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16
April
2014

Ministerpräsident Kretschmanns vorösterlicher Eiertanz in puncto “Bildungsplan”

Dienstag, 15. April 2014
Ministerpräsident Kretschmanns vorösterlicher Eiertanz in puncto “Bildungsplan”
Mathias von Gersdorff

Mit seiner Erklärung vom 8. April 2014 zum Bildungsplan hat es Ministerpräsident Winfrid Kretschmann meisterhaft geschafft, die Öffentlichkeit völlig zu verwirren.



Für den „Humanistischen Pressedienst“ steht fest, dass Kretschmann auf den Druck der Gegner reagiert hat: „Kretschmann knickt ein“.

Für die Schwäbische- und die Rhein-Neckar-Zeitung hat sich nichts geändert: „Bildungsplan: Neue Worte, alter Inhalt“ bzw. „Der Bildungsplan wird umformuliert, die Grundideen bleiben“.

Sowohl Pietisten bzw. Evangelikale, also die Gegner der gegenwärtigen Fassung (IDEA: „Pietisten begrüßen geplante Korrekturen beim Bildungsplan“) wie auch die Befürworter, zB. die linksalternative TAZ sind zufrieden (taz: Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität sollen im Unterricht nach dem neuen Entwurf intensiver und fächerübergreifend behandelt werden).

Jeder interpretiert Kretschmann anders. Möglicherweise weiß er zum gegenwärtigen Zeitpunkt selber nicht, was er will.

Jedenfalls ist er nicht in der Lage, mit klaren Worten seine Absichten hinsichtlich des Bildungsplanes zu erläutern. Konkretes wird man wohl erst erfahren, wenn die Landesregierung schwarz auf weiß den neuen Entwurf veröffentlicht.

Bis dahin muss man weiterhin misstrauisch bleiben. Denn einer ganz bestimmten Lobby-Gruppe schenkte Kretschmann kurz vor der Ankündigung vom 8. April besondere Beachtung.

Queer- und LSBTTIQ-Gruppen im Hintergrund

Wie das Internetportal „Queer“ am 8. April berichtete, sicherte Kretschmann den LSBTTIQ-Gruppen am Abend des 7. Aprils zu, ihre Interessen zu berücksichtigen:

„In einem persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks LSBTTIQ sicherte der Ministerpräsident am gestrigen Abend die explizite und verbindliche Verankerung der Vielfalt von Geschlecht sowie der Vielfalt sexueller Orientierung im baden-württembergischen Bildungsplan zu“, so Angelika Jäger, Sprecherin des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, laut „Queer“.

Kretschmann besuchte also ausgerechnet eine Lobby-Gruppe, die nicht unmittelbar mit Schulpolitik zu tun hat.

Das ist keine Lapalie, denn seit langem wird der Landesregierung vorgeworfen, LSBTTIQ-Gruppen hätten die Passagen über „Sexuelle Vielfalt“ praktisch diktiert. Mehrmals hat die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” auf diesen Umstand hingewiesen.

FAZ: Bildungsplan entstand auf “Druck von Lobbyisten”

Schon am 14. Januar 2014 hatte die FAZ auf Seite 1 berichtet, der Entwurf zur Durchsetzung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ an den Schulen Baden-Württembergs sei auf „Druck von Lobbyisten“ entstanden: „Nach Informationen dieser Zeitung stand das Kultusministerium bei der Abfassung des Arbeitspapiers unter Zeitdruck sowie unter großem Einfluss von Lobbyistenverbänden.“

Diese Vorgehensweise wurde damals von der „Evangelischen Lehrer- und Erziehungsgemeinschaft“ in Württemberg kritisiert: „Zum Thema „sexuelle Vielfalt“ sei nur mit drei Interessengruppen gesprochen worden“, so die FAZ im selben Artikel.

Im Artikel „Von der Vielfalt und der Einfalt“ – ebenfalls am 14. Januar 2014 erschienen – berichtet die FAZ:

„Von Seiten der Kirchen sei deutlich Kritik geäußert worden, man sei dann überrascht gewesen, dass dieser Diskussion auf das am 18. November 2013 verfasste Arbeitspapier keinen Einfluss gehabt habe. Man habe angedeutet, dass der Druck der Lobby-Gruppen, also der Lesben- und Schwulenverbände, ausgesprochen stark sei.“

Heike Schmoll schreibt im Hauptkommentar auf der ersten FAZ-Seite vom 24. Januar 2014, wichtige Stellen des Erziehungsschwerpunktes „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ seien maßgeblich von Lobbygruppen bestimmt worden: „Allerdings zeugt es nicht von allzu großer Klugheit in Stuttgart, nahezu wörtlich die Ziele einschlägiger Interessengruppen in den neuen Entwurf für den Bildungsplan zu übernehmen“.

Winfried Kretschmann darf nicht damit rechnen, das Vertrauen der Bevölkerung wieder zu gewinnen, solange er nicht die Öffentlichkeit darüber aufklärt, wie stark er von den LSBTTIQ-Gruppen abhängig ist. Diese Gruppen nutzen die Schulpolitik für ihre eigenen Lobby-Interessen.

Dem Biologielehrer Kretschmann sollte aber klar sein, dass sich Schulpolitik an den Interessen der Eltern und der Schüler orientieren muss.

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16
April
2014

Internetsüchtiger Vater lässt Sohn verhungern

Dienstag, 15. April 2014
Internetsüchtiger Vater lässt Sohn verhungern

(Quelle: Blick.CH) Ein zweijähriger Bub hungerte, während sein Vater tagelang in Internet-Cafés abtauchte: Nach dem Hungertod des Kindes ist in Südkorea der 22-jährige Vater festgenommen worden.

Wie die Polizei in der südöstlichen Stadt Daegu am Dienstag mitteilte, wurde der stark zersetzte Leichnam des Zweijährigen nahe der Stadt in einem Abfallsack entdeckt.

Den Angaben zufolge zog die Mutter im Februar fort, um in einer weit entfernten Fabrik zu arbeiten. Ihr vorbestrafter, arbeitsloser Mann blieb zu Hause. Er sollte sich um das Kind kümmern - doch stattdessen verbrachte er den Grossteil seiner Zeit in Internetcafés und kehrte nur alle zwei bis drei Tage nach Hause zurück, um dem Sohn etwas zu Essen zu geben.

Am 7. März fand der Vater den Sohn tot auf, wie die Polizei mitteilte. Der Mann liess den Leichnam dann mehr als einen Monat liegen, bevor er ihn in einem Garten wegwarf.

Der schockierende Vorfall weckt Erinnerungen an einen Fall aus dem Jahr 2009, als ein Ehepaar in Südkorea sein drei Monate altes Baby verhungern liess, während es in einem Videospiel das Grossziehen eines virtuellen Kindes nachspielte.

Im Jahr 2012 wurde eine Frau festgenommen, die ihr Baby in der Toilette eines Internet-Cafés zur Welt brachte und es dann vernachlässigte.

Die Sucht nach Online-Spielen ist in Südkorea ein grosses Problem, dem sich nun auch die Politik annimmt. Das Parlament berät derzeit über ein Gesetz, wonach das Suchtpotential von Online-Spielen dem von Alkohol, Drogen und Glücksspielen gleichgesetzt wird. Aufgrund der starken Verbreitung von Smartphones hat sich das Problem noch verstärkt.

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16
April
2014

Fernsehkonsum bringt Kinder um den Schlaf

Dienstag, 15. April 2014
Fernsehkonsum bringt Kinder um den Schlaf

Wissenschaftler in den USA haben festgestellt, dass Fernsehkonsum Kinder um den Schlaf bringt. In der Fachzeitschrift "Pediatrics" berichten sie über ihre Studie an 1800 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 8 Jahren. Bei der Untersuchung stellten die Forscher nach eigenen Worten einen "kleinen aber durchgehenden Zusammenhang" fest: Jede zusätzliche Stunde vor dem Fernseher reduzierte den Schlaf der Kinder um etwa sieben Minuten pro Tag. Dieser Effekt zeigte sich stärker bei Jungen als bei Mädchen. Kinder mit einem eigenen Fernseher in ihrem Zimmer schliefen pro Tag sogar eine halbe Stunde weniger.

Quelle: Deutschlandradio Kultur

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16
April
2014

Nigerianischer Erzbischof: Drahtzieher von "Boko Haram" entlarven

Nigerianischer Erzbischof: Drahtzieher von "Boko Haram" entlarven

Erzbischof von Jos warnt, dass Angriffe der Terrorgruppe immer ausgefeilter werden
15.04.2014

Abuja-Vatikanstadt, 15.04.2014 (KAP) Der nigerianische Erzbischof Ignatius Kaigama hat die internationale Staatengemeinschaft zur Unterstützung Nigerias bei der Suche nach den Drahtziehern der Terrorgruppe "Boko Haram" aufgerufen. Es müsse aufgedeckt werden, wie sich die Terrorgruppe finanziere, wie sie kommuniziere, woher ihre ausgeklügelten Waffen stammten und wo die Rekruten trainiert würden. "Die internationale Gemeinschaft kann uns helfen, das aufzudecken", sagte Kaigama in einem am vergangenen Wochenende aufgenommenen Interview mit Radio Vatikan und damit noch vor dem jüngsten, "Boko Haram" zugeschriebenen Anschlag in der Hauptstadt Abuja.

Bei dem Bombenangriff auf einen Busbahnhof waren Montagfrüh nach Behördenangaben 71, laut Angaben aus umliegenden Krankenhäusern mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfer dürften sich vor allem Pendler befinden, die auf dem Weg in die Arbeit waren. Bereits am Wochenende hatten sich im Nordosten Nigerias schwere Gewalttaten ereignet. Medien zufolge überfielen Bewaffnete mehrere Dörfer nahe der Grenze zum Nachbarland Kamerun.

Die "anhaltenden, mörderischen Attacken auf unschuldige Bürger" würden immer zielloser, berichtete Erzbischof Kaigama im Gespräch mit Radio Vatikan. "Am Anfang haben wir gedacht, dass "Boko Haram" Christen hasst und gegen die Kirche kämpft. Sie haben schreckliche Zerstörung unter Christen und innerhalb der Kirche angerichtet", erinnerte der Erzbischof von Jos: "Doch nun ist die Zerstörung ziellos; sie töten junge Leute, Kinder, Frauen, jeden hier. Es ist ein Horror."

Die Art und Weise der Angriffe werde dabei immer ausgefeilter, so Kaigama. "Wir sind bestürzt, dass weiter Unschuldige sterben, dass 'Boko Haram' Menschen wie Tiere umbringt - ich weiß nicht, aus welchem Grund. Man wird sagen, es geht um Religion. Aber welche zivilisierte Religion bringt Menschen ziellos um?"


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/61780.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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16
April
2014

Papst wünscht Angestellten persönlich frohe Ostern

Papst wünscht Angestellten persönlich frohe Ostern

Spontaner Besuch im vatikanischen Staatssekretariat
15.04.2014

Vatikanstadt, 15.04.2014 (KAP) Papst Franziskus hat seinen Angestellten an ihrem Arbeitsplatz persönlich ein gesegnetes Osterfest gewünscht. Wie Radio Vatikan am Dienstag berichtete, begab sich der Papst nach seinen Audienzen am Vormittag in das vatikanische Staatssekretariat im Apostolischen Palast. Dort ging er durch einige Büros, um den Angestellten seine Wünsche zum Fest auszusprechen. Es habe sich um einen spontanen Besuch gehandelt, hieß es im Vatikan. Wohl aus zeitlichen Gründen habe Franziskus jedoch nicht alle 250 Mitarbeiter des Staatssekretariats persönlich sprechen können. Das Staatssekretariat ist die größte Kurienbehörde und die zentrale Schaltstelle für die Weltkirche.

Benedikt XVI. (2005-2013) hatte das Staatssekretariat nur einmal zu Beginn seines Pontifikats aufgesucht. Johannes Paul II. (1978-2005) hatte in den ersten Jahren seines Pontifikats in mehreren Etappen allen Abteilungen der Kurienbehörde seine Aufwartung gemacht

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/61778.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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16
April
2014

Bischof: "Situation der Ostukraine nicht mit Krim vergleichbar"

Bischof: "Situation der Ostukraine nicht mit Krim vergleichbar"

Bevölkerung dürfte im Fall eines Referendums durchaus für den Verbleib bei der Ukraine stimmen
15.04.2014

Kiew, 15.04.2014 (KAP) Im Gegensatz zur Krim ist die Bevölkerung der Ostukraine in den Augen des Kiewer Weihbischofs Stanislav Szyrokoriadiuk weniger auf Russland hin orientiert und dürfte im Fall einer Volksabstimmung durchaus für den Verbleib bei der Ukraine stimmen. "Nur vielleicht 20 Prozent der östlichen und südlichen Ukraine wollen zu Russland", so der Präsident der ukrainischen Caritas-Spes, der am Wochenende von Papst Franziskus zum Bischof der gesamten Ostukraine mit Sitz in Charkow ernannt wurde, am Dienstag im Interview mit dem Münchner "Domradio".

Zu Spannungen kommt es seit den vergangenen Wochen und auch weiterhin in mehreren ostukrainischen Städten, da prorussische Aktivisten die Schaffung einer autonomen Region im Osten der Ukraine oder den Anschluss an Russland fordern. Milizionäre besetzen Verwaltungsgebäude und machen Stimmung gegen die Ukraine, immer wieder kommt es auch zu Zusammenstößen zwischen den Lagern. Überraschend hat Interimspräsident Alexander Turtschinow am Montag ein Referendum über eine Föderalisierung des Landes vorgeschlagen, als Termin steht der 25. Mai im Raum.

Die aktuelle Situation der Ostukraine sei kaum mit der schon seit jeher pro-russisch orientierten Krim vergleichbar, so Szyrokoriadiuk. Nachdem dort schon bisher über 50 Prozent der Bevölkerung einen russischen Pass besessen hätten, würden nun auch viele Ukrainer diesen bekommen. Da im Osten des Landes der russische Einfluss jedoch weitaus geringer sei als in der Krim, sei diese Methode "nicht mehr als ein Versuch": "Russland möchte nun auch in der Ostukraine alles so machen wie auf der Krim, aber ich glaube, dass das nicht funktioniert."

Nur ein Teil der Bevölkerung unterstütze das russische Vorgehen, "während andere sich gegen Putin stellen und die Unabhängigkeit von Russland möchten", so die Einschätzung von Bischof Szyrokoriadiuk. Dass heute der überwiegende Teil der Bevölkerung nach Europa statt nach Russland wolle, nachdem die Stimmung noch vor zehn Jahren genau umgekehrt war, sehe er als "großen Erfolg".

Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/61781.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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16
April
2014

Kubas Staatsfernsehen überträgt Leidensweg Christi

Kubas Staatsfernsehen überträgt Leidensweg Christi

Für Beobachter weiteres Zeichen einer Entspannung zwischen Staat und Kirche in dem kommunistisch regierten Land
15.04.2014

Havanna, 15.04.2014 (KAP) Das Staatsfernsehen im kommunistisch regierten Kuba strahlt in seinem Bildungskanal am Mittwoch den Kreuzweg Jesu aus. Nach Angaben der katholischen Kirche in Havanna handelt es sich um die Aufzeichnung einer Feier in der Hauptstadtkathedrale, bei der Gläubige während der Karwoche symbolisch den Leidensweg Jesu nachgehen.

Die Fernsehübertragung wird als weiteres Zeichen einer Entspannung zwischen Staat und Kirche gewertet. Nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. (2005-2013) im März 2012 hatte sich das Klima verbessert. Vergangenes Jahr erklärte Kubas Präsident Raul Castro den Karfreitag per Dekret zum nationalen Feiertag.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/61769.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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16
April
2014

Vatikan legt erstmals Anti-Folter-Bericht vor

Vatikan legt erstmals Anti-Folter-Bericht vor

Heiliger Stuhl kommt seiner Pflicht als UN-Anti-Folter-Konventionsmitglied mit elfjähriger Verspätung nach
15.04.2014

Vatikanstadt, 15.04.2014 (KAP) Der Vatikan legt im Mai erstmals einen Bericht über Anti-Folter-Maßnahmen für sein Staatsgebiet vor. Dabei handele es sich um ein "reguläres Verfahren", das für alle Unterzeichnerstaaten der UN-Anti-Folter-Konvention gelte, erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi am Dienstag. Das Übereinkommen von 1984 verpflichtet alle Vertragsstaaten, Personen vor Angriffen auf ihre seelische und körperliche Identität zu schützen. Zudem müssen sie Maßnahmen treffen, um Folter zu verhindern und rechtlich zu ahnden. Der Vatikan trat der Konvention im Jahr 2002 bei. Der erste Bericht über ihre Verwirklichung wäre laut Vertragstext ein Jahr nach Inkrafttreten des Beitritts fällig gewesen.

Lombardi stellte klar, dass der Heilige Stuhl der Konvention nicht als Leitungsorgan der katholischen Kirche, sondern stellvertretend für den Staat der Vatikanstadt beigetreten sei. Zudem versicherte er, dass der Vatikan seinen Verpflichtungen auch weiter nachkommen und in regelmäßigen Abständen die vorgeschriebenen weiteren Berichte einreichen werde.

Der Vatikan hat kein eigenes Gefängnis und verfügt nur über einige Haftzellen. Sie stehen jedoch zumeist leer. Zuletzt verbrachte der wegen Diebstahls vertraulicher Dokumente verhaftete frühere päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele 2012 zwei Monate in Untersuchungshaft in einer vatikanischen Haftzelle. Sonst waren die Zellen in den vergangenen Jahren allenfalls für eine Nacht belegt.

Gabriele hatte gegenüber der Gendarmerie Vorwürfe wegen schlechter Haftbedingungen erhoben. Der Vatikan versicherte, dass diese internationalen Standards entsprächen. Der vatikanische Staatsanwalt leitete eine Untersuchung ein.


Dieser Text stammt von der Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/61782.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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16
April
2014

Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68

EVANGELIUM TAG FÜR TAG

«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68


Mittwoch, 16 April 2014
Mittwoch der Karwoche


Heute: Texte des Tages als Audio
Tagesheilige: : Hl. Benedikt Josef Labre, Hl. Bernadette Soubirous

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Sel. John Henry Newman : „Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern“

Evangelium nach Matthäus 26,14-25.
In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
Der Menschensohn muß zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Meditationen und Gebete, Teil III, 2, 2 „Our Lord refuses sympathy“, §15

„Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern“

Als Jesus von seiner Mutter wegging, wählte er sich bei den Menschen Freunde aus – die Apostel – so als hätte er ihnen seine Sympathie entgegenbringen wollen. Er hat sie dazu erwählt, sagt er, „nicht Knechte, sondern Freunde zu sein“ (Joh 15,15). Er machte sie zu seinen Vertrauten; er vertraute ihnen Dinge an, von denen er zu anderen nicht sprach. Er wollte sie herausheben, ihnen seine ganze Großzügigkeit zeigen, so wie ein Vater mit Lieblingskindern verfährt. Mit dem, was er ihnen offenbarte, hat er sie reicher beschenkt als die Könige, Propheten und Weisen des Alten Bundes. Er nannte sie „seine Kinder“ (Joh 13,33); um sie mit Gaben auszustatten, zog er sie „den Weisen und Klugen“ der Welt vor (Mt 11,25). Er zeigte ihnen seine Freude und lobte sie dafür, dass sie in all seinen Prüfungen bei ihm ausgeharrt hätten (Lk 22,28). Und als Zeichen seiner Dankbarkeit kündigte er ihnen an, dass sie eines Tages auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten würden (22,30). Als seine letzte Prüfung näherkam, fand er Trost in ihrer Freundschaft.

Er versammelte sie beim Letzten Abendmahl um sich, als hätte er in dieser feierlichen Stunde Halt von ihnen gebraucht. „Ich habe mich sehr danach gesehnt“, sagte er zu ihnen, „vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen“ (Lk 22,15). Zwischen dem Meister und seinen Jüngern bestand also eine gegenseitige Zuneigung, eine tiefe Sympathie. Es war jedoch sein Wille, dass seine Freunde ihn verlassen, ihn allein lassen sollten – ein wirklich bewundernswerter Wille. Einer verriet ihn, ein anderer verleugnete ihn; die übrigen flohen und ließen ihn in den Händen seiner Feinde zurück… Er war also allein, als er in die Kelter stieg. Jesus, allmächtig und selig, in seiner Seele erfüllt von aller Glorie der göttlichen Natur, wollte seine Seele wirklich allen Schwächen der menschlichen Natur aussetzen. Wie er sich an der Freundschaft der Seinen erfreute, so nahm er die tiefe Betrübnis an, von ihnen im Stich gelassen zu sein. Und als er das wollte, entschied er sich dafür, dem Licht der Gegenwart Gottes zu entsagen.

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15
April
2014

Dankgottesdienst anlässlich der Kardinalserhebung von Gerhard Ludwig Kardinal Müller

Dankgottesdienst anlässlich der Kardinalserhebung von Gerhard Ludwig Kardinal Müller
15.04.2014



Papst Franziskus hat am 22. Februar 2014, dem Hochfest Kathedra Petri, Bischof emeritus Gerhard Ludwig Müller in Rom zum Kardinal erhoben. Am 4. Mai 2014, dem 3. Sonntag der Osterzeit, wird Kardinal Müller um 15.30 Uhr im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg mit allen Gläubigen die Heilige Messe feiern. Bischof Rudolf Voderholzer lädt alle Priester und Diakone, die Vertreterinnen und Vertreter der Ordensgemeinschaften, alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kirche von Regensburg sowie alle Gläubigen ganz herzlich zur Mitfeier und zur anschließenden Begegnung auf dem Domplatz ein. Hier gibt es auch für einen geringen Unkostenbetrag eine kleine Brotzeit.

Kardinal Müller würde sich anstelle persönlicher Geschenke über die Unterstützung seines Hilfsprojektes zur Ausbildung von Seminaristen in Peru freuen: Kontoinhaber: Erzbischof Gerhard Ludwig Müller; Konto-Nr.: 10 218 921 6; Bank: Ligabank Regensburg, Bankleitzahl: 750 903 00; Verwendungszweck: Priesterausbildung in Peru.
http://www.bistum-regensburg.de/news/kat...l-mueller-3010/


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15
April
2014

Gefährten auf dem Weg durch das 20. Jahrhundert Papst Johannes Paul II. und Pater Werenfried van Straaten

Gefährten auf dem Weg durch das 20. Jahrhundert

Papst Johannes Paul II. und Pater Werenfried van Straaten

MüNCHEN, 15. April 2014 (KIN) - Es war der 27. April 2002, als die beiden Freunde Abschied voneinander nahmen. Jahrzehntelang waren Karol Wojtyla und Pater Werenfried van Straaten, der Gründer von „Kirche in Not“, Weggefährten gewesen. Auf den Tag genau zwölf Jahre nach dieser letzten Begegnung wird Papst Johannes Paul II. in Rom heiliggesprochen.
Von Eva-Maria Kolmann
Es war eine Geste voller Symbolkraft, als Papst Johannes Paul II. seinem Freund Pater Werenfried die Osterkerze aus seiner Privatkapelle schenkte. Zum letzten Mal hatten sie gemeinsam die heilige Messe gefeiert. Niemand hat diese letzte irdische Begegnung so schön beschrieben wie der 2007 verstorbene italienische Journalist Orazio Petrosillo, der diese Momente miterleben durfte: „Sie waren zu Tränen gerührt. Wie oft hatten sie aneinander gedacht, füreinander gebetet? Jetzt sahen sie sich wieder, der Heilige Vater und sein Freund Pater Werenfried. Beide gezeichnet von Alter und Krankheit, und dennoch voll Leben und Charisma. Nach der Messe umarmten sie sich in der Privatbibliothek. Wenige Worte, lange Blicke, Tränen der Rührung.“
Sie kannten sich schon lange, bevor Karol Wojtyla 1964 Erzbischof von Krakau wurde. Der spätere Papst kam lange Jahre als Beauftragter der polnischen Bischofskonferenz zu Pater Werenfried, um über Hilfsprojekte für die Kirche in seiner kommunistisch regierten Heimat zu sprechen. Ihren ersten gemeinsamen Kampf führten der junge Erzbischof und Pater Werenfried im Jahr 1967, als die Kommunisten in der Nähe von Krakau eine Arbeitersiedlung des Eisenhüttenkombinates für 200 000 Einwohner errichteten, die als „Stadt ohne Gott“ geplant war. Um den Atheismus zu fördern, wurde hier absichtlich keine Kirche eingeplant. Allen Widerständen zum Trotz wurde dennoch Sonntag für Sonntag mit Tausenden Gläubigen die heilige Messe rings um ein unter freiem Himmel aufgestelltes Kreuz gefeiert. Trotz aller Schikanen seitens der Kommunisten wurde schließlich mit der Hilfe von „Kirche in Not“ ein Gotteshaus für 5000 Gläubige gebaut. 1977 konnte die Kirche von Erzbischof Wojtyla eingeweiht werden. Dieser gemeinsame Sieg gegen die Regierung war auch für die Kirche in den ebenfalls kommunistisch regierten Nachbarländern ein großes Zeichen der Ermutigung.
Beide glaubten fest daran, dass der Eiserne Vorhang eines Tages fallen und Gott in die atheistisch regierten Länder zurückkehren würde. Beide geißelten den Kommunismus im Osten ebenso wie die „Kultur des Todes“ im Westen. Beide waren kompromisslos und furchtlos darin, die Wahrheit beim Namen zu nennen und die zahlreichen Angriffe gegen Gott und den Menschen in letzter Konsequenz als Werk des Bösen zu erkennen. „Politische Korrektheit“ und die Meinung des Mainstreams waren nicht ihr Maßstab. Auch in ihrem Streben nach Versöhnung waren sie prophetische Verbündete. So beauftragte Papst Johannes Paul II. Pater Werenfried damit, nach dem Zusammenbruch des Kommunismus die Versöhnung mit der russisch-orthodoxen Kirche zu suchen. Daraufhin reiste Pater Werenfried noch im fortgeschrittenen Alter zweimal nach Russland und begegnete Patriarch Aleksij II. und zahlreichen orthodoxen Bischöfen, denen er sein Gebet und seine tätige Hilfe versprach. Denn die orthodoxe Kirche musste in Russland nach über 70 Jahren der Verfolgung ebenso bei null anfangen wie die katholische Kirche. Der Papst ließ sich nach beiden Russlandreisen von Pater Werenfried ausgiebig Bericht erstatten und legte höchsten Wert darauf, über alle Entwicklungen persönlich informiert zu werden.
Papst Johannes Paul II. war es, der das Wort prägte: „Wir brauchen zwei Lungen: die westliche und die östliche, mit denen die Christenheit atmet.“ Inzwischen sind Bilder orthodoxer Würdenträger, die im Vatikan ein- und ausgehen, und katholischer Würdenträger, die ihre orthodoxen Mitbrüder im Bischofsamt besuchen, nahezu normal geworden. Im Laufe der Zeit sind viele Freundschaften entstanden. Die jüngere Vergangenheit zeigt nahezu ein Feuerwerk der ökumenischen Begegnungen, von dem noch vor zwanzig Jahren fast niemand zu träumen gewagt hätte. Zu den wenigen Menschen, die es dennoch gewagt haben, gehören Papst Johannes Paul II. und Pater Werenfried. Auch heute noch ist „Kirche in Not“ diesem Auftrag treu, den auch die Nachfolger dieses großen heiligen Papstes mehrfach bestätigt haben. Erst kürzlich forderte Kurt Kardinal Koch, der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, „Kirche in Not“ dazu auf, den Weg des Dialogs fortzusetzen.
Eine besondere Rolle in ihrem Wirken spielte die große Verehrung der Muttergottes, die Papst Johannes Paul II. und Pater Werenfried teilten und die auch Katholiken und Orthodoxe in besonderer Weise verbindet. So wollte es die Vorsehung, dass das Gnadenbild der Muttergottes von Kasan, der in Russland am stärksten verehrten Ikone, zu Sowjetzeiten gewissermaßen „katholisches Asyl“ fand. Nachdem sie Mitte der 1960er Jahre in das Marienheiligtum von Fatima gelangt war, wurde sie Papst Johannes Paul II. im Jahr 1993 als Geschenk überreicht. Der Papst bewahrte sie in seinen Privatgemächern auf und verehrte sie zutiefst. Als er sie im Jahr 2004 der russisch-orthodoxen Kirche zurückgab, sagte er während der Andacht zur Verabschiedung der Kasanskaja: „Wie oft habe ich seit diesem Tag die Muttergottes von Kasan angerufen und sie gebeten, sie möge das russische Volk, von dem sie so sehr verehrt wird, beschützen und leiten und bald den Zeitpunkt herbeiführen, an dem alle Jünger ihres Sohnes sich als Brüder anerkennen und die verletzte Einheit vollkommen wiederherstellen.“
Sowohl Johannes Paul II. als auch Pater Werenfried waren zutiefst mit dem Marienheiligtum in Fatima verbunden, wo die Ikone der Muttergottes von Kasan 30 Jahre lang Asyl gefunden hatte. Sie sahen in den Botschaften, die die Muttergottes 1917 an drei Hirtenkinder gerichtet hatte, eine wichtige Warnung vor den Gefahren des Kommunismus und des Atheismus, denen es zu begegnen galt. Papst Johannes Paul II. schrieb die Tatsache, dass er das Attentat vom 13. Mai 1981 überlebte, der Hilfe Unserer Lieben Frau von Fatima zu. Er ließ die Kugel, die ihn fast getötet hätte, in die Krone der Madonna einarbeiten. Pater Werenfried wurde eingeladen, mit Papst Johannes Paul II. die heilige Messe zu feiern, als dieser am 13. Mai 2000 in Fatima die beiden Hirtenkinder Francisco und Jacinta seligsprach. Die abendliche Lichterprozession, bei der er unmittelbar hinter dem Gnadenbild im Rollstuhl durch die Menge von einer Million Pilger geschoben wurde, gehörte für Pater Werenfried zu den Höhepunkten seines Lebens.
Die beiden Weggefährten sind nun im Himmel vereint. Einer von ihnen wird am 27. April auf den Tag genau zwölf Jahre nach ihrer letzten Begegnung heiliggesprochen. Gemeinsam haben sie viele historische Momente des 20. Jahrhunderts erlebt. Seite an Seite haben sie gekämpft, immer waren sie prophetisch, oft wurden sie verkannt. Ihr Vermächtnis ist gigantisch. „Kirche in Not“ ist diesem Erbe bis heute verpflichtet. Orazio Petrosillo berichtete von ihrem Abschied: „Johannes Paul II. legte seinem alten Freund die Hand auf die Schulter. Es war seine Geste als Nachfolger Petri, um ein Werk der Vorsehung wie „Kirche in Not“ mit dem ureigenen Charisma des Papstes gleichsam zu bestätigen.“

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15
April
2014

Fünf Gründe, warum Syriens Giftgas-Arsenal so gefährlich ist

Fünf Gründe, warum Syriens Giftgas-Arsenal so gefährlich ist
Der Giftgaseinsatz im syrischen Bürgerkrieg hat Hunderte Menschen das Leben gekostet. Das scheint inzwischen sicher. Unklar ist bislang noch, wer dafür verantwortlich ist - auch wenn die USA schon mit dem Finger auf das Regime von Präsident Baschar al-Assad zeigen. Sicher ist auch: Das syrische Chemiewaffen-Arsenal ist derzeit die größte Bedrohungen für das Land und die ganze Region. Aus fünf Gründen.
Von Sebastian Haak für WEB.DE
Assads Giftgasarsenal



1. Chemiewaffen sind Massenvernichtungswaffen ...
Es klingt so banal und wird doch immer häufig unterschätzt: Die syrischen Chemiewaffen-Bestände sind so gefährlich, weil sie Hunderte, Tausende, Zehntausende und vielleicht sogar noch mehr Menschen töten können.

Chemiewaffen, im Militärjargon häufig C-Waffen genannt, gehören neben atomaren und biologischen Waffen zu den sogenannten Massenvernichtungswaffen. Das heißt, sie töten - anders als konventionelle Waffen wie Bomben, Granaten, Pistolen- und Gewehrmunition - verhältnismäßig wahllos und großflächig. Sie können ganze Landstriche entvölkern und auf Dauer unbewohnbar machen.

Als während des Ersten Weltkrieges erstmals C-Waffen eingesetzt wurden, waren die Folgen verheerend: Soldaten starben zu Tausenden einen qualvollen Tod, weil sie nicht wussten, wie sie sich vor den Kampfstoffen schützen sollten, während ihnen bekannt war, wie sie sich bei gewöhnlichem Artilleriebeschuss zu verhalten hatten. Ähnliches gilt heute, vor allem für die Zivilbevölkerung: Während moderne Streitkräfte häufig so ausgerüstet sind, dass sie gegnerischen Kampfstoffen nicht völlig schutzlos ausgeliefert sind, gibt es für Zivilisten kaum einen Schutz gegen Giftgas und ähnliche Stoffe. Zu welch hohen Opferzahlen das führt, ist nicht nur jetzt im syrischen Bürgerkrieg zu sehen. Auch als der irakische Diktator Saddam Hussein 1988 Chemiewaffen gegen kurdische Zivilisten einsetzte, waren die Folgen dramatisch: Schätzungen gehen von 3.200 bis 5.000 Menschen aus, die damals starben.

2. ... und Assad hat jede Menge davon
Das syrische Chemiewaffenarsenal gilt als eines der größten weltweit. Es gibt unterschiedliche Einschätzungen von Experten dazu, ob es das zweit- oder das drittgrößte Arsenal ist. Weil es keine Kontrollen des Waffenbestandes des Landes gab und gibt, sind alle Angaben dazu immer nur geschätzt.

Rebellen gegen Assad
Iran, Hisbollah, Terror: Die Probleme bei einem Angriff auf Assad. >
Als belastbar gilt jedoch, erstens, dass die Syrer ihren Bestand spätestens seit den 1980er Jahren immer weiter ausbauten. Bis zu vier Chemiewaffenfabriken soll es im Land geben; eine davon nördlich von Damaskus, eine weitere in der Nähe des im Bürgerkrieg heftig umkämpften Homs. Zweitens scheint es sicher, dass die heute bedeutendsten chemischen Kampfstoffe zum Repertoire Syriens gehören: Senfgas, Sarin und VX-Gas. Verlässliche Mengenangaben über den syrischen Bestand an diesen Kampfstoffen gibt es nicht. Aber selbst kleinste Mengen von chemischen Waffen können tödlich sein, weshalb auch kleinste Mengen schon eine entsprechend große Gefahr darstellen. Schon ein Tausendstel Gramm VX-Gas beispielsweise gilt als für einen Erwachsenen tödlich.

Eingesetzt werden die chemischen Kampfstoffe heute, indem sie zum Beispiel in die Gefechtsköpfe von Bomben oder Granaten gefüllt und dann ins Zielgebiet geschossen werden. Syrien verfügt über die entsprechenden militärischen Technologien, um das zu tun.

3. Weil hier eine rote Linie überschritten wurde
Die USA als letzte verbliebene Supermacht haben mehrfach klargemacht, dass ein Einsatz von Massenvernichtungswaffen wie chemischen Kampfstoffen in Syrien aus ihrer Sicht ein "game changer" sei. Diese Wendung, die sich mit "Spiel-Veränderer" nur unzureichend ins Deutsche übersetzen lässt, meint: Beim Einsatz von Giftgas in Syrien können sich die USA, der Westen und eigentlich die gesamte Weltgemeinschaft nicht länger aus dem Bürgerkrieg heraushalten. Eine rote Linie wäre überschritten.

Das hat nicht so viel mit angeblichen moralischen Verpflichtungen der USA und der Weltgemeinschaft gegenüber der syrischen Zivilbevölkerung zu tun, die in der realen Außenpolitik nicht viel bedeuten. Es hat aber sehr wohl damit zu tun, dass die USA wie der Westen insgesamt ein eigenes Sicherheitsinteresse daran haben, dass das bislang nur selten gebrochene Tabu, Massenvernichtungswaffen einzusetzen, nicht weiter ausgehöhlt wird. Denn: Wenn es international erst einmal akzeptiert ist - weil es nicht sanktioniert wird -, dass Massenvernichtungswaffen im großen Maßstab in bewaffneten Konflikten eingesetzt werden, dann droht nicht nur ein neues Wettrüsten, sondern auch der Westen müsste mit einem ganz neuen Bedrohungsszenario leben.

Aber: Selbst ein zeitlich begrenzter Einsatz westlicher Streitkräfte in der Region - so richtig und zwingend er auch sein mag - birgt immer das Risiko, den gesamten Nahen Osten weiter zu destabilisieren. Ohnehin ist die Region nach dem Arabischen Frühling in noch größerer Unruhe als zuvor.

4. Weil die Staatengemeinschaft uneins ist
Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind wegen der Enthüllungen des ehemaligen US-Geheimdienstlers Edward Snowden zu den Spionagetätigkeiten der NSA auf einem lange nicht mehr erreichten Tiefpunkt angelangt. In dieser Situation droht sich das Klima zwischen den beiden Staaten wegen des Syrienkonfliktes nun weiter einzutrüben.

Gebetsmühlenhaft hat sich Russland gegen einen Einsatz des Westens in Syrien ausgesprochen. Das ist auch der Grund, weshalb ein UN-Mandat für einen solchen Einsatz kaum zu erwarten ist: Russland kann die dazu notwendigen Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates durch sein Vetorecht jederzeit blockieren; ebenso wie die Chinesen das tun können.

Und gerade weil nicht nur in Syrien, sondern infolge der Umbrüche des Arabischen Frühlings zum Beispiel auch in Ägypten die Gewalt eskaliert ist, braucht es statt einer zerstrittenen Weltgemeinschaft ein partnerschaftliches Miteinander der USA und Russland. Solange aber schlechte Stimmung zwischen ihnen herrscht und sich beide Staaten nach den geltenden UN-Regeln gegenseitig blockieren können, ist ein geschlossenes Agieren der Weltgemeinschaft nicht zu erwarten.

5. Weil nicht klar ist, wer die Kontrolle über das syrische Arsenal hat
Eines der Standardargumente dafür, dass das Regime unter Präsident Assad den jüngsten Giftgaseinsatz nahe Damaskus zu verantworten hat, lautet: Nur das Regime hat Zugriff auf diese Waffen. Wirklich?

Die Situation in dem Land ist so unübersichtlich, dass niemand mit letzter Gewissheit sagen kann, wer tatsächlich die Verfügungsgewalt über die syrischen C-Waffen hat; oder über einen Teil davon. Gerade deshalb ist es ja auch so schwer zu sagen, wer für den Einsatz der Kampfstoffe verantwortlich war: Assad selbst? Einer seiner Generale? Ein lokaler Kommandeur? Vielleicht aber auch ein Teil der Opposition, die ja nicht geschlossen gegen Assad steht, sondern sich seit Wochen auch untereinander blutig bekämpft.

Anders ausgedrückt: Was also, wenn das Assad-treue Militär die Kontrolle über zumindest einen Teil des C-Waffen-Arsenals verloren hat? Ist es dann ausgeschlossen, dass Chemiewaffen den in Syrien aktiven Islamisten in die Hände fallen und diese damit Anschläge auch außerhalb des Landes planen? Nein, das ist eben nicht ausgeschlossen und eine große Sorge von Sicherheitsexperten. Ein solcher Terroranschlag hätte verheerende Auswirkungen. Und das Szenario ist nicht aus der Luft gegriffen: 1995 verübten Mitglieder der japanischen Aum-Sekte einen Anschlag mit Sarin auf die U-Bahn in Tokio. 13 Menschen starben, Tausende wurden verletzt. Bei diesem Terrorakt wurden nur etwa 900 Milliliter Sarin eingesetzt.
weiter lesen: http://web.de/magazine/nachrichten/ausla....html#.A1000145



Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.04.2014 18:05
15
April
2014

Weiterer Giftgasanschlag in Syrien "Assad wird mit aller Härte vorgehen"

15.04.2014

Weiterer Giftgasanschlag in Syrien
"Assad wird mit aller Härte vorgehen"



In Syrien hat es wieder einen Giftgasangriff gegeben. Kinder sind gestorben, hundert Menschen verletzt. Frank Kraus, Leiter der Auslandsabteilung des katholischen Hilfswerks missio, im domradio.de-Interview über die Lage in Syrien.

domradio.de: Herr Kraus, ein möglicher Chlorgasanschlag - was ist von diesen Meldungen zu halten?

Kraus: Wir gehen schon davon aus, dass die Meldungen real sind, dass es wirklich ein Chlorgasangriff gab. Von welcher Seite dieser Chlorgasangriff nun geschehen ist, ist schwierig zu bewerten.

domradio.de: Das wäre auch meine Frage. Die Inspektoren der Vereinten Nationen sind ja dabei, die Chemiewaffenarsenale zu vernichten. Wie ist so ein Anschlag denn dennoch möglich?

Kraus: Nach unserer Kenntnis ist der Prozess auch noch nicht komplett abgeschlossen und es hängt auch ein Stück davon ab, ob wirklich alle Lager offengelegt wurden. Das ist natürlich für die Kontrolleure etwas schwierig, herauszubekommen, in der Kriegssituation, ob wirklich alle Giftgaslager von der Regierung benannt worden sind und auch benannt worden ist, wo vielleicht auch Rebellen an dieses Gas gelangen konnten. Einige Chlorgase sind auch nicht so schwierig herzustellen, das kann, je nach Ausmaß, auch im Nachhinein geschehen sein, dass man Chlorgas hergestellt hat.

domradio.de: In den letzten Tagen gab es zudem die Meldung, dass Präsident Assad gesagt hat, er habe die Rebellen zurückgedrängt und sozusagen die Wende geschafft im Bürgerkrieg. Wie sieht es aktuell aus im Land?

Kraus: Es stimmt schon, nach allem, was wir wissen können, dass das Assad-Regime wieder etwas gefestigter ist im militärischen Sinne, wobei aber noch sehr weite Teile von Syrien weiterhin nicht von ihm kontrolliert werden oder von seinen Milizen. Ich gehe jetzt auch nicht davon aus, dass ihm die völlige militärische Wendung gelingen wird. Aber an einigen entscheidenden Stellen, gerade in den großen Städten, scheint er wieder die Oberhand zu gewinnen.

domradio.de: Ist es in diesem Zusammenhang denn überhaupt wahrscheinlich, dass so ein Chlorgasanschlag von Assad und seinen Truppen verübt wurde?

Kraus: Ich gehe nicht mehr davon aus, dass in diesem wirren Gelage, es gibt die verschiedenen Gegner Assads - das ist ja nicht nur eine Gruppe und wahrscheinlich nicht nur eine Miliz, die auf Seiten von Assad kämpft - wirklich noch jeder immer die Hand ins Feuer legen kann, was der andere tut. Würde ich nicht machen. Also, es ist durchaus denkbar, dass es vom Assad-Regime explizit gemacht wurde, um weiter Gelände zu verteidigen oder um Strafaktionen zu machen. Aber es ist genauso denkbar, dass eine der verschiedenen Oppositionsmilizen aus derselben Taktik heraus versucht hat, das Chlorgas einzusetzen.

domradio.de: Was ist Ihre Einschätzung, Ihre Hoffnung für die nächsten Wochen? Wie sind die Perspektiven für Syrien?

Kraus: Die nächsten Wochen sind schlecht. Der Winter hört auch in Syrien demnächst auf. Die Frage von Offensiven stellt sich jetzt schon wieder mehr. Die Lage für die Flüchtlinge wird mit Sicherheit in den nächsten Wochen nicht angenehmer werden. Wenn gerade Assad meint, er hätte jetzt eventuell die Möglichkeit, durchzuschlagen, gehe ich davon aus, dass er das mit aller Härte probieren wird, egal, was die internationale Gemeinschaft sagt.

Das Gespräch führte Matthias Friebe.

(dr)

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.04.2014 15:35
15
April
2014

Grün-roter “Bildungsplan 2015″: Ministerpräsident Kretschmann hat die Notbremse gezogen

Grün-roter “Bildungsplan 2015″: Ministerpräsident Kretschmann hat die Notbremse gezogen
Veröffentlicht: 15. April 2014 | Autor: Felizitas Küble

Mathias von Gersdorff

Am 8. April gab Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zusammen mit seinem Kultusminister, Andreas Stoch (SPD), bekannt, er wolle dem Thema „Sexuelle Vielfalt“ im „Bildungsplan 2015“ keine herausragende Rolle mehr einräumen. stuttgart 009a

Das Leitprinzip „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ solle durch die „Leitperspektive Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ ersetzt werden.


FOTO: Mathias v. Gersdorff spricht zu den Teilnehmern der Protest-Demonstration in Stuttgart

Obwohl Kretschmann sich bemühte zu erklären, er sei vor den Protesten gegen den Bildungsplan nicht „eingeknickt“, wurde es von vielen so gewertet. Die Stellungnahme Kretschmanns erfolgte überraschend und wenige Tage nach einer dritten Demonstration in Stuttgart gegen den Bildungsplan.

Zuvor hatten etwa 200.000 Bürger die Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterstützt.

Eine abschließende Bewertung von Kretschmanns Schritt ist aber noch schwierig. Grundsätzlich kann man feststellen: „Sexuelle Vielfalt“ ist immer noch im Bildungsplan vorgesehen, eben unter der neuen „Leitperspektive“.

Außerdem entstammt „Vielfalt“ als pädagogischer Begriff der „emanzipatorischen Pädagogik“, die im Zuge der 68er-Revolution entworfen wurde. Insofern könnte nach wie vor ein Bildungsplan mit Inhalten eingeführt werden, die entsprechend der Gender-Theorie konzipiert sind.



Unerwartet breiter Protest gegen den Bildungsplan

Daß Kretschmann eine reine Vertuschungsaktion plant, ist aber auch unwahrscheinlich. Denn die Wahrheit ist: Der Bildungsplan ist in der jetzigen Arbeitsfassung grob mangelhaft und nach Ansicht vieler nicht durchsetzbar. Fotolia_51332901_XS-300x198

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte schon Anfang März empfohlen, das Projekt zu verschieben und das Leitprinzip „Akzeptanz Sexueller Vielfalt“ durch „Anerkennung gesellschaftlicher und kultureller Diversität“ zu ersetzen.

Vor kurzem hat sich auch der Deutsche Lehrerverband kritisch geäußert. Die dritte Demonstration am 5. April erhielt wichtige Grußwörter von der CDU und der FDP und wurde von vielen Bürgerinitiativen unterstützt. Die Gegner waren also durchaus in der Lage, eine breite zivilgesellschaftliche Koalition aufzustellen.

Die Befürworter des Bildungsplanes konnten nichts Vergleichbares vorweisen. Zunehmend vermittelte die grün-rote Landesregierung den Eindruck, sie wolle auf Biegen und Brechen ihren Bildungsplan gegen den Willen der Eltern durchdrücken.

So gesehen war der Schwenk Kretschmanns und Stochs vom 8. April so etwas wie eine Notbremse.

Irgendeine Entscheidung – ob für oder gegen die vorliegende Arbeitsfassung – mußte bis spätestens Mai fallen. Ansonsten wäre die Einführung des Projektes im Schuljahr 2015/2016 unmöglich geworden.



Erneute Elternrechts-Demonstration Anfang Mai

Ein abschließendes Urteil über Kretschmanns Vorgehen kann aber erst getroffen werden, wenn wir schwarz auf weiß wissen, was nun konkret vorgesehen ist. Daß die Bürger Baden-Württembergs nichts Gutes ahnen, zeigt die Tatsache, daß für Anfang Mai wieder eine Demonstration in Stuttgart geplant ist. DSC03232a

Für den weiteren Verlauf sind die parteipolitischen Interessen im Hinblick auf die Landtagswahl 2016 nicht unerheblich. Hierbei ist interessant festzustellen, daß sich Kultusminister Andreas Stoch zweimal für eine Beibehaltung des Bildungsplanes ausgesprochen hat.

Das erste Mal, als einige Grüne den Vorschlag der GEW unterstützten. Stoch zeigte sich über die Kakophonie empört. Das zweite Mal unmittelbar vor Kretschmanns Treffen am 27. März mit Vertretern des Pietismus und der Evangelikalen: In einem Interview schloß er jegliches Zurückrudern aus.

“Hessische Verhältnisse” befürchtet?

Möglicherweise fürchtet Stoch, daß die Grünen in Baden-Württemberg „hessische Verhältnisse“ herbeiführen wollen. In Wiesbaden kam nämlich eine schwarz-grüne Koalition nur deshalb zustande, weil die Grünen die Schulpolitik mehr oder weniger der CDU überlassen haben.

Der Dogmatismus der hessischen SPD bei den Strukturfragen führte zu einem Scheitern der Koalitionsgespräche mit der CDU. Zwar sind die Grünen von der Gesinnung her linker als die SPD, auch in der Schulpolitik, doch spielt das Thema strategisch für die Partei keine entscheidende Rolle.

Derzeit ist eine Neuauflage der grün-roten Koalition sehr unwahrscheinlich. Möglicherweise sind die Grünen bereit, den Bildungsplan zu verwässern, um die Koalitionsoptionen zu erweitern.

Bemerkenswert ist das Wohlwollen der LSBTTIQ-Gruppen in Baden-Württemberg für Kretschmanns Plan. Zwar ist „Sexuelle Vielfalt“ im neuen Konzept nicht definitiv ausgeschlossen, jedoch erheblich verwässert.

Dennoch: Wie das Homosexuellen-Internetportal “Queer” am 8. April berichtete, sicherte Kretschmann den LSBTTIQ-Gruppen am Abend des 7. Aprils zu, ihre Interessen zu berücksichtigen:

„In einem persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks LSBTTIQ sicherte der Ministerpräsident am gestrigen Abend die explizite und verbindliche Verankerung der Vielfalt von Geschlecht sowie der Vielfalt sexueller Orientierung im baden-württembergischen Bildungsplan zu“, so Angelika Jäger, Sprecherin des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, laut „Queer“.

Auch Kultusminister Andreas Stoch hätschelt die LSBTTIQ-Gruppen. Gegenüber der taz erklärte er am 10. April: „Wir haben uns nun in enger Absprache mit den Lesben- und Schwulenverbänden dazu durchgerungen, das Thema in einen größeren Kontext einzubinden.“

Sind also die Ankündigungen vom 8. April also nur ein Täuschungsmanöver?

Man muß noch abwarten. Nur eines ist zum jetzigen Zeitpunkt sicher: Die Gegner des Bildungsplanes müssen weiterhin in Alarmbereitschaft bleiben.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und des Webmagazins “Kultur und Medien online”

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung “Junge Freiheit”

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.04.2014 12:29
15
April
2014

Sogar siebenjähriger Junge aus politischen Gründen verhaftet

Republik Kuba: IGFM: Sogar siebenjähriger Junge aus politischen Gründen verhaftet


„Dame in Weiß“ Sandra Guerra und zwei Kinder festgenommen

Sandra Guerra leitet in ihrer Gemeinde verschiedene Projekte für Kinder
Havanna/Frankfurt am Main (08. April 2014) – Sandra Guerra, Mitglied der Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“, wurde am 5. April an einem Kontrollpunkt in Managua, 18 Kilometer von der kubanischen Hauptstadt Havanna entfernt, festgenommen. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden auch ihr 7-jähriger Sohn Miguel de Jesús und ihre 12-jährige Nichte Claudia Guerra von Polizeibeamten festgenommen und erst am Abend des 5. April wieder entlassen. Sandra Guerras einziges „Vergehen“ war, mit den beiden Kindern von Melena del Sur in die kubanische Hauptstadt zu reisen, so die IGFM.

Die Polizisten informierten Sandra Guerra, dass die kubanische Staatssicherheit ihre Verhaftung angeordnet hätte. „Nachdem meine Schwester mich angerufen hatte, wurde ihre Telefonverbindung vom Regime unterbrochen. Die gesamte Familie war sehr besorgt, weil wir stundenlang nicht wussten, wo sich Sandra und die beiden Kinder aufhalten“, so Roberto de Jesús Guerra Pérez, Leiter der regimekritischen Nachrichtenagentur Hablemos Press, gegenüber der IGFM.

IGFM: „Die Diktatur verfolgt sogar Kinder!“
Die IGFM sieht in den Repressalien der Castro-Diktatur gegen Kinder eine Steigerung des Druckes, den das Regime ausübt, um friedliche Proteste zu ersticken. „Die Dame in Weiß Sandra Guerra wurde bereits mehrmals misshandelt, wenn sie versuchte, nach Havanna zu reisen um zusammen mit anderen Frauen an friedlichen Protesten teilzunehmen. Jetzt wurden auch die beiden Kinder bedroht und beschimpft“, so René Gomez, Vorsitzender der IGFM auf Kuba.

Die IGFM ruft die Internationale Gemeinde zu Protest und Solidarität mit den „Damen in Weiß“ auf, die regelmäßig bei ihren friedlichen Protestmärschen für die Freilassung aller politischen Gefangenen Kubas von Staatssicherheitsbeamten und Polizisten bedroht, geschlagen und verhaftet werden. Oftmals sind unter den Verhafteten auch die minderjährigen Kinder der „Damen in Weiß“, die auch in der Schule von Schergen des Castro-Regimes beschimpft und bedroht werden, weil ihre Mütter regimekritisch eingestellt sind.
http://www.igfm.de/news-presse/aktuelle-...b88e64467ce7890


Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 15.04.2014 11:43
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