit.“ Auch heute noch gebe es so viele Jugendliche, die sich berufen fühlten, aber manchmal gebe es etwas, das sie zurückhalte.

„Wir müssen dafür beten, dass sich das Herz dieser jungen Menschen leeren kann, leeren von anderen Interessen, anderen Lieben, dass ihr Herz frei wird. Und das ist das Gebet für die Berufungen: 'Herr, schicke uns, schicke uns Schwestern, schicke und Priester, verteidige sie vor der Idolatrie, der Idolatrie der Eitelkeit, der Idolatrie des Hochmuts, der Idolatrie der Macht, der Idolatrie des Geldes.' Und unser Gebet dient dazu diese Herzen vorzubereiten, um Jesus aus der Nähe zu folgen.“

Papst Franziskus erklärte, dass der Mann aus dem Evangelium zwar gut, aber sehr unglücklich gewesen sei. So ergehe es auch vielen jungen Menschen heute. Deshalb müsse man ein intensives Gebet an Gott richten.

„Und das Gebet lautet: 'Hilf, Herr, diesen jungen Menschen, dass sie frei sind und keine Sklaven, dass ihr Herz nur für dich schlägt'; und so kann die Berufung des Herrn wahr werden, Früchte tragen. Das ist das Gebet für die Berufungen. Wir müssen es oft beten, aber immer achtsam sein: es gibt Berufungen. Wir müssen helfen, dass sie zunehmen, dass der Herr in diese Herzen treten und diese unsägliche und glorreiche Freude schenken kann, die jeder Mensch empfindet, der Jesus aus der Nähe folgt.“

( 3. März 2014) © Innovative Media Inc.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 03.03.2014 15:13
03
März
2014

Regensburg: Pontifikalamt am Aschermittwoch mit Bischof Voderholzer

Regensburg: Pontifikalamt am Aschermittwoch mit Bischof Voderholzer
Veröffentlicht: 3. März 2014 | Autor: Felizitas Küble

Am Aschermittwoch beginnt im Kirchenjahr die 40-tägige Fastenzeit bis zu Ostern, dem Fest der Auferstehung des HERRN.

Als Symbol für die Vergänglichkeit des Menschen zeichnet der Priester mit den Worten „Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ den Gläubigen ein Aschekreuz auf die Stirn. Auflegung Aschenkreuz



Aus diesem Anlass feiert Bischof Rudolf Voderholzer mit den Regensburgern am Aschermittwoch, 5. März, um 18.30 Uhr ein Pontifikalamt in der Niedermünsterkirche. Alle Gläubigen sind zur Mitfeier herzlich eingeladen.

Neben dem Karfreitag ist der Aschermittwoch in christlicher Tradition ein strenger Fastentag, bei dem sich nur einmal am Tag satt gegessen und dabei auf Fleisch verzichtet werden soll. Damit stellt er auch den Beginn der Bußzeit dar.

Nicht nur für die Katechumenen, die sich in dieser Zeit in besonders intensiver Weise auf ihren Weg zur Taufe in der Osternacht begeben, ist es der Beginn einer Vorbereitungszeit, einer Phase der Buße, des Fastens, aber vor allem der Erneuerung des eigenen Lebens und des Glaubens.

Wie das Matthäusevangelium berichtet, fastete auch Jesus, der vom Hl. Geist in die Wüste hinausgeführt wurde, um dort den Versuchungen des Teufels zu widerstehen, vierzig Tage lang.

Christi Worte „Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“ (Mt 4,4) zeigen die Ausrichtung der Fastenzeit auf: Ein Sich-Besinnen auf Gott, auf die wirklich wichtigen Dinge, die in unserem Leben oft von Nebensächlichkeiten, alten Gewohnheiten und Lasten überprägt werden.

Die christliche Bußgesinnung drückt auch das Segensgebet über der Asche aus: „Verzeih uns unsere Sünden und erneuere uns nach dem Bild deines Sohnes.“

Quelle: Bistum Regensburg, Dr. Veit Neumann

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 03.03.2014 14:42
03
März
2014

Papst wünscht sich viele gute Exerzitienhäuser

Papst wünscht sich viele gute Exerzitienhäuser



Papst Franziskus hat Katholiken dazu eingeladen, ihren Glauben durch Exerzitien zu stärken. Wer Einkehrtage gut durchführe, erfahre die Anziehungskraft Gottes und komme „erneuert“ ins tägliche Leben zurück, sagte Franziskus an diesem Montag vor einer Gruppe italienischer Exerzitienleiter (FIES). Die Männer und Frauen hätten heute Bedarf danach, Gott nicht bloß vom „Hörensagen“ zu kennen. Gleichzeitig rief der Papst Bischöfe dazu auf, Exerzitienhäuser bereit zu halten, in denen gut ausgebildete Exerzitienleiter mit „lehramtlichen und spirituellen Qualitäten“ wirken.

Am kommenden Sonntag beginnt Franziskus selbst seine ersten Fastenexerzitien als Papst. Er begeht sie wie die Päpste vor ihm zusammen mit seinen wichtigsten Kurienmitarbeitern, verfügte aber als Ort einen räumlichen Abstand zum Vatikan: Die Einkehrtage werden in Albano Laziale in einer Einrichtung der Gesellschaft des heiligen Apostels Paulus stattfinden, einem Institut für das geweihte Leben von Männern und Frauen. Die bisherigen Fastenexerzitien für die Kurie fanden in der Kapelle „Redemptoris Mater“ im Apostolischen Palast statt.

(rv 03.03.2014 gs)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/03/...user/ted-778100
des Internetauftritts von Radio Vatikan

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 03.03.2014 14:11
03
März
2014

FAZ schreibt über Stuttgarter Elternrechts-Demonstration – hierzu unser FOTO-Bericht

FAZ schreibt über Stuttgarter Elternrechts-Demonstration – hierzu unser FOTO-Bericht

Veröffentlicht: 3. März 2014 | Autor: Felizitas Küble

In einem längeren Artikel hat die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” am heutigen Montag, den 3. März, auf Seite 4 über die Protestdemonstration der Initiative “Schützt unsere Kinder” berichtet, die am vergangenen Samstag, den 1. März 2014, in Stuttgart stattfand (siehe hierzu unsere Artikel von gestern und vorgestern).stuttgart 013a



In dem erwähnten FAZ-Beitrag wird auch der Autor unseres CHRISTLICHEN FORUM erwähnt:

“Für die Bildungsplankritiker sprach der unter anderen der „katholische Publizist“ Mathias von Gersdorff, der der „Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur“ nahesteht. Er sprach von „utopischen sexualrevolutionären Ideen“ der Landesregierung.”



Das FOTO zeigt M. v. Gersdorff während seiner Rede in Stuttgart

Die weiteren Bilder, die wir von unserem Autor erhielten, veranschaulichen ebenfalls den Ablauf der Kundgebung und der Demonstration der Elternrechtler und Familienbewegten, die mit ihrer Aktion gegen den grün-roten “Bildungsplan 2015″ protestierten.Stuttgart 036a



Das nächste Foto zeigt das massive Polizeiaufgebot: 400 Beamte waren im Einsatz, um die friedlichen Demonstranten vor linksextremen Störern zu schützen. DSC03330a

Die Polizisten trugen Helme mit Plexiglas-Gesichtsschutz und teils auch Schlagstöcke; sie umsäumten die Demonstration links und rechts, damit es den Randalierer, wozu neben den üblichen Linksradikalen auch schwule Gruppen und Gewerkschaftler (zB. von der IGM-Metall) gehörten, nicht gelingen konnte, die Elternrechts-Demonstration wirksam zu stören. DSC03314a



http://charismatismus.files.wordpress.co...jpg?w=300&h=173
Zudem wurde die Kundgebung auch von Polizeireitern “hoch zu Roß” geschützt.

Auf der Demo gab es auffallend viele Jugendliche und junge Familien, einer junger Mann trägt ein Schild mit dem Spruch: “Sex in jedem Fach: Nein, danke!”

Die Parolen und Transparente der Familienbewegten waren frisch, keck und kreativ, zB. das Sprachspiel “Kinder sind kein DSC03312aKinderspiel” - oder der gelungene ironische Spruch: “Rot-Grün-Blindheit ist eine Krankheit, aber sie ist heilbar!” - direkt darunter sieht man übrigens eine junge Frau, die das Grundgesetzt (GG) zwar nicht “unterm Arm”, aber in der Hand trägt.stuttgart 005a



Das vorletzte ovale Foto zeigt eine junge Frau, die auf der Rednertribüne diverse Grußworte an die Familiendemonstranten verkündet; die Teilnehmer werden von Ordnern und Polizisten vor den ultralinken Störern geschützt.

Näheres über die ultralinken Randale und den Polizei-Einsatz entnehmen Sie bitte der gestern von uns dokumentierten Pressemitteilung des Stuttgarter Polizeipräsidiums: http://charismatismus.wordpress.com/2014...izist-verletzt/
http://charismatismus.wordpress.com/2014...r-foto-bericht/
DSC03337a



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Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 03.03.2014 13:38
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