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26
Oktober
2014

Papst Benedikt XVI. freut sich über den Erfolg der überlieferten Liturgie

Papst Benedikt XVI. freut sich über den Erfolg der überlieferten Liturgie
Veröffentlicht: 26. Oktober 2014 | Autor: Felizitas Küble

Kardinal Burke zelebrierte im altehrwürdigen Ritus


Benedikt XVI. ließ an die Pilgergruppe „Summorum Pontificum” in Rom eine Grußbotschaft ausrichten. Als „Klausurmönch” könne er an einem öffentlichen Gottesdienst nicht teilnehmen, es sei denn, er werde von Papst Franziskus dazu eingeladen, berichtet Radio Vatikan. 220px-Archbishop_Raymond_Leo_Burke



Am gestrigen Samstagvormittag hatte die Meßfeier im überlieferten Ritus im Petersdom stattgefunden. Zelebrant war Kardinal Raymond Burke (siehe Foto), der den em. Papst zu der hl. Messe eingeladen hatte.

Weiter heißt es in der Grußbotschaft Benedikts XVI.: „Ich bin sehr glücklich, dass der ,Usus antiquior’ heute in vollem Frieden in der Kirche gefeiert werden kann und von so vielen Jugendlichen geliebt sowie von großartigen Kardinälen zelebriert wird.“

Als amtierender Papst hatte Benedikt XVI. das Motu Proprio „Summorum Pontificum” erlassen und damit der überlieferten Liturgie ihr Heimatrecht in der Kirche zurückgeschenkt.

Quelle: http://www.kathnews.de

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 26.10.2014 23:21
26
Oktober
2014

Ebola: „Sierra Leone ist wie ein Friedhof“

Ebola: „Sierra Leone ist wie ein Friedhof“



RealAudioMP3 Ein Ebola-Fall in Dallas, ein anderer in Madrid: Was in der Ebola-Berichterstattung im Westen etwas aus dem Fokus gerät, das ist das Wüten der Pandemie in Westafrika, in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Der italienische Journalist Domenico Quirico ist gerade aus Sierra Leone zurückgekehrt und berichtet:

„Ich habe ein verletzliches Land gesehen. Der lange Bürgerkrieg ist gerade erst vorüber, Infrastrukturen und gesellschaftliche Strukturen sind schwach oder gar nicht existent; es ist eines der ärmsten Länder der Welt, wo die Menschen im Schnitt mit einem Euro am Tag überleben müssen. So ein Land wird von Ebola in seinen alltäglichsten Gewohnheiten, in seiner sozialen Struktur oder Wirtschaft vollkommen überwältigt. Sierra Leone wirkt wie ein Friedhof, über den ein Taifun hinweggefegt ist, der alles zerstört hat. Die Zerstörung geht bis in die einzelnen Familien hinein: Mütter reden nicht mehr mit ihren Kindern und vermeiden jede Berührung.“

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass die Zahl der Ebola-Infizierten in Westafrika bis Anfang Dezember bei 10.000 Menschen liegen wird. Die Berichterstattung zu Ebola im Westen wird aber dominiert von Schutzmaßnahmen und Ansteckungsängsten in Hamburg, London oder Dallas.

„Dabei sollten wir uns schon aus rein zweckmäßigen Erwägungen auf das Drama in Westafrika konzentrieren – wenn die Pandemie nämlich dort nicht gestoppt oder wenigstens abgebremst wird, dann kann sie tatsächlich zu einer weltweiten Katastrophe werden. Aber leider kriegen wir Westler es nicht hin, uns dem Problem mal ohne das Starren auf unser eigenes Territorium zu nähern. Eigentlich geht es bei uns erst um Ebola, seit wir Angst haben, dass irgend ein Infizierter bei uns auf einem Flughafen landet. Das ist egoistisch.“

Das eigentliche Drama finde eben nicht bei uns statt, sondern in Westafrika, erinnert der Journalist. Dort würden ganze Dörfer isoliert, und aus der medizinischen und humanitären sei längst auch eine Wirtschaftskrise geworden.

„Die Wirtschaft geht jeden Tag weiter bergab. Sierra Leones einziger Reichtum sind die Diamanten-, Bauxit- und Eisenminen. Jetzt wird das ganze Land aber vom Rest der Welt abgenabelt, die Busse fahren nicht mehr, die Leute gehen nicht mehr zur Arbeit. Die Preise sind um das Dreifache gestiegen, die Marktstände sind leer, weil die Händler Angst vor Ansteckung haben. Es kommt auch keiner mehr zum Einkaufen. Das ist der Übergang vom Elend zum Hungern. Nur ein Beispiel: die Quarantäne. Wenn es einen Verdachtsfall gibt, muss der Betreffende in seinem Haus bleiben. Bei uns im Westen hätte er Strom und Wasser, aber die meisten Einwohner von Sierra Leone haben weder das eine noch das andere. Wie können die also in Quarantäne bleiben? Wer bringt denen etwas zu essen? Wer sorgt für all die Menschen, die Zuhause bleiben sollen und die nicht rausdürfen, um sich etwas Nahrung zu beschaffen?“

Seit Juni seien in Sierra Leone die Schulen geschlossen, berichtet Quirico, und mit ihrer Wiederöffnung sei vor dem Frühjahr nicht mehr zu rechnen

„Und das in einem Land, wo die Schulen wegen des Bürgerkriegs ohnehin jahrelang geschlossen waren! Diese Katastrophen werden von einer Generation an die nächste weitergegeben. Diese Generationen werden immer gezeichnet sein von fehlender Schulbildung, von Elend, Angst und dem Gefühl der Unsicherheit.“

Das größte Problem bei der Bekämpfung von Ebola in den am meisten betroffenen Ländern in Westafrika sei das Fehlen medizinischen Personals; vor allem Spezialisten seien dünn gesät, und eine richtige Bekämpfung des Virus sei sehr teuer.

„Nur ein Beispiel: Jeden Tag werden fünf bis acht Schutzanzüge bei der Behandlung eines einzigen Kranken gebraucht, und die Zahl der Angesteckten geht in die Tausende! Da muss etwas getan werden, und zwar schnell. Wenn es in maximal acht Wochen nicht zu einem numerischen Rückgang der Krankheit kommt, dann wird das ein noch schrecklicheres, noch universelleres Problem.“

(rv 16.10.2014 sk)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...0%9C/ted-831265
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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Oktober
2014

Das Grauen vor der Hinrichtung...Waterboarding und Schläge

Waterboarding und Schläge
Das Grauen vor der Hinrichtung
26.10.2014, 15:59 Uhr | dpa, Reuters



Kurz vor dem Tod: Zu dieser Zeit hat der entführte James Foley eine eineinhalbjährige Leidenszeit hinter sich. (Quelle: dpa)

Nur 40 Taxi-Minuten war der US-Journalist James Foley von der türkischen Grenze entfernt, als er den Fehler seines Lebens machte: Noch innerhalb Syriens hielten er an einem Internet-Café, um Texte und Fotos in seine Heimatredaktion abzusetzen.

Während seines Aufenthalts - es war der 22. November 2012 - sei ein bärtiger Dschihadist hereingekommen hätte ihn und seinen Begleiter, den Briten John Cantlie, beobachtet, so Foleys syrischer Fahrer. Als sie eine Stunde später weiterfuhren, näherte sich ein anderer Wagen von hinten, schnitt dem Taxi den Weg ab und entführte die beiden Männer. Es war der Beginn einer schrecklichen Leidenszeit. Sie endete damit, dass Foley im August dieses Jahres vor laufender Kamera geköpft wurde.

Kopfüber an der Decke aufgehängt

Zuvor soll die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihn und andere Geiseln auf brutale Weise misshandelt haben. Scheinexekutionen und Folter gehörten zum Repertoire der Dschihadisten, berichtet die "New York Times" am Sonntag. Die Zeitung beruft sich unter anderem auf Interviews mit fünf ehemaligen Geiseln, die sich mit dem im August ermordeten US-Journalisten James Foley eine Zelle teilen mussten.

Nach diesen Aussagen wurde Foley mit Ketten kopfüber an der Zellendecke aufgehängt. "Du konntest die Wunden an seinen Fußknöcheln sehen", sagte ein ehemaliger Gefangener aus Belgien. Auch mit Waterboarding, einer Foltertechnik, die einen Erstickungstod simuliert, seien die Geiseln gepeinigt worden.

Waterboarding wie in Guantánamo

Darauf weist auch ein am Samstag von den Islamisten selbst veröffentlichtes Propagandavideo mit einer ihrer Geiseln hin. Darin sagt ein seit mehr als zwei Jahren festgehaltener britischer Journalist: "Einige von uns, die versucht haben zu fliehen, wurden von unseren Geiselnehmern mit Waterboarding gefoltert, so wie muslimische Gefangene von ihren amerikanischen Geiselnehmern mit Waterboarding gefoltert werden."

Der 43-Jährige sitzt nach Angaben der Presseagentur PA über die Aufnahmen an einem Schreibtisch, trägt orangefarbene Kleidung und liest das von den Terroristen vorbereitete Statement ab. Die Schwester der britischen Geisel hatte den IS in einem Statement gebeten, Kontakt zur Familie aufzunehmen. Sein Vater war vor einigen Tagen gestorben.

Die britische IS-Geisel wird seit Wochen als Sprecher der Islamisten missbraucht. Er wird immer wieder gezwungen, in Internet-Videobotschaften die "Wahrheit" aus Sicht der Terrormiliz zu erklären.

Fast alle Europäer wurden freigekauft

Insgesamt befanden sich nach Recherchen der "New York Times" mindestens 23 westliche Geiseln aus zwölf Ländern in der Gewalt des IS. Dabei hätten "unterschiedliche Reisepässe unterschiedliche Schicksale bedeutet". Die meisten europäischen Geiseln seien frei gekommen, nachdem ihre Regierungen Lösegeld an die Dschihadisten gezahlt hätten. Die amerikanische, die britische und die russische Regierung hingegen verweigerten Lösegeldzahlungen. Die Folge: Ihre Gefangene wurden getötet oder befinden sich noch in Gewalt des IS.

Die Entführungsopfer hätten ohne Matratzen und ausreichend Decken in engen Zellen gehaust, hieß es in dem Zeitungsbericht. Zwischenzeitlich hätten sich bis zu 19 Inhaftierte einen rund 20 Quadratmeter großen Raum teilen müssen. Das einzige Licht sei vom Türspalt gekommen. Die täglichen Essensrationen hätten in eine Teetasse gepasst.

Zwischendurch habe es Phasen mit menschlicher Behandlung gegeben: Die eigentlichen Kidnapper waren von der Al-Nusra-Front - einem Ableger von Al-Kaida. Dann jedoch traten die Bewacher zum IS über alles habe sich verschlechtert.

Übertritt zum Islam

Die Zeugen berichten, dass Foley in der Gefangenschaft zum Islam übertrat. Die meisten Gefangenen hätten das gemacht, um besser behandelt zu werden. Foley, der als Moslem den Namen Abu Hamza angenommen habe, sei es jedoch offenbar ernst gewesen, berichtet ein junger belgischer Ex-Dschihadist, der längere Zeit mit dem Amerikaner verbracht hat. Stundenlang habe er eine englische Ausgabe des Korans studiert.

Nur wenige hätten dem Impuls widerstanden, die mutmaßlich schützende Religion ihrer Peiniger anzunehmen. Unter denen, die davon Abstand nahmen, sei Steven Sotloff gewesen, ein praktizierende Jude. Sotloff wurde am 2. September ermordet - kurz nach Foley.

Bislang wurden neben James Foley und Sotloff, die britischen Entwicklungshelfer David Haines und Alan Henning und der russische Ingenieur Sergej Gorbunow getötet. In der Gewalt der Dschihadisten befinden sich nach aktuellen Erkenntnissen derzeit noch der britische Journalist sowie zwei amerikanische Entwicklungshelfer, darunter eine Frau.

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26
Oktober
2014

Papst beim Angelus: „Liebe ist das Maß des Glaubens“

Papst beim Angelus: „Liebe ist das Maß des Glaubens“



RealAudioMP3 ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben’ und ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst’: Dieses Doppelgebot Jesu im Matthäusevangelium stand im Zentrum der Papstansprache von diesem Sonntag. Vor dem Angelusgebet in Rom wies Franziskus darauf hin, wie eng Jesus Gottes- und Nächstenliebe miteinander verbunden habe. Von beiden Geboten sei bereits im Alten Testament die Rede, Jesus habe also in dieser Hinsicht „nichts erfunden“.

„Das Neue besteht darin, dass Jesus diese beiden Gebote zusammenschließt, die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten: Er zeigt damit, dass sie untrennbar voneinander, dass sie komplementär sind, die zwei Seiten derselben Medaille. Papst Benedikt hat uns einen ausgesprochen schönen Kommentar dazu in seiner ersten Enzyklika ‚Deus Caritas est’ hinterlassen. Wirklich, die Art und Weise, wie der Christ seine Liebe zu Gott sichtbar vor der Welt ausdrücken kann, ist die Liebe zum Nächsten. Das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe ist nicht etwa deshalb das erste, weil es ganz oben auf der Liste der Gebote stünde: Jesus stellt es nicht an die Spitze, sondern ins Zentrum. Es ist das Herz, von dem alles ausgehen muss, wohin alles zurückkehren muss, worauf sich alles beziehen muss.“

Gegen die Legalismen von gestern und von heute

Schon im Alten Testament werde betont, der Mensch solle heilig sein, weil Gott, nach dessen Bild er geschaffen ist, heilig ist. Dazu habe von Anfang an die Pflicht gehört, sich um die Schwächeren zu kümmern: den Fremden, den Waisen, die Witwe. „Jesus, der Gottheit und Menschheit in seinem Fleisch vereint, erfüllt dieses Bundesgesetz“, so Papst Franziskus, „indem er es zu einem einzigen Geheimnis der Liebe macht“.

„Im Licht des Wortes Jesu wird die Liebe zum Mass des Glaubens und der Glaube zur Seele der Liebe. Wir können das religiöse Leben nicht mehr trennen vom Dienst am Nächsten, an diesen konkreten Nächsten, denen wir begegnen. Wir können nicht mehr Gebet, die Begegnung mit Gott in den Sakramenten, trennen vom Hinhören auf den anderen, von der Nähe zu seinem Leben, vor allem zu seinen Wunden... Mitten ins Dickicht der Vorschriften und Anordnungen – der Legalismen von gestern und von heute! – schlägt Jesus eine Bresche, durch die wir auf einmal zwei Gesichter erkennen: das Antlitz des Vaters und das des Bruders. Er gibt uns nicht zwei Formeln oder Vorschriften, sondern zwei Gesichter – vielmehr ein einziges Gesicht, nämlich das Gesicht Gottes, das sich widerspiegelt in so vielen Gesichtern. Denn im Antlitz jedes Bruders, vor allem des kleinsten, gefährdetsten und schutzlosesten, ist das Bild Gottes selbst gegenwärtig!“

Auf diese Weise gebe Jesus jedem Menschen „das entscheidende Kriterium“ an die Hand, um „sein Leben einzurichten“, erklärte Papst Franziskus. Am Angelusgebet nahmen auf dem Petersplatz etwa 80.000 Menschen teil.

(rv 26.10.2014 sk)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...0%9C/ted-833105
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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26
Oktober
2014

Aktenzeichen: Heinz Rühmann – unvergessen

Aktenzeichen: Heinz Rühmann – unvergessen

Niemand hat so wie er den deutschen Humor verkörpert, niemand den Durchschnittsbürger, den kleinen Mann auf der Suche nach seinem privaten Glück über Jahrzehnte so glaubwürdig dargestellt wie Heinz Rühmann. Rühmann war keine idealisierte Heldenfigur, kein mit Glamour sich schmückender Star, er war die Personifizierung des menschlich verzauberten Alltags - und gerade deshalb war und ist er zweifellos der populärste deutsche Schauspieler unserer Zeit.

Ein Porträt zum 20. Todestag des deutschen Filmstars

Mit seiner leicht heiseren, hellen Stimme, seiner Kleinwüchsigkeit und schmächtigen Gestalt war er dafür prädestiniert, jene zu spielen, die das Leben immer wieder übersieht. Diese vermeintlichen Schwächen waren Schutz und Stärke zugleich Rühmanns Stärke lag in seiner absoluten Glaubwürdigkeit. Seine Figuren waren jedem vertraut und sie waren jedes Vertrauens würdig.

Bekannt wurde Heinz Rühmann, der 1902 in Essen geboren wurde, vor allem durch seine Mitwirkung an über 100 Filmen: als Darsteller, als Produzent und als Regisseur. Vor allem aber war er "Der Hauptmann von Köpenick" (1956; Regie: Helmut Käutner) - seine populärste, eindrucksvollste und im besten Sinne volkstümlichste darstellerische Leistung. In Theater und Film spielte er unter den besten Regisseuren seiner Zeit, unter Max Reinhardt, Gustaf Gründgens, Fritz Kortner, Heinz Hilpert, Wolfgang Liebeneiner, Helmut Käutner und August Everding - um beispielhaft nur einige zu nennen. Seine letzte Filmrolle in Wim Wenders "In weiter Ferne so nah" brachte ihn 1992 zurück nach Berlin, jener Stadt, die ihn nach seinen Worten mehr geprägt hat als jede andere.

Mit Genehmigung der Evangelischen Rundfunkbeauftragten beim WDR blenden wir jetzt Ausschnitte aus einer Sendung von Pressepfarrer Joachim Gerhardt, mit und über Heinz Rühmann ein:


Musik: Von guten Mächten treu und still umgeben behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.

„Von guten Mächten“ ist eine Aufnahme des schon älteren Rühmann. Seit Mitte der 70-er Jahre ist der „Jahrhundertschauspieler“ immer wieder mit Lesungen in Kirchen aufgetreten. Unter anderem in Bonn und jedes Jahr im Advent im Hamburger Michel. Dort hat er seinen Vortrag stets beendet mit diesem berührenden Gedicht des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Über Heinz Rühmann ist viel geschrieben und gesendet worden. Es gibt Biographien, sogar eine Ausstellung. Wenig bekannt ist, dass der große Schauspieler auch eine religiöse Seite hatte. Rühmann, der evangelisch getauft ist, hat sie lange Jahre wenig zu erkennen gegeben. Mit 25 Jahren ist er sogar aus der Kirche ausgetreten. Gründe sind nicht bekannt. Doch die Fragen nach Glaube, Hoffnung und Liebe haben ihn – mal mehr mal weniger wie bei vielen Menschen – ein Leben lang begleitet. „Man macht sich so seine Gedanken – und das ist sehr schön“, hat Rühmann öfter im Freundeskreis gesagt. Mit dem „Von guten Mächten“ lässt er im Alter Menschen dann teilhaben, was seiner ganz persönlichen Hoffnung einen Grund gibt:

Musik: Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
Ach Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Heinz Rühmann hat berichtet, wie sehr ihn die Auftritte in Kirchen persönlich bewegt haben. Sie waren für ihn ganz anders als die Auftritte auf einer Bühne oder vor der Kamera. In den Kirchen fand er, was ihm ein Leben lang nach eigenen Worten unendlich wichtig war: äußere Stille und innere Ruhe.

Musik: Lass still und warm die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Autor: Doch es ist bemerkenswert, dass sich Rühmann zum Abschluss seiner Lesungen gerade „Von guten Mächten“ ausgesucht hatte. Der Text ist von Dietrich Bonhoeffer. Rühmann und Bonhoeffer sind dieselbe Generation. Bonhoeffer ist nur vier Jahre jünger. Aber der Lebensweg der beiden könnte unterschiedlicher nicht sein. Bonhoeffer ging in den Widerstand im Dritten Reich und bezahlte ihn am Ende mit dem Tod. Nur einen Monat vor Kriegsende wurde Bonhoeffer im KZ von den Nazis ermordet. Die Verse „Von Guten Mächten“ – mehr ein Gebet als nur ein Gedicht – sind wenige Wochen vorher im Gefängnis für seine Familie entstanden.

Anders Heinz Rühmann. Er hat sich im Dritten Reich arrangiert mit dem Regime und bis zum Ende der Nazidiktatur davon profitiert. Rühmann ist das oft vorgehalten worden. So musste er nach dem Krieg immer wieder deutlich machen, er habe keinem persönlich geschadet. Und auch die Trennung von seiner ersten Frau Maria Bernheim 1938, sie war Jüdin, habe nur private Gründe gehabt.

Letzte Wahrheiten lassen sich bis heute nicht finden. Ich glaube, das Leben ist zu kompliziert, um über fremde Biografien endgültige Urteile zu fällen. Es ist schon schwer genug, den eigenen Lebensweg einzuordnen. Vielleicht ist das Rühmann nicht anders gegangen. Und vielleicht verbindet sich in seinem Vortrag von den „Guten Mächten“ für ihn noch viel mehr, als wir das erahnen.

Es ist Rühmanns letzter Film, der ihn nicht nur mit Religion, sondern mit seiner eigenen Lebensgeschichte konfrontiert. Es ist der Wim Wenders-Film „In der Ferne, so nah“. Rühmann, inzwischen 91 Jahre alt, spielt den 90-jährigen Taxifahrer Konrad, der mitten in Berlin seinen persönlichen Schutzengel trifft. Gemeinsam blicken sie auf sein Leben zurück.

Film-O-Ton: In weiter Ferne, so nah! (1993): Konrad (Rühmann): Wenn man stirbt, muss man doch wissen, wie man gelebt hat. Komm, erzähl mir meine Geschichte.

Autor: Es ist eine Lebensbeichte, besonders für das Leben in der Nazizeit:

Film-O-Ton: Konrad (Rühmann): Einer muss mir doch sagen, ob ich richtig gelebt habe. Ich war, glaube ich, kein sehr mutiger Mann. Korrekt ja, aber mutig…?

Autor: Und am Ende nimmt der Engel ihn in die Arme, um zu sagen: Du bist gefunden worden. Der Regisseur Wim Wenders erinnert sich Jahre später noch gut an diese Szene:

Film-O-Ton: Wim Wenders: …Heinz Rühmann, egal, was er gespielt hat, er war immer so dabei. Auch bei dieser Szene hier. Das ging wirklich für ihn um Leben und Tod. Und er hat alles auf sich bezogen, was er gespielt hatte. Das war ja klar, das war hier höchstwahrscheinlich seine wohl letzte Rolle. Und dass er hier seine Schutzengel trifft, das hat ihn sehr bewegt. (O-Ton-Film, Konrad: Ich habe keine Angst vor dir, Wie lange kennen wir uns denn schon und haben uns doch nie gesehen.)Das hat ihn sehr, sehr gefallen, vielleicht auch schon am Drehbuch, dass da einer auf sein Leben zurückblickt, auf seine Fehler und seine Irrtümer wie auf seine guten Entscheidungen.

Autor: Habe ich mein Leben richtig gelebt? Diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder Mensch einmal. Ein Segen, wenn man sich dann von einem Engel gehalten fühlt. Heinz Rühmann hat in einer seiner letzten Interviews davon gesprochen, dass er „glaubt, dass Engel um uns sind“ – ganz so wie in seinem letzten Film.

Rühmann hatte eine erstaunlich religiöse Seite. Auf dem Schreibtisch in seinem Haus am Sternberger See stand eine Karte mit dem Gebet eines evangelischen Theologen:

Sprecher: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Autor: Heinz Rühmann hat mit Pater Brown sogar erfolgreich einen Pfarrer gespielt, einen ziemlich kriminalistischen. Doch immer wieder hat er nach nachdenklichen Rollen gesucht, mit Tiefe. Angeboten wurden sie ihm selten. So wie 1960 in „Mein Schulfreund“. Rühmann spielt dort einen Geldbriefträger, der mit dem Leben nicht zu Recht kommt. Er wird für unzurechnungsfähig erklärt und deutet sein Leben verzweifelt in apokalyptischen Worten der Bibel:

O-Ton aus Film„Mein Schulfreund“ (1960) aus Rühmann Doku „Kleiner Mann ganz groß“: Bestrafen wird unser Herrgott, wies geschrieben steht ohne Gnade. Aus dem Trümmern der Städte wird klingen das Geschrei der Gequälten. Jedoch Gott wird nicht mehr hören ihr Flehen, gebrochen sein soll ihr Volk wie ein Baum auf dem Feld.

Autor: Rühmann hat in vielen Rollen unverdrossen die Leichtigkeit des Lebens verkörpert. Doch er kannte auch ganz persönlich die Verzweifelung. Der Tod seiner zweiten, geliebten Frau, der Schauspielerin Hertha Feiler, traf ihn hart. Er war 1970, er hat ein Jahr nicht arbeiten können und kaum darüber gesprochen. Aber zumindest seine engsten Weggefährten konnten spüren, dass die oft so lebenslustigen Rollen des Heinz Rühmann sich nicht immer in seinem Leben widerspiegelten.

Weil ich dein Freund sein kann.

Autor: Heinz Rühmann wollte ein Leben lang Positives bewirken und Menschen verbinden. Das ist ja durchaus gut biblisch. Dass er am Ende seines Lebens auch öffentlich von Glauben, Hoffen und Lieben gesprochen hat, wirkt fast wie ein Bekenntnis:

Musik: Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen,
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Autor: Heinz Rühmann hat Filmgeschichte geschrieben. Oft hat er uns aus dem Herzen gesprochen. Von meiner Großmutter bis zu meinen Kindern kennen alle seine Filme. Wir haben viel über ihn gelacht. Gut zu wissen, dass Heinz Rühmann auch eine stille, eine andächtige Seite hatte. Und mit den Jahren Wege fand, sie mit anderen Menschen zu teilen, sagt Ihnen Ihr Joachim Gerhardt von der Evangelischen Kirche in Bonn.

Musik: Das bleibt nicht so
Das bleibt nicht so
Das bleibt nicht so
Auch du wirst einmal wieder froh
Alles geht vorüber
Alles heilt die Zeit

Es kommt die Zeit, es geht das Leid
Denn nichts währt eine Ewigkeit
Alle geht vorüber
Alles hielt die Zeit

Ist heute dein Himmel trübe
Verlier nicht gleich den Mut
Ein kleines Bisschen Liebe
Macht alles wieder gut.

Das waren Ausschnitte aus der Sendung von Pressepfarrer Joachim Gerhardt, mit Genehmigung der Evangelischen Rundfunkbeauftragten beim WDR in Deutschland.


«Ich habe nur sehr positive Erinnerungen an Heinz Rühmann.» Hertha Rühmann, die mehr als 20 Jahre lang mit dem berühmten und beliebten Theater- und Filmschauspieler verheiratet war, fühlt sich noch immer ihrem 1994 gestorbenen Mann eng verbunden. «Ich freue mich immer, wenn ich über meinen Mann sprechen kann. Auch wenn ich manchmal meiner Umgebung damit zur Last falle», sagte die 85-Jährige lachend.

An der engen, liebevollen Beziehung zu Heinz Rühmann, der wie kaum ein anderer deutscher Schauspieler die Sehnsüchte und Hoffnungen seines Publikums verkörperte, habe sich bis heute nichts geändert. «Ich bin froh, dass ich noch immer in unserer gemeinsamen Umgebung leben kann», sagte Hertha Rühmann.

«Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, dass Heinz Rühmann privat ganz anders war als im Film und auf der Bühne.» Selbstdarstellung habe ihm immer fern gelegen. «Er war populär durch seine Filmrollen, nicht als Rühmann», meinte die Witwe.

Für Filmproduzent Artur «Atze» Brauner (83) ist der Schauspieler Heinz Rühmann die Inkarnation des Mannes aus dem Volke. «Er hat zig Millionen zum Lachen gebracht, man konnte über ihn und mit ihm lachen - das war sein Geheimnis», sagt Brauner in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur.

«Im Gegensatz zu Schauspielern wie Paul Hubschmid oder O.W. Fischer gab es bei ihm einen direkten Kontakt zum Publikum. Man traute und vertraute ihm.» Die Zuschauer hätten Rühmann nach Ansicht von Brauner die Darstellung einer negativen Figur niemals abgenommen. «Seine Filmfiguren boten Charme und Volkstümlichkeit», meint Brauner.

«Heinz Rühmann war ein sehr seriöser Mensch. Ich habe ihn ganz selten lachen gesehen», erinnerte er sich.. Brauner produzierte insgesamt drei Filme mit Heinz Rühmann: «Es geschah am hellichten Tag»(1958), «Menschen im Hotel» (1959) und «Der brave Soldat Schwejk» (1960). «Der sowohl künstlerisch als auch finanziell erfolgreichste Film wurde davon "Der brave Soldat Schwejk", ein Film, den Heinz Rühmann in seinen Memoiren als seinen besten Film bewertet hat», betont Brauner.

In seiner beispiellosen Karriere erhielt Rühmann weit über 50 Auszeichnungen, Orden und Preise, die nicht nur seine große und jahrzehntelange ungebrochene Popularität, sondern auch die selten einmütige Wertschätzung von Politikern und Kulturkritikern reflektieren. Neben zwölf Bambis und zahlreichen weiteren Preisen der deutschen und internationalen Filmkritik befinden sich in der Sammlung auch alle offiziellen Ehrungsdokumente, die Heinz Rühmann durch den Bund und das Land Bayern, aber auch durch Städte wie Köpenick und Vereine wie Verehrer verliehen wurden. Die erhaltenen Briefe, unter anderem von Richard von Weizsäcker, Norbert Blüm, Eberhard Diepgen, Helmut Schmidt, Hans Dietrich Genscher, Theo Waigel und Peter Ustinov vermitteln nochmals ein eindrucksvolles Bild seines hohen Ansehens.


"Ich glaube nicht, daß mit dem Tod alles aus ist. Dieser wunderbare menschliche Körper, dieses so unendlich komplizierte System, unsere Seele, unsere Phantasie, unserer Gedanken - alles nur für ein einmaliges kurzes Erdenleben? Nein, das glaube ich nicht. Kein Schöpfer wäre so verschwenderisch. Wir verlassen die Erde. Aber wir kommen wieder.

Aldo Parmeggiani, Rom

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...ssen/ted-833044
des Internetauftritts von Radio Vatikan

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 26.10.2014 13:00
26
Oktober
2014

Pakistan: Asia Bibi schreibt an den Papst

Pakistan: Asia Bibi schreibt an den Papst



Die wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte Pakistanerin Asia Bibi hat einen Brief an Papst Franziskus geschickt. Darin bittet ihn die Christin, für ihre Freilassung zu beten. Dies berichtet das Internetportal „Vatican Insider“, dem das Schreiben vorliegt. Darin heisse es wörtlich: „Papst Franziskus, ich bin deine Tochter, Asia Bibi. Ich beschwöre Dich: Bete für meine Rettung und für meine Freiheit. In diesem Moment kann ich mich nur Gott, dem Allmächtigen anvertrauen, der alles für mich tun kann.“

Sie halte „mit aller Kraft“ an ihrem Glauben fest und sei voller Vertrauen zu Gott, schreibt Asia Bibi. Sie danke dem Papst für seine „Nähe in diesem Moment des Leidens und der Enttäuschung“. In der letzten Woche hatte ein Gericht in Lahore den Berufungsantrag der fünffachen Mutter abgelehnt. Asia Bibi war 2010 nach dem pakistanischen Blasphemiegesetz verurteilt worden. Muslime ihres Dorfes hatten ihr vorgeworfen, sich beleidigend über den Propheten Mohammed geäussert zu haben. Bibi bestreitet dies aber. Ihre Anwälte wollen sich nun an das Oberste Gericht und somit die letzte juristische Instanz wenden. Bibi droht die Hinrichtung durch den Strang. Sowohl Papst Benedikt XVI. (2005-2013) als auch Franziskus haben öffentlich die Freilassung der Christin gefordert.

(kna/adnkronos 26.10.2014 sk)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...apst/ted-833096
des Internetauftritts von Radio Vatikan

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 26.10.2014 12:56
26
Oktober
2014

Polizeigewerkschaft GdP eindeutig gegen jede Freigabe von Cannabis

Polizeigewerkschaft GdP eindeutig gegen jede Freigabe von Cannabis
Veröffentlicht: 26. Oktober 2014 | Autor: Felizitas Küble

Der Ruf nach einer Entkriminalisierung von Cannabis sorgt bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für Skepsis. Leh - Görlitzer Park Foto 1



Als Berufsvertretung der Polizisten, die tagtäglich auf der Straße mit den Problemen des Drogenkonsums und der Drogenkriminalität zu tun haben, setzt sich die GdP zwar für eine Versachlichung der teilweise hitzig geführten Debatte ein, ist aber klar gegen eine Freigabe von Cannabis.

BILD: Polizisten kontrollieren am Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg die Drogenhändlerszene (Foto: Michael Leh)

„Anstatt sich Gedanken um eine Legalisierung zu machen, sollte es ein Hauptanliegen der Politik sein, die Drogenprävention zu verbessern”, sagt GdP-Pressesprecher Rüdiger Holecek. Mit einer Freigabe sieht er massive Probleme auf die Gesellschaft zukommen.

Zwar würde, wie bei jeder Legalisierung einer Straftat, die statistisch erfasste Kriminalität logischerweise sinken, dafür geht Holecek von einer Zunahme der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss aus. Außerdem befürchtet man bei der GdP, dass nach einer Legalisierung mehr Menschen Haschisch rauchen würden.

Gerade die Werbemöglichkeiten eines legalisierten Rauschgiftmarktes sorgen bei der Gewerkschaft für Bauchschmerzen. Zumindest theoretisch könnten sich die Produzenten und Händler offener Marketingmethoden bedienen und so Absatz und Konsum ankurbeln.

„Mit einer Steigerung des Rauschgiftkonsums ist in jedem Fall zu rechnen – mit allen gesundheitlichen und sozialen Folgen”, erklärt der GdP-Sprecher.

Quelle und weitere Infos hier: http://www.polizei-dein-partner.de/theme...galisieren.html

GdP-Chef: “Cannabis nicht verharmlosen!”

Zu diesem Thema folgt hier eine weitere Meldung vom Januar 2012:

“Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Forderung der Linkspartei zurückgewiesen, Cannabis in Deutschland zu legalisieren. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Cannabis wird zu Unrecht als harmlos dargestellt. Der Wirkstoffgehalt des Cannabis, Tetrahydrocannabinol (THC), wird seit langem durch moderne Züchtungen immer mehr erhöht.“

Es bestehe bei Konsumenten eine große Gefahr der Schädigung des Gehirns. Auch die Entwicklung von Jugendlichen kann bedrohlich beeinträchtigt werden. Witthaut:

„Eine verminderte Denk- und Leistungsfähigkeit können die Folge des Cannabis-Konsums sein. Man sollte auf die Lehrer hören, die die Auswirkungen des Cannabis-Konsums im täglich Unterricht erleben.“

Quelle: http://www.gdp.de/id/p120106

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 26.10.2014 12:19
26
Oktober
2014

“Ruft mich der Notleidende, so höre ich es”

“Ruft mich der Notleidende, so höre ich es”
Veröffentlicht: 26. Oktober 2014 | Autor: Felizitas Küble

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Ex 22,20-26:

So spricht der HERR: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen. Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausbeuten. Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören.(…) polskaweb



Leihst du einem aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld, dann sollst du dich gegen ihn nicht wie ein Wucherer benehmen. Ihr sollt von ihm keinen Wucherzins fordern.

Nimmst du von einem Mitbürger den Mantel zum Pfand, dann sollst du ihn bis Sonnenuntergang zurückgeben; denn es ist seine einzige Decke, der Mantel, mit dem er seinen bloßen Leib bedeckt. Worin soll er sonst schlafen? – Wenn er zu mir ruft, höre ich es, denn ich habe Mitleid.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 26.10.2014 11:46
26
Oktober
2014

„In Wirklichkeit sind 1800 Salafisten ausgereist“

Radikale Islamisten
„In Wirklichkeit sind 1800 Salafisten ausgereist“
Die Zahl der aus Deutschland in den Dschihad gezogenen Salafisten ist in Wirklichkeit viermal so hoch wie offiziell zugegeben. Nach Angaben von Verfassungsschützern ist es nicht möglich, diese Leute aufzuhalten - wegen Personalmangels.
25.10.2014



6300 Salafisten in Deutschland
Auch der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, sagte, das Amt beobachte mit Sorge ein rasantes Anwachsen der radikalislamischen Salafistenszene in Deutschland. Inzwischen zähle diese weit über 6300 Menschen, sagte er am Samstag dem rbb-Inforadio. Bis zum Jahresende könnten es bereits 7000 sein. Vor wenigen Jahren haben man noch rund 2800 Salafisten gezählt. „Das ist ein sehr schnelles Ansteigen, das ist auch besorgniserregend“, so Maaßen weiter.

6300 Salafisten in Deutschland
Auch der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, sagte, das Amt beobachte mit Sorge ein rasantes Anwachsen der radikalislamischen Salafistenszene in Deutschland. Inzwischen zähle diese weit über 6300 Menschen, sagte er am Samstag dem rbb-Inforadio. Bis zum Jahresende könnten es bereits 7000 sein. Vor wenigen Jahren haben man noch rund 2800 Salafisten gezählt. „Das ist ein sehr schnelles Ansteigen, das ist auch besorgniserregend“, so Maaßen weiter.

Unser Problem besteht darin, dass es immer wieder Personen gibt, die in Syrien und im Irak auftauchen, die wir vorher gar nicht kannten“, berichtete Maaßen. „Also die Dunkelziffer ist sehr groß.“ Vor allem junge Leute im Alter zwischen 18 und 30 Jahren fühlten sich vom Salafismus angezogen. Dieser sei für Menschen in einer Umbruchsituation attraktiv, weil er eine klare Vorgabe mache, wie man zu leben habe. „Salafisten sagen, was schwarz und was weiß ist. Und Salafisten sagen, dass, wenn man salafistisch denkt und lebt, ist man Avantgarde, ist man im Grunde genommen Vorreiter.“ Junge Menschen, die gescheitert und orientierungslos seien, fielen auf so etwas herein und hätten den Eindruck, „vom Underdog zum Topdog“ zu werden, sagte Maaßen.
Hier geht es weiter:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...0-13229426.html


Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein Autorin: marita 26.10.2014 00:26
25
Oktober
2014

Christliche Hilfswerke warnen vor Ebola-Hysterie

D: Christliche Hilfswerke warnen vor Ebola-Hysterie



Der Fokus auf die sich immer mehr ausbreitende Ebola-Epidemie solle nicht die Aufmerksamkeit von anderen Problemen verdrängen. Diese Ansicht äußerten Fachleute von Hilfs- und Missionswerken gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Der Vorstandsvorsitzende des christlich-humanitären Hilfswerks World Vision Deutschland, Christoph Waffenschmidt, sagte, dass „die rasante Ausbreitung der Ebola-Epidemie ein Symptom für die katastrophalen Gesundheitszustände in vielen afrikanischen Ländern“ sei. Ebola sei eine Furcht einflößende Krankheit und hoch ansteckend. Deshalb sei es nötig, „dass wir erheblich mehr in die Gesundheitssysteme der Entwicklungsländer investieren“. Gleichzeitig dürfe nicht vergessen werden, dass täglich mehr als 17.200 Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten und Unterernährung sterben. Tuberkulose und Malaria kosteten jährlich etwa 2,5 Millionen Menschen das Leben.

Nach Angaben der UN-Weltgesundheitsorganisation WHO sind bisher an der Infektionskrankheit 9.936 Menschen erkrankt und 4.877 gestorben. Zu vereinzelten Todesfällen ist es auch in den USA, in Spanien und in Deutschland gekommen.

(idea 25.10.2014 mg)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...erie/ted-832901
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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25
Oktober
2014

Vatikan veröffentlicht Statistik der katholischen Kirche in aller Welt

Vatikan veröffentlicht Statistik der katholischen Kirche in aller Welt
Veröffentlicht: 25. Oktober 2014 | Autor: Felizitas Küble

Zum Sonntag der Weltmission, der dieses Jahr in den meisten Ortskirchen am 20. Oktober gefeiert wird, veröffentlicht der vatikanische Fidesdienst traditionsgemäß ausgewählte Statistiken zur Übersicht über die missionarische Tätigkeit der Kirche in aller Welt.

Die Tabellen sind dem letzten „Statistischen Jahrbuch der Kirche“ entnommen (mit Daten zum 31. Dezember 2012) und geben Auskunft über die Mitglieder der Kirche, seelsorgerische Strukturen, Tätigkeit im Gesundheits- und Bildungswesen. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd



In Klammern sind jeweils Veränderungen, Anstieg (+) oder Rückgang (-) im Vergleich zum Vorjahr angegeben, wie sie aus der Gegenüberstellung des Fidesdienstes hervorgehen.

Zum 31. Dezember 2012 lebten auf der ganzen Welt insgesamt 7,023 Milliarden Menschen, d.h. 90.067.000 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg betrifft alle Kontinente einschließlich Europa, wie bereits im Vorjahr. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Asien +51.473.000, Afrika +26.664.000; Amerika +8.639.000¸ Europa + 2.977.000 und Ozeanien + 314.000.

Zum selben Datum (31. Dezember 2012) betrug die Anzahl der Katholiken insgesamt 1. 228.621.000, das bedeutet einen Anstieg um 15.030.000 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl stieg auf allen Kontinenten. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Amerika + 6.509.000; Afrika +4.920.000; Asien +2.403.000; Europa +1.122.000; Ozeanien +76.000. christus



Der Anteil der Katholiken stieg weltweit (wie im Vorjahr) um 0,01 % an und beträgt damit insgesamt 17,49%. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: Amerika +0,12; Asien + 0,01; während es in und Europa -0,01 und Ozeanien +0,02 einen Rückgang gab, gleichbleibend ist der Anteil in Afrika.

Insgesamt gibt es 1.847 Missionsstationen mit einem eigenen Priester (65 weniger als im Vorjahr). Die Zahl stieg in Amerika (+31), Asien (+51) und Ozeanien (+11) während es in Afrika (-23) und Europa (+-5) einen Rückgang gab. Die Zahl der Missionsstationen ohne eigenen Priester ging dieses Jahr um 659 zurück und liegt damit heute weltweit bei 130.795.

Die Zahl stieg in Afrika (+1.152) und Asien (+443) während es in Amerika (-2.038), Europa (-4) und Ozeanien (-201) einen Rückgang gab.

Die Zahl der Priester stieg weltweit um 895 und liegt damit bei 414.313. Einen Rückgag verzeichnet erneut Europa (- 1.375) und in geringerem Ausmaß in Amerika (-90) und Ozeanien (-80), während es in Afrika (+1.076) und Asien (+1.364) Anstiege gab.

Die Zahl der Ordensschwestern ging auch dieses Jahr wieder weltweit zurück (–10.677) und beträgt damit insgesamt 702.529. Nach Kontinenten gegliedert entsteht folgendes Bild: einen Anstieg gab es auch dieses Jahr in Afrika (+727) und Asien (+2.167), einen Rückgang in Amerika (–4.288), Europa (-9.051) und Ozeanien (–232). 305fe9127f



Die Zahl der Laienmissionare beträgt weltweit 362.488 und ging damit um insgesamt 19.234 zurück, wobei Anstiege in Asien (+9.294) und Europa (+71) verzeichnet wurden, während es in Afrika (-578), Amerika (-18.764) und Ozeanien (-257) einen Rückgang gab.

Die Zahl der Katechisten stieg weltweit um 45.408 an und beträgt damit insgesamt 3.170.643. Einen einzigen bemerkenswerten Anstieg gab es dabei in Asien (+61.913). Einen Rückgang in Afrika (-7.254), Amerika (-4.090), Europa (-4.341) und Ozeanien (-820).

In aller Welt befinden sich zahlreich Schulen und Bildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft; im einzelnen entsteht folgendes Bild:

71.188 Vorschulen mit 6.728.670 Schülern; 95.246 Grundschulen mit 32.299.669 Schülern; 43.783 Sekundarstufen mit 18.869.237 Schülern; insgesamt 2.381.337 Schüler besuchen weiterführende Schulen der katholischen Kirche – und 3.103.072 Studenten studieren an kirchlichen Universitäten.

Insgesamt gibt es weltweit 115.119 Pflegeeinrichtungen und Wohlfahrtsinstitute in kirchlicher Trägerschaft.

Vollständiges Dossier: http://www.fides.org/deu/attachments/vie...HE_2014_ted.doc

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25
Oktober
2014

Gänswein für Festhalten an Tradition

Gänswein für Festhalten an Tradition



Erzbischof Gänswein hat sich für ein Festhalten an der traditionellen kirchlichen Morallehre ausgesprochen. In einem Interview mit der italienischen Zeitung „Chi“ sagte der Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär von Benedikt XVI., die Zulassung der Wiederverheiratung widerspreche dem Willen Jesu. Franziskus verfolge klar die Linie seiner Vorgänger im Papstamt, deren Lehre über das Sakrament der Ehe sehr klar gewesen sei. Zum Thema Homosexualität erinnerte Gänswein daran, dass sie gegen die Gesetze der Natur sei, denn sie diene nicht dem Zweck des sexuellen Aktes, Leben zu schenken. Homosexuellen müsse mit Respekt, Mitleid und Feingefühl begegnet und jede ungerechte Diskriminierung vermieden werden.

(diverse 12.10.2014 mc)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...ion_/ted-830594
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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25
Oktober
2014

Starke Zunahme von Salafisten in Deutschland...

Starke Zunahme von Salafisten in Deutschland...



Der Verfassungsschutz beobachtet mit Besorgnis ein starkes Anwachsen der Salafistenszene in Deutschland. Inzwischen zählten rund 6.300 Menschen zu diesen Gruppen, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, dem rbb-Inforadio. Bis zum Jahresende könnten es bereits 7.000 sein. Vor wenigen Jahren habenman noch rund 2.300 Salafisten gezählt. „Das ist besorgniserregend”, sagte Maaßen. Vor allem Jugendliche fühlten sich vom Salafismus – also einer radikalen islamischen Linie – angezogen. Dieser sei offenbar für Menschen in einer Umbruchsituation attraktiv, weil er eine klare Vorgabe mache, wie man zu leben habe. „Salafisten sagen, was weiß und was schwarz ist.”
(diverse 25.10.2014 mg)

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...sten/ted-832962
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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25
Oktober
2014

Neues Dokument der Bibelkommission

Neues Dokument der Bibelkommission



„Göttliche Inspiration und Wahrheit der Heiligen Schrift“: Zu diesem Thema hat die Päpstliche Bibelkommission im Vatikanverlag auf Italienisch ein 250-Seiten-Dokument veröffentlicht. Es geht von der vatikanischen Bischofssynode zum Thema Bibel aus; diese hatte 2008 unter Leitung des damaligen Papstes Benedikt XVI. eine eingehendere Studie zur Inspiration der Heiligen Schrift angeregt.

Der Sekretär der Bibelkommission, Jesuitenpater Klemens Stock, stellt das neue Dokument in der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ von diesem Freitag vor. Dabei wird deutlich, dass sich der Text auch ausführlich mit schwierigen Passagen der Heiligen Schrift beschäftigt, „die ihre Wahrheit und folglich auch die göttliche Inspiration in Zweifel zu ziehen scheinen“. Dazu gehören im Alten Testament der Abrahams-Zyklus, der Durchzug Israels durch das Rote Meer in Exodus 14 sowie die Bücher Tobit und Jona; im Neuen Testament gehören dazu die Erzählungen über die Kindheit Jesu, Wunderschilderungen und Auferstehungsberichte.

Mit Blick auf die Kindheitsberichte spricht das neue Dokument von „Einleitungen“ in die Evangelien Matthäus bzw. Lukas, die die Charakteristika von Person und Werk Jesu schon in seinen Ursprüngen verorteten. Wunder oder Zeichen Jesu wertet es als „wesentlichen Teil seines Dienstes“. Dass die Auferstehungsberichte in Details „viele Divergenzen“ aufweisen, deutet nach Ansicht der Bibelkommission auf den „bleibenden theologischen Wert der Evangelien“ hin; ein „theologischer Kommentar könne sich „in narrativer Form ausdrücken“, um in den geschilderten Ereignissen „den Bezug zu Gott aufzuweisen“.

(or 24.10.2014 sk)


Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/...ion_/ted-832776
des Internetauftritts von Radio Vatikan

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25
Oktober
2014

Papst an Schönstatt: „Erneuerung beginnt im Herzen“

Papst an Schönstatt: „Erneuerung beginnt im Herzen“



„Man sagt, der Papst sei revolutionär, aber es heißt ja: ecclesia semper reformanda“, daran erinnerte Franziskus an diesem Samstagmittag die Gruppe der Schönstatt-Bewegung, die zu ihrem 100-Jahr-Jubiläum der Gründung nach Rom gekommen sind. Die erste Revolution sei die Heiligkeit, so der Papst an die Mitglieder der Schönstatt-Bewegung. Deshalb beginne jede Erneuerung im Herzen. Davon betroffen seien aber auch die römische Kurie und alle Teile der Kirche, fügte Franziskus an.

Die katholische Bewegung ist die größte und internationale Geistliche Familie, die in Deutschland gegründet wurde. Die internationale Ausrichtung war auch bei dem Treffen mit dem Papst feststellbar: die tausenden Mitglieder, die extra nach Rom gekommen waren, schwenkten Fähnchen aus ihren Ländern. Gesprochen wurde hauptsächlich Spanisch. Fünf Fragen wurden an den Papst gerichtet.

Förderung der Familie

Die erste Frage an den Papst behandelte das Thema der jüngsten Synode: Wie kann die Kirche jungen Menschen helfen, die Familie als „unwiderstehliches Lebensmodell“ angeboten werden? Die Antwort des Papstes:

„Das Sakrament der Ehe ist ein Bollwerk, doch man kann unbewusst in Versuchung geraten, die Ehe auf ein Ritus zu reduzieren. Da hört man oft sagen, wir haben kein Geld, um zu heiraten. So wird die Ehe auf einen rein sozialen Aspekt reduziert.“

Franziskus lud alle ein, konkret jungen Paaren zu helfen. Es sei wichtig, dass die Gesellschaft jegliche Vereinfachung und Hilfe anbiete, damit geheiratet wird.

„Doch neben der Vereinfachung ist es ganz wichtig, dass die Paare sich gut auf die Ehe vorbereiten. Da reicht es nicht aus, dass ein Priester sie nur zweimal oder weniger trifft und zwei Vorträge hält. Das geht nicht und wir als Kirche dürfen das nicht hinnehmen. Die Ehevorbereitung braucht Zeit und Geduld. Viele wissen ja gar nicht, was Ehe bedeutet und reduzieren das Ganze auf ein Lebensstatus oder Versprechen.“

Der Papst erinnerte daran, dass die heutige Gesellschaft „eine Kultur des Provisorischen“ befürworte, die das Eheverständnis und an sich die Existenz der Familien gefährden. Denn damit werde verhindert, dass Lebensbündnisse geschlossen würden.

„Einmal kam eine Mutter zu mir und fragte, was sie machen könne, damit ihr Sohn endlich heiratet. Er war verlobt. Ich sagte ihr: sie soll aufhören, ihm die Hemde zu bügeln.“

Muttergottes als Erzieherin

Die zweite Frage betraf Maria und ihre Rolle bei der Weitergabe des Glaubens. Franziskus erinnerte daran, dass jeder Mensch eine Mutter habe, doch die „eigentliche Mutter der Menschheit“ sei Maria. „Und wenn man das nicht akzeptieren kann, dann kann man immer noch sagen, sie sei unsere Schwiegermutter“, sagte der Papst mit ironischem Unterton. „Ich habe einmal ein Bild von der Muttergottes von Schönstatt erhalten und trage es seitdem immer bei mir. Jeden Tag berühre ich dieses Bild.“ Das Charisma der Schönstatt-Bewegung bestehe darin, „ein Bündnis mit der Jungfrau zu schließen, um die Menschheit zu retten“, erinnerte der Papst. Vor allem Diebe und Bösewichte seien mit der Muttergottes sehr verbunden, „weil sie wissen, dass die Mutter immer zu ihnen steht“, so der Papst. Denn niemand könne von sich behaupten, keine Mutter zu haben.

„In Argentinien sagen wir zu einer Person, die Böses getan hat –und das ist ein starkes Wort – er hat vielleicht keine Mutter aber er hat immerhin die Muttergottes.“

Jugend und Jesus

Bei der dritten Frage ging Franziskus auf die Beziehung der Jugend mit Jesus ein.

„Unsere Seelsorge soll von Mensch zu Mensch sein. Wir müssen sie begleiten und mit ihnen Zeit verlieren. Erinnern wir uns daran, dass der große Meister des Zeitverlierens Jesus ist.“

Gesellschaft und Glaube

Bei Frage Nummer vier erläuterte der Papst, wie er den Glauben lebt und wie es die Gesellschaft von heute am besten tun könnte.

„Ihr wollt wissen, welches das Geheimnis ist, dass ich glaube. Die Antwortet lautet: ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass der Glaube uns vorwärts bringt.“

Kirche und Kontinuität

Die fünfte und letzte Frage beschäftigte sich mit der Erneuerung der Kirche. Diese wachse nicht durch die Anwerbung von Gläubigen, sondern durch das Zeugnis ihrer Gläubigen, so Franziskus, der dabei seinen Vorgänger Benedikt zitierte.

Das Treffen im Vatikan dauerte über zwei Stunden. Gegründet wurde die Bewegung 1914 vom Pallottiner Josef Kentenich (1885-1968). Die Gemeinschaft bemüht sich um intensive Frömmigkeit im Alltagsleben. Eine große Rolle spielt die Marienverehrung. Die geistliche Gemeinschaft hat nach eigenen Angaben in Deutschland rund 20.000 Mitglieder.

(rv 24.10.2014 mg)


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